DE2525285B2 - Kreisrundes Bauteil, insbesondere Ausgleichsring für einen Straßenschacht - Google Patents
Kreisrundes Bauteil, insbesondere Ausgleichsring für einen StraßenschachtInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein kreisrundes Schachtbauteil, insbesondere Ausgleichsring für einen Straßenschacht,
welches zur Zentrierung an ober- und unterhalb anschließenden Schachtteilen an beiden Stirnflächen
gleich ausgebildete Vorsprünge aufweist.
Straßenschächte weiden im allgemeinen schon sehr früh, d. h. zu Beginn aller Straßenbauarbeiten eingebaut.
Man richtet ihre Höhe so aus, daß die obere Schachtabdeckung in etwa mit dem späteren Straßenniveau
übereinstimmt. Da diese Höhe später meist noch korrigiert werden muß, werden die obersten Teile des
Schachtes in aller Regel nur lose aufgesetzt. Beim Auffüllen des Straßenunterbaues und bei dessen
Verdichten kann es daher vorkommen, daß sich diese oberen Schachtbauteile seitlich verschieben.
Um dies zu verhindern, ist ein ringförmiges Bauteil der eingangs genannten Art bekannt (DE-GM
82 496), dessen vier in 90°-Abständen und neben der ebenen Auflagefläche angeordnete Zentriervorsprünge
das Verschieben der darüber und darunter befindlichen Schachtbauteile verhindern sollen. Bei dieser bekannten
Konstruktion ist es nicht möglich, mehrere mit solchen Zentriervorsprüngen versehene Ringe übereinander
einzubauen, und auch dann, wenn derartige Ringe für die Lagerung gestapelt werden sollen, ist eine
gegenseitige Verschiebungssicherung nicht gegeben. Es ist auch erwünscht, derartige in der Regel aus Beton
hergestellte ringförmige Bauteile frühzeitig aus der Schalung entnehmen zu können. Dies dürfte bei der
bekannten Ausführungsform wegen der nur punktförmigen Auflage an vier Stellen problematisch sein.
Aus DE-GM 18 96 087 ist ein Schachtausgleichsring bekannt, bei dem die Zentrierung an den oben und unten
is anschließenden Schachtbauteilen durch ringförmig umlaufende Zentrierschultern an den Stirnflächen
erfolgt In diesem Fall ist zwar auch bei Einbau oder Stapelung mehrerer solcher Ausgleichsringe die Zentrierung
gegeben, und der Ausgleichsring hat auch eine gleichmäßige Auflage auf seinem ganzen Umfang. Der
bekannte Ausgleichsring ist aber nicht wendegleich, d. h, daß die Zentrierung verlorengeht, wenn versehentlich
ein solcher Ausgleichsring mit seiner Unterseite nach oben eingebaut oder gestapelt wird. Im übrigen
erfordert dieser Ausgleichsring eine entsprechend komplementär abgestufte Ausbildung der Stirnseite
mindestens des einen an den Schachtring anzuschließenden Schach»bauteils.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, ein einfach formbares und frühzeitig aus der Schalung
herausnehmbares ringförmiges Bauteil der eingangs genannten Art herzustellen, das wendegleich ist und bei
dem auch bei Stapelung bzw. Einbau mehrerer derartiger Bauteile eine gegenseitige Zentrierung
gewährleistet ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Vorsprünge an den Stirnflächen als in gleichen
Winkelabständen angeordnete Zähne gleicher Breite ausgebildet sind, deren Zahnflanken radial zum
Schachtbauteil verlaufen und die zwischen sich Zahnlükken bilden, deren Breite in Umfangsrichtung des
Schachtbauteils gleich oder geringfügig größer wie die der Zähne ist.
Bei Einbau bzw. Stapelung mehrerer derartiger Schachtbauteile ergeben die ineinandergreifenden Zähne
und Zahnlücken an ihren radial verlaufenden Flanken, die sich direkt oder unter Zwischenfügung
einer Mörtelschicht berühren, die gegenseitige Zentrierung.
Zur Erzielung eines um den ganzen Umfang etwa gleich bleibenden Materialquerschnitts des ringförmigen
Schachtbauteils ist es vorteilhaft, wenn den Zähnen an der einen Stirnseite Zahnlücken an der anderen
Stirnseite gegenüberliegen.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind die Zähne und Zahnlücken radial
außerhalb einer ebenen Auflagefläche des Schachtbauteils angeordnet. Dies hat den Vorteil, daß das
Schachtbauteil gemäß der Erfindung zentrierend an anzuschließende Schachtteile angesetzt werden kann,
die eine glatte, also nicht besonders angepaßte Stirnfläche aufweisen. In diesem Fall übergreifen die
Zähne des Schachtbauteils gemäß der Erfindung den anzuschließenden Schachtteil mit ihrer inneren Umfangsfläche
und wirken wie Abschnitte einer umlaufenden Zentrierschulter.
Bei dieser Ausführungsform ist es vorteilhaft, wenn die Zähne an jeder Stirnseite um den gleichen Betrag
über die Auflagefläche erhöht wie die Böden der
Zahnlücken gegenüber der Auflagefläche vertieft sind.
Bei einer anderen Ausführungsform der Erfindung sind die Zähne und Zahnlücken über die ganz radiale
Breite des Schachtbauteils durchgehend und bilden dessen Auflagefläche. Dies hat den Vorteil, daß das
Schachtbauteil gleichen Außendurchmesser wie die anzuschließenden Schachtteile haben kann. Allerdings
müssen dann auch die anzuschließenden Schachtteile an ihren Stirnseiten entsprechende Zähne und Zahnlücken
aufweisen.
Im Interesse einer leichten Formbarkeit und um Beschädigungen bei Herstellung, Transport und Einbau
möglichst auszuschließen, ist es vorteilhaft, wenn die
Verzahnung von im Vergleich zur Breite niedrigen Zähnen gebildet wird. Die Höhe der Zähne muß
lediglich größer als die Dicke der üblichen Mörtelschicht zwischen den Bauteilen sein.
Vorzugsweise sind vier bis acht Zähne gleichmäßig über den Umfang verteilt, wobei sich die Anzahl auch
nach dem Durchmesser der Bauteile richten wird.
Insgesamt weist das ringförmige Schachtbauteil gemäß der Erfindung folgende Vorteile auf: Es ist leicht
formbar und kann frühzeitig aus der Schalung entnommen werden, da es auch auf einer ebenen
Ablagefläche durch seine breiten Zähne auf ca. der Hälfte seines Umfangs abgestützt wird. Es ist stapelbar
und sowohl beim Lagern als auch im eingebauten Zustand verschiebegesichert Die Auflagefläche zwischen
benachbarten Schachtbauteilen wird durch die Zentrierung nicht verringert. Ferner ist das Schachtbauteil
wendegleich, d. h., es kann in jeder seiner beiden Lagen ohne Unterschied eingebaut bzw. gestapelt
werden.
Ausführungsformen der Erfindung werden anhand der Zeichnungen erläutert Es zeigt
F i g. 1 perspektivisch eine erste Ausführungsform und
F i g. 2 eine zweite Ausführungsform der Erfindung im Axialschnitt.
Bei der Ausführungsform nach F i g. 1 ist zwischen einem Schachtkonus 1 und einem Schachtrahmen 3 ein
Schachtbauteil als Ausgleichsring eingefügt der an jeder Stirnseite eine ebene ringförmige Auflagefläche 5
aufweist, die gleichen Innen- und Außendurchmesser hat wie die ebenen stirnseitigen Aullageflächen der
Teile 1 und 3. Radial außerhalb der Auflagefläche S hat das Schachtbauteil 2 an jeder Stirnseite eine umlaufende
Verzahnung, bestehend aus abwechselnden Zähnen 6 und Zahnlücken 7. Die Zähne 6 sind gegenüber der
Auflagefläche 5 um den gleichen Betrag erhöht wie die
ίο Böden der Zahnlücken 7 gegenüber ihr vertieft sind
Zähne und Zahnlücken haben im wesentlichen gleiche Breite, so daß die Zähne 6 unter Berücksichtigung der
üblichen Toleranzen die Zahnlücken eines anschließenden gleichartigen Schachtbauteils 2 ausfüllen würden.
Die Zähne 6 übergreifen jeweils zentrierend die äußere Umfangsfläche der anschließenden Schachtbauteile 1,3,
während bei Übereinanderstapelung oder -einbau von zwei oder mehr Ausgleichsringen 2 sowohl die
seitlichen Flanken der Zähne 6 als auch deren innere Umfangsfläche die Zentrierung bewirken.
Gemäß F i g. 2 ist auf einen Schachtkonus 11 ein als
Ausgleichsring ein Schachtbauteil 12 gesetzt, das den Rahmen 13 für den nicht dargestellten Schachtdeckel
trägt. Der Ausgleichsring ist auf seiner oberen und unteren Stirnfläche mit Zähnen 14 und Zahnlücken 15
versehen, während die beiden anderen Bauteile jeweils nur an der benachbarten Stirnfläche eine derartige
Verzahnung 16, 17 aufweisen. Die Verzahnungen sind zueinander komplementär, so daß die Zähne i.nter
3« Berücksichtigung der jeweiligen Mörtelschiclit die
Zahnlücken vollständig ausfüllen. Durch die radial verlaufenden Zahnflanken werden die Bauteile gegeneinander
zentriert. Es ist aber, wenn die Zahl der Zähne mindestens drei beträgt, auch möglich, die Zahnflanken
J5 abweichend von der Radialrichtung, z. B. parallel
zueinander verlaufen zu lassen.
Bei der Ausführungsform liegt einer Zahnlücke 15 auf der Oberseite des Schachtbauteils 12 ein Zahn 14 auf der
Unterseite gegenüber. Dies ist zwar nicht unbedingt
w erforderlich, hat aber den Vorteil, daß der Materialquerschnitt
des Schachtbauteils 12 auf diese Weise über den ganzen Umfang im wesentlichen gleich ist.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (8)
1. Kreisrundes Scbachtbauteil, insbesondere Ausgleichsring
für einen Straßenschacht, welches zur Zentrierung an ober- und unterhalb anschließenden
Schachtteilen an beiden Stirnflächen gleich ausgebildete Vorsprünge aufweist, dadurch gekennzeichnet,
daß die Vorsprünge an den Stirnflächen als in gleichen Winkelabständen angeordnete
Zähne (6,14) gleicher Breite ausgebildet sind, deren
Zahnflanken radial zum Schachtbauteil (2, 12) verlaufen und die zwischen sich Zahnlücken (7, 15)
bilden, deren Breite in Umfangsrichtung des
Schachtbauteils gleich oder geringfügig größer als die der Zähne ist
2. Schachtbauteil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Breite der Zähne (14) um
einen das Einbringen einer Mörtelschicht ermöglichenden Betrag geringer ist als die Breite der
Zahnlücken (15).
3. Schachtbauteil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß den Zähnen (6) an der einen
Stirnseite Zahnlücken (7) an der anderen Stirnseite gegenüberliegen.
4. Schachtbauteil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zähne (6) und Zahnlücken
(7) radial außerhalb einer ebenen Auflagefläche (5) des Schachtbauteils (2) angeordnet sind.
5. Schachtbauteil nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Zähne (6) an jeder
Stirnseite um den gleichen Betrag über die Auflagefläche (5) erhöht, wie die Böden der
Zahnlücken (7) gegenüber der Auflagefläche (5) vertieft sind.
6. Schachtbauteil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zähne (14) und Zahnlücken
(15) über die ganze radiale Breite des Schachtbauteils (2) durchgehen und dessen Auflagefläche bilden.
7. Schachtbauteil nach einem der Ansprüche 1 bis
6, dadurch gekennzeichnet, daß die Zähne (6, 14) eine im Vergleich zu ihrer Breite niedrige Höhe
haben.
8. Schachtbauteil nach einem der Ansprüche 1 bis
7, dadurch gekennzeichnet, daß vier bis acht Zähne gleichmäßig über den Umfang verteilt sind.
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| DE19752525285 DE2525285C3 (de) | 1975-06-06 | 1975-06-06 | Kreisrundes Schachtbauteil, insbesondere Ausgleichsring für einen Straßenschacht |
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| DE19752525285 DE2525285C3 (de) | 1975-06-06 | 1975-06-06 | Kreisrundes Schachtbauteil, insbesondere Ausgleichsring für einen Straßenschacht |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE2525285C3 DE2525285C3 (de) | 1979-09-27 |
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Country Status (1)
| Country | Link |
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Cited By (2)
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1975
- 1975-06-06 DE DE19752525285 patent/DE2525285C3/de not_active Expired
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| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
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