-
Einstecktürschloß Die Erfindung betrifft ein Einstecktürschloß mit
einem schlüsselbetätigbaren, in einem Schloßkasten geführten, ein Stulpblech mit
einem Riegelkopf durchsetzenden, einstückigen Riegel, dessen Riegelschwanz eine
zwangsgeführte Zuhaltung zugeordnet ist.
-
Es hat sich gezeigt, daß gebräuchliche Einstecktürschlösser, welche
durch den Eintritt eines Riegels in ein entsprechendes Widerlager eines Türrahmens
ein Aufschwenken der betreffenden Tür verhindern sollen, oftmals keine große Einbruchssicherheit
aufweisen. Besonders bei Einstecktürschlössern, die für Rohrrahmentüren geeignet
sind, ist es leicht möglich, einen geeigneten Hebel, beispielsweise ein Stemmeisen,
in die Fuge zwischen Stulpblech und Schließblech des Türrahmens einzutreiben und
beide Teile so weit auseinander zu stemmen, daß der Riegel an der Schließplatte
vorbeizugleiten vermag.
-
Dann läßt sich aber die betreffende Tür ohne weiteres in
Offenstellung
schwenken. Da die Profile von Rohrrahmentüren in der Regel recht geringe Querschnittsabmessungen
aufweisen, lassen sich die Rohrrahmen verhältnismäßig leicht verbiegen.
-
Außerdem weisen die Einstecktürschlösser für solche Rohrrahmentüren
vergleichsweise geringe Abmessungen auf, so daß auch der Riegel entsprechend kurz
ist und damit auch der Ausschlußweg zum Eintritt des Riegels in das Schließblech.
-
Zur Vermeidung der vorstehend geschilderten Nachteile wird durch die
DT-OS 23 33 342 ein Einsteckschloß, insbesondere für Rohrrahmentüren, vorgeschlagen,
das einen in die rahmenseitige Öffnung ausschließenden Riegel aufweist, wobei dem
Riegel ein in ihm geführter, in verschlossener Stellung quer zur Riegel-Ausschlußrichtung
vortretender, von der Riegel-Zuhaltung gesteuerter Verbund-Eingriffschieber zugeordnet
ist. Dieser Verbund-Eingriffschieber lagert in einer Vertiefung der RiegelMeitenfläche.
Der Verbund-Eingriffschieber ist Z-förmig gestaltet und liegt mit seinem sich quer
zur Ausschlußrichtung des Riegels erstreckenden Mittelabschnitt und seinem unteren
hakenförmig gestalteten Fußabschnitt in der Riegelvertiefung ein, während der obere
Kopfabschnitt sich nach rückwärts erstreckend über die steigende Riegel-Zuhaltung
greift. Die Riegel-Zuhaltung sitzt im Bereich einer Abflachung des Riegelschwanzes,
welche durch eine Rippe von der Einlagerungsvertiefung des Mittelabschnittes abgetrennt
ist. Außerdem ist eine von der Riegel-Zuhaltung aussteuerbare Sperre zum Blockieren
des Verbund-Eingriffschiebers gegen Ausheben aus der hakenförmigen Verbund-Eingriffstellung
vorgesehen. Diese vorbekannte Bauart schafft zwar durch das Eingreifen des Z-förmigen
Verbund-Eingriffschiebers hinter das Schließblech eine zusätzliche Sicherung gegen
Auseinanderstemmen von Rohrrahmen und Schließblech, vergrößert allerdings das sonst
übliche Maß des Ausschlußweges des Riegelkopfes nicht, so daß nach wie vor der Riegelkopf
nur um ein vergleichsweise geringes Maß in das Widerlager des Türrahmens vorschließbar
ist.
-
Wegen der Zweiteiligkeit des Riegels - Riegelkopf mit Riegelschwanz
und Z-förmiger Verbund-Eingriffschieber - ist diese Konstruktion auch verhältnismäßig
kompliziert und störungsanfällig. Schlägt beispielsweise die Tür bei vorgeschlossenem
Riegelkopf und ausgetretenem Verbund-Eingriffschieber (z. B.
-
durch "Durchzug") zu, so können die aufeinander eingepassten Teile
relativ leicht verbiegen, so daß sich Riegel und Z-förmiger Verbund-Eingriffschieber
nicht mehr in zufriedenstellender Weise gegeneinander bewegen lassen.
-
Durch die DT-OS 23 40 580 ist eine Konstruktion eines Einsteckschlosses
für Rohrrahmentüren vorbekannt, bei welcher der Nachteil des geringen Ausschlußweges
des Riegels der DT-OS 23 33 342 bereits vermieden ist. Das Einsteckschloß nach der
DT-OS 23 40 580 weist ebenfalls einen Riegelauf, der allerdings aus zwei gegeneinander
verschieblichen, beim Ausschluß des Riegels zueinander teleskopartig ausfahrbaren
Teilen besteht. Der innere Riegelteil ist aus gegenüber dem äußeren Riegelteil widerstandsfähigerem
Material aufgebaut und liegt mit seinem rückwärtigen Ende in ausgeschlossener Stellung
etwa auf der Ebene des Stulpbleches. Dadurch soll ein Zersägen des Riegels verhindert
werden. Die beiden Riegelteile sind durch ein den Ausschluß des einen Riegelteils
in einen größeren Ausschlußhub des anderen Riegelteils übersetzendes Steuerglied
miteinander gekuppelt. Das Steuerglied besteht aus einem im Schloßgehäuse ortsfest
gelagerten Schwenkhebel, der zwei auf unterschiedlichen Hebelarmlängen angeordnete
Schlitzabstände aufweist, von denen der dem kürzeren Hebelarm zugeordnete Schlitzabschnitt
einen Steuerzapfen des vom Schlüssel ausschlußbetätigten Riegelteils umgreift, während
in den dem längeren Hebelarm zugeordneten Schlitzabschnitt ein Steuerzapfen des
anderen Riegelteiles eingreift. Der innere Riegelteil ist dabei als zylindrischer
Stahlzapfen ausgestaltet. Auch diese vorbekannte Bauart weist zunächst den Nachteil
auf, daß der Riegel mehrteilig ausgebildet ist und demzufolge relativ empfindlich
auf starke Beanspruchungen reagiert. Schlägt eine mit einem solchen
Einsteckschloß
ausgerüstete Tür mit ausgeschlossenem Riegel unbeabsichtigt zu, so kommt es zu Verformungen
der Riegelteile und deren Schwenkführung. Die Folge ist, daß sich dann der Riegel
nicht mehr ohne Schwierigkeiten betätigen läßt.
-
Außerdem können sich in die Riegelteile leicht Ablagerungen ansetzen,
wodurch die Funktionsweise ebenfalls stark beeinträchtigt wird.
-
Zum Stande der Technik zählt ebenfalls ein Einstecktürschloß, bei
welchem ein doppelter Ausschlußweg dadurch erzielt wird, daß der aus zwei teleskopartig
ineinander geführten Teilen bestehende Riegel zweitourig ausschließbar ist. Zur
Erreichung des doppelten Ausschlußweges ist also ein Drehen des Schlüssels um zweimal
360 Grad erforderlich. Da man dem betreffenden Einstecktürschloß von außen nicht
ohne weiteres ansieht, daß zur Erzielung des doppelten Ausschlußweges der Schlüssel
zweimal um 360 Grad gedreht werden muß, passiert es häufig, daß bereits nach einer
Drehung des Schlüssels um 360 Grad der Schlüssel abgezogen wird, so daß der doppelte
Ausschlußweg des Riegels nicht immer ausgenutzt wird. Die Sicherheit dieses Einstecktürschlosses
wird also wesentlich durch die Kenntnis von der Funktionsweise des Schlosses der
Bedienungspersonen und deren Verläßlichkeit beeinflußt, was nachteilig ist.
-
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein insbesondere, jedoch
nicht ausschließlich für Rohrrahmentüren geeignetes Einstecktürschloß zu schaffen,
das bei einstückigem Riegel und eintouriger Schließbewegung zwangsläufig immer einen
doppelten Ausschlußweg des Riegelkopfes erreicht. Unter den Begriff neintourig"
wird hierbei eine Schlüsseldrehbewegung von höchstens 360 Grad bis zur Erreichung
der Ausgangsstellung verstanden, in der der betreffende Schlüssel in das Schloß
eingesteckt wurde. Außerdem wird unter diesem Begriff eine Schließbewegung verstanden,
bei welcher der Ausschluß des Riegels nur durch Drehung des Schlüssels in einer
Drehrichtung erreicht werden soll. Ein teilweises Zurückdrehen
des
Schlüssels soll also nicht erforderlich sein, um beispielsweise den Schlüsselbart
od. dgl. mit nacheinander in den Wirkungsbereich des Schlüssels gelangenden Elementen
in Kupplungseingriff bringen zu können.
-
Ausgehend von einem Einstecktürschloß der eingangs beschriebenen engeren
Gattung wird die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe dadurch gelöst, daß dem
Riegel ein bewegliches, als Hebel ausgebildetes Schließkraftübertragungselement
zugeordnet ist, das in den Wirkungsbereich eines Schlüssels aus der Projektion des
Riegels hineinragt bzw. während der Ausschlußbewegung des Riegels in den Wirkungsbereich
des Schlüssels bzw. einer Schließnase hervortritt, derart, daß der Schlüssel während
seiner Drehbewegung so lange Schließkräfte über das Schließkraftübertragungselement
auf den Riegel überträgt, bis der Riegel um das Doppelte des sonst üblichen Maßes
aus dem Stulpblech ausgeschlossen ist. Ein gemäß der Erfindung ausgestaltetes Einstecktürschloß
eignet sich in hervorragendem Maße für den Einbau in Rohrrahmentüren. Das Schloß
ist eintourig ausgebildet. Trotzdem läßt sich der einstückige Riegel bei einer Schlüsseldrehbewegung
um höchstens 360 Grad um das Doppelte des sonst üblichen Maßes aus dem Stulpblech
ausschließen. Durch die erfindungsgemäße Konstruktion ist sichergestellt, daß der
Riegelkopf immer um den doppelten Ausschlußweg aus dem Stulpblech hervortritt, so
daß Fehlbedienungen ausgeschlossen sind. Dadurch, daß der Riegel außerdem einstückig
ausgebildet ist, ist das erfindungsgemäße Einstecktürschloß robust und nicht störungsanfällig.
Das Schließkraftübertragungselement kann dabei ohne weiteres derart ausgebildet
und angeordnet werden, daß das Schloß in hervorragendem Maße auch nach sehr häufigem
Betätigen Tour hält.
-
Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist das Schließkraftübertragungselement
zwischen Riegel schwanz und Zuhaltung quer zur Riegellängsachse verschiebbar zwangsgeführt
angeerdnet.
-
Bei einer Ausführungsform der vorbeschriebenen Art weist das Schließkraftübertragungselement
an seiner dem Riegel schwanz zugekehrten Seite einen Führungsdorn auf, der in eine
schräg zur Riegellängsachse verlaufende Eührungsnut nach Art einer Kulisse eingreift,
die an einer mit einem Schloßkastenblech verbundenen Führung für den Riegelschwanz
angeordnet ist.
-
Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist diese dadurch gekennzeichnet,
daß am Beginn der Schließbewegung eine Schließnase des Schließkraftübertragungselementes
bündig mit einer Schließkante der Ausnehmung für den Eintritt des Schlüssels abschließt,
wobei mit größer werdendem Schlüsseldrehwinkel das Schließkraftübertragungselement
mit seiner Schließnase ständig mehr aus dem Bereich zwischen Riegelschwanz und Zuhaltung
hervortritt und bis etwa zur Anlage des Schließkraftübertragungselementes an dem
Stulnblech in Wirkunnskontakt bzw. mit der Schtießnßse ~ mit dem Schlüssel/verbleibt
und erst dann ein Drehen des Schlüssels im Leerlauf bis in seine Ausgangsstellung
(Abzugsstellung) gestattet.
-
sEine weitere Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, daß senkrecht
vom Riegel schwanz und parallel zum Stulpblech verlaufend ein mit dem Riegelschwanz
fest verbundener Zuhaltungsführungsbolzen absteht, der in ein quer zur Riegellängsachse
verlaufendes Langloch der Zuhaltung eingreift, wobei Zuhaltung bzw. Schließkraftübertragungselement
beim Schließvorgang entgegengesetzt zueinander gerichtete Bewegungen quer zur Riegellängsachse
ausführen.
-
Eine weitere Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, daß das Schließkraftübertragungselement
als Hebel ausgebildet ist, der auf der in einer Ausnehmung des Riegelschwanzes quer
zu dessen Längsachse verschieblich durch Dorne und Ausnehmungen geführten Zuhaltung
um ein begrenztes Maß schwenkbeweglich und gemeinsam mit der Zuhaltung auch querverschieblich
zur Riegellängsachse geführt und gelagert ist. Dadurch ergibt sich eine kompakte,
robuste Bauweise.
-
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung eines Einstecktürschlosses
ergibt sich dadurch, daß die Schwenkachse für den Hebel durch einen von der Zuhaltung
senkrecht abstehenden, mit dieser verbundenen und parallel zum Stulpblech verlaufenden
Bolzen gebildet ist, der in eine Bohrung des Schließkraftübertragungselementes eingreift.
-
Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ergibt sich eine
vorteilhafte Ausgestaltung erfindungsgemäß dadurch, daß das Schließkraftübertragungselement
als an einem Ende im Schloßgehäuse um ein begrenztes Maß schwenkbeweglicher Hebel
ausgebildet ist, der an seinem anderen Endabschnitt über eine Kulissenführung mit
dem Riegel verbunden ist, wobei der Schlüssel etwa im mittleren Längenbereich des
Hebels - vorzugsweise außerhalb des Riegels - gegen diesen drückt.
-
Durch die Wahl der Hebelabmessungen lassen sich geringe Schließkräfte
erzielen, wobei durch die große Anlagefläche über einen erheblichen Winkelbereich
der Schlüsseldrehung sich besonders leicht das Tourhalten des Schlosses erreichen
läßt.
-
Ein weiteres Merkmal besteht darin, daß der Hebel als Winkelhebel
ausgebildet ist und mit seinem abgekröpften Ende mit dem Riegel gekuppelt ist.
-
Erfindungsgemäß kann das abgekröpfte Ende des Hebels unterhalb einer
quer zur Riegellängsachse verschiebli- Zuhaltung angelenkt sein.
-
Weitere Merkmale und Vorteile ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
der Zeichnung, in der die Erfindung - teils schematisch - an drei Ausführungsbeispielen
veranschaulicht ist. Es zeigen: Fig. 1 Ein Einstecktürschloß gemäß der Erfindung
mit teilweise geöffnet gezeichnetem Schloßkasten, teilweise in der Seitenansicht;
Fig.
2 Eine Darstellung entsprechend Fig. 1, wobei die Zuhaltung weggelassen ist; Fig.
3 Das Schloß aus Fig. 1, wobei der Riegel und weitere Teile des Schloßeingerichtes
weggelassen sind, teils im Schnitt, teils in der Seitenansicht; Fig. 4 Das aus den
Fig. 1 bis 3 ersichtliche Schloß mit ausgeschlossenem Riegel; Fig. 5 Den Riegel
des aus den Fig. 1 bis 4 ersichtlichen Schlosses in der Draufsicht; Fig. 6 Eine
Stirnansicht zu Fig. 5; Fig. 7 Eine Seitenansicht zu Fig. 5; Fig. 8 Das Schließkraftübertragungselement
des aus den Fig.
-
1 bis 7 ersichtlichen Schlosses; Fig. 9 Eine Seitenansicht zu Fig.
8; Fig.10 Die Zuhaltung des aus den Figuren 1 bis 9 ersichtlichen Schlosses; Fig.11
Eine Draufsicht zu Fig. 10; Fig.12 Eine Seitenansicht zu Fig. 11; Fig. 13 Die Zuhaltung
in einer anderen Stirnansicht; Fig.14 Eine weitere Ausführungsform; Fig.15 Das aus
Fig. 14 ersichtliche Schloß mit eingeschlossenem Riegel; Fig.16 Eine weitere Ausführungsform
der Erfindung;
Fig. 17 Das aus Fig. 16 ersichtliche Schloß mit
in den Schloß kasten zurückgeschlossenem Riegel; Fig. 18 Das Schließkraftübertragungselement
des aus den Fig. 16 und 17 ersichtlichen Einstecktürschlosses in der Draufsicht;
Fig. 19 Eine Draufsicht auf das SchließkraftUbertragungselement der Fig. 18, von
der anderen Seite gesehen; Fig. 20 Eine Stirnansicht in Pfeilrichtung 1 der Fig.
19 Fig. 21 Den Riegel des aus den Fig. 16 und 17 ersichtlichen Schlosses; Fig. 22
Eine Stirnansicht zu Fig. 21, in Pfeilrichtung B; Fig. 23 Die Zuhaltung des Schlosses
gesäß Fig. 16 und 17; Fig. 24 Eine Seitenansicht zu Fig. 23; Fig. 25 Eine Stirnansicht
in Richtung des Pfeiles C der Fig.
-
23; Fig. 26 Die Führung fUr den Riegel in der Draufsicht.
-
In der Zeichnung ist die Erfindung in Anwendung auf ein für RohrrahientUren
besonders geeignetes Einstecktürschloß veranschaulicht. Dabei ist nit den Bezugszeichen
1 ein Stulpblech bezeichnet. Das Bezugszeichen 2 bezeichnet ein in Ublicher Reise
gestalteten Schloßkasten, in den ein Riegel 3 längsverschieblich geführt ist. Der
Riegel 3 ist bei sämtlichen Ausführungsformen einstückig ausgebildet und weist einen
aus den Stulpblech 1 ausschließbaren Abschnitt, den Riegelkopf 4 auf, der in einen
in wesentlichen die FUhrungsaufgabe des Riegels überneden Abschnitt 5 Ubergeht,
der
in den Unterlagen als Riegelschwanz bezeichnet ist. Das Bezugszeichen
6 bezeichnet eine Falle, die - was in der Zeichnung nicht besonders dargestellt
ist - durch einen Drücker betätigbar ist. Außerdem weisen sämtliche aus der Zeichnung
ersichtliche Ausführungsformen Wechselfunktion auf.
-
MPt einen Schloßblech des Schloßkastens 2 ist eine plattenförmige
Führung 7 fur den Riegel 3 verbunden, die bei allen Ausführungsformen einen Führungsschlitz
8 aufweist, in dem der Riegel 3 lit eines mit des Riegel fest verbundenen Zapfen
9 geführt ist.
-
Sämtliche aus der Zeichnung ersichtliche Schlösser sind eintourig
ausgebildet und wei9en ein Schließkraftübertragungselement 10 auf Das Schließkraftübertragungselement
10 ist bei der aus den Figuren 1 bis 13 ersichtlichen Ausführungsforn zwischen Riegel
schwanz 5 und einer Zuhaltung 11 quer zur Riegellängsachse V- V verschiebbar zwangsgerührt
angeordnet. Das Schließkraftübertragungselement 10 besteht bei dieser Ausführungsform
aus eines flachen Schieber aus Stahlblech oder einer geeigneten Kunststoff und weist
an seiner den Riegelschwanz 5 zugekehrten Seite einen Führungsdorn 12 auf. der in
eine schräg zur Riegellängsachse V - v verlaufende Führungsnut 13 nach Art einer
Kulisse eingreift, die an der Führung 7 fur den Riegel 3 angeordnet ist. Die Längsachse
der Führungsnut 13 verläuft unter eines spitzen Winkel α von 45 Grad zur Riegellängsachse
y - V.
-
Wie deutlich aus Fig. 5 hervorgeht, weist der Riegelschwanz 5 eine
Ausneh@ung 14 flir das Eingreifen einer lediglich schematisch angedeuteten Schließnase
15 eines Schlüssels od. dgl.
-
auf.
-
Fig. 2 zeigt den Beginn der Schließbewegung. An Beginn der Schließbewegung
liegt die Schließnase t6 des SchlieBkraft-Übertragungselementes 10 bündig mit einer
Schließkante 17 der Aus@eh@@ung 14 des Riegelschwanzes 5. Wird der Schlüssel
weiter
in Schließrichtung gedreht, so tritt die Schliefinase 15 in die Ausnehmung 14 ein.
Dabei wird die Zuhaltung 11 im rechten Winkel zur Riegellängsachse V - V, also quer
zur Riegellängsachse verschoben, und zwar gegen die Rückstellkraft einer in einer
Lagerausnehmung 18 des Riegelschwanzes 5 angeordneten Feder 19. Mit dem Bezugszeichen
20 ist ein Zuhaltungsfiüuungsbolzen bezeichnet, der in ein quer zur Riegellängsachse
V - V verlaufendes Langloch 21 der Zuhaltung 11 eingreift. Außerdem weist die Zuhaltung
II an ihrer dem Schließkraftübertragungselement 10 zugekehrten Seite eine Aussparung
22 auf, die besonders deutlich aus Fig. 13 ersichtlich ist. Durch diese Führungsaussparung
22 und eine Schulter 23(Fig. 6) wird das Schließkraftübertragungselement zuverlässig
quer zur Riegellängsachse geführt und gleichzeitig auf dem Riegelschwanz 5 gelagert.
-
Das Bezugszeichen 24 bezeichnet einen Zuhaltungsbolzen, der in Offenstellung
(Fig. 1 und 2) des Riegels hinter den RUcksprung 25 der FUhrung 7 und in Ausschlußstellung
(Fig. 4) des Riegels 3 in der Ausnehmung 26 der Führung 7 liegt. Beim Querverschieben
der Zuhaltung 11 durch die Schließnase 15 wird somit der Zuhaltungsbolzen 24 über
den Rücksprung 25 hinaus verschoben, derart, daß er an der Fläche 27 entlangzugleiten
vermag und erst wieder am Ende des doppelten RiegelausschllSuæs in die Aussparung
26 durch die Feder 19 der Zuhaltung 11 einrastet.
-
Bei der weiteren Drehbewegung des Schlüssels gelangtdie Schließnase
15 gegen die Schließnase 16 des SchlieBkraftübertragungseleientes 10 und gegen die
Schließkante 17 des Riegelschwanzes 5 zur Anlage. Die Schließkraft wird dadurch
auf den Riegel 3 übertragen. Mit zunehmendem Verschieben des Riegels 3 im Sinne
eines Aus schließens des Riegelkopfes 4 gleitet der Fffhrungsdorn 12 in der Führungsnut
13 nach vorn, unten, wodurch das Schließkraftübertragungselement 10 zunehmend mehr
aus dem Raum zwischen Riegelschwanz 5 und Zuhaltung 11 1 heraustritt, so daß das
SchlieSkraftUbertragungselement
10 weiter im Wirkungsbereich der
Schließnase 15 verbleibt, bis der Riegelkopf 4 um das Doppelte des sonst üblichen
Maßes aus dem Stulpblech 1 hervorgetreten ist (Fig. 4).
-
In dieser Stellung liegt das Schließkraftübertragungselement annähernd
auf dem Stulpblech 1. In dieser Lage vermag die Schließnase15 dann an dem Schließkraftübertragungselement
10 vorbeizuschwenken, so daß der betreffende Schlüssel weiter gedreht werden kann,
bis er seine Ausgangsstellung wieder erreicht und hier abziehbar ist.
-
Soll das aus den Figuren 1 bis 13 ersichtliche Schloß aufgeschlossen
werden, so geschieht dies in üblicher Weise.
-
Die Schließnase 15 gelangt hierbei wiederum in die Ausnehmung 14 des
Riegelschwanzes 5, drückt die Zuhaltung gegen die Rückstellkraft der Feder 19 quer
zur Riegellängsachse seitlich weg, so daß die Schließnase in die Ausnehmung einzutreten
und gegen die Rückholschulter 28 einzuwirken vermag.
-
Dadurch wird der Riegel 4 wieder in den Schloßkasten 2 zurückgezogen.
Das Schließkraftübertragungselement 10 bewegt sich hierbei zunehmend mehr in den
Raum zwischen Riegelschwanz 5 und Zuhaltung 11 hinein, bis es seine Ausgangslage
(Fig.1) wieder erreicht hat. Wie ersichtlich ist, vergrößert das Schließkraftübertragungselement
10 beim Ausschließen des Riegels den Winkelbereich, innerhalb welchem die Schließnase
15 Schließkräfte auf den Riegel 4 zu übertragen vermag. Dabei wird bei der dargestellten
Ausführungsform eine derartige Ausbildung und Anordnung der Teile getroffen, daß
beim Schließen das doppelte Asschließungsmaß des Riegelkopfes 4 erreicht wird, als
es bei sonst üblichen Einstecktürschlössern, beispielsweise für Rohrrahmentüren,
ohne besondere Maßnahmen der Fall ist. Das Maß, um das der Riegelkopf 4 bei der
Ausführungsform nach den Figuren 1 bis 13 aus dem Stulpblech 1 hervortritt, kann
beispielsweise bis 2 0 betragen.
-
Bei der aus den Figuren 14 und 15 ersichtlichen Ausführungsformen
sind für Teile , die die entsprechende Funktion wie
Teile bei der
Ausführungsform nach den Figuren 1 bis 13 aufweisen,mit gleichen Bezugszeichen bezeichnet
worden.
-
Bei dieser Ausführungsform ist das Schließkraftübertragungselement
10 als Winkelhebel ausgebildet, der an einem Ende - bei 30 - um ein begrenztes Maß
schwenkbeweglich im Schloßgehäuse 2 gelagert ist. Die Schwenkachse 30 ist fest im
Schloßgehäuse 2 gelagert. An seinem anderen Endabschnitt ist das hebelartige Schließkraftübertragungselement
10 in einer Ausnehmung 29 des Riegels 3, und zwar unterhalb der Zuhaltung 11 gelagert.
An diesem Ende ist der Hebel 10 über eine Kulissenführung 31, 32 mit dem Riegel
3 gekuppelt. Die Kulissenführung wird durch einen Kupplungsdorn 31 und ein Langloch
32 des Winkelhebels 10 gebildet. Etwa im mittleren Längenabschnitt weist der Hebel
10 eine Auskehlung aus, die eine Schließnase 16 bildet, gegen welche die Schließnase
15 einzuwirken vermag. Die Fig. 15 zeigt den Riegel 3 in eingeschlossenem Zustand,
während die Fig. 14 den Riegel 3 um das Doppelte des sonst üblichen Maßes aus dem
Stulpblech 1 herausgeschlossen veranschaulicht. Auch bei dieser Ausführungsform
kann das aus dem Stulpblech 1 ausschließbare Maß des Riegels etwa 20 mm betragen.
Nach dem Einstecken des Schlüssels in das aus der Zeichnung nicht ersichtliche Schlüsselloch
bzw. in den aus der Zeichnung nicht ersichtlichen Schlüsselkanal eines Schließzylinders
wird der Schlüssel im Schließsinne gedreht. Dabei trifft die Schließnase 15 zunächst
auf die Zuhaltung 11 und verschiebt diese gegen die Rückstellkraft der Feder 19
quer zur Riegellängsachse V - V, so daß die Schließnase 15 in die Ausnehmung 14
des Riegelschwanzes 5 einzutreten vermag. Bei weiterer Drehung trifft die Schließnase
15 auf die Schließkante 17 des Riegelschwanzes 5 und verschiebt den Riegel 3 im
Ausschlußsinne. Wird der Schlüssel weiter gedreht, so gleitet die Schließnase 15
allmählich von der Schließkante 17 weg, trifft aber übergangslos auf das SchließkraftUbertragungselement
10, so daß bei weiterer Drehung des Schlüssels der Riegel 3 immer weiter aus dem
Stulpblech 1 herausgeschoben wird, bis er die aus Fig. 14 ersichtliche Stellung
erreicht
hat. Der Schlüssel wird dann in Ausgangslage weiter gedreht
und kann anschließend abgezogen werden.
-
Soll das aus den Figuren 14 und 15 ersichtliche Einstecktürschloß
geöffnet werden, so erfolgt die Drehung des Schlüssels im umgekehrten Drehsinn.
Die Schließnase 15 trifft hierbei zunächst wiederum auf die Zuhaltung 11, verschiebt
diese quer zur Riegellängsachse und gleitet in die Ausnehmung 14.
-
Daraufhin wird der Riegel 3 durch Einwirkung der Schließnase 15 auf
den Teil 27ain den Schloßkasten 2 zurückgeschlossen.
-
Durch Wahl der Hebelübersetzung des Schließkraftübertragungselementes
10 läßt sich der Riegel 3 über einen vergleichsweise geringen Drehwinkel der Schließnase
15 auf das gewünschte doppelte Ausschlußmaß ausschließen.
-
Bei der Ausführungsform nach den Figuren 16 bis 26 sind ebenfalls
für Teile, die gleiche Funktionen wie bei den Ausführungsformen nach den Figuren
1 und 2 erfüllen, gleiche Bezugszeichen verwendet worden. Bei dieser Ausführungsform
ist das Schließkraftübertragungselement 10 ebenfalls als Hebel ausgebildet, der
auf der in einer Ausnehmung 33 des Riegelschwanzes 5 angeordneten Zuhaltung 11 gelagert
ist.
-
Der Riegelschwanz 5 weist drei mit dem Riegel schwanz fest verbundene
Dorne 34, 35 bzw. 36 auf. Die Dorne 34 und 35 durchgreifen Langlöcher 37 bzw. 38,
in denen Druckfedern 39 bzw. 40 gelagert sind, die die Zuhaltung im Eingriffssinne
belasten. Auf der dem Hebel 10 zugekehrten Fläche besitzt die Zuhaltung 11 außerdem
einen weiteren Dorn 41, auf dem der Hebel 10 um ein begrenztes Maß schwenkbeweglich
angeordnet ist. Der Dorn 36 durchgreift ein sich etwa tropfenförmig in Richtung
auf die Schließnase 15 erweiterndes Langloch 42 und führt den Hebel 10 ebenfalls
im Schwenkbereich.
-
Der Hebel 10 und die Zuhaltung 11 sind gemeinsam auf dem Riegelschwanz
quer zur Riegellängsachse V - V um ein begrenztes Maß verschiebbar. Der Hebel 10
weist außerdem eine Aussparung 43 auf, wobei der Hebel 10 mit der dadurch gebildeten
Fläche
auf der Zuhaltung 11 aufliegt. Ferner besitzt der Hebel 10 an seinem der Schließnase
15 zugekehrten Endabschnitt eine Nase 44, die in den Wirkungsbereich der Schließnase
15 hineinragt. Die Nase besitzt eine Anlauffläche 45, gegen die die Schließnase
15 beim Ausschließen des Riegels anläuft. Im etwa rechten Winkel dazu verläuft eine
Fläche 46, mit welcher die Schließnase 15 beim Zurückschließen des Riegels 3 zusammenwirkt.
Der Hebelarm vom Dorn 41 bis zur Schließnase bzw. zu den jeweiligen Punkten der
AnlaUEflächen 45 bzw. 46 ist so groß bemessen, daß der Riegel 3 bei der dargestellten
Ausführungsform bei einem Eingriffsbogenmaß von etwa 90 Grad um das Doppelte des
sonst üblichen Maßes, beispielsweise um 20 mm aus dem Stulpblech 1 ausgeschlossen
wird. Nach dem Ausschließen des Riegels 3 kann die Schließrqse 15 weitergedreht
werden, bis sie die Ausgangsstellung erreicht, in welcher der Schlüssel abgezogen
werden kann. In der Ausschlußstellung(Fig. 16) liegt der Hebel 10 mit seiner Rückseite
praktisch am Stulpblech 1 an. In dieser Stellung kann die Schließnase 15 an der
betreffenden Anlaufkante 45 vorbeigleiten.
-
Sämtliche in der Zeichnung dargestellten Ausführungsformen eignen
sich mit besonderem Vorteil für die Verwendung in sogenannten Rohrrahmentüren.
-
Durch die Anmeldungsunterlagen gilt auch ein allgemeiner Erfindungsgedanke
als offenbart. Offenbart gilt ferner eine Unterkombination von Merkmalen. Die in
der Zeichnung, in der Beschreibung und in den Patentansprüchen offenbarten Merkmale
können sowohl einzeln als auch in verschiedenen Kombinationen für die Erfindung
wesentlich sein.
-
Das genannte doppelte Ausschluß aB des Riegel ist nur als Beispiclsan6abe
zu werten. Die erfindungsges§ße Lehre ist generell ftlr alle möglichen Ausschlußnaße
anwendbar und nicht auf die genannten Maßangaben beschrSnkt.
-
Bezugszeichenliste 1 Stulpblech 2 Schloßkasten 3 Riegel 4 Riegelkopf
5 Riegelschwanz 6 Falle 7 Führung für den Riegel 8 Führungsschlitz 9 Zapfen 10 SchließkraftUbertragungselement
11 Zuhaltung 12 Führungsdorn 13 FUhrungsnut 14 Ausnehmung 15 Schließnase 16 Schließnase
17 Schließkante 18 Lagerausnehmung 19 Feder 20 Zuhaltungsführungsbolzen 21 Langloch
22 FU.hrungsaussparung 23 Schulter 24 Zuhaltungsbolzen 25 Rücksprung 26 Ausnehmung
27 Fläche 27a Teil 28 Rückholschulter 29 Ausnehmung 30 Schwenkachse 31 Kupplungsdorn
der Kulisse 32 Langloch der Kulisse 33 Ausnehmung
34 Dorn 35 Dorn
36 Dorn 37 Langloch 38 Langloch 39 Druckfeder 40 Druckfeder 41 Dorn 42 Langloch
43 Aussparunng 44 Nase 45 Anlauffläche 46 Fläche