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Brandmeldeanlage in Zwei-Linientechnik"
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Die Erfindung betrifft eine Brandmeldeanlage in Zwei-Linientechnik
mit mindestens zwei Meldelinien je überwachungsbereich, die Jeweils Brandmelder
gleichen physikalischen Meßprinzips verbinden.
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Bekanntlich ist in automatischen Brandmeldeanlagen das Problem der
Fehl- und Täuschungsmeldungen bisher unbewältigt. Erfahrungsgemäß sind nur. ein
geringer Prozentsatz der von automatischen Brandmeldeanlagen weitergeleitete Alarme
echte Feueralarme. Der Rest wird'durch-Anlagenstörungen (sogenannte Fehlmeldungen)
und durch rauch- oder feuerähnliche Erscheinungen (sogenannte Täuschungsmeldungen)
hervorgerufen. Der überaus hohe Prozentsatz von Fehl- und Täuschungsmeldungen stellt
nicht nur eine wirtschaftliche Belastung wegen der verursachten Betriebsunterbrechungen
und Produktionsstörungen dar, sondern kann auch zu einer unbewußten Minderung des
Einsatzwillens der hilfeleistenden Stellen führen.
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Brandmeldeanlagen in Zwei-Linientechnik bieten eine größere Sicherheit
gegenüber Auslösungen durch rauchähnliche
cder feuerähnliche Störerscheinungen
als Brandmeldeanlagen mit nur einer Meldelinie je Überwachungsbereich. Bei der Zwei-Linientechnik
sind je uberwachungsbereich mindestens zwei, sich meist mehrfach kreuzende Meldelinien
je überwachungsbereich vorgesehen, die entweder Brandmelder unterschiedlichen physikalischen
Meßprinzips wie etwa Wärmemelder und Rauchmelliter oder> Brandmelder gleichen
physikalischen Meßprinzips (z.B.
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punktförmige Rauchmelder) miteinander verbinden. In beiden Fällen
erfolgt eine Alarmgabe erst dann, wenn in jeder Neldelinie mindestens ein Melder
angesprochen hat.
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Aucn eine derartige Brandmeldeanlage vermag jedoch nicht zu befriedigen,
weil im ersten Fall, also bei Verwendung von B-randmeldern unterschiedlichen physikalischen
Meßprinzips, die Meldung nur mit grober Verzögerung oder überhaupt verspätet erfolgt,
wenn die entsprechenden Kenngrößen eines Brandes (z.B. Wärmestrahlung und Rauchentwicklung)
nicht gleichzetig oder nahezu gleichzeitig auftreten, während im zweite Fall, also
bei Verwendung von Brandmeldern gleichen physikalaschen Neßprinzips, beide Melder,
denen dann bei gleicher Empfindlichkeit nur etwa die Hälfte ihres normalen Überwachlmgsbereiches
zugeordnet ist, sehr wohl der gleichen Täuschung unterliegen können, so daß der
erhöhte Aufwand für die Verdopplung der Zahl der Melder keinen wirtschaftlichen
Nutzen mit sich bringt.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Brandmeldeanlage der
einleitend angegebenen Gattung zu schaffen, die Täuschungsmeldungen weitgehend ausschließt,
auf echte Alarmfälle aber nahezu unverzögert anspricht.
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Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die erste Meldelinie
empfindlicher als die zweite Meldelinie ist und die erste Meldelinie bei Überschreiten
ihrer Ansprechschwelle einen Voralarm auf einer privaten Nebenfeuermeldeanlage
und
die zweite Meldelinie bei Überschreiten deren Ansprechschwelle Vollalarm auf der
Meldeanlage einer örtlichen Feuerwache auslöst.
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Hierdurch wird erreicht, daß bei Auftreten eines Voralarms zunächst
nur betriebsinterne Kräfte alarmiert werden, die zunächst einmal der Ursache eines
Voralarms nachgehen können, ohne daß die Löschkräfte ausrücken müssen. Bleibt es
nämlich bei dem Voralarm, so wird in aller Regel eine Täuschungsmeldung vorliegen.
Im Ernstfall wird hingegen praktisch gleichzeitig mit dem Voralarm auch über mindestens
einen Melder der unempfindlicheren, zweiten Meldelinie Vollalarm ausgelöst, so daß
unverzüglich die Löschkräfte herangeführt werden.
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Nach einer Weiterbildung der Anlage, die darin besteht, daß die erste
Meldelinie bei Überschreiten ihrer Ansprechschwelle einen Voralarm über eine Fernsprechleitung
bei der örtlichen Feuerwache auslöst, kann erreicht werden, daß durch einen Voralarm
nicht nur die betriebsinternen Kräfte alarmiert sondern auch die Löschkräfte auf
einen möglicherweise noch eintreffenden Vollalarm vorbereitet werden.
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Eine weitere Steigerung der Betriebssicherheit der Anlage kann dadurch
erzielt werden, daß die Meldelinien über ein UD-Gliea miteinander verknüpft sind,
dem die Meldeanlage bei der örtlichen Feuerwache nachgeschaltet ist. In diesem Fall
werden also die Löschkräfte nur dann alarmiert, wenn sowohl Voralarm als auch Vollalarm
vorliegen, so daß diese Ausführungsform auch eine gewisse Sicherheit gegen Fehlmeldungen,
nämlich soweit solche auf Fehler in einer der Meldelinien zurückzuführen sind, bietet.
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Bei besonders gefährdeten Betrieben oder Produktionsstätten kann
es sich aber auch empfehlen, daß statt dessen die Meldelinien Uber ein ODER-Glied
miteinander verknüpft sind, dem die
Meldeanlage bei der örtlichen
Feuerwache nachgeschaltet ist, so daß dann Löschkräfte auch schon bei Auftreten
eines Voralarmes alarmiert werden.
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Zu bevorzugen ist aber eine Weiterbildung dieser letztgenannten Ausführungsform,die
darin besteht, daß in der ersten Meldelinie dem ODER-Glied eine bei Überschreiten
ihrer Ansprechschwelle anlaufende ZeEgeberschaltung vorgeschaltet ist. Hierdurch
wird erreicht, daß dann, wenn der Voralarm nicht innerhalb der durch die Zeitgeberschaltung
festgelegten Zeit quittiert oder gelöscht wird, dieser Voralarm wie ein Vollalarm
behandelt und an die Löschkräfte weitergeleitet wird, selbst wenn die zweite, unempfindlichere
Meldelinie nicht angesprochen hat.
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In der Zeichnung ist die Brandmeldeanlage nach der Erfindung in einigen
Ausführungsbeispielen im Blockschaltbild schematisch vereinfacht dargestellt. Es
zeigt; Fig. 1 eine erste Ausführungsform der Brandmeldeanlage, Fig. 2 eine zweite
Ausführungsform mit logischer Verknüpfung der beiden Meldelinien, Fig. 3 eine dritte
Ausführungsform mit einer anderen Art der logischen Verknüpfung der Meldelinien
und Fig. 4 eine vierte Ausführungsform, ebenfalls mit logischer Verknüpfung der
Meldelinien.
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In Fig. 1 sind eine erste Meldelinie L1, die die Brandmelder 111
bis l1 terbindet und eine zweite Meldelinie L2, die die Brandmelder 121 bis 12n
verbindet, dargestellt. Die Brandmelder beider Meldelinien sind gleichartig aufgebaut,
sprechen also auf die gleiche Kenngröße wie Rauch, Wärmestrahlung u.s.w. an.
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Die Meldelinie L1 ist mit einer örtlichen, beispielsweise betriebsinternen
Nebenfeuermeldeanlage
NFM und über eine Leitung TL, also beispielsweise eine Telefonleitung, mit der örtlichen
Feuerwache verbunden. Die Meldelinie L2 ist unmittelbar mit dzr Hauptfeuermeldeanlage
H?M der örtlichen Feuerwache verbunden. Sie Empfindlichkeit einander entsprechender
Brandmelder in Jeder der beiden Meldelinien ist nun so eingestellt, daß die erste
Meldelinie L1 insgesamt empfindlicher ist, also eine niedriger liegende Ansprechschwelle
hat als die zweite Meldelinie L2. störgrößen werden daher in aller Regel zunächst
die oldelinie L1 ansprechen lassen und die Nebenfeuermeldeanlage auslösen, so daß
betriebsinterne Kräfte Gelegenheit haben, die Sttungsursache festzustellen, bevor
oder ohne daß die zweit teldelinie L2 anspricht und Löschkräfte alarmiert werder.
ei einem tatsächlichen Brand aber werden die erste Meldelinie L, und die zweite
Meldelinie L2 praktisch gleichzeitig ansprechen.
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In der Ausführungsform nach Fig. 2 sind die Meldelinien L1 und L2
bei im übrigen gleichen Aufbau wie in Fig.l miteinander über ein UND-Glied 1 verknüpft,
dessen Ausgangssignal der Flauptfeuermeldeanlage HFM zugeführt wird. Letztere wird
daher er.,t dann Vollalarm geben, wenn sowohl die erste als auch die zweite Neldelinie
angesprochen haben. Bekanntlich sind Brandmeldeanlagen aus Sicherheitsgründen gewöhnlich
so ausgelegt, daß Fehler in der Anlage wie etwa Kurzschluß oder Unterbrechung in
der fieldelini.t-:installation zur Abgabe eines Alarmsignals, das dann allerdings
eine Fehlmeldung ist, führen. Durch die Ausführungsform der Brandmeldeanlage gemäß
Fig.2 wird nun verhindert, daß die Hauptfeuermeldeanlage HFM auslöst, wenn beispielsweise
in der zweiten Meldelinie L2 ein solcher Fehler vorliegt.
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Die Sicherheit der Anlage wird dadurch nicht beeintrãchtSgt, da im
tatsächlichen Brandfall stets beide Meldelinien gleichzeitig ansprechen
Die
Ausführuncsform der Anlage nach Fig. 3 unterscheidet sich von derjenigen nach Fig.
2 lediglich dadurch, daß anstelle des UND-Gliedes hier ein ODER-Glied 2 vorgesehen
ist. Die Hauptmeldeanlage HFM wird somit sowohl beim Ansprechen der ersten Meldelinie
L1 als auch beim Ansprechen der zweiten Meldelinie L2 ausgelöst. Hier wird zwar
der zuvor genannte Vorteil der Anlage nach Fig. 2 nicht erreicht, doch kann sich
diese Ausführungsform zur Überwachung besonders gefährdeter Produktionsstätten oder
Betriebsbereiche empfehlen.
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Bei der Ausführungsform nach Fig. 4 ist zusätzlich dem mit der ersten
Keldelinie L1 verbundenen Eingang des ODWR-Gliedes 2 eine Zeitgeberschaltung t vorgeschaltet,
wodurch erreicht wir, daß die Hauptfeuermeldeanlage HFM nicht nur dann ausgelöst
wird, wenn die Ansprechschwelle der zweiten Meldelinie L2 überschritten ist, sondern
auch dann, wenn lediglIch die erste Meldelinie L1 angesprochen hat, dieser Voralarm
jedoch nicht innerhalb der durch die Zeitgeberschaltung t bestir=.1ten Zeit quittiert
oder gelöscht wurde, beispIelsweise weil die betriebsinternen Kräfte zur bleichen
Zeit anderweitig eingesetzt oder aus sonstigen Gründen nicht verfügbar sind. Diese
Ausführungsform kann sich dann empfehlen, wenn das Auftreten sehr kleiner Schwelbrände,
die erst nach beträchtlicher Zeit eine auch die zweite,unerapfindlichere Meldelinie
ansprechen lassende Ausdehnung erreicht haben, nicht auszuschließen ist.