DE2559177C3 - Mischer, insbesondere Heiz- und Kühlmischer für die chemische Verfahrenstechnik - Google Patents
Mischer, insbesondere Heiz- und Kühlmischer für die chemische VerfahrenstechnikInfo
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- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
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- B01F27/80—Mixers with rotary stirring devices in fixed receptacles; Kneaders with stirrers rotating about a substantially vertical axis
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Mischer, insbesondere Heiz- und Kühlmischer für die chemische
Verfahrenstechnik, mit wenigstens einem rotationssymmetrischen Mischwerkzeug, das aus mehreren, auf der
Mantelfläche eines gedachten Zylinders verlaufenden Rührstäben besteht und e;ne planetarische Umlaufbewegung
um eine Hauptdrehachs ausführt derart, daß der Drehsinn eines das Mischwerkzeug tragenden
Mischwerkzeuträgers umgekehrt zum Drehsinn oder Rotation des Mischwerkzeugs in seinem Lager ist,
wobei die Winkelgeschwindigkeit des Mischwerkzeugträgers im wesentlichen den gleichen Betrag wie die
Winkelgeschwindigkeit, mit der das Mischwerkzeug umläuft, aufweist.
Ein solcher Mischer ist in dem älteren Patent 24 28 153 beschrieben. Der bei jenem Mischer verwendete
Antrieb stellt sicher, daß überall, wo das Mischgut auf die Stäbe des Mischwerkzeugs trifft, gleiche
Aufprallgeschwindigkeiten gegeben sind. Auf diese Weise läßt sich bei Einhaltung vorgegebener maximaler
Aufprallgeschwindigkeiten der Mischvorgang optimieren, was sich in einer Verkürzung der Mischzeit äußert.
Allerdings erfolgt eine Umschichtung des Mischgutes durch das Mischwerkzeug bei lotrechter Anordnung
desselben im wesentlichen nur in horizontaler Richtung.
Eine vertikale Bewegungskomponente ist nur dann zu erwarten, wenn infolge relativ hoher Umlaufgeschwindigkeit
im Mischgut merkliche Zentrifugalkräfte wirken, die beispielsweise an einer Behälterwand zum Hochsteigen
des Mischguts führen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Mischer der eingangs genannten Art so auszugestalten,
daß eine Umschichtung des Mischguts durch das Mischwerkzeug auch in Richtung der Mischwerkzeugachse
erfolgt.
Diese Aufgabe wird gemäß der vorliegenden Erfindung dadurch gelöst, daß die Rührstäbe schraubenlinienförmig
gewendelt sind.
Gewendelte Rührstäbe sind an sich z. B. aus dem DE-GM 18 96 124 und dem DE-GM 69 42 393 bekannt.
Aufgrund des in diesen Druckschriften dargestellten Mischerantriebs fördern die Mischwerkzeuge nur in
einer Richtung.
Aufgrund des beim Mischer verwendeten Antriebs mit den speziellen Drehsinn- und Drehzahlbedingungen
von Mischwerkzeug und Mischwet'kzeugträger erzeugt das nun vorgeschlagene Mischwerkzeug bei lotrechter
Anordnung hier aber auf der einen Seite dss Werkzeugs eine Förderkomponeote nach oben und auf dtt- anderen
Seite des Werkzeugs nach unten. Die Umschichtung des Mischgutes ist demnach sehr intensiv. In einen Behälter
eingesetzt kann das Mischwerkzeug je nach Drehrichtung die Trombenausbildung im Mischbehälter fördern
oder unterdrücken. Un wahlweise beide Möglichkeiten
i·; zur Verfügung zu haben, ist daher der Antriebsdrehsinn
des Mischers umkehrbar.
Die Erfindung sei nachfolgend unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher erläutert Es zeigt
form des Mischers nach Patentschrift 24 28 153 von oben;
F i g. 2 ein nach vorliegender Erfindung ausgestaltetes Mischwerkzeug.
Beim Mischer nach F i g. 1 ist in einem Behälter 5 wenigstens ein Mischwerkzeug 1 angeordnet, das so groß ist daß es beim Umlauf um die Achse O des Behälters 5 den g«samten Behälterinhalt überstreicht Das Mischwerkzeug 1 ist mit seiner Achswelle 4 an einem als Auslegerarm 20 ausgebildeten Mischwerkzeugträger gelagert der in Richtung des Pfeiles A mit der Winkelgeschwindigkeit u>m um die Behälterachse O umläuft Starr mit der Behälterachse O verbunden ist eine Riemenscheibe 12, über die ein Riemen 14, vorzugsweise ein Zahnriemen, gelegt ist der außerdem über eine starr mit dem Mischwerkzeug 1 verbundene zweite Riemenscheibe 13 läuft Die Riemenscheibe 13 hat den gleichen Durchmesser wie die Riemenscheibe 12, so daß sich die Achswelle 4 in ihrem Lager am Auslegerarm 20 in Pfeilrichtung B mit einer Winkelgeschwindigkeit ω ρ dreht deren Betrag genauso groß ist wie derjenige der Winkelgeschwindigkeit ω».
Beim Mischer nach F i g. 1 ist in einem Behälter 5 wenigstens ein Mischwerkzeug 1 angeordnet, das so groß ist daß es beim Umlauf um die Achse O des Behälters 5 den g«samten Behälterinhalt überstreicht Das Mischwerkzeug 1 ist mit seiner Achswelle 4 an einem als Auslegerarm 20 ausgebildeten Mischwerkzeugträger gelagert der in Richtung des Pfeiles A mit der Winkelgeschwindigkeit u>m um die Behälterachse O umläuft Starr mit der Behälterachse O verbunden ist eine Riemenscheibe 12, über die ein Riemen 14, vorzugsweise ein Zahnriemen, gelegt ist der außerdem über eine starr mit dem Mischwerkzeug 1 verbundene zweite Riemenscheibe 13 läuft Die Riemenscheibe 13 hat den gleichen Durchmesser wie die Riemenscheibe 12, so daß sich die Achswelle 4 in ihrem Lager am Auslegerarm 20 in Pfeilrichtung B mit einer Winkelgeschwindigkeit ω ρ dreht deren Betrag genauso groß ist wie derjenige der Winkelgeschwindigkeit ω».
Wenn das Mischwerkzeug 1 in der angegebenen Weise um die Behälterachse O umläuft dann dreht es
sich in seinem Lager am Auslegerarm 20 bei jedem
Von außen stellt sich dieser Bewegungsablauf so dar,
als würde das Mischwerkzeug 1 sich selbst überhaupt nicht drehen, sondern lediglich um die Behälterachse O
herumgeführt werden. Jeder einzelne Punkt des Mischwerkzeugs beschreibt dabei einen Kreis, dessen
Radius dem Abstand zwischen der Behälterachse O und der Achswelle des Mischwerkzeugs 1 entspricht Man
sieht hieraus, daß das Mischwerkzeug bei einem vollständigen Umlauf einmal allseitig vom Mischgut
umspült worden ist Es ist daher erforderlich, daß das Mischwerkzeug 1 eine Gestalt aufweist die dieser
allseitigen Umspülung Rechnung trägt
Ein derartiges Mischwerkzeug ist in Fig. 2 dargestellt.
Es besteht aus mehreren Rührstäben 2. die von einer Platte 3 getragen werden, die an der Achswelle 4
befestigt ist
Ein solches Mischwerkzeug wird in der erfindungsgemäßen Weise so ausgestaltet, daß die Rührstäbe 2
schraubenlinienförmig gewendelt wird, wobei ihre waagerechten Schnitte Kreisflächen sind. Auf die
erwähnte Weise erfährt das Mischgut beim Aufprall auf die so geneigten Rührstäbe 2 eine Bewegungskomponente
senkrecht zur Aufprallrichtung, so daß es je nach
Neigungsrichtung nach oben oder unten abgelenkt wird.
Wegen der allseitigen Umspölung der Rührstäbe 2 beim
Umiauf des Mischwerkzeugs 1 um die Behälterachse O,
wie es bei den gegebenen Drehzahlverhältnissen der
Fall ist, ist es günstig, wenn die Rührstäbe 2 Schnitte senkrecht zur Hauptdrehachse aufweisen, die Kreisflächen
sind. Es ergeben sich dann an allen Punkten, wo Mischgutpartikel auf die Rührstäbe des Mischwerkzeugs
aufprallen, gleiche Materialbeanspruchungen, so daß das Mischgut eine sehr gleichmäßige Behandlung
erfährt
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Mischer, insbesondere Heiz- und Kühlmischer für die chemische Verfahrenstechnik, mit wenigstens
einem rotationssymmetrischen Mischwerkzeug, das aus mehreren, auf der Mantelfläche eines gedachten
Zylinders verlaufenden Rührstäben besteht und eine planetarische Umlaufbewegung um eine Hauptdrehachse
ausführt derart, daß der Drehsinn eines das Mischwerkzeug tragenden Mischwerkzeugträgers
umgekehrt zum Drehsinn oder Rotation des Mischwerkzeugs in seinem Lager ist, wobei die
Winkelgeschwindigkeit des Mischwerkzeugträgers im wesentlichen den gleichen Betrag wie die
Winkelgeschwindigkeit, mit der das Mischwerkzeug umläuft, aufweist, dadurch gekennzeichnet,
daß die Rührstäbe (2) schraubenlinienförmig gewendelt sind.
2. Mischer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Schnitte der Rührstäbe (2) senkrecht zur Hauptdrehachse Kreisflächen sind.
3. Mischer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Steigung der Rührstäbe
etwa 45° beträgt
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2559177A DE2559177C3 (de) | 1975-12-30 | 1975-12-30 | Mischer, insbesondere Heiz- und Kühlmischer für die chemische Verfahrenstechnik |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2559177A DE2559177C3 (de) | 1975-12-30 | 1975-12-30 | Mischer, insbesondere Heiz- und Kühlmischer für die chemische Verfahrenstechnik |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2559177A1 DE2559177A1 (de) | 1977-07-14 |
| DE2559177B2 DE2559177B2 (de) | 1980-07-03 |
| DE2559177C3 true DE2559177C3 (de) | 1981-03-19 |
Family
ID=5965880
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2559177A Expired DE2559177C3 (de) | 1975-12-30 | 1975-12-30 | Mischer, insbesondere Heiz- und Kühlmischer für die chemische Verfahrenstechnik |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2559177C3 (de) |
Families Citing this family (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4482253A (en) * | 1983-03-28 | 1984-11-13 | Joy Manufacturing Company | Rotary material processor |
| FR2701487B1 (fr) * | 1993-02-10 | 1995-03-31 | Agronomique Inst Nat Rech | Réacteur pour conduire de façon stérile des procédés de fermentation d'un produit à l'état solide. |
| DE102015000262A1 (de) | 2015-01-16 | 2016-07-21 | Sandvik Tps Zweigniederlassung Der Sandvik Materials Technology Deutschland Gmbh | Verfahren zur Herstellung eines thermoplastischen Granulates |
Family Cites Families (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE344764C (de) * | ||||
| DE1896124U (de) * | 1964-04-28 | 1964-07-09 | Hubert Berding | Zwangsmischgeraet mit motorischem antrieb. |
| DE6942393U (de) * | 1969-10-31 | 1973-06-14 | Bernhard Ruberg | Mischvorrichtung mit aufloesewirkung. |
-
1975
- 1975-12-30 DE DE2559177A patent/DE2559177C3/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2559177A1 (de) | 1977-07-14 |
| DE2559177B2 (de) | 1980-07-03 |
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