DE2619998A1 - Verfahren zur kontinuierlichen behandlung von thermoplastischem garn, insbesondere falschdrallverfahren und vorrichtung zu dessen durchfuehrung - Google Patents
Verfahren zur kontinuierlichen behandlung von thermoplastischem garn, insbesondere falschdrallverfahren und vorrichtung zu dessen durchfuehrungInfo
- Publication number
- DE2619998A1 DE2619998A1 DE19762619998 DE2619998A DE2619998A1 DE 2619998 A1 DE2619998 A1 DE 2619998A1 DE 19762619998 DE19762619998 DE 19762619998 DE 2619998 A DE2619998 A DE 2619998A DE 2619998 A1 DE2619998 A1 DE 2619998A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- heat treatment
- air
- yarn
- treatment zone
- treatment apparatus
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Pending
Links
Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D02—YARNS; MECHANICAL FINISHING OF YARNS OR ROPES; WARPING OR BEAMING
- D02G—CRIMPING OR CURLING FIBRES, FILAMENTS, THREADS, OR YARNS; YARNS OR THREADS
- D02G1/00—Producing crimped or curled fibres, filaments, yarns, or threads, giving them latent characteristics
- D02G1/02—Producing crimped or curled fibres, filaments, yarns, or threads, giving them latent characteristics by twisting, fixing the twist and backtwisting, i.e. by imparting false twist
- D02G1/0206—Producing crimped or curled fibres, filaments, yarns, or threads, giving them latent characteristics by twisting, fixing the twist and backtwisting, i.e. by imparting false twist by false-twisting
- D02G1/0266—Producing crimped or curled fibres, filaments, yarns, or threads, giving them latent characteristics by twisting, fixing the twist and backtwisting, i.e. by imparting false twist by false-twisting false-twisting machines
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D02—YARNS; MECHANICAL FINISHING OF YARNS OR ROPES; WARPING OR BEAMING
- D02J—FINISHING OR DRESSING OF FILAMENTS, YARNS, THREADS, CORDS, ROPES OR THE LIKE
- D02J13/00—Heating or cooling the yarn, thread, cord, rope, or the like, not specific to any one of the processes provided for in this subclass
- D02J13/008—Heating or cooling the yarn, thread, cord, rope, or the like, not specific to any one of the processes provided for in this subclass with elimination of fumes
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Yarns And Mechanical Finishing Of Yarns Or Ropes (AREA)
- Treatment Of Fiber Materials (AREA)
Description
Dipl.-Met. Goldbsc,» O«ol -Wh Schieferdecker
P Patentanwälte (505 OFFENBACHAMMAIN
Herrn*·* 87 · Telefon «8 83 84
Heberlein Maschinenfabrik AG., CH-9630 Wattwil
Verfahren zur kontinuierlichen Behandlung von thermoplastischern Garn, insbesondere Falschdrallverfahren
und Vorrichtung zu dessen Durchführung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur kontinuierlichen Behandlung von thermoplastischem Garn, insbesondere ein
Falschdrallverfahren mit mechanischer Verformung des Garnes und Fixierung der Verformung in mindestens einer Wärmebehandlungszone,
wobei Luft aus der Wärmebehandlungszone abgesaugt wird.
Das Absaugen von Luft hat den Zweck, die in der Wärmebehandlungszone
aus dem Garn freiwerdenen Avivagedämpfe abzuführen. Bei bekannten Anlagen zur Durchführung des
Verfahrens wird an einer Seite des die Wärmebehandlungszone aufweisenden Apparates Luft abgesaugt und anschliessend
der freien Atmosphäre zugeführt, während an der gegenüberliegenden Seite durch den entstehenden Sog Luft
aus dem umgebenden Raum entnommen wird. Die Luft in dem umgebenden Raum, d.h. der Maschinenhalle, muss jedoch
609853/0923
klimatisiert werden und auf 22 C bei 60 % Luftfeuchtigkeit
gehalten werden, da sich in ihr die Rohgarn— und Fertiggarnspulen befinden. Abhängig von den äusseren klimatischen
Verhältnissen ist hierfür, z.B. besonders in tropischem Klima,ein erheblicher Energieaufwand erforderlich,
der verständlicherweise umso grosser ist, je mehr Luft abgesaugt und anschliessend aus der Maschinenhalle
in die freie Atmosphäre abgeführt wird. Das Einsaugen dieser Luft in die Wärmebehandlungszone hat ausserdem
zur Folge, dass die Avivagedämpfe in dieser verhältnismässig
kühlen Luft kondensieren und in dieser Form an die Heizflächen gelangen, an der sich dann Rückstände,
bzw. Verschmutzungen bilden. Schliesslich wird durch Absaugen der Luft aus der Wärmebehandlungszone eine bedeutende
Wärmemenge entzogen, die zu einem weiteren Energieverbrauch führt.
Der vorlebenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde,
den für die Garnbehandlung erforderlichen Energieaufwand zu verringern, bzw. bei"gleichem Energieaufwand eine höhere
Produktionsgeschwindigkeit zu ermöglichen, ohne dass hierzu die Wärmebehandlungszone vergrössert werden muss.
Diese Aufgabe wird bei einem Verfahren der eingangs genannten Art dadurch gelöst, dass der von dem Garn durchlaufenen
Wärmebehandlungszone erhitzte Luft zugeführt und durch die Wärmebehandlungszone gesaugt wird.
609853/0923
Durch diese Massnahme wird ein Auskondensieren von Avivagedämpfen im Bereich der Wärmebehandlungszone vermieden,
so dass diese sich durch den Luftstrom vollständig abführen lassen. Ausserdem lässt sich bei gleicher
Grosse der Wärmebehandlungszone die Uebertragung einer grösseren Wärmemenge pro Garnmenge erreichen, so
dass die Durch! au i~q<\'-.rhw i nd I qkoi t diT. (Ί.ιπι:; durch die1
Wärmebehandlung;;/.onο , l>/.w. d.i.ο ProdukLionsgeschwindigkei L
erhöht werden kann.
In vorteilhafter Ausführungsform des- Verfahrens kann die
der Wärmebehandlungszone zuzuführende Luft durch Wärmeaustausch mit der aus der Wärmebehandlungszone abgesaugten
Luft erhitzt werden, so dass ein wesentlicher Teil der in der Wärmebehandlungszone an die Luft abgegebenen
Wärmemenge über die zuströmende Luft wieder zur Wärmebehandlungszone zurückgelangt.
In weiterer vorteilhafter Ausführungsform des Verfahrens
wird die der Wärmebehandlungszone zuzuführende Luft von ausserhalb des Raumes angesaugt, in dem sich die Anlage
zur Durchführung des Verfahrens.befindet. Dies hat den
Vorteil, dass eine Belastung der Anlage zur Klimatisierung dieses Raumes durch Absaugen der für die Wärmebehandlungszone benötigten Luftmenge vermieden wird.
Weiterhin ist es vorteilhaft, die Luft vor ihrem Eintritt in die Wärmebehandlungszone an der Aussenseite der die
Wärmebehandlungszone begrenzenden Wand entlang zu führen,
609853/0923
-A-
so dass ein Wärmeübergang zwischen dieser Wand und der Luft erfolgt und ein Wärmeverlust durch diese Wand hindurch
mit entsprechender Belastung der Klimaanlage vermieden wird.
Die aus der Wärmebehandlungszone austretende Luft kann vorteilhaft einer Einrichtung zur Abtrennung oder Verbrennung
der Avivagedämpfe zugeführt werden,so dass ein Auskondensieren in dem sich anschliessenden Rohrsystem
oder dem Wärmeaustauscher vermieden wird. Bei weitgehender Reinigung von Avivagedämpfen kann auch beispielsweise
mindestens ein Teil der Luft wieder zu der Wärmebehandlungszone zurückzirkuliert werden.
Zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens wird
weiterhin eine Anlage vorgeschlagen, mit Einrichtungen zur Führung des Garnes von einer Rohgarnvorlage zu einer
Aufwickelstation, wobei diese Einrichtungen Mittel zur mechanischen Verformung des Garnes aufweisen und in
Garηlaufrichtung zwischen der Rohgarnvorlage und der
Aufwickelstation mindestens ein Wärmebehandlungsapparat
angeordnet ist und die erfindungsgemäss dadurch gekennzeichnet
ist, dass der Wärmebehandlungsapparat sich in einem gegenüber der Rohgarnvorlage und der Aufwickel-Station
abgeschlossenen und wärmeisolierten Raum befindet, an den eine Zuführungsleitung für erhitzte Luft
und eine mit dem Wärmebehandlungsapparat verbundene Absaugleitung
angeschlossen ist. Auf diese Weise wird u^a·
erreicht, dass der Wärmebehandlungsapparat nicht in
609853/0923
Wärmeaustausch mit der umgebenden klimatisierten Luft
gelangen kann und die über seine Begrenzungswände abgegebene Wärme in die Luft gelangt, die anschliessend
in den Wärmebehandlungsapparat eingesaugt wird.
Bei einer Anlage mit mehr als einem in Garnlaufrichtung hintereinander angeordneten Wärmebehandlungsapparat,
wie z.B. für eine Nachfixierung der Verformung des Garnes, können diese Wärmebehandlungsapparate in vorteilhafter
Ausführungsform der erfindungsgemässen Verfahrensanlage so zusammengefasst sein, dass sie mindestens eine
gemeinsame Begrenzungswand aufweisen. Diese Ausführung hat den Vorteil, dass über die gemeinsame Begrenzungswand
nur ein gegenseitiger Wärmeaustausch und mit geringerem Temperaturgefälle erfolgt als gegenüber der klimatisierten
Raumluft.
Es versteht sich, dass in einem Wärmebehandlungsapparat in bekannter Weise zahlreiche Garne in einer Reihe von
Behandlungsstellen parallel nebeneinander behandelt werden können, mit einer entsprechenden Anzahl von Garnvorlagen,
Führungseinrichtungen u.s.w., indem in jedem Wärmebehandlung
sapparat zahlreiche vom Garn durchlaufene
Kontaktheizplatten bzw. Heizrohre angeordnet sind. Dabei kann der den Wärmebehandlungsapparat umschliessende, wärmeisolierte
Raum vorteilhaft zusätzlich den bzw. die War— mebehandlungsapparat(e) für eine zweite parallele Reihe
von Garnbehandlungsstellen umschliessen, wobei zwischen
609853/0923
den beiden Reihen ein Inspektionsgang gebildet wird.7
Im folgenden wird die Erfindung anhand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels beschrieben.
Es zeigt:
Fig. 1 eine schematische Darstellung einer bekannten Anlage zum Falschdrallen,
Fig. 2 eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäss
ausgeführten Anlage im Teilschnitt,
Fig. 3 ein Diagramm des ungefähren Tempersturprofils guer durch die Wärmebehandlungsapparate der
Anlage nach Fig. 2, ·
Fig. 4 ein Fliessdiagramm der Luftführung in der Anlage,
Fig. 5 einen horizontalen Teilschnitt entlang der Linie
II-II der Fig. 4 durch zwei Wärmebehandlungsapparate mit Kontaktheizflächen und Heizrohren,
Fig. 6 einen vertikalen Teilschnitt an der Stelle III der Fig. 4 mit der Einführungsstelle des Fadens
in den die Wärmebehandlungsapparate umschlies_
senden Raum.
Die vereinfacht dargestellte Anlage nach Fig. 1 zeigt das
allgemeine bekannte Verfahrensprinzip des Falschdrallens.
609853/0 923
Der Faden 1 wird durch ein zwei Rollen aufweisendes Zuführwerk 2 von einer Garnvorlage 3 abgezogen, wird anschliessend
durch einen Wärmebehandlungsapparat 4 geführt,
an den sich eine Kühlstrecke 5 anschliesst, bevor der Faden zum Drallgeber 6 und danach zum Abzugswerk 7 gelangt. Die mechanische Verformung des Fadens
bzw, Garnes erfolgt zwischen dem Zuführwerk 2 und dem Abzugswerk 7, indem ihm durch den Drallgeber 6 ein
Falschdrall erteilt wird. Dabei kann es gleichzeitig durch die unterschiedliche Fördergeschwindigkeit zwischen
Liefer- und Abzugswerk gestreckt werden. Durch die dabei erfolgende Erwärmung im Wärmebehandlungsapparat
und die anschliessende Abkühlung ergibt sich eine Neuorientierung der Garnmoleküle, die nach erfolgter Abkühlung auch
nach Verlassen des Drallgebers erhalten bleibt. Zur Erzeugung dehnungsarmer Kräuselgarne kann das Garn nach Durchlauf
durch das Abzugswerk 7 noch durch einen zweiten Wärmebehandlungsapparat 8 geführt werden. Zur Erzeugung definierter
Spannungsverhältnisse bei dieser zweiten Wärmebehandlung schliesst sich nach dem Wärmebehandlungsapparat
8 noch ein zweites Abzugswerk 9. an, bevor das Garn zu der Aufwickelstation 10 gelangt.
Diesem allgemeinen Prinzip entsprechende Anlagen werden üblicherweise als Teilanlagen in grosser Anzahl in mehreren
Reihen nebeneinander in einer gemeinsamen klimatisierten Maschinenhalle angeordnet, so dass die Wärmebehandlungsapparate
4 in einem gemeinsamen Apparat
609853/0923
zusammengefasst sind und der Antrieb z.B. der Lieferund
Abzugwerke von gemeinsamen Antriebswellen aus erfolqen
kann.
Fig. 4 zeigt einen Querschnitt durch eine Maschine mit den spiegelbildlich zueinander angeordneten Garnbehandlung
sapparaten (14, 15, 14', 15") zweier paralleler Reihen
von Garnbehandlungsstellen 11, 12. Zwischen den beiden Reihen 11, 12 besteht der Inspektionsgang 13, von welchem
aus die Wärmebehandlungsapparate zugänglich sind, z.B. zwecks Reinigung. Der Inspektionsgang 13 wird gemeinsam
mit den Wärmebehandlungsapparaten 14, 15, 14', 15' von den Begrenzungswänden 16 bis 20 einer nach aussen abgeschlossenen
und wärmeisolierten Kammer 21 umgeben, während die übrigen Teile der Anlage, d.h. die Einrichtungen
zur Führung und Falschdrallung des Garnes ausserhalb der Kammer in dem umgebenden klimatisierten Raum angeordnet
sind, wie besser aus der Darstellung nach Fig. 2 zu entnehmen ist. Die Begrenzungswände 16 bis 20 der Kammer
sind aus einem wärmeisolierenden Material aufgebaut, so dass keine wesentliche Wärmeabgabe aus der Kammer 21 nach
aussen erfolgt. Die Hindurchführungsstellen für die Fäden in die Kammer sind weitgehend abgedichtet, wie beispielsweise
aus der Darstellung nach Fig. 6 hervorgeht.
Wie auch bei bekannten Anlagen wird durch die Wärmebehandlung
sapparate 14, 15, 14', 15' Luft hindurchgesaugt,
um die Avivagedämpfe abzuführen. Zu diesem Zweck ist im
vorliegenden Beispiel unter den Apparaten 14, 15 einer
609863/0923
Reihe von Teilanlagen jeweils ein Saugkanal 22, 22' vorgesehen,
der über nichtdargestellte Oeffnungen mit dem Innenraum bzw. den vom Faden durchlaufenen Heizrohren bzw.
Heizkanälen 23, 24 (Fig. 5) der Apparate verbunden ist. Dieser Saugkanal 22, 22' ist über eine schematisch angedeutete
Rohrleitung 25, 25', 26, die aus der Kammer 21 herausführt, mit einem Sauggebläse 27 verbunden. Durch das Absaugen
der Luft am einen Ende bzw. unteren Ende der Wärmebehandlungsapparate 14, 15, 14', 15' wird am gegenüberliegenden
bzw. oberen Ende Luft aus der Kammer 21 bzw. dem Zwischenraum 13 eingesaugt. Ueber eine in die Kammer 21
mündende, durch Strichlinien angedeutete Leitung 28 strömt Luft von aussen in die Kammer 21 nach. Diese Luft wird vorteilhaft
auf nichtdargestellte Weise von ausserhalb der die Kammer 21 umgebenden Maschinenhalle, d.h. als Frischluft
angesaugt, um eine entsprechende Belastung der Anlage zur Klimatisierung dieser Halle zu vermeiden. Anschliessend
wird diese Luft mit der über die Leitung 26 abgesaugten erhitzten Luft in einem Wärmeaustauscher 29 zum Wärmeaustausch
gebracht. Eine weitere Erwärmung dieser Luft, bevor sie in die Wärmebehandlungsapparate eintritt, erfolgt in der Kammer
21 durch die von den Wärmebehandlungsapparaten über die Wand 30, 30' nach aussen abgegebene Wärme. Es versteht sich,
dass diese Wand 30, 30' zu diesem keine wesentliche Wärmeisolierung benötigt. Das sich dabei quer durch die Wärmebehandlungsapparate,
z.B. nach Fig. 2, ergebende Temperaturprofil ist in Fig. 3 dargestellt. In dem ersten War—
mebehandlungsapparat 15 beträgt die Temperatur der Kontakt-
6098 5 3/0923
heizflächen beispielsweise 220 C, in den Heizrohren des zweiten Apparates 14 zur Nachfixierung 200° C und in der
Kammer 21 durch Aufheizung im Wärmeaustausch mit der abgesaugten Luft beispielsweise 100° C.
Aus der Darstellung dieses Tempereturprofils ergibt sich deutlich, dass das Temperaturgefälle durch die Begrenzungswand
30 zur Seite des Zwischenraumes 13 und durch eine mögliche Begrenzungswand 31 zwischen dem ersten
(15) und dem zweiten Wärmebehandlungsapparat 14 bedeutend geringer ist als nach aussen, auf z.B. 22 C,
wie es bei bekannten Anlagen üblich ist. Entsprechend haben die Wärmebehandlungsapparate einen wesentlich geringeren
Wärmeverlust. Hinzu kommt noch die verringerte Wärmeabgabe an die bereits erwärmt zuströmende Luft.
Es versteht sich somit auch, dass der unmittelbare Kontakt zwischen den beiden Wärmebehandlungsapparaten 14,
15 entlang einem wesentlichen Teil ihrer Oberfläche von grosser Bedeutung ist, denn er verringert die Oberfläche,
über die für die Wärmebehandlung des Garries erforderliche Wärme verlorengeht. Insgesamt ergibt sich, dass
bei gegebener Grosse der Apparate für die Wärmebehandlung
im Vergleich zu bekannten Anlagen mehr Heizkapazität zur Verfügung steht, so dass die Produktionsgeschwindigkeit
bzw. Garndurchlaufgeschwindigkeit wesentlich erhöht werden kann.
609853/0923
Fig. 2 zeigt - ein Beispiel für die Fadenführung einer
Anlage mit einem ersten (15) und einem zweiten Wärmebehandlung sapparat 14, die parallel nebeneinander angeordnet
sind, so dass sie eine gemeinsame Begrenzungsebene 31 haben.
Der durch Strichpunktlinien angedeutete Faden 32 gelangt
von einer nichtdargestellten Garn vorlage über Kopf zu einem Abzugswerk 33 und wird anschliessend durch die
obere Begrenzungswand 18 der Kammer 21 und in den ersten Wärmebehandlungsapparat 15 eingeführt. Dieser erste
Wärmebehandlungsapparat 15 hat eine leicht gewölbte elektrisch beheizte Heizfläche 34 über die der Faden in
unmittelbarem Kontakt geführt wird. Hierzu ist in der oberen Begrenzungswand 18 der Kammer 21 ein Schlitz
(Fig. 6) vorgesehen und der die Einlassstelle in die Kammer 21 bildende ,Fadenführungsring 38 auf einem Schieber
angeordnet, der den Schlitz 37 gegen Luftzutritt verschliesst.
Entsprechende Einrichtungen wie in Fig. 6 dargestellt zur Abdichtung der Kammer 21 und zum Verschieben
des Fadens sind auch an den übrigen Einlass-, bzw.Auslasstellen für den Faden' in oder aus der Kammer
und 22, 22· vorgesehen, so dass die Kammer 21 nahezu luftdicht abgeschlossen ist.
Unterhalb des Wärmebehandlungsapparates 15 verlässt der Faden 32 die Kammer 21, wird über zwei Fadenführer 42,
43 bogenförmig nach oben umgelenkt und gelangt dann zu dem Drallgeber 6. Dieser Umlenkweg des Fadens entspricht
609853/0923
2819998
der Kühlstrecke 5 der eingangs beschriebenen bekannten Anlage. Vom Drallgeber 6 aus wird der Faden zum oberen
Teil der Anlage durch einen Kanal 44 zurückgeführt, gelangt dort zu dem Abzugswerk 7 und anschliessend wieder
abwärts in den zweiten Warmebehandlungsapparat 14.
Dieser ebenfalls elektrisch beheizte Apparat 14 hat Heizrohre 23 (Fig. 5) in denen die konvektive Erhitzung
des Fadens 32 erfolgt. Am unteren Ende dieses zweiten Wärmebehandlungsapparates 14 wird der Faden nach Verlassen
der Kammer 21 erneut bogenförmig nach oben umgelenkt und anschliessend über das zweite Abzugswerk 7
und eine (Zielvorrichtung 45 der Aufwickelstation 10 zugeführt. In der Querschnittsdarstellung nach Fig. 2
sind zwei Aufwickelstationen 10 für den Faden von zwei senkrecht zur Zeichnungsebene in einer Reihe nebeneinangeordneten
Behandlungsstellen sichtbar. Die Heizrohre 23 und mit Klappen 35 verschliessbaren Heizkanäle 24 von drei
benachbarten Behandlungsstellen sind aus dem Horizontalquerschnitt der Fig. 5 ersichtlich.
Die erwähnte Fadenumlenkung nach Verlassen des zweiten
Wärmebehandlungsapparates 14 erfolgt in einem luftdurchströmten Umlenkkanal 46, so dass sich eine beschleunigte
Abkühlung des Fadens ergibt. Der Luftstrom in diesem Kanal wird durch seitlichen Anschluss an die Absaugleitung
25 erreicht, wie in Fig. 2 angedeutet ist. Die Luft wird aus dem sich in Reihenlängsrichtung unter den Wärmebe-
609853/0923
2619338
handlungsapparaten erstreckenden Kanal 22 abgesaugt, so dass Luft in Richtung der Pfeile 48, 49 aus dem Umlenkkanal
46 und in Richtung der Pfeile 50, 51 aus den Wärmebehandlungsapparaten 14, 15 nachgesaugt wird. Der Umlenkkanal
46 ermöglicht auch das Hindurchsaugen des Fadens beim Einfädeln mittels einer nicht dargestellten separaten
Saugleitung mit höherem Unterdruck, mit der er wahlweise verbindbar ist.
Symmetrisch zu der durch die Strichpunktlinie 52 angedeuteten Ebene befindet sich eine gleiche Reihe von Behandlungsstellen,
wie sie in Fig. 2 dargestellt ist. Der Zwischenraum 13 zwischen den beiden Reihen von Behandlungsstellen
ist begehbar und es versteht sich, dass zu diesem Zweck an den Enden der Kammer 21 nichtdargestellte
Türen vorgesehen sind.
Für die Reinigung der mit Avivagedämpfen beladenen Luft
eignen sich verschiedene im Prinzip bekannte Einrichtungen 53, 53', wie z.B. Filter, Wäscher, Abscheider oder
auch eine Brennkammer mit anschliessendem Filter. Ein Verbrennen der Avivagedämpfe ist besonders vorteilhaft, da
sich dabei keine Abwasserbelastung ergibt und ausserdem
die freiwerdende Verbrennungswärme zur Erhitzung des Luftstrom
es in dem Wärmetauscher 29 beitragen kann.
609853/0923
Claims (14)
1. Verfahren zur kontinuierlichen Behandlung von thermoplastischem
Garn, insbesondere Falschdrallverfahren, mit mechanischer Verformung des Garnes und Fixierung
der Verformung in mindestens einer Wärmebehandlungs— zone, wobei Luft aus der Wärmebehandlungszone abgesaugt
wird, dadurch gekennzeichnet, dass der von dem Garn durchlaufenden Wärmebehandlungszone erhitzte Luft
zugeführt und durch die Wärmebehandlungszone gesaugt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Garne in der Wärmebehandlungszone über besondere
Heizmittel geführt w : len.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die der Wärmebehandlungszone zuzuführende Luft durch
Wärmeaustausch mit der aus der Wärmebehandlungszone abgesaugten Luft erhitzt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die der Wärmebehandlungszone zuzuführende Luft von
ausserhalb des Raumes angesaugt wird, in dem sich die Anlage zur Durchführung des Verfahrens befindet.
609853/0923
2619988
5. Verfahren nach Anspruch 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Luft vor ihrem Eintritt in die Wärmebehandlungszone
an der Aussenseite der die Wärmebehandlungszone begrenzenden Wand entlang geführt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die aus der Wärmebehandlungszone austretende Luft
einer Einrichtung zur Abtrennung oder Verbrennung der Avivagedämpfe zugeführt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
dass mindestens ein Teil der Luft zu der Wärmebehandlungszone zurückzirkuliert wird.
8. Anlage zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch -1
mit Einrichtungen zur Führung des Garnes von einer Rohgarnvorlage zu einer Aufwickelstation, wobei diese Einrichtungen
Mittel zur mechanischen Verformung des Garnes aufweisen und in Garnlaufrichtung zwischen der Rohgarnvorlage
und der Aufwickelstation mindestens ein Wärmebehandlungsapparat angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet,
dass der Wärmebehandlungsapparat sich in einem
gegenüber der Rohgarnvorlage und der Aufwickelstation abgeschlossenen und wärmeisolierten Kammer (21) befindet,
an den eine Zuführungsleitung (28) für erhitzte Luft und eine mit dem Wärmebehandlungsapparat (14, 15) verbundene
Absaugleitung (25, 26) angeschlossen sind.
609853/0923
9. Anlage nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die in Garnlaufrichtung hintereinander angeordneten
Wärmebehandlungr.apparate (14, 15) sich entlang einem Teil ihrer Oberfläche (31) in unmittelbarem gegenseitigem
Kontakt befinden.
10. Anlage nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass sich in der abgeschlossenen wärmeisolierten Kammer (21)
spiegelbildlich zueinander der bzw. die Wärmebehandlungsapparate (14, 15, 15', 15') zweier paralleler Reihen
(11, 12) von Garnbehandlungsstellen befinden, zwischen welchen ein Inspektionsgang (13) besteht.
11. Anlage nach Anspruch 8, gekennzeichnet durch einen Wärmeaustauscher
(29), an den die die abgesaugte Luftmenge führende Leitung (25, 25', 26) und die Zuführungsleitung
(28) angeschlossen ist.
12. Anlage nach Anspruch 8 und 11, dadurch gekennzeichnet, dass in der die abgesaugte Luftmenge führenden Leitung
(25, 25', ?6) eine Einrichtung zur Luftreinigung (53,
53') angeordnet ist.
13. Anlage nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung zur Luftreinigung (53, 53') eine Brennkammer
aufweist.
609853/0923
2619398
14. Anlage nach Anspruch 8, gekennzeichnet durch einen
luftdurchströmten Fadenführungskanal (46) am Austrittsende des bzw. der Wärmebehandlungsapparate(s), (14, 15)
der wahlweise mit der Saugleitung (22, 25) und einer separaten Saugleitung verbindbar ist.
609853/0923
4t
Leerseite
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH788275A CH584776B5 (de) | 1975-06-17 | 1975-06-17 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2619998A1 true DE2619998A1 (de) | 1976-12-30 |
Family
ID=4331845
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19762619998 Pending DE2619998A1 (de) | 1975-06-17 | 1976-05-06 | Verfahren zur kontinuierlichen behandlung von thermoplastischem garn, insbesondere falschdrallverfahren und vorrichtung zu dessen durchfuehrung |
Country Status (5)
| Country | Link |
|---|---|
| JP (1) | JPS521156A (de) |
| CH (2) | CH584776B5 (de) |
| DE (1) | DE2619998A1 (de) |
| FR (1) | FR2314956A1 (de) |
| GB (1) | GB1492918A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102008057585A1 (de) | 2008-11-15 | 2010-05-20 | Oerlikon Textile Gmbh & Co. Kg | Heizeinrichtung |
Families Citing this family (7)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB2132648B (en) * | 1982-12-10 | 1985-12-18 | Rieter Scragg Ltd | Yarn heater |
| GB2133810A (en) * | 1983-01-24 | 1984-08-01 | Rieter Scragg Ltd | False twisting |
| GB8913825D0 (en) * | 1989-06-15 | 1989-08-02 | Rieter Scragg Ltd | Yarn texturing method and apparatus |
| US6735934B1 (en) | 1999-02-16 | 2004-05-18 | Temco Textilmaschinenkomponenten Gmbh | Method for feeding in and starting a thread and false twist texturing device |
| CN108360110A (zh) * | 2018-04-13 | 2018-08-03 | 灵氟隆新材料科技江苏有限公司 | 聚四氟乙烯长丝用定型机 |
| CN108342821A (zh) * | 2018-04-26 | 2018-07-31 | 武汉纺织大学 | 一种适用于高刚性纱线针织用储纱器 |
| CN113502576B (zh) * | 2021-08-17 | 2022-08-02 | 安徽东锦资源再生科技有限公司 | 再生聚酯短纤的环保型卷曲装置及其方法 |
Family Cites Families (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3283414A (en) * | 1964-03-04 | 1966-11-08 | Chavanoz Moulinage Retorderie | Thermal treatment of synthetic textiles |
-
1975
- 1975-06-17 CH CH788275A patent/CH584776B5/xx not_active IP Right Cessation
- 1975-06-17 CH CH788275D patent/CH788275A4/xx unknown
-
1976
- 1976-05-06 DE DE19762619998 patent/DE2619998A1/de active Pending
- 1976-05-25 FR FR7615776A patent/FR2314956A1/fr active Granted
- 1976-06-11 GB GB2427876A patent/GB1492918A/en not_active Expired
- 1976-06-17 JP JP7167176A patent/JPS521156A/ja active Pending
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102008057585A1 (de) | 2008-11-15 | 2010-05-20 | Oerlikon Textile Gmbh & Co. Kg | Heizeinrichtung |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| JPS521156A (en) | 1977-01-06 |
| CH788275A4 (de) | 1976-06-30 |
| FR2314956B1 (de) | 1979-09-07 |
| CH584776B5 (de) | 1977-02-15 |
| FR2314956A1 (fr) | 1977-01-14 |
| GB1492918A (en) | 1977-11-23 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE3508587C2 (de) | ||
| DE102014009244B4 (de) | Oxidationsofen | |
| WO2015185245A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zum abziehen und verstrecken mehrerer frisch gesponnener fäden | |
| DE2619998A1 (de) | Verfahren zur kontinuierlichen behandlung von thermoplastischem garn, insbesondere falschdrallverfahren und vorrichtung zu dessen durchfuehrung | |
| EP0039938B1 (de) | Asymmetrische Falschdralltexturiermaschine | |
| DE1660352B1 (de) | Kuehlvorrichtung in einer Einrichtung zum Texturieren von mindestens teilweise aus thermoplastischem Material bestehenden Garnen | |
| DE3112851A1 (de) | "verfahren und vorrichtung zum gleichzeitigen schlichten von faeden" | |
| WO2016000841A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zum abziehen und verstrecken mehrerer frisch gesponnener fäden | |
| DE2032326B2 (de) | Vorrichtung zum kontinuierlichen und gleichförmigen Erhitzen und Kühlen eines angehäuften Kunstfaser-Spinnkabels | |
| CH583790A5 (en) | Heat treating thermoplastic threads in a false twisting installation - relieving the load on the air conditioning plant | |
| DE1660661B2 (de) | Trockenspinnvorrichtung | |
| EP0162941A1 (de) | Verfahren zur Steuerung der Einbrenntemperatur eines Einbrennofens für Lackdrahtherstellung sowie hierfür geeigneter Einbrennofen | |
| EP0063647A1 (de) | Vorrichtung zur Heissluft-Trocknung von Textilgut | |
| DE102021107995B4 (de) | Fadenherstellungsanlage | |
| DE2522601C3 (de) | Falschzwirnmaschine | |
| DE3717537A1 (de) | Langsamkuehlzone fuer einen stahlstranggluehofen | |
| DE10001641A1 (de) | Vorrichtung zum Schmelzspinnen | |
| DE102011016225A1 (de) | Textilmaschine | |
| DE1760923C3 (de) | Maschine zur Behandlung von thermoplastischen Fäden | |
| DE1435690B2 (de) | Zwirnmaschine zum Herstellen von Kräuselgarn | |
| DE102022113099A1 (de) | Frischluft-Wärmeübertrager und Verfahren zum Bereitstellen erhitzter Frischluft mit dem elektrisch beheizten Frischluft-Wärmeübertrager | |
| CH699610B1 (de) | Anlage zur kontinuierlichen Herstellung von zwei oder mehr Fäden mit jeweils endlosen synthetischen Fasern. | |
| DE1685977A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Klimatisieren von Textilmaschinen | |
| DE1435690C3 (de) | Zwirnmaschine zum Herstellen von Kräuselgarn | |
| WO2023227162A1 (de) | Behandlungsanlage und verfahren zum behandeln von werkstücken |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OHN | Withdrawal |