DE2619998A1 - Verfahren zur kontinuierlichen behandlung von thermoplastischem garn, insbesondere falschdrallverfahren und vorrichtung zu dessen durchfuehrung - Google Patents

Verfahren zur kontinuierlichen behandlung von thermoplastischem garn, insbesondere falschdrallverfahren und vorrichtung zu dessen durchfuehrung

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Description

Dipl.-Met. Goldbsc,» O«ol -Wh Schieferdecker
P Patentanwälte (505 OFFENBACHAMMAIN Herrn*·* 87 · Telefon «8 83 84
Heberlein Maschinenfabrik AG., CH-9630 Wattwil
Verfahren zur kontinuierlichen Behandlung von thermoplastischern Garn, insbesondere Falschdrallverfahren und Vorrichtung zu dessen Durchführung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur kontinuierlichen Behandlung von thermoplastischem Garn, insbesondere ein Falschdrallverfahren mit mechanischer Verformung des Garnes und Fixierung der Verformung in mindestens einer Wärmebehandlungszone, wobei Luft aus der Wärmebehandlungszone abgesaugt wird.
Das Absaugen von Luft hat den Zweck, die in der Wärmebehandlungszone aus dem Garn freiwerdenen Avivagedämpfe abzuführen. Bei bekannten Anlagen zur Durchführung des Verfahrens wird an einer Seite des die Wärmebehandlungszone aufweisenden Apparates Luft abgesaugt und anschliessend der freien Atmosphäre zugeführt, während an der gegenüberliegenden Seite durch den entstehenden Sog Luft aus dem umgebenden Raum entnommen wird. Die Luft in dem umgebenden Raum, d.h. der Maschinenhalle, muss jedoch
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klimatisiert werden und auf 22 C bei 60 % Luftfeuchtigkeit gehalten werden, da sich in ihr die Rohgarn— und Fertiggarnspulen befinden. Abhängig von den äusseren klimatischen Verhältnissen ist hierfür, z.B. besonders in tropischem Klima,ein erheblicher Energieaufwand erforderlich, der verständlicherweise umso grosser ist, je mehr Luft abgesaugt und anschliessend aus der Maschinenhalle in die freie Atmosphäre abgeführt wird. Das Einsaugen dieser Luft in die Wärmebehandlungszone hat ausserdem zur Folge, dass die Avivagedämpfe in dieser verhältnismässig kühlen Luft kondensieren und in dieser Form an die Heizflächen gelangen, an der sich dann Rückstände, bzw. Verschmutzungen bilden. Schliesslich wird durch Absaugen der Luft aus der Wärmebehandlungszone eine bedeutende Wärmemenge entzogen, die zu einem weiteren Energieverbrauch führt.
Der vorlebenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den für die Garnbehandlung erforderlichen Energieaufwand zu verringern, bzw. bei"gleichem Energieaufwand eine höhere Produktionsgeschwindigkeit zu ermöglichen, ohne dass hierzu die Wärmebehandlungszone vergrössert werden muss.
Diese Aufgabe wird bei einem Verfahren der eingangs genannten Art dadurch gelöst, dass der von dem Garn durchlaufenen Wärmebehandlungszone erhitzte Luft zugeführt und durch die Wärmebehandlungszone gesaugt wird.
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Durch diese Massnahme wird ein Auskondensieren von Avivagedämpfen im Bereich der Wärmebehandlungszone vermieden, so dass diese sich durch den Luftstrom vollständig abführen lassen. Ausserdem lässt sich bei gleicher Grosse der Wärmebehandlungszone die Uebertragung einer grösseren Wärmemenge pro Garnmenge erreichen, so dass die Durch! au i~q<\'-.rhw i nd I qkoi t diT. (Ί.ιπι:; durch die1 Wärmebehandlung;;/.onο , l>/.w. d.i.ο ProdukLionsgeschwindigkei L erhöht werden kann.
In vorteilhafter Ausführungsform des- Verfahrens kann die der Wärmebehandlungszone zuzuführende Luft durch Wärmeaustausch mit der aus der Wärmebehandlungszone abgesaugten Luft erhitzt werden, so dass ein wesentlicher Teil der in der Wärmebehandlungszone an die Luft abgegebenen Wärmemenge über die zuströmende Luft wieder zur Wärmebehandlungszone zurückgelangt.
In weiterer vorteilhafter Ausführungsform des Verfahrens wird die der Wärmebehandlungszone zuzuführende Luft von ausserhalb des Raumes angesaugt, in dem sich die Anlage zur Durchführung des Verfahrens.befindet. Dies hat den Vorteil, dass eine Belastung der Anlage zur Klimatisierung dieses Raumes durch Absaugen der für die Wärmebehandlungszone benötigten Luftmenge vermieden wird.
Weiterhin ist es vorteilhaft, die Luft vor ihrem Eintritt in die Wärmebehandlungszone an der Aussenseite der die Wärmebehandlungszone begrenzenden Wand entlang zu führen,
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so dass ein Wärmeübergang zwischen dieser Wand und der Luft erfolgt und ein Wärmeverlust durch diese Wand hindurch mit entsprechender Belastung der Klimaanlage vermieden wird.
Die aus der Wärmebehandlungszone austretende Luft kann vorteilhaft einer Einrichtung zur Abtrennung oder Verbrennung der Avivagedämpfe zugeführt werden,so dass ein Auskondensieren in dem sich anschliessenden Rohrsystem oder dem Wärmeaustauscher vermieden wird. Bei weitgehender Reinigung von Avivagedämpfen kann auch beispielsweise mindestens ein Teil der Luft wieder zu der Wärmebehandlungszone zurückzirkuliert werden.
Zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens wird weiterhin eine Anlage vorgeschlagen, mit Einrichtungen zur Führung des Garnes von einer Rohgarnvorlage zu einer Aufwickelstation, wobei diese Einrichtungen Mittel zur mechanischen Verformung des Garnes aufweisen und in Garηlaufrichtung zwischen der Rohgarnvorlage und der Aufwickelstation mindestens ein Wärmebehandlungsapparat angeordnet ist und die erfindungsgemäss dadurch gekennzeichnet ist, dass der Wärmebehandlungsapparat sich in einem gegenüber der Rohgarnvorlage und der Aufwickel-Station abgeschlossenen und wärmeisolierten Raum befindet, an den eine Zuführungsleitung für erhitzte Luft und eine mit dem Wärmebehandlungsapparat verbundene Absaugleitung angeschlossen ist. Auf diese Weise wird u^a· erreicht, dass der Wärmebehandlungsapparat nicht in
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Wärmeaustausch mit der umgebenden klimatisierten Luft gelangen kann und die über seine Begrenzungswände abgegebene Wärme in die Luft gelangt, die anschliessend in den Wärmebehandlungsapparat eingesaugt wird.
Bei einer Anlage mit mehr als einem in Garnlaufrichtung hintereinander angeordneten Wärmebehandlungsapparat, wie z.B. für eine Nachfixierung der Verformung des Garnes, können diese Wärmebehandlungsapparate in vorteilhafter Ausführungsform der erfindungsgemässen Verfahrensanlage so zusammengefasst sein, dass sie mindestens eine gemeinsame Begrenzungswand aufweisen. Diese Ausführung hat den Vorteil, dass über die gemeinsame Begrenzungswand nur ein gegenseitiger Wärmeaustausch und mit geringerem Temperaturgefälle erfolgt als gegenüber der klimatisierten Raumluft.
Es versteht sich, dass in einem Wärmebehandlungsapparat in bekannter Weise zahlreiche Garne in einer Reihe von Behandlungsstellen parallel nebeneinander behandelt werden können, mit einer entsprechenden Anzahl von Garnvorlagen, Führungseinrichtungen u.s.w., indem in jedem Wärmebehandlung sapparat zahlreiche vom Garn durchlaufene Kontaktheizplatten bzw. Heizrohre angeordnet sind. Dabei kann der den Wärmebehandlungsapparat umschliessende, wärmeisolierte Raum vorteilhaft zusätzlich den bzw. die War— mebehandlungsapparat(e) für eine zweite parallele Reihe von Garnbehandlungsstellen umschliessen, wobei zwischen
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den beiden Reihen ein Inspektionsgang gebildet wird.7
Im folgenden wird die Erfindung anhand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels beschrieben. Es zeigt:
Fig. 1 eine schematische Darstellung einer bekannten Anlage zum Falschdrallen,
Fig. 2 eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäss ausgeführten Anlage im Teilschnitt,
Fig. 3 ein Diagramm des ungefähren Tempersturprofils guer durch die Wärmebehandlungsapparate der Anlage nach Fig. 2, ·
Fig. 4 ein Fliessdiagramm der Luftführung in der Anlage,
Fig. 5 einen horizontalen Teilschnitt entlang der Linie II-II der Fig. 4 durch zwei Wärmebehandlungsapparate mit Kontaktheizflächen und Heizrohren,
Fig. 6 einen vertikalen Teilschnitt an der Stelle III der Fig. 4 mit der Einführungsstelle des Fadens in den die Wärmebehandlungsapparate umschlies_ senden Raum.
Die vereinfacht dargestellte Anlage nach Fig. 1 zeigt das allgemeine bekannte Verfahrensprinzip des Falschdrallens.
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Der Faden 1 wird durch ein zwei Rollen aufweisendes Zuführwerk 2 von einer Garnvorlage 3 abgezogen, wird anschliessend durch einen Wärmebehandlungsapparat 4 geführt, an den sich eine Kühlstrecke 5 anschliesst, bevor der Faden zum Drallgeber 6 und danach zum Abzugswerk 7 gelangt. Die mechanische Verformung des Fadens bzw, Garnes erfolgt zwischen dem Zuführwerk 2 und dem Abzugswerk 7, indem ihm durch den Drallgeber 6 ein Falschdrall erteilt wird. Dabei kann es gleichzeitig durch die unterschiedliche Fördergeschwindigkeit zwischen Liefer- und Abzugswerk gestreckt werden. Durch die dabei erfolgende Erwärmung im Wärmebehandlungsapparat und die anschliessende Abkühlung ergibt sich eine Neuorientierung der Garnmoleküle, die nach erfolgter Abkühlung auch nach Verlassen des Drallgebers erhalten bleibt. Zur Erzeugung dehnungsarmer Kräuselgarne kann das Garn nach Durchlauf durch das Abzugswerk 7 noch durch einen zweiten Wärmebehandlungsapparat 8 geführt werden. Zur Erzeugung definierter Spannungsverhältnisse bei dieser zweiten Wärmebehandlung schliesst sich nach dem Wärmebehandlungsapparat 8 noch ein zweites Abzugswerk 9. an, bevor das Garn zu der Aufwickelstation 10 gelangt.
Diesem allgemeinen Prinzip entsprechende Anlagen werden üblicherweise als Teilanlagen in grosser Anzahl in mehreren Reihen nebeneinander in einer gemeinsamen klimatisierten Maschinenhalle angeordnet, so dass die Wärmebehandlungsapparate 4 in einem gemeinsamen Apparat
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zusammengefasst sind und der Antrieb z.B. der Lieferund Abzugwerke von gemeinsamen Antriebswellen aus erfolqen kann.
Fig. 4 zeigt einen Querschnitt durch eine Maschine mit den spiegelbildlich zueinander angeordneten Garnbehandlung sapparaten (14, 15, 14', 15") zweier paralleler Reihen von Garnbehandlungsstellen 11, 12. Zwischen den beiden Reihen 11, 12 besteht der Inspektionsgang 13, von welchem aus die Wärmebehandlungsapparate zugänglich sind, z.B. zwecks Reinigung. Der Inspektionsgang 13 wird gemeinsam mit den Wärmebehandlungsapparaten 14, 15, 14', 15' von den Begrenzungswänden 16 bis 20 einer nach aussen abgeschlossenen und wärmeisolierten Kammer 21 umgeben, während die übrigen Teile der Anlage, d.h. die Einrichtungen zur Führung und Falschdrallung des Garnes ausserhalb der Kammer in dem umgebenden klimatisierten Raum angeordnet sind, wie besser aus der Darstellung nach Fig. 2 zu entnehmen ist. Die Begrenzungswände 16 bis 20 der Kammer sind aus einem wärmeisolierenden Material aufgebaut, so dass keine wesentliche Wärmeabgabe aus der Kammer 21 nach aussen erfolgt. Die Hindurchführungsstellen für die Fäden in die Kammer sind weitgehend abgedichtet, wie beispielsweise aus der Darstellung nach Fig. 6 hervorgeht.
Wie auch bei bekannten Anlagen wird durch die Wärmebehandlung sapparate 14, 15, 14', 15' Luft hindurchgesaugt, um die Avivagedämpfe abzuführen. Zu diesem Zweck ist im vorliegenden Beispiel unter den Apparaten 14, 15 einer
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Reihe von Teilanlagen jeweils ein Saugkanal 22, 22' vorgesehen, der über nichtdargestellte Oeffnungen mit dem Innenraum bzw. den vom Faden durchlaufenen Heizrohren bzw. Heizkanälen 23, 24 (Fig. 5) der Apparate verbunden ist. Dieser Saugkanal 22, 22' ist über eine schematisch angedeutete Rohrleitung 25, 25', 26, die aus der Kammer 21 herausführt, mit einem Sauggebläse 27 verbunden. Durch das Absaugen der Luft am einen Ende bzw. unteren Ende der Wärmebehandlungsapparate 14, 15, 14', 15' wird am gegenüberliegenden bzw. oberen Ende Luft aus der Kammer 21 bzw. dem Zwischenraum 13 eingesaugt. Ueber eine in die Kammer 21 mündende, durch Strichlinien angedeutete Leitung 28 strömt Luft von aussen in die Kammer 21 nach. Diese Luft wird vorteilhaft auf nichtdargestellte Weise von ausserhalb der die Kammer 21 umgebenden Maschinenhalle, d.h. als Frischluft angesaugt, um eine entsprechende Belastung der Anlage zur Klimatisierung dieser Halle zu vermeiden. Anschliessend wird diese Luft mit der über die Leitung 26 abgesaugten erhitzten Luft in einem Wärmeaustauscher 29 zum Wärmeaustausch gebracht. Eine weitere Erwärmung dieser Luft, bevor sie in die Wärmebehandlungsapparate eintritt, erfolgt in der Kammer 21 durch die von den Wärmebehandlungsapparaten über die Wand 30, 30' nach aussen abgegebene Wärme. Es versteht sich, dass diese Wand 30, 30' zu diesem keine wesentliche Wärmeisolierung benötigt. Das sich dabei quer durch die Wärmebehandlungsapparate, z.B. nach Fig. 2, ergebende Temperaturprofil ist in Fig. 3 dargestellt. In dem ersten War— mebehandlungsapparat 15 beträgt die Temperatur der Kontakt-
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heizflächen beispielsweise 220 C, in den Heizrohren des zweiten Apparates 14 zur Nachfixierung 200° C und in der Kammer 21 durch Aufheizung im Wärmeaustausch mit der abgesaugten Luft beispielsweise 100° C.
Aus der Darstellung dieses Tempereturprofils ergibt sich deutlich, dass das Temperaturgefälle durch die Begrenzungswand 30 zur Seite des Zwischenraumes 13 und durch eine mögliche Begrenzungswand 31 zwischen dem ersten (15) und dem zweiten Wärmebehandlungsapparat 14 bedeutend geringer ist als nach aussen, auf z.B. 22 C, wie es bei bekannten Anlagen üblich ist. Entsprechend haben die Wärmebehandlungsapparate einen wesentlich geringeren Wärmeverlust. Hinzu kommt noch die verringerte Wärmeabgabe an die bereits erwärmt zuströmende Luft. Es versteht sich somit auch, dass der unmittelbare Kontakt zwischen den beiden Wärmebehandlungsapparaten 14, 15 entlang einem wesentlichen Teil ihrer Oberfläche von grosser Bedeutung ist, denn er verringert die Oberfläche, über die für die Wärmebehandlung des Garries erforderliche Wärme verlorengeht. Insgesamt ergibt sich, dass bei gegebener Grosse der Apparate für die Wärmebehandlung im Vergleich zu bekannten Anlagen mehr Heizkapazität zur Verfügung steht, so dass die Produktionsgeschwindigkeit bzw. Garndurchlaufgeschwindigkeit wesentlich erhöht werden kann.
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Fig. 2 zeigt - ein Beispiel für die Fadenführung einer Anlage mit einem ersten (15) und einem zweiten Wärmebehandlung sapparat 14, die parallel nebeneinander angeordnet sind, so dass sie eine gemeinsame Begrenzungsebene 31 haben.
Der durch Strichpunktlinien angedeutete Faden 32 gelangt von einer nichtdargestellten Garn vorlage über Kopf zu einem Abzugswerk 33 und wird anschliessend durch die obere Begrenzungswand 18 der Kammer 21 und in den ersten Wärmebehandlungsapparat 15 eingeführt. Dieser erste Wärmebehandlungsapparat 15 hat eine leicht gewölbte elektrisch beheizte Heizfläche 34 über die der Faden in unmittelbarem Kontakt geführt wird. Hierzu ist in der oberen Begrenzungswand 18 der Kammer 21 ein Schlitz (Fig. 6) vorgesehen und der die Einlassstelle in die Kammer 21 bildende ,Fadenführungsring 38 auf einem Schieber angeordnet, der den Schlitz 37 gegen Luftzutritt verschliesst. Entsprechende Einrichtungen wie in Fig. 6 dargestellt zur Abdichtung der Kammer 21 und zum Verschieben des Fadens sind auch an den übrigen Einlass-, bzw.Auslasstellen für den Faden' in oder aus der Kammer und 22, 22· vorgesehen, so dass die Kammer 21 nahezu luftdicht abgeschlossen ist.
Unterhalb des Wärmebehandlungsapparates 15 verlässt der Faden 32 die Kammer 21, wird über zwei Fadenführer 42, 43 bogenförmig nach oben umgelenkt und gelangt dann zu dem Drallgeber 6. Dieser Umlenkweg des Fadens entspricht
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der Kühlstrecke 5 der eingangs beschriebenen bekannten Anlage. Vom Drallgeber 6 aus wird der Faden zum oberen Teil der Anlage durch einen Kanal 44 zurückgeführt, gelangt dort zu dem Abzugswerk 7 und anschliessend wieder abwärts in den zweiten Warmebehandlungsapparat 14.
Dieser ebenfalls elektrisch beheizte Apparat 14 hat Heizrohre 23 (Fig. 5) in denen die konvektive Erhitzung des Fadens 32 erfolgt. Am unteren Ende dieses zweiten Wärmebehandlungsapparates 14 wird der Faden nach Verlassen der Kammer 21 erneut bogenförmig nach oben umgelenkt und anschliessend über das zweite Abzugswerk 7 und eine (Zielvorrichtung 45 der Aufwickelstation 10 zugeführt. In der Querschnittsdarstellung nach Fig. 2 sind zwei Aufwickelstationen 10 für den Faden von zwei senkrecht zur Zeichnungsebene in einer Reihe nebeneinangeordneten Behandlungsstellen sichtbar. Die Heizrohre 23 und mit Klappen 35 verschliessbaren Heizkanäle 24 von drei benachbarten Behandlungsstellen sind aus dem Horizontalquerschnitt der Fig. 5 ersichtlich.
Die erwähnte Fadenumlenkung nach Verlassen des zweiten Wärmebehandlungsapparates 14 erfolgt in einem luftdurchströmten Umlenkkanal 46, so dass sich eine beschleunigte Abkühlung des Fadens ergibt. Der Luftstrom in diesem Kanal wird durch seitlichen Anschluss an die Absaugleitung 25 erreicht, wie in Fig. 2 angedeutet ist. Die Luft wird aus dem sich in Reihenlängsrichtung unter den Wärmebe-
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handlungsapparaten erstreckenden Kanal 22 abgesaugt, so dass Luft in Richtung der Pfeile 48, 49 aus dem Umlenkkanal 46 und in Richtung der Pfeile 50, 51 aus den Wärmebehandlungsapparaten 14, 15 nachgesaugt wird. Der Umlenkkanal 46 ermöglicht auch das Hindurchsaugen des Fadens beim Einfädeln mittels einer nicht dargestellten separaten Saugleitung mit höherem Unterdruck, mit der er wahlweise verbindbar ist.
Symmetrisch zu der durch die Strichpunktlinie 52 angedeuteten Ebene befindet sich eine gleiche Reihe von Behandlungsstellen, wie sie in Fig. 2 dargestellt ist. Der Zwischenraum 13 zwischen den beiden Reihen von Behandlungsstellen ist begehbar und es versteht sich, dass zu diesem Zweck an den Enden der Kammer 21 nichtdargestellte Türen vorgesehen sind.
Für die Reinigung der mit Avivagedämpfen beladenen Luft eignen sich verschiedene im Prinzip bekannte Einrichtungen 53, 53', wie z.B. Filter, Wäscher, Abscheider oder auch eine Brennkammer mit anschliessendem Filter. Ein Verbrennen der Avivagedämpfe ist besonders vorteilhaft, da sich dabei keine Abwasserbelastung ergibt und ausserdem die freiwerdende Verbrennungswärme zur Erhitzung des Luftstrom es in dem Wärmetauscher 29 beitragen kann.
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Claims (14)

Patentansprüche
1. Verfahren zur kontinuierlichen Behandlung von thermoplastischem Garn, insbesondere Falschdrallverfahren, mit mechanischer Verformung des Garnes und Fixierung der Verformung in mindestens einer Wärmebehandlungs— zone, wobei Luft aus der Wärmebehandlungszone abgesaugt wird, dadurch gekennzeichnet, dass der von dem Garn durchlaufenden Wärmebehandlungszone erhitzte Luft zugeführt und durch die Wärmebehandlungszone gesaugt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Garne in der Wärmebehandlungszone über besondere Heizmittel geführt w : len.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die der Wärmebehandlungszone zuzuführende Luft durch Wärmeaustausch mit der aus der Wärmebehandlungszone abgesaugten Luft erhitzt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die der Wärmebehandlungszone zuzuführende Luft von ausserhalb des Raumes angesaugt wird, in dem sich die Anlage zur Durchführung des Verfahrens befindet.
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5. Verfahren nach Anspruch 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Luft vor ihrem Eintritt in die Wärmebehandlungszone an der Aussenseite der die Wärmebehandlungszone begrenzenden Wand entlang geführt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die aus der Wärmebehandlungszone austretende Luft einer Einrichtung zur Abtrennung oder Verbrennung der Avivagedämpfe zugeführt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
dass mindestens ein Teil der Luft zu der Wärmebehandlungszone zurückzirkuliert wird.
8. Anlage zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch -1 mit Einrichtungen zur Führung des Garnes von einer Rohgarnvorlage zu einer Aufwickelstation, wobei diese Einrichtungen Mittel zur mechanischen Verformung des Garnes aufweisen und in Garnlaufrichtung zwischen der Rohgarnvorlage und der Aufwickelstation mindestens ein Wärmebehandlungsapparat angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Wärmebehandlungsapparat sich in einem gegenüber der Rohgarnvorlage und der Aufwickelstation abgeschlossenen und wärmeisolierten Kammer (21) befindet, an den eine Zuführungsleitung (28) für erhitzte Luft und eine mit dem Wärmebehandlungsapparat (14, 15) verbundene Absaugleitung (25, 26) angeschlossen sind.
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9. Anlage nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die in Garnlaufrichtung hintereinander angeordneten Wärmebehandlungr.apparate (14, 15) sich entlang einem Teil ihrer Oberfläche (31) in unmittelbarem gegenseitigem Kontakt befinden.
10. Anlage nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass sich in der abgeschlossenen wärmeisolierten Kammer (21) spiegelbildlich zueinander der bzw. die Wärmebehandlungsapparate (14, 15, 15', 15') zweier paralleler Reihen (11, 12) von Garnbehandlungsstellen befinden, zwischen welchen ein Inspektionsgang (13) besteht.
11. Anlage nach Anspruch 8, gekennzeichnet durch einen Wärmeaustauscher (29), an den die die abgesaugte Luftmenge führende Leitung (25, 25', 26) und die Zuführungsleitung (28) angeschlossen ist.
12. Anlage nach Anspruch 8 und 11, dadurch gekennzeichnet, dass in der die abgesaugte Luftmenge führenden Leitung (25, 25', ?6) eine Einrichtung zur Luftreinigung (53, 53') angeordnet ist.
13. Anlage nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung zur Luftreinigung (53, 53') eine Brennkammer aufweist.
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14. Anlage nach Anspruch 8, gekennzeichnet durch einen luftdurchströmten Fadenführungskanal (46) am Austrittsende des bzw. der Wärmebehandlungsapparate(s), (14, 15) der wahlweise mit der Saugleitung (22, 25) und einer separaten Saugleitung verbindbar ist.
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