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Verpackung für Stückgüter
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Die Erfindung bezieht sich auf eine Verpackung für Stückgüter wie
Möbel, Maschinen, Geräte, wie Fernsehgeräte u.dgl. mit über die Eckbereiche, einen
Teil der Kanten und Flächenteile des zu verpackenden Stückes greifenden Polsterelementen.
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Es ist bekannt, zum Verpacken von Stückgütern beispielsweise empfindlichen
Geräten, Polsterelemente zu benutzen, die jeweils über den Eckbereich des zu verpackenden
Stückes gesteckt werden (vergl. US-PSen 3 166 227, 3 B4 798, 3 580 469 und 3 946
874).
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Es ist auch bekannt, derartige Polsterelemente in Form von Platten
oder über das zu verpackende Stück greifenden Klammern vorzusehen (vergl. US-PSen
3 404 826, 3 564 811 und 3 845 650).
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Ferner ist es bekannt, insbesondere kleinere zu verpackende Stücke
mit gehäuseartigen Polsterelementen zu umgeben (vergl.
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US-PS 3 181 766). Die bekannten Polsterclemente bestehen aus Holz
oder Holzprodukten, vorzugsweise aber aus felxiblen Materialien, z.. Wellpappe oder
aus Kunststoffen, die thermoplastisch geformt, geschäumt oder ausgeschäumt werden.
Die bekannten nur über Eck bereiche des jeweils zu verpackenden Stückes greifenden
Polsterelemente haben den Mangel, dass sie nur sehr begrenzten Schutz gegen Beschädigung
des zu verpackenden Stückes bieten und deshalb eigentlich nur in Verbindung mit
mehr oder weniger festen äusseren Verpackungen benutzt werden können, beispielsweise
mit Holzkisten oder Wellpappkisten. Die plattenförmigen Polsterelemente sind sehr
weitgehend dem jeweils zu verpackenden Stück nachmodelliert und lassen deshalb keine
universelle, also systemartige Verwendung zu. Noch stärker trifft diese Beschränkung
für diejenigen bekannten Polsterelemente zu, die das zu verpackende Stück gehäuseartig
aufnehmen.
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Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine aus einfachen
universell verwendbaren Grundteilen aufgebaute Verpackung zu schauen, bei der einfach
und universell verwendbare Polsterelemente sicher an dem zu verpackenden Stück angesetzt
werden können und dort sicher gehalten werden, bis eine äussere Verpackungsumhüllung
angebracht ist. Dabei sollen die Grundteile der Verpackung dem zu verpackenden Stück
bereits so viel Schutz
bieten, dass auch eine billige äussere Hülle
ausreicht, die eigentlich nur noch die Verpackungsteile um das zu verpackende Stück
herum zusammenhält. Andererseits sollen die um das zu verpackende Stück herum angesetzten
Verpackungsteile auch nur wenig Platz wegnehmen, so dass nach wie vor auch ein sicheres
bequemes Einsetzen in eine mehr oder weniger feste äussere Verpackungshülle, beispielsweise
eine Holzkiste oder eine Faltschachtel oder eine Wellpappkiste möglich ist.
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Diese Aufgabe wird gemäss der Erfindung dadurch gelöst, dass für die
Verpackung ausser den Polsterelementen sich von Polsterelement zu Polsterelement
um das zu verpackende Stück herum erstreckende Profilleisten vorgesehen sind, die
mit ihren Enden in entsprechende, an den Polsterelementen ausgebildete Aufnahmen
einzustecken sind. Dadurch bilden die Polsterelemente zusammen mit diesen Profilleisten
ein wirksames Verpackungsrahmen-System, das beim Ansetzen bereits soviel Haltefestigkeit
an einem zu verpackenden Stück erhält, dass das mit diesem Verpackungsrahmen-System
besetzte Stück einfach und sicher weiteren Verpackungsarbeitsgängen, beispielsweise
Einschrumpfen in eine Kunststoffhülle, unterzogen werden kann, ohne dass irgendwelche
schützenden Teile der Verpackung sich aus ihrer Lage verschieben oder überhaupt
abfallen könnten.
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Die Profilleisten können in bevorzugter Ausführungsform der Erfindung
unter Reibung in den Aufnahmen der Polsterelemente gehalten sein. Hierzu können
beispielsweise die Aufnahmen als an der dem zu verpackenden Stück zugewandten Innenfläche
der Polsterelemente angebrachte, hinterschnittene Nuten mit zum Profil der Profilleisten
passendem Querschnitt ausgebildet sein.
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Vorzugsweise kommt trapezoider, d.h. schwalbenschwanzförmiger Querschnitt
für die Profilleisten und die Nuten in Betracht.
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Es können jedoch auch andere Querschnittsformen vorgesehen sein, beispielsweise
T-förmiger, H-förmiger, hexagonaler, runder oder ovaler Querschnitt.
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In bevorzugter Ausführungsform der Erfindung werden auch die Profilleisten
polsternd ausgebildet. Dadurch bieten auch die Profilleisten dem verpackten Stück
Schutz, beispielsweise entlang der Kanten oder an mehr oder weniger grossen Flächen.
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In bevorzugter Ausführungsform der Erfindung sind die Polsterelemente
plattenförmig mit umklappbaren und bzw. oder mit Verzapfungen oder Verzahnungen
ineinandergreifenden Kantenbereichen ausgebildet. Die Polsterelemente lassen sich
dadurch leicht und billig herstellen und auch für den Leerguttransport flach auseinanderklappen
oder auseinanderlegen.
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Im Rahmen der Erfindung bietet sich ein besonders günstiges Verpackungsrahmensystem
an, das Polsterelemente in Form von in Eckbereichen des zu verpackenden Stückes
mit zwei Schenkeln über zwei benachbarte Flächen und mit einem Flansch über die
dritte Fläche greifenden Winkelprofilecken und Polsterelemente in Form von an einer
Kante des zu verpackenden Stückes mit zwei Schenkeln über die beiden benachbarten
Flächen greifenden Profilecken vorgesehen sind, wobei die Schenkel dei Polsterelemente
mit den Aufnahmen für die Profilleisten versehen sind. Dieses Verpackungsrahmensystem
lässt sich noch durch zusätzliche Polsterelemente in Form von entlang einer Kante
des zu verpackenden Stückes zwischen zwei Winkelprofilecken in den Verlauf der jeweiligen
Profilleiste einzusetzenden Winkelprofilstücken und zusätzliche Polsterelemente
in Form von zwischen zwei Profilecken in den Verlauf der Profilleiste einzusetzenden
Profilstücken ergänzen, wobei diese zusätzlichen Polsterelemente ebenfalls mit Aufnahmen
für die Profilleisten ausgebildet sind.
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Besonders vorteilhaft ist es jedoch bei diesem Verpackungsrahmensystem,
wenn die in Form von Winkelprofil-Ecken ausgebildeten Polsterelemente und die als
Profilecken ausgebildeten Polsterelemente zwischen ihren Schenkeln mit einem Gelenk
ausgebildet sind. Durch diese Gelenkausbildung lassen sich die Polsterelemente praktisch
jeglicher Form- eines zu verpackenden Stückes anpassen. Die in Form von Winkelprofilecken
ausgebildeten Polster
elemente sind dann entlang von Kanten des
zu verpackenden Stückes anzusetzen, während die in Form von Profilecken ausgebildeten
Polsterelemente sich über Flächen verschiedenster Form und auch über Kanten hinweg
ansetzen lassen. Durch die Gelenkausbildung der Polsterelemente entfallen somit
auch die zusätzlichen Profilstücke und Winkelprofilstücke, weil sich die gelenkigen
Polsterelemente auch als Zwischenstücke in den Verlauf der Profilleiste einfügen
und an die jeweilige Fläche'des zu verpackenden Stückes anlegen lassen. Bei den
in Form von Winkelprofilecken ausgebildeten Polsterelementen kann dann der Flansch
aus mit Gehrung auf das Gelenk zugeschnittenen, an jedem Schenkel angebrachten Flanschteilen
mit ineinandersetzbarer hinterschnittener Klammerverbindung gebildet sein..
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Zu einfacher und auch mehrfachen Gebrauch zu-lassender Ausbildung
können im Rahmen der Erfindung zumindest die mittels Gelenken in klappenförmigem
Zustand auseinanderklappbaren Polsterelemente an ihren Aussenflächen eine flexible
Trägerschicht aufweisen, auf der die einzelnen plattenförmigen Teile des jeweiligen
Polsterelements befestigt sind. Solche flexible Trägerschichten können beispielsweise
Textilschichten oder mit Textileinlage versehene Kunststoffschichten oder überhaupt
Folien aus flexiblem Kunststoff sein. Im übrigen wird man vorzugsweise die Polsterelemente
und die Profilleisten bevorzugt aus Schaumsotff,
beispielsweise
aufgeschäumtem thermoplastischem Kunststoff, herstellen und die Gelenkbildung durch
Verdichtung des Materials vornehmen.
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Einige Ausführungsbeispiele für ein gemäss der Erfindung gebildetes
Verpackungsrahmen-System werden im folgenden anhand der Zeichnung näher erläutert.
Es zeigen: Fig. 1 ein kleineres, mit einem Verpackungsrahmen-System gemäss der Erfindung
besetztes, zu verpackendes Stück in perspektivischer Darstellung; Fig. 2 ein grösseres,
mit einem Verpackungsrahmensystem gemäss der Erfindung besetztes, zu verpackendes
Stück; Fig. 3 ein Polsterelement in Form einer Winkelprofilecke bzw. eines Winkelprofilstücks
in gestreckter Stellung, perspektivisch dargestellt; Fig. 4 ein Polsterelement in
Form einer Profilecke bzw.
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eines Profilstücks in entsprechender Darstellung wie Figur 3; Fig.
5 ein Abschnitt einer Profilleiste in perspektivischer Darstellung;
Fig.
6 ein Polsterelement in Form einer Winkelprofilecke zusammengefaltet und mit in'einem
Schenkel eingesteckter Profilleiste; Fig. 7 eine Profilecke in entsprechender Darstellung
wie Figur 6; Fig. 8 ein Polsterelement entsprechend Figur 3 in vollständig auseinandergefaltetem
Zustand in Draufsicht; Fig. 9 einen Schnitt nach 9-9 der Figur 8; Fig. 10 einen
Schnitt nach 10-10 der Figur 8; Fig. 11 einen Schnitt nach 11-11 der Figur 8; Fig.
12 eine vergrösserte Teildarstellung des Bereiches 12 der Figur 9; Fig. 13 eine
vergrösserte Teildarstellung des Bereiches 13 der Figur 10; Fig. 14 eine vergrösserte
Teildarstellung des Bereiches 14 der Figur 11 und Fig. 15 ein Polsterelement in
Form einer Winkelprofilecke in abgewandelter Ausführungsform, jedoch in entsprechender
Darstellung wie Figur 3 Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist das Verpackungsrahmensystem
aus drei Grundelementen aufgebaut, nämlich Polsterelementen 30 in Form von Winkelprofilecken
und Winkelprofilstücken, Polsterelementen
50 in Form von Profilecken
und Profilstücken sowie die Polsterelemente 30 bzw. 50 untereinander verbindenden
Profiileisten 70.
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Im Beispiel der Figur 1 ist ein kleineres, etwa quarterförmiges zu
verpackendes Stück 24 von dem in der Zeichnung die Vorderfläche 21 eine Seitenfläche
22 und die obere Fläche 23 sichtbar sind, mit einem oberen und mit einem unteren
Verpackungs- und Schutzrahmen 24. Beide Verpackungs- und Schutzrahmen sind in diesem
Beispiel aus an den Ecken des zu verpackenden Stückes 20 in Form von Winkelprofil-Ecken
angesetzten Polsterelementen 30 und sich in dem Rahmen zwischen den vier Polsterelementen
30 erstreckenden Profilleisten 70 gebildet. Die Polsterelemente 30 greifen mit ihren
Schenkeln 31 auf die Umfangsflächen 21, 22 des Stückes 20 und mit ihren flanschartigen
Teilen 32 auf die obere Fläche 23 und die (nicht gezeigte) untere Fläche des Stückes
20. Die Profilleisten 70 sind unter Reibung in die Schenkel 31 der Polsterelemente
30 eingesteckt. Dadurch werden die beiden Rahmen 24 sicher am Stück 20 gehalten,
wenn diese im weiteren Verlauf des Verpackungsganges gehandhabt wid, beispielsweise
in einen Verpackungsbehälter eingeführt oder in Verpackungsfolie eingeschrumpft
wird.
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Figur 2 zeigt ein etwas grösseres, etwa zylindrisches zu verpackendes
Stück 25 (jedoch in kleinerem Maßstab als Figur 1).
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In diesem Beispiel sind um den Umfang des Stückes 25 ein oberer und
ein unterer Verpackungs- und Schutzrahmen 26 und drei mittlere Verpackungs- und
Schutzrahmen 27 gelegt. Der obere und der untere Verpackungs- und Schutzrahmen 26
ist aus einer Anzahl, im dargestellten Beispiel sechs, Polsterelementen 30 gebildet,
die mit ihren Schenkeln 31 an die Umfangsfläche 28 des zylindrischen Stückes 25
angelegt sind und mit ihren Flanschteilen 32 auf die obere Stirnfläche 29 bzw. die
(nicht gezeigten) untere Stirnfläche des zylindrischen Stückes 25 greifen. Zwischen
den einzelnen Polsterelementen 30 sind wiederum Profilleisten 70 anangeordnet, die
unter Reibung in die Schenkel 31 der Polsterelemenge 30 eingesteckt sind. Die drei
mittleren Verpackungs- und Schutzrahmen 27 sind in etwa gleichmässigen Abständen
zwischen den äusseren Verpackungs- und Schutzrahmen 26 angeordnet und aus Polsterelementen
50 gebildet. Jedes dieser Polsterelemente 50 hat wiederum zwei Schenkel 51, die
an die Umfangsfläche 28 des zylindrischen Stückes 25 angelegt sind. Zwischen den
Polsterelementen 50 erstrecken sich wiederum Profilleisten 70,die in die Schenkel
51 der Polsterelemente unter Reibung eingesteckt sind.
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Die um das zu verpackende zylindrische Stück 25 gelegten Verpackungs-
und Schutzrahmen 26 und 27 werden so unter Reibung
an der Umfangsfläche
28 des zu verpackenden zylindrischen Stückes 25 gehalten, so dass das Stück mit
einer zusätzlichen äusseren Verpackungshülle oder sonstigen Sicherungselementen
versehen werden kann. Beispielsweise kann das Stück 25 in Verpackungsfolie eingeschrumpft
werden. Es ist aber auch möglich, überhaupt von einer durchgehenden äusseren Verpackungshülle
abzusehen, und um die Verpackungs- und Schutzrahmen 26 und 27 herum schmale Sicherungsbänder
aus Stahl oder Kunststoff zu spannen.
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Im Unterschied zu Figur 1 sind gemäss Figur 2 die Schenkel 31 der
Polsterelemente 30 nicht mit einem Winkel von 900 gegeneinander umgelegt, sondern
nur um einen der Rundung der Umfangsfläche 28 entsprechenden Winkel. Würde man ähnlich
der Figur 1 ein grösseres quarterförmiges Stück mit Verpackungs- und Schutzrahmen
belegen, dann könnte man auch Polsterelemente 30 zwischen den Ecken anordnen und
die Schenkel 31 dieser Polsterelemente 30 ausgereckt, d.h. in einem Winkel von 1800
zueinander stehen lassen. Entsprechend kann man auch bei grösseren quarterförmigen
Stücken einen oder mehrere mittlere Verpackungs- und Schutzrahmen aus Polsterelementen
50 anlegen, wobei man an den Kanten Polsterelemente 50 mit ihren Schenkeln 51 um
900 einlegt, und mit beiden Schenkeln 51 auf die beiden benachbarten Seiten des
zu verpackenden Stückes greifen lässt.
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Wie Figur 3 zeigt, weisen die Polsterelemente 30 in Form von Winkelprofilecken
m wesentlichen L-förmigen Querschnitt auf, wobei die Schenkel 31 den einen Teil
und die Flanschteile 32 den zweiten Teil des L-Profils bilden und im wesentlichen
rechtwinklig zueinander angeordnet sind. In den Schenkeln 31 ist eine durchgehende
Nut 33 mit schwalbenschwanzförmigem, d h. trapezoidem Querschnitt angebracht. Die
Grundlinie des Trapezoids liegt etwa mittig im Material des jeweiligen Schenkels
31, so dass sich die Nut 33 nach der gegen das zu verpackende Stück zu legenden
Innenfläche 37 des Polsterelementes 36 hin verengt. Im mittleren Teil des Polsterelements
30 ist ein V-förmiger Ausschnitt 34 gebildet, zu dessen beiden Seiten die Schenkel
31 und die Flanschteile 32 angeordnet sind. Der Winkel des V-förmigen Ausschnitts
34 beträgt vorzugsweise 900, so dass die Schenkel 31 und die Flanschteile 32 an
den einander zugekehrten Seiten eine Gehrung 450 aufweisen, die ein Gegeneinanderklappen
der Schenkel 31 und Flanschteile 32 bis zu einem Winkel von 900 zulässt (vergl.
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Figur 6). Dieser Winkel kann jeweiligen Anforderungen entsprechend
auch grösser oder kleiner als 900 vorgesehen werden. Am Scheitel 35 des V-förmigen
Ausschnitts 34 verbleibt eine Restdicke des Materials zur Scharnier- oder Gelenkbildung.
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Dieses Restmaterial kann eine zusätzlich aufgebrachte Bahn 36 aus
flexiblem Material, beispielsweise Textilstoff oder flexible Folie aus Kunststoff
sein (vergl. Figuren 9 bis 14).
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Figur 4 zeigt ein Polsterelement 50 für Profilecken in ausgestrecken
Zustand, d.h. mit seinen Schenkeln 51 in gegenseitiger Winkelanordnung von 1800.
Die Schenkel 51 des Polsterelements 50 sind den Schenkeln 31 des Polsterelements
30 ähnlich.
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Sie tragen jedoch keine Flanschteile, sondern weisen im wesentlichen
rechteckigen Querschnitt und eine durchgehende mittlere Nut 53 auf, die gleichen
Querschnitt wie die Nut 33 des Risterelements 30 hat. Das Polsterelement 50 hat
ebenfalls einen mittleren, V-förmigen Ausschnitt 54, der an den beiden sich gegenüberliegenden
Stirnseiten der Schenkel 51 je einen Gehrungswinkel von 45° bildet. Der Scheitelpunkt
55 des V-förmigen Ausschnittes 54 lässt wieder eine Restdicke des Materials als
Scharnierelement bestehen, die auch in diesem Fall durch eine zusätzlich aufgebrachte
Bahn 56 aus flexiblem Material bestehen kann.
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Figur 5 zeigt eine Profilleiste 70, die im Rahmen der Erfindung grundsätzlich
jegliche Querschnittsform mit Hinterschneidung aufweisen kann. Im dargestellten
Beispiel hat die Profilleiste 70 trapezoiden, d.h. schwalbenschwanzförmigen Querschnitt.
Auf der Schmalseite der Profilleiste 70 ist eine Längenmarkierung 71 aufgebracht.
Auf diese Weise kann die Profilleiste 70 in Grundlängen
hergestellt
und für die jeweiligen Verpackungszwecke in benötigten Stücken abgelenkt werden.
Die Profilleiste 70 kann aus jeglichem Material bestehen. Bevorzugt wird man sie
jedoch aus nachgiebigem Material ausbilden, um so der Profilleiste 70 selbst eine
polsternde Wirkung zu verleihen. So kann beispielsweise die Profilleiste 70 aus
aufgeschäumtem, thermoplastischem Kunststoff bestehen. Wenn es aufgrund des Materials
der Profilleiste 70 nicht möglich ist, die Längenmarkierung 71 direkt an der Schmalseite
72 einzuformen oder aufzudrucken, ist es durchaus möglich, auf die Schmalseite 72
auch einen die Längenmarkierung 71 tragnden Streifen aufzubringen, insbesondere
aufzukleben. Die Winkelprofilleiste 70 passt mit ihrem Querschnitt unter Reibung
in die Nuten 33 bzw. 53 der Polsterelemente 30 bzw. 50.
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Figur 6 zeigt eine aus einem Polsterelement 30 gemäss Figur 3 gebildete
Winkelprofilecke mit in den einen Schenkel eingeschobener ProfilMiste 70. Die Abwinkelung
beträgt in diesem Fall 900, so dass der V-förmige Ausschnitt 34 vollständig geschlossen
ist.
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Die so gebildete Winkelprofilecke weist somit zwei Schenkel 31 und
einen geschlossenen Flansch 32 auf. Die Schenkel 31 greifen somit - wie Figur 1
zeigt - über zwei benachbarte Seitenflächen 21, 22 eines zu verpackenden quarterförmigen
Stückes 20, während der geschlossene Flansch 32 über die Oberseite bzw. Unterseite
dieses
zu verpackenden Stückes 20 greift. Die als Scharnier dienende Rest-Materiallage
oder zusätzliche Auflage 36 bildet in diesem Zustand einen wirksamen Kantenschutz.
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Figur 7 zeigt ein Polsterelement 50 gemäss Figur 4 in zu einer Profilecke
abgewinkeltem Zustand, bei dem die beiden Schenkel 51 unter vollständigem Schliessen
des V-förmigen Ausschnitts 54 in einem Windel von 900 zueinander stehen. Die Nuten
53 stehen ebenfalls im rechten Winkel zueinander, wobei gemäss der Darstellung der
Figur 7 in die eine Nut eine Profilleiste 70 unter Reibung eingeschoben ist.
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In der Darstellung der Figuren 3 bis 7 sind bei 38 bzw. 58 Schnittlinien
erkennbar, die andeuten, dass das Polsterelement 30 bzw. das Polsterelement 50 aus
einem plattenförmigen Element zusammengefaltet sein kann, wie dies aus den Figuren
8 bis 14 hervorgeht. Allerdings können auch die Polsterelemente 30 und 50 mit dem
aus den Figuren 3 und 4 ersichtlichen Profil massiv geformt sein. Allerdings hat
die aus den Figuren 8 bis 14 ersichtliche Ausbildung eine Reihe besonderer Vorteile.
Insbesondere hinsichtlich leichterer Formbarkeit und besserer Möglichkeit des flachen
Auseinanderfaltens des jeweiligen Polsterelementes 30 bzw. 50.
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Wie aus den Figuren 8 bis 14 ersichtlich, ist das Polsterelement 30
mit zwei Längsscharnieren 39 und 40 und ein durch den Scheitel 35 der V-förmigen
Ausnehmung 34 gebildetes Querscharnier plattenförmig in eine Ebene ausklappbar.
Das Polsterelement 30 ist dabei in der Weise gebildet, dass sechs Teilstücke auf
einer flexiblen Trägerschicht 36, beispielsweise einer Textilstoffschicht oder Folie
aus flexiblem Kunststoff, befestigt sind. Diese sechs Teilstücke sind zwei gleiche
Schenkelstücke 31, zwei Schenkel-Seitenleisten 45a und 45b, die an den einander
zugewandten Stirnseiten mit 450 abgeschrägt sind. Die Schenkelseitenleiste 45a trägt
an dieser abgeschrägten Seite einen Klammeransatz 43, während die Schenkelseitenleiste
45b an entsprechender Stelle eine Klammerausnehmung 44 aufweist. An der der Seitenkante
des jeweiligen Schenkelstücks 31 benachbarten Kante tragen die beiden Schenkelseitenleisten
45a und 45b Zähne 46, die in entsprechende Ausnehmungen 47 in der Seitenkante der
Schenkelstücke 31 greifen. mgekehrt haben die Schenkelstücke 31 einen Zahn 46, der
in eine entsplechendc Ausnehmung 47 der jeweiligen Schenkelseitenleiste 45a bzw.
45b reift. Wie aus Figur 8 erkennbar, sind die Zähne 46 etwas breiter als die Ausnehmungen
47 ausgebildet, so dass beim Umklappen der Schenkelseitenleisten 45a und 45b um
900 die Zähne 46 aufgrund der Herstellung des Polsterdements 30 aus nachgiebigem
Material unter Reibung in die jeweiligen Ausnehmungen 47 eingepresst werden, und
die Schenkelseitenleisten 45a und 45b in
beigeklappter Stellung
halten. Nach aussen und innen hin schliessen sich an die Zähne 46 und Ausnehmungen
47 mit 45° angeschrägte Anlageflächen 38 an.
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Wie aus Figur 8 bis 14 ersichtlich, trägt jede der Schenkelseitenleisten
45a und 45b an der den Schenkelteilen 31 abgewandten Aussenkante eine sich nach
aussen erhöhende Absehrägung 48. Diese Abschrägung 48 bildet bei beigeklappten Schenkelseitenleisten
45a und 45b die ein, sich nach dem Inneren des Pufferelementes 30 hin verjüngende
Seitenfläche der Schwalbenschwanznut 33. Die Innenfläche des Polsterelements wird,
wie Figur 9 bis 11 zeigt, durch die Seitenfläche 37 der Schenkelseitenleisten 45a
und 45b gebildet I An die andere Seite der Schenkelteile 31 sind Flanschseitenleisten
49a und 49b angesetzt, die an ihren sich gegenüberliegenden mit mit 45° abgeschrägt
sind. Der Flanschseitenteil 49a trägt an dieser abgeschrägten Kante während in dem
Flanschseitenteil 49b eine dazu passende Klammerausnehmung 42 angebracht ist. Entlang
der Verbindungskanten zu den Flanschteilen 31 sind wieder beiderseitig Schrägflächen
38, Zähne 46 und zu diesen Zähnen 46 passende Ausnehmungen 47 angeordnet, wie dies
oben in Bezug auf die Schenkelseitenleisten 45a und 45b beschrieben wurde. Schliesslich
trägt jedes der Flanschseitenstücke
eine sich nach aussen abgeschrägt
erhöhende Leiste 48, die in beigeklapptem Zustand der Flanschseitenteile 49a und
49b die zweite Seitenfläche der Schwalbenschwanznut 33 bilden.
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Die Klammerteile 41, 42 und 43, 44 sind dazu vorgesehen, dass das
Polsterelement 30 zu einem Winkelprofileck zusammengesetzt werden kann. wobei es
um den Scheitel 35 der V-formigen Ausnehmung um 90° zusammengeklappt wird. Dabei
werden die Klammeransätze 41 und 43 in die entsprechenden Klammeraufnahmen 42 und
44 eingesetzt.
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Das Polsterelement 30 bildet dann ein stabiles Winkelprofil-Eckelement.
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Das Polsterelement 50 ist in gleicher Weise aufgebaut, wie oben in
Verbindung mit Figur 8 bis 14 für das Polsterelement 30 erläutert, mit dem einzigen
Unterschied, dass zu beiden Seiten der Schenkelteile 31 gleiche Schenkelsitenleisten
45a und 45b vorgesehen sind, also die Flanschseitenteile 49a und 49b durch Schenkelseitenleisten
45a und 45b ersetzt sind.
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Figur 15 zeigt eine Abwandlungsmöglichkeit für das zur Bildung der
Winkelprofil-Ecken vorgesehene Polsterelement. Hiernach hat dieses abgewandelte
Polsterelement 30' sowohl in seinen Schenkeln 31' als auch in seinen Flanschteilen
32' Nuten 33', die im dargestellten Beispiel ebenfalls trapezoiden, d.h. schwalbenschwanzförmigen
Querschnitt aufweisen. Hierdurch wird ermöglicht, dass
auch an
den Stirnseiten der zu verpackenden Stücke Profilleisten 70 vorgesehen werden können,
die dann in die Flanschteile 32' eingesteckt werden. Dadurch erhält die Umfangskante
eines zu verpackenden Stückes einen noch verbesserten Schutz und die Winkelprofilecken
erhalten insbesondere im Bereich ihrer Flansche 32' verbesserten Halt.
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Wie Figur 15 zeigt, lässt sich auch ein solches abgewandeltes Polsterelement
30' dazu ausbilden, im wesentlichen plattenförmig hergestellt und zum Gebrauch zusammengeklappt
zu werden. Dies wird in Figur 15 an den Berührungslinien 38' und 38" deutlich.
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Vergleicht man Figur 15 mit Figur 8, so ist erkennbar, dass gleiche
Schenkelseitenleisten 45a und 45b wie im Beispiel der Figur 8 vorgesehen sein können.
Die Schenkelteile 31' sind allerdings an der Seite, an die die Flanschteile 49'a
und 49'b angesetzt sind, mit einer die zweite Seitenfläche der Nut 33' bildenden
Leiste 48' ausgebildet. Die Schenkelteile 49'a und 49'b sind in diesem Beispiel
selbst jeweils zweiteilig aufgebaut, mit einer schwenkbar gelagerten Seitenleiste
49"a und 49"b, die ähnlich wie die Schenkelseitenleisten 45a und 45b aufgebaut sind.
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An der an die Schenkelteile 31' angelenkten Kante sind die Flanschteile
49'a und 49'b mit einer Leiste 48" ausgebildet, die mit Schrägflächen und ggf,l
Verzahnungen an die Aussenfläche der Leiste 48' der Schenkelteile 31' passt, und
an der anderen
Seite die eine Seitenfläche derin den Flanschteilen
49'a und 49'b gebildeten Längsnut 33' bildet. Im übrigen ist der Aufbau derselbe
wie im Beispiel der Figur 8, wobei die Verklammerungselemente in der Darstellung
der Figur 15 aus Gründen der Übersichtlichkeit weggelassen sind.
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-Patentansprüche-
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