DE2709554A1 - Verfahren und anlage zum gravieren von druckformen mit laserstrahlen - Google Patents
Verfahren und anlage zum gravieren von druckformen mit laserstrahlenInfo
- Publication number
- DE2709554A1 DE2709554A1 DE19772709554 DE2709554A DE2709554A1 DE 2709554 A1 DE2709554 A1 DE 2709554A1 DE 19772709554 DE19772709554 DE 19772709554 DE 2709554 A DE2709554 A DE 2709554A DE 2709554 A1 DE2709554 A1 DE 2709554A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- focusing head
- laser
- printing
- plant according
- deflection system
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Granted
Links
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B41—PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
- B41C—PROCESSES FOR THE MANUFACTURE OR REPRODUCTION OF PRINTING SURFACES
- B41C1/00—Forme preparation
- B41C1/02—Engraving; Heads therefor
- B41C1/04—Engraving; Heads therefor using heads controlled by an electric information signal
- B41C1/05—Heat-generating engraving heads, e.g. laser beam, electron beam
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Physics & Mathematics (AREA)
- Optics & Photonics (AREA)
- Plasma & Fusion (AREA)
- Manufacturing & Machinery (AREA)
- Manufacture Or Reproduction Of Printing Formes (AREA)
Description
BESCHREIBUNG
Die konventionellen Herstellungsverfahren von Druckformen beruhen auf
dem Prinzip des selektiven Aetzens. Die zu gravierende Form wird mit einer lichtempfindlichen Schicht überzogen, die auf photochemischem
Wege, dem zu druckenden Bild entsprechend, so verändert wird, dass die nachfolgende Aetzung eine dem zu druckenden Bild entsprechende Struktur
in die Form aetzt. Im allgemeinen werden für das, als Tiefdruck bekanntes
Verfahren/ in einem Raster einzelne Näpfchen graviert, welche
eine, dem zu druckenden Bild entsprechende Tiefe besitzen. In diese Näpfchen wird die zum Drucken nötige Druckfarbe eingebracht. Die einzelnen
Näpfchen sind untereinander nicht verbunden und haben typisch
709837^0811
»ckig und ihr
ca. 150 μη Abstand. Ihre Oberfläche ist rund oder viereckig
Durchmesser wenig kleiner als ihr Abstand. Die Näpfchentiefe beträgt weniger als 100 μτα und das Volumen, entsprechend der gewünschten, lokalen
Färbintensität, ist kleiner oder ungefähr gleich 0,5.10 mm
Dieses Aetzverfahren besteht somit aus sehr vielen Schritten, und die
Anlagen zu dessen Durchführung bestehen aus vielen verschiedenen Naschinen, welche jeweils einen oder mehrere dieser Schritte ausführen.
In neuerer Zeit wurde daraufhin vorgeschlagen, die einzelnen Näpfchen
mit Hilfe eines Diamantstichels unter Abheben eines Spanes zu bilden. Derart arbeitende Anlagen wurden gebaut und w.erden heute vielfach verwendet.
Die dem zu druckenden Bild entsprechende Vorlage wird auf einer Walze angebracht, die mit einer Vorrichtung versehen ist, um, dem gewünschten
Raster entsprechend, punktweise diese Vorlage abzutasten und die Farbdichte zu messen. Diese Abtast- und Messvorrichtung befindet
sich in einem Lesekopf, welcher parallel zur Zylinderachse verschiebbar
angeordnet ist. Der Zylinder mit der Vorlage wird dabei mit einer konstanten Geschwindigkeit gedreht. Dadurch wird es möglich, die ganze,
oder, falls gewünscht, nur einen Teil der Zylinderoberfläche abzutasten
und zwar auf einem zylinderschraubenförmigen Weg. Synchron zur Vorlagezylinderrotation,
das heisst mit gleicher Winkelgeschwindigkeit und gleicher Phasenlage, wird der zu gravierende Druckzylinder gedreht.
Der Gravierkopf wird gleichfalls parallel zur Zylinderachse verschoben, so dass der im Gravierkopf angebrachte Diamantstichel simultan zum Abtasten
und Messen die einzelnen Näpfchen mit der der gemessenen Farbdichte entsprechenden Tiefe bilden kann. Die höchstmöglichen Geschwindigkeiten,
die mit einer solchen Anlage erreichbar sind, sind gegeben durch die Frequenz mit der der Stichel bewegt werden kann sowie durch
709B37/081 1
die Feinheit des Rasters. Als obere Grenze wird heute eine Stichelfrequenz
von 4 kHz betrachtet. Dies ergibt bei einem 70er Raster, d.h. bei 70 Näpfchen pro cm in Achsrichtung und in Umfangsrichtung/ ungefähr
0,3 π)2 Druckformoberfläche, die pro Stunde graviert werden kann.
Anlagen, die solcherart Druckformen gravieren, werden beispielsweise von der Firma Dr. Hell in Kiel (BRD) hergestellt und vertrieben.
Es wurde auch schon vorgeschlagen, das Materialabtragen durch Strahlung
vorzunehmen. Insbesondere ist es bekannt sowohl mit Elektronenstrahlen
als auch mit Lichtstrahlen (meistens in Form von kohärentem Licht, wie es von einem Laser erzeugt wird) punktweise Material abzutragen und
so die Näpfchen zu formen. Die Anlagen sind ähnlich aufgebaut wie diejenigen, welche spanabhebend mit einem Diamantstichel die Druckzylinder
bearbeiten, nämlich so, dass die Bildvorlage auf einem Lesezylinder aufgebracht ist, welcher mit konstanter Geschwindigkeit rotiert und synchron
dazu wird der zu gravierende Druckzylinder gedreht, wobei der Lesekopf
und der Bearbeitungskopf gleichzeitig parallel zur jeweiligen Zylinderachse verschoben werden. Anstelle des Diamantstichels und dessen
Antrieb wird nun der den Strahl erzeugende Sender angebracht und der Strahl wird auf die Druckzylinderoberfläche fokussiert. Bei Verwendung
von Elektronenstrahlen ist es zudem nötig, den Druckzylinder mit samt dem Bearbeitungskopf in ein Vakuum zu bringen.
Bei Verwendung von Lichtstrahlen wurde vorgeschlagen (US Patent 3 347 311)
einen Festkörperlaser zu verwenden, der mit einer Blitzlampe gepumpt wird. Um eine genügend grosse Graviergeschwindigkeit zu erreichen, soll
diese Blitzlampe mit einer Frequenz von 30 kHz gezündet werden. Dies
7098 3 7/0811
soll dann der Frequenz, mit der die einzelnen Näpfchen gebildet werden,
entsprechen. Weiter wurde erwähnt, dass die Wirkungsdauer jedes Laserimpulses kurz sein muss gegen die Periode, welche zwei sich folgende
Laserimpulse trennt. Da sich der Druckzylinder mit konstanter Geschwindigkeit dreht und da der Lichtstrahl nicht abgelenkt wird, soll
zur Vermeidung von in Umfangs-, d.h. Drehrichtung verschmierten oder verzogenen
Näpfchen die Wirkungsdauer von der Grössenordnung von 10 % der Periode sein. Dies führt auf eine Wirkungsdauer von höchstens 3 Microsekunden. Die Variation der Näpfchentiefe geschieht dabei entweder durch
eine Modulation der Impulslänge, wobei die 3 Microsekunden dem längsten
Impuls entsprechen, oder durch Modulation der Impulshöhe, das heisst der Lichtintensität. Die Impulslangenmodulation soll erreicht werden
durch eine Modulation der Länge des elektrischen Impulses, welcher der Blitzlampe zugeführt wird. Die Lichtintensitätsmodulation andererseits
geschieht mittels einem, den mit konstanter Intensität erzeugten Lichtimpuls
mehr oder weniger stark absorbierenden oder durchlassenden Element wie z.B. einer Kerr-Zelle.
Es wurde aber auch vorgeschlagen, jedes einzelne Näpfchen so zu bilden,
dass der Energiestrahl, der auf einen viel kleineren Durchmesser als den des Näpfchens fokussiert wird, dieses spiralförmig vom Zentrum
ausgehend abträgt, wobei durch Variation der Abtragsdauer, oder der Ablenkungsgeschwindigkeit, oder der Steigung der Spirale dessen
Grosse beeinflusst wird (siehe DOS 2 241 850). Auch hier wird der Lesezylinder
und der zu gravierende Druckzylinder synchron und mit konstanter Geschwindigkeit gedreht.
709837/0811
Ein weiteres Verfahren zum Gravieren mit Laserstrahlen ist durch die
DOS 2 241 849 bekannt. Hier wird vorgeschlagen, einen Laserstrahl zu verwenden, dessen Durchmesser auf der Druckform gemessen viel grosser
ist als der eines Näpfchens. Auf die Druckform aufgebracht oder dieser vorgelagert ist eine Maske, welche das auftreffende, zeitlich unmodulierte
Laserlicht dem zu gravierenden Bild entsprechend reflektiert. Der auf der Druckform auftreffende, d.h. der nicht reflektierte Anteil
des Lichts soll dann die Näpfchen mit ihrer entsprechenden Tiefe bilden.
Alle diese Ausführungsformen und Verfahren sind mit wichtigen Nachteilen
behaftet. Das konventionelle Aetzverfahren besteht aus sehr vielen zeitintensiven
Arbeitsabläufen, welche grosse Ansprüche an das Personal und an die verwendeten Anlagen und Stoffe stellt. Zudem bilden die verwendeten
Stoffe eine latente Gefahr für die Umwelt. Die Zeit, die nötig ist, um von einer Bildvorlage eine gravierte Druckform zu erzeugen, beträgt
üblicherweise mehrere Stunden. Diese Zeit konnte durch das beschriebene spanabhebende Verfahren stark verkürzt werden, aber auch hier
ist noch pro Diamantstichel eine Stunde nötig um 0,3 m zu gravieren.
Zudem benötigt eine solche Anlage ein aufwendiges Einrichten, besonders
der Diamantstichel, um die gewünschte Näpfchentiefe erzeugen zu können. Auch ein Einsetzen, das heisst gravieren eines Teils eines sonst schon
gravierten Druckzylinders, bereitet Schwierigkeiten, um eine über den ganzen Zylinder gleiche Arbeitsweise des Diamantstichels zu erhalten.
Dieselben Probleme stellen sich, wenn mehrere Lese- und Gravierköpfe gleichzeitig einen Zylinder bearbeiten, auch wenn dadurch die Bearbeitungsgeschwindigkeit
vervielfacht wird.
709837/0811
Die Benutzung von Elektronenstrahlen hat sich aus wirtschaftlichen
Gründen, wegen der sehr hohen Anlagekosten einerseits zur Erzeugung des Strahls, andererseits zur Erzeugung und Aufrechterhaltung des
Vakuums, nicht durchgesetzt.
Die im US Patent 3 374 311 beschriebene Anlage ist so nicht realisierbar.
Auch heute noch sind keine Blitzlampen erhältlich, die in einer wesentlich kürzeren Zeit als ca. 30 Microsekunden gezündet und gelöscht werden
können. Auch eine Wiederholung der Zündungen mit einer Frequenz von der Grossenordnung 30 kHz ist heute nicht möglich. Weiter ist es kaum möglich,
die zur Gravur nötigen Laserleistungen zu erreichen, wenn eine Anlage,
wie sie im angegebenen US-Patent beschrieben ist, verwendet wird. Eine ausführliche Diskussion der Druckzylindergravur mittels Laserstrahlen
findet sich in der Firmenpublikation Klischograph 2/69 der Firma Dr. R. Hell aus dem Jahre 1969 im Artikel "Können Laserstrahlen die
Druckformenherstellung beschleunigen ?" Seiten 8-12.
Die in der DOS 2 241 850 vorgeschlagene Anlage bringt auch keine Vorteile
bezüglich Geschwindigkeit. Falls man als untere Grenze für die Drehgeschwindigkeit des Druckzylinders die mit dem spanabhebenden Verfahren
mögliche einsetzt, erhält man eine Gravierfrequenz von 4 kHz. Dies ergibt eine Periode von 250 usek. zwischen zwei Näpfchen. Wie im
US Patent angegeben, kann aber nur etwa 10 % dieser Zeit verwendet werden, da sonst das Näpfchen durch die Drehung verzogen wird. Soll
nun eine Spirale mit bis zu 10 Umgängen gebildet werden, heisst das, dass ein Ablenksystem mit einer Ablenkfrequenz von 400 kHz verwendet
werden muss, wobei diese Schwingungen bezüglich Phasenlage und Amplitude
709337/08-1
-H-
genau kontrollierbar sein müssten und die Amplitude innerhalb einigen
psek. von Null bis auf den Näpfchendurchmesser ansteigen muss. Dazu
kommt, dass der Laserstrahl sehr fein fokussiert sein muss, eine hohe Intensität hat und diese möglichst nicht abgeschwächt werden darf durch
das Ablenksystem. Auch muss dieses im Stande sein, so hohe Intensitäten, ohne Schaden zu nehmen, abzulenken. Solche Ablenksysteme sind bis heute
nicht erhältlich.
Auch das Verfahren gemäss DOS 2 241 849 bringt keine Lösung. Es kann
nicht ins Auge gefasst werden bei Druckformen mit reflektierender, z.B.
metallischer Oberfläche. Dann bedingt es einen Laserstrahl, dessen Intensität zeitlich und örtlich über den ganzen Querschnitt konstant ist.
Dies ist nicht realisierbar. Wohl gibt es Laserstrahlen,die zeitlich
gemittelt ein ungefähr konstantes Intensitätsprofil über den Querschnitt
besitzen, aber dieses Profil ist gekennzeichnet durch Intensitätsmaxima und -minima, die sehr stark verschieden sind. Weiter muss auch hier
die von Laser in Licht umgesetzte Leistung derjenigen entsprechen, die nötig wäre, um an jedem Rasterpunkt ein grösstmögIiehes Näpfchen zu erzeugen.
Die nicht verwendete Leistung, die hier reflektiert wird, ist somit als Verlustleistung zu bezeichnen. Dies gilt für alle beschriebenen
Verfahren.
Eine Ueberschlagsrechnung ergibt folgende Werte: Das abzutragende Näpfchenvolumen
ist kleiner oder gleich 0,5.10 mm . Falls die Druckform
eine Kupferoberfläche besitzt, ist die zum Verdampfen dieses Volumens
theoretisch nötige Energie gleich 27 mJ. Nach den neusten Erkenntnissen
(siehe Patentanmeldung Nr. 12 766/75) ist es heute möglich, mit Laserlichtimpulsen
Kupfer abzutragen mit einer Impulsenenergie, die ungefähr
709837/0811
270955A
diesem theoretischen Wert entspricht. Wenn wir uns eine Graviergeschwindigkeit
von ungefähr 1 irr Druckformoberfläche pro Stunde vor-
2 schreiben, bei einem Raster von 40 bis 50 Millionen Näpfchen pro m ,
so ergibt das eine Leistung von ungefähr 400 W. Nun können aber, wie oben angedeutet, n.ur ungefähr 10 % der zur Verfugung stehenden Zeit
zur Bearbeitung ausgenützt werden. Dies bedingt entweder einen Laser, der Einzelimpulse erzeugt mit einer Frequenz von 14 kHz und einer
Impulsleistung von 4 kW, oder aber einen Dauerstrichlaser mit einer
Ausgangsleistung von 4 kW. In beiden Fällen stellt sich weiter das
Problem der Modulation. Es darf nicht aus den Augen verloren werden, dass nicht an jedem Rasterplatz ein maximal tiefes Näpfchen erzeugt
werden muss, sondern oft nur etwa 10 % davon. Beim Impulslaser sind
dann 90 % der erzeugten Energie zu vernichten und beim Dauerstrichlaser
sind es sogar 99 % dieser Energie.
Die Entwicklung auf dem Gebiet des Lasers hat es erst in jüngster Zeit
ermöglicht, mit Laserstrahlen Material abzutragen ohne störende Nebenwirkungen wie schlecht kontrollierte Lochkanten und Lochoberflächen.
Die Erzeugung einer grossen Anzahl Näpfchen, mit einer Präzision in der Grössenordnung von 1 % bezüglich Näpfchenvolumen und mit kontrollierbaren
Volumenabstufungen, in polierte Metalloberflächen war bis vor kurzem
nicht möglich. Systematische Untersuchungen der physikalischen Vorgänge, besonders während dem Aufheizen, Verflüssigen und Verdampfen von
Metallen unter Einwirkung von Laserstrahlen, führten zu Lasern und Verfahren, welche die erwähnten Nebenwirkungen stark verminderten. Wichtigstes
Element hierzu ist eine stabile Laserstrahlung im transversalen Grundmode mit kontrollierbarem, zeitlichem Verhalten. Die Strahlung kann
709837/0811
--16-
somit dem BearbeitungsVorgang und dem zu bearbeitenden Material angepasst
werden. Beispiele solcher Lasersysteme und Bearbeitungsverfahren finden sich z.B. in den CH-Patenten Nos 547 690, 547 159, 570 846,
545 544 und 564 262.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es nun, eine Anlage zu finden,
die Druckformen, speziell Tiefdruckzylinder, zu gravieren erlaubt unter Verwendung von Laserlicht, wobei die als Laserlicht zur Verfügung
stehende Energie viel besser ausgenützt wird und dadurch die pro Zeiteinheit gravierte Druckformoberfläche um ein Vielfaches höher wird als
mit den heute bekannten Verfahren.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss gelöst, mit einer Anlage, die dadurch
gekennzeichnet ist, dass sie aus einer Lichtquelle, einem Strahlablenksystem, einem Fokussierkopf und einer Kontrolleinheit besteht, wobei
der Fokussierkopf einer ersten Richtung der Druckform entlang verschiebbar angebracht ist und sich in zweiter Richtung der Druckform erstreckt,
wobei die Kontrolleinheit Speicherelemente, welche das zu gra-
709837/0811
vierende Muster in aufbereiteter Form zu speichern vermögen, sowie
Steuerelemente, die den gespeicherten Daten entsprechend Steuerbefehle an die Laserlichtquelle, an das Strahlablenksystem und an den Fokussierkopf
übermittelt, beinhaltet, wobei der Fokussierkopf den Steuerbefehlen entsprechend in der ersten Richtung verschoben wird, wobei
das Strahlablenksystem den vor der Laserlichtquelle erzeugten Laserstrahl
auf, den Steuerbefehlen entsprechenden ausgewählten Stellen des Fokussierkopfes ablenkt und der Fokussierkopf den Laserstrahl auf;
seiner momentanen Position und seinen genannten ausgewählten Stellen entsprechende Orte auf der Druckform fokussiert.
Die Erfindung besteht auch aus einem Gravierverfahren von Druckformen
mit Laserstrahlen, das dadurch gekennzeichnet ist, dass ein Laserstrahl aus Impulsen mit konstanter Frequenz erzeugt wird und einem Strahlablenksystem
zugeführt wird, und dass vermittels des Strahlablenksystems der
Laserstrahl über die Druckformoberfläche geführt wird und solange auf
jeden Rasterpunkt auf der Druckformoberfläche gelenkt wird, bis eine,
dem zu gravierenden Muster, resp. dem zu bildenden Näpfchenvolumens entsprechende Anzahl Impulse auf diesen Rasterpunkt eingewirkt hat.
Ausführungsbeispiele der Erfindungsgegenstände werden anhand der Figuren
erläutert. Es zeigen:
Fig. 1. schematisch eine Ausführungsform der Anlage,
Fig. 2. eine Aus füll rungs form eines Teils der Anlage gemäss Fig. 1,
Fig. 3. eine andere Ausführungsform des Teils der Fig. 2,
709837/0811
Fig. 4. eine andere Ausführungsform der Anlage,
Fig. 5. eine weitere Ausführungsform des Teils der Fig. 2,
Fig. 6. den Bearbeitungsvorgang zur Erzeugung eine Näpfchens,
Fig. 7. eine Variante der Anlage gemäss Fig. 4.
Fig. 1 zeigt schematisch die Elemente und den Aufbau einer Anlage,
die die erwähnte Aufgabe erfüllt. Die zu bearbeitende Druckform, in diesem Falle ein Druckzylinder 1, ist unbeweglich eingespannt. Um ihn
herum befindet sich ein Fokussierkopf 2, der in Zylinderachsenrichtung gleitend gelagert ist, z.B. auf Gleitschienen 3. Die achsiale
Position sowie das Fortschreiten von einer zur andern Position wird durch die Kontrolleinheit 4 über eine Signalleitung 5 gesteuert, welche
die Kontrolleinheit 4 mit dem Fokussierkopf 2, insbesondere mit dessen Antrieb und dessen Positionskontrolleinrichtung, verbindet. Die
Laserlichtquelle 6 erzeugt einen gepulsten Laserstrahl, dessen Weg mit den Referenznummern 7 bis 10 bezeichnet ist. Dieser Strahl durchläuft
zuerst ein Verschlusselement 11 und wird dann durch ein Spiegelsystem 12 auf das Ablenkelement 13 gerichtet. Hier wird die Strahlrichtung in
Abhängigkeit des von der Kontrolleinheit 4 über die Signalleitung 14 dem Ablenkelement übermittelten Befehls abgelenkt. Die möglichen Strahlrichtungen
befinden sich in erster Näherung auf dem Kegel, dessen Spitze ungefähr im Ablenkelement 13 liegt. Sein Oeffnungswinkel ist sehr klein.
709837/0811
Auf dem selben Kegel befindet sich der Fokussierkopf 2, das heisst,
dass das Ablenkelement in der Druckzylinderachse angebracht ist. Durch diesen Fokussierkopf wird der Strahl auf die Zylinderoberfläche
umgelenkt und konzentriert, wobei die Ablenkung durch das Ablenkelement 13 auf einen Kegel, einer Spur auf dem Umfang des Zylinders
entspricht. Bei Aenderung des Oeffnungswinkels des Kegels, d.h. des
Ablenkwinkels zur Zylinderachse, wird eine andere Spur auf der Zylinderoberfläche angesteuert. Um den Abstand zwischen Fokussierkopf 2 und
Ablenkelement 13 nicht unverhältnismässig gross machen zu müssen, wie es wegen des kleinen Oeffnungswinkels eigentlich nötig wäre, wird in
den Strahlengang ein Strahlerweiterungselement 15 eingebaut.
Das Arbeiten der Anlage geht folgendermassen vor sich. Die Laserlichtquelle erzeugt eine Impulsfolge, wobei die Intensität und Dauer jedes
Impulses sowie die Folgefrequenz konstant sind. Typische Werte sind:
d.h. Periode 3 1/3 lisec.
Dies ergibt eine mittlere Ausgangsleistung von 300 W. Zur Bildung eines
maximaltiefen Näpfchens werden ungefähr 30 Einzelimpulse benötigt. Die Anzahl der, auf denselben Rasterpunkt der Druckformoberfläche wirkenden
Einzelimpulse ergibt eine proportionale Näpfchentiefe oder ein proportionales abgetragenes Näpfchenvolumen. Der wesentliche Vorteil der neuen
Anlage besteht nun darin, dass der Strahl, sobald die,dem gewünschten
709837/0811
Abtragvolumeη entsprechende Anzahl Einzelimpulse auf einen Punkt eingewirkt hat, auf den nächsten Rasterpunkt abgelenkt wird.
Die Bearbeitung eines Napfchens mit z.B. 10 Einzelpulsen ist in Fig.
dargestellt. Die auf die Oberfläche 71 einfallende Laserstrahlung besitzt eine radiale Intensitätsverteilung I (r) entsprechend einer
Gaussförmigen Verteilung 73 und besteht aus einem regulären Pulszug
Der Durchmesser 0 des Näpfchens ist durch den Strahldurchmesser auf der Oberfläche 71 und durch das zu bearbeitende Material gegeben.
Der erste Impuls, welcher eine Energie E besetze, verdampft ein Volumenelement 75 der Dicke A entsprechend der Beziehung
E = "102TIALv ,
wobei L diejenige Energie bedeutet, welche benötigt wird, um 1 mm
des Materials zu verdampfen. Für Kupfer beträgt Ly = 54 Ws/mm . Jeder
folgende Impuls verdampft ein weiteres Volumenelement des Materials, so dass der zeitlich aufgelöste Bohrvorgang 76 entsteht. Die Intensität
der Impulse muss einerseits hoch genug sein, um im Material einen Absorptionszustand zu erzeugen, d.h. um z.B. die starke Reflexion von
Kupfer zu überwinden. Die Intensität darf aber nicht zu hoch sein, um
störende Nebenwirkungen wie z.B. Gasdurchbruch in der Dampfwolke zu ver-
8 2 meiden. Typischer Wert für Metalle ist z.B. 10 W/cm . Die Dauer J"
jedes Impulses wird kleiner gewählt als die Zeitkonstante der Wärmeleitung t des Materials
r < S^Ls °·05 · τ ·
wobei K die Temperaturleitfähigkeit bedeutet; für Kupfer ist K = 1.05 cm 2/S.
Der von einem Impuls erzeugte Absorptionszustand (erwärmte Material-
709837/0811
schicht) besteht während einer Dauer ta, welche hauptsächlich durch
die Wärmeleitung des Materials bestimmt wird:
ta % 10 tVh .
Der nächste Impuls muss somit innerhalb der Zeit ta auftreffen, um
absorbiert zu werden ohne von neuem einen Absorptions zustand erzeugen
zu müssen.
Der Abstand zweier Impulse ts muss andererseits grosser sein als die,
für das verdampfte Material benötigte Zeit, tjj zum Entweichen aus dem
sich bildenden Loch:
tD < ts < ta .
tfy ist typischerweise 0.3/us. Die Korrelation zwischen der Tiefe des
sich bildenden Loches Z und der Zeit t in 76 erlaubt somit die Bestimmung der Lochtiefe durch die Anzahl einwirkender Impulse.
Die Aenderung der Ablenkrichtung durch das Ablenkelement wird innerhalb
der zwischen zwei oder einigen wenigen Einzelimpulsen zur Verfugung ste-
henden Zeit vorgenommen. Dadurch sind fast alle erzeugten Impulse zur
Bearbeitung verwendbar. Im allgemeinen ist durchschnittlich nur ca.
10 % des Volumens abzutragen, das dem Produkt aus maximalgrossem Näpfchenvolumen χ Anzahl Rasterpunkte pro Fläche entspricht. Deshalb
ist es möglich, mit der neuen Anlage im Mittel 30 Näpfchen pro Se-
2 künde zu formen. Bei 40 bis 50 Millionen Näpfchen pro m , ergibt das
folglich eine Gravierzeit von 0,1 bis 0,14 Stunden pro m oder eine
2
Graviergeschwindigkeit von 7,2 bis 9 m Druckformoberfläche pro Stunde, mit einer Laserausgangsleistung von 300 W.
Graviergeschwindigkeit von 7,2 bis 9 m Druckformoberfläche pro Stunde, mit einer Laserausgangsleistung von 300 W.
709837/081
In einer bestimmten Position des Fokussierkopfs 2 kann also durch praktisch
masse loses Ablenken des Strahls 9 mit dem Ablenkelement 13 der Strahl 10 in eine beliebige Winkellage (Azimut), bezogen auf eine zur
Druckzylinderachse senkrecht stehende Ebene, gebracht werden. Dann wird er durch den Fokussierkopf in eine radiale Richtung abgelenkt und auf
die Druckformoberfläche fokussiert. Somit ist es möglich, mit der oben
angeführten Frequenz auf sämtlichen zu bearbeitenden Rasterpunkten auf einer kreisförmigen Rasterlinie die entsprechenden Näpfchen zu erzeugen.
Die Näpfchen, die auf einer anderen (vorzugsweise der nächsten) kreisförmigen Raster linie zu bilden sind, werden e.rzeugt, nachdem der Fokussierkopf
parallel zur Zylinderachse um eine, dem Abstand zweier oder mehrerer Rasterlinien entsprechenden Distanz verschoben wurde. Diese Verschiebebef?hle,
ebenso wie die Ablenkbefehle an das Ablenkelement 13 werden durch die Kontrolleinheit 4 abgegeben. Sie entsprechen dem zu druckenden
709837/0811
Bild und sind in aufbereiteter Form in der Kontrolleinheit vermittels
an sich bekannter Elemente gespeichert. Es sind Vorrichtungen bekannt, die es gestatten, Druckbildvorlagen auf elektronische Weise abzutasten
und die gelesene Information in Form elektrischer Signale zur Verfugung
zu stellen. Durch den Aufbau dieser Vorrichtungen, welche den eingangs erwähnten Anlagen entsprechen, d.h. bei denen die Druckvorlage auf
einem Zylinder aufgebracht ist, der mit konstanter Drehzahl rotiert, wobei auf einem schraubenförmigen Weg abgetastet wird, liegt die Information Ober die Grosse eines Näpfchens in Form eines entsprechenden,
elektrischen Signals vor und die Information über den Ort desselben
Näpfchens im Zeitpunkt, an dem das genannte Signal erzeugt,resp. übermittelt oder gespeichert wird. Das Aufbereiten dieser Information zur
Verwendung mit der beschriebenen Anlage besteht nun darin, dass zur Information Ober die Grosse, die Information über den Ort des Näpfchens
dieser beigeordnet wird und zwar in Form einer doppelten Adresse. Die erste Adresse entspricht einer Koordinatenangabe längs des Druckzylinders und die zweite Adresse der Winkellage (Azimut) zur Ansteuerung des
Ablenkelementes. Rasterpunkte, bei denen kein Näpfchen gebildet werden soll, werden somit unterdrückt. Die Arbeitsbefehle an die Anlage erfolgen so, dass zuerst die beiden Adressen an den Fokussierkopf und das
Ablenkelement gegeben werden. Bis diese sich in den entsprechenden Stellungen befinden, werden die vom Laser ausgehenden Lichtimpulse vernichtet, z. B. durch ein Auslenken durch das Verschlusselement 11 in ein
Licht absorbierendes Element. Dann werden die der Näpfchengrösse entsprechende Anzahl Lichtimpulse auf den eingestellten Rasterpunkt durchgelassen und so das Näpfchen geformt. Darauf erfolgt derselbe Zyklus für
den nächsten zu bearbeitenden Rasterpunkt.
709837/0811
Die Verschiebung des Fokussierkopfes erfolgt also schrittweise in
Abhängigkeit der ersten Adressangabe. Dazu kann ein handelsüblicher elektrischer oder hydraulischer Schrittmotor verwendet werden. Unter
Annahme einer konstanten Beschleunigung und Verzögerung, einem Schritt von 1/7 mm und einer Verschiebungsdauer von 3 psec., erhält
man Werte für die Beschleunigung und Verzögerung von der 6-fachen Erdbeschleunigung. Dies liegt durchaus im Rahmen üblicher Werte.
Die Anlage kann aber auch so betrieben werden, dass mehrere Rasterlinien
in Umfangsrichtung mit ein und derselben Position des Fokussierkopfes bearbeitet werden. Der Sprung von einer zur andern Linie erfolgt
dann durch Aendern des Oeffnungswinkels des Ablenkkegels, d.h. durch eine Ablenkung um einen grösseren Winkel mittels des Ablenkungselementes
13. Eine solche Winkeländerung ist allerdings nur in einem relativ schmalen Bereich, typisch 100 Linien, möglich, der begrenzt wird durch die
optischen Eigenschaften des Fokussierkopfes. Deshalb wird der Fokussierkopf,
sobald dieser Bereich durchfahren ist, wiederum schrittweise dem Druckzylinder entlang verschoben, diesmal aber um einen Weg, der einer
ganzen Anzahl Rasterlinien-Abstände entspricht. Eine solche Arbeitsweise bedingt eine zusätzliche Steuerfunktion der Kontrolleinheit 4.
Die einem bestimmten Näpfchen (d.h. der Information über seine Grosse)
zugeordnete erste Adresse, welche seiner Koordinate längs des Druckzylinders entspricht, muss nun zuerst mit der Position des Fokussierkopfes
verglichen werden. Fällt sie in den mit dem Ablenkelement erreichbaren Bereich, so wird der Fokussierkopf nicht verstellt. Andernfalls
wird dieser zuerst um den oben erwähnten Betrag weitergeschoben. Dann wird von der Näpfchen-Koordinate die Koordinate des Fokussierkopfes
substrahiert und die so erhaltene relative Koordinate in einen
709837/081 1
Oeffnungswinkel umgerechnet und dem Ablenkelement als Steuerbefehl
zugeführt.
Es ist auch möglich, den Fokussierkopf mit kontinuierlich variabler
Geschwindigkeit zu verschieben. Die gespeicherten Befehlsdaten müssen dann vorerst so aufgearbeitet werden, dass zuerst bestimmt wird, wie
lange der Fokussierkopf 2 im Bereiche einer jeden Rasterlinie verbleiben muss. Dazu ist es nötig,'die Anzahl der Impulse zur Bildung aller
sich auf dieser Linie befindlichen Näpfchen zu ermitteln. Das ergibt die Bearbeitungszeit. Dazu gezählt wird nun die Schaltzeit, die nötig
ist um das Ablenkelement 13 über alle diese Näpfchenpositionen zu schalten. Diese Gesamtzeit für eine Rasterlinie erlaubt es nun, die
maximale Geschwindigkeit des Fokussierkopfes im Bereich dieser Linie
zu berechnen. Die Berechnung für alle aufeinanderfolgenden Rasterlinien gestattet schliesslich, das Fahrprogramm für den Fokussierkopf 2 zu
erstellen. Dadurch wird es möglich, ohne die prinzipiellen Vorteile der neuen Druckzylinderbearbeitung aufzugeben, kleinere und schwächere Antriebsmotoren
für den Fokussierkopf zu verwenden und kleinere Kräfte ' auf diesen einwirken zu lassen.
Es ist natürlich auch möglich, die neue Anlage mit dem herkömmlichen
Verfahren zu betreiben. Dann kann auf Datenspeicher verzichtet werden. Das Ablenkelement lenkt dann den Strahl kreisförmig in Synchronismus
mit der Rotation des Vorlage- und Ablesezylinders ab und der Fokussierkopf wird mit konstanter Geschwindigkeit verschoben. Ablesen und Gravieren
erfolgen somit völlig synchron. Eine weitere Variante besteht
709837/081 1
darin, dass der Abtastvorgang schneller und gegenüber der Gravur im
voraus arbeitet, so dass nicht zu bearbeitende Flächen von der Gravieranlage übersprungen werden können. In diesem Fall wird ein kleinerer
Datenspeicher notwendig. Diese Verfahren nützen nicht alle Vorteile der neuen Anlage und werden wohl nur dann eingesetzt, wenn
die Bearbeitungsdauer nicht von entscheidender Bedeutung ist, und wenn die Investition in Datenspeicher nicht möglich ist.
Die neue Anlage bietet noch weitere Vorteile. Anhand des aufbereiteten
Programms kann die Bearbeitungszeit, die zur-Gravur einer Druckform
nötig ist, zum voraus angegeben werden. Weiter ist sofort die Angabe des total abzutragenden Näpfchenvolumens erhältlich, welche ein direktes
Mass ist für die zum Drucken nötige Druckfarbmenge. Durch die zeitliche
und örtliche Trennung vom Ablesen der Druckvorlage und Gravur der Druckform ist es möglich, entweder im Satellitenbetrieb gleichzeitig an verschiedenen
Orten gleiche Druckformen zu gravieren oder aber das Befehls-
709837/081 1
- 27 - 270955A
programm an verschiedene Orte zu übermitteln, dort zu speichern und
auf Abruf zur Gravur zu verwenden.
Der Aufbau der die Anlage bildenden Teile ist zumeist bekannt. Als
Kontrolleinheit 4 kann ein handelsüblicher Prozessrechner mit angepasster Speicherkapazität verwendet werden. Als Laserlichtquelle kann
z.B. eine Anlage, wie sie im CH-Patent 532 993 beschrieben ist, eingesetzt
werden. Dort wird gezeigt, wie mit einem Laser eine Impulsfolge mit einer Periode von 3,5 jisec. erzeugt werden kann. Ausgangsleistungen von einigen Hundert Watt sind heute mit verschiedenen
Lasertypen erreichbar. Wenn auch das Ablenkelement 13 möglichst innerhalb einer Laserimpulsperiode geschaltet werden sollte, um in einer
Stellung des Fokussierkopfes alle Impulse ausnützen zu können, so ergibt
es doch keine fundamentale Aenderung oder Verzögerung, wenn die Schaltzeit grosser als z.B. 2 jisec. ist. Ablenkelemente mit Zugriffsund
Schaltzeiten (random access times) von weniger als 1 usec. wurden
schon beschrieben (IEEE J. Quantum Electron. Qe-5 (1969) 351), welche
10 Positionen anzusteuern vermögen.
Das Strahlerweiterungselement 15 wurde auf Fig. 1 nur als Element angegeben
und bedarf noch einiger Erläuterungen. Seine Aufgabe ist nicht nur die Verkürzung der Baulänge der Anlage, sondern vorteilhafterweise wird
der Strahl auch so umgelenkt, dass er auf einer Zylinderfläche koaxial
UB den Druckzylinder zu liegen kommt. Der Auftreffpunkt auf den Fokussierkopf
liegt dann auf einer Kreislinie, die nicht mehr von der Position des Fokussierkopfes abhängt, d.h. von dessen Abstand von der Kegelspitze.
709837/0811
Beim beschriebenen Betriebsverfahren, wo mehrere Rasterumfangs linien
in einer Position des Fokussierkopfes geschrieben werden, d.h. bei
dem der Oeffnungswinkel des Kegels durch das Ablenkelement 13 verändert
wird, kommt dann der Strahl, nach Durchlaufen des Strahlerweiterungselementes 15 auf eine Kegelfläche mit einem, vom ursprünglichen
Kegelöffnungswinkel abhängenden, positiven oder negativen Oeffnungswinke1.
Eine mögliche Ausführungsform des Strahlerweiterungselementes 15 zeigt
Fig. 2. Dieses rotationssymmetrische, optische Element besitzt eine Symmetrieachse 21, welche auf der Druckzylinderachse liegt. Der Strahl
25 ist der aus dem Ablenkelement 13 austretende Strahl, welcher in
Fig. 1 mit der Referenznummer 9 bezeichnet ist. Der austretende Strahl
26 entspricht dem Strahl lO. Das Element besteht hauptsächlich aus
einer Scheibe 22 aus optisch transparentem Material. Beide Scheibenflächen sind mit einem reflektierenden Ueberzug versehen, d.h. beschichtet
(23 und 24). Auf der Strahleintrittsfläche fehlt dieser Ueberzug in der nächsten Umgebung des Scheibenzentrums, so dass der
Strahl ins Element eintreten kann. Auf der Strahlaustrittsfläche ist
gleichermassen eine schmale Ringfläche 27 am Rande nicht reflektierend.
Der eingefallene Strahl wird somit solange zwischen den beiden planparallelen Scheibenflächen hin- und herreflektiert, bis er auf die RingflSche
27 auftrifft, wo er aus dem Element austreten kann. Um nun die
oben erwähnte zusätzliche Umlenkung auf eine der Zylinderachse parallele Richtung zu erhalten, wird diese Ringfläche 27 kegelförmig geschliffen.
Per kompakten Bauart dieser Ausführungsform steht der Nachteil entgegen,
709837/081 1
-29- 270955A
dass der Strahl sehr viele Reflexionen erleidet, welche nie ohne alle
Verluste ausgeführt werden können. Dies kann zu erheblichen Strahlleistungsverlusten
und zu thermischen Problemen führen. Dem Element vorgeschaltet ist noch eine Linse 28.
Ihre Funktion ist eine Beeinflussung nicht nur der Richtung des Strahls,
sondern dessen Divergenz, d.h. Oeffnungswinkel, zur Erreichung des gewünschten Näpfchendurchmessers auf der Druckzylinderoberfläche. Die
Linse 28 erzeugt eine Strahltaille, die sich nach dem Fokussierkopf befindet. Unter gewissen Umständen kann es nötig werden, an Stelle einer
einfachen Linse ein optisches System zu benutzen, welches die Divergenz
des Strahls verändern kann und eine variable Brennweite aufweist. Die Brennweite muss dann in Abhängigkeit von der Weglänge des
Strahls, d.h. von der Position des Fokussierkopfes 2, gesteuert werden.
Diese Steuerung wird natürlich auch von der Kontrolleinheit 4 besorgt. Die Berechnung der Linse 28 oder des erwähnten optischen Systems kann
anhand der Theorie über die Ausbreitung Gauss'scher Strahlen vorgenommen
werden. Eine Abhandlung über das zu lösende Problem und eine Herleitung der benötigten Formeln findet sich zum Beispiel in "The Bell
System Technical Journal, March 1965, 44. Nr. 2" im Artikel "Imaging of Optical Modes - Resonators with Internal Lenses" von H. Kogelnik.
Die Ausführungsform der Fig. 3 des Strahlerweiterungselementes vermindert
die Verluste. Es besteht hauptsächlich aus zwei asphärischen Ringspiegeln 33 und 34, welche wiederum bezüglich der Kegel-, resp.
Druckzylinderachse 31 rotationssymmetrisch sind. Der eintretende Strahl
709837/081 1
35 wird durch den inneren Spiegel 33 auf eine angenähert radiale Richtung
umgelenkt, trifft dann auf den äusseren Spiegel 34 und wird durch diesen auf die zur Rotationsachse parallele Richtung 36 umgelenkt. Auch
hier ist eine Linse 32 vorgeschaltet, die dieselbe Funktion hat wie 28 von Fig. 2.
Eine weitere Ausführungsform des Strahlerweiterungselementes zeigt
Fig. 5. Es erzeugt kleinere Verluste als das Element der Fig. 2 und ist einfacher herzustellen als dasjenige der Fig. 3. Es besteht aus
einer sphärischen Konkav-konvex-Linse 62 aus optisch transparentem
Material. Beide sphärischen Flächen 63 und 64 sind mit maximal reflektierenden Schichten versehen. Die Strahleintrittsfläche, in der Umgebung
der Rotationsachse 61 und die Strahlaustrittsfläche 67 sind mit
einer Antireflexschicht belegt. Wie in Fig. 2 wird die Strahlaustrittsflache
67 kegelförmig angeschliffen, um einen zur Zylinderachse parallelen
Austrittsstrahl 66 zu erhalten. Der einfallende Strahl 65 wird
durch die Anordnung nur einige wenige Male hin- und herreflektiert, sodass
der Verlust klein bleibt. Vorgeschaltet ist auf Fig. 5 eine Linse 68 mit derselben Funktion wie 28 auf Fig. 2. Derselbe Effekt kann aber
auch erreicht werden durch eine Abstandsänderung der sphärischen Spiegelflächen
63 und 64, wobei dann das Strahlerweiterungselement aus zwei
einzelnen Spiegeln bestehen muss.
Der Fokussierkopf führt im wesentlichen eine Ab lenk- und Fokussierfunktion
aus. Eine mögliche Ausführungsform besteht aus einem asphärischen
Ringspiegel analog dem Spiegel 34 der Fig. 3. Es ist auch möglich, einen kegelförmigen Spiegel mit einer nachgeschalteten, torusförmigen,
doppelkonvexen Linse zu verwenden.
709837/081 1
Die beschriebene Anlage erlaubt mit dem Strahlablenksystem die Bearbeitung
von Rasterlinien einer beliebigen Richtung bezüglich des Zylinderumfanges, womit im 4-Farbendruck Fehler wie Moire und "Colour-Shift"
vermieden werden können. Mit dem beschriebenen System können ohne Bewegung des Fokussierkopfes mittels des Strahlablenksystems 13
Z.B. 100 Rasterlinien entsprechend ca. 40'0OO Näpfchen oder ca. 10
nr Fläche graviert werden.
fi 2
In einer andern Ausführung können bis zu 10 Näpfchen, oder ca. 0,25 m
ohne Bewegung des Fokussierkopfes mittels des Strahlablenkelementes graviert
werden. Diese transversale Variante ist in Fig. 4 dargestellt. Die
Optik ist hier nicht mehr rotationssymmetrisch bezüglich der Achse
des Druckzylinders, sondern erstreckt sich nur noch über einen Teil
des Zylinderumfangs. Dadurch ist es natürlich nicht mehr möglich,
ohne Aenderung der relativen Winkellage zwischen Zylinder und Fokussierkopf den Zylinder auf seinem ganzen Umfang zu bearbeiten. Die Anlage
besteht aus einem drehbar und in verschiedenen Drehstellungen arretierbaren, zu bearbeitenden Druckzylinder 41, der in der Bearbeitungsmaschine
gelagert ist. Dem Zylinder entlang verschiebbar ist ein Fokussierkopf 42 angebracht. Seine Führung und Positionierung geschieht
mittels einer oder mehreren Gleitschienen 43. Die Antriebselemente sind in der schematischen Zeichnung nicht aufgeführt. Der Fokussierkopf enthalt
das optische System, welches nötig ist, um den Strahl auf der Zylinderoberfläche auf den gewünschten Durchmesser zu konzentrieren
sowie das Ablenkelement 53. Zudem ist eine Strahlquelle, d.h. ein Laser 46 vorgesehen sowie die zu dessen Steuerung und Modulierung nötigen
Zubehörteile. Der vom Laser erzeugte Lichtstrahl 47 wird zuerst durch ein Verschlusselement 51 geführt, fällt dann als Strahl 48 auf eine
709 817/0811
_32_ ?70955A
Umlenkoptik (oder Spiegelsystem) 52, um weiter als Strahl 49 in einer parallel zur Druckzylinderachse verlaufenden Richtung zu liegen.
Der Strahl 49 trifft dann auf den Fokussierkopf und wird um 90° in radiale Richtung umgelenkt.
Eine weitere Ablenkung erfolgt durch das Ablenkelement 53 entsprechend
dem von der Kontrolleinheit 44 gegebenen und über Leitung 45 übermittelten Befehl. Der aus dem Ablenkelement 53 austretende Strahl 50 liegt nicht
mehr auf einer radialen Richtung. Die Optik 55 besorgt nun eine weitere Ablenkung auf eine wiederum ungefähr radiale Richtung. Der Auftreffort
des Strahls auf den Druckzylinder wird somit.einerseits durch die
momentane Position, sowohl in achsialer als auch in Umfangsrichtung,
des Fokussierkopfes bezüglich des Druckzylinders, andererseits durch
die Ablenkung des Strahls durch das Ablenkelement bestimmt.
Der Winke!bereich des Ablenkelementes 53 und seine Auflösung begrenzen
die Fläche, die aus einer Position, relativ zum Druckzylinder, beschrieben, d.h. graviert werden kann. Eine weitere Beschränkung erfolgt durch
die Dimension der Optik 55, die nicht beliebig gross gemacht werden kann, ohne einen unverhältnismassig grossen Aufwand in der Herstellung,
besonders wenn darauf geachtet wird, Abbildungsfehler klein zu halten. Um nun die ganze Oberfläche eines Druckzylinders zu gravieren, wird
schrittweise der Druckzylinder gedreht und zwar um je einen Betrag, der dem gravierten Umfangsbereich entspricht. In achsialer Richtung wird
der Fokussierkopf 42 verschoben und zwar vorzugsweise in Schritten, welche der achsialen Ausdehnung des jeweils gravierten Bereichs entsprechen.
Je nach Art des zu gravierenden Musters wird zu entscheiden sein, ob zuerst über den ganzen Umfang in einer achsialen Position
709837/081 1
graviert werden soll, bevor der Fokussierkopf zur nächsten achsialen
Position verschoben wird, d.h. ob der Druckzylinder eine vollständige Umdrehung absolviert hat, zwischen zwei Schritten des Fokussierkopfes,
oder aber, ob der Fokussierkopf in einer Stellung des Druckzylinders zuerst über dessen ganzen Länge verschoben wird, bevor der Druckzylinder
gedreht wird.
Vorzugsweise wird der in einer relativen Position erreichbare Bereich
so gross gewählt, wie ein Elementarbereich der Druckform, d.h. wie z.B. die Ausdehnung einer zu druckenden Seite. Dadurch wird es möglich, die
Druckform seitenweise, respektive elementweise zu gravieren, was wesentliche Vereinfachungen in die Datenaufbereitung bringt und zudem bei einem
unterbrochenen Gravurvorgang die Komposition der auf der ganzen Druckform zu gravierenden Elementarbereiche vereinfacht. Auch ein späteres
"Einfügen" einer bestimmten Seite auf eine sonst schon gravierte Druckform
wird dadurch erleichtert.
Die meisten Bauteile der Anlage gemäss Fig. 4 sind ähnlich aufgebaut
wie die entsprechenden Teile der Fig. 1.
Bei der Anlage nach Fig. 4 ist der Durchmesser des fokussierten Strahls
auf der Druckzylinderoberfläche von der Strahll^nge, d.h. von der Position
des Fokussierkopfes, abhängig. Eine ähnliche Lösung dieses Problems,
wie schon im Zusammenhang mit den Fig. 1 bis 3 und 5 beschrieben, ist auch hier anwendbar. Eine weitere Lösung besteht in der Verwendung einer
Optik, ähnlich einem Teleskop. Die mit Nummer 56 bezeichnete Linse kann beispielsweise aus einer Optik bestehen, welche die Laserlichtquelle in
709837/0811
einer sehr grossen Ferne sieht, so dass die Variation der Strahllänge
dazu relativ klein wird. Dazu wird der Strahl 49 Laser-seitig, d.h. ortsfest aufgeweitet. Die Optik 56 verkleinert dann diesen Durchmesser
wieder auf eine Grosse, welche dem Strahlablenkelement 53 angepasst
ist.
Die Optik 55, welche auf Fig. 4 als Transmissionsoptik schematisch
dargestellt ist, ist eine Linse, welche auf herkömmliche Weise berechnet werden kann. Ihre Aufgabe besteht darin, mit möglichst kleinen
Fehlern eine angenähert punktlichtförmige Quelle (den Ausgang aus dem Ablenkelement 53) auf eine kreiszylindrische 'Oberfläche abzubilden.
Es ist möglich, an Stelle einer Transmissionsoptik, eine Reflexionsoptik
zu verwenden, d.h. eine gekrümmte Spiegelfläche. Diese Anordnung
ist in Fig. 7 dargestellt. Der in das Strahlablenkelement 94 eintretende Strahl 90 läuft dann ungefähr tangential an der Zylinderoberfläche
vorbei und wird durch den gekrümmten Spiegel 98 darauf zurückgeworfen. Durch die Verwendung einer Reflexionsoptik wird die Korrektur
von Abbildungsfehlern wesentlich vereinfacht.
Auch bei der transversalen AusfOhrungsform der Anlage wird die Laserlichtquelle
so ausgelegt und gesteuert, dass sie zunächst eine Impulsfolge mit konstanter Frequenz und unter sich gleichen Impulsen aussendet.
Die Zahlenwerte sind ähnlich oder gleich denen, die zu Fig. 1 genannt wurden. Wie dort, ermöglicht es die Anlage nach Fig. 4 eine möglichst
grosse Zahl aller produzierten Einzelimpulse zu verwenden. Die pro Näpfchen verwendete Anzahl Impulse ist durch die gewünschte Grösse des
Näpfchens gegeben. Sie variiert zwischen 1 und z.B. ca. 30 Impulsen
709837/0811
(wo kein Näpfchen graviert werden muss, wird der Strahl nicht hingelenkt,
deshalb tritt der Fall von null Impulsen nicht auf). Während der Zeit, die benötigt wird um das Strahlablenkelement auf die nächste
zu bearbeitende Näpfchenstelle zu lenken, wirci die Impulsfolge unterbrochen.
Dies geschieht im Beispiel durch ein Verschlusselement 51, welches den Strahlweg versperrt. Vorzugsweise wird dazu ein Ablenkelement
verwendet, das den Strahl in eine Leistungssenke ablenkt, wo die Leistung der in der Zwischenzeit produzierten Impulse vernichtet
wird. Ein analoger Vorgang spielt sich ab während der Zeit, die benötigt wird, um den Fokussierkopf zu verschieben, resp. den Druckzylinder
zu drehen.
Ein weiterer Vorteil der beschriebenen Anlage gegenüber den Anlagen,
welche auf einem schraubenförmigen Weg auf dem Druckzylinder, der seinerseits mit konstanter Geschwindigkeit rotiert, die Näpfchen bilden,
sei es auf mechanischem Weg oder mittels Laserstrahlen, besteht darin, dass Näpfchenraster gebildet werden können, welche nicht parallel zur
Zylinderachse, resp. zur Umfangsrichtung liegen. Beim Drucken von
Farbbildern kann es vorkommen, dass bei Verwendung von ursprünglich identischen Rastern für alle Farben, minimalste Veränderungen stark
störende Effekte hervorrufen. Solche Veränderungen können z.B. durch kleinste Temperaturschwankungen, welche sich auf die Dimensionen auswirken,
entstehen. Die störenden Effekte sind unter dem Namen Moire-Effekte bekannt. Diese können unterdrückt werden durch Verwendung von
rechtwinkligen Rastern, welche je nach zu druckender Farbe zur Zylinder-
709837/0811
achse verkippt sind. Meist wird Gelb in einem zur Umfangrichtung parallelen Raster gedruckt, Magenta in einem dazu um -15° gedrehten,
Zyan um + 15° und Schwarz um + 45° gedrehten Raster graviert und gedruckt. Die Napfchenabstände bleiben bei dieser Verkippung gleich
gross. Dies ist auch nötig, um die Feinheit (Körnung) des gedruckten Bildes nicht zu verändern. Falls aber auf einem schraubenförmigen
Weg graviert wird, liegen die Näpfchen in einer Linie, welche zur Achse einen Winkel bildet, der vom Abstand zwischen zwei Linien bestimmt
ist.
Mit einem Strahlablenkelement von genügender Auflösung ist es möglich,
Rasterfelder mit beliebiger Orientierung abzutasten, resp. anzusteuern. Selbst unregelmässige oder stochastische Näpfchenverteilungen sind
problemlos zu erzeugen.
709837/081 1
Leerseite
Claims (26)
1. Anlage zur Gravur von Druckformen (1, 41) mittels Laserstrahlen,
dadurch gekennzeichnet , daß sie aus einer Laserlichtquelle (6, 46), einem Strahlablenksystem (13,
53), einem Pokussierkopf (2, 42) und einer Kontrolleinheit (4, 44) besteht, wobei der Pokussierkopf (2, 42) einer ersten Richtung
der Druckform entlang verschiebbar angebracht ist und sich in einer zweiten Richtung der Druckform erstreckt, wobei die
Kontrolleinheit (4» 44) Steuerelemente, die dem zu gravierenden Muster entsprechend Steuerbefehle an das Strahlablenksystem (13,
53) und an den Pokussierkopf (2, 42) übermitteln, beinhaltet, wobei der Pokussierkopf (2, 42) den Steuerbefehlen entsprechend in
der ersten Richtung verschoben wird, wobei das Strahlablenksystem (13, 53) den von der Laserlichtquelle erzeugten Laserstrahl auf,
den Steuerbefehlen entsprechenden ausgewählten Stellen des
709837/0811
Fokussierkopfes (2, 42) ablenkt und der Fokusaierkopf den
Laserstrahl auf, seiner momentanen Position und seinen genannten ausgewählten Stellen entsprechende Orte auf der Druckform
(1, 41) fokussiert.
2. Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Druckform ein Druckzylinder ist, der Fokussierkopf (2) ringförmig ausgebildet ist und sich rund um die Druckform
erstreckt.
3. Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Pokussierkopf (2) sich in einer zweiten Richtung über einen Teil der Druckform erstreckt, und daß die Druckform
relativ zum Pokussierkopf (2) in dieser zweiten Richtung verschiebbar ist.
4. Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Pokussierkopf (2, 42) sich über eine begrenzte Teilfläche der Druckform (1, 41) in der ersten und zweiten Richtung
erstreckt.
5. Anlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , daß das Strahlablenksystem (13)
den Laserstrahl (9) auf ausgewählte Stellen innerhalb eines ringförmigen Bereichs des Fokussierkopfes (2) ablenkt.
6. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Strahlablenksystem (53) den
709837/081 1
Laserstrahl (49) auf ausgewählte Stellen innerhalb eines angenähert rechteckförmigen Bereiches des Fokussierkopfes (42)
ablenkt.
7. Anlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Laserlichtquelle (6, 46) Lichtimpulse mit konstanter Frequenz erzeugt.
β. Anlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet , daß die Kontrolleinheit (6, 46) den Laserstrahl vermittels eines Verschlußelementes (11, 51)
unterbricht, bzw. wirkungslos ablenkt, solange das Strahlablenksystem (13, 53) und der Fokussierkopf (2, 42) nicht die den
Steuerbefehlen entsprechenden Stellungen innehaben.
9. Anlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennze ichnet , daß die Druckform (1) unbeweglich
gelagert ist.
10. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckform (41) drehbar gelagert und in bestimmten Positionen starr fixierbar ist.
11. Anlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , daß der Fokussierkopf (2, 42)
vermittelst eines oder mehrerer Schrittmotoren schrittweise in der ersten Richtung verschoben werden kann.
709837/0811
12. Anlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennz e lehnet , daß zwischen das Strahlablenksystem (13) und den Pokussierkopf (2) ein Strahlerweiterungselement
(15) im Strahlengang vorgesehen ist, welches vermittelst reflektierender Flächen den Laserstrahl auf Bahnen umlenkt, die
einen großen Abstand von der Symmetrieachse besitzen.
13. Anlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet , daß im Strahlengang zwischen der Laserlichtquelle (6, 46) und der Druckform (1, 41) eine Optik
vorgesehen ist, die die Laserlichtquelle in sehr großer Ferne abbildet.
14. Anlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontrolleinheit (4, 44)
Speicherelemente beinhaltet, welche das zu gravierende Muster in aufbereiteter Form zu speichern vermögen.
15. Anlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet , daß das Strahlerweiterungselement (15) aus einer planparallelen Scheibe besteht, deren Begrenzungsebenen
größtenteils mit einer reflektrierenden Schicht versehen sind.
16. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß das Strahlerweiterungselement (15)
aus zwei asphärischen Ringspiegeln besteht.
709837/0811
17. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet , daß das Strahlerweiterungselement
(15) aus einer sphärischen konkaven Spiegelfläche (63) und einer sphärischen konvexen Spiegelfläche (64) besteht.
18. Anlage nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß das S.trahlerweiterungselement (15) aus
einer Linse (62) besteht, deren Oberfläche teilweise mit einer reflektierenden Schicht versehen ist zur Bildung der beiden
sphärischen Spiegelflächen (63 und 64).
19. Gravierverfahren von Druckformen mit Laserstrahlen, insbesondere
mit der Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet , daß ein Laserstrahl
aus Impulsen mit konstanter Frequenz erzeugt wird und einem Strahlablenksystem (13, 53) zugeführt wird, und daß vermittels
des Strahlablenksystems (13, 53) der Laserstrahl über die Druckformoberfläche
geführt wird und solange auf jeden Rasterpunkt auf der Druckformoberfläche gelenkt wird bis eine, dem ^u gravierenden
Muster, bzw. dem zu bildenden Näpfchenvolumen entsprechende
Anzahl Impulse auf diesen Rasterpunkt eingewirkt hat.
20. Gravierverfahren nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß der Laserstrahl nur auf zu gravierende
Rasterpunkte gelenkt wird.
21. Gravierverfahren nach Anspruch 19 oder 20, dadurch
gekennzeichnet, daß das Strahlablenksystem
709837/081 1
(13, 53) zwischen zwei oder mehreren Laserimpulsen umgeschaltet
wird.
22. Gravierverfahren nach einem der Ansprüche 19 bis 21,
dadurch gekennzeichnet , daß der Laserstrahl nicht dem Strahlablenksystem (13, 53) zugeführt wird, solange
das Strahlablenksystem (13, 53) nicht die dem Steuerbefehl entsprechende Stellung eingenommen hat.
23. Gravierverfahren nach einem der Ansprüche 19 bis 22, dadurch gekennzeichnet , daß der Laserstrahl
vermittels des Strahlablenksystems (13, 53) auf bestimmte Stellen eines Pokussierkopfes (2, 55) abgelenkt wird.
24. Gravierverfahren nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß der Laserstrahl nicht dem Strahlablenksystem
(13» 53) zugeführt wird, solange der Pokussierkopf (2,
42) nicht die dem Steuerbefehl entsprechende Stellung eingenommen hat.
25. Gravierverfahren nach einem der Ansprüche 19 bis 24, dadurch gekennzeichnet , daß das zu gravierende
Muster rasterpunktweise und für jede Farbe einzeln abgetastet wird, daß die Information über das zu bildende Näpfchenvolumen
und die Koordination des zugehörigen Rasterpunktes gespeichert wird, daß die gespeicherte Information in Steuerbefehle verarbeitet
wird, daß diese Steuerbefehle gespeichert werden, und daß
709837/081 1
diese Steuerbefehle an eine Laserimpulsquelle, ein Strahlablenksystem
und einen Pokussierkopf übermittelt werden.
26. Gravierverfahren nach einem der Ansprüche 19 bis 25, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckform während
des Gravieres eines jeden Näpfchens nicht bewegt wird.
709Κ37/0Ώ1 1
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH295976A CH612376A5 (en) | 1976-03-10 | 1976-03-10 | Apparatus for scribing printing formes using laser beams, and method for operating this apparatus |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2709554A1 true DE2709554A1 (de) | 1977-09-15 |
| DE2709554C2 DE2709554C2 (de) | 1983-09-08 |
Family
ID=4245482
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19772709554 Expired DE2709554C2 (de) | 1976-03-10 | 1977-03-04 | Graviervorrichtung |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH612376A5 (de) |
| DE (1) | DE2709554C2 (de) |
| GB (1) | GB1567698A (de) |
Cited By (7)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4012279A1 (de) * | 1990-04-17 | 1991-10-24 | Laser Optronic | Verfahren zum herstellen von druckklischees |
| WO1992009399A1 (en) * | 1990-11-23 | 1992-06-11 | Zed Instruments Limited | Laser engraving apparatus |
| WO1993025387A1 (en) * | 1992-06-11 | 1993-12-23 | Zed Instruments Ltd. | Engraving head |
| US8230786B2 (en) | 2002-06-05 | 2012-07-31 | Kba-Giori S.A. | Method of manufacturing an engraved plate |
| EP2561987A3 (de) * | 2011-08-25 | 2014-03-12 | Oesterreichische Banknoten- und Sicherheitsdruck GmbH | Verfahren zum Gravieren einer Druckplatte |
| CN107984879A (zh) * | 2017-11-27 | 2018-05-04 | 中国印刷科学技术研究院有限公司 | 一种外鼓式制版机成像尺寸控制方法 |
| CN113478948A (zh) * | 2021-07-01 | 2021-10-08 | 绍兴鑫昌印花机械科技有限公司 | 一种双激光制网机 |
Families Citing this family (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4396246A (en) * | 1980-10-02 | 1983-08-02 | Xerox Corporation | Integrated electro-optic wave guide modulator |
| EP0879667B1 (de) * | 1996-11-12 | 2002-05-08 | Macsa ID, S.A. | Lasermarkierungs- oder laserperforierungssystem |
| DE102005052157A1 (de) * | 2005-11-02 | 2007-05-03 | Man Roland Druckmaschinen Ag | Verfahren und Vorrichtung zur Bebilderung einer löschbaren und wieder verwendbaren Tiefdruckform |
| US7798063B2 (en) | 2006-11-13 | 2010-09-21 | Esko-Graphics Imaging Gmbh | Reducing back-reflection during ablative imaging |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3374311A (en) * | 1962-09-01 | 1968-03-19 | Hell Rudolf Dr Ing Kg | Producing printing blocks,preferably intaglio printing blocks |
| DE2241850A1 (de) * | 1972-08-25 | 1974-03-21 | Mamiliano Dini | Verfahren zum gravieren von druckformen mittels energiestrahlen |
| DE2354323A1 (de) * | 1972-10-30 | 1974-05-09 | Crosfield Electronics Ltd | Verfahren zur herstellung einer gravierten druckflaeche und vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens |
-
1976
- 1976-03-10 CH CH295976A patent/CH612376A5/xx not_active IP Right Cessation
-
1977
- 1977-03-04 DE DE19772709554 patent/DE2709554C2/de not_active Expired
- 1977-03-09 GB GB1003077A patent/GB1567698A/en not_active Expired
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3374311A (en) * | 1962-09-01 | 1968-03-19 | Hell Rudolf Dr Ing Kg | Producing printing blocks,preferably intaglio printing blocks |
| DE2241850A1 (de) * | 1972-08-25 | 1974-03-21 | Mamiliano Dini | Verfahren zum gravieren von druckformen mittels energiestrahlen |
| DE2354323A1 (de) * | 1972-10-30 | 1974-05-09 | Crosfield Electronics Ltd | Verfahren zur herstellung einer gravierten druckflaeche und vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens |
Cited By (11)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4012279A1 (de) * | 1990-04-17 | 1991-10-24 | Laser Optronic | Verfahren zum herstellen von druckklischees |
| WO1992009399A1 (en) * | 1990-11-23 | 1992-06-11 | Zed Instruments Limited | Laser engraving apparatus |
| US5416298A (en) * | 1990-11-23 | 1995-05-16 | Zed Instruments Limited | Laser engraving apparatus |
| WO1993025387A1 (en) * | 1992-06-11 | 1993-12-23 | Zed Instruments Ltd. | Engraving head |
| US5748222A (en) * | 1992-06-11 | 1998-05-05 | Zed Instruments Ltd. | Laser angroxing head employing acousto-optic modulator |
| US8230786B2 (en) | 2002-06-05 | 2012-07-31 | Kba-Giori S.A. | Method of manufacturing an engraved plate |
| US8574714B2 (en) | 2002-06-05 | 2013-11-05 | Kba-Giori S.A. | Method of manufacturing an engraved plate |
| EP2561987A3 (de) * | 2011-08-25 | 2014-03-12 | Oesterreichische Banknoten- und Sicherheitsdruck GmbH | Verfahren zum Gravieren einer Druckplatte |
| CN107984879A (zh) * | 2017-11-27 | 2018-05-04 | 中国印刷科学技术研究院有限公司 | 一种外鼓式制版机成像尺寸控制方法 |
| CN113478948A (zh) * | 2021-07-01 | 2021-10-08 | 绍兴鑫昌印花机械科技有限公司 | 一种双激光制网机 |
| CN113478948B (zh) * | 2021-07-01 | 2022-12-02 | 绍兴鑫昌印花机械科技有限公司 | 一种双激光制网机 |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2709554C2 (de) | 1983-09-08 |
| GB1567698A (en) | 1980-05-21 |
| CH612376A5 (en) | 1979-07-31 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2719275C2 (de) | ||
| DE69314791T2 (de) | Druckkopf | |
| DE69904753T2 (de) | Vorrrichung zur fertigung eines laserablatierten merkmals | |
| DE3332838C2 (de) | Lasergraviervorrichtung | |
| EP3221727B1 (de) | System zur asymmetrischen optischen strahlformung | |
| EP3799999B1 (de) | Optisches system zur strahlformung | |
| EP2976176B1 (de) | Verfahren und anordnung zur ausbildung einer strukturierung an oberflächen von bauteilen mit einem laserstrahl | |
| DE3850330T2 (de) | Gerät zur mattveredelung einer rolle mittels impulslaser. | |
| DE19503675A1 (de) | Optisches Übertragungssystem und Verfahren zur Lichtausstrahlung | |
| EP1268211A1 (de) | Druckverfahren und druckmaschine hierfür | |
| EP3221739A1 (de) | Diffraktives optisches strahlformungselement | |
| EP4041488B1 (de) | Optisches stanzen von mikrolöchern in dünnglas | |
| DE2530856A1 (de) | Bildinformationsaufzeichnungsvorrichtung | |
| DE1943806A1 (de) | Gravierungsgeraet fuer Tiefdruckplatten | |
| DE2709554A1 (de) | Verfahren und anlage zum gravieren von druckformen mit laserstrahlen | |
| DE60025877T2 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Gravieren einer zylindrischen Flüssigkeitsübertragungswalze mit Laserstrahlen | |
| EP3466598A1 (de) | Laseroptische anordnung zur laserinterferenzbearbeitung, insbesondere laserstrukturierung von oberflächen | |
| EP0591559B1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Gravieren von Rundschablonen | |
| EP0421135A2 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Bestimmung der Position und des Durchmessers des Brennflecks (Fokus) eines Laserstrahls, insbesondere zur Verwendung für die Werkstoffbearbeitung mit einem Hochleistungs-Laserstrahl | |
| DE60102597T2 (de) | Laser mit hoher spitzenleistung und dessen anwendung zur erzeugung von licht im extrem-uv-bereich | |
| EP0904569B1 (de) | Verfahren zur herstellung von eine räumlich gemusterte oberfläche aufweisenden druck- oder prägezylindern | |
| WO2022033955A1 (de) | Laserbearbeitung eines werkstuecks mit einer gekruemmten oberflaeche | |
| EP1068923B1 (de) | Verfahren zur Erzeugung einer Intensitätsverteilung über einen Arbeitslaserstrahl sowie Vorrichtung hierzu | |
| EP0692741B1 (de) | Vorrichtung zur Herstellung einer Siebdruckschablone | |
| DE3317022C2 (de) |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OI | Miscellaneous see part 1 | ||
| 8128 | New person/name/address of the agent |
Representative=s name: VON FUENER, A., DIPL.-CHEM. DR.RER.NAT. EBBINGHAUS |
|
| 8181 | Inventor (new situation) |
Free format text: STEFFEN, JUERG, DR., SIGRISWIL, CH LOERTSCHER, HANS-PETER, THUN, CH |
|
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: ASULAB S.A., BIEL/BIENNE, CH |
|
| 8328 | Change in the person/name/address of the agent |
Free format text: VON FUENER, A., DIPL.-CHEM. DR.RER.NAT. EBBINGHAUS, D., DIPL.-ING. FINCK, K., DIPL.-ING. DR.-ING., PAT.-ANW., 8000 MUENCHEN |
|
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |