DE2710548B1 - Lagerstabile haertbare masse und verfahren zu deren haertung - Google Patents
Lagerstabile haertbare masse und verfahren zu deren haertungInfo
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Description
Gegenstand der Erfindung ist eine lagerstabile, härtbare Masse, bestehend aus
a) monomeren, oligomeren und/oder polymeren Verbindungen,
b) einer oder mehreren der Härtung dienenden Komponente^),
wobei a) und/oder b) mit einer reaktionshindernden
Schutzhülle umgeben ist,
c) einem Schutzhüllensprengmittel und gegebenenfalls
d) weiteren üblichen Zusätzen,
dadurch gekennzeichnet, daß das Schutzhüllensprengmittel ganz oder teilweise aus Mikrohohlkörpern
besteht, die durch üblicherweise auf die Masse aufgebrachte Druck-, Scher-, Rotations- und/oder
Torsionskräfte nicht zerstört werden.
Reaktive Zwei- und Mehrkomponentenmassen sind in der Praxis hinreichend bekannt Darunter versteht
man im allgemeinen Systeme, bei denen die miteinander reagierenden Verbindungen getrennt abgepackt gelagert werden und erst kurz vor der Anwendung, z. B.
durch Zusammenmischen dieser Komponenten, zur Reaktion gebracht werden. Es ist weiterhin bekannt,
daß solche reaktiven Zwei- und Mehrkomponentenmassen zu hochwertigen Werkstoffen, Bindemitteln u. dgl.
aushärten bzw. polymerisieren können, die allgemein geschätzt sind. Jedoch besitzen diese Zwei- und
Mehrkomponentensysteme noch eine Reihe markanter Nachteile, die einem verstärkten Einsatz in vielen
Bereichen der Technik und des Handwerks außerordentlich hinderlich sind. Die Nachteile sind u.a.
folgende:
- kritische Mischungsverhältnisse, - Mischfehler,
- kurze oder zu lange Topf- und Verarbeitungszeiten,
- größere Mischungsansätze liefern starke exotherme Reaktionen,
- zu lange Härtungszeiten,
to - aufwendige und/oder kostspielige Zwei- und Mehrkomponenten-Dosier- und -Mischeinrichtungen,
- physiologische Bedenklichkeiten bei vielen reaktiven Stoffen.
Es hat in den letzten Jahren nicht an Anstrengungen
gefehlt, um diese Nachteile durch die Entwicklung von Eintopf- bzw. Einkomponentensystemen mit analogen
Eigenschaften abzulösen. Auf einzelnen Gebieten führten diese Bemühungen zu einem partiellen Erfolg,
was insbesondere für die durch Luftfeuchtigkeit reaktivierbaren Einkomponentensysteme auf der
Grundlage von Silikonkautschuk, Polyurethan und Polysulfid zutrifft. Jedoch lassen sich aus unterschiedlichen Gründen viele Zwei- und Mehrkomponentensyste-
me nicht in feuchtigkeitshärtende Systeme umformulieren. Unabhängig davon haben feuchtigkeitshärtende
Systeme u. a. die Nachteile, daß die Vulkanisations- und Härtungsgeschwindigkeiten sehr langsam (mehrere
Tage) und diese wiederum von der Schichtstärke
und/oder von der relativen Luftfeuchtigkeit der Umwelt
abhängig sind.
In jüngerer Zeit wurde deshalb in verstärktem Umfang versucht, diese und andere Nachteile in der
Weise zu lösen, daß wenigstens einer der Reaktanten
und/oder Reaktionsinitiatoren in reaktionshindernden
Schutzhüllen vorliegt. Die Umhüllung mit chemisch inerten Wandmaterialien erfolgt entweder in einer
flüssigen oder festen Phase, wobei man sich aber heute vorzugsweise bekannter Verkapselungstechnologien,
insbesondere der Mikroverkapselungstechnologien bedient, um zu rieselfähigen Produkten von kleiner
Krongröße zu kommen. Deshalb wird nachstehend der Einfachheit halber vorzugsweise von Mikrokapseln und
mikroverkapselten Stoffen gesprochen, wenngleich
damit ganz allgemein Schutzhüllen zu verstehen sind.
Zur Erzielung einer temporär wirksamen Reaktionshinderung müssen die Schutzhüllen eine Vielzahl von
Forderungen erfüllen, wodurch für den Einsatz von mikroverkapselten Stoffen neue Parameter geschaffen
werden. Diese neuen Parameter entstehen dadurch, weil die Schutzhüllen bzw. Wandmaterialien je nach
Einsatzzweck u. a.
- chemisch inert gegenüber der inneren und der äußeren Phase,
- diffusionsdicht,
- bruchfest, elastisch bzw. flexibel und/oder temperaturstabil
sein müssen.
Damit die Schutzhüllen bzw. Wandmaterialien der Mikrokapseln die obigen und andere Forderungen
erfüllen können, werden sie unterschiedlichen Nachbehandlungen unterworfen. Diese Nachbehandlungen der
Mikrokapselwände können u.a. aus spezifischen
Schrumpfungs- und Härtungsmethoden, aber auch in
einem Aufziehen von Sekundärwänden auf die Schutzhüllen oder anderen Manipulationen bestehen. Auf diese
Weise lassen sich zwar bruchfeste, diffusionsdichte und
lagerstabile Schutzhüllen schaffen, die aber u. a. den Nachteil besitzen, daß sie bei der Applikation von
Massen, in denen sie enthalten sind, schwer aufbrech- und zerstörbar sind. Dies gilt in besonderem Maße für
Kapselspektren < 600 μΐη, vorzugsweise < 300 μπι.
Gerade bei kleinen MikrokapselgröBen reichen oftmals
nicht einmal stark überhöhte Drücke und/oder Scherkräfte aus, um sie zu zerstören. Ferner stehen der Praxis
keine einfachen Hilfsmittel und Vorrichtungen zur Verfügung, die in der Lage sind, so hohe Drücke zu
erzeugen, um die Schutzhüllen zu brechen. Ganz abgesehen davon, daß dabei die Werkzeuge, Werkstoffe
u. dgl. stark deformiert und beschädigt werden können.
Ein weiterer Nachteil ist beim Herstellen und Lagern von solchen Massen gegeben, die mikroverkapselte
Stoffe enthalten. Dies gilt insbesondere für Massen, die auf Systemen von hoher Viskosität, Thixotropic
und/oder hohem Füllgrad, insbesondere mit körnigen und/oder spitzigen Füllmaterialien, basieren. Denn die
beim Mischvorgang auftretenden und oftmals notwendigen Scherkräfte sind so groß, daß sie zumindest
partiell Schutzhüllen sprengen und die dann ausfließenden reaktiven Stoffe unerwünschte vorzeitige Reaktionen initiieren können. Beim Lagern von insbesonders
mit spezifisch schweren Füllstoffen gefüllten Massen sind analoge partielle Kapselzerstörungen zu beobachten, weil das hohe Eigengewicht der Masse permanent
auf die Schutzhüllenwände drückt und dessen Druckfestigkeitswert übersteigt.
Die vorstehend beschriebenen und andere weitere Nachteile der bekanntgewordenen Einkomponentensysteme, in denen mikroverkapselte reaktive Stoffe
enthalten sind, lassen sich im wesentlichen in folgenden markanten, negativen Charakteristika zusammenfassen:
1. Infolge hoher Friktionen, Temperaturen und/oder dergleichen entsteht beim Einarbeiten von Mikrokapseln in eine Mischung zumindest partieller
Mikrokapselbruch.
2. Beim Lagern von Massen, die mit spezifisch schweren Füllstoffen gefüllt sind, tritt infolge des
hohen Eigengewichtes Kapselbruch auf.
3. Die zeit- und temperaturabhängigen mechanischen und/oder physikalischen Kräfte an der Applikationsstelle reichen vielfach nicht aus, um zu einer
noch vertretbaren Mikrokapselsprengungsquote zu kommen.
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In der deutschen Offenlegungsschrift 26 26 603 sind Polysulfidmassen beschrieben, die mikroverkapselte
Vernetzungs- bzw. Vulkanisationsmittel enthalten. Bei diesen Vulkanisationsmitteln handelt es sich um
bekannte Stoffe, wie Bleidioxid, Mangandioxid, Zinkperoxid, Cumolhydroperoxid u.dgl. Solche mikroverkapselte Vulkanisationsmittel enthaltende Polysulfidmassen sind einkomponentig und sollen die Applikation
an der Verarbeitungsstelle erleichtern. Durch die homogene Verteilung des Vulkanisationsmittels in einer
reaktionshindernden Schutzhülle soll sichergestellt sein, daß die aktivierten Massen in Baudehnungsfugen
Vulkanisate liefern, die im Vergleich zu den heute bekannten 2-Komponenten-Systemen früh beanspruchbar sind. Aus der Schrift geht weiterhin hervor, daß die
Mikrokapselgröße nicht < 400 μπι, vorzugsweise nicht
< 600 μπι, sein darf, da zu kleine Mikrokapseln schwer
zerstörbar sind Ferner sind diese Dichtungsmassen mit einem etwa 10- bis 20%igen Überschuß an Vernetzungs- bzw. Vulkanisationsmitteln zu versehen, damit
alle SH-Gruppen des Polysulfidpolymers oxidiert
werden. Zu große Mikrokapseln dagegen haben einen
ungünstigen Verteilungsgrad des Hänters bzw. Vulkanisationsmittels in der Masse und können beim Einmischen in die Masse bereits partiell zerstört werden. Da
die Zerstörungsquote beim Mischprozeß nicht kalkulierbar ist, ist nach diesem Verfahren die Qualität
solcher Massen dem Zufall überlassen. Die Aktivierung selbst erfolgt in einer Aktivierungsvorrichtung. Diese
Aktivierungs- und Zerstörungsvorrichtung besteht aus einem Zerhacker und einer Transportschnecke, die
hinter der Ausspritzdüse einer Spritzpistole angeordnet ist. Die Praxis zeigte aber nun, daß eine solche
mechanische Vorrichtung nicht ausreicht, um eine hohe Kapselzerstörungsquote zu erzielen. Sie liegt durchschnittlich
< 60%. Um reproduzierbare Vulkanisate mit gleichbleibenden Eigenschaftswerten zu erhalten, ist
aber eine Kapselzerstörungsquote > 80%, insbesondere > 90%, erforderlich. Ein weiterer wirtschaftlicher
Nachteil ist durch den bevorzugten Einsatz von Mikrokugeln < 400 μηι gegeben. Da aber mit den heute
bekannten Mikroverkapselungstechnologien bei der Mikroverkapselung solcher Vulkanisationsmittel in
erheblichem Maße auch Mikrokapseln mit einer Korngröße < 400 μηι anfallen, die nicht verwertet
werden können, wird zusätzlich das wirtschaftliche Ergebnis negativ beeinflußt.
In der deutschen Offenlegungsschrift 25 36 319 werden zum ersten Mal neue Wege beschrieben, wie
solche mikroverkapselte Stoffe enthaltende härtbare Massen hergestellt, aktiviert und angewendet werden
können. Die Lehre dieser Erfindung basiert auf der Erkenntnis, daß in diese Massen anorganische und/oder
organische Mikrohohlkörper eingearbeitet werden, die dabei folgende Funktionen bzw. Aufgaben übernehmen:
1. Eine nicht näher definierbare Schutzfunktion gegenüber den Mikrokapseln während der Herstellung.
2. Die Aktivierung dieser Reaktionssysteme erfolgt dadurch, daß die auf die Massen aufgebrachten
mechanischen und/oder physikalischen Kräfte die Mikrohohlkörper zerstören und mit den dabei
entstehenden kantigen und spitzigen Zerstörungsprodukten die Mikrokapselwände gebrochen
und/oder gesprengt werden.
Die Praxis zeigte nun, daß mit solchen Massen bereits eine Vielzahl von vereinfachten Applikationsproblemen
lösbar und innovierbar sind, jedoch gibt es auf der anderen Seite Anwendungsfälle, in denen kantige
und/oder spitzige Mikrohohlkörperzerstörungsprodukte hinderlich sind, weil sie
a) rauhe Oberflächen und/oder
b) veränderte Endeigenschaften
in den durchgehärteten bzw. durchvulkanisierten Endprodukten liefern. Dies gilt im besonderen Maße
dann, wenn die Mikrohohlkörper als Füllstoff dem Endprodukt gleichzeitig ein niedriges spezifisches
Gewicht verleihen sollen.
Ziel der vorliegenden Erfindung ist die Bereitstellung von solchen verbesserten härtbaren Massen, die durch
reaktionshindernde Schutzhüllen inaktivierte Reaktanten enthalten, die die vorstehenden Nachteile nicht
aufweisen, sowie deren Herstellung, Aktivierung und Anwendung.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung wird dadurch gelöst, daß die lagerstabile, härtbare Masse,
bestehend aus
a) monomeren, oligomeren und/oder polymeren Verbindungen,
b) einer oder mehreren der Härtung dienenden Komponenten),
wobei a) und/oder b) mit einer reaktionshindernden
Schutzhülle umgeben ist,
c) einem Schutzhüllensprengmittel und gegebenenfalls
d) weiteren üblichen Zusätzen,
als Schutzhüllensprengmittel ganz oder teilweise Mikrohohlkörper enthält, die durch üblicherweise auf
die Masse aufgebrachte Druck-, Scher-, Rotations- und/oder Torsionskräfte nicht zerstört werden. Diese
stabilen Mikrohohlkörper sind erfindungsgemäß einerseits »Schutzstoffe« während der Herstellung und
Lagerung von solchen Massen und andererseits bei der Applikation - Schutzhüllensprengmittel. Die stabilen
Mikrohohlkörper sind ferner Füllstoffe, die den erfindungsgemißen Massen niedrige spezifische Gewichte verleihen.
Durch das Aufbringen von mechanischen und/oder physikalischen Kräften vor, während und/oder nach der
Applikation auf die erfindungsgemäßen Massen übernehmen die stabilen Mikrohohlkörper durch die
entstehenden dynamischen Bewegungen die Funktion als Schutzhüllensprengmittel allein oder in Verbindung
mit den anderen üblichen Zusätzen, indem sie als Mahl- und Reibkörper analog dem Mahlprinzip einer Kugelmühle wirken. Da die stabilen Mikrohohlkörper
gegenüber den auf die erfindungsgemäßen härtbaren Massen aufgebrachten mechanischen und/oder physikalischen Kräften stabil sind, werden die Endeigenschaften
der gehärteten Massen nicht verändert.
Durch die dynamischen Bewegungen der erfindungsgemäßen härtbaren Massen mit einem Gehalt an
Mikrohohlkörpern vor, während oder nach deren Applikation wird die Schutzfunktion der Mikrohohlkörper in eine Schutzhüllensprengfunktion umgewandelt
und durch dabei entstehende Mahl- und Reibwirkungen die Schutzhüllen gesprengt und der geschützte Inhaltsstoff freigesetzt, wodurch eine vorgegebene Reaktion
initiiert wird.
Die stabilen Mikrohohlkörper gemäß vorliegender Erfindung können aus anorganischen und/oder organischen Stoffen hergestellt sein. Sie besitzen vorzugsweise
eine Hohlkugelform.
Die anorganischen Mikrohohlkörper können u. a. aus Glas, geblähten und/oder expandierten mineralischen
Füllstoffen, wie Flugasche, Perlite, Silikate, z. B. Calcium-, Magnesium-, Borsilikate u.dgl., hergestellt
werden. Die organischen Mikrohohlkörper bestehen aus Kunststoffen, wie Duroplaste, z. B. Amino- und
Phenoplaste. Der Hohlraum der Mikrohohlkörper kann erforderlichenfalls mit inerten Gasen, wie z. B. Stickstoff, gefüllt sein.
Die Korngrößen der stabilen Mikrohohikörper
können in weiten Grenzen variieren, und ihre Durchmesser sind < 3000 μη% insbesondere
< 1500 μιη. Sie besitzen ferner niedrige Schüttgewichte
und niedrige spezifische Gewichte, wie vorzugsweise
< 1,0 g/cm3, insbesondere < 0,8 g/cm3, vor allem
niedriger als das spezifische Gewicht der Massen, in denen sie enthalten sind. Die Zusatzmengen an
Mikrohohlkörpern können ebenfalls in weiten Grenzen variieren und liegen vorzugsweise zwischen 0,5 und 700
Gewichts-% — bezogen auf die ungefüllten Basisrohrstoffe. Der Gehalt an stabilen Mikrohohlkörpern ist
weiterhin abhängig vom Gehalt an Mikrokapseln, von der notwendigen Schutzfunktion, dem Füllstoffgehalt,
der notwendigen Schutzhüllensprengkapazität und den
geforderten Eigenschaften der Endprodukte. Jedoch
sollten die erfindungsgemäßen mikroverkapselte Stoffe enthaltenden härtbaren Massen mindestens einen
Mikrohohlkörpergehalt zwischen 1 und 100, vorzugsweise zwischen 3 und 70 Gewichts-% — bezogen auf die
ίο ungefüllten Grundstoffe — aufweisen.
Die erfindungsgemäßen Massen können auf anorganischer, metallorganischer und/oder organischer
Grundlage aufgebaut sein. Sie können in flüssiger, pastöser, thixotroper, halbfester und/oder fester Form
vorliegen. Als anorganische monomere, oligomere bzw. polymere Verbindungen eignen sich u. a. hydraulisch
abbindende Massen, Zemente, wie Portland-, Tonerdeschmelzzement; Gips, Anhydrite, Magnesit, Kalk,
Silikate, wie Wasserglas. Zu den metallorganischen
Systemen gehören u. a. silicium- und/oder titanorganische Verbindungen, wie Organosiloxane, Silikonharze,
Silikonkautschuke, Alkyltitanate. Für die reaktivierbaren Einkomponentenmassen auf monomeren oligomerer und/oder polymerer organischer Grundlage eignen
sich alle reaktiven Verbindungen, die durch Polymerisations-, Polykondensations- und/oder Polyadditionsreaktionen vernetzte polymere und/oder elastomere Verbindungen liefern. Hierzu gehören u.a. vulkanisierbare
natürliche und/oder synthetische Kautschuk- und
Elastomersysteme, wie Butadien-Acrylnitril-Mischpolymerisate, Butadien-Styrol-Mischpolymerisate, Polysulfide; Amino- und Phenoplaste, wie Harnstoff-,
Melamin-, Phenol- und/oder Resorcin-Aldehyd-Kondensate; Vinyl- und/oder Diengruppen enthaltende
Verbindungen, wie Acryl- und/oder Methacrylsäure, deren Ester, Amide, Nitrile und deren andere Derivate,
Styrol und seine Derivate, ungesättigte Polyesterharze; Epoxidverbindungen und Polyepoxide, wie aromatische,
aliphatische und cycloaliphatische Epoxidharze, Glyci
dylester, Glycidyläther; Polyurethane und sonstige
isocyanatvernetzbare Systeme; Polyamine, Polyamide, Polyimine, Polyimide und deren Derivate u. dgl.
Unter dem Begriff »der Härtung dienende Komponente« sind z. B. Reaktionsinitiatoren für die einzelnen
Vulkanisations-, Polymerisations-, Polykondensations- und/oder Polyadditionssysteme, also ganz allgemein
reaktive Verbindungen zu verstehen, die Reaktionen initiieren können. Hierzu gehören neben Coreaktanten
u. a. Härter, wie z. B. Polyamine, Polyamidoamine;
so bekannte Radikalbildner, wie Peroxide, Hydroperoxide,
wie Bleidioxid, Mangandioxid; Isocyanate und deren
vorliegender Erfindung auch Lösemittel, die durch Anquellen und/oder Anlösen von physikalisch abbindenden. Systemen zur Reaktivierung trockener Filme
eingesetzt werden können.
Zu den Reaktionsbeschleunigern als der Härtung
dienende Komponente zählen solche Verbindungen, die
leicht Elektronen abgeben und dadurch Aufgaben, wie z. B. beschleunigter Peroxidzerfall, übernehmen können.
Hierzu gehören vor allem Schwermetallsalze, Amine, Amide, Imine, Imide, Mercaptane, Azokörper u.dgl.
sowie auch Katalysatoren u. dgl.
Auch Hilfsmittel gehören hierher, sofern diese während der Lagerung inaktiv bleiben müssen, weil sie
z. B. verdampfen und/oder mit anderen Stoffen
reagieren können. Denn sie sollen erst während und/oder nach der Applikation den Massen modifizierende
Eigenschaften verleihen. Solche Stoffe können u. a. Konservierungsmittel, Hydrophobierungsstoffe,
Abbindeverzögerer und/oder Beschleuniger für hydraulisch abbindende Massen, Netzmittel, Verlaufmittel
u. dgl. sein.
Mit vorliegender Erfindung wird es möglich, daß unter normalen Bedingungen nicht beherrschbare
Reaktionsabläufe von hoch reaktiven Stoffen, ζ. Β. ίο
infolge zu kurzer Topf- und Verarbeitungszeiten, durch die temporär wirksame Schutzhülleninaktivierung formulier-
und applizierbar werden. So lassen sich u. a. erfindungsgemäß härtbare Massen herstellen, die auch
bei Temperaturen unter 00C reaktivierbar sind und aushärten.
Die härtbaren Massen mit einem Gehalt an mikroverkapselten reaktiven Stoffen gemäß der Erfindung
sind so aufgebaut, daß sie während der Herstellung und/oder Lagerung inaktiv bleiben. Welche der
reaktiven Stoffe aus einem System durch Schutzhüllen temporär inaktiviert werden sollen, damit sie den
anderen Reaktanten untergemischt werden können, ist abhängig von der Verkapselungstechnologie, der
Applikationsart und der Wirtschaftlichkeit. Vorzugsweise liegen solche reaktiven Stoffe in Schutzhüllen vor,
die in geringeren Mengen in einem System enthalten sind. Deshalb werden für einige der härtbaren Massen
oft die die Härtung bewirkenden Komponenten, vorzugsweise die Reaktionsinitiatoren und/oder Reaktionsbeschleuniger,
mikroverkapselt eingesetzt.
Die erfindungsgemäßen Massen lassen sich durch weitere Zusätze modifizieren. Geeignete Zusatzstoffe
sind u. a. Weichmacher, öle, Teere, Asphalte, Bitumina, Lösungsmittel, Farbstoffe, Pigmente, Thixotropiermittel,
anorganische und/oder organische Füllstoffe und Fasern. Ferner können ihnen Stabilisatoren und/oder
Inhibitoren zugesetzt werden.
Die in den erfindungsgemäßen Massen eingesetzten Mikrohohlkörper, Mikrokapseln und/oder Füllstoffe
können zusätzlich mit Haftbrücken bildenden Stoffen, wie Silanen, Chromkomplexen überzogen sein, um u. a.
an den Grenzflächen verstärkte Verbünde zu erreichen. Sie können aber zur Inaktivierung gegenüber Chemiesorptionsvorgängen
mit Stoffen, wie Fettsäuren, Fett-Säureestern oder mit reibwertverbessernden Stoffen,
wie Fluorkohlenwasserstoffen, Graphit u. dgU gecoatet sein.
Zur Herstellung der erfindungsgemäßen Massen sind -alle die Mischaggregate geeignet, die während des
Mischvorgangs keine zu hohen Scherkräfte und/oder Friktionen in dem Mischgut entwickeln. Hierzu gehören
u.a. Planetenmischer, Trommelmischer, Schneckenmischer.
Bei der Herstellung von Massen mit hohen Viskositäts- und/oder Thixotropiewerten, insbesondere dann,
wenn kantige und/oder spitzige Füllstoffteilchen vorhanden sind, ist besondere Sorgfalt erforderlich. Es hat
sich als sehr vorteilhaft erwiesen, wenn die Mikrokapseln entweder vor dem Einmischen mit einem flüssigen
Zusatzstoff benetzt und/oder bei flüssigen monomeren, oligomeren und/oder polymeren Substanzen als erster
Bestandteil eingearbeitet wurden. Daraufhin hat der Zusatz der Mikrohohlkörper zu erfolgen.
Bei der Herstellung und der anschließenden Lagerung der erfindungsgemäßen härtbaren Massen übernehmen
die stabilen Mikrohohlkörper insbesondere dann eine Schutzfunktion, wie überraschenderweise gefunden
wurde, wenn ihre Hohlkörpergröße etwa gleich oder größer als die durchschnittliche Mikrokapselgröße ist.
Die erfindungsgemäße Schutzfunktion der Mikrohohlkörper gegenüber den Mikrokapseln beruht darauf, daß
sie einerseits als Abstandhalter und andererseits als Puffer bzw. »Adsorbens« gegenüber den eigenstatischen
Kräften, z. B. Eigengewicht, insbesondere bei hohen Gehalten an spezifisch schweren Füllstoffen,
wirken. Zu der Schutzfunktion trägt u. a. die stabile Hohlkugelform und das niedrige spezifische Gewicht
bei. Gleichzeitig sind die Mikrohohlkörper gute Sedimentationsverhinderer und/oder -verzögerer in
den erfindungsgemäßen härtbaren Massen, wodurch zusätzlich die Anhäufung von Mikrohohlkapseln unterbunden
wird.
Diese erfindungsgemäße Schutzfunktion der Mikrohohlkörper bei der Herstellung und Lagerung der
erfindungsgemäßen härtbaren Massen zeigt allein ein Vergleich beim Einsatz von Glasperlen in gleicher
Größe und gleichem Volumen. Die Mikrokugeln aus Glas besitzen Schüttgewichte von 13 bis 2,5 g/cm3.
Beim Einsatz dieser Mikrokugeln tritt bereits beim Mischen in einer Mischvorrichtung partielle Kapselzerstörung
ein, und die ausgetretenen Reaktanten bzw. Härter initiieren bereits Polymerisationsvorgänge. Der
technische Fortschritt dieser erfindungsgemäßen Schutzfunktion wird zusätzlich noch dadurch charakterisiert,
wenn in je einer mit kantigen und spitzigen Füllstoffen hochgefüllten, hochreaktiven Masse nur
Glasperlen oder nur Mikrohohlkörper gleicher Größe und gleicher Volumenanteile in einer so vorsichtigen
Weise eingemischt werden, daß bei dieser Manipulation noch kein Kapselbruch entsteht. Werden diese Massen
normalen Lagerbedingungen unterworfen, läßt sich folgendes beobachten:
Die Masse, die nur Glasperlen enthält, zeigt bereits nach 12stündiger Lagerung harte Polymerisationsnester
und ist nach 48 Stunden durchgehärtet Die Masse mit Mikrohohlkörpern zeigt dagegen, wie überraschenderweise
gefunden wurde, nach 6monatiger Lagerung unveränderte Theologische Eigenschaften, wie am Tage
der Herstellung. In einem zusätzlichen Vergleich wurde die gegebene Gewichtsdifferenz, die aus den unterschiedlichen
spezifischen Gewichten der Glasperlen und Mikrohohlkörper resultiert, in der Mikrohohlkörper
enthaltenden Masse dadurch ausgeglichen, indem auf die Masseoberfläche ein Stempel mit dem
Differenzgewicht aufgesetzt wurde. Nach 6monatiger Lagerung waren auch an dieser Masse keine rheologischen
Eigenschaftsveränderungen noch Polymerisationsnester zu ermitteln.
Ein weiteres Ziel der Erfindung ist ein Verfahren zum Aktivieren, Härten und/oder Beschleunigen der härtbaren
Massen vor, während und/oder nach dem Applizieren. Hierbei übernehmen und lösen die stabilen
Mikrohohlkörper eine weitere erfindungsgemäße Aufgabe in der Form, daß sie beim Aufbringen und/oder in
Gegenwart von mechanischen und/oder physikalischen Kräften in den härtbaren Massen als Mahl- und/oder
Reibkörper, analog dem Mahlprinzip einer Kugelmühle, wirken. Durch diesen Mahl- und Reibvorgang in der
Masse werden die Schutzhüllen gesprengt, die umhüllten Stoffe freigesetzt, wodurch die Reaktion initiiert
wird. Um nun hohe Kapselsprengkapazitäten zu schaffen, werden vorzugsweise Mikrohohlkörpergemische
eingesetzt, deren Korngrößenspektren denen der Mikrokapseln angepaßt sind.
Das Aktivierungsverfahren beruht im wesentlichen
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darauf, daß beim Aufbringen und/oder in Gegenwart
von mechanischen und/oder physikalischen Kräften die härtbaren Massen bewegt werden und die stabilen
Mikrohohlkörper unter dieser Dynamik durch Mahlen und Reiben die Schutzhüllenwände brechen und
sprengen. Dieser vorherrschende »Kugelmühleneffekt« wird zusätzlich durch gegebenenfalls in der Masse
vorhandene harte und spezifisch schwere Füllstoffpartikeln unterstützt Die mechanischen und/oder physikalischen Kräfte können u.a. durch Druck, Scheren, ι ο
Rotation und/oder Torsion erzeugt werden. Druckkräfte entstehen vorzugsweise durch Pressen, Spachteln,
Stampfen oder Schlagen. Scherkräfte entstehen vorzugsweise beim Rühren solcher Massen in hochtourigen
Homogenisiermaschinen, Mühlen, Extrudern, Knetern u. dgL Rotations- und/oder Torsionskräfte sind vorzugsweise dann vorherrschend, wenn die Massen mit
Drücken in eine turbulente Strömung versetzt werden oder in die Massen Elemente mit Gewinden eingedreht
werden.
Durch die zusätzlich entstehenden Friktionen wird die Aktivierung begünstigt und beschleunigt. Ganz
allgemein können alle mechanischen Zerstörungsvorrichtungen die erfindungsgemäßen Aktivierungsfunktionen der stabilen Mikrohohlkörper in den härtbaren
Massen zusätzlich unterstüzen, wodurch sichergestellt wird, daß eine sehr hohe Kapselzerstörungsquote
erreicht wird
Um ungefüllten oder mit weichen Füllstoffen gefüllten härtbaren Massen eine ausreichende Aktivierungskapazität zu verleihen, sind mindestens 5 Gewichts-% an stabilen Mikrohohlkörpern — bezogen auf
die monomere, oligomere bzw. polymere Substanz — erforderlich. Sind dagegen zusätzlich kantige und/oder
spitzige Füllstoffpartikelchen in der härtbaren Masse zugegen und wird eine niedrige Aktivierungskapazität
gefordert, ist ein Mindestgehalt von 1 Gewichts-% an stabilen Mikrohohlkörpern — bezogen auf die monomere, oligomere bzw. polymere Substanz — ausreichend
Ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung ist die Verwendung der erfindungsgemäßen härtbaren Masse
in vielen Bereichen der Technik, der gewerblichen Wirtschaft, des Handwerks, der Heimwerker u. dgl.
Die erfindungsgemäßen härtbaren Massen können in ihren Zusammensetzungen, Reaktivitäten, Aktivierbarkeiten, Theologischen Eigenschaften und technischen
Werten in aus- und durchgehärtetem Zustand den jeweiligen spezifischen Verarbeitungstechnologien
und/oder Verwendungszwecken angepaßt werden. Es lassen sich aber auch universellere härtbare Massen für
mehrere Anwendungsbereiche bereitstellen.
Die erfindungsgemäßen härtbaten Massen sind abgepackt in Tuben, Kartuschen, Dosen, Hobbocks
u. dgL über mehrere Monate lagerfähig. Die erfindungsgemäßen Massen können für Klebe-, Haft-, Dicht-,
Spachtel-, Füll-, Stampf- und/oder Überzugszwecke
eingesetzt werden.
Ferner sind die erfindungsgemäßen aktivierbaren härtbaren Massen für den Model- und/oder Werkzeugbau und für die Herstellung von Preß-, Höhl- und/oder
Spritzkörpern geeignet
Sind die erfindungsgemäßen Massen u.a. auf der Grundlage von Duroplasten aufgebaut, liefern ihre
Aushärtungsprodukte relativ hohe mechanische Festig- es keiten, gute Dimensionsstabilitäten, relativ dichte
Gefüge und sind vorzugsweise dann manuell und maschinell mit Zerspanungswerkzeugen bearbeitbar,
wenn der Mikrohohlkörperanteil hoch und der Gehalt an harten, grobkörnigen Füllstoffen gering ist.
Mit den erfindungsgemäßen härtbaren Massen kann eine Vielzahl von Werkstoffen und/oder Substraten
miteinander und untereinander verbunden, gedichtet, gespachtelt und/oder überzogen werden. Beim Einsatz
als Stampf- und/oder Füllmasse lassen sich Hohlräume, wie Löcher, Lunker u.dgl., ausfüllen. Die Werkstoffe
und/oder Substrate können u. a. Metalle, wie Stahl, Eisen, Aluminium, Kupfer; anorganische Materialien,
wie Steine, Beton, Glas, Keramik; Elastomere; Kunststoffe, wie Thermoplaste, Duroplaste; Holz- und
Holzwerkstoffe; Kunststoffolien, Kunststofflaminate; textile Materialien, Papier, Karton u. dgl. sein.
Derartige Aufgaben zum Verbinden, Dichten, Spachteln, Oberziehen und/oder Füllen sind in vielen
technischen Bereichen der Forschung, Industrie, des Handwerks und der Heimwerker vorhanden. Hierzu
gehört u.a. das Baugewerbe mit Hoch- und Tiefbau, sowie Innenausbau; holz- und kunststoffverarbeitende
Industrie, Fahrzeug-, Schiffs- und Flugzeugbau, Maschinen- und Apparatebau, Elektrotechnik, Modell- und
Werkzeugbau, ferner viele Gebiete des Handwerks, wie Elektro- und Sanitär-Installationen, Montage und
Reparätursektor u. dgl.
Eine besondere Anwendungsform der erfindungsgemäßen Massen ist die Verwendung als aktivierbarer
Kleb-, Dicht- und/oder Spachtelstoff für Montage- und/oder Reparaturzwecke. So lassen sich beispielsweise mit einer solchen erfindungsgemäßen Klebemasse
Befestigungselemente, wie Schrauben, Ankerstangen, ohne zusätzliche mechanische Befestigungsmittel in
Bohrlöcher setzen und einkleben. Mit den gleichen Massen lassen sich aber u. a. auch Flansche verkleben
und dichten.
Zu einer bevorzugten Anwendungsform gemäß der Erfindung gehört der Einsatz von aktivierbaren
härtbaren Massen in den Applikationsfällen, bei denen sie durch spürbare Zerstörungen von Mikrohohlkörpern nicht zusätzlich verdichtet werden, sondern auch
im ausgehärteten bzw. ausvulkanisierten Zustand das formulierte, niedrige, spezifische Gewicht beibehalten.
Hierzu gehören beispielsweise Klebstoffe, Reaktionsharzmörtel, Dichtungsmassen für das Bauwesen, den
Fahrzeugbau, sowie Klebe- und Spachtelmassen.
Zu einer weiteren bevorzugten Anwendungsform gemäß der Erfindung gehört der Einsatz von trockenen
Pulvergemischen und/oder Laminaten, die mikroverkapselte reaktive Stoffe, stabile Mikrohohlkörper
und/öder andere Zusatzmittel enthalten und durch mechanische Beanspruchungen, wie Druck-, Scher-,
Rotations- und/oder Torsionskräfte, aktivierbar sind Die Pulvergemische können auf anorganischer Basis,
wie Zemente, Kalk und/oder auf organischer Bindemittelgrundläge, aufgebaut sein. Bei den Laminaten handelt
es sich um organische Polymere und/oder Bindemittel,
die beispielsweise unter Druck-, Vakuum und/oder Wärme verarbeitbar sind.
Eine weitere Anwendungsform gemäß dieser Erfindung ist die Verwendung der aktivierbaren härtbaren
Massen im Modell- und Werkzeugbau. Hierfür werden u. a. solche erfindungsgemäßen Massen eingesetzt die
z. B. bei Raumtemperatur wenig plastisch, aber bei leicht
erhöhter Temperatur, beispielsweise mit Hand verform-, knet- und aktivierbar und nach ihrer Durchhärtung mit Zerspanungswerkzeugen bearbeitbar werden.
Sie sind aber auch für alle anderen Verwendungszwecke geeignet, bei deren Technologie solche Kräfte auftreten,
die zur Aktivierung der Schutzhütlensprengmittel ausreichen.
Eine weitere bevorzugte Verwendung der aktivierbaren Massen gemäß vorliegender Erfindung ist die
Herstellung von Preß-, Hohl- und/oder Spritzkörpern. So stehen beispielsweise im Bereich der verstärkten
Kunststoffe, vorzugsweise der glasfaserverstärkten Polyester und anderen Duromere und/oder Thermoplaste nicht nur geeignete Technologien, wie Autoklavmethode, Druckvakuumverfahren, Drucksackverfahren, ι ο
Kalt- und Heißpreßtechniken, zum Verarbeiten der erfindungsgemäßen reaktivierbaren Einkomponentenmassen zur Verfügung, sondern durch die vorgefertigten, flüssigen, pastösen, thixotropen, festen und/oder
pulvrigen Einkomponentensysteme bieten sie als Zwischenprodukte, Preßmassen und/oder Prepregs eine
Reihe von Vorteilen.
Solche härtbaren Massen gemäß der Erfindung weisen u. a. homogenere Zusammensetzungen, einheitliche Reaktivität, keine Topf- und Verarbeitungszeit auf
und sind mehrere Monate lagerfähig.
In der industriellen Technik, im Gewerbe-, Handwerks- und Heimwerkerbereich gibt es eine Vielzahl
von weiteren Verwendungsmöglichketen für die aktivierbaren härtbaren Massen gemäß vorliegender
Erfindung, die im einzelnen nicht erörtert werden können.
Gemäß dieser vorliegenden Erfindung werden nicht nur neue und verbesserte aktivierbare härtbare Massen
für viele Anwendungs- und Einsatzgebiete bereitgestellt, die nicht mit den geschilderten und anderen
Nachteilen behaftet sind, sondern sie weisen eine Reihe zusätzlicher verarbeitungs- und anwendungstechnischer
Vorteile auf, die seitens der Praxis seit langem gefordert werden. Diese Vorteile sind in Abhängigkeit der
jeweiligen härtbaren Masse u. a. folgende:
— vor, während und/oder nach der Verarbeitung
aktivierbare härtbare Masse mit den bekannten Vorteilen einer Zwei- und Mehrkomponentenmasse;
— leichte und unkritische Anwendung, da kein Mischen von Zwei- oder Mehrkomponenten erforderlich ist;
— keine Mischungsfehler;
— leichte und einheitliche Aktivierbarkeit;
— keine Topf- und Verarbeitungszeiten;
— vorprogrammierte Reaktionen, wie Gelier- und Härtungszeiten;
— klebfrei einstellbare Verformungs- und/oder Kneteigenschaften;
— pumpbar;
— einstellbare permanente Viskositäts- und/oder Thixotropiewerte;
— schrumpfungsarmes und/oder schrumpfungsfreies Aus- und Durchhärten;
— Verminderung oder Verhinderung von inneren Spannungen und Rißbildungen;
— gute Lagerstabilitäten der Massen;
— Verringerung und/oder Beseitigung von physiologischen und toxikologischen Bedenklichkeiten
und/oder Umweltproblemen beim Einsatz und Verarbeiten von gefährlichen Arbeitsstoffen.
Die Erfindung wird durch die folgenden Beispiele näher erläutert, ohne jedoch darauf beschränkt zu sein.
Die in den Beispielen verwendeten Mengenangaben und -Verhältnisse beziehen sich im allgemeinen auf das
Gewicht.
Zum Nachweis der erfindungsgemäßen Schutzfunktionsaufgaben der Mikrohohlkörper bei der Herstellung
und Lagerung von mikroverkapselte Stoffe enthaltenden Massen wurden Massen nach Tabelle 1 hergestellt
und die einzelnen Bestandteile in einem Planetenmischer homogen gemischt. Die Mischungsansätze Nr. 2
und 3 hatten jeweils die adäquaten Volumenanteile an Glasperlen bzw. Mikrohohlkörpern. Die Zugabe der
einzelnen Bestandteile erfolgte in der angegebenen Reihenfolge.
Rohstoffe
UP-Harz') (Gew.-Teile)
Peroxjd-Mikrokapseln2) (Gew.-Teile) Kolloidale Kieselsäure (Gew.-Teile)
Glasperlen*) (Gew.-Teile)
Mikrohohlkörper·)(Gew.-Teile) Quarzsand 0,2—0,4 nun {Gew.-Teile)
Mtschzeit
a) Polymerisatnester
b) Durchgehartet
40%iges Benzoyiperoxid in Phthalatweichmacher, Mikrokapselgröße:
< 200 μΐη. Korngröße: <250μπι, Schüttgewicht: 235 g/cm3.
Korngröße: <250μιη, Schüttgewicht: 0,7 g/cm3.
| 200 | 200 | 200 |
| 20 | 20 | 20 |
| 2 | 2 | 2 |
| 80 | ||
| — | — | 24 |
| 500 | 420 | 476 |
| 30UpM | 30UpM | 30UpM |
| 20 Minuten | 20 Minuten | 20 Minuten |
| 8 Stunden | 12 Stunden | keine nach 6 Monaten |
| 35 Stunden | 48 Stunden | nach 6 Monaten keine |
| Veränderungen in den | ||
| Rheologieeigenschaften | ||
| tat ca. 1000 cP, Styrolgehalt -35%, | Säurezahl: 25. |
Die vergleichenden Misch- und Lagerungsprüfungen zeigen auf, daß bei den Mischungen 1 und 2 bereits beim
Mischvorgang partieller Mikrokapselbruch eintrat und somit lokale Polymerisationsreaktionen initiierte. Nach
bzw. 12 Stunden wurden in den Massen Nr. 1 und 2 harte Polymerisationskerne ermittelt, die nur unter
Druckanwendung zerstörbar waren. Beim Fortsetzen der Lagerungsteste konnte nach 35 bzw. 48 Stunden
eine völlige Durchhärtung bzw. Polymerisation der Mischungen Nr. 1 und 2 ermittelt werden. Der
Mischungsansatz 3 — gemäß vorliegender Erfindung — zeigte nach ömonatiger Lagerung keine Veränderungen
in seinen Theologischen Eigenschaften und war einwandfrei verarbeitbar und aktivierbar.
10
Eine weitere erfindungsgemäße Masse mit Mikrohohlkörpern wurde mit einer solchen mit Glasperlen
verglichen, in denen die Zusätze an Mikrohohlkörpem
und Glasperlen jeweils in gleichen Volumenteilen zugesetzt wurden, wie in Tabelle 2 aufgeführt.
| Mischungs- | Mischungs- | |
| Nr. 1 | Nr. 2a+ 2b | |
| Rohstoffe | ||
| UP-Harz')(Vol.-Teile) | 200 | 200 |
| Peroxid-Mikrokapseln2) | 20 | 20 |
| (Vol.-Teile) | ||
| Kolloidale Kieselsäure | 2 | 2 |
| (VoL-Teile) |
25
Mischungs-Nr. 1
Mischlings-Nr. 2a+ 2b
(VoL-Teile)
(VoL-Teile)
werkzeuge
'),2), 3I «) Siehe Tabelle 1.
Die Drehzahlen der Mischwerkzeuge wurden deshalb erniedrigt, um sicherzustellen, daß bei Mischungsansatz
Nr. 1 keine Mikrokapseln zerstört werden.
Die Mischungsansätze Nr. 1 und 2a wurden in Aluminiumdosen gefüllt und verschlossen. Der Mischungsansatz Nr. 2b wurde in einen Glaszylinder
gleichen Durchmessers wie die Aluminiumdosen eingebracht und auf die Massenoberfläche ein Metallstempel
mit 57,75 g aufgesetzt. Das Gewicht des Metallstempels entsprach der Gewichtsdifferenz, die sich aus dem
unterschiedlichen Gewicht der gleichen Glasperlen- und Mikrohohlkörpervolumina ergibt. Die Lagerungsteste
lieferten folgende Ergebnisse:
Polymerisationsnester
Durchgehartet
24 Stunden
56 Stunden
0 nach 6 Monaten 0 nach 6 Monaten
nach 6 Monaten zeigten die Massen 2a und 2b keine Veränderung in den Theologischen
Eigenschaften
Auch dieser vergleichende Lagertest zeigt auf, daß die erfindungsgemäßen Schutzfunktionsaufgaben der
Mikrohohlkörper in den härtbaren Massen gegenüber den Glasperlen charakteristisch sind.
Folgende 2 härtbare Spachtelmassen für Karosserien wurden hergestellt:
lOOGew.-Teile UP-Harz1)
5Gew.-Teile Titandioxid-Farbpaste in Weichma-
eher
2 Gew.-Teile mikroverkapseltes N.N-Dimethyl-ptoluidin,
50%ig in Phthalatweichmacher,
Korngröße < ΙΟΟμιη
10 Gew.-Teile mikroverkapseltes Peroxid2)
10 Gew.-Teile stabile Mikrohohlkörper,
Korngröße 20—70 μπι,
Schüttgewicht: 0,21 g/cm3
100 Gew.-Teile Talkum
20 Gew.-Teile Schwerspat
20 Gew.-Teile Feintalkum.
') und2) Siehe Tabelle 1.
60
65
Die Rezeptur der Spachtelmasse 1 wurde in der Weise abgeändert, daß anstelle der 10 Gewichtsteile
Mikrohohlkörper 40 Gewichtsteile an Talkum eingesetzt wurden.
Beide Spachtelmassen wurden mit einem Metallspachtel unter normalem Spachteldruck von Hand in
einer möglichst gleichen Schichtstärke auf ein entfettetes Aluminiumblech aufgespachtelt. In einer 2. Prüfung
wurden die Spachtelmassen in einem Auftragsrahmen in einer Stärke von 80—100 μιη auf entfettete Stahlbleche
aufgetragen. Die Spachtelmasse Nr. 1, die erfindungsgemäß stabile Mikrohohlkörper enthielt, war nach 30
Minuten sowohl auf dem Aluminium- als auch auf dem Stahlblech so angehärtet, daß die Oberflächen mit
Sandpapier zu schleifen waren. Das Sandpapier setzte sich dabei nicht zu. Nach weiteren 10 Minuten war die
Spachtelmasse Nr. 1 auf beiden Flächen durchgehärtet. Die Spachtelmasse Nr. 2 war nach 30 Minuten auf
beiden Flächen noch weich und plastisch und veränderte diesen Zustand auch nach weiteren 120 Minuten nicht.
Sie war nach einem Tag noch weich.
Durch diesen Vergleich wird die erfindungsgemäße Funktion der stabilen Mikrohohlkörper als SchutzhüllensprengmitteL die unter mechanischen und/oder
physikalischen Kräften als Mahl- und Reibkörper wirken, unter Beweis gestellt. Die mikroskopischen
| 100 | 100 |
| 50 | 50 |
| 30 | 50 |
| 30 | 30 |
| 0,2 | 0,2 |
| 3,8 | 3,8 |
15
40
30UpM 10 Min.
15
10
15
Untersuchungen zeigten, daß die Mikrohohlkörper nicht zerstört waren.
Es wurde eine Klebedübelmasse folgender Zusammensetzung
hergestellt:
lOOGew.-Teile Reaktionsharzlösung')
5 Gew.-Teile mikroverkapseltes N,N-Dimethyl-p-
toluidin
20 Gew.-Teile mikroverkapseltes Peroxid, 40%ig, Korngröße: Korngröße:
< 400 μιη 10 Gew.-Teile Mikrohohlkörper,
Korngröße 20- 70 μηι 265 Gew.-Teile Mikrohohlkörper,
Korngröße 70- 250 μπι.
+ ) Ungesättigtes Polyesterharz, 60%ig in 1,3-Butandioldimethacrylat.
Viskosität ca. 1400 cP, Säurezahl 24.
Diese Klebedübelmasse wurde in ein von Bohrstaub gesäubertes Bohrloch aus Beton Bn 350 eingebracht.
Das Bohrloch hatte eine Schraubentiefe von 10 d In das Klebedübelmassenbett wurde eine Schraube M 10
mittels Bohrmaschine 8 d tief eingedreht. Nach 10 Minuten konnte die Schraube mit einem Losbrechmoment
(Lmb) von 400 cm kp gelöst und ausgeschraubt werden. Es wurde ein paßgenaues Gegengewinde
produziert. Anschließend wurde die Schraube nochmals eingedreht und zwar auf 10 d und mit einem
Anzugsmoment (LMA) von 400 cm kp angezogen. Nach
60 Minuten konnte die Schraube mit einem Losbrechmoment (Lmb) von 500 cm kp gelöst werden. Somit lag
das Losbrechmoment (Lmb) 25% über dem Anzugsmoment (Lma) und erfüllte damit mehr als die Praxisforderungen
Lmb ^ 1,2fache LMa-
Das Bohrloch wurde vertikal aufgeschnitten, und es konnten einwandfreie Gewindesteigungen, die aus der
erfindungsgemäßen Klebedübelmasse produziert wurden, festgestellt werden. Die mikroskopischen Untersuchungen
der Gewindestege zeigten, daß keine spürbare Zerstörung der stabilen Mikrohohlkörper eingetreten
war.
Folgende Polysulfid-Dichtungsmassen wurden in einem Planetenmischer hergestellt:
Dichtlingsmassen Nr. 1 Nr. 2
Rohstoffe
Polysulfidpolymar (Gew.-Teile)
Weichmacher (Gew.-Teile)
Kreide (Gew.-Teile)
Titandioxid (Gew.-Teile)
Schwefel (Gew.-Teile)
Thixotropiermittel (Gew.-Teile) Mikroverkapseltes Bleidioxid
50%ig, in Weichmacher,
Korngröße: <300μηι
(Gew.-Teile)
Mikrohohlkörper,
Korngröße: < 300 μπι
(Gew.-Teile)
Kreide (Gew.-Teile)
Titandioxid (Gew.-Teile)
Schwefel (Gew.-Teile)
Thixotropiermittel (Gew.-Teile) Mikroverkapseltes Bleidioxid
50%ig, in Weichmacher,
Korngröße: <300μηι
(Gew.-Teile)
Mikrohohlkörper,
Korngröße: < 300 μπι
(Gew.-Teile)
Drehzahl der Mischwerkzeuge
Mischzeit
Mischzeit
Bei der Dichtungsmasse Nr. 2 wurde nach dem Mischvorgang eine schwache Braunfärbung beobachtet,
während die Dichtungsmasse Nr. 1 dies nicht zeigte. Diese Braunfärbung ist auf einen partiellen Mikrokapselbruch,
wobei Bleidioxid als Härter ausfloß, zurückzuführen.
Beide Polysulfid-Dichtungsmassen wurden anschließend
über eine Mikrokapselzerstörungsvorrichtung, die aus einem Zerhacker und einer Transportschnecke
bestand, gepreßt. Die Dichtungsmasse Nr. 1 trat homogen braun aus der Spritzdüse und war nach ca. 90
Minuten durchgehärtet, während die Dichtungsmasse Nr. 2 nur braune Streifen nach dem Aktivieren zeigte
und nach 12 Stunden noch nicht durchgehärtet war.
Der Zusatz an stabilen Mikrohohlkörpern in der
Dichtungsmasse Nr. 1 demonstriert die stark unterstützende Schutzhüllensprengmittelfunktion derselben auch
in einer Mikrokapselzerstörungsvorrichtung. Ferner zeigt die Dichtungsmasse Nr. 2, daß die mechanisch
arbeitenden Mikrokapselzerstörungsvorrichtungen die Forderungen der Praxis bis heute noch nicht erfüllen.
In einem Planetenmischer wurden folgende Epoxidharzklebstoffe
hergestellt:
45
50
55
b0
| Klebstoff | |
| Nr. 1 Nr. 2 | |
| Rohstoffe | |
| Epoxidharz-Mikrokapseln*) | |
| Korngröße: < 200 μπι | 120 120 |
| (Gew.-Teile) | |
| Polyamidoamin (Härter) | 100 100 |
| (Gew.-Teile) | |
| Mikrohohlkörper, | |
| Korngröße: < 100 μπι | 30 - |
| (Gew.-Teile) | |
| Drehzahl der Mischwerkzeuge | 100 UpM 100 UpM |
| Mischzeit | 15 Min. 15 Min. |
| *) Rot eingefärbt. |
30UpM 10 Min.
Beide Klebstoffmischungen wurden 24 Stunden stehengelassen. Bei Klebstoff Nr. 2 ist nach diesem
Zeitraum ein Viskositätsanstieg und eine schwache Mikrokapselsedimentation feststellbar. Der erfindungsgemäße Klebstoff Nr. 1 zeigte diese Erscheinungen
nicht. Beide Klebstoffe wurden dann auf sandgestrahlte Prüfbleche mit einer Klebefläche von 10 cm2 aufgespachtelt und je 2 Klebeflächen aufeinandergelegt.
Nach 48 Stunden lieferte der Klebstoff Nr. 1 eine Zugscherfestigkeit von 60 kp/cm2, während der Klebstoff Nr. 2 nur eine solche von 20 kp/cm2 lieferte. In der
Bruchfläche der mit Klebstoff Nr. 2 verklebten Prüfbleche waren noch weiche, nicht vernetzte Klebstoffnester zu ermitteln. Die mikroskopische Untersuchung ergab, daß nur etwa 50% der Epoxidharz-Mikrokapseln zerstört waren. Dagegen war der Klebstoff Nr.
1 durch den Gehalt an Mikrohohlkörpern voll aktiviert worden.
709 583/528
Es wurde eine härtbare Knetmasse nach folgender Vorschrift hergestellt:
In einem Planetenmischer, mit einer Mischgeschwindigkeit von 50 UpM, wurden nachstehende Bestandteile
zusammengemischt:
Gew.-Teile UP-Harz, 60%ig in Neopentylglykoldi
methacrylat, Säurezahl: 28, Viskosität: 2700 cP
2 Gew.-Teile Magnesiumoxid
3 Gew.-Teile Pfropfcoporymer aus Polyäthylen und
Methacrylsäure, Methacrylsäurgehalt: 15%
5 Gew.-Teile kolloidale Kieselsäure 10 Gew.-Teile stabile Mikrohohlkörper
< 70μιτι 80 Gew.-Teile stabile Mikrohohlkörper
< 200 μιη 10 Gew.-Teile Titandiod
10 Gew.-Teile mikroverkapseltes Peroxid, 40%ig Korngröße: < 200 μπι.
Diese Mischung dickte innerhalb 24 Stunden so ein, daß eine knetbare Masse entstand, die keine Oberflächenklebrigkeit
zeigte. Wurde die Knetmasse zwischen den Fingern oder auf einem Knetbrett geknetet, so
wurde sie innerhalb 60 Sekunden durch den Knetvorgang aktiviert. Die aktivierte Masse war nach 12
Stunden durchgehärtet.
Claims (3)
1. Härtbare Masse, bestehend aus
a) monomeren, oligomeren und/oder polymeren Verbindungen,
b) einer oder mehreren der Härtung dienenden Komponenten),
wobei a) und/oder b) mit einer reaktionshindernden
Schutzhülle umgeben ist,
c) einem Schutzhüllensprengmittel und gegebenenfalls
d) weiteren üblichen Zusätzen,
dadurch gekennzeichnet, daß das Schutzhüllensprengmittel ganz oder teilweise aus Mikrohohlkörpem besteht, die durch üblicherweise auf die
Masse aufgebrachte Druck-, Scher-, Rotations- und/oder Torsionskräfte nicht zerstört werden.
2. Masse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Mikrohohlkörper ein 1- bis
3fach größeres Volumen als die Schutzhüllen aufweisen.
3. Verfahren zum Härten der Masse gemäß Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß
man auf die Masse Druck-, Scher-, Rotations- und/oder Torsionskräfte zur Einwirkung bringt und
durch den dabei entstehenden Mahl- und Reibeffekt der stabilen Mikrohohlkörper die Schutzhüllen
mindestens teilweise zerstört
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| DE2710548C2 DE2710548C2 (de) | 1982-02-11 |
Family
ID=6003307
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| FR (1) | FR2383211A1 (de) |
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