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Rübenkopf-Pufzvorrichtung für Rübenerntemaschinen
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Die Erfindung bezieht sich auf eine Rübenkopf-Putzvorrich tung für
Rübenerntemaschinen mit mindestens einem, auf einer geköpften Rübe zum Einsatz kommenden
an einem Tragrehmen angeordneten Putzwerkzeug, welches eine, um eine zumindest annähern
horizontale Achse rotieren angetriebene Nabe aufweist, an der sich von dieser nach
außen erstreckende, aus elastischer: Material bestehende Schläger angeordnet sind.
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eie derartige Rübenkopf-Putzvorrichtung ist aus dem DEON 7 232376
bekannt. Dabei ist die Achse der Nabe fest am Tragrahmen gelagert, der im übrigen
auch die Rodewerkzeuge trägt. Der Tragrahmen selbst wird über eine Steuervorrichtung
in der Höhe geführt. Da auch die Rodewerkzeuge auf dem Tragrahmen angeordnet sind,
befinden sich die Rodeverkzeuge und die Putzwerkzeuge immer in analoger Höhe, ob';ohl
diese Werkzeuge zeitlich versetzt an jeweils einer Lbe zum Einsatz gelangen. Die
Nabe des Putzwerkzeuges Mit
den daransitzenden Schlägern wird angetrieben.
Da die Rüben bekanntermaßen unterschiedlich hohen Wuchs aufwelzen, wird jede Rübe
unterschiedlich geputzt. Ein Ausgleich findet nur innerhalb der elastischen Schläger
bis zu einem gewissen Grade statt. Es läßt sich kaum vermeiden, daß relativ hochwüchsige
Rüben durch das Putzuerkzeug umgedrückt werden, während flachwüchsige Rüben relativ
schlecht geputzt werden.
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Auch die aus der DT-AS 1 437 928 bekannte Putzeinrichtung, die zwei
gegenläufig angetriebene Naben mit koaxialen Achsen zeigt, besitzt den Nachteil,
daß die Anpassung an unterschiedliche Höhen der Rüben ausschließlich durch die Elastizität
der Schläger erfolgen muß. Um diesem Mangel abzuhelften ist es bereits aus dem DBGM
1 964 501 bekannt, die einzelnen Putzwerkzeuge in ihrem gegenseitigen Abstand veräderlich
zu gestalten, so daß damit in manchen Fällen eine bessere Anpassung an die geköpften
Rüben erfolgen kann.
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Jedoch sind auch bei dieser Ausführungsform die Naben der Putzwerkzeuge
ortsfest gclagert, so daß eine individuelle Anpassung an die einzelne Rüe nicht
möglich ist.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Rübenkopf-Putzvorrichtung
der eingangs beschriebenen Art so auszubilden, daß mit ihr eine selbsttätige individuelle
Anpassund an die verschiedenen Wuchschöhen der Rüben erfolgt.
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Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß die Nabe mit den Schlägern
an: Tragrahmen pendelnd aufgehängt ist.
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Damit wird die Möglichkeit geschaffen, daß das Putzwerkzeug mit der
Nabe und den Schlägern seitlich zur RUbe ausweichen kann. Der Ausschlag bei dieser
Ausweichbewegung wird umso größer sein, je größer die Wuchshöbe der
Rt:be
ist. Beim Putzen der einzelnen Rübe wird dio Nabe mit den Schlägern eins solche
Stellun einnehmen, daß sich ein Kraftgleichgewicht zwischen den Aktions- und den
Reaktionskräften ergibt. Die pandelnde Aufhängung ist möglich, wenn allein die Schwerkraft
zur Eiwirkung kor.-t. Es ist aber auch möglich, zusätzlich Federn oder sonstige
Kraftspeicher einwir:cen zu lassen. Je nach den an der Rübe hervorgerufenen Reaktionskräften
wird somit die Nabe mit den Schlägern infolge ihrer pendelnden Aufhängung nach der
einen oder anderen Richtung ausweichen» dabei wird die sich verändernde vertikale
Höhe dazu ausgenutzt, um die individuelle Ana3ssung an den unterschiedliehen Wuchs
Jeder RtUbe zu erreichen.
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Um die Reaktionskräfte an der RUbe auszugleichen, sind vorzugsweise
zwei pendelnd aufgehängte Naben vorgesehen, die im wesentlichen gleichzeitig auf
einer geküpften Rübe zum Einsatz kommen und gegenläufig angetrieben sind.
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Damit ist die Gefahr vermieden. das dis RUben durch das Putzwerkzeug
zeitlich umgedrückt werden können, so daß die Aufnahme im Rodewerkzeug behindert
wird.
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Mit besonderem Vorteil wird die pendelnde Aufhängung dann angewendet,
wenn die Achse der Nabe oder die Achsen der Naben in Fahrtrichtung weisend angeordnet
sind. Es handelt sich dann un sogenannte Querputzer, so daß auch ausreichend Abstand
fur das Ausweichen der Nabe oder der Naben zur Verfügung steht. Dieser Querputzer
hat darüber hinaus den weiteren Vorteil, daß die Rodeorgane und die Reinigungsorgane
der Rübenerntemaschine nicht zusätzlich von Erde, Blatt und Unkraut beansprucht
und belastet werden, wie dies ülicherweise bei Längsputzern der Fall ist, bei denen
die Nabe um
eine quer zur Fahrtrichtung weisende Achse angetrieben
wird.
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Jede Nabe ist über einen Riemen- oder Kattentrieb angetrieben, wobei
die Nabe pendelnd um die Achse des Antrichsrades aufgehängt ist. Bei dieser Antriebsert
ergibt sich die Länge des Pendelarms immer durch den Abstand zwischen der Achse
des Antriebsrades und der Achse der Nabe. Dabei ist mit besonderem Vorteil das Verhältnis
der Radien des Antriebsrades zu der Nabe etwas grüßer als das Verhältnis der Pandellänge
zu dem Radius der Schläger auf der Nabe, so daß die folgende Formel gilt:
Dtbsi bedeutet r1 der Radius des Antreibsrades, r2 der Radius der Nabe, r3 den Radius
der Schlägerenden auf der Nabe und b die Pendellänge. Wird die genannte Bedingung
eingehalten, dann weißt die Nabe mit den Schlägern in Drehrichtung relativ gegenüber
der Rübe aus. Es erfolgt also ein pendelnder Ausshlag in Drehrichtung. Dies hat
cEn Vorteil, daß der Rübenkopf von oben nach unten gesutzt wird, so daß Blattreste
und ggf. Erde beim Putzen von der Rüe entfernt bzw. weggefördert werden. Wird dagegen
das Verhältnis der oben angegebenen Größen in ungekahrtem Sinne eingehalten, dann
erfogt das Ausweichen der Nabe mit den Schlägern entgegen der Drehrichtung, so daß
dann die Rübe von unten nach obn geputzt wird, also gleichsam eine Anhäufolung flachwüchsiger
Rüben mit Erde erfolgt, was sich hinsichtlich des Rodevorganges als nachteilig auswirkt.
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Die pendelnde Aufhängung der Nabe ist zweckmkäßig durch eine Feder
gefesselt, so daß nicht allein die Masse der Nabe, der Schläger und des Pendelarms
für eine Rückführung zur Verfügung steht.
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Beim Einsatz zweier gegenläufig angetriebener Naben können die Achsen
der Antreibsräder oder die Achsen der pendelnden Aufhängung einen gegenseitigen
Abstand besitzen, der auf Jeden Fall kleiner als der Radius der Scä.ger ant der
Nabe ist, so daß die folgende Formel gilt a < r3 Dabei ist a der Achsabstand
der Antriebsräder. Durch eine solche nicht koaxiale pendelnde Aufhängung, die im
übri-£en such verstellbar bzw. einstellbar ausgebildet sein kann, wird erreicht,
daß auch die beiden Naben in einer gewissen Entfernung voneinander schon an einer
Rübe zum Zinsatz gelangen, so daß das Ausweichen hierdurch beschleunigt werden kann
bzw. ein Ausweichen in größerem Umfange nur dann eintritt, wenn besonders hochwüchsige
Rüben geputzt werden müssen.
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Zur Begrenzung des pendelnden Ausschlages der Aufhängung können Anschläge
vorgesehen soin, und zwar in beiden Pendelrichtungen. Diese Anschläge können ein-
oder beidseitig mit Rückführfedern kombiniert bzw. durch diese ersetzt sein.
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Die Erfindung wird anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels weiter
beschrieben. Es zeigt: Fig. 1 eine schematizierte Darstellung der Rübenkopf-Putzvorrichtung
als Querputzer in der Ansicht quer zur Fahrtrichtung,
Fig. 2 eine
Ansicht der Rübenkopf-Putzvorrichtung gemäß Fig. 1 in Fahrtrichtung oder entgegen
der Fahrtrichtung, Fig. 3 eine Einzeldarstellung des Antriebes in schematisierter
Form und Fig. 4 eine weitere Antriebsmöglichkeit in schematisierter Darstellung.
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Das in Fig. 1 dargestellte Putzwerkzeug 1 weist die beiden Naben 2,
3 auf, die gegenläufig angetrieben sind. Die beiden Naben 2, 3 sind auf einem entsprechenden
Nabenkörper auf dem Umfang mit Schlägern 4 besetzt, die im wesentlichen gleichzeitig
auf einer gekröpften BUbe 5 zum Einsatz gelangen, um nach dem Köpfvorgang die noch
an der RUbe vorhandenen Blatt reste im Bereich des Rübenkopfes zu entrerneun. Der
Antrieb jeder Nabe 2, 3 erfolgt Uber Antriebsräder 6, 7, die zweckmäßig die beiden
Ausgänge eines gemeinsemen Verteilergetriebes 8 bilden, wie es beispielsweise in
den Fig. 3 und 4 in verschiedenen Ausführungsformen dargestellt ist. Es versteht
sich, daß die Antriebsräder 6, 7 über einen Riemen 9, eine kette od.dgl. mit entsprechenden
Gegenrädern auf den Naben 2, 3 verbunden sind.
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Einer der Riemen 9 ist til Fig. 2 dargestellt.
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Die Naben 2, 3 sind pendeln aufgehängt, und zwar Uber die Pendelarme
10, 11 pendelnd tn die Achse 12, die gleichzeitig die gemeinsame Achse der Antriebsräder
6 und 7 ist. Es verdaht sich, daß bei Anordnung einen Verteilergetriebes gemäß Fig.
X diese Achsen nicht koaxial lauten, sondern um den Abstar:d a gegeneinander versetzt
sind, so daß bei pendelnder Aufhängung der Naben 2, 3
in Schwerkraftrichtung
auch dio Naben 2, 3 einen Abstand a voneinander aufweisen.
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In Fig. 2 ist nur die eine Hälfte der Putzvorrichtung aus Übersichtlichkeitsgründen
dargestellt. Sofern die Fahrtrichtung gemäß dem Pfeil 13 angenommen wird und Fig.
2 eine Ansicht in Fahrt richtung ist, sind dort schematisch das Antriebsrad 7 und
die Nabe 3 dargestellt.
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Das Antriebsrad 7 besitzt einen Radius r1, während die Nabe 3 bis.
das dort vorgesehene Gegenantriebsrad den Radius r2 aufweist. Die äußeren Enden
der Schläger 4 befinden sich aur den Radius r3. Die Pendellänge ist mit b bezeichnet.
fri der Arbeit der Putzeinrichtung kannen die folgenden Kräfte unterschieden werden:
P1 = Umfangskraft am Radius r1 an dem Antriebsrad 7 P2 = Umfangskraft an dem Gegenrad
mit dem Radius r2 der Nabe 3 P3 . Umfangskraft an den Sehlägerenden as Radius r3.
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Infolge des Reimentriebes gilt: P1 = P2 Beim Ansetz um die Achse 12
gilt: P3# b = P1 # r1 lein Ansatz um die Achse der Nabe 3 gilt: P3 .r3 " P2 . r2
Durch Einsatzen erhielt an
oder Ist nun das Verhältnis der Radien des Antriebsrades zu der Nabe größer als
das Verhältnis der Pendellänge zum Radius der Schläger, dann wird die Nabe in Drehrichtung
ausweichen. Hierfür gilt also s
Dis hat dEn Vorteil, daß sich die Nabe in die Fig. 2 strichpunktierte Stellung bogibt,
also ausweicht. Dabei werden dieBlattreste, das Unkraut und ggf. die Erde von der
Rübe 5 weggefördert. Wird die Konstruktion dagegen umgekehrt aurSebaut, so daß das
Vorhältnis der Radien des Antriebsrades zu der Nabe kleiner als das Verhältnis der
Pendellänge zu dem Radius der Schläger ist, dann wird die Nabe entgegengesetzt zu
der Drehrichtung ausweichen.
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Es ist ersichtlich, daß die gegenläufig angetriebenen Naben 2 und
3 einer Rübe 5, auf der sie gleichzeitig zum Einsautz gelangen, nach vorschiedenen
Seiten ausweichen, so daß die Reaktionskräfte an der Rübe ausgsglichen sind. Es
besteht daher nicht die Gefahr, daß die BUta durch die vom Putzwerkzeug übertragenen
Kräfte umgestoßen wird.
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Um den Pendelausschlag der Naben zu begrenzen, können in beiden Schwenkrichtungen
wirksame Anschläge 14, 15
vorgesehen sein. Zusa'tziich können Federn
16 angeordnet sein, die auch mit den Asnschlägen kombiniert werden können. Es ist
auch nicht erforderlich, daß sich die Achse der Nabe 3 in der Ruhestellung genau
unter der Achse 12 des Antriebsrades befindet. Durch die Einwirkung der Fadern 16
kann auch eine leichte Schrägstellung vorge-Leben sein, so daß die Achsen der Nzbcn
2, 3 in der Ruhestellung nicht nur dann verschieden sind, wenn ein Verteilergetriebe
gemäß Fig. 4 zur Anwendung kommt.
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L e e r s e t e