DE27162C - Verdampf-Apparat mit terrassenartig angeordneten taschenförmigen Verdampfflächen - Google Patents
Verdampf-Apparat mit terrassenartig angeordneten taschenförmigen VerdampfflächenInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01D—SEPARATION
- B01D1/00—Evaporating
- B01D1/22—Evaporating by bringing a thin layer of the liquid into contact with a heated surface
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)
Description
BuicH^n^WV
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die beiliegende Zeichnung stellt einen continuirlich verwendbaren Verdampfapparat dar,
bei dem die Heizfläche durch eigenartige Taschen bedeutend vergröfsert ist und der in
allen seinen Theilen von dem heizenden Medium umgeben wird.
Fig. ι zeigt das Innere des Apparates theils im Durchschnitt, theils in der Ansicht, wie er
aus einzeln geformten Körpern dargestellt werden kann,
Fig. 2 einen Querschnitt durch den Apparat,
Fig. 3 eine Seitenansicht des Innern bei durchschnittenem Mantel,
Fig. 4 eine obere Ansicht,
Fig. 5 eine Ansicht des inneren Abdampfgefäfses, aus Blechen oder getriebener Arbeit
dargestellt,
Fig. 6 eine andere Art der Verbindung der .einzelnen Theile des Abdampfgefäfses, im übrigen
wie nach Fig. 1 erzeugt.
Der Verdampfapparat besteht aus dem eigentlichen Abdampfgefäfs A und aus dem diesen
umgebenden Mantel B.
Das Abdampfgefäfs ist in der Zeichnung viereckig kastenförmig gewählt und trägt nach
innen gerichtete, wechselweise von den beiden gegenüberliegenden Seiten eingeführte, aufsen
offene Taschen CC1 C\
In der partiell verstärkten Wandung des Domes D befindet sich ein Zuflufsrohr a, durch
welches die zu verarbeitende Flüssigkeit zunächst in die über die ganze Breite des Apparates
laufende Rinne c und von da gleichmäfsig über die Vertherdungsplatte h läuft, so dafs sie
in breiter, dünner Schicht auf der ersten Tasche C ankommt. Die obere Wand bx der
Taschen ist schwach geneigt, fällt aber am Ende mit einer starken Schrägung d ab, während
die Bodenplatte horizontal ist und, falls Dampf zur Heizung dient, dem sich im Innern
der Tasche bildenden Condensationswasser leichten Abfiufs gestattet.
Die zu behandelnde Flüssigkeit geht auf den erwärmten oberen Platten der Taschen langsam
nieder, bis sie, durch die Schrägung d gezwungen, von der folgenden Schicht gleichsam
abreifst und in einzelnen Strahlen oder Tropfen der nächsten Tasche zufällt. Durch eine solche
Vertheilung wird den der Flüssigkeit entgegenströmenden Brüdendämpfen ein unbehinderter
Durchgang gestattet, e ist das Ausflufsrohr des
Apparates. Um jederzeit prüfen zu können, ob die Flüssigkeit die gewünschten Eigenschaften
erlangt hat, befindet sich dicht über dem Abflufsrohr
e oder mittelst Dreiwegeverschlusses in demselben ein Probirhahn /. Auch kann am
Boden des Gefäfses ein Schauglas angebracht werden.
Der Mantel B und der Abdampfapparat A werden meist aus verschiedenem Material dargestellt
sein.
Wo es sich um die Verarbeitung von Säuren handelt, wird man den inneren Apparat aus
Blei, Porcellan, Steingut oder dergleichen darstellen. Ist die zu verarbeitende Flüssigkeit
von indifferenter Wirkung auf Metalle, so wird das gute Wärmeleitungsvermögen am besten
durch die Anwendung von Kupfer, Messing und selbst Eisen nackt oder verzinnt zur Wirkung
kommen, während der äufsere Mantel immer aus Metallen dargestellt werden kann. Um die
Verschiedenheiten der Ausdehnung des äufseren
und inneren Apparates auszugleichen, geht der domförmige Auslauf des oberen Theiles des
Verdampfapparates durch eine Stopfbüchse E, über welcher alsdann durch Knierohr oder eine
andere Art die Verbindung mit Destillirblasen oder anderen Vorlagen oder auch mit einem
Strahlapparat oder Condensator und darauf folgender Luftpumpe bewirkt wird.
Die Benutzung des Abdampfapparates unter Vacuum empfiehlt sich nicht allein für den
Fall, dafs die zu concentrirenden Flüssigkeiten nur erst bei sehr hohen Wärmegraden sieden,
sondern auch, wenn es sich um Flüssigkeiten handelt, die bei Anwendung schon geringer
Wärmegrade, das ist unter der Temperatur des siedenden Wassers, Zersetzung erleiden können.
Je nach den Eigenschaften der zu verarbeitenden Flüssigkeit wird demnach auch das
Heizmittel gewählt. Im Falle von leicht flüchtigen Stoffen kann warmes Wasser oder warme
Luft den Vorzug verdienen. Für höhere Wärmegrade würde Abgangsdampf oder directer Dampf
event, in überhitztem Zustande oder auch heifse Luft zu verwenden sein. Die Einführung dieser
heizenden Medien geschieht durch Stutzen F und der Abfiufs am Boden durch G oder, falls
man das Gegenstromprincip zur Anwendung bringen will, in umgekehrter Weise.
In Fig. ι ist eine Zuleitung für die heizenden Medien durch Rohre geschehen, welche
mit seitlichen Oeffnungen den Heiztaschen gegenüber versehen sind. Diese Anordnung
bezweckt, eine lebhafte Circulation in den Heiztaschen hervorzurufen. Sie ist zwar nicht Bedingung
zur Functionirung des Apparates, sichert aber eine möglichst vollkommene Ausnutzung
der zugeführten Wärme.
Den ganzen äufseren Mantel und die Decke des Apparates überzieht man mit einem schlecht
wärmeleitenden Material.
Aus den Fig. ι und 3 ist erkenntlich, wie sich der Apparat gestaltet, wenn man die inneren
Verdampfungsgefäfse aus Gufseisen, Blei, Porcellan oder überhaupt aus gebranntem Thon
bestehen läfst, und empfiehlt sich in diesem Falle die Versteifung der Tasche durch mehr
oder oder weniger Rippen, die der Circulation wegen am besten am engsten Theil der Tasche
fortgelassen werden.
In der Fig. 6 ist dargestellt, wie die Dichtung der einzelnen Verdampfungselemente einsatzweise
genommen werden kann. Ob in allen diesen Fällen eine Verlöthung der einzelnen Sätze oder anderartige Verdichtung statthaben
mufs, ist von der Art der zu verarbeitenden Flüssigkeiten und auch davon abhängig,
welches Material zur Darstellung gewählt, und ob es erforderlich wird, mit oder ohne Luftentziehung
zu arbeiten.
In Fig. 5 ist nur der innere Verdampfungsapparat gezeigt und angenommen, dafs die
Taschen, welche aus Blech oder getriebener Arbeit gefertigt sind, mittelst Ueberlappung und
alsdann Vernietung oder Verlöthung gedichtet werden.
Bei H ist ein kleiner Hahn zum Ablassen des Condensationswassers oder anderer heizenden
Medien angebracht, der je nachdem mit Condensationstöpfen oder anderen den Abfiufs
regelnden Apparaten in Verbindung stehen kann.
Claims (3)
1. Ein zum Verdampfen, Destilliren und Co.ncentriren
von Flüssigkeiten dienender Apparat, bestehend einerseits aus einem Mantel B,
andererseits aus einem inneren Gefäfs A, welches in einem Stück oder aus mehreren
auf einander gesetzten Elementen hergestellt sein kann und in das abwechselnd von der
einen und der anderen Seite die aus zwei convergirenden Wänden gebildeten Taschen
C C1 C2 etc. in der Weise eingeführt sind,
dafs zwischen ihnen ein Zickzackweg für die zu behandelnde Flüssigkeit und die entwickelten
Dämpfe entsteht, während das heizende Medium in dem Raum zwischen' dem Mantel B und dem Gefäfs A circulirt
und in das Innere der Taschen eindringt.
2. Bei dem unter 1. charakterisirten Apparat die Anwendung von Taschen mit geneigter
oberen Wand, ganz oder nahezu horizontaler unteren Wand und einer stark geneigten
Abschrägung an ihrem Ende.
3. Bei demselben Apparat die Anordnung, zufolge welcher das Abgangsrohr D des Gefäfses
A durch eine mit dem Mantel B verbundene Stopfbuchse hindurch nach aufsen
geführt ist.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE27162T | 1883-10-25 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE27162C true DE27162C (de) | 1884-05-20 |
Family
ID=33459878
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE188327162D Expired DE27162C (de) | 1883-10-25 | 1883-10-25 | Verdampf-Apparat mit terrassenartig angeordneten taschenförmigen Verdampfflächen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE27162C (de) |
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1883
- 1883-10-25 DE DE188327162D patent/DE27162C/de not_active Expired
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