DE2716485C2 - Eine Zusatzmasse zur Beeinflussung von Resonanzschwingungen aufweisender Drehmomentübertragungsstrang - Google Patents
Eine Zusatzmasse zur Beeinflussung von Resonanzschwingungen aufweisender DrehmomentübertragungsstrangInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Drehmomentübertragungsstrang nach dem Oberbegriff des Patentanspruches.
Bei einem bekannten Drehmomentübertragungsstrang dieser Art (JP-OS 50-30 230/1975, Fig. 1. 3 und 4)
ist die Einzelmasse als einteiliger, in Umfangsrichtung in sich geschlossener Ring ausgebildet, der mit der Gelenkhälfte entweder einteilig ausgebildet oder starr verbunden ist. Eine Nachrüstung dieses bekannten Drehmomentübertragungsstranges hinsichtlich der beiden
Einzelmassen ist somit nicht möglich.
Bei einem bekannten Drehmomentübertragungsstrang anderer Art (US-PS 35 04 573) ist eine einzige
Zusatzdrehmasse zentrisch und drehfest zur zentralen Antriebswelle an einer auf das Gewicht der Zusatzdrehmasse abgestimmten Stelle zwischen dem hinteren Wellenende und dem mittleren Wellenbereich angeordnet,
um eine gegenüber der natürlichen Eigenschwingung des Drehmomentübertragungsstranges um 180° phasenverschobene, durch die Zusatzdrehmasse angeregte
Störschwingung zu überlagern.
Aus der den gattungsbildenden Drehmomentübertragungsstrang zeigenden Druckschrift ist es noch bekannt
(Fig. 2 und 5), zur Bildung eines Schwingungstilgers eine in Umfangsrichtung in sich geschlossene ringförmige
Sekundärmasse unter Vermittlung einer elastischen ringförmigen Verbindungsschicht drehe'.astisch an die
Gelenkhälfte anzukoppeln.
Bei anderen bekannten Drehmomentübertragungssträngen (US-PS 28 78 689) arbeiten auf der zentralen
Antriebswelle Schwingungstilger mit drehelastisch angekoppeltem Sekundärmassering, der in Umfangsrichtung
in zwei Ringhälften gcteili ist, wobei die Verbindungsschicht
aus einem in Einbaulage an seinen Enden zusammenstoßenden Gummistreifen bestehen kann, so
daß das Nachrüsten eines solchen Schwingungstilgers ermöglicht ist.
Nun hat es sich aber herausgestellt, daß auch bei
Drehmomsntübertragungssträngen der eingangs genannten Art u. U. auch der nachträgliche Einbau einer
Einrichtung zur Schwingungsdämpfung notwendig wird.
Der Erfindung liegt also die Aufgabe zugrunde, eine Einrichtung zur Drehschwingungsdämpfung der durch
den Zahneingriffs-Impuls angeregten Drehschwingungen zu schaffen, die nachträglich ohne große Montage-
kosten angebracht werden kann und die ebenfalls die Resonanzamplituden dämpft oder die betreffende Eigenfrequenz durch Veränderung der Gleichlaufgelenkmassen so weit verschiebt, daß eine Resonanz nicht
mehr auftreten kann.
Diese Aufgabe ist gemäß der Erfindung durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruches gelöst.
Der Einbau der hier vorgeschlagenen Einrichtung ist verblüffend einfach und erfordert z. B. keinerlei Ausbau
der Achse selbst. Infolgedessen sind die Montagekosten sehr gering und auch die zusätzlich erforderlichen Teile
sind leicht und einfach herstellbar.
Natürlich läßt sich im Prinzip eine solche Einrichtung auch aus mehr als zwei, z. B. aus drei Schalen zusam
mensetzen, jedoch wird dadurch die Montage etwas
umständlicher. Es ist wichtig, daß die Schalen eine einwandfreie Anlage am Gelenkteil selbst haben und daß
die Gummiflächen eine ausreichende Flächenpressung aufweisen, so daß sie gewissermaßen eine Art Klebewir
kung am Gelenkteil erzielen. Der auf diese Weise ange
brachte Zusatzring kann sich dann weder in axialer Richtung gegenüber dem Gelenk verschieben noch ihm
gegenüber drehen.
angeregten Schwingungen sind Maßnahmen zur Massen- oder Steifigkeitskorrektur am Differentialgetriebe
nicht erforderlich.
Da die Drehmasse eines Gleichlaufgelenkes klein gegenüber der Drehmasse des Differentialgetriebes bzw. der Dr^hmasse der zentralen Antriebswelle ist, kann
auch die Einzelmasse klein gehalten werden, und zwar so klein, daß die Summe der beiden Einzelmassen kleiner
ist als eine beim bekannten Drehmomentübertragungsstrang auf der zentralen Antriebswelle angeord- nete einzige Zusatzdrehmasse.
Einzelheiten der Erfindung zeigt das Ausführungsbei spiel der Zeichnung, in der
F i g. 1 das Schwingungsschema der Anordnung und
Fig. 2 die aus zwei Halbschalen bestehende Einzelmasse im Schnitt zeigt.
Fig. 2 die aus zwei Halbschalen bestehende Einzelmasse im Schnitt zeigt.
Nach Fig. 1 steht das Tellerrad im Differentialgetriebe
10 in der üblichen Art und Weise mit seinem An triebsritzel 11 im Zahneingriff, welches über eine Antriebswelle
12 angetrieben wird. An den beiden Abtrieben des Differentialgetriebes 10 sind zwei Gleichlaufgelenke
13 angeordnet, die als Schiebegelenke ausgebildet sind und die Achshalbwellen 14 antreiben. Dieses System
wird durch die Impulse aus dem Zahneingriff zwischen dem Tellerrad und dem Antriebsritzel 11 zu Drehschwingungen
angeregt, die u. U. mit einer Eigenfrequenz des Antriebsstranges einen störenden Resonanzbereich
ergeben.
Um diese Eigenfrequenz in einen Bereich zu verschieben, wo sie nicht mehr stört, sind auf die Gleichlaufge-
M lenke 13 je eine Einzelmasse 16 in einer später noch zu
beschreibenden Art und Weise aufgeklemmt. Dies erfolgt auf denjenigen Gelenkteil, der mit dem Abtrieb
des Differentialgetriebes unmittelbar verbunden ist. Auf
ί; diese Weise wird die Masse dieses Gelenkteiles so weit
P vergrößert daß die Eigenfrequenz aus dem störenden jhj Bereich herausgeschoben wird.
K Nach F i g. 2 wird die Einzelmasse 16 von zwei HaIb-
f schalen 15 gebildet die an ihren beiden Enden aneinan-
I. der befestigt z. B. durch Schrauben miteinander ver-
h bunden sind. Die Anordnung ist dabei so getroffen, daß
t \ in der fest aufgeklemmten Lage zwischen den Stirnseii
ten 19 der beiden Halbschalen 15 noch ein geringes
I Spiel verbleibt Die Klemmflächen 17 der beiden Halbf
schalen 15 sind so geformt, daß sie beim Zusammenspannen fest zur Anlage an dem mit dem Abtrieb des
Differentialgetriebes verbundenen Gelenkteil kommen. :.. In dem Sektor zwischen den beiden Klemmflächen 17
|! ist eine Gummisthicht 18 angeordnet, die in der dargeff
stellten entspannten Lage ein gewisses Übermaß hat, ff d. h., also über die Klemmflächen 17 vorsteht. Diese
If Gummischicht 18 kann mit den Halbschalen 15 festhaf- \% tend verbunden oder in anderer Art und Weise an ihnen
|f befestigt sein. Beim Zusammenspannen der beiden \A Halbschalen 15 werden nun diese Gummischichten aus-
:· i einandergepreßt, so daß sie unter einer gewissen Flächenpressung
am Gelenkteil anliegen und ihm gegenüber gewissermaßen eine Art Klebewirkung ergeben,
wodurch eine Verschiebung der Halbschalen 15 in i. Axial- oder in Umfangsriehtung mit Sicherheit verhindert
wird. Um dieses Auseinanderpressen zu erleich- ;: tern, sind an den Enden der Gummischichten 18 die
:| Innenflächen der Halbschalen 15 mit entsprechenden
H Abschrägungen 20 versehen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch:Eine Zusatzdrehmasse zur Beeinflussung von Resonanzschwingungen aufweisender Drehmomentübertragungsstrang, bei dem eine von einer Antriebsmaschine antreibbare zentrale Antriebswelle über ein Differentialgetriebe mit zwei jeweils ein Gleichlaufgelenk enthaltenden und mit einem Fahrzeugrad verbindbaren Antriebshalbwellen verbunden ist und die Zusatzdrehmasse relativ zu einem drehbeweglichen Übertragungsglied bewegungsfest angeordnet und in zwei symmetrisch zum Differentialgetriebe liegende und konzentrisch auf jeweils einer Antriebshalbwelle angeordnete ringförmige Einzelmassen aufgeteilt ist und die Einzelmassen mit der jeweils mit dem Differentialgetriebe verbundenen Gelenkhälfte des ihrer Antriebshalbwelle zugehörigen Gleichlaufgelenkes starr verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Einzelmasse (16) sowohl drehfest auf die Gelenkhälfte aufgeklemmt als auch in Umfangsrichtung unterteilt ist und die Teile (15) der Einzelmasse (16) sowohl lösbar miteinander verbunden sind als auch je eine gegenüber ihrer Klemmfläche (17) erhabene Anlageschicht (18) aus Gummi oder einem technisch gleichwertigen Stoff aufweisen.
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