DE2719164A1 - Absperrschieber fuer grosse gasleitungen - Google Patents

Absperrschieber fuer grosse gasleitungen

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DE2719164A1 DE19772719164 DE2719164A DE2719164A1 DE 2719164 A1 DE2719164 A1 DE 2719164A1 DE 19772719164 DE19772719164 DE 19772719164 DE 2719164 A DE2719164 A DE 2719164A DE 2719164 A1 DE2719164 A1 DE 2719164A1
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Rudolf Mueller
Hermann-Josef Stolberg
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    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21BMANUFACTURE OF IRON OR STEEL
    • C21B9/00Stoves for heating the blast in blast furnaces
    • C21B9/10Other details, e.g. blast mains
    • C21B9/12Hot-blast valves or slides for blast furnaces
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16KVALVES; TAPS; COCKS; ACTUATING-FLOATS; DEVICES FOR VENTING OR AERATING
    • F16K3/00Gate valves or sliding valves, i.e. cut-off apparatus with closing members having a sliding movement along the seat for opening and closing
    • F16K3/02Gate valves or sliding valves, i.e. cut-off apparatus with closing members having a sliding movement along the seat for opening and closing with flat sealing faces; Packings therefor
    • F16K3/16Gate valves or sliding valves, i.e. cut-off apparatus with closing members having a sliding movement along the seat for opening and closing with flat sealing faces; Packings therefor with special arrangements for separating the sealing faces or for pressing them together
    • F16K3/20Gate valves or sliding valves, i.e. cut-off apparatus with closing members having a sliding movement along the seat for opening and closing with flat sealing faces; Packings therefor with special arrangements for separating the sealing faces or for pressing them together by movement of the seats
    • F16K3/207Gate valves or sliding valves, i.e. cut-off apparatus with closing members having a sliding movement along the seat for opening and closing with flat sealing faces; Packings therefor with special arrangements for separating the sealing faces or for pressing them together by movement of the seats by means of hydraulic forces

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Description

HERMANN RAPPOLD & CO. GMBH Zollhausstraße 121, 5160 Diiren
Absperrschieber für große Gasleitungen
Die Erfindung betrifft einen Schieber zum Absperren großer Gasleitungen, mit einem ortsfesten und einem beweglichen Gehäusedichtsitz sowie mit einer zwischen den beiden Gehäusedichtsitzen verschiebbaren Schieberplatte, wobei der bewegliche Gehäusedichtsitz durch Anpressfedern beaufschlagt ist und durch entgegen der Anpressfedern wirkende, druckmittelbeaufschlagbare Verstellmittel von der Schieberplatte bzw. von dem ortsfesten Gehäusedichtsitz weg bewegbar ist.
Absperrschieber dieser Art werden beispielsweise als Abaperrorgane im Sinne der Unfallverhütung entsprechend den Vorschriften der Berufsgenossenschaften in den Gasleitungen von Hüttenwerken eingesetzt. Für die Betriebssicherheit dieser Anlagen ist es von großer Bedeutung, daß der Absperrschieber durch die Anpressung des beweglichen Gehäusedichtsitzes gegen den ortsfesten Gehäusedichtsitz bzw. gegen die Schieberplatte stets vollkommen gasdicht isi. Um das zu erreichen, werden als Anpressmittel bevorzugt Druckfedern verwendet, die je nach Größe des Anpresshubes entweder als Spiralfedern oder als Tellerfederpakete ausgebildet sind. Die Verwendung von Druckfedern hat gegenüber druckmittelbeaufschlagten Anpressvorrichtungen u.a. den Vorteil, daß die Federn unabhängig von einer Druckmittelquelle sind und somit stets eine sichere Anpressung gewähr1eisten.
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Beim Umschalten des Schiebers muß die Anpressung aufgehoben und der bewegliche Gehäusedichtsitz verschoben werden. Die bisher bekannten Absperrschieber der eingangs genannten Art sind hierfür mit Verstellmitteln auegerüstet, die entweder als Hydraulikzylinder oder als mechanische exzenter- oder spindelbetätigte Vorrichtungen ausgebildet sind. In beiden Fällen sind diese Verstellmittel bezüglich ihrer Konstruktion und ihrer Wartung sehr aufwendig. Sie sind außerdem störungsanfällig und erfordern eine ebenfalls aufwendige Steuerung, um eine möglichst gleichmäßige Verstellung des beweglichen Gehäusedichtsitzes zu bewirken.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diese Nachteile zu vermeiden und einen Absperrschieber der eingangs genannten Art zu schaffen, der sich durch betriebssichere, konstruktiv einfache und leicht zu wartende Verstellmittel für den beweglichen Gehäuse— dichtsitz auszeichnet.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß als Verstellmittel ein oder mehrere Bälge dienen, die zwischen einer ortsfesten Stützwand und einer mit dem beweglichen Gehäusedichtsitz verbundenen Andrückplatte liegen.
In den normalen Betriebsstellungen des Schiebers sind die Anpressfedern voll wirksam und die Verstellmittel unbeaufschlagt. Zum Umschalten des Schiebers werden dann die Bälge mit einem Druckmittel, vorzugsweise Druckluft- oder Stickstoff beaufschlagt. Hierdurch dehnen sich die Bälge unter Überwindung der Federkraft der Anpressfedern aus und nehmen dabei den beweglichen Ge-
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häusedichtsitz soweit mit, bis dieser sich von der Schieberplatte bzw. von dem ortsfesten Gehäusedichtsitz genügend entfernt hat.
Es ist zwar aus den DT-Patentschriften 826 098 und 865 245 sowie aus der DT-OS 2 120 656 bereits bekannt, als Verstellmittel für den beweglichen Gehäusedichtaitz druckmittelbeaufschlagte Bälge zu verwenden. In allen diesen Fällen dient aber die Druckbeaufschlagung der Bälge nicht zum Lösen, sondern zum Anpressen des beweglichen Gehäusedicht3itzes gegen die eingeschobene Schieberplatte bzw. gegen den ortsfesten Gehäusedichtsitz des Absperrschiebers. Die Lösung erfolgt beim Schieber gemäß der DT-PS 826 098 durch die Eigenelastizität des Federbalges, Später wurden die mit Anpressbälgen versehenen Schieber mit Lösefedern ausgerüstet (siehe DT-PS 865 245). Dies hat jedoch den Nachteil, daß der Anpressbalg gegen die Federkraft der Lösefedern arbeiten muß.
In einer späteren Ausführung erfolgt die Lösung durch Erzeugen eines Unterdrucks in dem Innenraum des Anpressbalges, so daß dieser sich nicht nur aufgrund der Eigenelastizität, sondern auch hauptsächlich des erzeugten Unterdrucks zusammenzieht (siehe DT-OS 2 120 656). Diese Lösung ist aber bei großen Absperrschiebern in der Praxis nicht brauchbar. Es ist nämlich im Betrieb vielfach erforderlich, an den Dichtflächen des.Schiebers Dichtungen einzusetzen, die so beschaffen sind, daß die zum Abdichten benötigten Dichtkräfte nur mittels sehr starker Anpressfedern zu erzeugen sind. Dies ist beispielsweise der Fall bei Verwendung von Dichtungen für hohe Gastemperaturen, welche aus Asbestgewebe zusammen mit Kupferoder Chromnickeldraht bestehen und so ein sehr hartes Profil ergeben. Um dann den beweglichen Gehäusedichtsitz
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entgegen der Federkraft der Anpressfedern zu bewegen, müßte man sehr großflächige Bälge einsetzen und außerdem ein sehr hohes Vakuum erzeugen und aufrechterhalten, was wegen der hohen Betriebskosten nicht in Frage kommen kann.
Die als Lösemittel vorgeschlagenen Bälge sind weitgehend wartungs-, verschleiß- und störungsfrei. Sie haben außerdem den Vorteil, daß man die Vorrichtung mit einem Druckmittel - insbesondere Druckluft oder Stickstoff - betreiben kann, das in Hüttenwerken und ähnlichen Anlagen ohnehin vorhanden ist und speziell bei Verwendung von Stickstoff entweder in Form von Hochdruckf laschen in unmi t Le ' Ivir-t· r Nähe den Schiebers stehen kann oder aber bei sehr wenit°; betätigten Schiebern bei Bedarf mit Hilfe einer fahrbaren Flaschenbatterie mit Schnellschluß lieferbar ist. Hierdurch verringert sich gegenüber Verstellvorrichtungen mit Hydraulikzylindern die Wartung der Anlage ganz erheblich, da das Druckgas anders als das 'lydrauliköl keine Alterung erfährt. Es tritt außerdem eine Verbilligung der Gesamtkonstruktion ein, weil das sonst erforderliche Hydraulikaggregat zum Erzeugen des hydraulischen Druckes entbehrlich ist. Ein weiterer Vorteil liegt in den Betriebsfällen, in denen man nach dem Ausfall des elektrischen Stromes noch eine Betätigung des Schiebers durchführen muß. In diesen Fällen steht nämlich Druckluft oder Stickstoff normalerweise als Betriebsmittel weiterhin ständig zur Verfügung und ist ohne größeren Aufwand zum Betätigen der Verstellvorrichtung verwendbar. Bei den Verstellvorrichtungen mit Hydraulikzylindern ist dagegen für solche Fälle ein teurer und aufwendigerer Hydraulikspeicher erforderlich, der außerdem amtlichen Überwachungsvorschriften unterliegt.
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Die vorgeschlagene Konstruktion findet Anwendung sowohl bei Schiebern deren Schieberplatte nur eine geschlossene Ringscheibe aufweist, bei denen ein größerer Hub dea beweglichen Dichtsitzes im Gehäuse zu fahren ist, als auch bei Schiebern deren Schieberplatte einen offenen Ring und eine geschlossene Ringscheibe aufweist, bei denen ein kleinerer Hub zu fahren ist.
Die Erfindung sieht ferner vor, daß als Bälge eine Anzahl von kreisförmig und achsparallel zum beweglichen Gehäusedichtsitz angeordneten Luftbälgen dienen,die zweckmäßigerweise achsparallel zu den Anpressfedern in den zwischen diesen vorhandenen umfänglichen Zwischenräumen liegen. Hierbei ist es vorteilhaft, wenn die Luftfederbälge an die Stützwand anflanschbar sind. Es ist auch zweckmäßig, wenn als Andrückplatte ein sich über alle Luftfederbälge erstreckender Ringträger dient.
Nach einem weiteren Vorschlag gemäß der Erfindung ist es vorgesehen, daß der Balg durch einen koaxial zum beweglichen Gehäusedichtsitz angeordneten, geschlossenen Ringschlauch gebildet ist, dessen mittlerer Umfang mit den Mittelachsen der Anpressfedern zusammenfällt. Als Federbälge können auch zwei koaxial zum beweglichen Gehäusedichtsitz angeordnete, geschlossene Ringschläuche dienen, deren mittleren Umfange etwas größer bzw. etwas kleiner als der Umfang des von den Mittelachsen der Anpressfedern gebildeten Kreises sind.
Es ist ebenfalls zweckmäßig, wenn der oder die Ringschläuche durch ein ringförmiges Gehäuse mit Q-Profil zentriert sind.
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Die Erfindung sieht ferner vor, daß die Andrückplatte mit dem beweglichen Gehäusedichtsitz mittels einer oder mehrerer durch die Stützwand geführter Zugstangen verbunden ist. Diese können erforderlichenfalls mit einer den Innenraum des Schiebergehäuses gegen den Außenraum abdichtenden Stopfbüchsendichtung versehen sein.
Im folgenden werden mehrere AuafUhrungsbeispiele der Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert.
Es zeigt:
Fig. 1 einen erfindungsgemäßen Absperrschieber mit als Luftfederbälge ausgebildeten Verstellmitteln für den beweglichen Gehäusedichtsitz, in der Vorderansicht dargestellt,
Pig. 2 einen Schnitt durch den Absperrschieber entlang der Linie II - II in Fig. 1,
Fig. 3 eine Teilansicht in Richtung des Pfeils III in Fig. 2, vergrößert dargestellt,
Fig. 4 einen Teilschnitt durch den Schieber entlang der Linie II - II in Fig. 1, wobei die Verstellmittel durch einen geschlossenen Ringschlauch gebildet sind,
Fig. 5 einen weiteren Teilschnitt durch den Schieber entlang der Linie II - II in Fi^. 1, wobei die Verstellmittel durch zwei koaxiale, geschlossene Ringschläuche gebildet sind.
Der in den Figuren 1 bis 3 gezeigte Absperrschieber weist ein Schiebergehäuse 1 mit Flanschen 2 und 3 auf, durch welche der Schieber mit einer nicht dargestellten Gasleitung im Gasnetz einer Hütte verbunden ist.
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Der Absperrschieber ist ferner mit einem ortsfesten Dichtsitz 4 und einem beweglichen, in Achsrichtung verschiebbaren Dichtring 5 versehen.
Der ortsfeste Dichtsitz 4 ist mit einem zylindrischen Gehäuseteil 6 gasdicht verschweißt. Der verschiebbare Dichtsitz 5 ist seinerseits mit einem weiteren zylindrischen Gehäuseteil 7 über einen Kompensator 8 verbunden, der an einem mit dem beweglichen Gehäusedichtsitz 5 verschweißten Rohrstück 9 befestigt ist.
Der Absperrschieber weist ferner eine Schieberplatte 10 auf, die mit einem Dichtring 11 und einer Blende 12 versehen ist. Die Schieberplatte 10 ist in einem Tragrahmen 13 eingespannt, welcher mittels Führungsrollen 14 geführt ist, die in Laufschienen 15 an beiden Längsseiten des Tragrahmens 13 laufen. Weitere Führungsrollen 16, die mit einem Rahmenprofil 17 zusammenwirken, sind am Schiebergehäuse 1 stirnseitig angeordnet.
Die Schieberplatte 10 ist mit Hilfe eine3 Kettenantriebes 18 zwischen einer Offenstellung außerhalb des Schiebergehäuses 1 (siehe Fig. 1) und einer Ijchließstellung innerhalb des Schiebergehäuses 1 (siehe Fig. 2, obere Hälfte) verschiebbar. Der Kettenantrieb 18 besteht aus einer an dem Tragrahmen 13 befestigten Kette 20 und einem mit der Kette in Eingriff stehenden Kettenrad 21, das über eine Antriebswelle 22 antreibbar ist.
Der bewegliche Gehäusedichtsitz 5 wird durch auf dem Umfang gleichmäßig verteilt angeordnete Anpressfedern beaufschlagt, deren Federkräfte diesen gegen den ortsfesten Dichtsitz 4 (in der Offenstellung des Schiebers) bzw. gegen die zwischen den beiden Dichtsitzen 4 und 5
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eingeschobene Schieberplatte 10 (in der Schließstellung des Schiebern) andrücken. Die Anpressfedern 2 3 sind durch Federteller 24 und 25 gehalten, die an einer ortsfesten Stützwand 26 bzw. an einer am Rohrs bück 9 angeschweißten und zusammen mit dem Gehäusedichtsitz 5 verschiebbaren Stützwand 27 befestigt sind. In den umfänglichen Zwischenräumen zwischen den Anpressfedern 23 sind je zwei als Verstellmittel für den beweglichen Gehäusedichtuitz 5 dienende Luftf ederbälge 28 kreisförmig und achsparallel zu den Gehäusedichtsitzen angeordnet, und zwar derart, daß die von den Mittelachsen der Anpressfedern 23 und der Luftfederbälge 28 gebildeten Kreise miteinander zusammenfallen.
Die Luftfederbälge 28 weisen einen gewölbten Hohlkörper 29 auf, der aus elastischen gummiähnlichen Werkstoffen gefertigt und erforderlichenfalls mit Leinengewebe verstärkt ist. Sie besitzen ferner zwei stirnseitige Stahlplatten 30 und 31, die mittels Schrauben an der ortsfesten Stützwand 26 bzw. an einem als Andrückplatte dienenden Ringträger 32 befestigt sind. Die Stahlplatte 31 kann auch gegen den Ringträger 32 abgestützt sein. Der Ringträger 32 besteht aus zwei kreisförmig gewalzten C-Profilen 33 und 34 mit Flanschen 35. In Sonderfällen ist es bei höheren Temperaturen auch möglich, anstelle der Hohlkörper aus gummiähnlichen Werkstoffen solche einzusetzen, die kompensatorartig ausgebildet und aus dünnem Edelstahl gefertigt sind.
Der Ringträger 32 ist mit dem beweglichen Gehäusedichtsitz 5 mittels Zugstangen 36 verbunden, die durch die Anpressfedern 23 und Federtellern 24 und 25 geführt sind. Die Luftfederbälge 28 sind über eine Ringleitung 37 mit Zuleitungen 38 beaufschlagbar. Diese stehen mit dem Innenraum des Hohlkörpers 29 über eine in der Stahlplatte 31 angeordneten Winkelbohrung in Verbindung, die in der Fig. gestrichelt dargestellt ist. Die Ringleitung 37 ist über
eine Hauptzufuhrleitung 39 mit einer Batterie von Druckluftoder Stickstoff flaschen 40 verbunden. Ir) der Haupt zuführleitung 39 ist ein Mehrwegventil 41 angeordnet, mit dessen Hilfe Druckluft oder Stickstoff zu den Luftfederbälgen 28 zugeführt wird bzw. diese über das Ventil entlüftet werden.
In der Offenstellung des Schiebers (siehe Fig. 2 untere Hälfte) ist der bewegliche Gehäusedichtsitz 5 durch die Anpressfedern 23 gegen den ortsfesten Gehäusedichtsitz angedrückt. Die Luftfederbälge 28 sind ihrerseits unbeaufschlagt. Zum Umschalten des Schiebers wird der bewegliche Gehäusedichtsitz 5 vom ortsfesten Gehäusedichtsitz 4 unter Überwindung der Federkraft der Anpressfedern 23 wegbewegt, damit die Schieberplatte 10 zwischen den beiden Gehäusedichtsitzen 4 und 5 eindringen kann. Hierfür werden die Luftfederbälge 28 mit dem Stickstoff aus den Vorratsflaschen 40 durch Umschalten des Wegventils 41 beaufschlagt. Die Federbälge 28 dehnen sich in axialer Richtung aus und verschieben gleichzeitig den Ringträger 32 sowie den beweglichen Gehäusedichtsitz 5 über die Zugstangen 36 (siehe Fig. 2 obere Hälfte).
Die Luftfederbälge 28 werden nach dem Einschieben der Schieberplatte 10 wieder entlüftet. Dadurch können die Anpressfedern 23 ihre Anpresskraft auf den Gehäusedichtsitz 5 wieder ausüben.
Der in der Fig. 4 im Teilschnitt dargestellte Schieber unterscheidet sich von der Ausführung nach Figuren 1 bis 3 im wesentlichen dadurch, daß als Verstellmittel für den beweglichen Gehäusedichtsitz ein geschlossener Ringschlauch anstelle der Luftfederbälge 28 Verwendung findet. Diese Ausführung der Verstellmittel ist insbesondere für Steckscheibenschieber geeignet, bei denen
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die Schieberplatte mit einem offenen und einem durch eine Blende geschlossenen Dichtring versehen ist, so daß bei Umschalten des Schiebers der bewegliche Gehäusedichtsitz jeweils eine verhältnismäßig kurze Hubbewegung ausführen muß.
Die Teile des Schiebers, die mit den entsprechenden Teilen der Ausführung nach dßn Figuren 1 bis 3 identisch sind, erhalten die gleichen Bezugszahlen und sind nicht näher beschrieben.
Der Ringträger 32 ist in dieser Ausführung durch ein ringförmig gewalztes I-Profil 42 gebildet, das mit Befestigungsflanschen 43 für je zwei Zugstangen 44 versehen ist. Als Verstellmittel für den beweglichen Gehäusedichtsitz 5 ist ein geschlossener Ringschlauch 45 vorgesehen, der koaxial zu den beiden Gehäusedichtsitzen 4 und 5 liegt und zwischen dem I-Profil 42 und einem ringförmigen Gehäuse 46 mit U-Profil gehalten ist. Der mittlere Umfang des Ringschlauches 45 ist so bemessen, daß er mit dem Kreis zusammenfällt, der von den Mittelachsen der Anpressfedern 23 gebildet wird. Letztere sind gegen die Stützwände 26 und 27 über Federtellern 47 und 48 abgestützt, von denen der Feder— teller 47 mit einer durch den Federteller 48 und die Stützwand 27 geführten Zentrierstan/^e 49 befestigt ist.
Der Schieber nach der Figur 5 unterscheidet sich von den Ausführungen nach den Figuren 1 bis 3 bzw. 4 im wesentlichen dadurch, daß als Verstellmittel für den beweglichen Gehäusedichtsitz 5 anstelle der Luftfederbälge 28 bzw. des einen Ringschlauches 45 zwei koaxial zueinander angeordnete geschlossene Ringschläuche 50 und 51 Verwendung finden. Der mittlere Umfang des Ring-
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Schlauches 50 ist etwas größer, der des Ringschlauches 51 etwas kleiner als der Kreis, der von den Mittelachsen der Andrückfedern 23 gebildet ist. Die Ringschläuche 50 und 51 sind einerseits gegen die Stützwand 26 und andererseits gegen einen ringförmigen Plansch 52 abgestützt, der an dem Ringträger 32 angeschweißt ist. Die beiden Ringschläuche 50 und 51 sind in einem ringförmigen Käfig untergebracht, der durch zwei an der Stützwand 26 eingeschweißten Blechringe 53 und 54 mit Löchern 55 für die Zuführung des Druckmittels gebildet ist. Die Zugstangen 36 sind mit Stopfbüchsen 56 versehen, welche den Innenraum des Schiebergehäuses gegen den Außenraum bei gekapselter Ausführung abdichten.
Die erfindungsgemäße Ausbildung der Verstellmittel für den beweglichen Gehäusedichtsitz 5 als Luftfederbälge bzw. als geschlossene Ringschläuche führt zu einer erheblichen Verbilligung der Vorrichtung gegenüber den herkömmlichen Schiebern, bei denen der bewegliche Gehäusedichtsitz mittels hydraulischer Lösezylinder verstellt wird. Darüber hinaus sind die Betriebssicherheit der Vorrichtung beeinträchtigende Abdichtungsprobleme nicht vorhaden. Eine besondere Bearbeitung der verwendeten Bälge ist nicht erforderlich. Sie enthalten auch keine Teile mit engen Toleranzen oder Passungen. Die erfindungsgemäßen Verstellmittel sind ferner raumsparend"und ermöglichen eine gleichmäßige Betätigung auf dem gesamten Umfang des Dichtsitzes.
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L e e r s e i t e

Claims (10)

  1. HERMANN RAPPOLD & CO.GMBH VXR/p/Gi/Ni
    Fall 2862
    Patentansprüche :
    M.) Schieber zum Absperren großer Gasleitungen, mit einem ortsfesten und einem beweglichen Gehäusedichtsitz sowie mit einer zwischen den beiden Gehäusedichtsitzen verschiebbaren Schieberplatte, wobei der bewegliche Gehäusedichtsitz durch Anpressfedern beaufschlagt ist und durch entgegen den Anpressfedern wirkende, druckmittelbeaufschlagbare Verstellmittel von der Schieberplatte bzw. von dem ortsfesten Gehäusedichtsitz weg bewegbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß als Verstellmittel ein oder mehrere Bälge (28,45»50 und 51) dienen, die zwischen einer ortsfesten Stützwand (26) und einer mit dem beweglichen Gehäusedichtsitz (5) verbundenen Andrückplatte (32) liegen.
  2. 2. Schieber nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Bälge eine Anzahl von kreisförmig und achsparallel zum beweglichen Gehäusedichtsitz (5) angeordneten Luftfederbälgen (28) dienen.
  3. 3. Schieber nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Luftfederbälge (28) achsparallel zu den Anpresafedern (23) und in den zwischen diesen vorhandenen umfänglichen Zwischenräumen liegen.
  4. 4. Schieber nach Anspruch 2 oder 3» dadurch gekennzeichnet, daß die Luftfederbälge (28) an die Stützwand (26) anflanschbar sind.
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    _ ρ —
  5. 5· Schieber nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Andrückplatte als ein sich über alle Luftfederbälge (28) erstreckender Ringträger (32) ausgebildet ist.
  6. 6. Schieber nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Balg ein koaxial zum beweglichen Gehäusedichtsitz (5) angeordneter, geschlossener Ringschlauch (45) dient, dessen mittlerer Umfang mit den Mittelachsen der Anpres3federn (23) zusammenfällt.
  7. 7· Schieber nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Federbälge zwei koaxial zum beweglichen Gehäusedichtsitz (5) angeordnete, geschlossene Ringschläuche (50 und 51) dienen, deren mittleren Umfange etwas größer bzw. etwas kleiner als der Umfang des von den Mittelachsen der Anpressfedern (23) gebildeten Kreises sind.
  8. 8. Schieber nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß der oder die Ringschläuche (45 bzw. 50 und 51) durch ein ringförmiges Gehäuse (46) mit C -Profil zentriert sind.
  9. 9- Schieber nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Andrückplatte (32) mit dem beweglichen Gehäusedichtsitz (5) mittels einer oder meUrerer durch die Stützwand (26) geführter Zugstangen (36 bzw. 44) verbunden ist.
  10. 10. Schieber nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Zugstange (36) oder Zugstangen (44) mit einer den Innenraum des Schiebergehäuses (1) gegen den Außenraum abdichtenden Stopfbüchsendichtung (56) versehen sind.
    — 3 —
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