DE2727805A1 - Verfahren zur herstellung von oxynormorphon - Google Patents

Verfahren zur herstellung von oxynormorphon

Info

Publication number
DE2727805A1
DE2727805A1 DE19772727805 DE2727805A DE2727805A1 DE 2727805 A1 DE2727805 A1 DE 2727805A1 DE 19772727805 DE19772727805 DE 19772727805 DE 2727805 A DE2727805 A DE 2727805A DE 2727805 A1 DE2727805 A1 DE 2727805A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
compounds
group
hydrogen
iii
radical
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Ceased
Application number
DE19772727805
Other languages
English (en)
Inventor
Johannes Dipl Chem Hartenstein
Gerhard Dipl Chem Dr Satzinger
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Goedecke GmbH
Original Assignee
Goedecke GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Goedecke GmbH filed Critical Goedecke GmbH
Priority to DE19772727805 priority Critical patent/DE2727805A1/de
Priority to FR7818206A priority patent/FR2395269A1/fr
Priority to NL7806658A priority patent/NL7806658A/xx
Priority to HU78WA351A priority patent/HU177923B/hu
Priority to FI781962A priority patent/FI781962A7/fi
Priority to JP7531078A priority patent/JPS549300A/ja
Priority to GB7827483A priority patent/GB2000137B/en
Publication of DE2727805A1 publication Critical patent/DE2727805A1/de
Ceased legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D489/00Heterocyclic compounds containing 4aH-8, 9 c- Iminoethano-phenanthro [4, 5-b, c, d] furan ring systems, e.g. derivatives of [4, 5-epoxy]-morphinan of the formula:
    • C07D489/06Heterocyclic compounds containing 4aH-8, 9 c- Iminoethano-phenanthro [4, 5-b, c, d] furan ring systems, e.g. derivatives of [4, 5-epoxy]-morphinan of the formula: with a hetero atom directly attached in position 14
    • C07D489/08Oxygen atom

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

II. Beschreibung
Die Erfindung betrifft ein neues Verfahren zur Herstellung von 7,8-Dihydro-14-hydroxy-normorphin (Oxynormorphon) der Formel I
durch Oberführung einer Verbindung der allgemeinen Formel II
worin R1 Wasserstoff oder einen Niederalkylrest mit 1 bis 4 C-Atomen, eine Aralkylgruppe mit 7 bis 9 C-Atomen oder einen Alkoxyalkylrest mit 2-6 C-Atomen oder eine niedere aliphatische oder eine aromatische Acylgruppe und R_ Wasserstoff oder eine niedere aliphatische oder eine aromatische Acylgruppe bedeuten.
809881/0277
in eine Verbindung der allgemeinen Formel III
III
N-CO2CH2CCl3
worin R1 und R2 die obengenannte Bedeutung haben
und anschließende Abspaltung der Gruppen R1 und R2, sofern diese nicht Wasserstoff bedeuten, und der Gruppe -CO2CH-CCl, in Position 17 in an sich bekannter Weise, dadurch gekennzeichnet, daß die überführung der Verbindungen II in die Verbindungen III mittels 4 - 6fachem Überschuß an Chlorameisensäure-2,2,2-trichloräthylester gegebenenfalls in Anwesenheit eines Säureakzeptors unter Verwendung von 1,2 Dichloräthan als Lösungsmittel und bei einer Temperatur zwischen 25° C und 170° C erfolgt.
Bevorzugt werden solche Verbindungen der allgemeinen Formel II bzw. III als Ausgangsprodukte eingesetzt, in welchen R1 Wasserstoff einen Methyl- oder Äthylrest, eine Benzylgruppe, eine Methoxymethylgruppe, einen Acetylrest und R2 Wasserstoff oder einen Acetylrest darstellt. In den Verbindungen der allgemeinen Formel III kann jedoch R. und/oder R2 zusätzlich die Bedeutung einer 2,2,2-Trichloräthoxycarbonylgruppe besitzen.
Die Verbindung der Formel I stellt eine wichtige Zwischenstufe zur Herstellung pharmakologisch wirksamer Verbindungen, insbesondere von Morphinantagonisten, dar.
Oxynormorphon der Formel I wird bisher aus Oxymorphon (Formel II: R. = R2 = H) dadurch hergestellt, daß man Oxymorphondiacetat (Formel II: R = R2 = Acetyl) einem v. Braun-Abbau mit Bromcyan unterwirft und das erhaltene Cyanamid durch Erhitzen mit wäßriger Mineralsäure zum Oxynormorphon (Formel I) hydrolysiert [ehem. Abstracts ^5, 8449 d, (1961)].
809881/0277
Ein schwerwiegender technischer Nachteil des genannten Verfahrens ist die Verwendung des hochgiftigen Bromcyans, das besondere, umständliche technische Vorkehrungen und Manipulationen erfordert, um Vergiftungsgefahren sicher auszuschließen. Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es daher, ein umweltfreundliches, technisch durchführbares Verfahren zur Herstellung von Oxynormorphon in hoher Ausbeute zu schaffen.
Die Demethylierung von tertiären Methylaminen mit Hilfe von Chlorameisensäure-2,2 2-trichloräthylester in Chloroform ist erstmals von Montzka et al. [ Tetr. Lett. S. 1325 (1974)] beschrieben worden. Für diese Reaktion sind zwar gute Ausbeuten bei der N-Demethylierung von Tropin, Acetyltropin und Morphin berichtet worden, jedoch konnten bei der übertragung auf andere tertiäre Methylamine nur Ausbeuten um 40 %, [ J.Org.Chem. 40, S. 1850 (1975)] erzielt werden, so daß, insbesondere zur Entmethylierung von Morphinen, andere Demethylierungsverfahren vorgezogen wurden [Org.Prep.and Proc.Int. J3 (3) , S. 103 (1976)]. In allerjüngster Zeit wurde für solche Entalkylierungsverfahren Vinyl-chlorameisensäureester vorgeschlagen [Tetrahed. Lett. IJJ S. 1567 + 1568 (1977)]. Vergleichsversuche mit Chlorameisensäure-2,2,2-trichloräthylester ergaben, daß das erstere Agens praktisch quantitative Rohausbeuten ergab [loc cit. S. 1569], während die Umsetzung mit dem zuletztgenannten Reagens am schlechtesten abschnitt und nur zu Ausbeuten von 1O % führte.
Es wurde nun überraschend gefunden, daß die Reaktion dann ebenfalls praktisch 100 %ige Ausbeuten ergibt, wenn man neben einem 4 - 6fachen Überschuß Chlorameisensäure-2,2,2-trichloräthylester als Reagenz, 1,2-Dichloräthan als Lösungsmittel und ein Alkalibicarbonat als Säureakzeptor zugibt.
809881/0277
Die vorliegende Erfindung ermöglicht es somit, den großtechnisch verfügbaren und wesentlich preiswerteren Chlorameisensäure-2,2,2-trichloräthylester zu verwenden und diesen in überraschend kurzer Reaktionszeit mit Verbindungen der allgemeinen Formel II umzusetzen.
Die Reaktion erfolgt gegebenenfalls unter Druck bei Temperaturen von 25° bis 170° C,vorzugsweise bei 80 bis 100° C. Man verwendet einen Oberschuß, vorzugsweise einen 4 - 6fachen Überschuß an Chlorameisensäuretrichloräthylester. Dadurch wird erreicht, daß die Umsetzung bereits nach kurzer Zeit, gewöhnlich schon nach 1,5 - 2 h Reaktionszeit, beendet ist, so daß die bisher störenden Nebenreaktionen praktisch vermieden werden.
Werden Verbindungen der Formel II mit R. und/oder R-, = H eingesetzt, ist die Zugabe eines gegenüber dem Chlorameisensäuretrichloräthylester inerten Säureakzeptors erforderlich. Hierzu sind besonders Natrium- oder Kaliumbicarbonat geeignet.
Eine besonders zweckmäßige Ausführungsvariante, die einen hohen Umsetzungsgrad der wertvollen Ausgangsprodukte gewährleistet, geht von dem Diacetat (R1 = R_ = Acetyl) oder dem Methoxyacetat (R1 = CH3, R2 = Acetyl) einer Verbindung gemäß Formel II aus.
Bei Verwendung von Verbindungen der Formel II mit R1 und/oder R2 = H, erfolgt zusätzlich zur N-Demethylierung Acylierung der Hydroxylgruppen durch den Chlorameisensäuretrichloräthylester.
Nach beendeter Reaktion wird filtriert und das Lösungsmittel im Vakuum abgezogen. Der überschüssige Chlorameisensäuretrichloräthylester wird durch Destillation im ölpumpenvakuum zurückgewonnen und kann erneut in die Reaktion eingesetzt werden.
809881/0277
Dieses "Recycling" ist ein weiterer großer Vorzug des erfindungsgemäßen Verfahrens gegenüber der Demethylierung mittels Bromcyan, bei dem die Abtrennung von den Lösungsmitteln und die Rückgewinnung sehr aufwendig sind.
Aus dem Destillationsrückstand werden die reinen Verbindungen der allgemeinen Formel III entweder direkt durch Kristallisation oder nach Reinigung mit Hilfe der laborüblichen Trennmethoden erhalten.
Die Verbindungen der allgemeinen Formel III werden zur Abspaltung der Trichloräthoxycarbonylgruppe in an sich bekannter Weise mit Zink in einer gleichzeitig als Lösungsmittel dienenden Carbonsäure oder Mineralsäure, vorzugsweise in Essigsäure oder wäßriger Essigsäure, insbesondere in 90 %iger wäßriger Essigsäure, bei Temperaturen zwischen 0° und 100° C, zweckmäßig bei Raumtemperatur, behandelt. Im Falle R- = Trichloräthoxycarbonyl der allgemeinen Formel III erhält man bei der erfindungsgemäßen Reaktion direkt ein sekundäres Amin mit R_ = H.
Die saure Spaltung kann nach verschiedenen bekannten Methoden erfolgen. Zur sauren Hydrolyse der Diacetyl- oder Monoacetylverbindung (R = R2 = Acetyl bzw. R. = H, R2 = Acetyl) sind vor allem wäßrige oder alkoholisch-wäßrige Mineralsäuren geeignet. Eine besonders zweckmäßige Ausführungsform besteht darin, daß die Diacetylverbindung (R1 = R2 = Acetyl) oder die entsprechende Monoace ty lverbindung (R.. = H, R2 = Acetyl) in 20 %iger wäßriger Salzsäure für 30 Minuten am Rückfluß erhitzt wird. Beim Abkühlen und Konzentrieren im Vakuum erhält man in hoher Ausbeute Oxynormorphon in Form seines Hydrochloride.
809881/0277
Die Spaltung der Acety!verbindungen kann auch alkalisch nach üblichen Methoden erfolgen. Die Reaktionstemperatur ist dabei in weiten Grenzen variabel; sie liegt zweckmäßig zwischen 20° und 100° C.
Zur Abspaltung der O-Alkyl-; O-Aralkyl und Alkoxyalkylgruppe werden die an sich bekannten Methoden der Ätherspaltung sinngemäß angewendet. Dabei können gegebenenfalls gleichzeitig auch etwa vorhandene 14-Acyloxygruppen zur 14-Hydroxygruppe gespalten werden, wie z.B. bei Verwendung von Bromwasserstoffsäure. Die Ätherspaltung kann vor oder nach der Hydrolyse der Acy!gruppen erfolgen.
809881/0277
Beispiel 1
3,14-Diacetoxy-4,5a-epoxy-17-(2 ,2, 2-trichloräthoxy-carbonyl)~ morphinan-6-on
9 g (23.35 mM) 3,1 4-Diacetoxy-4,5ot-epoxy-1 7-methyl-morphinan-6-on werden bei Raumtemperatur in 75 ml 1,2-Dichloräthan gelöst. Unter Rühren in einer ^-Atmosphäre läßt man zu dieser Lösung 20 ml (145.3 mM) Chlorameisensäure-2,2,2-trichloräthylester zutropfen. Im vorgeheizten Bad (90 - 100° C) wird 15 Minuten unter Rückfluß erhitzt, wobei sich die Lösung nach ca. 5 Minuten trübt. Danach wird das Reaktionsgemisch mit 25 g Kaliumbicarbonat versetzt und 3 Stunden am Rückfluß gehalten. Laut Dünnschichtchromatogranun ist bereits nach 2 Stunden der größte Teil des Ausgangsmaterials umgesetzt. Nach Abkühlen wird abfiltriert, und der Rückstand mit 50 ml Chloroform gewaschen. Die vereinigten Filtrate werden im Vakuum (35°C/1O Torr) eingeengt. Das vom Lösungsmittel befreite Konzantrat wird mit 25 ml absolutem Äther versetzt und, nach Animpfen, über Nacht kristallisieren gelassen. Man saugt die Kristalle ab, wäscht mit wenig kaltem Äther nach und trocknet 1 Stunde bei Raumtemperatur und 0.1 Torr. Man erhält 8.25 g 3,14-Diacetoxy-4, 5oc-epoxy-17- (2,2 ,2-trichloräthoxy-carbonyl) morphinan-6-on als rosastichige Kristalle. Die Mutterlauge wurde bei 35°C/0.5 Torr unter Feuchtigkeitsausschluß eingedampft, wobei ca. 15 ml reiner Chlorameisensäuretrichloräthylester zurückerhalten wird. Durch Kristallisation des Rückstands aus wenig Äther wird eine weitere Fraktion (1.78 g) gewonnen.
Gesamtausbeute: 10.03 g (78.5 % d.Th.), rosastichige Kristalle.
Schmp. 233 - 235° C
IR: 1768, 1710 - 1745 cm"1
NMR (CDCl3): S 2.15 und 2.33 (2 χ CH3CO2), 4.73 (CH2CCl3)
4.85 (5-H), 5.70 (9-H), 6.86 (1-H, 2-H) ppm.
809881/0277
- 10 Beispiel 2
1 4-Acetoxy-4 , Soc-epoxyO-inethoxy-i 7- (2 , 2 , 2-trichloräthoxycarbonyl)-morphinan-6-on
2.0 g (5.59 mM) 1 4-Acetoxy-4 , 5cx-epoxy-3-methoxy-1 7-methylmorphinan-6-on werden in 17 ml 1,2 Dichloräthan gelöst und mit 4.65 ml (7.16 g, 33.75 mM) Chlorameisensäure-2,2,2-trichloräthylester versetzt. Das Reaktionsgemisch wird unter Rühren in einer Schutzgasatmosphäre 15 Minuten unter Rückfluß erhitzt. Nach Zugabe von 5.7 g Kaliumbicarbonat wird weitere 2.5 Stunden am Rückfluß gekocht. Laut Analyse des Dünnschichtchromatogramms ist die Umsetzung nach dieser Zeit beendet. Man läßt abkühlen, filtriert und dampft das Filtrat nach Zusatz von Methanol im Vakuum zur Trockne ein. Der feste Rückstand wird mit wenig Methanol versetzt. Das feste Produkt wird abgesaugt, zur Entfernung des Nebenprodukts, mit Petroläther digeriert und wieder abgesaugt.
Ausbeute 1.92 g (66 % d.Th.) 14-Acetoxy-4, Sot-epoxy-S-methoxy-17-(2,2,2-trichloräthoxycarbonyl)-morphinan-6-on, Fp
Die vereinigten Mutterlaugen werden im Vakuum eingedampft. Beim Aufnehmen in 2 ml Methanol kristallisiert weiteres Nebenprodukt, das abgetrennt wird. Aus dem Mutterlaugenrückstand erhält man durch Kristallisation aus Äther/Petroläther noch 461,5 mg Produkt.
Gesamtausbeute an kristallinem Produkt: 2.38 g (82 % d.Th).
Verg_le^chs£e:aktionjnit_Chloroform a_ls Ld5sungsm_it_te_l
357.4 mg ^-Acetoxy^^ot-epoxy-S-methoxy-^-methyl-morphinan-eon werden in 25 ml absolutem Chloroform gelöst. Nach Zugabe von 1.4 ml Chlorameisensäure-2,2/2-trichloräthylester und 1.5 g Kaliumbicarbonat wird das Gemisch in einer Schutzgasatmosphäre erst 20 Stunden unter Rückfluß erhitzt. Laut DC-Analyse ist erst zu diesem Zeitpunkt kein Ausgangsmaterial mehr vorhanden.
809881/0277
Nach Filtration, Eindampfen im Vakuum und Aufnehmen des Rückstands in wenig Methanol wird von einem kristallinen, alkaloidfreien Nebenprodukt abfiltriert (536 mg) im Vakuum erneut eingedampft. Kristallisation aus Äther liefert die Titelverbindung als farbloses kristallines Material vom Schmp. 198 - 99° C.
Ausbeute 275 mg (53 % d.Th.)
IR: 1740, 1712 (breit) cm"1
NMR (CDCl3): S 2.15 (OAc), 3.94 (OCH3), 4.75 (OCH2CCl3),
4.87 (5-H), 5.73 (9-H), 6.77 (1-H, 2-H) ppm.
Beispiel 3
14-Acetoxy-4,5ot-epoxy-3-hydroxy-1 7- (2,2,2-trichloräthoxycarbonyl)-morphinan-6-on
Die Lösung von 2.39 g (6.2 mM) 3,14-Diacetoxy-4,5cC-epoxy-17-methyl-morphinan-6-on in 25 ml absolutem Chloroform wird mit 5.75 ml (8.85 g 41,7 mM) Chlorameisensäure-2,2,2-trichloräthylester und 7 g Kaliumbicarbonat versetzt und 2,5 Stunden in einer Schutzgasatmosphäre unter Rühren und Rückfluß erhitzt. Man läßt noch 15 Minuten bei Raumtemperatur rühren und filtriert, wäscht mit Chloroform nach, versetzt die vereinigten Filtrate mit ca. 25 ml Methanol und dampft im Vakuum zur Trockne ein, zuletzt bei 70°C/0.1 Torr. Chromatographie des Rückstandes an Kieselgel mit Chloroform als Eluens ergibt 1.37 g (43.7 % d.Th.) 14-Acetoxy-4,5a-epoxy-3-hydroxy-17-(2,2,2-trichloräthoxycarbonyl)-morphinan-6-on als gelblichen Schaum.
Die Verbindung kristallisiert aus Äther/Petroläther, Schm. 158° C
IR: 3445, 175O (Sch), 1712 (breit) cm"1
NMR (CDCl3): δ 2.14 (14-OAc), 4.73 (OCH2CCl3), 4.83 (5-H), 5.67 (9-H), 6.73 (1-H, 2-H) ppm.
809881/0277
Beispiel 4
3-Acetoxy-17-acetyl-4,5cfe-epoxy-14-hydroxy-morphinan-6-on
Zu einer Suspension von 6.30 g 3,14 Diacetoxy-4, 5ofc-epoxy-17-(2,2,2-trichloräthoxycarbonyl)-morphinan-6-on in 150 ml 90 %iger wäßriger Essigsäure werden unter Rühren bei Raumtemperatur 6,3 g Zinkstaub in 5 Portionen innerhalb von 60 Minuten eingetragen. Nach ca. 30 Minuten ist alles Ausgangsmaterial in Lösung gegangen. Der Verlauf der Reaktion wird mittels Dünnschichtchromatogramm verfolgt. Nach etwa 3 Stunden wird vom überschüssigen Zink abfiltriert und mit ca. 50 ml Wasser nachgewaschen. Man extrahiert das Filtrat mit 4 χ 100 ml Chloroform/Äthanol (90:10, v/v), trocknet über Natriumsulfat und dampft in Vakuum ein. Kristallisation aus Essigester liefert in zwei Fraktionen 2.6 g (60.8 % d.Th.) 3-Acetoxy-17-acetyl-4,5oc-epoxy-14-hydroxy-morphinan-6-on in Form farbloser Kristalle vom Schmp. 268 - 70° C. IR: 3370, 1770, 1728, 1620, 1440 cm"1
NMR (CDCl3) : (J 2.19 (14-0Ac) 2.36 (3-0Ac), 4.73 .(5-H), 5. to (9-H) , 6,84 (1-H, 2-H) ppm.
Beispiel 5
17-Acetyl-4,5cc-epoxy-14-hydroxy-3-methoxy-morphinan-6-on
200 mg 14-Acetoxy-4,5a-epoxy-3-methoxy-17-(2,2,2-trichloräthylcarbonylHnorphinan-6-on gemäß Beispiel 2 werden in 5 ml 90 %iger Essigsäure unter Rühren mit 4 χ 50 mg Zinkstaub im Verlaufe von einer Stunde versetzt. Nach 2 Stunden wird abfiltriert, das Filtrat mit halbkonzentrxerter wäßriger Ammoniaklösung basisch gestellt und mit Chloroform-Methanol (90:10, v/v) extrahiert, übliche Aufarbeitung des Extrakts und Kristallisation aus Aceton liefern 60 mg kristallines 17-Acetyl-4,5cc-epoxy-14-hydroxy-3-methoxy-morphinan-6-on vom Schmp. 250 - 3° C (45 % d.Th.).
809881/0277
IR: 3280, 1728, 1615, 1430 cm"1
NMR (CDCl3): ί2.14 (COCH3) 3.90 (OCH3), 4.66 (5-H), 5.07 (9-H), 6.71 (1-H, 2-H) ppm.
MS: M+ 343
Beispiel 6
17-Acetyl-4,5a-epoxy-3,14-dihydroxy-morphinan-6-on
1,2 g (2,38 inM) 14-Acetoxy-4f 5a-epoxy-3-hydroxy-17- (2,2,2-trichloräthoxycarbonyl)-morphinan-6-on, gemäß Beispiel 3, werden in 20 ml 90 %iger wäßriger Essigsäure unter Rühren bei Raumtemperatur mit 1,2 g Zinkstaub in Portionen zu je 200 mg im Verlaufe von 2 Stunden versetzt. Nach Ausweis des Dünnschichtchromatogramms ist nach 4,5 Stunden praktisch kein Ausgangsmaterial mehr vorhanden. Man filtriert ab, wäscht mit Chloroform nach und extrahiert die vereinigten Filtrate mit Chloroform/Äthanol 8:2 (v/v), übliche Aufarbeitung des Extrakts und Kristallisation aus Aceton liefern 436 mg (55,7 % d.Th.) 17-Acetyl-4,5ot-epoxy-3,14-dihydro-morphinan-6-on in Form farbloser Kristalle vom Schmp. 300 - 315° C (Zers.)
IR: 3460, 1712, 16OO, 1445 cm"1
NMR (DMSO): 2.03, 2,17 (14-0Ac), 4.80 (9-H, 5-H) 6.6 (1-H, 2-H) ppm.
MS: M+ 329
Beispiel 7
4, 5oC-Epoxy-3,14-dihydroxy-morphinan-6-on»HCl
2 g 3-Acetoxy-17-acetyl-4,5aC-14-hydroxy-morphinan-6-on gemäß Beispiel 4 werden mit 40 ml 20 %iger Salzsäure versetzt und 30 Minuten unter Rückfluß erhitzt. Man läßt die klare Lösung abkühlen und nach Animpfen 15 Stunden im Eisschrank stehen.
809881/0277
Man saugt die Kristalle ab und erhält nach Konzentrieren der Mutterlauge und erneute Kristallisation eine weitere Fraktion an kristallinem Produkt.
Gesamtausbeute: 1,6 g (91,8 % d.Th.) 4,5cfc-Epoxy-3,14-dihydroxymorphinan-6-on«HCl als farblose Kristalle
Schmp. >26O° C (Zers.)
IR: 2500 - 3450, 1728 cm-1
NMR (DMSO): 6 3.76 (9-H), 4.97 (5-H), 6.70 (1-H, 2-H) ppm.
809881/0277

Claims (4)

  1. 235 Gödecke AG 1OOO Berlin 10 Salzufer
    VERFAHREN ZUR HERSTELLUNG VON OXYNORMORPHON
    I. Patentansprüche
    Verfahren zur Herstellung von TjB-Dihydro-i^hydroxy-normorphinon (Oxynormorphon) der Formel I
    0<
    durch überführung einer Verbindung der allgemeinen Formel II
    worin R. Wasserstoff oder einen Niederalkylrest mit 1 bis 4 C-Atomen, eine Aralkylgruppe mit 7 bis 9 C-Atomen oder einen Alkoxyalkylrest mit 2-6 C-Atomen oder eine niedere aliphatische oder eine aromatische Acylgruppe und R2 Wasserstoff oder eine niedere aliphatische oder eine aromatische Acylgruppe bedeuten,
    809881/0277
    in eine Verbindung der allgemeinen Formel III
    III N-CO2CH2CCl3
    worin R1 und R2 die obengenannte Bedeutung
    haben
    und anschließende Abspaltung der Gruppen R1 und R_, sofern diese nicht Wasserstoff bedeuten, und der Gruppe -CO2CH2CClin Position 17 in an sich bekannter Weise, dadurch gekennzeichnet, daß die überführung der Verbindungen II in die Verbindungen III mittels 4 - 6fachem Oberschuß an Chlorameisensäure-2,2,2-trichloräthylester gegebenenfalls in Anwesenheit eines Säureakzeptors unter Verwendung von 1,2 Dichloräthan als Lösungsmittel und bei einer Temperatur zwischen 25° C und 170° C erfolgt.
  2. 2. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als Ausgangsprodukte Verbindungen der allgemeinen Formel II bzw. III verwendet, in welchen R1 Wasserstoff, einen Methyloder Äthylrest, eine Benzylgruppe, eine Methoxymethylgruppe, einen Acetylrest und R2 Wasserstoff oder einen Acetylrest darstellt, wobei R1 und R- bei den Verbindungen III zusätzlich eine 2,2,2-Trichloräthoxycarbonylgruppe sein kann.
  3. 3. Verfahren gemäß Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man als Ausgangsprodukte Verbindungen der allgemeinen Formel II verwendet, in welcher R1 und R2 einen Acetylrest oder R1 einen Methyl- und R2 einen Acetylrest bedeutet.
  4. 4. Verfahren gemäß Ansprüchen 1-3, dadurch gekennzeichnet, daß bei einer Temperatur zwischen 80° C und 1OO° C gearbeitet wird.
    809881/0277
DE19772727805 1977-06-21 1977-06-21 Verfahren zur herstellung von oxynormorphon Ceased DE2727805A1 (de)

Priority Applications (7)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19772727805 DE2727805A1 (de) 1977-06-21 1977-06-21 Verfahren zur herstellung von oxynormorphon
FR7818206A FR2395269A1 (fr) 1977-06-21 1978-06-19 Procede de preparation de 7,8-dihydro-14-hydroxynormorphinone
NL7806658A NL7806658A (nl) 1977-06-21 1978-06-20 Werkwijze voor de bereiding van 7,8-dihydro- 14-hydro- xynormorfine.
HU78WA351A HU177923B (en) 1977-06-21 1978-06-20 Process for preparing acid addition salts of 7,8-dihydro-14-hydroxy-normorfinone
FI781962A FI781962A7 (fi) 1977-06-21 1978-06-20 Foerfarande foer framstaellning av 7,8-dihydro-14-hydroxinormorfin
JP7531078A JPS549300A (en) 1977-06-21 1978-06-21 Method of preparing hydroxynormorphin compound
GB7827483A GB2000137B (en) 1977-06-21 1978-06-21 Process for the preparation of 7,8-dihydro-14-hydroxynormorphine

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19772727805 DE2727805A1 (de) 1977-06-21 1977-06-21 Verfahren zur herstellung von oxynormorphon

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE2727805A1 true DE2727805A1 (de) 1979-01-04

Family

ID=6011952

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19772727805 Ceased DE2727805A1 (de) 1977-06-21 1977-06-21 Verfahren zur herstellung von oxynormorphon

Country Status (7)

Country Link
JP (1) JPS549300A (de)
DE (1) DE2727805A1 (de)
FI (1) FI781962A7 (de)
FR (1) FR2395269A1 (de)
GB (1) GB2000137B (de)
HU (1) HU177923B (de)
NL (1) NL7806658A (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0168686A1 (de) * 1984-07-17 1986-01-22 Alkaloida Vegyeszeti Gyar Verfahren zum N-demethylieren von Morphinan-alkaloiden
US4795813A (en) * 1981-08-17 1989-01-03 The Florida Board Of Regents On Behalf Of The Florida State University Synthesis of derivatives of codeine and other 3-O-alkylmorphines
US8227609B2 (en) 2005-02-11 2012-07-24 Cilag Ag Process for purifying noroxymorphone compounds

Families Citing this family (10)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
IT1199871B (it) * 1984-03-27 1989-01-05 Mallinckrodt Inc Procedimento per la preparazione di norossimorfone dalla morfina e composti intermedi per tale procedimento
FR2564838B1 (fr) * 1984-05-25 1986-11-07 Sanofi Sa Procede de dealkylation d'alcaloides et intermediaires
GB2471803B (en) * 2006-05-25 2011-02-16 Alpharma Chemical process
GB2471802B (en) * 2006-05-25 2011-02-16 Alpharma Chemical process
GB2471801B (en) * 2006-05-25 2011-02-16 Alpharma Process useful in the preparation of morphine antagonists
CA2802294C (en) 2010-06-11 2016-05-10 Rhodes Technologies Process for n-dealkylation of tertiary amines
EP2580201B1 (de) 2010-06-11 2017-08-02 Rhodes Technologies Übergangsmetallkatalysierte verfahren zur herstellung von n-allyl-verbindungen und ihre verwendung
CN103619847A (zh) * 2011-05-06 2014-03-05 布鲁克大学 通过金属催化n-脱甲基化/官能化以及分子内基团转移制备吗啡类似物的方法
EP3252055B1 (de) 2016-05-31 2018-09-19 Alcaliber Investigacion Desarrollo e Innovacion SLU Verfahren zur gewinnung von 3,14-diacetyloxymorphon aus oripavin
AU2019224127B2 (en) 2018-02-23 2021-12-09 Rhodes Technologies Novel opioid compounds and uses thereof

Family Cites Families (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3905981A (en) * 1973-10-12 1975-09-16 Research Corp N-dealkylation of tertiary amines

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4795813A (en) * 1981-08-17 1989-01-03 The Florida Board Of Regents On Behalf Of The Florida State University Synthesis of derivatives of codeine and other 3-O-alkylmorphines
EP0168686A1 (de) * 1984-07-17 1986-01-22 Alkaloida Vegyeszeti Gyar Verfahren zum N-demethylieren von Morphinan-alkaloiden
US8227609B2 (en) 2005-02-11 2012-07-24 Cilag Ag Process for purifying noroxymorphone compounds

Also Published As

Publication number Publication date
NL7806658A (nl) 1978-12-27
HU177923B (en) 1982-01-28
JPS549300A (en) 1979-01-24
FI781962A7 (fi) 1978-12-22
GB2000137B (en) 1982-01-06
FR2395269A1 (fr) 1979-01-19
FR2395269B1 (de) 1983-06-10
GB2000137A (en) 1979-01-04

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2700917C2 (de) &amp;alpha;-D-Glucopyranosyl-1,6-dichlor-1,6-didesoxy-&amp;beta;-D-fructofuranosid; 4,6-Dichlor-4,6-didesoxy-&amp;alpha;-D-galactopyranosyl-1,6-dichlor-1,6-didesoxy-&amp;beta;-D-fructofuranosid sowie Verfahren zu deren Herstellung
DE2827627C2 (de)
DE2727805A1 (de) Verfahren zur herstellung von oxynormorphon
DE2104620A1 (de) Verfahren zur Herstellung von alpha Dipeptidestern der L Asparaginsäure
DE2058248C3 (de) imidazol-2,4-dion und ein Verfahren zu dessen Herstellung
DE1793679A1 (de) Neue Zwischenstoffe zur Herstellung von optischen aktiven 13-Alkyl-gonapentaenen
DE2835759A1 (de) Verfahren zur herstellung von aminoglycosid-antibiotika
DE1260466B (de) Verfahren zur Herstellung von 17-Oxo-D-homo-5alpha- oder 17-Oxo-D-homo-5alpha,13alpha-18-saeuren bzw. von deren Methylestern
DE3431591A1 (de) Verfahren zur herstellung von aminoverbindungen aus hydroxylverbindungen
DE2948116A1 (de) Verfahren zur herstellung von apovincaminsaeureester-derivaten
DE2362687C3 (de) Verfahren zur Gewinnung der optischen Isomeren des Penicillamins
DE2757281A1 (de) Verfahren zur herstellung von 1-hydroxy-aporphinderivaten
DE2558158A1 (de) Neues verfahren zur herstellung von threo-threonin
DE2415765C2 (de)
DE2251646C3 (de) alpha-Monoglyceride von o-Chlorbenzoesäure und o-Jodbenzoesäure sowie Verfahren zur Herstellung von alpha-Monoglyceriden von Benzoesäuren
AT326638B (de) Verfahren zur herstellung von n(beta-diäthylaminoäthyl) -4-amino-5-chlor-2-methoxybenzamid
DE2320285C2 (de) Verfahren zur Herstellung von Bicycloalkan-Carbonsäuren
WO1985003293A1 (fr) Procede de fabrication d&#39;hydrohexites de diacyldiane
DE3500029A1 (de) Anthracyclinester
EP0751122B1 (de) Verfahren zur Herstellung von kristallinem O-Isopropylisoharnstoff-hydrochlorid
DE1618053C (de) Verfahren zur Herstellung von Steroidverbindungen
CH466304A (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Alkaloiden mit Karbinolamidstruktur
DE2653398A1 (de) Verfahren zur herstellung von 5-fluor-uracil-derivaten
DE2734459A1 (de) Peruvosid-derivate und verfahren zu ihrer herstellung
DE2707404A1 (de) 5,6-dehydropenicilline und verfahren zu deren herstellung und mittel zur durchfuehrung des verfahrens

Legal Events

Date Code Title Description
OAP Request for examination filed
OD Request for examination
8131 Rejection