DE2738291C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Zufüh
ren von Stoffen mittels einer oder mehrerer Lanzen
in Elektroöfen, bei der jede Lanze über eine Kupp
lungseinrichtung mit einem Schlitten verbindbar ist
und die Lanzen und die Schlitten jeweils mittels
einer Vorschubeinrichtung in ein und demselben
Führungsträger verfahrbar gehalten sind.
Zur Erzeugung von Stahl mit einer gewünschten
chemischen Zusammensetzung ist es erforderlich,
während des Reaktionsprozesses Stoffe wie Kalk,
Kohlenstoff und gasförmigen Sauerstoff in den
Elektroofen einzubringen. Aus verfahrenstechnischen
Gründen müssen zumindest der Kohlenstoff und der
Sauerstoff mittels Lanzen durch die Schlacken
schicht hindurch unmittelbar in das Schmelzbad
eingeleitet werden.
Die Lanzen, welche aus Stahlrohren bestehen und
zumindest teilweise mit einer Keramikschicht
überzogen sind, brennen während des Einblasens des
Sauerstoffs bzw. des Kohlenstaub-Gasgemischs in den
Elektroofen ab und müssen fortlaufend nachgeführt
werden.
Bisher wurden die selbstverzehrenden Lanzen manuell
betätigt, d. h. vom Schmelzer durch eine Öffnung in
der Ofenwand eingeführt und - da eine Beobachtung
des vorderen Lanzenendes nicht möglich ist - nach
Gefühl nachgeführt. Der Nachteil dieser manuellen
Handhabung besteht insbesondere darin, daß der
Schmelzer physisch außerordentlich beansprucht wird
und die Gefahr besteht, daß - bedingt durch die
falsche Positionierung der Lanze im Elektroofen -
Schäden auftreten bzw. die zuzuführenden Stoffe
nicht in das Schmelzbad eingeleitet werden.
Ein weiterer Nachteil der manuellen Handhabung ist
darin zu sehen, daß die Tragkraft des Schmelzers
begrenzt ist; der Verwendung größerer Blaslanzen
querschnitte, welche eine Verkürzung der Prozeß
dauer ermöglichen würde, sind daher Grenzen ge
setzt. Eine exakte Steuerung der Eintauchtiefe der
Lanze in das Schmelzbad ist nicht möglich, so daß
die eingebrachten Stoffe nur unvollständig aus
genutzt werden können. Eine Optimierung des Stoff
einsatzes zur Erzielung von Einsparungen ist daher
nicht erreichbar.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine
Einrichtung der eingangs genannten Art zu ent
wickeln, welche die mit der manuellen Handhabung
der Lanzen verbundenen Nachteile zumindest
weitgehend beseitigt, insbesondere die Bean
spruchung des Bedienungspersonals vermindert und
die Optimierung des Prozeßablaufs ermöglicht.
Die gestellte Aufgabe wird dadurch gelöst, daß bei
einer Einrichtung der eingangs angegebenen Art der
Führungsträger auf und ab schwenkbar und gleich
zeitig quer vor dem Ofen verfahrbar sowie die Vor
schubvorrichtung mit einer Regelvorrichtung ausge
stattet ist, welche während des Betriebes der zuge
hörigen Lanze deren Eintauchtiefe in das Schmelz
bad kontant hält.
Aus der französischen Patentschrift 12 25 126 ist
zwar für Siemens-Martin-Öfen bereits eine Lanzen
halterung bekannt, bei der jede Lanze über eine Kupp
lung mit einem Schlitten verbindbar und beide über
eine Vorschubeinrichtung in einem Führungsträger
verschiebbar sind. Eine solche Halterung ist
jedoch bei Elektroöfen mit ihren durch Abwälzen
des auf Wälzkufen ruhenden Ofens erzeugten,
einander überlagernden Horizontal- und Vertikal
bewegungen der Lanzenöffnungen nicht anwendbar,
zumal auch keine Regelung der Eintauchtiefe der
Lanze in das Schmelzbad vorgesehen ist, die diese
Bewegungen kompensieren könnte.
Wegen des höheren Abbrandes der Sauerstofflanzen im
Vergleich zu den Kohlenstofflanzen weist die Ein
richtung vorzugsweise einen Führungsträger auf,
welcher nebeneinander zwei Führungsschlitten für
je eine eine Sauerstofflanze und einen Führungs
schlitten für die Kohlenstofflanze aufnimmt.
Um die Lanzen ohne Verstellung der Einrichtung
wahlweise durch ein und dieselbe Öffnung im Elek
troofen einführen zu können, ist der Führungsträger
vorzugsweise zusätzlich in Längsrichtung verfahr
bar angeordnet.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform des Erfindungsge
genstandes stützen sich die Lanzen und Schlitten über
Führungsrollen in kastenförmigen Führungsbahnen ab, die
an dem Führungsträger befestigt sind.
Die Schwenkvorrichtung der neu vorgeschlagenen Einrich
tung ist dadurch gekennzeichnet, daß der Führungsträger
sich beidseitig auf zwei Schwenkarmen mit unterschied
licher Hebellänge abstützt und über diese mittels eines
Geradführungsantriebs bewegbar ist. Die dem Elektroofen
zugewandten Schwenkarme weisen dabei vorzugsweise eine
geringere Hebellänge auf als die hinteren Schwenkarme.
Der Geradführungsantrieb besteht vorteilhaft aus einem
Hydraulik-Zylinderaggregat, welches gelenkig mit dem
Führungsträger verbunden ist.
Um die vorzugsweise selbstverzehrenden Lanzen in be
stimmten Zeitabständen durch neue Lanzen ersetzen zu
können, weist jeder Schlitten im Bereich seiner dem
Elektroofen zugewandten Stirnseite eine Kupplungsvor
richtung mit einem axial verschiebbaren Klemmteil auf,
welches die austauschbare Lanze beim Kupplungsvorgang
in Richtung des Schlitten-Anschlußrohres mitnimmt.
Die Lanzen werden vorzugsweise mittels einer
oberhalb des Führungsträgers angeordneten Zuführvor
richtung in die jeweilige Führungsbahn eingelegt. Die
Zuführvorrichtung besteht dabei vorteilhaft aus einem
quer zur Längsachse des Führungsträgers verfahrbaren
Traggestell, dessen dem Führungsträger zugewandter End
abschnitt als schwenkbare Mitnahmevorrichtung ausgebil
det ist, in welche die auszutauschende Lanze eingelegt
wird.
Die Führungsbahn, welche die Schlitten und die mit
diesen verbundenen Lanzen aufnehmen, weisen beidseitig
nach oben gerichtete abgeschrägte Führungsbleche auf,
welche eine dreieckförmige Aufnahmeöffnung für die Lan
zen bilden.
Die jeder Führungsbahn zugeordnete Vorschubvorrichtung
besteht vorzugweise aus einem Getriebemotor - insbe
sondere einem Kurzschlußlaufmotor - mit eingebauter
Bremse, der eine am Schlitten befestigte Kette antreibt.
In einer besonders zweckmäßigen Ausführungsform des Er
findungsgegenstandes ist auf dem Endabschnitt des
Schlitten-Anschlußrohrs eine Kupplungshülse mit einer
drehbaren Kulisse geführt, in die ein am Anschlußrohr
befestigter Zapfen eingreift; innerhalb der Hülse sind
dabei Klemmsegmente angeordnet, die sich - in axialer
Richtung gesehen - einerseits auf einer konischen Ge
genfläche der Hülse und andererseits unter Zwischen
schaltung eines Federelements und eines Dichtelements
an dem Anschlußrohr abstützen. Die Drehung der Kulis
se hat also eine Axialbewegung der Hülse in Richtung
auf das Schlitten-Anschlußrohr zur Folge, wodurch das
Federelement gespannt wird. Unter der Wirkung der An
preßkraft des Federelements wird das Dichtelement so
wohl gegen das Anschlußrohr als auch gegen die anzu
kuppelnde Lanze gepreßt und letztere gleichzeitig
durch die ebenfalls unter Einwirkung der Anpreßkraft
des Federelements stehenden Klemmsegmente in der Kupp
lungshülse festgeklemmt.
Die neu vorgeschlagene Einrichtung ist vorzugsweise in
der Weise ausgebildet, daß die Schwenkvorrichtung im
Bereich der Stirnseite des Führungsträgers angeordnet
ist, wobei dieser im Bereich seiner Rückseite eine Ge
wichtsausgleich-Vorrichtung aufweist. Diese kann ins
besondere als mit einem Gegengewicht versehener Seilzug
ausgebildet sein, der am Führungsträger befestigt ist.
Um sicherzustellen, daß die mittels der Lanzen einzu
bringenden Stoffe unmittelbar in das Schmelzbad gelan
gen, ist der Lanze eine Gebereinheit zugeordnet, welche
den in der Lanze vorhandenen ferrostatischen Druck als
Regelgröße in die Regelvorrichtung eingibt. Der ferrosta
tische Druck ist dabei der Druck, der sich aus dem im
Vorderbereich der Lanze herrschenden Gasdruck und dem in
der Lanze auftretenden Druckverlust zusammensetzt. Die
Regelvorrichtung ist vorzugsweise derart ausgebildet,
daß sie bei abnehmendem ferrostatischem Druck - d. h.
bei geringer werdender Eintauchtiefe der Lanze in
das Schmelzbad infolge Abbrandes - die Vorschubvor
richtung in Tätigkeit setzt und die betreffende Lan
ze über die mit ihr verbundene Kette soweit in Rich
tung des Elektroofens bewegt, bis der Einstellwert
des ferrostatischen Drucks wieder erreicht wird.
Die wesentlichen Merkmale des Erfindungsgegenstandes
werden nachfolgend anhand der Zeichnung erläutert.
Es zeigt
Fig. 1 in schematischer Darstellung eine
Seitenansicht der neu vorgeschlage
nen Einrichtung (ohne Transportvor
richtung),
Fig. 2a, b eine Teilansicht bzw. eine Teil
draufsicht des Schlittens (mit sche
matisch dargestellter Kupplungsvor
richtung),
Fig. 3 einen Schnitt durch die nebeneinan
der liegenden Führungsbahnen mit auf
gesetzten Führungsblechen,
Fig. 4a, b eine Seitenansicht bzw. einen Schnitt
durch die Kupplungsvorrichtung im Be
reich des in die Kulisse eingreifen
den Zapfens, und
Fig. 5 in schematischer Darstellung eine
Seitenansicht der neu vorgeschlagenen Ein
richtung mit zugehöriger Transportvorrichtung.
Die neu vorgeschlagene Einrichtung (vgl. Fig. 1)
weist einen Führungsträger auf, dessen Oberteil 2
mehrere nebeneinander liegende Führungsbahnen (vgl.
dazu Fig. 3) aufnimmt und dessen Unterteil zur
Aussteifung mehrere Stützrohre aufweist.
Der Führungsträger 1 ist im Bereich seines Vorder
abschnitts beidseitig über zwei Schwenkarme 4 und 5
mit seiner Konsole 6 verbunden, welche sich über
Führungsrohre 7 seitenverschiebbar in Lagern 8
einer ortsfesten Stützkonstruktion 9 abstützt.
Der dem Elektroofen 10 zugewandte vordere Schwenk
arm 4 weist eine geringere Hebellänge auf als der
hintere Schwenkarm 5. Die Schwenkarme sind vorzugs
weise in der Weise angeordnet, und ausgebildet, daß
die im Führungsträger 1 befindlichen Lanzen 11
auch dann noch in die Ofenöffnung 10′ eingeführt
werden können, wenn die Ofenachse 10′′ um 5° gegen
über der Lotrechten nach vorn oder nach hinten ge
kippt ist. Die der hinteren Kippstellung des
Elektroofens 10 zugeordnete Stellung der Lanze 11
und der Schwenkarme 4 und 5 ist in der Zeichnung
strichpunktiert dargestellt.
Die Lanzen 11 sind jeweils über ein Schlittenan
schlußrohr 13 mit einem Schlitten 14 verbunden, der
seinerseits an eine Speiseleitung 15 angeschlossen
ist. Der Schlitten 14 stützt sich über mehrere
Führungsrollen 16 bzw. 17 in der auf dem Führungs
träger 1 angeordneten Führungsbahn ab.
Jeder Schlitten 14 ist über eine (in Fig. 2a) dar
gestellte Kette 18 mit einer Vorschubvorrichtung
19, 20 ausgestattet, welche aus einem Kurzschluß
läufermotor 19 mit eingebauter Bremse und einem
Eckgetriebe 20 besteht, dessen (nicht darge
stelltes) Kettenrad in die Kette 18 eingreift.
Die Verschwenkung des Führungsträgers 1 erfolgt
über einen Geradführungsantrieb 21 in Form eines
Hydraulik-Zylinderaggregats, welches gelenkig mit
der Konsole 6 und im Bereich des Schwenkarms 5 mit
dem Führungsträger 1 verbunden ist.
Der Hinterabschnitt des Führungsträgers 1 ist mit
einer Gewichtsausgleichvorrichtung versehen, welche
aus einem Seilzug 22, einem drehbar gelagerten
Umlenkträger 23 und einem Gegengewicht 24 besteht.
Die Vorschubvorrichtungen 19, 20 sind vorzugsweise
mit einer (nicht dargestellten) Regelvorrichtung
ausgestattet, welche eine konstante Eintauchtiefe
der Lanzenspitze in das Schmelzbad 25 sicherstellt.
Die Regelvorrichtung arbeitet dabei mit einer
(nicht dargestellten) Gebereinheit zusammen, welche
den in der Lanzenspitze vorhandenen ferrostatischen
Druck als Regelgröße in die Regelvorrichtung ein
gibt. Sobald die Eintauchtiefe der Lanze 11 infolge
Abbrandes abnimmt, wird der zugehörige Schlitten 14
über die Vorschubvorrichtung 19, 20 und die Kette
18 so lange auf den Elektroofen 10 zu bewegt, bis
ein vorgegebener Sollwert des ferrostatischen
Drucks erreicht ist.
Das Schlitten-Anschlußrohr 13 (vgl. Fig. 2a, b) ist
nur mittelbar mit dem Gehäuse 14′ - welches auch
die lotrechten und waagerechten Führungsrollen 16
bzw. 17 trägt - verbunden. Im Bereich zwischen dem
Vorder- und Hinterabschnitt des Schlittens 14 weist
das Schlitten-Anschlußrohr 13 zwei Halte-Arme 26
auf, die seitlich an einer Stange 27 befestigt
sind. Diese ist über Führungen 28 mit dem Gehäuse
14′ des Schlittens 14 verbunden; die Stange 17 ist
im Bereich ihrer über die Führungen 28 hinausragen
den Endabschnitte über vorgespannte Schraubenfedern
29 - die sich einerseits an einer angeschraubten
Anschlagscheibe 30 und andererseits an den Füh
rungen 28 abstützen - in einer vorgegebenen Aus
gangslage gehalten.
Die Führungsrollen 16 und 17 stützen sich über senk
recht zueinander angeordnete Schienen 31 und 32 in
der jeweils zugehörigen Führungsbahn 33 ab, welche
kastenförmig ausgebildet ist. Die Führungsbahnen 33
sind dabei im Bereich ihrer nach oben gerichteten
Öffnung 33′ mit Führungsblechen 34 versehen, welche
das Einführen neuer Lanzen von oben erleichtern
sollen.
Wie der Darstellung gemäß Fig. 3 zu entnehmen
ist, weist der in Fig. 1 dargestellte Führungs
träger 1 drei nebeneinanderliegende Führungsbahnen
33 auf, die zwei Lanzen zum Einblasen von Sauer
stoff und eine Lanze zum Einblasen von Kohlenstaub
aufnehmen.
Das Schlitten-Anschlußrohr 13 ist auf seiner dem
Elektroofen zugewandten Stirnseite mit einer Kupp
lungsvorrichtung 35 versehen, welche als wesent
liche Bestandteile eine Kupplungshülse 36, eine
drehbar mit dieser verbundene Kulisse 37 und einen
am Schlitten-Anschlußrohr 13 befestigten Zapfen 38
aufweist (Fig. 4a, b).
Die mit einem Betätigungshebel 39 versehene Ku
lisse 37 weist eine spiralförmig gekrümmte Aus
nehmung 37′ auf, in welche der Zapfen 38 eingreift.
Die Kupplungshülse 36 stützt sich auf dem
Schlitten-Anschlußrohr 13 ab und ist über eine Paß
feder 36′′ gegen Verdrehung gesichert. Im Innern
der Kupplungshülse 36 ist ein aus mehreren Ringab
schnitten bestehendes Klemmteil 40 angeordnet,
welches durch ein als Schraubenfeder ausgebildetes
Federelement 41 an einer konischen Gegenfläche 36′
der Kupplungshülse 36 zur Anlage gebracht ist. Die
zwischen zwei Stützscheiben 42 und 43 angeordnete
Schraubenfeder stützt sich über die letztgenannte
Scheibe und ein als ein Gummipolster wirkendes
Dichtelement 44 an der Stirnseite des Schlitten-
Anschlußrohrs 13 ab.
In der Entkupplungsstellung - in welcher die Kupp
lungshülse 36 und der Betätigungshebel 39 die ge
strichelt angedeutete Stellung einnehmen - ist die
Schraubenfeder entspannt, so daß das Klemmteil 40
in Richtung auf das Schlitten-Anschlußrohr 13 ver
schoben werden kann und das Einführen einer neuen
Lanze 11 in die Kupplungshülse 36 zuläßt. Die End
lage der eingeführten Lanze 11 ist durch einen in
das Schlitten-Anschlußrohr 13 eingesetzten
Federring 13′ festgelegt.
Mit der Schwenkung des Betätigungshebels 39 im Uhr
zeigersinn wird die Kupplungshülse 36 über die
Kulisse 37 und den Zapfen 38 gegen das
Schlitten-Anschlußrohr 13 gezogen, wodurch die
Schraubenfeder - nachdem das Dichtelement 44 an
der Stirnseite des Anschlußrohrs 13 zur Anlage
gelangt ist - vorgespannt wird. Unter der Wirkung
der Federkraft wird das Klemmteil 40 an der
konischen Gegenfläche 36′ entlang gegen die
Oberfläche der Lanze 11 gepreßt, so daß diese in
axialer Richtung fixiert ist. Das Dichtelement 44
wird unter der Wirkung der Federkraft ebenfalls
gegen die Oberfläche der Lanze 11 gepreßt und
dichtet den Ringspalt zwischen der Lanze 11 und
dem Schlitten-Anschlußrohr 13 ab.
Hinter der Kupplungsvorrichtung 35 ist die Füh
rungsbahn 33 mit einem Anschlag 45 versehen, an dem
bei Erreichen einer vorgegebenen Endstellung eine
am Schlitten-Anschlußrohr 13 befestigte Anschlag
scheibe 46 zur Anlage gelangt. Die Lanze 11 kann
also nur bis zu der festgelegten Endstellung in
Richtung auf den Elektroofen zu bewegt werden.
Die Kupplungsvorrichtung 35 mit den Hauptbestand
teilen 36 und 37 - die vorzugsweise innerhalb des
Schlittens 14 angeordnet ist - ist in Fig. 2a, b
aus Gründen der Übersichtlichkeit nur schematisch
dargestellt.
Um das Auswechseln der Lanzen 11 zu erleichtern,
weist die neu vorgeschlagene Einrichtung vorzugs
weise eine Transportvorrichtung 47 auf, welche es
ermöglicht, auf eine Plattform 48 abgelegte Lanzen
11′ von oben in die gewünschte Führungsbahn einzu
legen (Fig. 5).
Die Transportvorrichtung 47 besteht im wesentlichen
aus einem Traggestell 49, welches an Führungs
schienen 50 quer zur Längsachse des Führungs
trägers 1 verfahrbar aufgehängt ist. An den dem Füh
rungsträger 1 zugewandten Abschnitt des Tragge
stells 49 ist gelenkig eine Mitnahmevorrichtung 51
angeschlossen, welche mittels eines Hydraulik-
Zylinderaggregats 52 in die gestrichelt angedeutete
Stellung geschwenkt werden kann. Durch Betätigung
des Geradführungsantriebs 21 kann nunmehr der Füh
rungsträger 1 soweit nach oben bewegt werden, bis
die in der Mitnahmevorrichtung 51 festgehaltene
Lanze 11′ im Bereich der gewünschten Führungsbahn
liegt. Die Mitnahmevorrichtung kann in an sich be
kannter Weise mit Klemmbacken versehen sein, welche
die auszuwechselnde Lanze 11′ festhalten.
Es ist jedoch auch möglich, die Mitnahmevorrichtung
mit einem abschaltbaren Magnetsystem auszustatten.
Um eine einwandfreie Führung der Lanzen 11 in den
zugehörigen Führungsbahnen 33 sicherzustellen, sind
diese außerhalb des Bereichs - der von dem
Schlitten 14 und der Kupplungsvorrichtung 35 durch
fahren wird - mit einer oder mehreren ortsfesten
Führungsrollen 53 versehen (vgl. die Fig. 1 und 5).
Claims (8)
1. Einrichtung zum Zuführen von Stoffen mittels
einer oder mehrerer Lanzen in Elektroöfen, bei
der jede Lanze über eine Kupplungseinrichtung
mit einem Schlitten verbindbar ist und die
Lanzen und die Schlitten jeweils mittels einer
Vorschubvorrichtung in ein und demselben Füh
rungsträger verfahrbar gehalten sind, dadurch
gekennzeichnet, daß der Führungsträger (1) auf
und ab schwenkbar und gleichzeitig quer vor dem
Ofen verfahrbar ist sowie daß die Vorschubein
richtung mit einer Regelvorrichtung ausgestat
tet ist, welche während des Betriebes der zuge
hörigen Lanze (11) deren Eintauchtiefe in das
Schmelzbad (25) konstant hält.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, da
durch gekennzeichnet, daß die Lanzen (11) und Schlit
ten (14) sich über Führungsrollen (16, 17, 53) in
kastenförmigen Führungsbahnen (33) abstützen, die an
dem Führungsträger (1) befestigt sind.
3. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch
gekennzeichnet, daß der Führungsträger (1) sich beid
seitig auf zwei Schwenkarmen (4, 5) mit unterschied
licher Hebellänge abstützt und über diese mittels
eines Geradführungsantriebs (21) bewegbar ist.
4. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, da
durch gekennzeichnet, daß jeder Schlitten (14) im
Bereich seiner dem Elektroofen (10) zugeordneten
Stirnseite eine Kupplungsvorrichtung (35) mit ei
nem axial verschiebbaren Klemmteil (36) aufweist,
welches die austauschbare Lanze (11) beim Kupplungs
vorgang in Richtung des Schlitten-Anschlußrohres (13)
mitnimmt.
5. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Vorschubvorrichtung aus einem
Getriebemotor (19, 20) mit eingebauter Bremse be
steht, der eine am Schlitten (14) befestigte Kette
(18) antreibt.
6. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß auf dem Endabschnitt des Schlitten-Anschlußrohrs
(13) eine Kupplungshülse (36) mit einer drehbaren
Kulisse (37) geführt ist, in die ein am Anschlußrohr
befestigter Zapfen (38) eingreift, und daß innerhalb
der Hülse Klemmsegmente angeordnet sind, die sich -
in axialer Richtung gesehen - einerseits auf einer
konischen Gegenfläche (36′) der Kupplungshülse und
andererseits unter Zwischenschaltung eines Federele
ments (41) und eines Dichtelements (44) an dem An
schlußrohr abstützen.
7. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß die Schwenkvorrichtung (4, 5, 21)
im Bereich der Stirnseite des Führungsträgers (1) an
geordnet ist, wobei dieser im Bereich seiner Rück
seite eine Gewichtsausgleichvorrichtung (22, 23, 24)
aufweist.
8. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Lanze (11) eine Gebereinheit zugeordnet ist,
welche den in der Lanze vorhandenen ferrostatischen
Druck als Regelgröße in die Regelvorrichtung ein
gibt.
Priority Applications (1)
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| DE19772738291 DE2738291A1 (de) | 1977-08-25 | 1977-08-25 | Einrichtung zum zufuehren von stoffen mittels einer oder mehrerer lanzen in elektrooefen |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE19772738291 DE2738291A1 (de) | 1977-08-25 | 1977-08-25 | Einrichtung zum zufuehren von stoffen mittels einer oder mehrerer lanzen in elektrooefen |
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Family Applications (1)
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| DE19772738291 Granted DE2738291A1 (de) | 1977-08-25 | 1977-08-25 | Einrichtung zum zufuehren von stoffen mittels einer oder mehrerer lanzen in elektrooefen |
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Cited By (1)
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