DE279737C - - Google Patents
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B66—HOISTING; LIFTING; HAULING
- B66B—ELEVATORS; ESCALATORS OR MOVING WALKWAYS
- B66B1/00—Control systems of elevators in general
- B66B1/02—Control systems without regulation, i.e. without retroactive action
- B66B1/06—Control systems without regulation, i.e. without retroactive action electric
- B66B1/12—Control systems without regulation, i.e. without retroactive action electric with devices, e.g. handles or levers, located at a control station for direct control movements, e.g. electric mining-hoist control systems
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Automation & Control Theory (AREA)
- Control Of Conveyors (AREA)
- Non-Mechanical Conveyors (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 279737 KLASSE 35«. GRUPPE
Einrichtung zur selbsttätigen Steuerung von Fördermaschinen.
Die Erfindung bezieht sich auf solche Fördermaschinen, bei denen verschiedene Geschwindigkeiten
für Material-, Seil- oder Revisionsfahrten durch Einschalten von Widerstand eingestellt
werden. Sie bezweckt, eine vollkommen selbst:
tätige Steuerung der Maschine in Abhängigkeit von der Bewegung des Förderkorbes zu
ermöglichen. Um dies zu erreichen; sind die . den verschiedenen Geschwindigkeitsstufen entsprechenden
Widerstände in parallele Verzweigungen der Erregerstrombahn gelegt und mit ungleich langen Schaltschienen verbunden, die zu
beiden Seiten in Kontaktbahnen enden. Auf diesen Schaltschienen bzw. den Kontaktbahnen
gleitet ein im Erregerstromkreis liegendes Kontaktorgan.
Im folgenden soll der Erfindungsgegenstand an der Hand eines in der beiliegenden Zeichnung
dargestellten Ausführungsbeispieles erläutert werden.
Durch den Schalthebel α kann der Erreger:
stromkreis derartig an das Netz angelegt werden, daß die Wicklung b in der einen oder anderen
Richtung vom Strom durchflossen wird und demzufolge der Antriebsmotor in dem einen
oder anderen Sinne umläuft. Der Steuerapparat besteht aus einer Kontaktschiene k, die durch
ein mit dem Teufenzeiger verbundenes Schaltorgan I mit drei weiteren Schienen I, II, III in
Verbindung steht. Die Schiene I ist an einen Schalter c angeschlossen, Schiene II an einen
Schalter d und Schiene III an einen Schalter e. Beim Schließen dieser Schalter c, d, e treten
die drei Schienen I, II, III mit einem Kontakt des Handhebels α in Verbindung, und zwar
Schiene I über den Schalter c unmittelbar, Schiene II über Schalter d unter Zwischenfügung
eines Widerstandes h, schließlich Schiene III über den Schalter e und einen
Widerstand i. Die Beeinflussung der drei Schalter erfolgt auf elektromagnetischem Wege in
an sich bekannter. Weise durch Kommandoschalter ti-. Jeder dieser Kommandoschalter
beeinflußt den Kommandostromkreis eines der drei Hilfsschalter c, d, e. Um dabei zu verhindem,
daß während der Fahrt von einer Geschwindigkeit auf die andere umgestellt wird,
also beispielsweise ein Umschalten von Revisionsfahrt auf Materialfahrt erfolgt, sind entweder
die Kommandoschalter η oder die Hilfsschalter
c, d, e derart verriegelt, daß nur in der Nullstellung des Steuerhebels eine Beeinflussung
der Hilfsschalter . im Einschalt- oder Ausschaltsinne stattfinden kann. In dem Steuerapparat
sind ferner noch Kontaktbahnen m vorgesehen, die dazu dienen, beim Anfahren
wie beim Retardieren die selbsttätige Widerstandsschaltung zu bewirken und außerdem auf
etwaige Hilfsapparate, beispielsweise Bremsen, zu wirken. Die Kontaktbahnen m sind in der ßo
Zeichnung zu beiden Seiten der kürzesten Schaltschiene I angeordnet.- Die entsprechenden
Kontakte der oberen und der unteren Teilreihe stehen miteinander in unmittelbarer
Verbindung, so daß nur ein gemeinsamer Widerstand benötigt wird. Das eine Ende dieses
Widerstandes ist mit der Schiene I verbunden. Außerdem sind über die Schalter f, g Verbindungen
der beiden anderen Schaltschienen II, III mit den ihren Enden entsprechenden
Kontakten der Kontaktbahnen m hergestellt. Schalter f ist dabei mit Schalter d zwangläufig
gekuppelt, ebenso Schalter g mit Schalter e. Wird daher einer der beiden Hilfsschalter d, β
eingelegt, so erfolgt gleichzeitig auch die Einschaltung des zugehörigen Schalters f bzw. g.
Umgekehrt wird durch die Ausschaltbewegung von d oder e auch Schalter f bzw. g unterbrochen.
Die Wirkungsweise der Einrichtung ist folgende :
ίο Befindet sich der die Kontaktvorrichtung I
bewegende Teufenzeiger in seiner untersten Endstellung und soll nun die Fördermaschine
mit der für Materialfahrt zulässigen Geschwindigkeit in Tätigkeit gesetzt werden, so muß
zunächst durch entsprechende Kommandogebung der Hilfsschalter c eingelegt und der
Steuerhebel α in die der gewünschten Förderrichtung zugeordnete Kontaktstellung gebracht
werden. Alsdann ist die Feldwicklung b der Anlaßdynamo über den Widerstand der Kontaktbahn
m an das Netz angeschlossen. Setzt sich die Maschine in Bewegung, so verschiebt der
Teufenzeiger die Kontaktvorrichtung I nach oben und schaltet damit den Widerstand aus.
Dementsprechend steigt die Erregung der Anlaßdynamo und damit die Fördergeschwindigkeit,
bis diese schließlich, wenn die Kontaktvorrichtung I auf die Schiene I selbst übergleitet,
ihren Höchstwert erreicht. Diese Höchst geschwindigkeit bleibt so lange erhalten, als
sich die Kontaktvorrichtung auf der Schiene bewegt. Tritt sie dann am Ende der Förderstrecke
wieder . auf die Kontaktbahn m über, so wird in den Stromkreis der Feldwicklung b
in wachsendem Maße Widerstand geschaltet und entsprechend die Geschwindigkeit verringert, bis
. schließlich in der oberen Endstellung des Teufenzeigers selbsttätig der Steuerhebel in die Ausschaltstellung
gebracht wird.
Bei Förderung in der entgegengesetzten Fahrtrichtung wird der Handhebel α nach der anderen
Seite umgelegt. Im übrigen spielt sich der Vorgang in ganz gleicher Weise ab, wie dies vorstehend
bereits beschrieben ist. Ist in der Endstellung selbst der vorgeschaltete Widerstand
zu groß, um ein zur Bewegung der Last genügendes Drehmoment zu erhalten, so kann
durch einen am Steuerhebel α angebrachten Hilfsschalter ein Teil des Widerstandes kurzgeschlossen
werden.
Soll statt mit Materialfahrtgeschwindigkeit mit Seilfahrtgeschwindigkeit gefahren werden,
so ist an Stelle des Hilfsschalters c Hilfsschalter d einzulegen, wobei zugleich auch Schalter f
geschlossen wird. Der größte Widerstand, der im Stromkreise der Feldwicklung b liegt, entspricht
dann dem Widerstände der Kontaktbahn bis zu den Enden der Schiene II. Die
Höchstgeschwindigkeit wird erreicht, sobald das Kontaktorgan I die Kontaktbahn m bis
zu dem Schienenende abgelaufen hat. Während der Bewegung der Schiene entlang bleibt sie
konstant und nimmt dann wieder ab, sobald in der Nähe der Endstellung das Ende der Schiene
überschritten wird. Während der ganzen Fahrt ist dabei der Widerstand h in den Feldstromkreis eingeschaltet.
In ganz entsprechender Weise geht der Fördervorgang vonstatten, wenn an Stelle des
Schalters d Schalter e geschlossen wird. Es ist dann nur in den Endstellungen ein noch kleinerer
Teil des Widerstandes der Kontaktbahn m der Feldwicklung b vorgeschaltet. Dafür liegt aber
ein größerer Widerstand i dauernd in diesem Stromkreise.
Claims (2)
1. Einrichtung zur selbsttätigen Steuerung von Fördermaschinen, bei denen die verschiedenen
Geschwindigkeiten für Material-, Seil- und Revisionsfahrten durch Einschalten
von Widerstand in den Erregerstromkreis eingestellt werden, dadurch gekennzeichnet,
daß ungleich lange Schienen (I, II, III) mit zu beiden Seiten angeordneten Kontaktbahnen
(m) einerseits an Verzweigungen der Erregerstrombahn angeschlossen sind, die
den einzustellenden Geschwindigkeiten entsprechen, andererseits durch ein in Abhängigkeit
von der Bewegung des Förderkorbes an- go getriebenes Kontaktorgan (I) mit dem Erregerstromkreis
leitend verbunden sind.
2. Einrichtung zur selbsttätigen Steuerung für Fördermaschinen nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß nur zu beiden Seiten der kürzesten Schiene (I) Kontaktbähnen
(m) angeordnet sind und die anderen Schienen (II, III) mit den ihren Enden entsprechenden
Kontakten über Schalter (f, g) in Verbindung stehen, die von den Schaltern
(d, e) zum Anlegen der Schienen an das Netz zwangläufig mitbewegt werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE279737C true DE279737C (de) |
Family
ID=535628
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT279737D Active DE279737C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE279737C (de) |
-
0
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