DE279963C - - Google Patents

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DE279963C
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tube
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    • HELECTRICITY
    • H03ELECTRONIC CIRCUITRY
    • H03BGENERATION OF OSCILLATIONS, DIRECTLY OR BY FREQUENCY-CHANGING, BY CIRCUITS EMPLOYING ACTIVE ELEMENTS WHICH OPERATE IN A NON-SWITCHING MANNER; GENERATION OF NOISE BY SUCH CIRCUITS
    • H03B7/00Generation of oscillations using active element having a negative resistance between two of its electrodes
    • H03B7/02Generation of oscillations using active element having a negative resistance between two of its electrodes with frequency-determining element comprising lumped inductance and capacitance
    • H03B7/10Generation of oscillations using active element having a negative resistance between two of its electrodes with frequency-determining element comprising lumped inductance and capacitance active element being gas-discharge or arc-discharge tube

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVi 279963 KLASSE 21 a. GRUPPE
Dr. BRUNO GLATZEL in BERLIN'.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 5. April 1914 ab.
Es ist bekannt, daß, wenn man zwei Entladungsräume durch eine Kapillare verbindet, die z. B. von einer Hochspannungsakkumulatorenbatterie erzeugte Entladung einen intermattierenden Charakter hat. Die Zahl der Unterbrechungen hängt von dem' in der Zuleitung liegenden Widerstand sowie von den Dimensionen der Entladungsröhre ab und ist innerhalb beliebiger Grenzen veränderlich. ■ Es
ίο ist ferner bekannt, daß sich an den Enden der Kapillare sogenannte »sekundäre Kathoden« ausbilden, die ihrerseits von einem mehr oder weniger großen dunklen Kathodenraum umschlossen sind. Dieser Kathodenraum enthält je nach dem Vakuum einen mehr oder weniger großen Teil des Potentialgefälles zwischen Kathode und Anode. Bringt man nun, wie es für Meßzwecke früher bereits vorgeschlagen wurde, eine sogenannte Sonde in die Nähe des Endes der Kapillare, etwa in den dunklen Kathodenraum, und legt an diese Sonde ein Hilfspotential, so ist man in der Lage, je nach der Größe dieses Hilfspotentials das Potentialgefälle in dem dunklen Kathodenraum und damit auch in dem gesamten Entladungsrohr beliebig zu ändern. Die Änderung hat' dann ihrerseits wiederum eine Änderung der Stromstärke im Entladungsrohr zur Folge.
Vorliegende Erfindung benutzt diese Abhängigkeit zwischen dem am Ende der Kapillare herrschenden Potential und der durch das Rohr fließenden Stromstärke, um nach dem Prinzip des Mikrophon-Telephonsummers, wie er in der Wechselstromtechnik zur Herstellung von Wechselströmen gleichbleibender Amplitude benutzt wird, Ströme beliebiger Periode zu erzeugen. Für diesen Zweck eignet sich der Mikrophonsummer im allgemeinen nicht, da die in ihm befindliche Telephonmembran zu träge ist, um bei schnellen Schwingungen folgen zu können. Die oben geschilderten Erscheinungen in Entladungsröhren spie- · len sich jedoch praktisch trägheitslos ab. Man hat nun lediglich durch eine geeignete Schaltung eine Abhängigkeit zwischen dem Poten- 4-5 tial an der Sonde und dem durch die Röhre fließenden Strom herzustellen, um die bekannte Summerwirkung, d. h. also im vorliegenden Falle Hochfrequenzströme gleichbleibender Amplitude zu erhalten. Die Figur gibt ein Beispiel für eine solche Schaltung. :
In den Stromkreis der Hauptbatterie βλ wird eine Spule Z1 eingeschaltet, welche mit der Spule I1 gekoppelt ist. I2 wiederum bildet mit dem Kondensator C2 und der Spule V2 einen geschlossenen Schwingungskreis, dessen Wellenlänge durch Änderung des Kondensators oder der beiden Selbstinduktionen auf beliebige Werte eingestellt werden kann. Die früher erwähnte Sonde s wird mit Hilfe der Batterie e% und des zugehörigen Potentiometers auf ein bestimmtes Potential gebracht. Um nun dieses Potential in Abhängigkeit von der primären Stromstärke zu bringen, ist in die Zuleitung von dem Potentiometer zur Sonde s noch eine Spule /3 eingeschaltet, welche mit l% gekoppelt ist. An der Sonde s ist also ein Potential vorhanden, welches sich aus dem am Potentio-
meter eingestellten Wert und der Induktionsspannung zusammensetzt, welche bei intermittierendem Primärstrom durch die beiden Transformatoren I112 und l\ I3 erzeugt wird. Der durch die Kapazität C2 und die Selbstinduktionen Z2 1\ gebildete Schwingungskreis hat dabei lediglich den Zweck, von den verschiedenen möglichen Frequenzen, welche bei den Schwankungen des Primärstromes auftreten, eine bestimmte herauszusuchen und festzuhalten (gesteuerter Sender). Sind die Spulen richtig geschaltet, so wirkt die Potentialschwankung an der Sonde s verstärkend auf die Primärschwingungen und damit auch auf diejenigen des geschlossenen Schwingungskreises. Die Energie schaukelt sich auf diese Weise bis zu demjenigen Werte hinauf, welcher durch die primäre Energiezufuhr und die in der Anordnung vorhandenen Verluste bestimmt
ao ist. Für viele Zwecke ist es nun vorteilhaft, statt einer einzigen Kapillare deren mehrere zu verwenden, da man durch diese Parallelschaltung den Widerstand des Entladungsrohres beliebig herabsetzen kann. Jede der Kapillaren wird mit einer Sonde versehen, die, ebenfalls in größerer oder geringerer Zahl parallel geschaltet, an das Potentiometer angelegt werden. Diese Anordnung bietet gleichzeitig noch die Möglichkeit, den Widerstand und damit die Energieverhältnisse in der Röhre innerhalb sehr weiter Grenzen zu verändern, indem man nach Bedarf mehr oder weniger Sonden anschließt. Endlich mag noch bemerkt werden, daß derartige Röhren, um einen Betrieb mit niedriger Spannung zu ermöglichen, auch nach dem Vorschlage von Wehnelt in bekannter Weise mit Oxydkathoden versehen werden können.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren zur Erzeugung von Wechselströmen, insbesondere Hochfrequenzströmen, dadurch gekennzeichnet, daß eine Entladungsröhre mit . in den Weg der Entladung eingeschalteter Kapillare, welche an wenigstens einem ihrer Enden mit einer Sonde versehen ist, nach dem bekannten Mikrophon-Telephonsummerprinzip benutzt wird.
2. Entladungsröhre für das Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine größere Anzahl Kapillaren parallel in den Weg der Entladung eingeschaltet werden, zum Zweck, den Widerstand der Röhre herabzusetzen.
3. Entladungsröhre nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zum Zweck einer weiten Regulierbarkeit der Energieverhältnisse die an. den Kapillaren befindlichen Sonden einzeln oder gruppenweise zusammen- und abschaltbar angeordnet werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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