DE281477C - - Google Patents
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- DE281477C DE281477C DENDAT281477D DE281477DA DE281477C DE 281477 C DE281477 C DE 281477C DE NDAT281477 D DENDAT281477 D DE NDAT281477D DE 281477D A DE281477D A DE 281477DA DE 281477 C DE281477 C DE 281477C
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- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01C—MEASURING DISTANCES, LEVELS OR BEARINGS; SURVEYING; NAVIGATION; GYROSCOPIC INSTRUMENTS; PHOTOGRAMMETRY OR VIDEOGRAMMETRY
- G01C13/00—Surveying specially adapted to open water, e.g. sea, lake, river or canal
- G01C13/008—Surveying specially adapted to open water, e.g. sea, lake, river or canal measuring depth of open water
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung betrifft einen Tiefenmesser, besonders für Seeschiffe, derjenigen Art, bei der
das Seewasser in einen Raum unter Zusammenpressung der darin enthaltenen Luft eintritt.
Die Menge des eingedrungenen Wassers bildet dann das Maß für die Tiefe, die der Tiefenmesser
erreicht hat.
Bei grobem Seegange stellte sich bei solchen Tiefenmessern der Übelstand ein, daß beim
ίο Nachschleppen des einkommenden Tiefenmessers
und den damit verbundenen groben Bewegungen, Kopfstehen usw., Wasser aus dem Meßrohre verlorenging, so daß das Meßergebnis
ungenau wurde.
Die Anordnung eines elastischen Ventils, das sich durch den Überdruck des eintretenden
Wassers öffnet, und sich schließt, wenn der Überdruck aufhört, konnte dem Übelstande
nicht abhelfen, denn es ist, wenn das Wasser eintreten soll, ein Überdruck, d. h. ein Druckunterschied
zwischen dem hydrostatischen Außendruck und dem Druck im Meßrohre erforderlich, es kann also nie der Druck im Meßrohre
gleich sein dem hydrostatischen Außendrucke. Mit anderen Worten, das Meßrohr kann nie die richtige Tiefe anzeigen. Selbst
Korrekturen, die dem zu erwartenden Druckunterschiede Rechnung tragen, sind so unsicher,
daß man dem Seemann ein derart korrigiertes Instrument nicht in die Hand geben darf.
Die Erfindung beseitigt nun die Gefahr des Wasserverlustes, ohne die Meßgenauigkeit zu
stören.
Es ist zu dem Zwecke ein Ventil angeordnet, welches bei einer bestimmten Wassertiefe, etwa
4 m, durch den hydrostatischen Druck, unabhängig von dem Wasser, welches in das Meßrohr
dringen will, geöffnet und offen gehalten wird, und sich schließt, wenn das einkommende
Lot wieder bis etwa 4 m unter Wasser aufgestiegen ist. Es ist deshalb innerhalb des
Öffnungsbereiches in jedem Augenblick Druckgleichheit zwischen dem hydrostatischen Außendruck
und dem Meßrohrdrucke gewährleistet, und weil das Ventil sich dennoch vor dem Austauchen des Instruments schließt, ist ein
Wasserverlust ausgeschlossen:
Fig. ι zeigt das ganze Instrument im Schnitt. Fig. 2 stellt das Ventil in geschlossenem, Fig. 3
in geöffnetem Zustande dar.
α ist das Außenrohr, in dem bei b das Wasser
aufsteigt, g ist eine Schutzhülse des Meßrohres, h das durchsichtige Meßrohr, k die Einlauföffnung,
ä ist eine elastische Platte, in die Kappe c eingedichtet, e ein darauf drückender
Kolben, der durch die Feder f auf die elastische Platte d und somit d auf die Einlauföffnung k
drückt.
Fig. 2 stellt das Ventil dar in dem Zustände,'
in dem es sich befindet, wenn das Tiefenmesser . die Öffnungsgrenze, etwa 4 m unter
Wasser, erreicht hat. ' Die elastische Platte wird durch den hydrostatischen Druck fest
unter die Decke, die aus der schrägen Decke der Kappe c und der Kolbenunterfläche gebildet
wird, gedrückt. Zu beachten ist, daß sich in dem Kolbenraum, d. h. in dem Räume,
in dem sich Kolben und Feder befindet, kein Überdruck befindet außer der geringen Luft-
druckzunahme, die durch die Volumenverkleinerung infolge der Aufwärtsbewegung der
Ventilscheibe d entsteht.
Zum Ablesen der Tiefe an der auf dem Meßrohr befindlichen Einteilung und zum Ausschütten
des Meßrohres wird das ganze Innenrohr an der Handhabe i aus der Verschraubung
I herausgeschraubt. Den Eintritt des Wassers zeigt der in Fig. 2 eingezeichnete Pfeil.
Der Druck in dem Räume unter der Kappe c ist also vom Außendruck unabhängig. Selbstverständlich
können, ohne daß dadurch das Wesen der Erfindung geändert wird, Kolben e und Feder f auch in Fortfall kommen, wenn
man die Scheibe d genügend stark wählt.
Das ganze Instrument kann in den Lotkörper eingebaut oder auch nur mit diesem belastet
werden.
Sinngemäß läßt sich das Ventil auch an Tiefenmessern anbringen, bei denen das Außenrohr
als Meßrohr, das Innenrohr als Einlauf dient. Auch kann das Außenrohr ganz fortgelassen
und das Ventil sinngemäß unmittelbar mit dem einzigen Rohr verbunden werden.
Der Erfindungsgedanke ist der, daß nicht das eintretende Wasser gewissermaßen im Vorbeidrängen
das Ventil öffnet, sondern daß der hydrostatische Druck bei Erreichung einer bestimmten
Tiefe dem Wasser den Eintritt frei macht, indem er die Ventilscheibe nach oben drückt.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Manometrischer Tiefenmesser, dessen Zuströmungskammer von der Meßkammer durch ein elastisches Ventil getrennt ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Ventil aus einer elastischen Scheibe (d) besteht, hinter der ein abgeschlossener Raum derart angeordnet ist, daß der Außendruck seinen Innendruck nicht wesentlich beeinflussen kann.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE281477C true DE281477C (de) |
Family
ID=537213
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT281477D Active DE281477C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE281477C (de) |
-
0
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