DE2816437C - Vorrichtung zum automatischen Füllen der Randfugen von Isolierglasscheiben mit einem Dichtungsmittel durch Fülldüsen - Google Patents
Vorrichtung zum automatischen Füllen der Randfugen von Isolierglasscheiben mit einem Dichtungsmittel durch FülldüsenInfo
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Description
dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Solche Vorrichtungen sind in der Regel Teil einer umfassenderen Anlage
zum Zusammenbau von Isolierglasscheiben oder werden im Zusammenspiel mit einer solchen Anlage
verwendet
Die bekannte Vorrichtung erlaubt es, die Fugen von
Isolierglasscheiben im Durchlauf zu füllen. Es hat sich jedoch als nachteilig herausgestellt, daß der apparative
Aufwand und der Platzbedarf bei der bekannten Anlage unvertretbar hoch sind. Dies liegt daran, daß für jede der
vier Kanten der Isolierglasscheiben eins eigene Fülldüse vorgesehen ist, von denen zwei zur Anpassung an
verschiedene Scheibenmaße verschieblich sind, und daß zwei rechtwinklig aneinander anschließende Transportbahnen vorgesehen sind, auf denen die Isolierglasschei-
ben waagerecht liegend transportiert werden und auf jeder der beiden Bahnen zwei einander gegenüberliegende Fugen durch ein Paar einander gegenüberliegender Fülldüsen gefüllt werden.
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine
Vorrichtung der eingangs genannten Art so weiterzuentwickeln, daß der Platzbedarf und der apparative
Aufwand verringert werden.
Erfindungsgemäß wird diese Kiifgabe durch eine
Vorrichtung mit den im Anspruch 1 aufgeführten
Merkmalen gelöst. Unter der Transportebene wird
dabei eine in der transportierten Isolierglasscheibe liegende, zu deren zwei oder mehreren Glasplatten
parallele Ebene verstanden. Bei einer solchen Vorrichtung wird eine der parallel zur Transportrichtung
verlaufenden Fugen durch eine der beiden Fülldüsen gefüllt, während die andere Fülldüse an den übrigen drei
Kanten der Isolierglasscheibe entlangfährt und die dort liegenden Abschnitte der Randfuge füllt. Dabei wird die
Isolierglasscheibe jeweils angehalten, wenn sich die
verschiebliche Fülldüse entlang der Vorderkante bzw.
Hinterkante der Isolierglasscheibe bewegt; liegt die bewegliche Fülldüse der zweiten parallel zur Transportrichtung verlaufenden Kante der Isolierglasscheibe an,
so rügt sie, während die Scheibe vorwärts bewegt wird.
Der mit der verschiebbaren Fülldüse mitgeführte Meßumformer zeigt an, wann sich die verschiebbare
Fülldüse einer Ecke der Isolierglasscheibe nähert, und
bewirkt dann, daß sich die Fülldüse unter Drehung um 90° um die Ecke herumbewegt; dabei muß der
w) Füllvorgang nicht unterbrochen werden.
Der Meßumformer, der der beweglichen Fülldüse zugeordnet ist, kann auch, unter Umständen unter
Zwischenschaltung eines Zeitverzögerungsgliedes, die andere Fülldüse steuern. Diese andere Fülldüse kann
h'> ortsfest angebracht sein, nämlich so, daß ihre Düsenöffnung automatisch mit einer der Längskanten der
ankommenden Isolierglasscheiben fluchtet; sie kann aber auch verschieblich angeordnet sein und wird dann
— durch den mit der anderen beweglichen Fülldüse
verbundenen Meßumformer gesteuert — jeweils mit der entsprechenden Längskante der Isolierglasscheibe
in Kontakt gebracht. Es ist auch möglich, beide Fülldüsen durch einen eigenen Meßumformer zu
steuern.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist aufwendig und platzsparend. Sie verwendet nur zwei Fülldiisen mit
einfacher Steuerung. Die Vorrichtung ist auch vielseitig anwendbar. Die Anpassung an unterschiedliche Scheibenformate
oder an Mehrfach-Isolierglasscheiben bereitet keine Schwierigkeiten. Die Erfindung kann
darüberhinaus sowohl bei waagerecht als auch bei senkrecht oder in Schräglage transportierten Isolierglasscheiben
angewandt werden.
Eine andere Lösung der der Erfindung zugrundeliegenden Aufgabe ist Gegenstand des nebengeordneten
Anspruchs 2. Diese zweite Lösung hat den Vorteil, daß die Isolierglasscheibe während des Füllens der Randfuge
nicht zeitweilig angehallen werden muß. vielmehr kann die Scheibe im Durchlauf bearbeitet werden. Jede
der beiden Fülldüsen füllt je zwei Abschnitte der Randfuge, die an einer der vorderen oder hinteren und
an einer der zur Transportrichtung parallelen Längskanten der Isolierglasscheibe liegen. Während der an
der Vorderkante und der Hinterkante liegenden Abschnitte der Randfuge bewegen sich die Fülldüsen
entlang der schräg zur Transportrichtung verlaufenden Bahnen. Nach beendetem Füllen der Randfuge kehren
sie entlang dieser Bahnen in ihre Ausgangslage zurück. Das Drehen der Fülldüsen um die Ecken der
Isolierglasscheibe kann wie bei der ersten erfindungsgemäßen Lösung geschehen.
Vorteilhafte Weiterbildungen des Erfindungsgedankens sind Gegenstand der Unteransprüche. So sichert
die Maßnahme nach Anspruch 4 einen stets guten Kontakt zwischen den Fülldüsen und den Kanten der
Isülierglasscheiben.
Bei einer Vorrichtung nach Anspruch 5 ist der Platzbe<Jarf besonders gering.
Die in den Ansprüchen 6 bis 8 beschriebenen Merkmale dienen dem Schutz der Isolierglasscheiben
vor Verunreinigung durch das in die Randfugen eingefüllte Füllmaterial. Auf dem darin beschriebenen
Transportband werden die Isolierglasscheiben stehend an den Fülldüsen vorbei durch die Vorrichtung bewegt.
Das mit Noppen versehene Transportband braucht nur dort vorhanden zu sein, wo der untere Abschnitt der
Randfuge bereits mit Bindemittel gefüllt und auf der Transportbahn aufliegt, während in dem davor liegenden
Bereich (d. h. vor Erreichen der Bewegungsbahnen der Fülldüsen) als Transportbahn eine üblicherweise in
Anlagen zum Zusammenbau von Isolierglas verwendete vorgesehen sein kann.
In den Zeichnungen sind zwei bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung schematisch dargestellt.
Sie werden nachfolgend beschrieben.
F i g. 1 zeigt einen Schnitt quer zur Transportrichtung durch eine Vorrichtung zum Füllen der Randfugen in
einer Vertikallage zum Zusammenbau von Isolierglasscheiben; die
Fig.2 bis 5 zeigen die Vorrichtung aus Fig. 1 in Seitenansicht quer zur Transportrichtung in verschiedenen
Arbeitsphasen »/ährend des Füllens der Randfugen von J.solierglasscheiben; und die
F i g. 6 bis 10 zeigen eiiie Vorrichtung ähnlich der aus
Fig. 1 in Seitenansicht quer zur Transportrichtung in
verschiedenen Arbeitsphasen während des Füllens der Randfugen von Isolierglasscheiben durch Fülldüsen, die
anders geführt sind als im Beispiel der F i g. 2 bis 5.
In die anhand der F i g. 1 bis 5 zu beschreibende Füllstation läuft die Isolierglasscheibe S auf Transportrollen
6 stehend und gegen ein Feld von Stützrollen 7 gelehnt ein. Die Achsen 6Λ und TA der Transportrollen
6 bzw. der Stützrollen 7 bilden miteinander einen rechten Winkel, wobei die Achsen Ta der Stützrollen
etwas gegen die Senkrechte geneigt angeordnet sind,
ίο um ein Anlehnen der Isolierglasscheibe 5 zu ermöglichen.
Um sirherzustellen, daß die Isolierglasscheibe den unteren wie den oberen Stützrollen 7 anliegt, ist eine in
Richtung parallel zur Drehachse 6A der Transportrollen
verschiebbare Andrückrolle 6 vorgesehen (Fig. 1),
is welche die Isolierglasscheibe 5 nahe dem unteren Rand
an die Stützrollen 7 andrückt. Die Andrückrolle 8 soll darüberhinaus die Isolierglasscheibe 5 zum Füllen der an
der Vorderkante 13 und der Hinterkante 15 gelegenen Fugen halten und gewährleisten, d.U beim Füllen der
waagerechten, an der Oberkante 14 und Unterkante Ϊ6 der Isolierglasscheibe 5 gelegenen Fugen ein schlupffreier
Transport der Islierglasscheibe erfolgt.
Am Ende des Feldes aus Stützrollen 7 sind zwei bewegfche Fülldüsen 9,10 angeordnet (F i g. 2), die zum
Füllen der zwischen den Glasplatten 1 befindlichen Fuge über diese Fuge um die Isolierglasscheibe 5
herumgeführt werden. Die Bewegung der Fülldüsen 9, 10 und der Isolierglasscheibe S wird durch auf die Lage
der Isolierglasscheibe 5 ansprechende Meßumformer 11, 12, vorzugsweise berührungslos auf den Rand der
Isoliergiasscheibe 5 ansprechende Schalter gesteuert.
Der Meßumformer 11 ist starr mit der Fülldüse 9 und der Meßumformer 12 starr mit der Fülldüse 10
verbunden. Die Ausgangslage der Fülldüsen 9, 10 und Meßumformer 11, 12 zeigt Fig. 2: Die Fülldüse 9 hat
ihre Düsenöffnung 9/4 der Vorderkante 13 der ankommenden Isolierglasscheibe 5 zugewandt, und die
Düsenöffnung 9/4 liegt dabei genau in Höhe der Unterkante 16 der Isolierglasscheibe 5. In Richtung auf
die ankommende Isolierglasscheibe 5 vor der Fülldüse 9 und oberhalb der Unterkante 16 ist der mit der Fülldüse
9 verbundene Schalter 11 angeordnet. Sobald der Schalter 11 auf die Vorderkante 13 der Isolierglasscheibe
5 anspricht, wird der Antrieb der Transportrollen 6 abgeschaltet, die Isolierglasscheibe 5 läuft mit geringem
Nachlauf gegen die Fülldüse 9, wo sie federnd aufgefangen wird, und die Fülldüse 9 beginnt, sich
entlang der Vorderkante 13 aufwärts zu bewegen und die dort gelegene Fuge zu füllen.
so Die Fülldüse 10 befindet sich zunächst unterhalb der Transportrollen 6 und unterhalb der Fülldüse 9 und hat
ihre Oüsenöffnung 10/4 nach oben, d. h. der Unterkante
16 der Isolierglasscheibe 5 zugewandt. Während sich die Fülldüse 9 an dsr Vorderkante 13 der ruhenden
Isolierglasscheibe 5 aufwärts bewegt, wird die Fülldüse
10 ebenfalls aufwärtsbewegt, bis sie sich federnd der Unterkante 16 der Isolierglasscheibe 5 anlegt (F i g. 3).
Der der Fülldüse 10 zugeordnete Schalter 12 befindet sich oberhalb der Fülldüse 10 und entgegen der
Transportrichtung der Isolierglasscheibe 5 '.on der Düsenöffnung 10.4 versetzt.
Sobald der Schalter 11 auf die Oberkante 14 der Isolierglasscheibe 5 anspricht, wird die Aufwärtsbewegung
der Fülldüse 9 mit Erreichen der Oberkante 14 durch die Düsenöffnung 9A gestoppt (F i g. 3); zugleich
wird eine 90°-Drehung der Fülldüse 9 um eine quer zur Ebene der Isolierglasscheibe 5 liegende Achse 9ß
ausgelöst und der Antrieb der Transportrollen 6
gestartet. Während und nach der 90°-Drehung wird die Fülldüse 9 ununterbrochen durch Federkraft leicht
gegen die Vorderkante 13, danach gegen die Oberkante 14 der Isolierglasscheibe 5 gedrückt. Die Fülldüse 9 wird
daher in ständigem Kontakt mit der Isolierglasscheibe 5 um deren Ecke herumgeführt; währenddessen braucht
der Füllvorgang nicht unterbrochen zu werden. Hat sich — durch den Schalter 11 gesteuert — die Isolierglasscheibe
5 wieder in Bewegung gesetzt, dann beginnt auch aus der unteren Fülldüse IO Füllmaterial
auszutreten, und während die Isolierglasscheibe 5 zwischen den einander gegenüberliegenden Fülldüsen 9,
10 hindurch bewegt wird, werden die beiden an der Unterkante 16 und der Oberkante 14 liegenden Fugen
gefüllt.
Sobald der Schalter 11 auf die Hinterkante 15 der
gestoppt (F i g. 4), die Fülldüse 9 um weitere 90° um die Achse 9ß gedreht, bis die Düsenöffnung 9/4 der
Hinterkante 15 der Isolierglasscheibe 5 zugewandt ist, und gleichzeitig wird die Abwärtsbewegung der
Fülldüse 9 gestartet, während der sich die Fülldüse 9 an der Hinterkante 15 entlang bewegt und die dort
gelegene Fuge füllt. Während der zweiten 90°-Drehung wird ebenso wie bei der ersten 90°-Drehung der
Fülldüse 9 der Füllvorgang nicht unterbrochen. Mit Erreichen der Hinterkante 15 wird auch der Austritt von
Füllmaterial aus der unteren Fülldüse 10 gestoppt und während der Abwärtsbewegung der Fülldüse 9 die
Fülldüse 10 in ihre Ausgangslage abwärts bewegt (Fig. 5).
Sobald der Schalter 11 auf die Unterkante 16 der Isolierglasscheibe 5 anspricht, wird mit Erreichen der
Unterkante 16 durch die Düsenöffnung 9/4 der Austritt von Füllmaterial unterbrochen (Fig. 5), die weitere
Abwärtsbewegung der Fülldüse 9 gestoppt, der Vorschub der Isolierglascheibe 5 erneut gestartet und
die Fülldüse um 180° (links oder rechts herum) in ihre Ausgangslage (F i g. 2) gedreht, in der sie zum Abfangen
der nächsten, inzwischen auf den TransDortrollen 6 herangeführten Isolierglasscheibe 5' (F i g. 4 und 5)
bereit ist. Damit ist der Vorgang des Füllens der umlaufenden Fuge beendet.
Damit die nachfolgende Isolierglasscheibe 5' den Füllvorgang, insbesondere die Abwärtsbewegung der
Fülldüse 9 entlang der Hinterkante 15 der Isolierglasscheibe 5, nicht behindert, ist ein dritter Meßumformer
20, vorzugsweise ebenfalls ein berührungslos ansprechender Schalte··, vorgesehen, der die nachfolgende
Isolierglasscheibe 5' vor dem Erreichen der Verschiebebahn der Fülldüse 9 anhält, bis beide Fülldüsen 9,10 ihre
Ausgangslage erreicht werden haben.
Während die Isolierglasscheibe 5 auf Transportrollen 6 an die Fülldüsen 9, 10 herangeführt wird, wird sie
hinter den Fülldüsen 9, 10 auf einem synchron mit dem Transportrollen 6 angetriebenen Transportband 17
abgefördert Das Transportband 17 besitzt auf seiner Oberseite Noppen 18, auf denen die Isolierglasscheibe 5
steht. Würde man die Isolierglasscheibe 5 nach dem FüHen der Fuge wie zuvor auf Transportrollen
abfördern, so könnten die Transportrollen aus der Fuge
Füllmaterial aufnehmen und über den Rand der Isolierglasscheibe 5 verschmieren. Dies wird durch
Verwendung des mit Noppens 18 versehenen Transportbandes vermieden. Die Noppen 18 können zum
weitergehenden Schutz vor Verunreinigung durch das Füllmaterial mit einer Papierauflage versehen sein, die
man von Zeit zu Zeit bei laufender Anlage wechseln kann.
Würde die Isolierglasscheibe 5 nach dem Füllen der Fugen wie zuvor an Stützrollen 7 gelehnt abgefördert,
so könnten möglicherweise die Stützrollen an der -, Vorderkante 13 der Isolierglasscheibe 5 Füllmaterial
aufnehmen und damit die eine Seite der Isolierglasschcibe 5 verunreinigen. Um dem zu begegnen, ist hinter den
Fülldüsen 9, 10 anstelle von Stützrollen eine entsprechend geneigte Stützwand vorgesehen, in der sich gegen
ι» die Isolierglasscheibe 5 gcrchtete Austrittsöffnungen 19
für Druckluft befinden. Durch die austretende Druckluft wird die Isolierglasscheibe 5 von der Stützwand
abgehoben und lehnt gleichsam an einem Luftkissen; sie wird also abgefördert, ohne die Stützwand zu berühren.
Zweckmäßigerweise werden die Verteilung der Austrittsöffnungen
und der Druck der Luft so gewählt, daß die i'3o!;crg!a35cf"iCibc 5 einen Winkel von einigen Gi au
mit der Stützwand bildet.
Das in den F i g. 6 bis 10 dargestellte Ausführungsbeispiel
unterscheidet sich vom vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiel im wesentlichen dadurch, daß die
Isolierglasscheibe während des Füllens seiner umlaufenden Fuge nicht angehalten zu werden muß. Einander
entsprechende Teile sind in den Fig. 6 bis 10 mit den gleichen Bezugszahlen wie in F i g. 1 bis 7 bezeichnet.
Die Ausgangslage der Fülldüse 9 ist in beiden Ausführungsbeispielen gleich (Fig.2 und 6). Die
Fülldüse 10 liegt im zweiten Ausführungsbeispiel anfänglich nicht direkt unterhalb der Fülldüse 9, sondern
gegenüber dieser gegen die Transportrichtung vorverlegt, wobei die Düsenöffnung 10/4 in Höhe der
Unterkante 16 der Isoliergalsscheibe 5 liegt. Der auf die Vorderkante 13 der Isolierglasscheibe 5 berührungslos
ansprechende Schalter 12 bewirkt, daß die Fülldüse 10 geöffnet wird, sobald die untere rechte Ecke der
ankommenden Isolierglasscheibe 5 die Düsenöffnung 10/4 erreicht hat; bei fortlaufendem Transport der
Isolierglasscheibe wird deren an der Unterkante 116 gelegene Fuge gefüllt. Im Verlauf des Transports spricht
der Schalter 11 heiiihnincslos auf die Vorderkante Ilί
der Isolierglasscheibe 5 (F i g. 6); dadurch wird bewirkt, daß mit dem Anlegen der Vorderkante 13 an die
Fülldüse 9 diese geöffnet und gleichzeitig ein Antrieb gestartet wird, der die Fülldüse entlang einer geradlinigen,
schräg zur Transportrichtung der Isolierglasscheiben in deren Transportebene liegenden Bahn 21
verschiebt. Die Verschiebung erfolgt mit einer Geschwindigkeit,
deren Komponente in Transportrichtung mit der Transportgeschwindigkeit der Isolierglasicheibe
5 übereinstimmt; dies bedeutet, daß sich die Fülldüse 9 bei unverminderter Transportgeschwindigkeit der
Isolierglasscheibe 5 an deren Vorderkante 13 entlang aufwärts bewegt und dabei die dort liegenden Fuge füllt.
Nach dem Ansprechen des Schalters 11 auf die Oberkante 14 der Isolierglasscheibe 5 (Fig. 7) wird
ohne Unterbrechung des Füllvorgangs wie beim ersten Ausführungsbeispiel die Aufwärtsbewegung der Fülldüse
9 gestoppt, dabei die Fülldüse 9 um 90" um die Achse
9B gedreht und mit fortlaufendem Transport der
Isolierglasscheibe 5 deren an der Oberkante 14 gelegene Fuge gefüllt
Inzwischen nähert sich die andere Fülldüse 10 der Hinterkante 15 der Isolierglasscheibe 5 (Fig. 7). Nach
dem Ansprechen des Schalters 12 auf die Hinterkante 15 wird mit Erreichen der hinteren unteren Ecke der
Isolierglasscheibe 5 durch die Düsenöffnung 10Λ (Fig.8) ohne Unterbrechung des Füllvorgangs die
Fülldüse 10 (in der Zeichnungsansicht rechts herum) um
90° um die Achse 10ß gedreht und zugleich ein Antrieb
gestartet, der die Fülldüse 10 entlang einer in der Transportebene parallel zur Verschiebebahn 21 der
Fülldüse 9 liegenden Bahn 22 verschiebt; dabei wird die Fülldüse 10 mit derselben Geschwindigkeit verschoben
wie -i:.e Fülldüse 9 bei ihrer Aufwärtsbewegung entlang
der Bahn 21. Folglich bewegt sich bei fortlaufendem Transport der Isolierglasscheibe 5 die Fülldüse 10
entlang deren Hinterkante 15 nach oben und füllt die dort gelegene Fuge.
Als erste erreicht die Fülldüse 10 die obere, hintere Ecke der Isolierglasscheibe 5 (Fig. 9). Dies wird von
dem auf die Oberkante 14 der isolierglasscheibe 5 ansprechenden Schalter 11 festgestellt, der daraufhin
das Schließen der Fülldüse 10 und deren Rückkehr entlang der Bahn 22 (Fig. 10) und anschließenden
Drehung um 90° (in der Zeichnung links herum) veranlaßt, so daß sich die Fülldüse 10 anschließend
wieder in ihrer Ausgangslage befindet.
Während der Rückkehr der Fülldüse 10 erreicht auch die Fülldüse 9 die hintere, obere Ecke der Isolierglas
scheibe 5 (Fig. 10). Diese wird durch den auf die Hinterkante 15 der Isolierglasscheibe 5 ansprechenden
Schalter 11 festgestellt, der daraufhin die Fülldüse 9 schließt und die Rückkehr der Fülldüse 9 entlang der
Bahn 21 einleitet. Am Ende der Bahn 21 angekommen, wird die Fülldüse 9 (in der Zeichnung rechts herum) um
90° gedreht und erreicht damit ihre Ausgangslagc.
Per Rücklauf der Fülldüse 9, 10 entlang der Bahnen 21, 22 erfolgt mit erhöhter Geschwindigkeit gegenüber
der Aufwärtsbewegung.
Um die Rückkehr der Fülldüsen. 9, 10 in ihre Ausgangslage nicht zu behindern, ist ein dritter
Meßumformer 20, vorzugsweise ebenfalls ein berührungslos ansprechender Schalter, vorgesehen, der eine
nachfolgende Isolierglasscheibe 5' vor Erreichen der ersten Verschiebebahn 22 anhält, bis beide Fülldüsen 9,
10 ihre Ausgangslage erreicht haben.
Wie beim ersten Ausführungsbeispiel befindet sich auch beim zweiten Ausführungsbeispiel vor der
Verschiebebahn der Fülldüse 9 ein Transportsystem aus ι» Transportrollen 6 und Stützrollen 7, dahinter jedoch ein
Transportsystem aus einem mit Noppen 18 versehenen Transportband 17 und einer mit Druckluftaustrittsöffnungen
19 versehenen Stützwand, wobei jedoch im zweiten Beispiel die Grenze zwischen beiden Transit
portsystemen entsprechend der Lage der Bahnen 21,22 schräg verläuft.
Wie im ersten Beispiel ist auch im zweiten Beispiel vorgesehen, daß die Fülldüsen 9, 10 mit leichtem
Federdruck an die Kanten 13 bis 16 der Isolierglasscheibe 5 angedrückt werden. Anders als in den F i g. 2 bis 5
sind die Federmittel dazu in Fig. 6 bis 10 nicht dargestellt.
In den Zeichnungen ist die Erfindung nur im Zusammenhang mit Zweifach-Isolierglasscheiben 5
erläutert. Die Übertragung auf Mehrfach-Isolierglasscheiben bereitet keinerlei Schwierigkeiten. Dazu ist es
z. B. bei Dreifach-Isolierglasscheiben lediglich erforderlich, statt einfacher Fülldüsen 9, 10 Düsenpaare
vorzusehen, deren beide einzelne Düsen im Abstand der beiden Fugen nebeneinander angeordnet und starr
miteinander verbunden sind.
Hierzu 10 Blatt Zeichnungen
Claims (7)
1. Vorrichtung zum automatischen Füllen der Randfugen von Zwei- oder Mehrfach-Isolierglasscheiben mit einem Dichtungsmittel, bei der die sich
entlang der vier Kanten der Isoliergalsscheiben erstreckenden vier Abschnitte der Randfuge teils
gleichzeitig und teils nacheinander durch Fülldüsen (bei Mehrfach-Isolierglasscheiben durch Mehrfach-Fülldüsen entsprechend der Anzahl der nebeneinander liegenden Randfugen), die relativ zueinander
bev/eglich sind und von denen wenigstens eine auch quer zur Transportrichtung der Isolierglasscheiben
bev/eglich ist gefüllt werden, gekennzeichnet durch zwei Fülldüsen (9, 10), von denen die eine
(10) einer der parallel zur Transportrichtung verlaufenden Kanten (16) der Isolierglasscheibe (5)
zugewandt ist, während die andere Fülldüse (9) senkrecht -£jr Transportrichtung in der Transportebene (oder parallel dazu) verschiebbar und mehrfach
um jeweils 90° um eine senkrecht zur Transportebene verlaufende, mit der Fülldüse i9) verschiebbare
Achse (9B) drehbar ist, wobei das öffnen, Schließen
und Bewegen der Fülldüse (9,10) und der Transport der Isolierglasscheibe (5) durch wenigstens einen auf
die Lage der Isolierglasscheibe (5) ansprechenden und starr mit der verschiebbaren Fülldüse (9)
verbundenen Meßumformer (11) steuerbar ist
2. Vorrichtung zum automatischen Füllen der Randfugen "on Zwei- oder Mehrfach-Isolierglasscheiben mit einem Dichtungsmittel, bei dwe die sich
entlang der vier Kanten der Isolierglasscheiben erstreckenden vier Abschnitte der Randfuge teils
gleichzeitig und teils nacheinander durch Fülldüsen (bei Mehrfach-Isolierglasscheiben durch Mehrfach-Fülldiisen entsprechend der Anzahl der nebeneinanderliegenden Randfugen), die relativ zueinander
beweglich sind und von denen wenigstens eine auch quer zur Transportrichtung der Isolierglasscheiben
beweglich ist, gefüllt werden, gekennzeichnet durch zwei entlang paralleler, geradliniger, in der Trarrportebene (oder parallel zur Transportebene) schräg
zur Transportrichtung verlaufender Bahnen verschiebbare und um 90° um senkrecht zur Transportebene verlaufende, mit ihnen (9, 10) verschiebbare
Achsen (9ß, lOß; drehbare Fülldüsen (9, 10), deren Offnen, Schließen und Bewegung durch starr mit den
Fülldüsen (9, 10) verbundene, auf die Lage der Isolierglasscheibe (5) ansprechende Meßumformer
(11,12) steuerbar ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Meßumformer (11, 12)
berührungslos ansprechende Schalter sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Fülldüsen (9, 10) den
Kanten (13—16) der Isolierglasscheibe (5) federnd
angedrückt sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Transportebene annähernd
lotrecht verläuft.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß in ihr wenigstens in Transportrichtung
hinter den Bewegungsbahnen (21, 22) der Fülldüsen (8,9) ein Transportband (17) für die Isolierglasscheiben (5) vorgesehen ist, welches auf seiner Oberseite
Noppen (18), Rippen o. dgl. Erhöhungen besitzt.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens in Transportrichtung hinter
den Bewegungsbahnen (21, 22) der Fülldüsen (8, 9) zur seitlichen Stützung der Isolierglasscheiben (5)
Mittel zum Erzeugen eines Luftkissens vogesehen sind.
8, Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzeugung des Luftkissens eine
Stützwand vorgesehen ist, in der sich gegen die Transportebene gerichtete Austrittsöffnungen (19)
für Druckluft befinden.
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