DE2834884A1 - Halogenbenzolsulfonate und ihre verwendung als flammschutzmittel - Google Patents

Halogenbenzolsulfonate und ihre verwendung als flammschutzmittel

Info

Publication number
DE2834884A1
DE2834884A1 DE19782834884 DE2834884A DE2834884A1 DE 2834884 A1 DE2834884 A1 DE 2834884A1 DE 19782834884 DE19782834884 DE 19782834884 DE 2834884 A DE2834884 A DE 2834884A DE 2834884 A1 DE2834884 A1 DE 2834884A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
radical
carbon atoms
bis
compound
sulfonate
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19782834884
Other languages
English (en)
Inventor
James Andrew Albright
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Velsicol Chemical LLC
Original Assignee
Velsicol Chemical LLC
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Velsicol Chemical LLC filed Critical Velsicol Chemical LLC
Publication of DE2834884A1 publication Critical patent/DE2834884A1/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08KUse of inorganic or non-macromolecular organic substances as compounding ingredients
    • C08K5/00Use of organic ingredients
    • C08K5/36Sulfur-, selenium-, or tellurium-containing compounds
    • C08K5/41Compounds containing sulfur bound to oxygen
    • C08K5/42Sulfonic acids; Derivatives thereof
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C309/00Sulfonic acids; Halides, esters, or anhydrides thereof
    • C07C309/63Esters of sulfonic acids
    • C07C309/72Esters of sulfonic acids having sulfur atoms of esterified sulfo groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings of a carbon skeleton
    • C07C309/73Esters of sulfonic acids having sulfur atoms of esterified sulfo groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings of a carbon skeleton to carbon atoms of non-condensed six-membered aromatic rings
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y10TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC
    • Y10STECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y10S521/00Synthetic resins or natural rubbers -- part of the class 520 series
    • Y10S521/906Polyurethane cellular product containing unreacted flame-retardant material

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)
  • Fireproofing Substances (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

DR. BERG DIPL-ING. STAPF DIPL.-ING. SCHWABE DR DR. SANDMAIR
PATENTANWÄLTE
Postfach 860245 · 8000 München 86 2834084
9.August 1978
VELSICOL CHEMICAL CORPORATION Chicago, Illinois /USA
Halogenbenzolsulfonate und ihre Verwendung als Flammschutzmittel
Anwaltsakte 29 395
909807/1037
• (019) 918272 Telefnmme: Bankkonten: Hypo-Bank München 4410122850
988273 BERGSTAPFPATENT München (BLZ 70020011) Swift Cade: HYPO DE MM
988274 TELEX: Bayer Vereinsbtnlc München 453100 (BLZ 70020270) 983310 0524560BERGd PostKheclc München 65343-808(BLZ 70010080)
Beschreibung
Die Erfindung betrifft Halogenbenzolsulfonate und flammgeschützte Polymergemische, enthaltend diese Verbindungen.
In den letzten Jahren sind eine Vielzahl von Flammschutzmitteln für die Verwendung einer großen Zahl von entflammbaren Materialien entwickelt worden, zum Beispiel Flammschutzmittel für Zellulosematerialien, wie Papier und Holz und für Polymermaterialien , wie synthetische Fasern und
Kunststoffartikeln. Für eine Klasse von entflammbaren Materialien, z.B. Hochpolymere ist es bekannt, daß einige
Flammschutzzusätze für einige Polymerverbindungen effektiver sind als für andere. So sind viele Flammschutzzusätze, die sehr wirksam für einige Polymersysteme sind, für andere Polymersysteme dagegen unwirksam. Es ist eine Tatsache, daß einige Verbindungen, die Halogen- und Schwefelatome enthalten, nicht allen oder vielen Polymersystemen die gewünschten Flammschutzexgenschaften verleihen, die man bei
einer halogen- oder schwefelenthaltenden Verbindung erwartet. Darüber hinaus wird von den Polymermaterialien mit
verbesserter Flammfestigkeit gleichzeitig verlangt, daß die Erhöhung der notwendigen Flammfestigkeit sich minimal auf
die anderen Eigenschaften des Polymers, z.B. die Lichtstabilität, Formbildungseigenschaften und Biegeeigenschaften, Zugfestigkeit und Schlagfestigkeit, auswirken. Die
S09807/1037
-JT-
Technik war daher bemüht, alle oben aufgezählten Bedingungen zu erfüllen und entsprechende Polymerverbindungen bzw. Systeme zu entwickeln, die neben guten Flammschutzeigenschaften auch gute andere Polymereigenschaften aufweisen.
Als Stand der Technik wird in diesem Zusammenhang auf die folgenden Patentschriften verwiesen: US-PS'en 2 412 116, 2 412 117, 2 485 095, 2 486 417, 2 567 008, 2 894 971,
2 894 971, 3 021 944, 2 962 514, 3 395 232, 3 850 972 und
3 914 272.
In der US-PS 2 412 116 werden Phenylsulfonyldiester von
Nitroalkoholen der folgenden allgemeinen Formel
N0„ I * X-Ar- SO2 - 0 - H2C - C - CH3 - 0 - SO3 -Af-X
beschrieben, worin R für Wasserstoff oder Alkyl, Ar für einen Phenylkern und X für Wasserstoff, Alkyl oder Acylamino steht. Diese Verbindungen werden als Plastifiziermittel für synthetische Kautschuke und ähnliche Polymerverbindungen verwendet.
In der US-PS 2 412 116 sind weiterhin Phenylsulfonyltriester von Nitroalkoholen der folgenden allgemeinen Formel
N0_
I λ
X-Ar- SO2 - 0 - H2C C CH2 - 0 - SO2 - Ar - X
CH2 - 0 - SO2-Ar - X
909807/1037
beschrieben, worin Ar ein Phenylkern und X Wasserstoff, Alkyl oder Acylamino ist. Diese Verbindungen sind als Plastifiziermittel für synthetische Kautschuke oder ähnliche Polymer verb indungen einsetzbar.
Aus der US-PS 2 485 095 sind ß-Monohalogenethyl-Ester von monohalogenierten Benzolsulfonsäuren der allgemeinen Formel Cl
SO3 —— R
bekannt, worin R für eine Monohalogenethylgruppe steht. Diese Verbindungen sind als Insektizide verwendbar.
Aus der US-PS 2 486 417 sind Alkylbenzolsulfonsaureester der allgemeinen Formel
bekannt, worin R für eine Alky!gruppe mit 1 bis 8 C-Atomen und A für eine Alkyl- oder Arylgruppe steht, die sich von Mono- und Polyhydroxy-acylischen und cyclischen Kohlen™ wasserstoffverbindungen, z.B. normalen Alkoholen, Alkylenglykolen, Phenol und deren Homologe ableitet. Diese Verbindungen werden als Plastifiziermittel eingesetzt.
S09807/1037
Aus der ÜS-PS 2 894 971 sind Polyfluoralkyl-p-toluolsulfonate der allgemeinen Formel
S-O- CH2(CF2CF2)nH
bekannt, worin η eine ganze Zahl von 3 bis 10 ist. Diese Verbindungen sind als Warmeübertragungsfluide einsetzbar.
In der US-PS 3 914 272 sind niedere Alkyl-Arylsulfonate der allgemeinen Formel
SO2-O- R"
(R1) η
beschrieben, worin η Null oder eins ist, R1 für Halogen oder eine C1 — C.-Alkylgruppe steht, und R" einen C bis C.-Alkylgruppe bedeutet. Diese Verbindungen werden als Alkylierungsmittel verwendet bei der Umsetzung von niederen Alkyl-Arylsulfonaten mit höheren Alky!halogeniden in Gegenwart eines organischen quartären Salzes.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen stellen bessere Flammschutzmittel dar und sind thermisch und hydrolytisch stabiler als die Verbindungen des Standes der Technik.
- 10 -
9Q9W//1Q37
Gegenstand der Anmeldung sind daher hydrolytisch und/oder thermisch stabile Halogenbenzolsulfonate der allgemeinen Formel
ti
RX1
worin X und X1 unabhängig voneinander für Halogene, vorzugsweise Chlor und Brom stehen, η eine ganze Zahl von 1 bis 5 ist, R eine Alkyl- oder Alkenylgruppe mit 3 bis 8 C-Atomen ist, ζ 0 ist wenn Y-Y1 = 0 ist und einen Wert von 1 bis L aufweist, wenn Y-Y1 > 0 ist, worin L = Y-Y'+W ist, worin Y für die Zahl der primären, sekundären und tertiären Kohlenstoffatome in R und Y1 für die Zahl der primären, sekundären und tertiären Kohlenstoffatome in R,enthaltend einen Halogenbenzolsulf onatsubstituenten ,steht und W = A-B ist, worin A für die Zahl der ersetzbaren Wasserstoff atome in den primären, sekundären und tertiären Kohlenstoffatomen des Restes R ohne Halogenbenzolsulfonatsubstituenten steht und B für die Zahl der primären, sekundären und tertiären Kohlenstoffatome in dem Rest R ohne Halogenbenzolsulfonatsubstituenten steht und m eine ganze Zahl von 2 bis 4, wobei m jedoch 1 bis 4 ist, wenn R ein Neopentylrest ist.
- 11 -
§09807/1037
Die Erfindung betrifft weiterhin flaramgeschützte Kunststoffzusaramensetzungen enthaltend eine Polymerverbindung und die erfindungsgemäßen Halogenbenzolsulfonate.
Die Erfindung betrifft Halogenbenzolsulfonate der folgenden Formel
O
H
S - O 4- RX
(D
worin X und X1 unabhängig voneinander für Halogenatome stehen, vorzugsweise Chlor oder Brom, η eine ganze Zahl von 1 bis 5 ist,
R für Alkyl oder Alkenyl mit 3 bis etwa 8 C-Atomen steht, ζ gleich 0 ist, wenn Y-Y1= 0 und wenn Y-Y1> 0 ist, ist ζ eine ganze Zahl von 1 bis L, worin L = Y-Y1+W ist, wobei Y für die Zahl der primären, sekundären und tertiären Kohlenstoffatome im Rest R steht, Y1 für die Zahl der primären, sekundären und tertiären Kohlenstoffatome in dem Rest R, enthaltend einen Halogenbenzolsulfonatrest, steht und W = A-B ist, worin A für die Zahl der ersetzbaren Wasserstoffatome an den primären, sekundären und tertiären Kohlenstoffatomen in dem Rest R, ohne Halogenbenzolsulfonatsubstituenten steht und B für die Zahl der primären, sekundären und tertiären Kohlenstoffatome in dem Rest R ohne Halogenbenzolsulfonatsubstituenten steht und
909807/1037
- 12 -
2834834
m eine ganze Zahl von 2 bis 4 ist/ wobei m jedoch eine ganze Zahl von 1 bis 4 ist, wenn R ein Neopentylrest ist. Die primären Kohlenstoffatome sind als Kohlenstoffatome definiert, die nur mit einem weiteren Kohlenstoffatom verbunden sind. Das sekundäre Kohlenstoffatom ist ein Kohlenstoffatom , das mit zwei weiteren Kohlenstoffatomen und das tertiäre Kohlenstoffatom ist ein Kohlenstoffatom, das mit drei wei-
insbesondere
teren Kohlenstoffatomen verbunden ist. Es werden/die Verbindungen der allgemeinen Formel (I) verwendet, worin ζ einen Wert von 1 bis L aufweist.
Eine weiterhin bevorzugte Klasse der erfindungsgemäßen Verbindungen wird durch die folgende allgemeine Formel (II) charakterisiert:
CH.
_J m
-CH2X'
(II)
-*4-m
worin Xr X1 und η die obigen Bedeutungen aufweisen und worin m eine ganze Zahl von 1 bis 4 ist. Es sind insbesondere die Verbindungen der Formel (II) geeignet, worin m für 2 bis 3 steht. Diese Verbindungen der Formel (II) weisen eine besonders gute thermische und hydrolytische Stabilität auf.
- 13 -
909Ö07/1037
Als Beispiele für die erfindungsgemäßen Verbindungen gemäß der Formel (I) werden die folgenden Verbindungen genannt: 1,4-Bis-(2',4',ö'-trichlorbenzol-sulfonat)-2,3-dibrom-2-buten; 1,4-Bis-(2',5'-dibrombenzol-sulfonat)-2,3-dibrom-2-buten; 1,4-Bis-(2' , 4' , 6'-trichlorbenzol-sulfonat)-2,3-dibrombutan; 1,4-Bis-(2',5'-dibrombenzol-sulfonat)-2,3-dibrombutanj 1,3-Bis-(2',4',6'-tribrombenzol-sulfonat)2-biompropany 1,3,5-Tris-(2'/5'-dibrom-benzol-sulfonat)2,4-dichlorpentan; 1,3,5-Tris-(2',4',6'-trichlorbenzol-sulfonat)-2,4-dibrom-2-pentan; 1,4-Bis-(2',4',6'-trichlorbenzol-sulfonat)-2,2,3,3-tetrabrombutan und 1,3-Bis-(2',5'-dibrombenzolsulfonat)-3-brommethy!propan. Als Beispiele für die erfindungsgemäßen Verbindungen der Formel (II) sind die folgenden Verbindungen genannt: Tris-(2,2,2-brommethyl)ethyl-2',4',5'-trichlorbenzol-sulfonat; Tris-(2,2,2-brommethyl)ethyl-2',5'-dibrombenzol-sulfonat; 1,3-Bis-(2',4',5'-trichlorbenzolsulf onat) -2,2-bis-(brommethyl)propan und 1,3-Bis(2',5'-dibrombenzol-sulf onat) -2,2-bis- (brommethyl)-propan.
Weitere erfindungsgemäße Verbindungen sind in der folgenden Tabelle (I) zusammengefaßt, wobei die Reste RX die Reste darstellen, die an den Halogenbenzolsulfonatgruppen hängen.
Die erfindungsgemäßen Halogenbenzolsulfonatverbindungen können nach den folgenden Reaktionsmechanismen hergestellt werden:
- 14 -
§09807/1037
IS
Gleichung A X
(III)
Gleichung B X
(HD
SOn Hal + RX1 (OH) 2 ζ m
(IV)
I + m H Hal
S0„ Hal +
HOCH,
-C-
CH^X1
II+iH Hal
4-m
worin X, X', η, m und ζ die obigen Bedeutungen besitzen und Hai für Halogen, vorzugsweise Chlor oder Brom steht.
Die Reaktion nach Gleichung A wird im allgemeinen durch Um-
setzungjvon m Mole der Verbindung der allgemeinen Formel III mitjeinem Mol der Verbindung der Formel iv durchgeführt.
Die Reaktionsbedingungen werden so eingestellt, daß die Coreaktion der verbindung III mit der Verbindung IV zu der Verbindung I gefördert wird. Im allgemeinen kann die Reaktion bei einer Temperatur zwischen 0 und 150°C,vorzugsweise etwa 60 bis 12O°C, durchgeführt werden. Die Reaktion kann durch Anwesenheit einer organischen tertiären Aminbase als Katalysator und eines Halogenwasserstoffakzeptors, z.B. Triethylamin, Pyridin unterstützt werden. Die Umsetzung kann in einem inerten organischen Lösungsmittel, z.B. Toluol, Di-
909807/1037
- 15 -
methylformamid, Dimethylsulfoxid, Benzol usw. vorgenommen werden. Im allgemeinen wird die Umsetzung bei Atmosphärenoder Überdruck durchgeführt. Die Reaktionszeit beträgt im allgemeinen etwa 1 bis 48 Stunden, wobei die Reaktionszeit jedoch von den Reaktionsbedingungen, wie Temperatur, Druck usw. abhängt.
Die Reaktion gemäß Gleichung B wird im allgemeinen durch Umsetzung von m Molen der Verbindung III mit einem Mol der Verbindung V durchgeführt. Wie bei der Reaktion gemäß Gleichung α werden auch hier die Reaktionsbedingungen wie bei der Reaktion nach Gleichung B so eingestellt, daß die Coreaktion der Verbindung III mit der Verbindung V zu der Verbindung II erleichtert wird, im allgemeinen wird die Reaktion bei einer Temperatur von 0 bis etwa 1500C, vorzugsweise etwa 60 bis 1200C durchgeführt. Die Umsetzung kann in Gegenwart einer organischen tertiären Aminbase als Katalysator und eines Halogenwasserstoffakzeptors, z.B. Triethylamin, Pyridin in Gegenwart eines inerten organischen Lösungsmittels z.B. Toluol, Dimethylformamid. Die Reaktionszeit beträgt 1 bis 48 Stunden, wobei die Reaktionszeit jedoch im allgemeinen von anderen Reaktionsbedingungen, wie Temperatur, Druck usw. abhängt.
Die Verbindungen der allgemeinen Formel I und der von dieser Formel abgeleiteten Unterformel II sind geeignete Flamm-
909807/1037
- 16 -
Schutzmittel für Polyolefinpolymer, wie Polypropylen , Polyurethane einschließlich der weichen und harten Schaumstoffe und Elastomeren und styrol-co- und -terpolymer wie Styrolbutadiencopolymer, Styrol-acrylonitritcopolymer und Acrylonitril-butadien-styrolterpolymere ( siehe· Beschreibungen der
genannten Polymere. in Modem Plastics Encyclopedia, VoI 52, No. 1OA, McGraw-Hill, Inc. New York (1975) ) und Styrolpolymere, wie Polystyrol (kristallin und schlagfest).
Die erfindungsgemäßen Flammschutzmittel verleihen auch Polyestern^ sowohl den gesättigten als auch den ungesättigten Polyester-Verbindungen, hervorragende Flammschutzeigenschaften (siehe Modern Plastics Encyclopedia).
Die erfindungsgemäßen Flammschutzmittel können in die entflammbaren Polyurethane, Polyolefine und Styrolpolymermaterialien nach den üblichen Verfahren, wie sie z.B. bei J.M. Lyons, "The Chemistry and Uses of Fire Retardants", Wiley-Interscience, New York, NY (1970) und Z.E. Jolles, "Bromine and It's Compounds", Academic Press, New York, NY. (1966) beschrieben sind, eingearbeitet werden. Die Menge des eingesetzten erfindungsgemäßen Flammschutzmittels liegt im allgemeinen bei einer Menge, die ausreicht, um das Polymersystem flammfest zu machen. Im allgemeinen liegt die Menge bei etwa 1 bis 50 Gew.-%. Abhängig vom Substrat und der gewünschten Flammfestigkeit kann die eingesetzte Menge
9098G1/1037
- 17 -
-VT-
an erfindungsgemäßer Flammschutzverbindung bis zu 40 Gew.-%, vorzugsweise weniger als 25 Gew.-% betragen. Es wird jedoch darauf verwiesen, daß die optimal zugesetzte Menge an Flammschutzmitteln gemäß der Erfindung, insbesondere von dem zu behandelnden Substrat und der gewünschten Flammfestigkeit abhängt. Bei Polyurethanen ist z.B. eine Menge an Flammschutzmittel in Höhe von etwa 10 bis 35 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtpolymergemisch, ausreichend.
Zusätzlich zu den erfindungsgemäßen Flammschutzmitteln können der Polymerverbindung außerdem noch sogenannte synergistische Mittel oder verstärkend wirkende Mittel zugesetzt werden, die zusammen mit den erfindungsgemäßen Verbindungen gemäß der Formel I oder II den entsprechenden Kunststoffen eine unerwartet hohe Flammfestigkeit verleihen. Die Flammfestigkeit ist größer als die Flammfestigkeit- die erreicht wird, wenn die Verbindungen getrennt bzw. einzeln verwendet werden. Zu diesen verstärkend wirkenden Mitteln gehören z.B. Oxide und Halogenide der Gruppen IVA und VA der Periodensystems, z.B. die Oxide und Halogenide des Antimons, Wismuts, Arsens, Zinns, Bleis, Germaniums, wie Antimonoxychlorid, Antimonchlorid, Antimonoxid, Zinnoxid, Zinnchlorid, Arsenoxid und Arsenchlorid. Dazu gehören auch die organischen und anorganischen Verbindungen des Phosphors, Stickstoffs, Bors und Schwefels, z.B. Triphenylphosphat, Ammoniumphosphat, Zinkborat, Thioharnstoff, Harnstoff, Zinnsulfid und die Oxide und Halogenide des Titans,
909801/1037 - ie -
■ - *«r-
Vanadiums, Chroms, Mangans, Eisens, Niobs, Molybdäns, Kupfers, Zinks und Magnesiums, z.B. Titandioxid, Titanchlorid, Vanadiumpentoxid, Chrombromid, Manganoxid, Molybdäntrioxid, Ammoniummolybdat und die Hydrate davon, z.B. Zinnoxidhydrat, Bleihydrat und die Gemisch davon. Besonders bevorzugt als verstärkend wirkende Mittel sind die Oxide des Antimons, Arsens und Wismuts. Es können jedoch alle Verbindungen eingesetzt werden, welche bei der Zersetzung z.B. durch Flammeinwirkung diese Oxide ergeben. Hierbei sind insbesondere die organic sehen Antimonate bevorzugt. Es sind auch die verstärkend wirkenden Mittel einsetzbar, die in der US-PS 3 205 196 beschrieben sind.
In der US-PS 3 205 196, Spalte 2, wird zwar festgestellt, daß das Antimonoxid die bevorzugte Antimonverbindung eines Flammschutzmittels ist. Es sind jedoch auch alle anderen Antimonverbindungen einsetzbar. Die verwendbaren anorganischen Antimonverbindungen umfassen z.B. Antimonsulfid, Natriumantimonit und Kaliumantimonit. Es sind auch viele organische Antimonverbindungen als verstärkend wirkende Zusätze geeignet, z.B. die Antimonsalze organischer Säuren und deren fünfvalenten Derivate (vgl. z.B. US-PS 2 996 528). Die Verbindungen dieser Klasse erfassen z.B. Antimonbutyrat, Antimonvalerat, Antimoncaproat, Antimonheptylat, Antimoncaprylat, Antimonpelargonat, Antimoncaprat, Antimonzinnamat, Antimonanisat und deren fünfvalente Dihalogenderivate.
S098Ö7/1037 " 19 "
Weiterhin können auch die in der US-PS 2 993 924 beschriebenen Ester der Antimonsäuren und deren fünfwertigen Derivate eingesetzt werden, z.B. Tris-(n-octyl)-antimonit, Tris-(2-ethyl-hexyl)antimonit, Tribenzylantimonit, Tris(ß-chlorethyl)-antimonit, Tris-(ß-chlorbutyl)-antimonit und deren fünfwertigen Verbindungen und die cyclischen Antimonitverbindungen z.B. Trimethylolpropanantxmonit, Pentaerythrit-
antimonit und das Glycerinantimonit. Es können auch die entsprechenden Arsen- und Wismutverbindungen eingesetzt
werden.
Die in den US-PS'en 3 205 196, 2 996 528 und 2 993 beschriebenen Verbindungen sind als zusätzliche verstärkend wirkende Mittel gemäß der Erfindung geeignet. Weiterhin sind als verstärkend wirkende Flammschutzmittel auch die folgenden Verbindungen geeignet, ohne daß die Aufzählung eine Beschränkung der Erfindung darstellen soll: Sb2O3, SbCl3, SbBr3, SbI3, SbOCl, As3O5, ZnBO., BaB 0 · HO, 2·ΖηΟ·3Β 0 -3.5H-O und Zinnoxidhydrat. Die hierbei bevorzugte Verbindung ist das Antimontrioxid.
Gemäß der Erfindung können den entsprechenden Kunststoffmaterialien weitere Materialien zugesetzt werden, wenn bestimmte Eigenschaften gefordert werden. Solche Materialien erfassen z. B. Adhäsionsverbesserer, Antioxidantien,
909607/1037
- 20 -
antistatische Mittel, antimikrobielle Mittel, färbende Zusätze, weitere übliche Flammschutzmittel, vgl. z.B. Modern Plastics Encyclopedia, ibid., Wärmestabilisatoren, Lichtstabilisatoren, Pigmente, Plastifiziermittel, Konservierungsmittel, ültraviolettstabilisatoren und Füllmittel. Als Füllmittel sind z.B. geeignet Glas, Kohlenstoff, Zellulosefüllmittel, wie Holzmehl, Kork und Muschelmehl, Calciumcarbonate, wie Kalk, Kalkstein und Calciumcarbonatausfällungen, Metallspäne, Metalloxide wie Aluminiumoxid, Berylliumoxid und Magnesiumoxid, Metallpulver, wie Aluminium, Bronze, Blei, Stahl und Zink, Polymerverbindungen wie Polymerpulver und Elastomermischungen, Silica' gelverbindungen wie Diatomeerde, Novaculit, Quarz, Sand, Tripelerde, gebranntes kolloidales Silicagel, Silicaaerogel und naßgefälltes Silicagel, Silicate wie Asbest, Kaolinit, Glimmer, Nephelin, Syenit, Talk, Wollastonit, Aluminiumsilicat und Calciumsilicat und anorganische Verbindungen, z.B. Bariumferrit, Bariumsulfat/ Molybdondisulfid und Siliciumcarbid. Die oben angegebenen Füllmaterialien sind z.B. in Modem Plastics Encyclopedia, ibid. f beschrieben.
Die Menge der oben beschriebenen Materialien, die in die erfindungsgemäßen Kunststoffgemische eingesetzt werden können, kann in weiten Bereichen variieren, sofern die gewünschten Eigenschaften im wesentlichen nicht beeinträchtigt werden. So kann die eingesetzte Menge, bezogen auf das Gesamtpoly-
909807/1037
- 21 -
mergemisch so hoch angesetzt werden, daß das Gemisch noch als Kunststoff klassifiziert werden kann. Im allgemeinen liegt die Menge der zugesetzten Füllstoffe bei etwa 0 bis 75 %/ insbesondere etwa 1 bis 50 %.
909801/1037
Tabelle I
Verbindung
— S - 0
η m
RX' ζ
1 2',3',4',5',O1-Pentachlorbenzol-sulfonat
2 21,61-Dichlor-4'-brombenzol-sulfonat
3 2",4'-Dibrombenzol-sulfonat
4 3'-Brombenzol-sulfonat
5 2',3',4',5',O1-Pentabrombenzol-sulfonat
6 2',5'-Dibrombenzol-sulfonat
5 2 2 -CH2-CBr2-CH -
3 3 0 -CH2-CH-CH2-
2 .3 3 -CH2-CHBr-CH-CHBr-CH2-
14 4 -CH2-CH2Br-CBr2-CHBr-CH^
5 4 2 CH2Br-CH-CH-CH-CH-CH Br
Br
2'-Chlor-4',6'-dibrombenzol-sulfonat 3 4 0
-H0C-C-CH
2' ,' 3' -Dibrom-5 ' , 6 ' -dichlorbenzol-sulf onat 4 2 2 CH -CH9Br-C-CH Br-CH
2",4'f6'-Tribrombenzol-Sulfonat 3 11 -CH2-C-CH2Br
Tabelle I (Fortsetzung)
Verbindung
— S - 0 --
η in ζ RX' ζ
10
12 13
2',5'-Dibrombenzol-sulfonat
21,5'-Dibrombenzol-sulfonat 2,4',6'-Tribrombenzol-sulfonat 2',4',5'-Trichlorbenzol-sulfonat
2',4',5'-Trichlorbenzol-sulfonat 2',4',5'-Trichlorbenzol-sulfonat
2',5'-Dibrombenzol-sulfonat 13
2 2
2 2
13
2 2
2 2
CH Br
-CH2-C-CH3Br CH2Br
CH2Br
-CH2-C-CH2-CH^Br
2 1 -CH -CHCl-CH -
CH Br CH2-C-CH2-CH2Br
CH2Br
CH9-C-CH Br CH2Br
CH2CHBrCHBrCH2
Br Br CH^-C = C-CHr
Die Erfindung wird durch die folgenden Beispiele näher erläutert. Sofern nichts anderes angegeben, sind die Temperaturen in C und die Gewichtsmengen in Gramm und die Volumina in Milliliter definiert.
Beispiel 1
Herstellung von Tris-(2,2,2-brommethy1)-ethy1-2',4',5'-trichlorbenzolsulfonat :
Eine Lösung von 15 g 2,4,5-Trichlorbenzolsulfonylchlorid in 20 ml Pyridin wurde zu 16 g Tribromneopentylalkohol gegeben. Die Lösung wurde gerührt und für 4 Stunden auf 65 C erwärmt. Die Reaktionslösung wurde dann auf 0 C abgekühlt und mit 200 ml Wasser verdünnt. Es wurde ein lohfarbener Feststoff abgetrennt, der dreimal mit Wasser gewaschen wurde. Nach dem Trocknen wurden 22 g des hellfarbenen Feststoffes er-
halten, mit einem Schmelzpunkt von 115 bis 118 C.
Die NMR-Analyse ergab, daß es sich bei dem Produkt um Tris-(2,2,2-brommethyl)-ethy1-2',4',5'-trichlorbenzolsulfonat handelte.
- 25 -
909801/1037
In ähnlicher Weise wurde das Tris-(2,2,2-brommethyl)-ethyl-2',5'-dibrombenzolsulfonat aus 2,5-Dibrombenzolsulfonylchlorid als Ausgangsmaterial hergestellt.
Beispiel 2
Herstellung von 1,3-Bis-(21,4',5'-trichlorbenzolsulfonat)-2,2-bis-(brommethyl)propan:
Es wurden 52 g Dibromneopentylglyzerin zu einer Lösung von 120 g 2,4,5-Trichlorbenzolsulfonylchlorid in 150 ml Pyridin gegeben. Die erhaltene Lösung wurde für 4 Stunden-auf 80 C erwärmt und dann auf Raumtemperatur abgekühlt. Nach dem Verdünnen mit 300 ml Wasser wurde ein weißer Feststoff erhalten der abfiltriert wurde. Nach dem Waschen mit 200 ml Aceton, wurden 40 g des weißen Feststoffes erhalten (Schmelzpunkt 205 bis 2O7°C) . Dieses Material enthielt 40,4 % Brom und 28,6 % Chlor (Theorie: 21,6 % Brom und 28,2 % Chlor). Die NMR-Analyse zeigte, daß es sich bei diesem Material um 1,3-Bis- (2',4',5'-trichlorbenzolsulfonat)-2,2-bis-(brommethyl)-propan handelte.
In ähnlicher Weise wurde das 1,3-Bis(2',5'-dibrombenzolsulf onat) -2,2-bis(brommethyl)propan aus 2,5-Dibrombenzolsulfonylchlorid als Ausgangsmaterial hergestellt.
- 26-
909d07/1037
28348^4
Beispiel 3
Es wurde ein Polyurethanhartschaumstoff unter Verwendung der folgenden Rezeptur hergestellt:
Bestandteile Gew.-Teile
Polyol* 100
Silicium-Glyzerinverbindung 2
(oberflächenaktives Mittel)
***
Trichlorfluormethan 3~>
Polyisocyanat 135
Alkanolamin-polyol (Molekulargewicht ca. 3500, HydroxyI-zahl ca. 530, Thanol R-35O-X, Jefferson Chemical & Co.)
Dow Corning 193, Dow Corning Corp.
Freon HB, E.I. DuPont de Nemours & Co.
polymeres aromatisches Isocyanat, 31,5 % reaktive NCO-
Gruppen, Mondur MRS, Mobay Chemical Co.
Das Polyol, das oberflächenaktive Mittel und das Fluorkohlenstofftreibmittel wurden in einem Master Batch auf Basis von lOoo g Polyol zusammengegeben, um den Verlust an Treibmittel zu verringern.
Es wurde die folgende Rezeptur zur Herstellung, des Schaumstoffs verwendet:
- 27 -
909807/1037
1. Das Polyisocyanat wurde in eine 283,5 g austarierte Papierschachtel eingewogen, dann wurde die Schachtel zur Seite gesetzt, während die übrigen Bestandteile ausgewogen und gemischt wurden.
2. Das Polyol-Masterbatch wurde ausgewogen, um eine Menge zu erhalten, die 100 g Polyol enthält. Diese Menge wurde zu einem Viertel in einen unbehandelten Papierbecher gegeben.
3. 30 g der Verbindung nach Beispiel 1 wurden dann ausgewogen und in den gleichen Einviertelbecher gegeben.
4. Der Inhalt des Einviertelbechers wurde für 5 Sekunden mit einem Rührer mit einer Drehzahl von 1000 Umdrehungen pro Minute verrührt.
5· Das Polyisocyanat wurde dann hinzugegeben und die Reaktionsmischung wurde dann für 10 Sekunden mit einer Umdrehungszahl von 1000 Umdrehungen pro Minute gerührt.
6. Das Reaktionsgemisch wurde dann in eine unbehandelte Papierschachtel mit dem Volumen von 2,2 kg gegossen und darin aufschäumen gelassen.
Nachdem der Schaumstoff nicht mehr klebrig war und im wesentlichen vernetzt war, wurde er für wenigstens 7 Tage stehengelassen, bevor er dem Sauerstoffindextest gemäß ASTM D-2863-70 unterzogen wurde. Die Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle II zusammengefaßt:
- 28 -
909807/1037
Tabelle II Flaminfestigkeit Belastung, pKp Sauerstoffindex (%■)
Kontrollprobe 0 21,0
Verbindung nach 30 23 0
Anspruch 1
Beispiel 4
Es wurde eine Lösung von 600 g Polystyrol und 10 Teilen der Verbindung gemäß Beispiel 1 pro 100 Teile Harz (phr) in 2,670 g Methylenchlorid und 60 g Hexan hergestellt. Zu der obigen Lösung wurden 3 g Dicumylperoxid als Flammschutz-Synergist hinzugefügt. Diese Mischung wurde.in eine Aluminiumform gegossen und das Methylenchlorid abgedampft. Danach wurde die Form bedampft um den Schaumstoff herzustellen. Der Schaumstoff wurde dann in entsprechend große Stücke zerschnitten um sie dem Sauerstoffindextest gemäß ASTM D-2863-70 zu unterziehen.
Es wurden zusätzliche Polymerproben hergestellt, in denen die Menge an Flammschutzmitteln 5 phr und 0 phr (Kontrollproben) betrug. Die Ergebnisse des Sauerstoffindextestes sind in der folgenden Tabelle III zusammengefaßt:
- 29 -
909807/1037
3ο
2834384
Tabelle III
Flammschutzmittel phr Sauerstoffindextest(O.I.)
Kontrollprobe O 19,5
Verbindung nach _
Beispiel 1 24
Verbindung nach
Beispiel 1 10 25,5
Beispiel 5
Zur Herstellung von zwei Polymerzusammensetzungen wurde als Basis Harz oder ein Polypropylenpolymermaterial verwendet (Hercules 6823 grade of Pro-Fax polypropylene). Mit Ausnahme der Formulierung Nr. 1, des Basisharzes wurden 1,3-Bis-(2',4',5'-trichlorbenzol-sulfonat)-2,2-bis-(brommethyl)-propan (Verbindung 13 in Tabelle I) und Antimontrioxid als verstärkendes Zusatzmittel in das Kunststoffmaterial eingemischt, wobei ein Brabender "Prep-Center"-Mischer verwendet wurde, der mit einem Rührer ausgerüstet war, der sehr hohe Scherkräfte auf die Mischung ausübt. Die Formulierungen wurden für 2 bis 3 Minuten auf 2O4°C unter Rühren (120 Umdrehungen pro Minute) erwärmt.
Jede der zwei Formulierungen wurde aus dem Mischer in eine Injektionsformmaschine (Newbury 30 Ton Injection Molding Machine) gegeben. Die im folgenden zusammengestellten Bedingungen sind Standardinjektionsbedingungen, bei denen die
009807/1037 _ 30 _
- acr-
beiden Formulierungen injektionsgeformt wurden.
Hintere Zone 210°C
Vordere Zone 226°C
Düse 60°C
Injektionsgeschwindigkeit 4 bis 5 Sekun
Zykluszeit 60 Sekunden
Formtemperatur 30°C
Fließformzeit 1 bis 2 Sekun
Die beiden obigen Formulierungen wurden dann dem Sauerstoffindextest gemäß ASTM D-2863-70 ausgesetzt. Die erhaltenen Ergebnisse und die Gewichtsprozente von jeder verwendeten Verbindung, bezogen auf das Gesamtgemisch sind in der folgenden Tabelle IV zusammengefaßt.
Tabelle IV
Nr. der Formuj-ierung
1,3-Bis-(2',4',5'-tri- Sb 0 O.I.
chlorbenzol-sulfonat)- (%)
2,2-bis-(brommethyl)-
propan (%) 0 18
0 5 21,5
20
- 31 -
909807/1037
Beispiel 6
Die thermische Stabilität von Tris-(2,2,2-brommethyl)-ethyl-21,4',5'-trichlorbenzolsulfonat, l,3-Bis-(2',4',5'-trichlorbenzolsulfonat)-2,2-bis-(bromethyl)propan und ß-Chlorethy1-2',4',5'-trichlorbenzolsulfonat wurde nach dem Verfahren gemäß Spalte 9-951 in "Thermogravimetrie Analyzer" des "Instruction Manual 990, Thermal Analyzer and Modules", E.I. DuPont De Nemours and Co-, Instrument Products Division, bestimmt. Die Ergebnisse der thermogravimetrischen Analyse (TGA) der drei Verbindungen bei verschiedenen Gewichtsverlusten sind in der folgenden Tabelle IV zusammengefaßt.
Tabelle IV TGA-Resultate
, . -, Temperatur bex der die Gewichtsver-
Verbmdung ·· j ■ *. · .χ. /Ο~λ
r änderung eintritt ( C)
5 Gew.-% 10 Gew.-% 25 Gew.-% 50 Gew.-% 75 Gew.-Verlust Verlust Verlust Verlust Verlust
Tris- (2,2,2-brannethyl) -
ethyl-2',41,5'-tri- 258 276 300 320
chlorbenzol-sulfonat
l,3-Bis-(2I,4',5'-trichlorbenzol-sulforiat)-2,2-bis(branethyl)-propan
ß-Chlorethyl-2',4',5'-
trichlorbenzol-sulfonat 193 218 247 267
(Vergleichsverbindung)
909807/1037

Claims (16)

Patentansprüche
1. Halogenbenzolsulfonate der allgemeinen Formel
RX1
worin X und X1 unabhängig voneinander für Halogenatome stehen, η für eine ganze Zahl von 1 bis 5, R für eine Alkyl- oder Alkenylgruppe mit 3 bis etwa 8 Kohlenstoffatomen steht, ζ gleich 0 ist, wenn Y-Y1 = 0 und einen Wert von 1 bis L hat, wenn Y-Y1 > 0 ist, worin L = Y-Y1+VJ ist, wobei Y für die Zahl der primären, sekundären und tertiären Kohlenstoffatome in dem Rest R und Y1 für die Zahl der primären, sekundären und tertiären Kohlenstoffatome in dem Rest R1enthaltend einen Halogenbenzolsulfonatsubstituenten steht und W = A-B ist, worin A die Zahl der ersetzbaren Wasserstoffatome an den primären, sekundären und tertiären Kohlenstoffatomen in dem Rest R ohne Halogenbenzolsulfonatsubstituenten und B die Zahl der primären,sekundären und tertiären Kohlenstoffatome in dem Rest R ohne Halogenbenzolsulfonatsubstituenten ist, und m eine ganze Zahl von 2 bis 4 ist, wobei m jedoch
909807/1037
r (089) 988272 988273 988274 983310
Telegramme:
BERGSTAPFFATENT München TELEX: 0524560 BERG d
Bankkonten: Hypo-Banlc München 4410122850 (BLZ 70020011) Swift Code: HYPO DE MM Bay«: Vereinsbank Manchen 453100 (BLZ 70020270) Postscheck Mttnchen 65343-808 (BLZ 70010080)
eine ganze Zahl von 1 bis 4 ist, wenn R ein Neopentylrest ist.
2. Halogenbenzolsulfonat nach Anspruch 1, worin der Halogenrest Chlor oder Brom ist.
3· Halogenbenzolsulfonat nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die folgende allgemeine Formel
0 CH.
4-m
worin X, X1 und η die in Anspruch 1 angegebenen Bedeutungen haben und m eine ganze Zahl von 1 bis 4 ist.
4. Tris-(2,2,2-brommethyl)-ethyl-21,4',5'-trichlorbenzol-sulfonat.
5. 1,3-Bis-(2',4',5'-trichlorbenzol-sulfonat)-2,2-bis-(bromine thy I) -propan.
6. 1,3-Bis-(2',5'-dibrombenzol-sulfonat)-2,2-bis-(brommethyl) propan.
7 . Tris- (2,2,2-brominethyl) -ethyl-2' ,5' -dibrombenzol-sulfonat.
8. Flammgeschiitztes Kunststoffpolymergemisch, enthaltend eine Polymerverbindung und eine flammschutzende Menge der Verbindung der allgemeinen Formel
RX1
worin X und X1 unabhängig voneinander Halogenatome sind, η eine ganze Zahl von 1 bis 5 ist, R für einen Alkyl- oder Alkenylrest mit 3 bis etwa 8 Kohlenstoffatomen steht, ζ gleich 0 ist, wenn Y-Y1 = 0 ist und einen Wert von 1 bis L hat, wenn Y-Y1 > 0 ist, worin L = Y-Y1+W ist, wobei Y die Zahl der primären, sekundären und tertiären Kohlenstoffatome in dem Rest R, und Y1 die Zahl der primären, sekundären und tertiären Kohlenstoffatome in dem Rest R , enthaltend einen Halogenbenzolsulfonatsubstituenten ist, und W = A-B ist, worin A die Zahl der ersetzbaren Wasserstoffatome an den primären, sekundären und tertiären Kohlenstoffatomen in dem Rest R ohne Halogenbenzolsulfonatsubstituenten und B die Zahl der primären, sekundären und tertiären Kohlenstoffatome in dem Rest R ohne Halogenbenzolsulfonatsubstituenten bedeutet und m eine ganze Zahl von 2 bis 4 ist, jedoch eine ganze Zahl von 1 bis 4 ist, wenn der Rest R ein Neopentyl-
rest ist. SOSi07/1O37
9. Gemisch nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Halogenrest Chlor oder Brom ist.
10. Verbindung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß es die Verbindung der allgemeinen Formel
S Il
4-m
enthält, worin X, X1 und η die in Anspruch 1 angegebenen Bedeutungen haben und m eine ganze Zahl von 1 bis 4 ist.
11. Gemisch nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Polymerverbindung ausgewählt ist unter Polyurethan-, Polystyrol- und Polyolefin-Polymerverbindungen.
12. Gemisch nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Polymerverbindung ausgewählt ist aus Polyurethan-, Polystyrol- und Polyolefin-Polymerverbindungen.
13. Gemisch nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß es das Tris-(2,2,2-brommethyl)-ethyl-2',4",5'-trichlorbenzolsulfonat enthält.
/1
14. Gemisch nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß es die Verbindung 1,3-Bis-(2',41-5'-trichlorbenzol-sulfonat) I1 2-bis-(brommethyl)-propan enthält.
15. Gemisch nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß es die Verbindung 1,3-Bis-(21,5l-dibrombenzolsulfonat)-2,2-bis-(brommethyl)-propan enthält.
16. Gemisch nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß es die Verbindung Tris-C2,2,2-brommethyl)-ethyl-2',5'-dibrombenzol-sulfonat enthält.
909807/1037
DE19782834884 1977-08-11 1978-08-09 Halogenbenzolsulfonate und ihre verwendung als flammschutzmittel Pending DE2834884A1 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US05/823,773 US4163005A (en) 1977-08-11 1977-08-11 Halobenzene sulfonate flame retardants

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE2834884A1 true DE2834884A1 (de) 1979-02-15

Family

ID=25239671

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19782834884 Pending DE2834884A1 (de) 1977-08-11 1978-08-09 Halogenbenzolsulfonate und ihre verwendung als flammschutzmittel

Country Status (9)

Country Link
US (1) US4163005A (de)
JP (1) JPS5436232A (de)
AU (1) AU507248B1 (de)
BE (1) BE869699A (de)
CA (1) CA1106391A (de)
DE (1) DE2834884A1 (de)
FR (1) FR2400011A1 (de)
IT (1) IT1107700B (de)
NL (1) NL7808396A (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102017212772B3 (de) * 2017-07-25 2018-01-25 Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V. Halogenfreie Sulfonsäureester und/oder Sulfinsäureester als Flammschutzmittel in Kunststoffen, diese enthaltende Kunststoffzusammensetzungen und deren Verwendung

Families Citing this family (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4871477A (en) * 1983-02-15 1989-10-03 Firestop Chemical Corporation Fire protected foamed polymeric materials
US5035951A (en) * 1988-10-20 1991-07-30 Firestop Chemical Corporation Fire resistant coatings
GB9306818D0 (en) * 1993-04-01 1993-05-26 Ici Plc Fire retardent additives
CN104211620B (zh) * 2009-08-07 2016-05-25 和光纯药工业株式会社 双季铵盐的制造法和其中间体

Family Cites Families (11)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2028715A (en) * 1931-04-27 1936-01-21 Halowax Corp Fire resistant composition
US2486416A (en) * 1947-02-13 1949-11-01 Wyandotte Chemicals Corp Process for making alkyl esters of aryl sulfonic acid
US2485095A (en) * 1947-04-26 1949-10-18 Us Rubber Co Insecticides
US2678878A (en) * 1950-04-06 1954-05-18 Goodrich Co B F Plant growth regulants containing aryl and haloaryl esters of aryl and haloaryl sulfonic and thiosulfonic acids
US3551360A (en) * 1968-09-19 1970-12-29 Koppers Co Inc Self-extinguishing styrene polymer compositions
DE2107239B2 (de) * 1971-02-16 1977-09-22 Bayer Ag, 5090 Leverkusen Schnell vernetzende einbrennsysteme
US3850972A (en) * 1972-11-09 1974-11-26 Dow Chemical Co Phenyl esters of bromomethanesulfonic acid
US3945954A (en) * 1974-01-11 1976-03-23 Uniroyal, Inc. Flame retardant polyurethanes from polymeric halogenated organo phosphorous diols
US4046719A (en) * 1975-04-17 1977-09-06 Tenneco Chemicals, Inc. Flame-retardant resinous compositions containing trihaloneopentyl haloalkyl phosphates
US4052346A (en) * 1975-06-03 1977-10-04 Tenneco Chemicals, Inc. Flame-retardant polyurethane foam compositions
US4038245A (en) * 1976-05-21 1977-07-26 The Dow Chemical Company Char-forming polymer compositions

Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102017212772B3 (de) * 2017-07-25 2018-01-25 Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V. Halogenfreie Sulfonsäureester und/oder Sulfinsäureester als Flammschutzmittel in Kunststoffen, diese enthaltende Kunststoffzusammensetzungen und deren Verwendung
WO2019020699A1 (de) 2017-07-25 2019-01-31 Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V. Halogenfreie sulfonsäureester und/oder sulfinsäureester als flammschutzmittel, flammschutzmittelsynergisten und radikalgeneratoren in kunststoffen
EP3702401A1 (de) 2017-07-25 2020-09-02 FRAUNHOFER-GESELLSCHAFT zur Förderung der angewandten Forschung e.V. Halogenfreie sulfonsäureester und/oder sulfinsäureester als radikalgeneratoren in kunststoffen
US11760865B2 (en) 2017-07-25 2023-09-19 Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V. Halogen-free sulphonic acid ester and/or sulphinic acid ester as flame retardant, flame retardant synergists and radical generators in plastics

Also Published As

Publication number Publication date
CA1106391A (en) 1981-08-04
IT1107700B (it) 1985-11-25
FR2400011B1 (de) 1981-03-20
NL7808396A (nl) 1979-02-13
JPS5436232A (en) 1979-03-16
AU507248B1 (en) 1980-02-07
BE869699A (fr) 1979-02-12
FR2400011A1 (fr) 1979-03-09
IT7850696A0 (it) 1978-08-10
US4163005A (en) 1979-07-31

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2701856C3 (de) Dioxaphosphorinane und sie enthaltende Polyurethane, Polyester oder Polystyrole
DE2647699A1 (de) N-substituierte tetrahalogenphthalimide, verfahren zu ihrer herstellung und ihre verwendung als feuerhemmende mittel
DE2338076C3 (de) Piperidinderivate und ihre Verwendung als Stabilisatoren
DE2612312A1 (de) Formmassen aus mischungen halogenhaltiger und halogenfreier, polyfunktioneller, aromatischer cyansaeureester
EP0070436B1 (de) Stabilisatorhaltige Reaktivkomponenten für PU-Schaumstoffe, neue Stabilisatoren und ein Verfahren zur Herstellung der Stabilisatoren
DE2719738C3 (de) Phosphonsäureesterderivate und diese enthaltende Polyurethanzubereitungen
DE2834884A1 (de) Halogenbenzolsulfonate und ihre verwendung als flammschutzmittel
DE3133512A1 (de) Flammwidrige polycarbonatharz-zusammensetzung
EP0005497B1 (de) Spirocyclische Borverbindungen, Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Verwendung als flammhemmender Zusatz
DE3610794C2 (de) N,N'-substituierte Bis-(2,4-diamino-s-triazin-6-yl)-Tetrasulfide, Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Verwendung in vulkanisierbaren Kautschukmischungen
EP0412936B1 (de) Phosphorverbindungen
DE2631756A1 (de) Neue, flammhemmende polycarbonat- zusammensetzungen
EP0073539B1 (de) Halogenverbindungen und feuerhemmende Polymerkompositionen in denen diese Verbindungen eingeschlossen sind
EP0453821A2 (de) Verwendung von spirocyclischen Borsäureestern als Flammhemmer in Kunststoffen
CA1085867A (en) Haloalkyl phosphates with increased hydrolytic stability
EP0456605A1 (de) Phosphorverbindungen
DE2733564A1 (de) 1,3,6-tris(4,6-diamino-1,3,5-triazin- 2-yl)hexan und diese verbindung enthaltende harzmassen
US4240953A (en) Haloalkyl phosphates
DE69103296T2 (de) Flammenhemmende Verbindungen und sie enthaltende Zusammensetzungen.
DE1445358A1 (de) Kondensationsprodukte aus Harnstoff und Verfahren zur Herstellung
DE2731037A1 (de) Halogenierte isothiuroniumsalze, verfahren zu ihrer herstellung und ihre verwendung als feuerhemmende mittel
AT357336B (de) Flammfestmachen von kunststoffen mit borver- bindungen
DE4015490A1 (de) Verwendung von spirocyclischen borsaeureestern als flammhemmer in kunststoffen
EP0050220A1 (de) Halogen enthaltende s-Triazinverbindungen, Verfahren zur Herstellung derselben und deren Verwendung für die Flammfestausrüstung von thermoplastischen Kunststoffen
DE2736696A1 (de) Bromierte phenylarylsulfonate als flammschutzmittel fuer polymere

Legal Events

Date Code Title Description
OAP Request for examination filed
OD Request for examination
OHN Withdrawal