DE2837333A1 - Abdichtung von wandungen gegen druck- und/oder sickerwasser mit mehrschichtiger dichtungsbahn - Google Patents

Abdichtung von wandungen gegen druck- und/oder sickerwasser mit mehrschichtiger dichtungsbahn

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DE2837333A1
DE2837333A1 DE19782837333 DE2837333A DE2837333A1 DE 2837333 A1 DE2837333 A1 DE 2837333A1 DE 19782837333 DE19782837333 DE 19782837333 DE 2837333 A DE2837333 A DE 2837333A DE 2837333 A1 DE2837333 A1 DE 2837333A1
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DE
Germany
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foam
layer
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wall
pressure
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DE19782837333
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English (en)
Inventor
Karl Dipl Ing Haage
Peter Kolling
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Dynamit Nobel AG
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Dynamit Nobel AG
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    • E—FIXED CONSTRUCTIONS
    • E02—HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
    • E02D—FOUNDATIONS; EXCAVATIONS; EMBANKMENTS; UNDERGROUND OR UNDERWATER STRUCTURES
    • E02D31/00—Protective arrangements for foundations or foundation structures; Ground foundation measures for protecting the soil or the subsoil water, e.g. preventing or counteracting oil pollution
    • E02D31/02—Protective arrangements for foundations or foundation structures; Ground foundation measures for protecting the soil or the subsoil water, e.g. preventing or counteracting oil pollution against ground humidity or ground water

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  • Civil Engineering (AREA)
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  • Structural Engineering (AREA)
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Description

  • Abdichtung von Wandungen gegen Druck- und/oder Sickerwasser mit
  • mehrschichtiger Dichtungsbahn Der Gegenstand der Erfindung ist eine Abdichtung von Wandungen 1gegen Druck und/oder Sickerwasser mit einer auf der Wandung befestigten mehrschichtigen und biegsamen Dichtungsbahn aus einer der Wandung zugewandten Schicht aus Schaumkunststoff und einer wasserdichten kompakten Schicht aus Kunststoff. Eine solche Abdichtung mit mehrschichtiger Dichtungsbahn ist der Schweizer Patentschrift 441 417 bekannt, wobei die Schaumkunststoffschicht der Dichtungsbahn offenporig und wasserdurchlässig ist, so daß ibei vollflächiger Verklebung der Dichtungsbahn mit ihrer Schaumstoff oberfläche an der Wandung durch diese das Wasser abgeleitet werden kann und sich kein Wasserdruck durch Wasserstau aufbauen kann.
  • Andererseits wird bei Abdichtungen von Bauwerken gegen eindringende Feuchtigkeit von einer vollflächigen Verbindung der Dichtungsbahn mit dem angrenzenden Untergrund immer mehr abgegangen, um z.B. Risse und Bewegungen des Untergrundes sich nicht schädigend auf die Abdichtung auswirken zu lassen. Es sind daher streifen-oder punktweise Befestigungen der Dichtungsbahn an dem Untergrund bekannt, die die Dichtungsbahn mit mechanischen Befestigungsinitteln am Untergrund verankern, z.B. durch Verbinden der Dichtung bahn selbst mit den Befestigungsmittel, siehe DE-OS 16 58 883 oder DE-OS 19 14 174 und eine freitragende Abdichtung schaffen. Die freitragenden Abdichtungen führten aber zu einem Steppdeckeffkt,I d.h. zwischen den Befestigungen hängt das Material nach unten durch, was beim anschließenden Einbringen von Armierungen für eine Innenschale aus Stahlbeton zu Beschädigungen führen kann.
  • Da auch eine punkt- und streifenförmige Befestigung keine ausreichende Gewähr bietet, daß bei entsprechender Belastung die Dichtungsbahn nicht dennoch reißt, ist bereits nach der DE-OS 25 32 664 vorgeschlagen worden, die Festigkeit der Verbindung zwischen Dichtungsbahn und Befestigungsmittel am Untergrund kleiner auszubilden als die Reißfestigkeit der Dichtungsbahn, so daß bei einer entsprechenden Belastung durch Loslösen der Dichtungsbahn von der Befestigungsstelle ein Einreißen derselben vermieden wird.
  • Die Erfindung hat sich zur Aufgabe gemacht, eine Abdichtung zu schaffen, die alle Vorteile der verschiedenen bekannten Systeme -vereinigt, nämlich Ausgleich von Bewegungen des Bauwerkes unter Vermeidung der Rißbildung in der Dichtungsbahn, bei punktweiser Befestigung Vermeidung des Steppdeckeneffektes - als Anpassung an die Bauwerksgestalt wie bei vollflächiger Verklebung und polsternder Schutz der dichtenden Kunststoffschicht. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit einer Abdichtung der eingangs beschriebenen Art durch Ausbildung derselben dadurch erreicht, daß eine begrenzt haltbare und durch Wasserdruck und/oder Feuchtigkeit lösbare Verbindung zwischen Wandung und Dichtungsbahn mit einer Befestigung durch Aufschmelzen der Schaumkunststoffschic-ht hergestellt ist.
  • Die Erfindung löst das Verbindungaproblem mit der Wandung des Untergrundes also dadurch, daß die Haftung der Verbunddichtungsbahn auf der Wandung durch die natürliche Feuchtigkeit aus dem Untergrund verlorengeht, also praktisch nur für den Zeitraum der Montage und bis zur Fertigstellung der inneren auf die Abdichtung folgenden Auskleidungsschicht, die vorzugsweise aus Beton besteht, voll wirksam ist. Dieses Verhalten erklärt sich aus der Eigenschaft des für die Erfindung verwendeten schmelzbaren Schaumstoffes, vorzugsweise eines vernetzten Polyolefinschaumstoffes, der sich mittels Temperaturzuführung auf die Wandung aufschmelzen läßt, dessen adhäsive Verbindung aber oberflächig bleibt und dem Kapillardruck der Feuchtigkeit nur auf begrenzte Zeit Widerstand leistet.
  • Die erfindungsgemäße Verbindungsart hat (1darüber hinaus den orteil, daß Kleber bzw. I.ösemittel vermieden werden und damit auch: keine Abiüftprobleme entstehen. Das Anschmelzen der Schaumstoffoberfläche kann mittels Heißgas oder offener Flamme erfolgen.
  • Das Problem der Anpassung der Dichtungsbahn an die Form der Wandung unter Vermeidung des Durchhängens (Steppdeckeneffekt) zwischen einzelnen Befestigungspunkten und bei der Montage löst die Erfindung in weiterer Ausgestaltung dadurch, daß die mehrschichtige Dichtungsbahn eine begrenzte Biegesteifigkeit aufweist. Eine solche begrenzt biegesteife Verbunddichtungsbahn ist dann bei nur punkt- oder streifen*eiser Befestigung an der Wandung von Befestigungsstelle zu Befestigungsstelle selbsttragend, jedoch noch so biegsam, daß sie sich den Krümmungen der Wandung, z.B. einem Tunnelgewölbe, anpassen kann, ohne daß sie bei den entsprechend gewählten Befestigungabständen durchhängt.
  • Das Problem der unterschiedlichen Befestigung mit dem Untergrund kann je nach Anwendungsfall über mit gleichartigem Kunststoff entsprechend der Dichtungsbahn beschichtete Netallteller oder -bänder, die mechanisch mit dem Untergrund fixiert sind, erfolgen. Zum Erzielen einer nur vorübergehenden Verbindung mit dem Untergrund wird die Schaumstoffschicht direkt mit dem trockenen Untergrund durch Anflämmen verbunden.
  • Die Dichtungsbahn wird in einzelnen Bahnen nebeneinander verlegt und an den Nahtstellen in bekannter Weise, je nach dem eingesetzten Kunststoff für die wasserdichte Schicht, dicht verbundenl z.B. durch Quellschazeißen, Verkleben mittels die Naht abdeckenden Bändern od. dgl.
  • Eine vorteilhafte Verbunddichtungsbahn wird erfindungsgemäß mit einer Schaumstoffschicht aus vernetztem Polyolefinschaumstoff, vorzugsweise auf Polyätilylenbasis, mit einer wasserdichten Schicht aus eich-PVC unter Einsatz eines Haftvermittlers, z.B.
  • eines Lackkunstharzes auf Basis hydroxylgruppenhaltiger Polyacrylate bzw. Polymethacrylate zusammen mit Isocyanathärtern hergestellt. Fitr den erfindungsgemäßen Einsatz sollte die Schaum s-toffschicht eine Dicke von 4 bis 12 mm bei einem Raumgewicht von 70 kg/m3 bis 100 kg/m3 und die Kunststoffschicht beispielsweise die Weich-PVC-Schicht eine Dicke von 1,5 mm bis 2,5 mm aufweisen.
  • Die begrenzt biegesteifen Verbunddichtungsbahnen nach der Erfin-l dung lassen sich auch vorteilhaft bei der Auskleidung von Kanälen anwenden, da durch die durch Anschmelzen herstellbare Verbindung der Kanalwandung Kleber vermieden werden. Des weiteren paßt sich die biegesteife Verbunddichtungsbahn gut dem Kanalquerschnitt ohne Durchhängen an. Die Befestigung kann ebenfalls über me-tallische Befestigungselemente, deren Oberseite mit einer vorzugsweise im Schaums-toff der Dichtungsbahn entsprechenden Schlumstoffschicht beschichtet sind, hergestellt werden, so daß die Verbindung mit der Dichtungsbahn ebenfalls über Anschmelzen 1 vorgenommen werden kann.
  • Die Erfindung ist in der Zeichnung an einem Ausführungsbeispiel dargestellt und nachstehend erläutert.
  • Die erfindungsgemäße Abdichtung wird z.B. als Bauwerksabdichtungl bei, der Erstellung von Tunneln angewendet. Auf dem Untergrund 1, entweder direkt auf die geglättete Gebirgawand oder indirekt auf eine hierauf aufgebrachte Tragschicht aus Spritzbeton wird die Verbunddichtungsbahn 2 aufgebracht. Die Verbunddichtungsbahn 2 besteht aus der wasserdichten kompakten Kunststoffschicht 2b und der mit dieser vollflächig verbundenen anschmelzbaren Schaumstof -schicht 2a. Besonders gut durch Flamme anschmelzbare Schaumstoff sind hierbei die geschlossenzelligen, vernetzten Polyolefinschaumstoffe, vorzugsweise solche ~auf Basis Polyäthylen, wie beispielsweise in der DE-AS 16 94 130 beschrieben.
  • Die Verbundbahn liegt mit ihrer Schaumstoffschicht 2a an dem Untergrund 1 an und ist durch Aufflämmen und Anschmelzen zumindest teilflächig mit diesem verbunden. Da der Schaumstoff geschlossenzellig ist- und kein Wasser aufnimmt, zudem seine Oberfläche durch;.
  • das Anflammen noch verdichtet wird, wird die Verbindung der Verbundbahn mit dem Untergrund im Laufe der Zeit durch den Wasserdruck des sich hier ansammelnden Sickerwassers wieder gelöst.
  • Damit besteht aber auch keine Gefahr mehr, daß die Verbundbahn bei spateren Bewegungen des Bauwerkes, z.B. Setzungen, durch t)berdhnung reißt. Die Biegesteifigkeit der Verbundbshn 2a, b hat zur Folge, daß diese während der Montage und bei nur teilflächiger, wie punktweiser oder streifenförmiger Befestigung nicht durchhangt und satt an der Wandung 1 anliegt. Nach der Fertigstellung der Abdichtung wird dann die Auskleidungsschicht 3, z.B. eine Betonschale hergestellt. Die Schaumstoffschicht 2a stellt zugleich eine polsternde Schutzschicht für die Kunststoffschicht 2b dar, die die eigentliche Dichtungsfunktion übernimmt. Es ist auch möglich, die Verbundbahn 2a, b über Befestigungselemente3 z.B. Metallscheiben, die mittels Bolzen, Nieten od.dgl. am Untergrund 1 befestigt sind, und die auf ihrer Oberfläche mit Kunststoff, vorzugsweise einem der Schaumstoffschicht 2a entsprechenden Kunststoff beschichtet sind, indirekt am Untergrund zu befestigen.

Claims (3)

  1. Patentansprüche : 1. Abdichtung von Wandungen gegen Druck und/oder Sickerwasser mit einer auf der Wandung befestigten mehrschichtigen und biegsamen Dichtungsbahn aus einer der Wandung zugewandten Schicht aus Schaumkunststoff und einer wasserdichten kompakten Schicht aus Kunststoff, d a d u r c h g e -k e n n z e i c h n e t , daß eine begrenzt haltbare und durch Wasserdruck und/oder Feuchtigkeit lösbare Verbindung zwischen Wandung und Dichtungsbahn mit einer Befestigung durch Aufsck;melzcn der Schaumkunststoffschicht hergestellt ist.
  2. 2. Abdichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Schaumkunststoff teilvernetzter Polyolefinschaumstoff mit einem vorzugsweisen Raumgewicht von 70 bis 100 kg/m3 bei einer Dicke der Schicht von 4 bis 12 mm eingesetzt ist.
  3. 3. Abdichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die wasserdichte Schicht aus Weich-PVC besteht und mit der Schaumstoffschicht mittels einer Haftvermittlerschicht, z.B. einem Lackkunstharz auf Basis hydroxylgruppenhaltiger Polyacrylate bzw. Polymethacrylate zusammen mit Isocyanathärtern verbunden ist.
DE19782837333 1978-08-26 1978-08-26 Abdichtung von wandungen gegen druck- und/oder sickerwasser mit mehrschichtiger dichtungsbahn Withdrawn DE2837333A1 (de)

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