DE2848030A1 - Mehrstufiger kompressor - Google Patents
Mehrstufiger kompressorInfo
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- F04C—ROTARY-PISTON, OR OSCILLATING-PISTON, POSITIVE-DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; ROTARY-PISTON, OR OSCILLATING-PISTON, POSITIVE-DISPLACEMENT PUMPS
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- F04D25/00—Pumping installations or systems
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Description
GUTEHOFFNUNGSHÜTTE STERKRADB 4200 Oberhausen 11, den 2
Aktiengesellschaft 2
PA.LIZ - Si/Th
Gegenstand der Erfindung sind ein Verfahren zur mehrstufigen Verdichtung von Gasen, insbesondere
ölfreier Luft und ein mehrstufiger Kompressor zur Durchführung des Verfahrens. Dafür kommen
Volumenströme im Bereich von 5.000 bis etwa 50.000 m3/h und Druckverhältnisse größer als 5
in Betracht. In erster Linie bezieht sich die Erfindung zwar auf die ölfreie Verdichtung von
Luft und Gasen, es können aber auch anstelle der ölfrei verdichtenden Kompressoren Verdichter mit
öl- oder Flüssigkeitseinspritzung verwendet werden. Als Antriebsmotor kommen vor allen Dingen
der Elektromotor in Betracht, an seine Stelle kann aber auch eine Turbine, ein Verbrennungsmotor oder
ein Antriebsmotor anderer Bauart treten.
Mehrstufige Kompressoren sind bekannt. Sie werden im allgemeinen aus Verdichterstufen gleicher Gattung,
also Turbo-, Schrauben- oder Kolbenverdichtern aufgebaut.
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Mehrstufige Turboverdichter haben sich aufgrund ihres hohen Schluckvermögens im Bereich großer
Volumenströme durchgesetzt.
Mehrstufige Kolbenverdichter werden insbesondere im Bereich kleinerer Volumenströme für höhere Enddrücke
eingesetzt.
Mehrstufige Schraubenverdichter haben im mittleren Volumen- und Druckbereich ihren Platz gefunden.
Die Verwendung der verschiedenen Verdichterbauarten in den unterschiedlichen Volumen- und Druckbereichen
wird nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten entschieden. Technisch ist es zwar möglich,
Verdichter einer bestimmten Bauart auch für einen anderen als den für den bestgeeigneten Druck- und
Volumenbereich zu bauen, eine solche Lösung erfordert aber immer erhöhten Aufwand und ist daher
nur in Spezialfallen gerechtfertigt.
Die Kolbenverdichterbauart ist in dem Bereich kleinerer
Volumenströme oder sehr hoher Drücke gut geeignet.
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Große Volumenströme und nicht allzu hohe Drücke
werden üblicherweise mit Turboverdichtern erzeugt. Bei den Turboverdichtern unterscheidet
man Verdichter radialer und axialer Bauart. Die radiale Bauart wird mehr für die höheren Drücke
und die axiale Bauart mehr für die großen Volumenströme im Anwendungsbereich der Turboverdichter
eingesetzt.
Die Vorteile der Turboverdichter sind ein relativ kleiner Bauaufwand für große Volumenströme. Turboverdichter
können in Abhängigkeit vom Druck unterschiedliche Volumenströme verarbeiten. Sie
haben eine sogenannte "flache Kennlinie", ihr Arbeitsbereich wird zu kleinen VolumenstÖmen hin
durch die "Pumpgrenze" oder "Instabilitätsgrenze" und zu großen Volumenströmen hin durch die
"Schluckgrenze" begrenzt. Für eine wirkungsvolle Druckerzeugung in Turboverdichtern sind hohe Strömungsgeschwindigkeiten erforderlich» die nur bei
größeren Volumenströmen oder hohen Dreheahlen verwirklicht werden können. Pur kleine Volumenströme müesen die Strömungequerschnitte für die
hohen Geschwindigkeiten sehr klein werden und die Reibungsverluste an den OberfL&chen werden
groß. Der Wirkungsgrad der Turboverdichter wird
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für kleinere Volumenströme daher schlechter. Hohe Drehzahlen erfordern bei den üblichen Antriebsmotoren
aufwendige Getriebe. Die Wirkungsgrade im Nennpunkt sind bei Turboverdichtern mit guter Regelbarkeit, d. h. breitem Kennfeld
nicht so hoch wie bei Verdichtern, die speziell für einen Betriebspunkt optimiert wurden.
Die Schraubenverdichterbauart hat ihr Anwendungsgebiet im Bereich mittlerer Volumenströme und
Drücke zwischen Kolbenverdichtern und Turboverdiehtern. Da Schraubenverdichter keine hin- und
hergehenden Massen wie Kolbenverdichter haben, können sie mit höheren Drehzahlen als diese betrieben
werden. Der Schraubenverdichter hat eine nahezu senkrechte Kennlinie, d. h. der Enddruck ist nahezu
unabhängig vom Volumenstrom. Eine Maschine mit einer senkrechten Kennlinie kann bei fester Antriebsdrehzahl
nur schlecht geregelt werden; eine Drosselung des angesaugten Mediums erlaubt nur
etwas geringere Leistungsaufnahmen bei Teillast.
Gewünscht ist für viele Fälle ein Kompressor mit großem Regelbereich und "steiler Kennlinie", damit
der Druck bei Teillasten nicht absinkt und außerdem soll sowohl der Wirkungsgrad bei Nenn-
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last als auch der Teillastwirkungsgrad gut sein. Der Arbeitsbereich darf nicht durch plötzlich
auftretende Instabilitäten (wie z. B. Pumpgrenze) eingeschränkt werden. Der Aufwand hierfür soll so
gering wie möglich sein.
Diese Forderungen zu erfüllen, ist mit einstufigen Verdichtern und auch mit den bisher bekannten
mehrstufigen Verdichtern nicht realisierbar.
Kommpressible Medien ändern ihr Volumen stark bei Drucksteigerung. Der Volumenstrom ändert
sich entsprechend der Druckerhöhung während des Verdichterprozesses. Die Energieaufnahme des
Arbeitsmittels für die Verdichtung ist temperaturabhängig. Für kleine Energiezufuhren, d. h.
gute Wirkungsgrade muß das Medium gekühlt werden. Ein optimales Verdichtungsverfahren erfordert
daher jeweils an die unterschiedlichen Volumen-Ströme angepaßte Größen der Verdichterstufen und
Zwischenkühlung.
Bei mehrstufigen Schraubenverdichtern, die die obigen Forderungen erfüllen, wäre der Bauaufwand
sehr groß, besonders für die ersten Stufen mit großen Volumenströmen.
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Mehrstufige Turboverdichter haben bei steiler Kennlinie nur einen kleineren Arbeitsbereich.
Zwischenkühlung ist nur schwer möglich oder sehr aufwendig, ebenso der Betrieb der einzelnen
Stufen bei jeweils optimalen Drehzahlen. Im Vergleich zu den Verdrängungsverdichtern ist die
Druckerhöhung in einer Stuf.e bei Turboverdichtern kleiner. Es sind deshalb relativ viele Stufen
nötig. Ein Verzweigungsgetriebe hierfür zur Anpassung der jeweils optimalen Drehzahlen für
die einzelnen Stufen ist sehr aufwendig und würde große Leistungen verbrauchen. Instabilitätsgrenzen
sind nicht zu vermeiden.
Auch eine kombinierte Anordnung von Turboverdichtern und Schraubenverdichtern derart, wie
sie in der US-PS 36 40 646 oder der FR-PS 13 97 614 vorgeschlagen werden, können die Forderungen
nicht erfüllen. Da Turboverdichter und Schraubenverdichter auf einer Welle mit gleicher
Drehzahl laufen, ist ein optimaler Betrieb bei guten Wirkungsgraden für den diese Erfindung betreffenden
Volumen- und Druckbereich ebenso wie bei den mehrstufigen Verdichtern gleicher Gattung
nicht möglich.
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Aufgabe der Erfindung ist es, folgende Forderungen zu erfüllen:
1. großer Regelbereich,
2. steile Kennlinie,
3. guter Wirkungsgrad bei Voll- und Teillast,
4. keine plötzlich einsetzenden 3etriebsgrenzen,
5. kleiner Aufwand,
6. optimale Anpassung der Verdichterstufen an
die jeweiligen Volumen-, Druck- und Temperaturbedingungen .
Die Erfindung erfüllt diese Forderungen mit Hilfe eines Verfahrens zur mehrstufigen Verdichtung von
Gasen in der Weise, daß der gesamte Verdichtungsvorgang derart auf mehrere Stufen aufgeteilt ist,
daß die einzelnen Verdichter im Bestpunkt betrieben werden und dabei die geringste Leistungsaufnahme
erzielen, daß bei Teillast nur die erste und die letzte Verdichterstufe unter gegenüber
der Nennlast stärker geänderten Bedingungen betrieben werden, während die Druckverhältnisse,
die Volumenströme und somit der optimale Betrieb bei den mittleren Stufen gleichbleibend und daß
bei Laständerung die Mengenanpassung in der ersten Verdichterstufe mittels eines Verstell- (Regel-,
Drossel-) Verfahrens vorgenommen wird und in der
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letzten Stufe die Druckanpassung an den Verbraucher stattfinden. Dieses Verfahren zeichnet
sich erfindungsgemäß dadurch aus, daß für die ersten Verdichterstufen Strömungsverdichter,
insbesondere Turboverdichter radialer Bauart und in der letzten Stufe ein Verdrängungsverdichter,
beispielsweise ein Schraubenverdichter verwendet werden, die alle zur jeweils optimalen
Betriebsweise über ein Verzweigungsgetriebe mit mehreren Ausgängen angetrieben und strömungsmäßig
hintereinander geschaltet rohrleitungsmäßig verbunden sind.
Erfindungsgemäß ist ein mehrstufiger Kompressor zur Durchführung dieses Verfahrens dadurch gekennzeichnet,
daß Strömungsverdichter, insbesondere Schraubenverdichter, strömungsmäßig hintereinander
geschaltet, durch Rohrleitungen verbunden und über ein Verzweigungsgetriebe mit mindestens
zwei Abtriebswellen jede Verdichterstufe mit der für sie optimalen Drehzahl betrieben wird.
Nach einem weiteren Merkmal· der Erfindung beträgt die Anzahl der Verdichterstufen max. 4. Die erste
Stufe ist immer ein Turboverdichter, während die letzte Stufe ein Verdrängungsverdxchter ist. Die
dazwischenliegenden Stufen sind Turbo- oder Verdrängungsverdxchter .
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Erfindungsgemäß erzeugt die letzte Verdichterstufe
bei Verdichtung ohne Einspritzkühlung im Nennbetrieb ein Druckverhältnis von 1 bis 2,5.
Die Verdichterstufen sind erfindungsgemäß fliegend an einem Getriebe angeflanscht und zwischen
den Verdichterstufen ist mindestens ein Kühler
angeordnet.
Für die Regelung der Verdichter ist ein Drosselorgan in der Ausgangsleitung vorgesehen. Dieses
Drosselorgan ist vorzugsweise eine Dralldrossel.
Schließlich zeichnet sich die erfindungsgemäße
Vorrichtung dadurch aus, daß alle Anlagenteile des Kompressors auf einem gemeinsamen Grundrahmen
montiert sind.
Das erfindungsgemäße Verfahren, die Anordnung
und der Aufbau der Verdichteranlage ergeben einen optimalen Betrieb im Teillastbereich und
Wirkungsgrade, die für derart breite.Kennfelder bisher unbekannt waren. Da das Kennfeld auch
nicht durch plötzlich einsetzende Betriebsgrenzen eingeschränkt wird, ist außerdem ein äußerst
sicherer Betrieb der Verdichteranlage möglich.
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Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand
der Zeichnung nachstehend näher erläutert. Es zeigen
Figur 1: den schematischen Aufbau eines mehrstufigen
Verdichters in der Perspektive,
Figur 2: einen schematischen Längsschnitt der Verdichteranlage und
Figur 3: ein Kennlinienbild zum erfindungsgemäßen
Verfahren und der entsprechenden Verdichteranlage.
Die erste Verdichterstufe 4 ist immer ein Turbokompressor und die letzte Verdichterstufe 8 immer
ein Schraubenkompressor oder ein anderer Verdrängungsverdichter. Die mittleren Stufen 7 können
je nach Änwendungsfall weggelassen werden oder aber Turbo- oder Verdrängungsverdichter sein.
In Figur 1 ist ein Schema für eine Anordnung mit drei Verdichterstufen in der Reihenfolge Turbo-,
Schrauben-, Schraubenverdichter dargestellt. Das Verzweigungsgetriebe ist im Ausführungsbeispiel
so aufgebaut, daß über ein Zentralrad 2 und
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284803Q
Ritzel 3 die einzelnen Verdichterstufen 4, 7, 8 mit optimaler Drehzahl angetrieben werden.
Eine beispiel- und vorteilhafte Anordnung des Verdichters ist in Figur 2 skizziert. Die Verdichterstufen
4, 7 und 8 sind an das Getriebegehäuse 11 angeflanscht. Je nach Zweckmäßigkeit
können alle Verdichterstufen auf der dem Motor 1 abgewandten Seite oder aber sowohl auf dieser
als auch auf der anderen Seite des Getriebes montiert werden, an der der Motor über eine Kupplung
10 mit dem Getriebe verbunden ist. In der Zuleitung vor der ersten Verdichterstufe 4 befindet
sich zur Mengen- und Leistungsregelung ein Drosselorgan 5. Dieses Drosselorgan kann z. B.
eine Dralldrossel oder eine einfache Drosselklappe sein.
Das Gas tritt über kombinierte Schalldämpfer und
Filter 12 in den Verdichter ein. Die gesamte Verdichteranlage ist auf einem gemeinsamen Grundrahmen
13 aufgebaut. In diesem Grundrahmen kann der Ölbehälter 14 integriert sein. Außerdem sind alle
Kühler 6 und sonstigen Hilfsaggregate, die im einzelnen nicht dargestellt sind, die Rohrleitungen,
Steuerelemente, Ö!pumpen mit auf dem Grundrahmen angeordnet. Die Anlage kann mit einer Schallhaube
versehen werden.
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Figur 3 gibt als Beispiel das Verhalten einer entsprechend Figur 1 aufgebauten Anlage wieder.
Für andere erfindungsgemäße Aufteilungen ergibt sich ein analoges Verhalten. Aufgetragen ist
auf der Ordinate im logarithmischen Maßstab der Druck hinter der Anlage in bar. Gleiche Ordinatendifferenzen
bedeuten gleiche Druckverhältnisse. Auf der Abszisse ist der auf dem Nennmassenstrom
mn bezogene Ansaugmassenstrom in % dargestellt.
Die eingezeichneten Kurven zeigen die Drücke vor und hinter den einzelnen Verdichterstufen in Ab- ·
hängigkeit vom Teillast-Massenstrom-Verhältnis in m/mg.
Es bedeuten in Figur 3:
der Druck vor den Drosselorganen 5
P, der Druck vor der ersten Verdichterstufe 4 und hinter dem Drosselorgan 5
P_ der Druck hinter der ersten Verdichterstufe und vor der zweiten Verdichterstufe 7,
P_ der Druck hinter der zweiten Verdichterstufe 7 und vor der dritten Verdichterstufe
8 und
P. der Druck hinter der dritten Verdichterstufe
8, der von dem Verbraucher verlangt wird.
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Der Pfeil d kennzeichnet, daß der Enddruck P4 in
Abhängigkeit vom Verbraucher schwanken kann. Die Strecke e gibt den Druckabfall an dem Drosselorgan
5 von P0 auf P.. an; dieser Druckabfall
wird bei Teillasten größer. Die Strecken a und b kennzeichnen die Druckerhöhung in der ersten Verdichterstufe
4 bzw. der zweiten Verdichterstufe
Das Druckverhältnis P3/P_ mit dem von dieser
Stufe das Gas verdichtet wird, bleibt in jedem Betriebspunkt konstant. Die Strecke c hingegen
gibt das Druckverhältnis wieder, mit dem die letzte Stufe beaufschlagt wird.· Dieses wird bei
Teillast größer.
Die Regelung auf Teillast kann einmal durch eine Drosselung des Ansaugstromes erfolgen. Hierbei
wird durch Drucksenkung bei gleichem Volumenstrom der Massenstrom kleiner. Ein zweiter Weg
besteht darin, den Ansaugstrom zum Turboverdichter mit einem Drall zu versehen, wodurch sowohl
der durchgesetzte Massenstrom als auch das Druckverhältnis des Turboverdichters verringert wird.
Im ersten Fall ist das Drosselorgan 5 eine Dosselklappe, während im zweiten Fall eine Dralldrosselung
erforderlich ist. Bei Regelung mit einer Dralldrossel wird der Teillastwirkungsgrad besser
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als bei der einfachen Drosselung, da für die Verdichtung im Turbo-Kompressor weniger Leistung
aufzubringen ist.
Der von den mittleren Stufen zu verarbeitende Volumenstrom bleibt bei Teillast konstant. Da
auch das Druckverhältnis in den mittleren Verdichterstufen konstant bleibt, ändert sich bei
der Regelung der Betriebspunkt dieser Stufen nicht. Sie arbeiten auch bei Teillast mit maximalen
Wirkungsgraden, optimalen Durchsätzen und Geschwindigkeiten.
Die letzte Stufe arbeitet mit unterschiedlichen Druckverhältnissen. Das Ansaugvolumen bleibt ebenfalls
gleich und erzeugt den Druck, der vom Verbraucher gefordert wird. Für solche Betriebsweisen
ist ein Verdichter mit steiler Kennlinie erforderlich, weshalb als letzte Stufe immer ein
Verdrängungsverdichter eingesetzt wird.
Damit die Anpassung an den Verbraucher auch bei kleinen Teillasten möglich ist, wird das Druckverhältnis
dieses Verdichters im Nennpunkt nur klein ausgelegt, etwa bei Trockenläufern zwischen
1 und 2,5. DruckSchwankungen, die durch den Verbraucher
bedingt sind, beeinflussen nicht den Be-
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trieb der vorderen Stufen. Wegen der großen Volumenströitie am Eintritt in die Verdichteranlage
- der Druck ist hier noch gering - werden als erste Stufen zweckmäßigerweise Turboverdichter
eingesetzt, da sie für diese Betriebsbedingungen von allen Verdichterbauarten am
besten geeignet sind. Wegen der erfindungsgemäßen Anordnung arbeiten sie für alle Lastbedingungen
optimal. Die Gefahr, daß die Pumpgrenze, die Instabilitätsgrenze oder die Schluckgrenze erreicht
werden, besteht nicht.
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Leerseite
Claims (10)
1.) Verfahren zur mehrstufigen Verdichtung von
Gasen, insbesondere ölfreier Luft, dadurch gekennzeichnet, daß der gesamte Verdichtungsvorgang derart
auf mehrere Stufen aufgeteilt ist, daß die einzelnen Verdichter im Bestpunkt betrieben
werden und dabei die geringste Leistungsaufnahme erzielen, daß bei Teillast nur die
erste und die letzte Verdichterstufe unter gegenüber der Nennlast stärker geänderten Bedingungen
betrieben werden, während die Druckverhältnisse, die Volumenströme und somit der
optimale Betrieb bei den mittleren Stufen gleichbleiben und daß bei Laständerung die
Mengenanpassung in der ersten Verdichterstufe und in der letzten Stufe die Druckanpassung an
den Verbraucher stattfindet.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß für die ersten Verdichterstufen Strömungsverdichter, insbesondere Turboverdichter
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radialer Bauart und in der letzten Stufe ein Verdrängungsverdichter, beispielsweise
ein Schraubenverdichter, verwendet werden, die alle zur jeweils optimalen Betriebsweise
über ein Verzweigungsgetriebe mit mehreren Ausgängen angetrieben und strömungsmäßig
hintereinander geschaltet rohrleitungsmäßig verbunden sind.
3. Mehrstufiger Kompressor zur Durchführung des Verfahrens zur Verdichtung von Gasen, insbesondere
ölfreier Luft,
dadurch gekennzeichnet, daß Strömungsverdichter (4) insbesondere Turboverdichter radialer Bauart und Verdrängungsverdichter
(7, 8) insbesondere Schraubenverdichter strömungsmäßig hintereinander geschaltet und durch Rohrleitungen verbunden
sind und über ein Verzweigungsgetriebe (2, 3) mit -mindestens zwei Abtriebswellen jede Verdichterstufe
mit der für sie optimalen Drehzahl betrieben wird.
4. Kompressor nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Anzahl der Verdichterstufen max. 4
beträgt, die erste Stufe immer ein Turbover-
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dichter, die letzte Stufe ein Verdrängungsverdichter ist und daß die dazwischenliegenden
Stufen Turbo- oder Verdrängungsverdichter sind.
5. Kompressor nach den Ansprüchen 1, 2, 3 und 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die letzte Verdichterstufe ein Druckverhältnis
von 1 bis 2,5 erzeugt.
6. Kompressor nach den Ansprüchen 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Verdichterstufen fliegend an einem Getriebe angeflanscht sind.
7. Kompressor nach den Ansprüchen 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen den Verdichterstufen mindestens ein Kühler angeordnet ist.
8. Kompressor nach Anspruch 1 und einem oder mehreren der folgenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß für die Regelung ein Drosselorgan in der Ansaugleitung vorgesehen ist.
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9. Kompressor nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, daß das Drosselorgan vorzugsweise eine Dralldrossel
ist.
10. Kompressor nach den Ansprüchen 3 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß alle Anlagenteile auf einen gemeinsamen
Grundrahmen montiert sind.
Grundrahmen montiert sind.
030020/0258 . 5 „
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