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Beschreibung
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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Aufnahme des überschießenden
Teils der Longe beim Longieren. Als Longe bezeichnet man im Reitsport die etwa 7
m lange Leine, an der junge Pferde zu ihrer Ausbildung im Zirkel geführt werden.
Die Leinenhilfen bestehen im Annehmen der Leine und im Nachgeben unter leichtem
Schütteln.
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Bei dieser mit Longieren bezeichneten Ausbildung des Pferdes hält
der Leinenführer bekanntermaßen den in Schlägen zusammengelegten überschießenden
Teil der Leine mit der einen Hand, während er mit der anderen Hand die Leine führt.
Dabei kommt es häufig vor, daß sich die Leine verwickelt. Jedenfalls bedarf es zum
Auffassen der Leine in Schlägen einer besonderen Aufmerksamkeit und Handfertigkeit.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das Longieren zu erleichtern
und effektiver zu gestalten.
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Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß als Hilfsvorrichtung ein mit
einem Handgriff versehenes tragbares Lagergestell für eine Spule zum Aufwickeln
und eine Klemmvorrichtung zum Festklemmen der Longe vorgesehen ist. Insbesondere
wird bei Verwendung eines Gurtes als Longe vorgeschlagen, daß die Spule dosenförmig
und mittels einer darin enthaltenen Spiralfeder angetrieben ist. Die Klemmvorrichtung
wird vorzugsweise im Daumenbereich einer den Handgriff umfassenden Hand angeordnet.
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Ein Verwickeln oder Verwirren der Longe ist somit nicht mehr möglich,
da sie sich nach Lösen der Klemmvorrichtung selbsttätig aufwickelt. Somit kann der
Leinenführer ununterbrochen seine Aufmerksamkeit dem Pferd voll widmen. Es ist auch
möglich, die Leine mit derselben Hand, welche die Vorrichtung hält, zu führen. Somit
wird die andere Hand für die Führung der Peitsche frei.
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Was die Gestaltung der Klemmvorrichtung angeht, wird vorgeschlagen,
daß ein Klemmhebel mit zu einer Klemmfläche paralleler Drehachse gelagert ist und
daß die Länge eines mit seinem freien Ende auf den Gurt drückenden Hebelarmes dieses
Klemmhebels nahezu gleich dem Abstand der Drehachse von der Klemmfläche ist. Die
Anordnung wird dabei so getroffen, daß wenn in Abspulrichtung am Gurt gezogen wird,
dieser sich um so stärker verklemmt. Es ist vorteilhaft,
wenn der
Klemmhebel nur zum Lösen des Gurtes betätigt zu werden braucht, das Anlagen an den
Gurt jedoch mit Hilfe einer Feder erfolgt. Dabei sollte diese auf den Klemmhebel
wirkende Feder wenigstens so stark sein, daß die dadurch bewirkte Klemmung der Aufrollkraft
der Spule stand hält. Ferner ist es zweckmäßig, wenn die Klemmfläche wenigstens
eine in Gurtquerrichtung verlaufende Rippe oder vorstehende Kante aufweist.
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Das Lagergestell besteht vorteilhafterweise aus einem U-förmig gebogenen
Blech, das die Spule zwischen seinen Schenkeln aufnimmt. Werden aus den beiden Schenkeln
je eine etwa handbreite Zunge ausgestanzt, so können diese Zungen nach innen gebogen
werden, so daß sie mit dem Steg einen rohrförmigen Handgriff bilden. Dabei greifen
die Finger durch die hierbei entstandenen und ausreichend vergrößerten Fenster in
den Schenkeln. Damit die Zugkraft in Längsrichtung am Handgriff angreift, wird der
Gurt vorzugsweise durch den Handgriff hindurchgeführt und an dem bei der Handkante
liegenden Ende mittels eines Umlenkteiis abgefangen. Der Klemmhebel steht vorzugsweise
am daumenseitigen Ende etwa radial nach außen von dem Handgriff ab.
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Um die Vorrichtung wie schon erwähnt in der führenden Hand halten
zu können, sollte sie möglichst leicht sein. Daher ist Aluminium als Werkstoff besonders
geeignet.
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Ein Ausführungsbeispiel wird nachfolgend anhand der Zeichnung näher
erläutert. Im einzelnen zeigt: Fig. 1 de Ansicht einer Vorrichtung zum selbsttätigen
Aufrollen eines Gurtes im Maßstab 2:1, Fig. 2 einen Schnitt II-II der Vorrichtung,
Fig. 3 einen Schnitt der ausgebauten Klemmvorrichtung in natürlicher Größe und Fig.
4 einen Schnitt IV-IV der Klemmvorrichtung nach Fig. 3.
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Nach den Figuren 1 und 2 sind an einem aus Blech U-förmig gebogenen
Lagergestell 1 ein Steg 2.und zwei trapezförmige Schenkel 3 und 4 zu unterscheiden.
Die Enden der Schenkel sind rechtwink-lig nach innen abgekantet, wodurch ein seitlich
offener Kasten entsteht. Aus beiden Schenkeln 3 und 4 sind etwa handbreite Fenster
5 ausgestanzt. Die oberen Ränder der Fenster werden durch Zungen 6 und 7 gebildet,
die nach innen gewölbt sind und mit dem Steg 2 einen rohrförmigen Handgriff 8 bilden.
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Die Schenkel 3 und 4 werden etwa in der Mitte von einer aus zwei Schraubteilen
bestehenden drehfesten Achse 9 quer durchsetzt, auf der eine dosenförmige Spule
10 drehbar gelagert ist. In der Spule ist eine Spiralfeder 11 enthalten, deren eines
Ende an der Achse 9 und deren anderes Ende an der Spule 10 so befestigt ist, daß
die
Spiralfeder bei einer Drehbewegung der Spule nach links (gemäß
Fig. 1) gespannt wird und demgemäß die Spule rechts herum antreibt. Ein auf die
Spule 10 aufgewickelter Gurt 12 ist über ein zwischen die Schenkel 3 und 4 eingeschraubtes
Umlenkteil 13 etwa mittig in den Handgriff 8 hineingeführt und verläßt diesen am
in Fig. 1 linken Ende nach Durchlaufen einer Klemmvorrichtung 14 wieder. Am freien
Ende des Gurtes 12 ist ein Karabinerhaken 15 angebracht, der beispielsweise in den
Ring des Kappzaumes des Pferdes eingehakt wird.
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Die Klemmvorrichtung 14 besteht nach den Figuren 3 und 4 im wesentlichen
aus einem Klemmhebel 16 und einer Einlage 17. Letztere ist mit vier Schrauben, zwei
an jeder Seite, zwischen den beiden Schenkeln 3 und 4 befestigt und besteht aus
zwei ineinander verschachtelten und um 900 gegeneinander verdrehten U-förmigen Blechteilen
18 und 19. Der Steg des inneren Blechteils 18 bildet eine Klemmfläche, an welcher
der Gurt 12 parallel vorbeigeführt ist. Eine aus dem Steg des äußeren Blechteils
19 ausgestanzte Zunge 20 ist nach innen umgebogen und legt sich auf die Klemmfläche,
wo sie mit ihrem Rand eine Querkante bildet. Die Schenkel des einen Blechteils 18
sind durch Punktschweißung an den Schweiß stellen 21 mit den entsprechenden Schenkeln
des anderen Blechteils 19 verbunden.
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Der Klemmhebel 16 ist ebenfalls aus Blech geformt und mittels zweier
rechtwinklig abgekanteter Augen 22 um einen eingelegten Drehzapfen 23 drehbar. Eine
um diesen Drehzapfen geschlungene Feder 24 stützt sich mit ihrem langen Ende an
der Innenseite des Steges 2 ab und drückt mit ihrem kurzen Ende den Klemmhebel 16
in Klemmstellung.
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Dabei steht er mit dem gezackten unteren Rand seines Hauptabschnitts
auf dem Gurt 12 auf. Zur leichteren Betätigung ist der nach oben ragende, um 900
verschränkte Arm des Klemmhebels 16 mit einer Kappe 25 aus Kunststoff versehen.
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Die-Vorrichtung wird so ergriffen, daß man mit dem Daumen die Kappe
25 nach links (gemäß den Figuren 1 und 3) drükken und dadurch den Klemmhebel 16
lösen kann. Wird jetzt der aufgerollte Gurt 12 herausgezogen, so spannt sich die
ohnehin vorgespannte Spiralfeder 11 noch stärker. Durch Loslassen der Kappe 21 wird
der Gurt in jeder beliebigen Stellung festgeklemmt. Bei starkem Zug drückt der Klemmhebel
16 um so fester. Ein Durchziehen des Klemmhebels 16 wird infolge der Querkante der-Klemmfläche
vermieden. Beim Lösen des Klemmhebels 16 ohne Zug am Gurt 12 rollt dieser sich selbsttätig
auf.