DE286111C - - Google Patents

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DE286111C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D3/00Woven fabrics characterised by their shape

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Details Of Garments (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von Hutfutter.
Um Hüte, insbesondere Damenhüte, zu füttern, verfuhr man bisher in der Weise, daß man ein abgepaßtes, meist schräg abgeschnittenes ; Stück Stoff nahm, diesen entweder einreihte oder eine Zugvorrichtung einnähte und dann dieses Stück im Hut befestigte. Dieses Verfahren ist natürlich mühselig und erfordert
ίο viel Zeit und Arbeit und eine ungewöhnliche Geschicklichkeit, auch entsteht bei diesem Verfahren stets mehr oder weniger Abfall.
Gemäß der Erfindung wird das Hutfutter in mehr oder weniger breiten Stücken und beliebigen Längen auf dem Webstuhl in der Weise hergestellt, daß zwei Ketten, die übereinanderliegen, verwendet werden, und zwar ist die obere schmäler. An den beiden Rändern der unteren Kette werden gleichfalls als Kette Zugbänder angeordnet, und am Rand der schmäleren Kette, der nach innen liegt, wird ein Bügel in Kettrichtung angeordnet,
\ der aus Draht besteht. Die Gewebe werden an der einen Kante zusammengewebt und die Zugbänder und Bügel mit eingewebt, so daß nicht nur der Zugbügel, sondern auch die Zugbänder fertig sind und durch die Übereinanderlage der beiden Gewebe auch im Futter der gewünschte Knick entstanden ist, so daß man es nur nötig hat, das gewünschte Stück abzuschneiden, den Bügel entsprechend zu biegen und das Futter am Bügel zu befestigen bzw. im Hut einzunähen. Die beiden anderen Zugvorrichtungen ermöglichen nunmehr das Futter in gewünschter Weise sofort zusammenzuziehen. Das neue Verfahren gestattet somit den Hut schnell, und ohne daß es einer besonderen Kunstfertigkeit bedarf, zu füttern. Jeder Abfall wird dabei vermieden.
Die Zeichnung veranschaulicht in den Fig. 1 bis 3 das nach dem neuen Verfahren hergestellte Futter, während die Fig. 4 dasselbe in Gebrauchslage darstellt.
Gemäß dem neuen Verfahren werden zwei verschieden breite Gewebe a, b übereinanderliegend im Webstuhl hergestellt, die an den beiden äußeren sowie an der inneren Kante des schmäleren Gewebes als Schlauchgewebe ausgebildet sind; es werden gleichzeitig die Kordeln oder Bänder d, e in Kettenrichtung eingelegt sowie der aus Draht bestehende Zugbügel c, und mit eingewebt. Gegebenenfalls kann der Drahtbügel c auch durch ein Band oder eine Kordel ersetzt werden. Zweckmäßig sind die Hohlsäume hier und da in bekannter Weise offen gewebt, wie in Fig. 3 dargestellt, so daß man auch von außen das Zugband bequem erfassen und gegebenenfalls Faltenbildungen erzielen kann.
Von so hergestellten beliebig langen Stücken Hutfutterband werden dann die gewünschten Längen abgeschnitten, am Bügel in den Hut eingenäht und es wird nun durch Ziehen der Fäden d, e die gewünschte Faltenbildung erzielt bzw. der äußeren Hutform entsprechende Verjüngung erhalten.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung von Hutfutter, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem
    Bandstuhl zwei Gewebelagen verschiedener ! die Kette eingelegte Zugbänder, Bügel
    Breite übereinander hergestellt werden, die ! o. dgl. mit eingewebt werden, und daß von
    an einer Kante zusammenhängen und an einem derartig langen Gewebestück die
    den beiden äußeren Kanten sowie an der | nötigen Längen abgeschnitten in den Hut
    inneren Kante des schmäleren Gewebes als j eingenäht und dort zusammengezogen wer-
    Hohlsäume ausgestaltet sind, in welche in ( den.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
    BERLIN. GEDRUCKT IN DER REICHSDRUCKEREt.
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