DE28885C - Arretir-Vorrichtung zwischen Verschlufsschraube und Zündschlofs-Abzugbolzen bei Geschütz-Verschlufskeilen - Google Patents
Arretir-Vorrichtung zwischen Verschlufsschraube und Zündschlofs-Abzugbolzen bei Geschütz-VerschlufskeilenInfo
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- F41A15/00—Cartridge extractors, i.e. devices for pulling cartridges or cartridge cases at least partially out of the cartridge chamber; Cartridge ejectors, i.e. devices for throwing the extracted cartridges or cartridge cases free of the gun
- F41A15/08—Cartridge extractors, i.e. devices for pulling cartridges or cartridge cases at least partially out of the cartridge chamber; Cartridge ejectors, i.e. devices for throwing the extracted cartridges or cartridge cases free of the gun for block-action guns
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 72: Schusswaffen und Geschosse.
WILHELM LORENZ in KARLSRUHE (Baden).
bei Geschütz-VerschluTskeilen.
Fatentirt im Deutschen Reiche vom 15. December 1883 ab.
Der vorliegende Verschlufskeil· für Geschütze
unterscheidet sich von dem bisher gebräuchlichen dadurch, dafs
1. die zur Liderung bestimmte Stahlplatte,
2. die schräge Durchbohrung für den Zündstollen und
3. die Ladebüchse mit Führungsnasen im Ladeloche des Keiles fehlt, ferner
4. eine centrale Bohrung zur Aufnahme einer Schlagbolzen - Zündvorrichtung für Metallkartuschen
und
5. hierzu gehörig eine Bohrung in der Längsrichtung des Keiles angeordnet ist;
6. die Ladeöffnung des Keiles Führungsnuthen für Einführung eines Extractors enthält und
endlich
7. die Sicherung zwischen Verschlufsschraube des Keiles und Abzugbolzen der Zündvorrichtung
in neuer Art und wechselseitig wirkend eingerichtet ist.
Die sogenannte centrale Bohrung A zur Aufnahme von Schlagbolzen-Zündvorrichtungen befindet
sich an der Stelle des Keiles K, welche bei vollständig hereingeschobenem Keil mit der
Seelenachse des Geschützes C zusammenfällt. In den Fig. 3 und 4 ist eine solche Bohrung
mit eingesetzter Zündvorrichtung Z beispielsweise dargestellt. Die Bohrung A enthält hier noch
eine Nuth A\ in welcher sich der Schlagbolzen führt. Je nach der äufseren Form oder der
veränderten Construction der einzusetzenden Zündvorrichtung werden sich auch die Formen
der Bohrung, der Nuth etc. entsprechend zu ändern haben. Eine Schraube S1 welche so weit
in den Keil K hineingeschraubt wird, dafs ihre hintere Fläche, welche dem cylindrischen Theil
des Keiles entsprechend geformt ist, mit der Keilfläche abschneidet, sichert die Zündvorrichtung
in ihrer Lage, ist gleichzeitig aber hier auch als Widerlager und Führung für die Schlagfeder
ausgebildet. Senkrecht zu dieser centralen Bohrung ist zur Aufnahme des Abzugbolzens JB
eine Bohrung C angeordnet, welche gleichfalls, je nach veränderter äufserer Form oder Construction
des Abzugbolzens, entsprechend veränderte Profilirung zu erhalten hat.
Die Ladeöffhung JD des Keiles, entsprechend
dem Durchmesser des Hülsenbodens, besitzt ein oder mehrere, hier beispielsweise zwei symmetrisch
angeordnete, zur Seelenachse parallele Nuthen N N, welche zur sicheren Einführung
eines Extractors E dienen; dieselben correspondiren bei geöffnetem Verschlufs mit Nuthen IV1JV"1
in der Ladeöffnung JD' des Geschützrohres und mit den Ausfräsungen b1 b1, wie Fig. 6
zeigt.
Die Sicherung des Zündschlosses bezw. die wechselseitige Sicherung der Verschlufschraube F
und des Abzugsbolzens B geschieht mittelst eines in den Keil K eingelegten Sperrriegels s,
der von einer Feder / stets nach unten bezw. gegen den Abzugbolzen B hingedrückt wird.
Derselbe gleitet, während sein oberes Ende in die Aussparung c des letzten Gewindeganges d
der Verschlufsschraube F eingreift, die letztere also arretirt ist, mit seinem unteren Ende auf
dem Abzugbolzen oder einem Bunde α desselben, welcher an dieser Stelle eine Aussparung b be-
sitzt, in welche der Sperrriegel bei gewisser Stellung durch die Feder/ hineingedrückt wird.
In letzterer Stellung ist der Sperrriegel s aus der Aussparung c des Gewindeganges d der Verschlufsschraube
^herausgezogen, so dafs dieselbe gedreht und der Keil K herausgezogen werden
kann, während die Aussparung e des Sperrriegels um die Nase g des Abzugbolzens greift, so denselben
arretirend.
Durch diese Anordnung des Sperrriegels s zur Verschlufsschraube und Abzugbolzens sind
nur ganz bestimmte Bewegungen dieser Theile zu einander, und zwar nur in nachstehender
Reihenfolge ausführbar. Von der in den Fig. 5 und 5 a dargestellten Lage des Sperrriegels ausgehend,
welche für den eben abgegebenen Schufs und noch bestehende Sicherung der Verschlufsschraube
F gedacht ist, erfolgt zunächst:
1. Beim Weiterdrehen des Abzugbolzens in der Richtung des Pfeiles, Herabschnappen des
Sperrriegels ί mittelst Feder / und dadurch bedingtes Freigeben der Verschlufsschraube; hierbei
findet gleichzeitig, also durch dieselbe Drehung des Abzugbolzens, das Zurückziehen des Schlagbolzens
auf erste Rast und Festhalten desselben in dieser Stellung durch das Eingreifen der
Nase g in die Aussparung e statt. Jetzt erst kann:
2. das Herausziehen des Keiles K, Extraction der Hülse nach Fig. 6 und Einsetzen eines neuen
Geschosses erfolgen. Es wird nun:
3. der Keil in das Geschütz hineingeschoben und der Verschlufs mittelst Schraube F gesichert.
Es kann nun für einen neuen Schufs gerichtet und die Abzugschnur in die Hohlkehle
des kurbelähnlich aufgebogenen Abzugbolzens behufs Abfeuerns eingehakt werden. Beim Abziehen
mufs sich nun:
4. der Abzugbolzen B wieder in der Pfeilrichtung ' drehen und der Sperrriegel ί aus der
Curve desselben heraus und in die Nuth^ eintreten, wodurch Verschlufsschraube F arretirt
ist. Erst hiernach kann:
5. durch Weiterdrehen des Abzugbolzens bis in die gezeichnete Stellung, während welcher
Zeit also der Verschlufs stets gesichert bleibt, die Zündvorrichtung vollständig angespannt bezw.
losgefeuert werden.
Es ist klar, dafs durch diese Einrichtung in allen Fällen vollständig verhindert ist, dafs ein
Fehlgriff gemacht wird. Denn der Artillerist ist gezwungen, durch Drehung an der Kurbel
des Abzugbolzens das Zündschlofs zn sichern, ehe er den Verschlufs öffnen kann, und mufs
erst durch Drehung an derselben Kurbel den Verschlufs sichern, ehe er einen Schufs abgeben
kann.
Claims (2)
1. Zwischen der Verschlufsschraube an Keilverschlüssen
für Hinterladegeschütze und dem Bolzen einer Abzugvorrichtung zu einem im Verschlufskeil central angeordneten Zündschlofs
einen Sperrriegel so anzubringen, dafs derselbe wechselseitig einmal den Abzugbolzen
arretirt und die Verschlufsschraube auslöst und ein anderes Mal die Verschlufsschraube
arretirt und die Abzugvorrichtung auslöst.
2. Die Bewegung des Sperrriegels mittelst einer Curve des Abzugbolzens zu bewirken und
denselben bei deren tiefster Stelle mittelst Eingriffes einer Nase in seine entsprechende
Aussparung zu arretiren.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE28885C true DE28885C (de) |
Family
ID=305104
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT28885D Active DE28885C (de) | Arretir-Vorrichtung zwischen Verschlufsschraube und Zündschlofs-Abzugbolzen bei Geschütz-Verschlufskeilen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE28885C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| AT388243B (de) * | 1983-12-13 | 1989-05-26 | Ver Edelstahlwerke Ag | Ladeverschluss fuer waffenrohre |
-
0
- DE DENDAT28885D patent/DE28885C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| AT388243B (de) * | 1983-12-13 | 1989-05-26 | Ver Edelstahlwerke Ag | Ladeverschluss fuer waffenrohre |
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