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Vorsatzgerät mit Seitenschiebeeinrichtung fUr einen Hublader
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Die Erfindung betrifft ein Vorsatzgerät fur einen Hublader (Gabelstapler)
gemäß Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
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Bei den bisher bekannten Vorsatzgeraten dieser Art ist am Gabeltroger
des Hubschlittens eine Seitenschiebeeinrichtung mit einem weiteren Gabelträger gelagert,
wobei an diesem der Seitenschiebeeinrichtung zugeordneten Gabelträger zwei weitere
Seitenschiebeeinrichtungen mit jeweils einem weiteren Gabelträger angeordnet sind.
Dadurch, daß ein weiterer Gabelträger in einer Ebene zwischen den beiden einzelnen
Gabelträgern und dem Gabelträger des Hubschlittens liegt, ergibt sich ein relativ
großes Vorbaumaß und ein relativ hohes Gewicht. Bekannt sind solche Vorsatzgerute
durch Firmendruckschriften und durch offenkundige Vorbenutzung durch die Firma Kaup
GmbH & Co. KG., Aschaffenburg.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, ein Vorsatzgerot der genannten
Gattung zu schaffen, das ein geringeres Vorbaumaß und ein geringeres Gewicht aufweist.
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Diese Aufgabe wird durch die im Kennzeichen des Anspruchs 1 angegebene
Merkmale gelöst. Durch diese Anordnung wird der Zwischengabeltrtiger eingespart
und die Tragkörper für die beiden Einzelseitenschiebeeinrichtungen können unmittelbar
an dem Tragkörper
fUr gemeinsames Verschieben befestigt sein. Die
dadurch erzielte Gewichtseinsparung ist erheblich.
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Im Anspruch 2 ist eine besonders zweckmäßige Ausgestaltung angegeben,
die sich auf eine Anwendung des bei den Vorsatzgeräten der Anmelderin bekannten
Profils für den hier vorliegenden besonderen Zweck bezieht. In den Anspruchen 8
und 9 sind Weiterausgestaltungen angegeben, die in Bezug auf das Aufnehmen der Kräfte
besonders günstig sind. Im Falle des Anspruchs 9 muß die jeweilige Tragplatte gekröpft
sein.
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Der Anspruch 3 bezieht sich darauf, daß die an sich bei Seitenschiebeeinrichtungen
zwischen dem verschiebbaren Teil und dem Gabeltrdger des Hubschlittens bekannten
StUtzrollen auch im vorliegenden Fall angewendet werden, obwohl im Gegensatz zum
bekannten Stand der Technik beim Anmeldungsgegenstand nicht das unmittelbar gegenüber
dem Gabelträger bewegte Teil gegen diesen Uber die Stützrolle abgestUtzt ist, sondern
ein Teil, das zwei Uberlagerte Bewegungen, nämlich entweder die gemeinsame Verschiebung
beider Gabelträger oder die einzelne Verschiebung eines einzelnen der beiden Gabelträger,
gegenüber dem Gabeltröger des Hubschlittens abgestützt wird und das abgestützte
Teil nur mittelbar, nämlich über die Zylinderkolbeneinrichtung fur gemeinsames Verschieben,
mit dem Gabelträger verbunden ist.
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Der Anspruch 4 bezieht sich auf eine besonders zweckmäßige Ausgestaltung,
die den Vorteil erbringt, daß der mit dem Hubschlitten
verbundene
Gabelträger relativ schmal sein konn, so daß auch dadurch weiterhin Gewicht eingespart
wird. Die beiden kleinen Gabelträger sind nur im Bereich der Mitte des Gesomtvorsatzgerdtes
abgestützt. Die Verwindungskrdfte, die dadurch auftreten, daß die kleinen Gabelträger
nur an jeweils einer ihrer Seiten abgestützt sind, werden ohne weiteres durch die
kleinen Gabelträger und die Tragkörper aufgenommen.
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Der Anspruch 5 bezieht sich auf eine Ausgestaltung, die eine extreme
Gewichtseinsparung ermöglicht und dorüberhinous ermöglicht, das Vorbaumaß so gering
wie möglich zu halten, also die gestellte Aufgabe extrem gut zu lösen.
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Es ist bekannt, Vorsatzgeräte der genannten Gattung mit einem Lasthalter
zu versehen, durch den eine Platte in Richtung auf die Lastoufnehmefläche unter
einer Kraft bewegt wird, so daß durch diese Platte eine auf der Lastaufnahmefläche
aufgenommene Last festgehalten werden kann. Sofern wie beim Anmeldungsgegenstand
zwei einzelne verschiebbare Gabeltröger, denen je eine Lastaufnahmefläche zugeordnet
ist, vorgesehen sind, ist der Lasthalter mit einem schwenkbar oder gelenkig gelagerten
Arm versehen, an dem gelenkig oder schwenkbar zwei Lasthalteplatten angeordnet sind.
An einem solchen Vorsatzgerät sind insgesamt 4 Funktionen hydraulisch zu betätigen,
nämlich einmal die Zylinderkolbenanordnung fUr gemeinsames Verschieben, ferner zwei
Zylinderkolbenanordnungen fUr jeweils einzelnes Verschieben eines Gabelträgers und
als vierte Funktion dos
Bewegen des Lasthalters. Der7Lasthalter
und die Seitenschiebeeinrichtung werden nie gemeinsam betätigt. Ebenso wird nie
die gemeinsame Verschiebung beider Gabelträger gleichzeitig mit der Verschiebung
eines der einzelnen Gabeltrdger betätigt.
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Mit RUcksicht auf den Aufwand für die Schlauchfuhrung und auf die
Blickbehinderung im Sichtfeld des Fahrers ist jedoch vorteilhaft, wenn nur zwei
Schlauchpaare vom Hubgerust zum Vorsatzgerät geführt zu werden brauchen. Dann mUssen
aber am Vorsatzgerät zwei Ventile vorgesehen sein, die jeweils ein Schlauchpaar
paarweise mit einer von zwei Zylinderkolbenanordnungen verbinden. Vorteilhaft ist,
wenn diese Ventile als Magnetventile ausgestaltet sind.
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In einer besonders zweckmäßigen, in Anspruch 7 angegebenen Ausgestaltung
ist vorgesehen, daß diese Ventile als Magnetventile ausgestaltet und in dem Raum
angeordnet sind, der unterhalb der Tragkörper zwischen dem Gabeitruger des Hubschlittens
und den Einzelgabeltragern gebildet ist. Dadurch ergibt sich eine sehr günstige
Schwerpunktlage des Vorsatzgerates sowie eine geschützte, raumsparende Lage der
Ventile.
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Eine im Zusammenhang mit der speziellen Ausgestaltung des Vorsatzgerätes
gemäß der Erfindung besonders zweckmaßige Ausgestaltung der Lagerung und AbstUtzung
des Lasthalters ist im Anspruch 6 angegeben.
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Weitere Einzelheiten und Vorteile der Ausgestaltung gemäß der Erfindung
werden in folgendem an Hand des in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles
erläutert.
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Figur 1 zeigt eine Seitenansicht des Vorsatzgerates.
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Figur 2 zeigt eine Frontansicht des Vorsatzgerätes, teilweise im Schnitt,
und Figur 3 zeigt einen Ausschnitt aus dem unteren Teil der Lagerung des Lasthalters
in Seitenansicht.
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An dem nur strichpunktiert dargestellten Gabelträger, der an dem in
der Zeichnung nicht mehr dargestellten Hubschlitten befestigt ist, ist mittels zweier
Klauen 2, die den oberen Enden von Gabelzinken entsprechen, eine mit diesen Klauen
2 festverbundene Tragplatte 3 angehängt. Diese Tragplatte 3 ist fest verbunden mit
einem rohrförmigen Zylinderkörper 4, in dem auf jeder Seite zwei Druckräume gebildet
sind, die durch eine im mittleren Bereich des Zylinderkörpers 4 angeordnete Trennwand
voneinander getrennt sind. In jedem dieser beiden Druckräume ist ein Kolben verschiebbar,
der mit seiner äußeren Stirnfläche gegen eine Querwand anliegt, die stirnseitig
vor den Tragkörper 5 geschraubt ist. Dieser weist eine zylindrische länasbohrung
auf, in der der Zylinderkörper 4 gleitet, so daß der Tragkörper 5 auf dem Zylinderkörper
4 geführt wird, wobei die Tragplatte 3 durch inden Schlitz des Tragkörpers 5 ragt.
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Unmittelbar «m vorderen, unteren Teil des Tragkörpers 5 sind zwei
TragLilpeI 6 befestigt, wobei in jedem dieser Tragkörper 6 ein Zylinderkörper 7
vvrchicbbar ist, wobei jeder dieser Zylinderkörper 7 dcm Zylinderkbrper 4 entspricht.
ebenso wie der Zylinderkörper 4 mit der tragplatte 3 verbunden ist, ist jeder der
Zylinderkörper 7 mit einer tragplatte 8 verbunden. Jeder der Zylinderkörper 7
ist
in seinem mittleren Bereich durch eine Trennwand 9 getrennt, durch die in den Zylinderkörpern
7 zwei Druckräume 10 und 11 gebildet sind, wobei in dem Druckraum 10 ein Kolben
12 verschiebbar ist und in dem Druckraum 11 ein Kolben 13 verschiebbar ist. Der
Kolben 12 ist mit einer Stirnwand 14 des Tragkörpers 6 verbunden, und ebenso ist
der Kolben 13 mit einer Stirnwand 14 des Tragkörpers 6 verbunden.
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An jeder der beiden Tragplatten 8 ist ein Gabeltrager 15 befestigt
der in seinem unteren Ende über einen Zwischenbock 16 mit einem StUtzrollenbock
17 verbunden ist, in dem eine StUtzrolle 18 gelagert ist. In Figur 1 ist strichpunktiert
eine Gabelzinke 19 dargestellt, die in Ublicher Weise an den Gabelträger 15 angehängt
ist.
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Zusätzlich ist eine Lasthalteeinrichtung vorgesehen, deren vertikale
Fuhrungssäule aus zwei Vierkontsdulen 20 und 21 gebildet ist, die im Schnitt senkrecht
zu ihrer Längsachse ebenso aussehen, wie der Tragkörper 5 und von denen jede mittels
eines StUtzbockes 22 mit dem Tragkörper 5 verbunden ist. Im Bereich ihres unteren
Endes sind die beiden Vierkantsäulen 20 und 21 durch ein Verbindungsbauteil 23 miteinander
verbunden, an dem ein Führungsteil 24 befestigt ist, in dem ein Gleitmoterial, beispielsweise
aus Messing oder aus Kunststoff, gelagert ist, welches hinter die Unterkante des
Gabelträgers 1 greift.
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Auf dem Verbindungsbauteil 23 ist weiterhin gelenkig ein Zylinder
26 gelagert, in dem ein Kolben verschiebbar ist, der mit dem Kopfteil 27
verbunden
ist, welches zwei seitliche Säulen 28 aufweist, die jeweils in der zylindrischen
Längsbohrung einer der beiden Säulen 20 und 21 geführt sind. An dem Kopfteil 27
ist der Auslegerarm 28 befestigt, auf dem zwei Lagerböcke 29 angeordnet sind, in
denen ein Bolzen 30 gelagert ist, um den der Lasthalterarm 31 schwenkbar gelagert
ist an dem schwenkbar die beiden Lasthalterplatten 32 gelagert sind.
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