DE294000C - - Google Patents
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B41—PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
- B41F—PRINTING MACHINES OR PRESSES
- B41F13/00—Common details of rotary presses or machines
- B41F13/08—Cylinders
- B41F13/18—Impression cylinders
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B41—PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
- B41F—PRINTING MACHINES OR PRESSES
- B41F13/00—Common details of rotary presses or machines
- B41F13/08—Cylinders
- B41F13/10—Forme cylinders
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Printing Plates And Materials Therefor (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JK 294000.-KLASSE
15 d. GRUPPE
in AUGSBURG.
Tiefdruckmaschine mit Druckform aus dünnem Blech. Patentiert im Deutschen Reiche vom 21. Juli 1914 ab.
Den Gegenstand der Erfindung bildet eine Tiefdruckmaschine mit einer Druckform,
deren Wandstärke außerordentlich gering ist. Die Dicke des Formbleches beträgt nur einige
Bruchteile eines Millimeters. Die Verwendung solcher dünnen Druckformen bietet große Vorteile, da eine Reihe von Hilfsvorrichtungen
und Hilfsvorgängen wegfallen, die die Ausübung des Tiefdruckverfahrens zur
to Zeit umständlich, schwerfällig und teuer
machen. Vor allen Dingen fallen bei der neuen Maschine die Abschleifvorrichtungen,
die Aufweitvorrichtungen, Aufziehvorrichtungen, Galvanisiervorrichtungen usw. weg. Die
Handhabung der neuen Maschine ist viel einfacher, da die Druckform vollständig unabhängig
von dem Kern, auf den sie während des Druckvorganges aufgespannt ist, geätzt, transportiert und aufbewahrt werden kann.
Schwierigkeiten bietet jedoch bei Anwendung derartig dünner Druckformen die Befestigung der Druckform auf dem Formzylinder.
Die Druckform muß in solcher Weise in sich geschlossen sein, daß die Rakel in störungsfreiem
Lauf über die Schlußstelle hinweggleiten kann. Die Einrichtung muß ferner so getroffen werden, daß Farbreste, die an
der Schlußstelle nicht vollkommen sauber abgestrichen werden, nicht auf das Papier kom-
Um diesen Nachteil zu vermeiden, wird beim Gegenstand der Erfindung der Druck in
dem Augenblick, in dem die Verbindungsstelle der beiden Blechenden durch die Druckstelle
hindurchgeht, vollständig aufgehoben oder doch erheblich vermindert. Hierdurch wird
verhütet, daß Farbe, die an der Verbindungsstelle der beiden Blechenden nicht vollkommen
sauber abgestrichen ist, auf das Papier übertragen wird. Außerdem wird die Verbin-
dungsstelle des Bleches geschont, was für manche Art der Verbindung bei der gewaltigen
Pressung, der das Blech während des Druckvorganges unterliegt, von großer Bedeutung
ist. Der Erfindungsgedanke läßt sich in verschiedener Weise ausführen, etwa in der
Weise, daß die beiden Zylinder in dem Augenblick, in dem die Verbindungsstelle der Blechenden
durch die Druckstelle hindurchgeht, in ganz geringem Maße voneinander entfernt
werden, oder auch in der Weise, daß man Druckzylinder oder Formzylinder oder auch beide mit einer Aussparung, z. B. mit
einer Hohlkehle versieht, die der Verbindungsstelle der beiden Blechenden parallel läuft.
Die Verbindungsstelle der Blechenden und damit auch die Aussparungen im Druck- oder
Formzylinder werden zweckmäßig nicht parallel zur Rakelkante bzw. zur Achse der Zylinderwellen,
sondern windschief zu ihnen ausgeführt. Ein Ausführungsbeispiel der zweiten Art ist im folgenden beschrieben.
Die Fig. ι und 2 zeigen die neue Anordnung in Ansicht und Schnitt; die Fig. 3 und 4 zeigen
Ausbildungsweisen der Verbindung des Bleches, bei denen der Erfindungsgedanke in
erster Linie zur Verwendung kommen soll. Die Verbindung der Blechenden kann bei der
neuen Maschine in verschiedener Weise erfolgen, bei den dargestellten Ausführungsformell
sind die Blechenden ineinandergefalzt.
In Fig. ι ist der Formzylinder mit a bezeichnet,
der Druckzylinder mit b; c ist die dünne Druckform, deren Enden d ineinandergefalzt
sind. Das Drucktuch ist mit e bezeichnet, das Papier mit f. Die Verbindungsstelle der Blechenden ist in Fig. 3 in vergrö-
ßertem Maßstabe in dem Augenblick gezeich-. net, in dem sie durch die Druckstelle hindurchgeht.
Der Druckzylinder b ist mit einer Aussparung g versehen. Die Drehrichtung
der Zylinder ist durch die Pfeile h und i angedeutet. Die gefalzte Verbindungsstelle der
Blechenden liegt bei dem Ausführungsbeispiel
■ nach Fig. 3 in einer Aussparung des Formzylinders a. Die Hohlkehle g ist in solcher
Weise ausgebildet, daß ihre ablaufende Kante k stark abgeflacht ist. In dem Augenblick, in
dem die Aussparung g durch die Druckstelle hindurchgeht, tritt ein Aussetzen der Druckwirkung
ein. Die Abflachung an der Stelle k hat den Zweck, ein plötzliches Wiedereinsetzen
des Druckes zu verhindern. Die Formzylinderwelle biegt sich, solange sie unter Druck
steht, leicht durch; diese Durchbiegung verschwindet, wenn . beim Durchgang der Hohlkehle
g durch die Druckstelle die . Pressung aufhört. "Wenn die Abflachung k nicht vorhanden
wäre, würde der Druck plötzlich mit größerer Stärke als vorher wieder einsetzen,
da im Moment des Druckbeginns die Welle noch nicht durchgebogen ist. Eine zu heftige
Pressung kann nachteilige Folgen haben, z. B. kann die Falzstelle d aus der Nut im Formzylinder
herausgedrängt werden.
Das Aufspannen des Fofmbleches auf seiner
Unterlage kann in bekannter Weise erfolgen, wie dies in Fig. 2 angedeutet ist. Das
Blech wird auf den konischen Zylinderkörper / aufgebracht, und zwar wird, um einen festen
Sitz des Bleches zu erhalten, zwischen Formblech und Konus / ein ringförmiger Keil m mit
Hilfe einer Mutter η eingeschoben, die auf den auf der Maschinenwelle 0 sitzenden Gewindekörper
p aufgeschraubt ist. Der innen konisch ausgedrehte Ring m ist an der Stelle q geschlitzt,
so daß er sich beim Aufziehen auf den Konus I etwas ausdehnt; hierdurch wird das
Formblech c festgespannt.
Fig. 4 zeigt eine besondere Ausbildung des Falzes, der die beiden Blechenden miteinander
verbindet. Der Falz ist hier mit einem Zipfel r versehen, der in den Schlitz q hineinragt.
Das Blech kann an diesem Zipfel gehalten werden, z. B. mit Hilfe des Keiles s, der von
der Stirnfläche her in den Spannring m eingeschoben wird.
Claims (4)
1. Tiefdruckmaschine mit Druckform aus dünnem Blech, das so auf den Zylinder
aufgebracht ist, daß der Lauf der Rakel keine Störungen erleidet, dadurch gekennzeichnet,
daß in dem Augenblick, in dem die Zusammenstoßstelle der beiden Blechenden zwischen den beiden Zylindern hindurchgeht,
der Druck vollständig aufgehoben oder erheblich vermindert wir-d.
2. Tiefdruckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Druckzylinder,
der Formzylinder oder jeder von beiden längs der Verbindungsstelle der Blechenden eine Aussparung enthält, die
sich über die ganze Drucklänge hin erstreckt.
3. Tiefdruckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Blechenden
ineinandergefalzt werden.
4. Tiefdruckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß" die Aussparung
im Druckzylinder in solcher Weise ausgebildet ist, z. B.· durch Abflachung ihrer ablaufenden Seite, daß ein plötzliches
Wiedereinsetzen des Druckes verhindert wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE294000C true DE294000C (de) |
Family
ID=548612
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT294000D Active DE294000C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE294000C (de) |
-
0
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