DE29505843U1 - Müllsack oder -beutel aus Kunststoff - Google Patents
Müllsack oder -beutel aus KunststoffInfo
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Description
1 Mein Zeichen 95/0320 G
Klaus Luber
Heimbuchstraße 3
D-91207 Lauf-Bullach
Heimbuchstraße 3
D-91207 Lauf-Bullach
Die Erfindung bezieht sich auf einen Müllsack oder -beutel aus Kunststoff, wie
im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegeben, hu folgenden wird zur
Vereinfachung unter „Müllsack" auch ein Müllbeutel verstanden, wenn nicht
&iacgr;&ogr; ausdrücklich ein Müllbeutel erwähnt ist.
Müllsäcke aus Kunststoff, vor allem solche aus recyclierbarem oder ohne
Schadstoffentwicklung verbrennbarem Kunststoff, haben sich im Haushaltsoder industriellen Bereich bisher bewährt. Störend ist die Geruchsbelastung, vor
allem dann, wenn der Müllsack, der bereits sich zersetzenden Müll enthält,
zwecks Hinzufügen neuen Mülls wieder geöffnet werden muß.
Der Erfindung Hegt die Aufgabe zugrunde, einen gattungsgemäßen Müllsack
oder -beutel aus Kunststoff zu schaffen, mit dem sich die Geruchsprobleme weitgehend beseitigen lassen.
Erfindungsgemäß wird die gestellte Aufgabe durch die im Kennzeichen des
Anspruchs 1 angegebenen Merkmale gelöst, nämlich dadurch, daß in die Molekularstruktur eines Basiskunststoffes für den Müllsack mindestens ein
weiterer, als Aromastoffträger ausgebildeter Kunststoff zusammen mit dem zugehörigen Aromastoff eingebaut ist, so daß der Müllsack zumindest während
seiner Gebrauchszeit einen angenehmen Duft verbreitet.
Vorteilhafte Weiterbildungen sind in den Ansprüchen 2 bis 8 angegeben. Die mit
der Erfindung erzielbaren Vorteile sind vor allem darin zu sehen, daß der Aromastoff sowohl von der Innenseite als auch von der Außenseite des
Müllsackes in die Umgebungsluft als Duftkomponente abgegeben wird, weil der Aromastoff über die gesamte Molekularstruktur gleichmäßig verteilt ist. Je nach
Größe und Gebrauchszeit kann mehr oder weniger Aromastoff eingebaut werden, und zwar innerhalb praktikabler Grenzen, die - wenn man von Granulat
als Ausgangsstoff ausgeht - bei z.B. 0,5 bis 3 % Gewichtsanteil für Aromastoff/Aromastoffträger liegen können. Besonders vorteilhaft ist es, wenn
in die Molekularstruktur aus Basiskunststoff, Aromastoffträger und Aromastoff als dritter Kunststoffbestandteil wenigstens ein Farbstoffträger zusammen mit
dem zugehörigen Farbstoff eingebaut ist. Dann ist es gemäß einer Weiterbildung der Erfindung möglich, den Farbstoff in seiner Farbe auf den Aromastoff
abzustimmen. Z.B. kann man bei einem Zitronenaroma den Müllsack gelb oder
2 Mein Zeichen 95/0320 G
bei einem Pfefferminzaroma den Müllsack grün farben. Als Basiskunststoff
empfiehlt sich Polyethylen, insbesondere HDPE (= High Density Polyethylene). Dieser Kunststoff läßt sich gut zu dünnhäutigen Müllsäcken'ausreichender
Festigkeit verarbeiten, welche recyclierfahigOder ohne Schadstoffentwicklung
verbrennbar sind. Polyethylen, insbesondere HDPE, empfiehlt sich auch für den Aromastoffträger und den Farbstoffträger, weil so eine homogene
Kunststoffstruktur des Müllsackes erreicht wird.
Weitere Merkmale und Vorteile sowie Aufbau und Wirkungsweise des &iacgr;&ogr; Erfindungsgegenstandes werden im folgenden anhand zweier, in der Zeichnung
dargestellter Ausfuhrungsbeispiele näher erläutert. In der Zeichnung zeigt in schematischer Darstellung:
Fig. 1 eine Molekularstruktur des Müllsackes im Ausschnitt und
Fig. 2 in Blockdarstellung die Gewichtsanteile des Granulats für
Basiskunststoff, Aromaträger/Aromastoff und Farbstoffträger/Farbstoff
fur eine günstige Ausfuhrungsform.
In Fig. 1 sind die einzelnen Glieder der Moleküle des Basiskunststoffes mit A
bezeichnet; sie repräsentieren jeweils einen zweiwertigen Bestandteil CH2. Eine
Vielzahl solcher Bestandteile verbinden sich untereinander während der Polymerisation zu Molekülketten. Die Glieder oder Bestandteile der
Molekülketten für den Aromastoffträger sind mit Bl und diejenigen für den
Farbstoffträger mit Cl bezeichnet. Eingelagert in die Molekülketten des
Aromastoffträgers Bl, Bl,... sind die Moleküle B2 des Aromastoffes,
eingelagert in die Molekülketten Cl, Cl,... des Farbstoffträgers sind die
Moleküle C2 des Farbstoffes. An einigen Stellen sind die chemischen Bindungen zwischen den Gliedern A, A bzw. Bl5Bl angedeutet und mit k bezeichnet.Die
Molekülketten muß man sich räumlich vorstellen, also auch schräg und senkrecht zur Papierebene verlaufend, so daß entsprechende Bindungen k auch
zwischen den Gliedern Cl bestehen. Die Moleküle B2 für den Aromastoff sind so in die als Ganzes mit KM bezeichnete KunststofSnatrix eingebettet, daß sie
die gasförmigen Duftstoffe von der Oberfläche oder durch die Poren der Kunststofönatrix abgeben können. Aromastoff und Aromastoffträger können in
Pulver- oder Granulatform z.B. von der Firma IFF International Flavors &
Fragrances, GmbH, Große Bleichen 21, 20354 Hamburg, unter dem
Markennamen POLYIFF bezogen werden. Farbstoff und Farbstoffträger können insbesondere als Granulat bezogen werden von der Firma A. Schulman GmbH,
Hüttenstraße 211, D-5017o Kerpen (Markenname POLYBATCH). Geeignete
Kunststoffe sind z.B. ein Polyethylen der Firma BASF, das unter dem
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Markennamen Lupolen (PE-HD oder PE-MD) bekannt geworden ist, ein Polyethylen hoher Dichte HDPE 35055 E der Firma Dow Chemical, oder ein
Polyethylen mit dem Markennamen HOSTALEN GM 9455 F der Firma Hoechst.
Ein Müllsack nach der Erfindung, der die in Fig. 1 schematisch dargestellte
Kunststoffmatrix aufweist, ist bevorzugt aus einer Granulatmischung erschmolzen und extrudiert, welche aus den folgenden Komponenten besteht:
&iacgr;&ogr; - einer ersten Granulatkomponente fur den Basiskunststoff,
- einer zweiten Granulatkomponente fur Aromastoff/Aromastoffträger mit einem
Gewichtsanteil b = 1 - 3 %,
- einer dritten Granulatkomponente fur FarbstoffTFarbstoffträger mit einem
Gewichtsanteil c = 1 - 3 %,
wobei der Gewichtsanteil a der ersten Granulatkomponente, bezogen auf die
Gesamtmenge (a + b + c), a = (a + b + c) - b - c beträgt.
In Fig. 2 ist ein Beispiel dargestellt, das mit seinen Gewichtsanteilen unter die
vorstehend erläuterte Rezeptur fällt. Der Gewichtsanteil a des ersten Granulats beträgt 98 %, der Gewichtsanteil b des zweiten Granulats beträgt 1 % und der
Gewichtsanteil c des dritten Granulats beträgt ebenfalls 1 % (alles ca.-Werte). Mit einer solchen Rezeptur wurden Müllsäcke hergestellt, die in einer ersten
Ausfuhrung nach Zitrone dufteten und gelb waren und die in einer zweiten
Ausfuhrung nach Pfefferminze dufteten und grün waren.
Claims (8)
1. Müllsack oder -beutel aus Kunststoff, dadurch gekennzeichnet,
daß in die Molekularstruktur eines Basiskunststoffs für den Müllsack mindestens
ein weiterer, als Aromastoffträger ausgebildeter Kunststoff zusammen mit dem zugehörigen Aromastoff eingebaut ist, so daß der Müllsack zumindest während
seiner Gebrauchszeit einen angenehmen Duft verbreitet.
2. Müllsack oder-beutel nach Anspruch 1,dadurch gekennzeichnet,
&iacgr;&ogr; daß in die Molekularstruktur aus Basiskunststoff, Aromastoffträger und
Aromastoff als dritter Kunststoff bestandteil wenigstens ein Farbstoffträger
zusammen mit dem zugehörigen Farbstoff eingebaut ist.
3. Müllsack oder -beutel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Farbstoff in seiner Farbe auf den Aromastoff abgestimmt ist.
4. Müllsack oder -beutel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet,
daß der Basiskunststoff aus Polyethylen, insbesondere aus HDPE (= High
Density Polyethylene) besteht.
5. Müllsack oder -beutel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß auch der Aromastofiträger aus Polyethylen besteht.
6. Müllsack oder -beutel nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet,
daß der Farbstoffträger ebenfalls aus Polyethylen besteht.
7. Müllsack oder -beutel nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß er aus einer Granulatmischung erschmolzen und extrudiert ist, welche aus den folgenden Komponenten besteht:
- einer ersten Granulatkomponente fur den Basiskunststoff,
- einer zweiten Granulatkomponente für Aromastoff/Aromastofiträger mit einem
Gewichtsanteil b = 1 - 3 %,
- einer dritten Granulatkomponente für FarbstoffTFarbstoffträger mit einem
Gewichtsanteil c = 1 - 3 %,
wobei der Gewichtsanteil a der ersten Granulatkomponente, bezogen auf die
Gesamtmenge (a + b + c), a = (a + b + c) - b - c beträgt.
8. Müllsack oder -beutel nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß er
aus einer Granulatmischung erschmolzen und extrudiert ist, deren Gewichtsanteile für die einzelnen Granulatkomponenten wie folgt bemessen
5 Mein Zeichen 95/0320 G
Gewichtsanteil a = ca. 98 %, Gewichtsanteil b = ca. 1 %, Gewichtsanteil c = ca. 1 %.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29505843U DE29505843U1 (de) | 1995-04-12 | 1995-04-12 | Müllsack oder -beutel aus Kunststoff |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE29505843U DE29505843U1 (de) | 1995-04-12 | 1995-04-12 | Müllsack oder -beutel aus Kunststoff |
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| Publication Number | Publication Date |
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| DE29505843U1 true DE29505843U1 (de) | 1995-08-24 |
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ID=8006451
Family Applications (1)
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Country Status (1)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE29505843U1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE202014101527U1 (de) | 2014-02-20 | 2014-06-27 | Melitta Europa Gmbh & Co. Kg | Folienbeutel |
-
1995
- 1995-04-12 DE DE29505843U patent/DE29505843U1/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE102014102150A1 (de) | 2014-02-20 | 2015-08-20 | Melitta Europa Gmbh & Co. Kg | Folienbeutel und Verfahren zum Herstellen eines Folienbeutels |
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