DE29506512U1 - Oral getragene Antischnarchvorrichtung - Google Patents

Oral getragene Antischnarchvorrichtung

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    • A61F5/00Orthopaedic methods or devices for non-surgical treatment of bones or joints; Nursing devices ; Anti-rape devices
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Description

ERKODENT
11. April 1995 95-096/K-rz
ERKODENT Erich Kopp GmbH
Siemensstr. 3, D-72285 Pfalzgrafenweiler
ORAL GETRAGENE ANTISCHNARCHVORRICHTUNG
Die Erfindung betrifft eine oral getragene Antischnarchvorrichtung, bestehend aus einer Ober- und Unterkieferschiene und einer flexiblen, jedoch nicht in Längsrichtung dehnbaren Verbindung beider Schienen, welche beim Absinken des Unterkiefers im Schlaf diesen automatisch weiter in eine anteriore Lage bringt.
Diese erfindungsgemäße Vorrichtung hat zum Ziel, das Schnarchen als soziale Belästigung zu beseitigen und leichte bis mittlere Formen der obstruktiven Apnoe (Atemstillstand J> 10 Sek.) und Hypopnoen (reduzierte Atmung mit reduziertem Blutsauerstoffgehalt) zu therapieren.
Untersuchungen in Industriestaaten haben ergeben, daß ca. 40 % der Bevölkerung schnarchen. Der Prozentsatz schnarchender Männer über 60 Jahre liegt sogar bei 60 %.
Das Schlafatmungsgeräusch wird insbesondere auch für die personale Umgebung des Schnarchers als sehr störend empfunden. Dagegen ist Schnarchen für Schnarcher sogar gesundheitsgefährdend, wenn z. B. eine obstruktive Schlafapnoe vorliegt.
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In der Regel entsteht Schnarchen durch den schwachen Muskeltonus der Halsmuskulatur während des Schlafes. Es kommt dabei zu Engpässen der Atemwege bis hin zum Verschluß (Apnoe). Dies führt zu einem erhöhten Luftstrom und zur Geräuschbxldung der in Bewegung geratenen erschlafften Strukturen. Ohnehin nimmt auf natürliche Weise die Muskelspannung bei älteren Menschen im Rachenraum ab, weshalb dieser Personenkreis häufiger als jüngere Menschen schnarcht.
Zur Verhinderung des Schnarchens sind eine ganze Reihe von Geräten, Hilfsmitteln, Atemmaske einschließlich operativer Eingriffe bekanntgeworden.
Operationen dienen in der Regel der Entfernung von die Atmung behindernden Strukturen wie vergrößerte Mandeln, Polypen usw. Die Erfolgsrate, das Schnarchen betreffend, wird jedoch sehr unterschiedlich mit 20 - 40 % angegeben.
Die Atemmaske dient zur Überdruckbeatmung und hält dadurch die Atemwege offen. Da sie sehr aufwendig ist und eine für den Schnarcher unbequeme Einrichtung darstellt, ist sie hauptsächlich in schweren Fällen von Apnoe indiziert.
Extraoral angewendete Antischnarchvorrichtungen wie solche, die verhindern, daß der Schläfer auf dem Rücken liegt, die den Mund verschlossen halten, Vorrichtungen zur Streckung des Halses, Instrumente und Geräte, die den Schnarcher wecken oder sonstwie stimulieren, sollen hier außer Betracht
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gelassen werden. Diese sind für den Schnarcher mehr lästig als nützlich.
Intraorale Geräte werden nachts getragen und verlagern in der Regel den Unterkiefer nach vorn, um eine Öffnung des pharyngealen Anteils der Atemwege zu erreichen. Mit dem Unterkiefer wird auch der Zungengrund mit nach vorne genommen, wodurch die Öffnung der Atemwege möglich wird. Erfolge kann man mit diesen Geräten erzielen, infolge ihrer Konstruktion und Bauart werden sie vom Träger jedoch meist als sehr lästig empfunden.
An sich bekannte orale Antischnarchvorrxchtungen, wie sie z. B. DGBM 94 09 999.5, DP 40 26 602, EP 0 312 368, EP 0 264 516 beschreiben, enthalten neben Schienen Bügel und plattenförmige Ausdehnungen zum Niederhalten der Zunge.
Die EP 0 254 918 beschreibt eine Ober- und Unterkieferschiene mit eingelagerten Magneten, die durch gegenseitige magnetische Abstoßung beide Kiefer in einem bestimmten Abstand halten sollen. Die DP 27 04 709 stellt einen regelrechten Mundsperrer dar.
EP 0 599 445 beschreibt ein Gerät mit fester Fixierung des Oberkiefers und loser Fixierung des Unterkiefers. Die orale Seite des Gerätes ist so ausgebildet, daß sich die Zunge saugend einlagern kann. PCT 92/05752 beschreibt ein Gerät mit Gaumenplatte und Mundbodenplatte, das gleichzeitig eine Anterxorxsxerung des Unterkiefers und den Zwang zur Nasen-
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atmung bewirken soll, dabei werden zwei Varianten beschrieben: einmal mit Fixierung des Gerätes an den Zähnen, und zum andern sitzt das Gerät frei im Mund.
PCT WO 92/09249 beschreibt ein Gerät, um Zungenpressen, Zähneknirschen und Schnarchen zu verhindern. Zur Zunge und zu den Zähnen angepaßt, soll die Vorrichtung durch Saugen die Zunge vorne halten.
Die US Patentschrift 5.092.346 beschreibt ein Gerät für den Oberkiefer mit einer Rampe für den Unterkiefer, um diesen zu anteriorisieren, sowie einer Atemöffnung zwischen Oberkieferteil und Unterkieferrampe.
Die DP 23 20 501 beschreibt ein Gerät, das ähnlich einem kieferorthopädischen Aktivator konstruiert ist mit einem zusätzlichen labialen und verstellbaren Lippenschild. Dabei soll durch Muskelaktivität und entsprechende Schilfführungen im Gerät für die Zähne der Unterkiefer anteriorisiert werden. Doch gerade im Schlafzustand erschlafft die Muskulatur, und der Muskeltonus ist herabgesetzt bzw. aufgehoben.
In der DGBM wird ein Gerät beschrieben, das weit in den Gaumenbereich und den Zungengrund (in beiden Fällen Brech- und Würgereiz) reicht, um einerseits das Gaumensegel und andererseits die Zunge ruhigzustellen.
Ohne auf die spezifischen Nachteile der vorgenannten und bekannten Antischnarchvorrichtungen einzugehen, sind bei
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allen beschriebenen Geräten die Hauptnachteile darin zu
sehen, daß die Vorrichtungen infolge ihrer voluminösen
Ausdehnung, ihrer Zwänge durch eine Bißsperrung, ihres
Druckes auf die Zunge oder weiche Gaumenteile, der
eingeschränkten Bewegungsfreiheit des Unterkiefers und der Zunge ausgesprochen unbequem beim Tragen sind. Durch das
Gefühl eines enorm störenden Fremdkörpers im Mund wird der Schnarcher am Einschlafen gehindert, was in der Regel zur Nichtbenutzung der Geräte führt.
Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine oral zu tragende Antischnarchvorrichtung zu schaffen, die dem Träger die nötige Schlaftiefe und sein Wohlbefinden gibt, insbesondere durch die geringe Ausdehnung im Kieferbereich und hohen Tragekomfort des Gerätes.
Darüber hinaus soll trotz relativ frei möglicher Kieferbewegungen eine Öffnung des pharyngealen Atmungsbereiches durch eine anteriore Bewegung des Unterkiefers ermöglicht werden und damit die Vermeidung des lästigen Schnarchens.
Die Lösung dieser Aufgabe wird gemäß der vorliegenden
Erfindung dadurch erreicht, daß die Vorrichtung aus je einer Schiene für den Oberkiefer und den Unterkiefer besteht. Diese beiden Schienen können bei genügender Retention des Zahnschemas aus weichem Material bestehen, ansonsten wird das weiche Material mit einer härteren Schicht überzogen.
Vorteilhaft werden bei eingeschränkter Nasenatmung die
Inzisalbereiche freigelassen. Der Unterkiefer wird durch zwei
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Züge, die seitlich druckknopfartig oder scharniermäßig an beiden Schienen angebracht sind, in eine anteriore Lage gebracht. Bei geringer Schnarchneigung muß der Unterkiefer nicht anteriorisiert werden. In solchen Fällen genügt schon die Funktion der Züge.
Die Züge bestehen vorzugsweise aus einem schnurähnlichen, flexiblen Material, das jedoch in der Längsrichtung nicht dehnbar sein darf. Dadurch kann der Träger in gewohnter Weise Vorschub- und Seitwärtsbewegungen des Unterkiefers ungehindert durchführen. Jedoch bewirken vertikale Bewegungen, z. B. beim Öffnen des Mundes, automatisch eine Vorverlagerung des Unterkiefers.
Gerade beim Erschlaffen des Muskeltonus im Schlafzustand wird das Absinken des Unterkiefers durch die Wirkung der Züge vermieden und gleichzeitig derselbe in die gewünschte anteriore Stellung gebracht. Dadurch kommt der Zungengrund mit nach vorne, und eine Öffnung des pharyngealen Atmungsbereiches wird erreicht. Der ungestörte und frei mögliche Luftstrom führt bekanntlich zur Vermeidung des Schnarchens.
Sehr vorteilhaft ist die geringe Ausdehnung der Schienen. Diese brauchen bei vorhandenem Zahnbestand posterior nur bis zum zweiten Prämolaren, eventuell noch bis zur Hälfte des ersten Molaren reichen, während zur Retention der Schienen ein knappes Übergreifen über den Äquator der labialen und bukkalen Zahnflächen genügt. Somit bleibt auch, im Gegensatz zu verschiedenen bekannten Antischnarchvorrxchtungen, der
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Gingivalsaum frei. Dies hat hygienische Vorteile und vermeidet Irritationen des Zahnfleisches.
Gerade die zierliche Gestaltungsmöglichkeit der Schienen erhöht wesentlich die Akzeptanz der erfindungsgemäßen Antischnarchvorrichtung durch den Träger.
Von großem Vorteil ist die freie Beweglichkeit des Unterkiefers z. B. auch in seitlicher Schlaflage des Trägers Dieser fühlt sich im Mundbereich nicht zwangsweise eingeengt Dadurch wird die erfindungsgemäße Vorrichtung aus der Kombination einer möglichen freien Kieferbeweglichkeit, jedoch unter Vermeidung des Absinkens des Unterkiefers im Schlafzustand, zu einem wirkungsvollen und komfortablen Antischnarchgerät.
Sehr vorteilhaft ist ferner die einfache und billige Herstellung dieses Antischnarchgerätes mittels der Tiefziehtechnik im zahntechnischen Labor.
Vorteilhaft werden die Schienen in gewohnter Weise mit flexiblem Kunststoff unter Vakuum oder Druck auf das Modell gezogen.
Alternativ können dieselben auch aus einem weichen Silikongummi im Injektionsverfahren hergestellt werden.
Zur Stabilisierung der z. B. aus EVA-Kunststoffmaterial tiefgezogenen Schiene kann dieselbe auch mit einem härteren
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Kunststoffmaterial überzogen werden. Eine auf der Innenseite weiche Schiene ist für den Träger angenehmer zu benutzen, während sich die Haltesicherung der Druckknopfverankerung, ein Drehgelenk oder eine Schraubenbefestigung im harten Überzugsmaterial gut fixieren läßt.
Als Verbindungsmaterialien eignen sich vorteilhaft flexible Stoffe in Schnur bzw. in geflochtener oder verseilter Form oder auch massiv» wie z. B. aus Nylon oder ähnlichem Material.
Wesentlich ist, daß diese Materialien widerstandsfähig gegen die Mundflüssigkeit, physiologisch unbedenklich, nach allen Seiten flexibel, jedoch in Längsrichtung der Verbindung nicht nachgiebig oder dehnbar sind. Deshalb sind z. B. Gummizüge oder solche aus gummiähnlichen Elastomeren für den vorgesehenen Zweck nicht geeignet. In "Nie wieder schnarchen" von Dr. Tilman Brus is, Seite 104, Bastei-Lübbe-Taschenbuch Bd. 66257, Lübbe Verlag Bergisch Gladbach 1992, wird eine solche Vorrichtung zitiert. Mit Gummizügen ist eine uneingeschränkte Unterkieferbeweglichkeit nicht möglich, denn ein Gummizug hält immer unter Spannung bzw. Zug, oder er ist so locker, daß er andererseits nicht in der Lage ist, z. B. den Unterkiefer nach vorne zu ziehen. Soll der Unterkiefer durch Gummizüge anteriorisiert werden, dann wird er unter Spannung an die Oberkieferschiene gezogen, was jedoch den Träger sowohl im Wach- als auch im Schlafzustand durch den Zwangsschluß beider Kiefer stört.
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Ferner quellen Gummizüge in der Mundflüssigkeit auf, wodurch sie nachgiebiger werden und an Funktionsfähigkeit einbüßen.
Der erfindungsgemäße Zug wird an seinem Ende an der Oberkieferschiene vorteilhaft im Bereich des Eckzahns und an der Unterkieferschiene im Bereich des ersten oder zweiten Prämolaren befestigt. Das bedeutet, von der Oberkieferschiene aus gesehen schräg nach hinten unten zur Unterkieferschiene verlaufend, etwa in einem Winkel von 30° zur Kauebene. Eine möglichst flache Anordnung ist anzustreben. Die notwendige Länge richtet sich nach den anatomischen Verhältnissen des Trägers. Je kürzer die Züge sind, desto mehr wird der Unterkiefer bei einer Mundöffnung nach vorne gezogen.
Vorteilhaft können nach einem Ausführungsbeispiel die Züge druckknopfartig derart befestigt werden, daß die Matrize in der Schiene verankert und die Matrize am Ende des Zuges befestigt ist. Vorzugsweise sind Druckknöpfe aus Kunststoff geeignet, da sich die Matrize leicht mit dem Zugende aus flexiblem Kunststoff verschweißen läßt und die Matrize sich ebenfalls leicht, z. B. mit Autopolymerisat, im Schienenmaterial befestigen läßt.
Nach einem anderen vorteilhaften Ausführungsbeispiel kann der Zug an seinen jeweiligen Enden eine Schlaufe bzw. Öse besitzen. Ist in die Schiene eine Mutter eingelassen, dann kann mit einer Schraube mit Ansatz der Zug durch die Öse in der Mutter festgeschraubt.werden. Dadurch entsteht eine scharniergelenkartxge freie Beweglichkeit der Züge an ihrem
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jeweiligen Befestigungsort an der Schiene.
Ein weiteres Ausführungsbeispiel besteht in einer kugelgelenkartigen Befestigung der Züge in den Schienen.
Sehr vorteilhaft hat sich ein Ausführungsbeispiel bewährt, bei welchem der Zug mit an beiden Enden befindlichen und rechtwinklig angeordneten kugel- oder spitzkegelig ausgeformten Abschlüssen massiv aus flexiblem Kunststoff, wie z. B. aus Nylon, ganzstückig gespritzt wird. Dadurch besteht der Zug nur aus einem einzigen Teil, was die Herstellung wesentlich verbilligt. Die derart gestalteten Zugenden brauchen dann nur zur Befestigung an den Schienen in dort vorgebohrte Öffnungen eingedrückt und eingerastet werden.
Bei allen Ausführungen muß jedoch darauf geachtet werden, daß sich die Befestigungsteile der Züge an den Schienen leicht und widerstandsfrei drehen und bewegen lassen.
Die Erfindung wird nun anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels näher erläutert:
Fig. 1 zeigt einen Längsschnitt durch den erfindungsgemäßen Zug.
Fig. 2 zeigt einen Querschnitt im Befestigungsbereich des Zuges in der Schiene.
Fig. 3 zeigt eine Ansicht der erfindungsgemäßen Antischnarch-
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vorrichtung mit der Ober- und ünterkieferschiene und des an der Außenseite der Schienen befestigten Zuges.
Fig. 4 zeigt den automatisch durch den Zug über die Schienen anteriorisierten Unterkiefer bei Öffnung des Mundes.
Der in Figur 1 dargestellte erfindungsgemäße Zug besteht aus einem Längsteil· 1 mit an dessen Enden befindlichen Ansätzen und folgenden kegelförmigen Abschlüssen 3. Der ganze Zug wird vorteilhaft und kostensparend aus flexiblem Kunststoff wie z. B. Nylon gespritzt. Er kann in verschiedenen Längen vorfabriziert werden. In der Regel reichen 3 Größen für alle vorkommenden Fälle aus. Die meist benutzte Länge des Zuges ist 1,5 cm.
In Figur 2 wird ein Querschnitt der Befestigungszone für das Endteil des Zuges in der Schiene dargestellt, dabei ist 1 der Zug und 2 der Ansatz, 3 zeigt den kegelförmigen Endteil des Zuges, 4 die weiche Schicht und 5 die harte Schicht der Schiene. Deutlich ist zu erkennen, wie das kegelförmige Endteil des Zuges in der Schiene scharniermäßig drehbar arretiert ist. 6 zeigt den Zahn, über den die Schiene gestülpt ist.
Figur 3 zeigt eine Außenansicht der Oberkieferschiene 7 samt Unterkieferschiene 8 und den mit seinen Enden in den Schienen befestigten Zug 1 in normaler geschlossener Kieferstellung.
Figur 4 iliustriert den durch die erfindungsgemäße
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Antischnarchvorrichtung bezweckten Vorschub der Unterkieferschiene 8 und damit des Unterkiefers samt Zungengrund bei Absenkung des Unterkiefers infolge Erschlaffung der Muskulatur im Schlaf. Eine Öffnung des pharyngealen Atmungsbereiches findet statt und dadurch eine Eliminierung des Schnarchens.

Claims (11)

95-096/K-rz - 13 - SCHUTZANSPRÜCHE:
1. Oral getragene Antischnarchvorrichtung, bestehend aus einer Ober- und Unterkieferschiene, dadurch gekennzeichnet, daß beide Schienen an ihren jeweiligen Außenseiten mit je einem flexiblen, jedoch in Längsrichtung nicht dehnbaren Zug versehen werden, welcher beim Absinken des Unterkiefers im Schlafe diesen und damit auch den Zungengrund automatisch so in eine anteriore Lage bringt, daß eine Öffnung der pharyngealen Atemwege zur Vermeidung des Schnarchens erreicht wird.
2. Antischnarchvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Zug aus einem Längsteil (1) mit an dessen Enden befindlichen Ansätzen (2) und folgenden kegel- (3) oder kugelförmigen Abschlüssen aus einem Stück besteht.
3. Antischnarchvorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Zug aus einem flexiblen und in der Länge nicht dehnbaren Kunststoff, wie z. B. Nylon, besteht.
4. Antischnarchvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Zug in seinem Längsteil aus einem flexiblen, jedoch in Längsrichtung nicht dehnbaren Material, vorzugsweise in schnurförmiger, geflochtener, verseilter oder voller Form besteht.
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5. Antischnarchvorrichtung nach Anspruch 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Längsteil des Zuges an seinem jeweiligen Ende mit einer Druckknopfmatrize, vorzugsweise aus Kunststoff, versehen und die Matrize aus gleichem Material jeweils in der Ober- und Unterkieferschiene befestigt ist.
6. Antischnarchvorrichtung nach Anspruch 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Längsteil des Zuges an seinem Ende mit einer Schlaufe oder Öse versehen ist, durch die eine Schraube mit Ansatz in eine in die Schiene eingelassene Mutter eingeschraubt werden kann.
7. Antischnarchvorrichtung nach Anspruch 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Enden der Züge mit den Schienen durch ein Kugelgelenk miteinander verbunden werden.
8. Antischnarchvorrichtung nach Anspruch 1-7, dadurch gekennzeichnet, daß die Schienen aus flexiblem, weichem Kunststoffmaterial, vorzugsweise aus EVA, bestehen.
9. Antischnarchvorrichtung nach Anspruch 1-7, dadurch gekennzeichnet, daß die Schienen aus härterem Kunststoffmaterial bestehen, vorzugsweise aus PET, PMMA o. ä.
10. Antischnarchvorrichtung nach Anspruch 1-9, dadurch gekennzeichnet, daß die Schienen aus einer kombinierten weichen und einer harten Kunststoffschicht bestehen.
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11. Antischnarchvorrichtung nach Anspruch 1-10, dadurch gekennzeichnet, daß die Züge im Oberkiefer an den Außenseiten der Schienen im Bereich der Eckzähne und im Unterkiefer im Bereich der Prämolaren angebracht werden.
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