DE29516471U1 - Bluttrennvorrichtung - Google Patents

Bluttrennvorrichtung

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Description

17. Oktober 1995 95-0545 La-cs-mf
CADITEC MEDICAL & TECHNIC GMBH 67655 Kaiserslautern
Bluttrennvorrichtung
Die Erfindung betrifft eine Bluttrennvorrichtung.
Derartige Bluttrennvorrichtungen werden beispielsweise im Bereich der Autotransfusion zur Aufbereitung des gespendeten Eigenbluts verwendet. Bei herkömmlichen Methoden zum Auftrennen des Blutes wird das gespendete Vollblut zentrifugiert. Das sich beim Zentrifugieren bildende Blutplasma wird in der Regel verworfen. Das gewonnene Zentrifugat besteht aus einem buffycoatreichen Erythrozytenkonzentrat. Unter Buffycoat ist eine Schicht aus Leukozyten und Thrombozyten zu verstehen, die sich beispielsweise durch das Zentrifugieren bilden kann. Um ein buffycoatfreies Erythrozytenkonzentrat zu erhalten, muß das Erythrozytenkonzentrat noch in einer gesonderten Vorrichtung von den Leukozyten befreit werden.
Aufgabe der Erfindung ist es nun, eine Bluttrennvorrichtung an die Hand zu geben, bei der aus dem eingesetzten Vollblut ein buffycoatfreies Erythrozytenkonzentrat und gleichzeitig das Blutplasma gewonnen werden können.
Erfindungsgemäß besteht die Bluttrennvorrichtung nun aus einem
ersten Separationsmodul zum Abtrennen des Blutplasmas und einem diesem nachgeschalteten Leukozytenfilter. Aufgrund dieser Anordnung eines Separationsmoduls mit nachgeschaltetem Leukozytenfilter wird das Vollblut gleich in die gewünschten Bestandteile aufgetrennt, wobei das Erythrozytenkonzentrat als buffycoatfreies Erythrozytenkonzentrat erhalten wird. Die erfindungsgemäße Bluttrennvorrichtung arbeitet aufgrund der Schwerkraft, so daß ein aufwendiges Zentrifugieren des Blutes nicht mehr notwendig ist. Insbesondere braucht nicht mehr eine Komponente, beispielsweise das Blutplasma, verworfen werden.
Vorzugsweise kann das Separationsmodul zum Abtrennen des Blutplasmas und der Leukozytenfilter untereinander aufgehängt sein, so daß das aufzutrennende Blut zunächst das Separationsmodul durchläuft, in welchem das Plasma abgetrennt wird, und anschließend den Leukozytenfilter, bevor die von den Leukozyten befreiten Erythrozyten gesammelt werden.
Das Separationsmodul kann weiterhin Filtrationsmembranen enthalten, durch deren Membranwände das Blutplasma treten kann, während die Erythrozyten und Leukozyten zurückgehalten werden.
Besonders vorteilhaft weist die erfindungsgemäße Bluttrennvorrichtung ein Separationsmodul auf, das im wesentlichen aus einem längs durchströmbaren Rohr besteht, in dessen lichten Durchmesser ein Faserbündel aus Hohlfasern angeordnet ist, dessen Wandungen aus der Filtermembran bestehen. Hierdurch wird eine große Oberfläche geschaffen, an der die Trennung zwischen dem Blutplasma und den Leukozyten bzw. Erythrozyten stattfinden kann. Vorteilhaft besteht die Filtermembran aus Polyethylen, wobei die Porengröße der Membran vorzugsweise ca. 0,3 &mgr;&pgr;&igr; und die Membrandicke vorzugsweise ca. 50 pm beträgt.
Der Leukozytenfilter kann aus einem durchströmbaren Hohlkörper bestehen, dessen Hohlraum mit einer Filtermatte zur Herausfilterung der Leukozyten ausgefüllt ist.
Als Vorratsbehälter für das zu trennende Blut, als Sammelbehälter für das Blutplasma und als Sammelbehälter für das Erythrozytenkonzentrat können Beutel, vorzugsweise bestehend aus PVC, bereitgestellt werden, die über Schlauchleitungen mit dem Separationsmodul bzw. dem Leukozytenfilter verbunden sind.
Der Beutel für das Erythrozytenkonzentrat kann in seiner Aufhänghöhe verstellbar sein, um dadurch die Verweildauer des aufzutrennenden Bluts in der Blüttrennvorrichtung zu steuern.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung werden anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels im folgenden näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1: Eine Gesamtansicht einer erfindungsgemäßen Bluttrennvorrichtung gemäß einer ersten Ausführungsform,
Fig. 2-5: Darstellungen des Separationsmoduls der Ausführungsform gemäß Fig. 1 und
Fig. 6-8: Darstellungen des Leukozytenfilters gemäß der Ausführungsform nach Fig. 1.
Die Bluttrennvorrichtung gemäß der hier vorgestellten Ausführungsform ist in Fig. 1 in Gesamtansicht dargestellt. Die Bluttrennvorrichtung 10 besteht im wesentlichen aus einem Separationsmodul 12 und einem über einen Schlauch mit diesem verbundenen Leukozytenfilter 16. Das Separationsmodul 12 und der Leukozyten-
filter 16 sind in einem hier nicht näher dargestellten Halter untereinander angeordnet. Oberhalb der Bluttrennvorrichtung ist ein PVC-Beutel als Vorratsbehälter 18 für das aufzutrennende Vollblut angeordnet. Dieser Behälter hat ein Fassungsvolumen von beispielsweise 500 ml. Über einen Schlauch 20 ist der Vorratsbehälter 18 mit dem Separationsmodul 12 verbunden. Ein Schlauch 22, der ebenfalls am Behälter 18 angeschlossen ist, dient als Belüftungsschlauch. Ebenfalls über Schläuche 24 und 26 sind PVC-Beutel 28 zum Aufnehmen des abgetrennten Blutplasmas und zum Aufnehmen des buffycoatfreien Erythrozytenkonzentrats vorgesehen. Der Beutel 30 zur Aufnahme des Elrythrozytenkonzentrates ist in seiner Höhe verstellbar angeordnet (in Fig. 1 nicht näher dargestellt), um somit die Durchlaufgeschwindigkeit des durch die Bluttrennvorrichtung 10 aufgrund der Schwerkraft hindurchlaufenden aufzutrennenden-Blutes zu steuern.
Anhand der Fig. 2-5 wird der Aufbau des Separationsmoduls 12 erläutert. Das Separationsmodul 12 besteht im wesentlichen aus einem langgestreckten Rohr 32 aus Polycarbonat, das an beiden Enden über jeweils mittels eines O-Ringes 34 abdichtend aufgesetzten Anschlußkappe 36 verschlossen ist. An der Anschlußkappe ist jeweils in einer Bohrung ein Anschlußstück 38 bzw. 28 zum Anschluß an die Schläuche 20 bzw. 14 eingesteckt. Im lichten Durchmesser des Rohres 32 ist ein Hohlfaserbündel 40 angeordnet das jeweils im Bereich der Kappen 36 mittels einer Vergußmasse im Rohr fixiert wird (Fig. 3). Die Fig. 4 zeigt einen Schnitt durch das Rohr und Fig. 5 eine Einzelheit dieses Schnitts. Aus Fig. 5 ist die Anordnung der Hohlfasern im Hohlfaserbündel 40 ersichtlich. Seitlich am Rohr 32 sind Ansätze 44 und 46 vorgesehen. Der Ansatz"44 wird mit einem Verschluß 48 verschlossen. Am Ansatz 46 wird der Schlauch 24 zum Beutel 28 angeschlossen. Über den Ansatz 46 wird das aus den Membranen austretende Blutplasma abgeleitet. Aus dem Anschlußstück 48, an
welchem der Schlauch 14 ansetzt, fließt das Konzentrat aus Erythrozyten und Leukozyten ab.
In den Fig. 6-8 ist ein Beispiel für einen Leukozytenfilter 16 dargestellt. Dieser besteht aus einem im Querschnitt ca. quadratischen Gehäuse 50 in dessen Inneren eine Filtermatte 52 angeordnet ist, die dazu geeignet ist, die Leukozyten von den Erythrozyten zu trennen. Ein derartiges Filtermaterial ist bereits im Stand der Technik bekannt und kann konfektioniert bezogen werden. Das Gehäuse weist einen Zulauf 54 und einen Ablauf 56 auf. Mit dem Zulauf 54 ist in hier nicht näher dargestellter Art und Weise der Schlauch 14 und mit dem Ablauf 56 der Schlauch 26 verbunden. Die Anordnung der Zu- und Abläufe 54 bzw. 56 unterscheidet sich in Fig. 6 von derjenigen gemäß der Fig. 1. Ein grundsätzlicher Unterschied im Aufbau des Leukozytenfilters 16 besteht hier aber nicht.

Claims (8)

17. Oktober 1995 95-0545 La-cs-mf CADITEC MEDICAL & TECHNIC GMBH 67655 Kaiserslautern Bluttrennvorrichtung Ansprüche
1. Bluttrennvorrichtung mit einem Separationsmodul zum Abtrennen des Blutplasmas und einem nachgeschalteten Leukozytenfilter.
2. Bluttrennvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Separationsmodul zum Abtrennen des Blutplasmas und der Leukozytenfilter untereinander aufgehängt sind, so daß das aufzutrennende Blut zunächst das Separationsmodul durchläuft, in welchem das Blutplasma abgetrennt wird, und anschließend den Leukozytenfilter, bevor die von den Leukozyten befreiten Erythrozyten gesammelt werden.
3. Bluttrennvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Separationsmodul Filtrationsmembranen enthält, durch deren Membranwände das Blutplasma treten kann, während die Erythrozyten und Leukozyten zurückgehalten werden.
- 2
4. Bluttrennvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Separationsmodul im wesentlichen aus einem längs durchströmbaren Rohr besteht, in dessen lichten Durchmesser ein Hohlfaserbündel angeordnet ist, dessen Wandungen aus der Filtermembran bestehen.
5. Bluttrennvorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Filtermembran aus Polyethylen besteht, wobei die Porengröße der Membran vorzugsweise ca. 0,3 pm und die Membrandicke vorzugsweise ca. 50 &mgr;&pgr;&igr; beträgt.
6. Bluttrennvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Leukozytenfilter aus einem durchströmbaren Hohlkörper besteht, dessen Hohlraum mit einer Filtermatte zur Herausfilterung der Leukozyten ausgefüllt ist.
7. Bluttrennvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß als Vorratsbehälter für das zu trennende Blut, als Sammelbehälter für das Blutplasma und als Sammelbehälter für das Erythrozytenkonzentrat Beutel, vorzugsweise bestehend aus PVC, bereitgestellt sind, die über Schlauchleitungen mit dem Separationsmodul bzw. dem Leukozytenfilter verbunden sind.
8. Bluttrennvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Beutel für das Erythrozytenkonzentrat in seiner Höhe verstellbar ist, um dadurch die Verweildauer des aufzutrennenden Bluts in der Bluttrennvorrichtung zu steuern.
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