DE29611212U1 - Flügelrad-Wasserzähler mit Modulatorscheibe - Google Patents

Flügelrad-Wasserzähler mit Modulatorscheibe

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Description

Flügelrad-Wasserzähler mit Modulatorscheibe
Die Erfindung bezieht sich auf einen Flügelrad-Wasserzähler, insbesondere für Trinkwasser, mit einer elektronisch abgetasteten Modulatorscheibe mit einer auf einer elektrisch isolierenden Trägerplatte aufgebrachten, von einer Kunststoffschicht abgedeckten Sektorbeschichtung aus Metall.
Derart mit einer Sensorabtastung der Modulatorscheibe arbeitende Flügelrad-Wasserzähler haben gegenüber nichtelektronischen Abtastungen, seien es Naßläufer, bei denen die Flügelradumdrehung mittels Zahntrieben direkt in ein mechanisches Rechenwerk eingeleitet werden, seien es Trocken läufer, bei denen mittels einer Magnetkupplung die Drehbewegung des Flügels im Rechenwerk auf eine mitlaufende Zählscheibe berührungsfrei gekoppelt wird, den Vorteil einer geringeren Bauhöhe. Darüber hinaus bedarf es auch keines Unwuchtausgleichs für die verwendeten Koppelmagnete. Weitere Nachteile bisheriger Abtastsysteme sind Verunreinigungen bei Naßläufern sowie hydraulische Einschränkungen durch Unwucht, Lagerreibung und Magnetkupplungskräfte.
Sollen derartige Flügeiradwasserzähler mit elektronisch abgetasteten Modulatorscheiben im Trinkwasserbereich eingesetzt werden, so ist es entweder notwendig, die Sektorbeschichtung aus Gold herzustellen, was sehr teuer ist, oder aber man verwendet billigere Metalle wie Kupfer und sieht dann zur Vermeidung einer Korrosion und damit einer Verschmutzung des Trinkwassers eine Kunststoffabdeckplatte vor. Diese Abdeckplatte bedeutet aber ein zusätzliches Bauteil, welches auf die Modulatorscheibe aufgeschweißt werden muß, wodurch zum einen die Fertigung wiederum verteuert wird und zum anderen die Bauhöhe erhöht wird, so daß der Abstand der eigentlichen modulierenden Metallfläche der Modulatorscheibe über die Trennwand zum Zählwerk hin zu den dort angeordneten Sensoren entsprechend größer sein muß. Dies verschlechtert aber die Auflösung.
Die bereits vorgeschlagenen gespritzten Kunststoffplatten als einseitig beschichtete Träger für eine Metallfolie, die ca. 5&mgr; dick ist, sind aber fertigungstechnisch ebenfalls recht aufwendig und führen deshalb in der Praxis nicht zu einer befriedigenden Lösung.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Flügelrad-Wasserzähler der eingangs genannten Art so auszugestalten, daß die Modulatorplatte niedriger baut und damit näher an den Sensoren angeordnet sein kann und daß gleichzeitig bei trinkwassertauglichem Aufbau die Fertigung vereinfacht ist.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß die direkt auf dem Flügelrad befestigte Modulatorscheibe eine Trägerplatte aus Keramik oder glasfaserverstärktem Kunstharz, insb. Epoxidharz, aufweist und daß die Sektorbeschichtung aus Metall von einer trinkwassertauglichen Lackschicht überdeckt ist.
Die Fertigung aus Keramik oder einer speziellen Epoxidharzmischung, für die die Trinkwassertauglichkeit nachgewiesen ist, ermöglicht die Herstellung großflächiger Platten, aus denen die Modulatorplatten nach der Metallbeschichtung der großen Platte einfach ausgestanzt werden können. Sowohl Keramik als auch glasfaserverstärktes Epoxidharz sind dabei ohne weiteres trinkwassertauglich ohne weitere Behandlung. Ein ganz besonderer Vorteil der erfindungsgemäßen Konstruktion beruht auf der einfachen Lackbeschichtung der die dünne Metallbeschichtung tragenden Oberfläche anstelle der bisher darauf aufgeschweißten Kunststoffabdeckscheiben. Diese trinkwassertaugliche Lackschicht ist nicht nur erheblich dünner, sondern läßt sich auch sehr viel einfacher aufbringen.
Bevorzugt, insbesondere bei Trägerplatten aus glasfaserverstärktem Kunstharz, kann für die Sektorbeschichtung Kupfer verwendet werden. Im Falle von Keramik hat es sich aber auch als besonders vorteilhaft erwiesen, hierfür eine Silber-Palladium-Beschichtung vorzusehen.
Die Modulatorplatte kann sehr einfach durch Ultraschallschweißen am Flügelrad befestigt sein, insbesondere indem am Flügelrad eine Platte mit die Ränder der Modulatorscheibe umgreifenden und durch Schweißen hakenförmig verformbaren Ringstegen angeformt ist.
Anstelle dieses Aufschweißens der Modulatorpiatte auf das Flügelrad kann in weiterer Ausgestaltung der Erfindung auch vorgesehen sein, daß die Modulatorscheibe direkt am Flügelrad im Spritzwerkzeug zu dessen Herstellung mit angespritzt ist.
Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels sowie anhand der Zeichnung. Dabei zeigen:
&iacgr;&ogr; Fig. 1 einen Teilschnitt durch einen Flügelrad-Wasserzähler, in weichem außer dem Flügelrad nur die Trennwand zum anschließenden Meßraum und die dort angeordneten Sensoren schematisch zu erkennen sind,
Fig. 2 eine Aufsicht auf die Anordnung nach Fig. 1 von oben gesehen, und
Fig. 3 einen vergrößerten Teilschnitt durch den Flügel und die darauf aufgeschweißte Modulatorscheibe.
Der erfindungsgemäße Flügelrad-Wasserzähler enthält außer dem Flügelrad 1 mit seiner Lagerachse 2 und der auf ihm befestigten Modulatorscheibe 3 in dem durch eine Trennwand 4 vom wasserführenden Raum 5 mit dem Flügelrad getrennten Meßraum 8 schematisch angedeutete Sensoren 6. Diese erfassen den Umlauf der im dargestellten Ausführungsbeispiel halbkreisförmig ausgebildeten Sektorbeschichtung 7 der Modulatorplatte 3 und ermitteln daraus berührungsfrei und ohne ein magnetisch angekoppeltes mitlaufendes Zählrad im Meßraum 8 die Umdrehungen des Flügelrads 1, was dann an die Zählelektronik weitergeleitet wird.
Erfindungsgemäß besteht die Modulatorscheibe 3 aus einer Trägerplatte 9 aus Keramik oder glasfaserverstärktem Kunststoff, auf die eine Sektorbeschichtung 7 aus Kupfer oder im Falle von Keramik für die Trägerplatte bevorzugt Silber-Palladium aufgebracht ist. Die Oberfläche der Trägerplatte sowohl der beschichte-
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ten Oberseite als auch ggf. der nicht beschichteten Unterseite ist mit einer trinkwassertauglichen Lackschicht 10 überzogen.
Die Modulatorscheibe 3 ist im dargestellten Ausführungsbeispiel durch Ultraschallschweißen direkt am Flügelrad 1 befestigt, wozu am Flügelrad 1 eine Kunststoffscheibe 11 in der oberen Stirnfläche der einzelnen Flügel 12 angespritzt ist. Auf dieser Kunststoffscheibe 11 sind angespritzte, durch das Ultraschallschweißen hakenförmig verformte Stege angeformt, die die Befestigung der Modulatorscheibe 3 bewirken.
Durch die erfindungsgemäße Ausbildung entfällt die Montage eines Ausgleichsgewichts zur Modulatorfläche, da dies direkt über die ausgewuchtete Geometrie der Modulatorscheibe realisiert worden ist, d.h. es ist nur noch ein Bauteil nötig.
Die eingesetzten Materialien haben eine geringe Dichte. Damit wird der Flügel leichter, die strömungsrelevanten Auftriebskräfte wirken früher und der Verschleiß des Lagers wird dadurch geringer.
Durch die lackgeschützte Modulatorfläche 7 reduziert sich der Sensorabstand a um ca. 4/10 mm. Dies bedeutet, daß kein zusätzliches Bauteil für den Schutz der Modulatorfläche mehr nötig ist und gleichzeitig resultieren daraus folgende Konstruktionsaspekte: Erhöhung der Wandstärke nach außen (d); Sicherheit für die Sensorabtastung (a) und Vergrößerung des Gestaltungspotentials im Hydraulikbereich (d minus a).

Claims (6)

Schutzansprüche
1. Flügelrad-Wasserzähler, insbesondere für Trinkwasser, mit einer elektronisch abgetasteten Modulatorscheibe mit einer auf einer elektrisch isolierenden Trägerplatte aufgebrachten, von einer Kunststoffschicht abgedeckten Sektorbeschichtung aus Metall, dadurch gekennzeichnet, daß die direkt auf dem Flügelrad (1) befestigte Modulatorscheibe (3) eine Trägerplatte (9) aus Keramik oder glasfaserverstärktem Kunstharz, insb. Epoxidharz, aufweist und daß die Sektorbeschichtung (7) aus Metall von einer trinkwassertauglichen Lackschicht (10) überdeckt ist.
2. Flügelrad-Wasserzähler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Sektorbeschichtung (7) aus Kupfer besteht.
3. Flügelrad-Wasserzähler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Sektorbeschichtung (7) aus Silber-Palladium besteht.
4. Flügelrad-Wasserzähler nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Modulatorplatte (3) durch Ultraschallschweißen am Flügelrad (1) befestigt ist.
5. Flügelrad-Wasserzähler nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß am Flügelrad (1) eine Platte (11) mit die Ränder der Modulatorplatte umgreifenden und durch Schweißen hakenförmig verformbaren Ringstegen angeformt ist.
6. Flügelrad-Wasserzähler nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Modulatorscheibe (3) am Flügelrad (1) angespritzt ist.
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DE202017106432U1 (de) 2017-10-24 2017-11-07 Engelmann Sensor Gmbh Durchflussmesser
EP3477265A1 (de) 2017-10-24 2019-05-01 Engelmann Sensor GmbH Durchflussmesser
EP3798581A1 (de) 2019-09-26 2021-03-31 E. Wehrle GmbH Durchflussmessgerät und flügelrad hierfür

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EP3477265B1 (de) 2017-10-24 2019-11-27 Engelmann Sensor GmbH Durchflussmesser
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EP3798581A1 (de) 2019-09-26 2021-03-31 E. Wehrle GmbH Durchflussmessgerät und flügelrad hierfür

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