DE29713097U1 - Labormühle mit Befestigungseinrichtung für eine Gutauffangvorrichtung - Google Patents

Labormühle mit Befestigungseinrichtung für eine Gutauffangvorrichtung

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    • B02CCRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING IN GENERAL; MILLING GRAIN
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Description

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Labormühle mit Befestigungseinrichtung für eine Gutauffangvorrichtung
Die Erfindung bezieht sich auf eine Labormühle mit Befestigungseinrichtung für die Gutauffangvorrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Bei bekannten Laborschneidmühlen (Prospekt der Firma Fritsch "Pulverisette 15" 95-02-5/M bzw. Schneidmühle der Firma Retsch 090.709.0001) ist ein topfförmiger Auffangbehälter vorgesehen, der mit zwei Spannverschlüssen an der Grundplatte der Labormühle befestigt werden kann. Solche Spannverschlüsse weisen jeweils einen Spannhebel mit Ösenring auf, der in einen zugeordneten, an der Grundplatte befestigten Haken eingehängt werden kann, wonach durch Umlegen der Hebel der topfförmige Behälter gegen die Grundplatte gezogen und dort festgespannt werden kann. Es macht gewisse Schwierigkeiten, den Behälter sowohl zu halten als auch die Ösenringe in die Haken der Grundplatte einzuführen als auch die Hebel umzulegen und zu spannen.
Mit der Erfindung wird die Aufgabe gelöst, eine Gutauffangvorrichtung, beispielsweise einen Auffangbehälter, bedienungsfreundlich am Auslaß für zerkleinertes Gut der Labormühle zu befestigen.
Die gestellte Aufgabe wird aufgrund der Merkmale des Anspruchs 1 gelöst und durch die weiteren Merkmale der Unteransprüche ausgestaltet und weiterentwickelt.
Von besonderem Vorteil ist es, daß man nicht auf eine bestimmte Ausführungsform von Auffangbehälter als Gutauffangvorrichtung beschränkt ist. Als Gutauffangvorrichtung kann im übrigen auch ein Staubansaugeranschluß mit nachgeschaltetem Zyklon dienen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der Zeichnung beschrieben. Dabei zeigt:
Fig. 1 einen vertikalen Querschnitt durch die Labormühle mit
weggebrochenen Teilen,
Fig. 2 einen vertikalen Längsschnitt mit weggebrochenen Teilen,
Fig. 3 eine vergrößerte Einzelheit aus Fig. 2, Fig. 4 eine perspektivische, auseinandergezogene Darstellung der Labormühle mit Befestigungsvorrichtung und
Auffangbehälter und
Fig. 5 eine vergrößerte Einzelheit aus Fig. 4.
Es wird Bezug auf Fig. 4 genommen, welche hauptsächliche Teile der Labormühle zeigt, nämlich ein Gehäuseunterteil 2, ein Gehäuseoberteil 3, einen Mahlraumdeckel 4, einen Antriebsmotor 6 und einen Auffangbehälter 7. Nach Öffnen eines Spannschlosses 9 läßt sich der Mahlraumdecke1 4 öffnen und das Gehäuseoberteil 3 aufklappen, so daß das Innere 8 (Fig. 1 und 2) der Labormühle zugänglich wird.
Das Gehäuseunterteil 2 weist eine Flanschplatte 20, eine linke Wangenplatte 21 (Fig. 1), eine rechte Wangenplatte 22 und eine Grundplatte 24 auf. Fig. 1 und 2 zeigen noch Teile einer Gutzufuhreinrichtung 1 und einen Schneidwerkrotor 5. Wie ersichtlich, enthält das Innere 8 des Gehäuses einen Abfuhrkanal 83, der auch die Grundplatte 24 durchsetzt. Die Wangenplatten 21 und 22 sowie die Flanschplatte 20 sind an der Grundplatte 24 angeschraubt.
Der Auffangbehälter 7 wird mit einer
Befestigungseinrichtung 70 an der Unterseite 24a der Grundplatte 24 festgeklemmt. Zu diesem Zweck sind zwei Führungsschienen oder Klemmleisten 71 vorgesehen, die ein erstes Ende 72 und ein zweites Ende 73 besitzen. Am zweiten Ende 73 ist ein Langloch 74 zum Durchgriff eines Exzenter oder Nockenhebels 75 vorgesehen, der mittels eines Stiftes 76 in einer Nut 77 (Fig. 5) der Klemmleiste 71 gelagert ist. Das Langloch 74 und die Nut 77 kreuzen einander bis zur Tiefe der Nut 77.
Die Flanschplatte 20 weist zwei Langlöcher 78 (Fig.
4) auf, in welche das jeweilige Ende 72 der Klemmleiste 71 eingesteckt oder sonstwie befestigt wird, um als Schwenklager zu dienen. Mit anderen Worten, die Klemmleisten 71 können um einige Grad geschwenkt werden, d. h. die Enden 73 können ein wenig abgesenkt werden, um einen zwischen der Unterseite 24a der Grundplatte 24 und der Oberseite 71a der jeweiligen Klemmleiste 71 gebildeten Schlitz 70a weiter oder enger zu machen.
Wie aus Fig. 3 ersichtlich, sind federnde
Andruckmittel 79 vorgesehen, um die Klemmleisten 71 jeweils in Richtung auf die Unterseite 24a der Grundplatte 24 zu drängen. Die federnden Andruckmittel 79 bestehen aus einem Paket Tellerfedern 170, die in einer Stufenbohrung 171 der jeweiligen Klemmleiste sitzen, und aus einem Kopfschraubbolzen 172, der in eine Gewindebohrung 173 der Grundplatte 24 unter Zwischenlage der Klemmleiste 71 geschraubt ist, so daß die jeweilige Klemmleiste an der Grundplatte gehalten wird.
Der Exzenter- oder Nockenhebel 75 weist eine Exzenter- oder Nockenausbildung 75a mit Rastfläche 75b auf. Der Abstand der Oberfläche des Nockens 75a nimmt zur Achse des Stiftes 76 zu, wenn man von der in Fig. 3 rechten Schmalseite des Hebels 75 ausgeht und zur Rastfläche 75b fortschreitet. Wenn demgemäß der Hebel 75 im Sinne des Pfeils 75c geschwenkt wird, nimmt die Weite des Schlitzes 70a zwischen der Unterseite der Grundplatte 24 und der Klemmleiste 71 zu, bis die Rastfläche 75b erreicht wird, an der die Klemmleiste 71 infolge der Federn 170 ein wenig angehoben wird, so daß gewissermaßen ein Einrasten der Klemmleiste 71 erfolgt, wobei die Fläche 75b an der Unterseite der Grundplatte 24 bzw. einer dort angebrachten Stellschraube 24b anliegt.
Zur passenden Ausbildung der Führungs- und
Klemmschlitze 70a können die Klemmleisten 71 Randnuten 174 aufweisen, wie am besten aus Fig. 5 vorstellbar. Der Auffangbehälter 7 weist Führungsrippen 7a auf, die so bemessen sind, daß sie in die Führungs- und Klemmschlitze
70a hineinpassen, wenn die Hebel 75 in ihre Raststellung mit Auflage ihrer Flächen 75b an die Stellschrauben 24b geschwenkt sind. Demgemäß kann der Auffangbehälter 7 bequem in seine Stellung unterhalb des Auswurfkanals 83 geschoben werden. Wenn alsdann die beiden Hebel 75 in die in Fig. 3 gezeigte Stellung zurückgeschwenkt werden, pressen die Andruckmittel 79 die Führungsrippen 7a gegen die Unterseite 24a der Grundplatte 24, so daß der Behälter 7 in seiner Stellung festgelegt wird.
Es gibt vielerlei Behälter mit dickerem oder dünnerem Verstärkungsrand, der als Führungsrippe dienen kann. Um sich unterschiedlichen Stärken dieses Randes anpassen zu können, ist die Stellschraube 24b vorgesehen, mit der sich die Weite des Spaltes 70a einstellen läßt.
Die Befestigungseinrichtung 70 eignet sich nicht nur zur Festklemmung von Behältern, es können auch sonstige Flanschausbildungen, beispielsweise eines Adapters für den Ansaugstutzen eines Staugsaugers, festgeklemmt werden.
Die neue Labormühle ist besonders
bedienungsfreundlich, da im Gegensatz zur eingangs beschriebenen Konstruktion der Behälter nicht von Hand festgehalten zu werden braucht, wenn er festgespannt werden soll. Vielmehr kann man die Schlitze 70a weit öffnen (Raststellung der Hebel 75), und dann kann der Behälter 7 mit beiden Händen bequem in seine Stellung unterhalb des Auswurfkanals 83 geschoben werden, wo der Behälter auch nach Loslassen verbleibt. Durch Zurückschwenken der Hebel 75 wird die Stellung des Behälters 7 festgelegt, d. h. man muß den Behälter 7 nicht gleichzeitig halten, wenn man die Hebel 75 umlegt.

Claims (6)

Schutzansprüche
1. Labormühle mit Befestigungseinrichtung für eine Gutauffangvorrichtung mit folgenden Merkmalen: ein Gehäuse (2, 3) mit einem Einlaß für zu zerkleinerndes Gut, mit einem Auslaß (83) für zerkleinertes Gut und mit einer Grundplatte (24), die den Auslaß (83) umrahmt,
gekennzeichnet durch folgende Merkmale: zwei Klemmleisten (71) mit je einem ersten (72) und zweiten (73) Ende;
die ersten Enden (72) der Klemmleisten (71) sind am Gehäuse (2) schwenkbar angeordnet; die zweiten Enden (73) der Klemmleisten (71) sind absenkbar angeordnet;
federnde Andruckmittel (79), um die zweiten Enden (73) der Klemmleisten (71) an die Grundplatte (24) anzudrücken;
zwei Exzenter- oder Nockenhebel (75) mit jeweils zwei Stellungen, wobei in der ersten Stellung die zweiten Enden (73) der Klemmleisten (71) gegen die Kraft der Andruckmittel (79) von der Grundplatte (24) abgesenkt und zu den jeweiligen Klemmleisten je ein Klemmspalt (70a) geöffnet wird und in der zweiten Stellung die zweiten Enden (73) der Klemmleisten (71) in Richtung auf die Grundplatte (24) gezogen werden; die Weite des geöffneten Klemmspaltes (70a) ist größer als die Dicke von Führungsrippen (7a) der Gutauffangvorrichtung, während in der zweiten Stellung der Exzenter- oder Nockenhebel (75) die Weite des Klemmspaltes (70a) der Dicke der Führungsrippen (7a) entspricht.
2. Labormühle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Exzenter- oder Nockenhebel (75) einen Exzenternocken (75a) mit ansteigender Nockenfläche gegenüber der Exzenterschwenkachse (76) aufweist und daß eine Rastfläche (75b) jenseits der Stelle größten Abstands zur Schwenkachse vorgesehen ist, um dem Exzenter- oder Nockenhebel (75) eine Raststellung zu erteilen.
3. Labormühle nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenkachse (76) des Exzenter- oder Nockenhebels (75) als ein Stift ausgebildet ist, der in einer Nut (77) am zweiten Ende (73) der Klemmleiste gelagert ist, und daß der Exzenter- oder Nockenhebel (75) durch ein Langloch (74) der Klemmleiste hindurchreicht.
. Labormühle nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterseite (24a) der Grundplatte (24) eine Stellschraube (24b) zur Zusammenarbeit mit dem Nocken (75a) des Exzenter- oder Nockenhebels (75) aufweist.
5. Labormühle nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die federnden Andruckmittel (79) durch je ein Paket Tellerfedern (170) pro Klemmleiste gebildet werden, die jeweils durch einen Schraubbolzen (172) unter Zwischenlage der Klemmleiste (71) an der Unterseite (24a) der Grundplatte (24) gehalten werden.
6. Labormühle nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die ersten Enden (72) der Klemmleisten (71) lose in Langlöchern (78) einer Flanschplatte (20) des Gehäuses (2) gehalten werden, um ein Schwenklager zu bilden.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102019108306A1 (de) * 2019-03-29 2020-10-01 Fritsch Gmbh Schneidmühle zum schneidenden Zerkleinern von Proben
EP3831494A1 (de) * 2019-12-06 2021-06-09 Fritsch GmbH Schneidmühle zum schneidenden zerkleinern von proben

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DE102019108306A1 (de) * 2019-03-29 2020-10-01 Fritsch Gmbh Schneidmühle zum schneidenden Zerkleinern von Proben
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