DE29720450U1 - Sterilisationscontainer - Google Patents

Sterilisationscontainer

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    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61LMETHODS OR APPARATUS FOR STERILISING MATERIALS OR OBJECTS IN GENERAL; DISINFECTION, STERILISATION OR DEODORISATION OF AIR; CHEMICAL ASPECTS OF BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES; MATERIALS FOR BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES
    • A61L2/00Disinfection or sterilisation of materials or objects, in general; Accessories therefor
    • A61L2/26Accessories
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
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    • A61B50/00Containers, covers, furniture or holders specially adapted for surgical or diagnostic appliances or instruments, e.g. sterile covers

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Description

♦ &Mgr;
18. November 1997 06295-97 La/He-cs-mf
Karl Leibinger Medizintechnik GmbH & Co. KG D-78570 Mühlheim
Sterilisationscontainer
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Sterilisationscontainer mit einem Raum zur Aufnahme des Sterilisationsgutes, wobei eine oder mehrere mit dem Raum in Verbindung stehende öffnungen und/oder Durchlässe vorgesehen sind, durch die der Raum belüftbar ist.
Derartige Sterilisationscontainer finden in Krankenhäusern und Arztpraxen breite Verwendung. Sie dienen zur Aufnahme von medizinischen Arbeitsmitteln, deren Sterilität für eine medizinische Behandlung, insbesondere für einen operativen Eingriff, zuverlässig gewährleistet sein muß. Eine wesentliche Aufgabe derartiger Sterilisationscontainer besteht darin, beim Entnehmen der mit den sterilisierten Arbeitsmitteln gefüllten Sterilisationscontainer aus dem Steriiisator die Arbeitsmittel steril zu halten und entsprechend die Zufuhr von Keimen, beispielsweise aus der die Container umgebenden Luft, zu verhindern. Der Zustrom von Umgebungsluft in den Sterilisationsbehälter erfolgt aufgrund eines Druckgefälles, welches dadurch entsteht, daß sich die in dem Sterilisationscontainer befindliche heiße Luft durch Abkühlung kontrahiert. Der Zustrom von Umgebungsluft muß ermöglicht werden,
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um eine Beschädigung des Sterilisationscontainers durch die entstehende Druckdifferenz zu vermeiden und im Bedarfsfall ein problemloses Öffnen zu ermöglichen.
Die Abtötung von Keimen, die sich in der zuströmenden Luft befinden können, kann beispielsweise dadurch erfolgen, daß die entsprechenden Luftaustauschöffnungen des Sterilisationscontainers mit einem keimtötenden Filter versehen werden, bei dessen Passieren eine Sterilisation der Luft erfolgt. Eine andere Möglichkeit, die Arbeitsmittei steril zu halten, wird in der DE 41 11 075 beschrieben. Hier wird ein Sterilisationscontainer offenbart, der eine Ventilanordnung aufweist, die einen Medienaustausch innerhalb des Sterilisators bis zu einem vorgebbaren Temperaturniveau ermöglicht. Während der Belüftungsphase des Sterilisationscontainers schließt die Ventilanordnung bei Unterschreiten dieses Temperaturniveaus, wodurch ein weiterer Medienaustausch mit dem Behälterinnenraum unterbunden wird. Der Behälter bleibt durch das Restvakuum, dessen Höhe vom Schließzeitpunkt der Ventilanordnung abhängt, dicht verschlossen. Der Einsatz von Ventilen bringt den Nachteil mit sich, daß die Sterilisationscontainer einen verhältnismäßig komplexen Aufbau aufweisen, was deren Herstellung entsprechend verteuert. Darüber hinaus läßt die Verwendung von Ventilen einen Luftaustausch außerhalb des Sterilisators nicht zu, da der geöffnete Ventilzustand einen Zustrom nicht sterilisierter Luft in den Sterilisationscontainer zur Folge hat.
Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Sterilisationscontainer zu schaffen, der einfach aufgebaut ist und die Zufuhr unsteriler Medien zuverlässig verhindert.
Diese Aufgabe wird ausgehend von einem gattungsgemäßen Sterilisationscontainer dadurch gelöst, daß die Wandungen der Öffnungen und/oder Durchlässe eine Ausgestaltung und/oder Beschaffenheit aufweisen, durch die eine Sterilisation des in den Öffnungen und/oder Durchlässen befindlichen oder durch diese strömenden Mediums bewirkt wird. Die sterilisierende Wirkung der erfindungsgemäßen Wandungen beruht somit auf der Ausgestaltung der Wandungen, die sich auf eine räumliche Anordnung beispielsweise von Vorsprüngen und entsprechende Ausspa-
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rungen sowie deren Abstand beziehen kann, oder auf der Beschaffenheit der Wandungen, die sich z.B. auf eine Art und Struktur des Wandungsmaterials oder einer Oberflächenschicht der Wandung erstreckt. Ebenso ist es möglich sowohl die Ausgestaltung der Wandung als auch deren Beschaffenheit derart zu wählen, daß die Sterilität des Containerinnenraumes und somit der darin befindlichen Arbeitsmittel gewährleistet ist.
Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung sind die Wandungen der Öffnungen und/oder Durchlässe derart ausgestaltet, daß der durch die Wandungen gebildete Pfad zur Durchführung der Luft wenigstens zwei Umlenkungen aufweist, durch die die Luft jeweils in etwa rechtwinklig oder um einen Winkel von > 90° umgelenkt wird. Eine derartige, wenigstens zweifache Umlenkung hat zur Folge, daß die angesaugte Luft, die während der Abkühlphase zwangsweise den erfindungsgemäßen Umlenkungen folgt, sterilisiert wird. Ein derartiger Aufbau beruht auf der Erkenntnis, daß Keime gemäß des Prinzips der Pasteurschen Schleife nicht zweimal eine Umlenkung passieren, die in etwa rechtwinklig ausgeführt ist oder eine zwangsweise Umlenkung der Luft um einen Winkel von > 90° zur Folge hat. Die erfindungsgemäße Ausgestaltung der Wandungen der Öffnungen und/oder Durchlässe, durch die die Luft in den Raum des Sterilisationscontainers geführt wird, bewirkt, daß die Sterilität der in dem Sterilisationscontainer befindlichen Luft ohne die Verwendung bewegter Teile oder entsprechender keimtötender Filter sicher gewährleistet bleibt, während Umgebungsluft zuströmt.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Wandungen der Öffnungen und/oder Durchlässe derart ausgestaltet sind, daß jeweils eine rechtwinklige Umlenkung erfolgt. Rechtwinklige Aussparungen bzw. Vorsprünge sind verhältnismäßig einfach hersteilbar.
Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung sind die Wandungen der Öffnungen und/oder Durchlässe mit einem keimtötenden Mittel beschichtet oder weisen eine keimtötende Oberflächenschicht auf. Dadurch wird unabhängig von einer speziellen Formgebung der Wandung der Zutritt von Keimen
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in den Raum des Sterilisationsbehäiters vermieden. Dementsprechend können die Wandungen der Öffnungen und/oder Durchlässen gerade ausgeführt sein oder auch Umlenkungen aufweisen. Die erfindungsgemäße Beschichtung bzw. Oberflächenschicht der Wandungen stellt in jedem Fall die Sterilisation des in den Öffnungen und/oder Durchlässen befindlichen oder durch diese strömenden Mediums bzw. der Umgebungsluft sicher. Weist der durch die Wandungen definierte Luftpfad Umlenkungen auf, kann die Ansammlung von Keimen im Bereich der Umlenkungen durch die erfindungsgemäße Beschichtung bzw. Oberflächenschicht verhindert werden. Es ist auch denkbar, daß nicht nur die Oberflächenschicht keimtötende Eigenschaften aufweist, sondern die gesamten Wandungen aus einem keimtötenden Material aufgebaut sind.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn das keimtötende Mittel und die Oberflächenschicht Zink und/oder Kupfer enthalten.
Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung weist der Sterilisationscontainer einen Deckel auf, in dem die Öffnungen und/oder Durchlässe angeordnet sind. Nach dem Einlegen der zu sterilisierenden Arbeitsmittel in den Sterilisationscontainer wird der Deckel dicht verschlossen, wodurch ein Luftaustausch mit dem Behälter nur über die Öffnungen und/oder Durchlässe erfolgen kann. Nach dem Entnehmen des derart verschlossenen Sterilisationscontainers aus dem Sterilisator wird die Luft nunmehr durch die erfindungsgemäß ausgestalteten Öffnungen und/oder Durchlässe des Deckels geführt, wodurch eine Entkeimung der beim Abkühlprozeß angesaugten Luft zuverlässig erreicht wird.
Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung werden die Wandungen der Öffnungen und/oder Durchlässe durch ein erstes und ein diesem gegenüberliegend angeordnetes zweites Einbauteil gebildet, die mit dem Sterilisationscontainer verbindbar sind. Somit ist es nfiöglich, einen verhältnismäßig einfach aufgebauten Sterilisationscontainer herzustellen, und die erfindungsgemäße Ausgestaltung der Wandungen mittels Einbauteilen zu bewirken und durch die Wahl entsprechend unterschiedlicher Einbauteile beliebig zu ändern. Die Einbauteile
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können dabei im Deckel des Sterilisationsbehälters oder auch an jeder anderen geeigneten Position angeordnet sein. Sind die Einbauteile mit dem Sterilisationscontainer lösbar verbunden, hat dies den Vorteil, daß eine zusätzliche Reinigung oder ein Austausch der Einbauteiie gegen Einbauteile mit entsprechend anders ausgestalteten Wandungen ohne weiteres möglich ist. Somit ist es prinzipiell ausreichend, nur eine Art von Sterilisationscontainern bereitzustellen, und die erfindungsgemäßen Wandungen zur Keimabtötung mittels der Einbauelemente unterschiedlich und an die jeweiligen Anforderungen angepaßt ausgestalten zu können.
In weiterer Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung ist vorgesehen, daß der Dekkel des Sterilisationscontainers eine Ausnehmung aufweist, in die das erste und das zweite Einbauteil einfügbar sind. In diesem Fall wird vor Benutzung des Containers eine Montage des ersten und des zweiten Einbauteils in die entsprechenden Ausnehmungen des Deckels durchgeführt. Nach der Montage ist der Sterilisationscontainer betriebsbereit.
Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung erstreckt sich in der Ausnehmung des Deckeis ein Steg, mit dem das erste und das zweite Einbauteil zum Zwecke der Fixierung verbindbar sind. Dabei ist es möglich, daß der Steg sowie die Einbauteile miteinander fluchtende Bohrungen aufweisen, durch die eine Schraube oder ein sonstiges geeignetes Verbindungselement durchführbar und fixierbar ist. Ebenso ist es möglich, durch die entsprechende Ausgestaltung des ersten und zweiten Einbauteils sowie der Dicke des Steges den Abstand der Wandungen, die die Öffnungen und/oder Durchlässe bilden, variabel zu gestalten.
Die Wandung des ersten Einbauteils kann halbkreisförmige Vorsprünge und die Wandung des zweiten Einbauteils Aussparungen aufweisen, in die die Vorsprünge des ersten Einbauteils eingreifen. Dadurch wird es möglich, einen Durchlaß für die Zufuhr der beim Abkühlen einströmenden Luft bereitzustellen, der sich über ein oder mehrere halbkreisförmige Segmente erstreckt und eine entsprechend rasche und gleichmäßige Zufuhr der Luft ermöglicht. Die beim Abkühlen einströmende Luft wird beispielsweise von einem Eintritt radial entlang der Wandungen des ersten
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und des zweiten Einbauteils geführt, wodurch ein zwangsweises Passieren der Vorsprünge und Aussparungen erfolgt. Eines oder beide der Einbauteile können schließlich am Rand angeordnete Aussparungen aufweisen, durch die die Luft nach Passieren der halbkreisförmigen Vorsprünge und der entsprechenden Aussparungen in den Raum des Sterilisationscontainers eintreten kann. Um die Luftzufuhr in den Sterilisationscontainer zu beschleunigen und eine gleichmäßige Zufuhr zu ermöglichen, können mehrere erste und mehrere zweite Einbauteile vorgesehen sein.
Weiterhin kann ein Temperatursensor vorgesehen sein, der einen von der Temperatur der in dem Sterilisationscontainer befindlichen Luft abhängigen Schaltzustand aufweist.
Der Temperatursensor kann ein Thermobimetall aufweisen, das bei Über- oder Unterschreiten eines Temperaturwertes von einem konvexen in einen konkav geformten Zustand umschaltet. Dabei kann die entsprechende räumliche Zustandsänderung des Temperatursensors dazu benutzt werden, den Abstand der Wandungen zu verändern und entsprechend an unterschiedliche Temperaturniveaus anzupassen.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß der Deckel nach außen weisende Vorsprünge zur beabstandeten Stapelung von Sterilisationscontainers aufweist. Dadurch wird es möglich, mehrere aufeinander gestapelte Sterilisationscontainer gleichzeitig zu sterilisieren, ohne daß dabei die Öffnungen und/oder Durchlässe zum Luftaustausch blockiert werden.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1: Eine perspektivische Darstellung ides erfindungsgemäßen Sterilisationscontainers mit ersten und zweiten Einbauteilen im auseinandergezogenen Zustand,
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Fig. 2: eine Draufsicht auf den Sterilisationscontainer gemäß Fig. 1 im montierten Zustand,
Fig. 3: eine Schnittdarstellung gemäß der Linie A-A in Fig. 2 und Fig. 4. eine Darstellung der Einzelheit X in Fig. 3.
Fig. 1 zeigt den Steriiisationscontainer 10, der aus einem Basisteil 14 und einem darauf aufsetzbaren Deckel 12 besteht. Das Basisteii 14 umfaßt einen Raum 110 zur Aufnahme des Sterilisationsgutes.
Der Deckel 12 weist halbkreisförmige Ausnehmungen 120 auf, die jeweils durch einen Steg 140 getrennt sind. Der Steg 140 dient zur Fixierung des ersten 30 und des zweiten Einbauteils 40, die jeweils die Wandungen 302, 402 der Öffnungen und/oder Durchlässe aufweisen, mittels derer der Raum 110 belüftbar ist. Im montierten Zustand liegen die Einbauteile 30, 40 an dem Steg 140 an und werden daran mittels eines geeigneten Verbindungselementes fixiert.
Fig. 1 zeigt ferner die Aussparungen 404 des zweiten Einbauteils 40, die mit entsprechenden (nicht dargestellten) Vorsprüngen des ersten Einbauteils 30 im montierten Zustand in Eingriff stehen. Sowohl die Vorsprünge als auch die Aussparungen 404 der Einbauteil 30, 40 sind halbkreisförmig ausgeführt und werden in den ebenfalls halbkreisförmig ausgestalteten Ausnehmungen 120 des Deckels 12 aufgenommen.
Auf der Oberseite des Deckeis 12 befinden sich Vorsprünge 122, die beim Aufstapeln der Sterilisationscontainer einen Abstand zum Boden des nächstfolgenden Sterilisationscontainers 10 sichersteilen.
Fig. 2 zeigt eine Draufsicht auf einen Decke! 12 des erfindungsgemäßen Sterilisationscontainers 10 mit zwei ersten symmetrisch angeordneten Einbauteilen 30, die in entsprechenden (nicht dargestellten) Ausnehmungen des Deckels 12 angeordnet
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sind. Jedes der ersten Einbauteile 30 ist von vier beabstandet angeordneten Vorsprüngen 122 umgeben.
In Fig. 3 ist eine Schnittdarstellung gemäß der Linie A-A nach Fig. 2 dargestellt. Auf dem Basisteil 14 des Sterilisationscontainers 10 sitzt der Decke! 12, in dessen Ausnehmung das erste 30 und zweite Einbauteil 40 angeordnet sind. Beide Einbauteile 30, 40 begrenzen zwischen sich einen Durchlaß 20, der den Zustrom der während der Abkühlphase eingesaugten Luft in den Raum 110 ermöglicht.
Fig. 4 zeigt die Einzelheit X gemäß Fig. 3 in vergrößerter Darstellung. Als gestrichelte Linie eingezeichnet ist der Pfad 22, den die eingesaugte Luft während des Zustroms in den Raum 110 durchläuft. Fig. 4 verdeutlicht, daß die Wandungen 302, 402 des ersten 30 und zweiten Einbauteils 40 den Pfad 22 bilden, der gemäß dem vorliegenden Ausführungsbeispiel mehrere rechtwinklige Umlenkungen 220, 222 aufweist. Durch diese Umlenkungen wird jeweils eine rechtwinklige Ableitung der in den Sterilisationscontainer einströmenden Luft bewirkt. Die Umlenkung wird dadurch erreicht, daß die Wandungen 302, 402 des ersten 30 und zweiten Einbauteils 40 Vorsprünge 304 und entsprechende Aussparungen 404 aufweisen, die eine zwangsweise Umlenkung der zugeführten Luft bedingen. Durch die hier dargestellte rechtwinklige Umlenkung wird eine Sterilisation der zuströmenden Luft bewirkt. Die Wandungen 302, 402 können mit (nicht dargestellten) keimtötenden Mitteln beschichtet sein oder eine keimtötende Schicht aufweisen. Ebenso ist es möglich, die Wandungen geradlinig vorzusehen und mit keimtötenden Mitteln zu versehen bzw. mit einer keimtötenden Oberflächenschicht auszuführen. Neben dem in Fig. 4 dargestellten rechtwinkligen Umlenken der Luft ist es auch denkbar, die Luft um einen Winkel von > 90° umzulenken, was durch einen entsprechende Ausgestaltung der Vorsprünge 304 und Aussparungen 404 ohne weiteres möglich ist.
Fig. 4 zeigt ferner, daß sowohl das erste Einbauteil 30 als auch das zweite Einbauteil 40 an dem Steg 140, der sich durch die Ausnehmung des Deckels erstreckt, fixiert sind. Durch eine Variation der Dicke der Einbauteile 30, 40, der Dicke des Steges 140 oder der entsprechenden Vorsprünge 304 und Aussparungen 404 ist
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es möglich, den Abstand der Wandungen 302, 402 und damit die Größe des Durchlasses 20 zu variieren.
Die erfindungsgemäße Ausgestaltung der Wandungen der mit dem Raum zur Aufnahme des Steriiisationsgutes in Verbindung stehenden Öffnungen und/oder Durchlässe ermöglicht es, eine zuverlässige Sterilisation der zugeführten Medien, insbesondere Luft zu erreichen, ohne daß dazu weitere Hilfsmittel, wie Ventile oder Filter notwendig sind. Somit wird ein einfach aufgebauter Sterilisationscontainer bereitgestellt, der die Sterilität der zuströmenden Luft und somit der in dem Container befindlichen Arbeitsmittel zuverlässig gewährleistet.

Claims (13)

18. November 1997 06295-97 La/He-cs-mf Karl Leibinger Medizintechnik GmbH & Co. KG D-78570 Mühlheim Sterilisationscontainer Ansprüche
1. Sterilisationscontainer (10) mit einem Raum (110) zur Aufnahme des Sterilisationsgutes, wobei eine oder mehrere mit dem Raum (110) in Verbindung stehende Öffnungen und/oder Durchlässe (20) vorgesehen sind, durch die der Raum (110) belüftbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Wandungen (302,402) der Öffnungen und/oder Durchlässe (20) eine Ausgestaltung und/oder Beschaffenheit aufweisen, durch die eine Sterilisation des in den Öffnungen und/oder Durchlässen (20) befindlichen oder durch diese strömenden Mediums bewirkt wird.
2. Sterilisationscontainer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Wandungen (302, 402) der Öffnungen und/oder Durchlässe (20) derart aus-
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gestaltet sind, daß der durch die Wandungen (302, 402) gebildete Pfad (22) zur Durchführung der Luft wenigstens zwei Umlenkungen (220, 222) aufweist, durch die die Luft jeweils in etwa rechtwinklig oder um einen Winkel von > 90° umgelenkt wird.
3. Sterilisationscontainer (10) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Wandungen (302, 402) der Öffnungen und/oder der Durchlässe (20) derart ausgestaltet sind, daß jeweils eine rechtwinklige Umlenkung erfolgt.
4. Sterilisationscontainer (10) nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Wandungen (302, 402) der Öffnungen und/oder Durchlässe (20) mit einem keimtötenden Mittel beschichtet sind und/oder eine keimtötende Oberflächenschicht aufweisen.
5. Sterilisationscontainer (10) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das keimtötende Mittel und die Oberflächenschicht Zink und/oder Kupfer enthält.
6. Sterilisationscontainer (10) nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Sterilisationscontainer (10) einen Deckel (12) aufweist, in dem die Öffnungen und/oder Durchlässe (20) angeordnet sind.
7. Sterilisationscontainer (10) nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Wandungen (302, 402) der Öffnungen und/oder der Durchlässe (20) durch ein erstes (30) und ein diesem gegenüberliegend angeordnetes zweites Einbauteil (40) gebildet werden, die mit dem Sterilisationscontainer (10) verbindbar sind.
8. Sterilisationscontainer (10) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Deckel (12) des Sterilisationscontainers (10) eine Ausnehmung (120) aufweist, in die das erste (30) und das zweite Einbauteil (40) einfügbar sind.
9. Sterilisationscontainer (10) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß sich in der Ausnehmung (120) des Deckels (12) ein Steg (140) erstreckt, mit dem das erste (30) und das zweite Einbauteil (40) zum Zwecke der Fixierung verbindbar sind.
10. Sterilisationscontainer (10) nach einem oder mehreren der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Wandung (302) des ersten Einbauteils (30) halbkreisförmige Vorsprünge (304) und die Wandung (402) des zweiten Einbauteils (40) Aussparungen (404) aufweist, in die die Vorsprünge (304) des ersten Einbauteils (30) eingreifen.
11. Sterilisationscontainer (10) nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß ein Temperatursensor vorgesehen ist, der einen von der Temperatur der in dem Sterilisationscontainer (10) befindlichen Luft abhängigen Schaltzustand aufweist.
12. Sterilisationscontainer (10) nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Temperatursensor ein Thermobimetall aufweist.
13. Sterilisationscontainer (10) nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Deckel (12) nach außen weisende Vorsprünge (122) zur beabstandeten Stapelung von Sterilisationscontainern (10) aufweist.
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