DE29804575U1 - Mulchgerät - Google Patents

Mulchgerät

Info

Publication number
DE29804575U1
DE29804575U1 DE29804575U DE29804575U DE29804575U1 DE 29804575 U1 DE29804575 U1 DE 29804575U1 DE 29804575 U DE29804575 U DE 29804575U DE 29804575 U DE29804575 U DE 29804575U DE 29804575 U1 DE29804575 U1 DE 29804575U1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
housing
tractor
mulching device
mulching
sensing
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DE29804575U
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
ROELL HANS
Original Assignee
ROELL HANS
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by ROELL HANS filed Critical ROELL HANS
Priority to DE29804575U priority Critical patent/DE29804575U1/de
Publication of DE29804575U1 publication Critical patent/DE29804575U1/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01BSOIL WORKING IN AGRICULTURE OR FORESTRY; PARTS, DETAILS, OR ACCESSORIES OF AGRICULTURAL MACHINES OR IMPLEMENTS, IN GENERAL
    • A01B39/00Machines specially adapted for working soil on which crops are growing
    • A01B39/20Tools; Details
    • A01B39/26Arrangements for protecting plants, e.g. fenders
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01BSOIL WORKING IN AGRICULTURE OR FORESTRY; PARTS, DETAILS, OR ACCESSORIES OF AGRICULTURAL MACHINES OR IMPLEMENTS, IN GENERAL
    • A01B39/00Machines specially adapted for working soil on which crops are growing
    • A01B39/08Machines specially adapted for working soil on which crops are growing with rotating tools such as weeding machines
    • A01B39/085Machines specially adapted for working soil on which crops are growing with rotating tools such as weeding machines the rotating tools being actively driven
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01BSOIL WORKING IN AGRICULTURE OR FORESTRY; PARTS, DETAILS, OR ACCESSORIES OF AGRICULTURAL MACHINES OR IMPLEMENTS, IN GENERAL
    • A01B39/00Machines specially adapted for working soil on which crops are growing
    • A01B39/12Machines specially adapted for working soil on which crops are growing for special purposes, e.g. for special culture
    • A01B39/16Machines specially adapted for working soil on which crops are growing for special purposes, e.g. for special culture for working in vineyards, orchards, or the like
    • A01B39/163Machines specially adapted for working soil on which crops are growing for special purposes, e.g. for special culture for working in vineyards, orchards, or the like comprising rotating tools
    • A01B39/166Machines specially adapted for working soil on which crops are growing for special purposes, e.g. for special culture for working in vineyards, orchards, or the like comprising rotating tools actively driven

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Soil Sciences (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Acyclic And Carbocyclic Compounds In Medicinal Compositions (AREA)
  • Transplanting Machines (AREA)

Description

Patentanwalts OUbrjcijt *&·
Am Weinberg 15 D-35096 Weimar-Niederweimar Telefon: 06421 78627 Telefax: 06421 7153
G 855 - Bu/bo 16. März 1998
Hans Roll, Rhinaer Str. 14, 36166 Haunetal-Wehrda
Mischgerät Beschreibung
Die Erfindung betrifft ein Mulchgerät gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1.
Für die Bodenpflege im Weinbau, insbesondere zum Kürzen des Bodenwuchses zwischen den Weinstöcken, verwendet man gewöhnlich Mulchgeräte. Diese besitzen meist ein Gehäuse, das an eine Zugmaschine, z.B. einen Schlepper oder Traktor, angehängt wird, sowie zwei in dem Gehäuse nebeneinander angeordnete, horizontal rotierende Messerpaare, die über eine Getriebeanordnung mit der Zapfwelle des Schleppers oder Traktors antriebsverbunden sind. Um die Arbeitsbreite des Mulchgeräts an unterschiedliche Breiten der zwischen den Weinstöcken gebildeten Gassen anpassen zu können, ist das Gehäuse mittels einer Einstellvorrichtung quer zur Fahrtrichtung linear breitenverstellbar ausgebildet.
Ein solches Mulchgerät ist beispielsweise aus DE-OS 44 28 288 bekannt. Die Messer sitzen paarweise in Werkzeugträgern, die beidseitig zu einem Grundrahmen angeordnet sind. Mittels in Führungshülsen gelagerter Führungsstangen sowie hydraulischer Stellzylinder lassen sich die Werkzeugträger in ihrem Abstand relativ zueinander stufenlos verstellen. Für jedes Messerpaar sind auf den Werkzeugträgern Winkelgetriebe vorgesehen, die über ein Scherengetriebe und eine Gelenkwelle mit der Zapfwelle des Schleppers in Verbindung stehen. Die Hydraulikzylinder schließt man zweckmäßig an die Hydraulik des Schleppers oder Traktors an. Durch geeignete hydraulische Steuerungs-
elemente, die von dem Schlepper bzw. Traktor aus bedienbar sind, lassen sich die Werkzeugträger mit den Messerpaaren sowohl synchron entgegengesetzt als auch einzeln auf eine gewünschte Arbeitsbreite einstellen.
Eine in DE 295 03 464 offenbarte Mähmaschine hat zwei an einem Rahmen befestigte, gegenläufig rotierende Schneidwerkzeuge, deren Relativabstand ebenfalls mittels Hydraulikzylindern quer zur Fahrtrichtung einstellbar ist. Der Rahmen besteht aus einem ersten feststehenden Teil, der an die Zugmaschine angehängt wird, sowie zwei beweglichen Teilen, die teleskopartig von dem ersten Teil aufgenommen werden. Für jedes Schneidwerkzeug ist ein separates Getriebe vorgesehen, das über eine Teleskopwelle und ein Universalgelenk mit einem zentralen Kettenantriebskasten verbunden ist, der die Ausgangswelle der Zugmaschine anzapft.
Die Arbeitsbreite der Mulchgeräte wird nach Möglichkeit so gewählt, daß die Messer den Boden bis dicht an die Weinstöcke heran bearbeiten können. Da letztere jedoch nicht immer exakt fluchtend in einer Reihe stehen, besteht die Gefahr, daß das seitlich von dem Schlepper bzw. Traktor ausladende Mulchgerät beim Entlangfahren in den zwischen den Weinstöcken gebildeten Gassen mit den Weinstöcken oder sonstigen Hindernissen kollidiert. Daher muß man entweder die Arbeitsbreite entsprechend der engsten Stelle zwischen den Weinstöcken wählen, was oft zu schlechten Arbeitsergebnissen im Randbereich führt, oder man muß den Arbeitsverlauf ständig kontrollieren und die Arbeitsbreite des Mulchgeräts entsprechend von Hand nachstellen. Dadurch wird jedoch die Arbeitsgeschwindigkeit drastisch verringert.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diesen und weiteren Mangeln des Standes der Technik mit einfachen Mitteln abzuhelfen. Angestrebt wird ein Mulchgerät, das ebenso einfach wie robust aufgebaut ist und bei hoher Arbeitsgeschwindigkeit selbst in den Randbereichen optimale Arbeitsergebnisse ermöglicht. Das Mulchgerät soll die Weinstöcke möglichst dicht anfahren, ohne diese jedoch zu berühren bzw. zu verletzen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß bei einem Mulchgerät für den Betrieb an einer landwirtschaftlichen Zugmaschine, beispielsweise einem Traktor oder Schlepper, mit einem an die Zugmaschine anhängbaren, breitenverstellbaren Gehäuse, wenigstens zwei in dem Gehäuse nebeneinander angeordneten, in einer bodenparallelen Ebene gegenläufig angetriebenen
Arbeitswerkzeugen sowie einer Getriebeanordnung zur Übertragung einer Antriebskraft von der Zugmaschine auf die Arbeitswerkzeuge, der Relativabstand zwischen den Arbeitswerkzeugen mittels an dem Gehäuse angreifender Stellmittel quer zur Fahrtrichtung der Zugmaschine linear einstellbar ist, wobei jedem Arbeitswerkzeug ein Stellmittel und jedem Stellmittel eine Stockabtastung zugeordnet ist, und wobei die Stockabtastungen in Verstellrichtung der Arbeitswerkzeuge seitlich an dem Gehäuse angeordnet sind und wobei jedes Stellmittel über die zugeordnete Stockabtastung betätigbar ist.
Weitere bevorzugte Ausgestaltungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Wesentliche Vorteile ergeben sich aus der erheblich vereinfachten Handhabung des Mulchgeräts. Das Mulchgerat kann seitliche Hindernisse erkennen und seine Arbeitsbreite entsprechend korrigieren. Die Arbeitsbreite ist stufenlos einstellbar und wird durch die Stockabtastung während des Betriebes automatisch korrigiert.
Es sind bereits Mulchgeräte bekannt, die eine automatische Stockabtastung mittels Tastern besitzen. Diese sind jedoch speziell für die Beseitigung des Bodenwuchses zwischen den Längsabständen der Weinstöcke konzipiert. Sie haben meist zwei in einem fest vorgegebenen Abstand zueinander angeordnete, gegenläufig rotierende Messer, sowie zwei weitere Messerwerkzeuge, die in seitlich um die feststehenden Messerachsen schwenkbaren Auslegerarmen gelagert sind. Ein außen an dem Ausleger angebrachter Taster steuert im Zusammenwirken mit einem hydraulischen Schalter die Schwenkbewegungen der Werkzeugarme. Problematisch hierbei ist, daß der Taster in Fahrtrichtung vor dem Schwenkarm angeordnet ist. Das Mulchgerat fährt somit zunächst frontal das Hindernis an und schwenkt erst dann seine Arme nach hinten ein. Dadurch wird jedoch unmittelbar eine Längenänderung des gesamten Mulchgeräts bewirkt, so daß erhebliche Lastwechsel an der Zugmaschine auftreten können. Die Handhabung der Zugmaschine und damit des Mulchgeräts werden erheblich beeinträchtigt.
Demgegenüber beschreitet die Erfindung einen neuen Weg. Jedem Arbeitswerkzeug ist ein Stellmittel und jedem Stellmittel eine Stockabtastung zugeordnet, wobei die Stockabtastung seitlich neben dem Gehäuse angebracht ist. Dadurch ergeben sich insbesondere Vorteile im Weinbau. Zu eng stehende Weinstöcke oder seitlich auftretende Hindernisse werden von dem Mulchgerat
nicht mehr frontal angefahren, sondern lediglich von der Stockabtastung seitlich gestreift. Das Gehäuse des Mulchgeräts kann die Weinstöcke nicht mehr berühren und damit auch nicht mehr beschädigen. Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß durch die lineare Breitenverstellung das Gehäuse in seinen Längenabmessungen nicht verändert wird. Der Schwerpunkt des Mulchgeräts wird nicht verändert. Es treten folglich keine Lastwechselreaktionen an der Zugmaschine mehr auf. Diese läßt sich in allen Bereichen leicht handhaben bzw. steuern.
Jede Stockabtastung weist Tast- oder Sensormittel auf, die Hindernisse, Engstellen u.dgl. innerhalb der Gassen zwischen den Weinstöcken sicher erfassen und über ein Steuergerät die Stellmittel entsprechend betätigen. Letztere sind bevorzugt hydraulische Doppelzylinder mit jeweils einem Hauptzylinder und einem zweiten Zylinder, beispielsweise einem weiteren Stellzylinder. Dadurch läßt sich die Breitenverstellung des Mulchgeräts und die Breitenkorrektur aufgrund eines auftretenden Hindernisses unabhängig voneinander einstellen bzw. steuern. Während beispielsweise die Breitengrundeinstellung über die Hauptzylinder vorgenommen wird, die zu diesem Zweck an die Hydraulik der Zugmaschine angeschlossen sein können, erfolgt die Breitenkorrektur der Arbeitswerkzeuge über die zusätzlichen Stellzylinder. Diese lassen sich unabhängig von den Hauptzylindern ansteueren, was den Steuerungsaufwand deutlich reduziert. Die zwischen den Tastmitteln der Stockabtastung und den Stellzylindern vorgesehenen Steuergeräte können als einfache hydraulische, elektrische, elektro-magnetische oder mechanische Schalter ausgebildet sein.
Eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, daß die Tastmittel der Stockabtastung als Tastbügel ausgebildet sind, die seitlich an dem Gehäuse angelenkt sind und sich als einarmige Hebel über die gesamte seitliche Länge des Gehäuses erstrecken. Stellt man diese nach außen leicht an, werden die Weinstöcke besonders schonend erfaßt. Aufgrund des Länge der Tastbügel wird die Breitenkorrektur erst dann wieder aufgehoben, wenn das Mulchgerät das Hindernis bzw. den Weinstock vollständig passiert hat.
Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus dem Wortlaut der Ansprüche sowie aus der folgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen anhand der Zeichnung. Diese zeigt eine schematische Draufsicht eines Mulchgeräts.
Das allgemein mit 10 bezeichnete Mulchgerät hat ein linear breitenverstellbares Gehäuse 12 mit einer Grundplatte 14, die mit einem (nicht sichtbaren) Haltebügel an einer (ebenfalls nicht dargestellten) Zugmaschine festlegbar ist, und mit zwei rechts und links von der Grundplatte 14 angeordneten Seitenteilen 16, die mittels einer (nicht gezeichneten) Linearführung bzw. -halterung und einer Hydraulikzylinderanordnung 40 relativ zur Grundplatte 14 und quer zur Fahrtrichtung F der Zugmaschine verstellbar gelagert sind. Die Seitenteile 16 werden in jeder Breiteneinstellung von der Grundplatte 14 ein Stück weit überlappt, so daß das Gehäuse 12 stets eine geschlossene Geräteoberfläche aufweist.
Wie man in der Zeichnung erkennt, sind die Gehäuse-Seitenteile 16 als Werkzeugträger ausgebildet. Sie tragen an ihrer Unterseite jeweils einen axialfest auf einer Abtriebswelle 32 gelagerten zweiflügeligen Messerhalter 20, an dessen nach unten abgekröpften Enden Mulchmesser 22 angelenkt sind. Jede Abtriebswelle 32 steht senkrecht zur Gehäuseoberfläche und ist Bestandteil eines Winkelgetriebes 30, das auf der Oberseite des jeweiligen Werkzeugträgers 16 montiert ist. Mittig zwischen den beiden Winkelgetrieben 30 befindet sich ein Umsetzungsgetriebe 34, das mit der Gehäuse-Grundplatte 14 verschraubt ist und über eine (nicht dargestellte) Gelenkwelle, die an einem frontseitigen Wellenzapfen 36 des Umsetzungsgetriebes 34 angreift, mit der (nicht sichtbaren) Antriebseinrichtung der Zugmaschine in Verbindung steht.
Alle drei Getriebe 30, 34, 30 liegen in einer Linie quer zur Fahrtrichtung und werden von einer gemeinsamen, horizontal gelagerten Sechskantwelle 38 durchsetzt, wobei das Umsetzungsgetriebe 34 axialfest auf der Welle 38 sitzt, während die beiden Winkelgetriebe 30 axialverschieblich zu der Welle 38 ausgebildet sind. Verstellt man über die Hydraulikanordnung 40 die Gehäusebreite des Mulchgeräts 10, so gleiten die Winkelgetriebe 30 parallel zur Gehäuse-Linearführung auf der Sechskantwelle 38 entlang. Dadurch wird in jeder Breiteneinstellung des Mulchgeräts 10 eine optimale Kraftübertragung von der Antriebseinrichtung der Zugmaschine auf die Mulchwerkzeuge 20, 22 erzielt. Diese werden in jeder Hanglage und selbst in kritischen Situationen stets zuverlässig angetrieben. Die Betriebssicherheit ist außerordentlich hoch.
Die gesamte Getriebeanordnung 30, 34 ist derart ausgebildet, daß die in horizontaler Ebene nebeneinander rotierenden Mulchmesser 22 mit einem Winkelversatz von 90° gegenläufig angetrieben werden. Gleichzeitig ist sicher-
gestellt, daß sich die Schnittkreise der Mulchmesser 22 in sämtlichen einstellbaren Arbeitsbreiten überlappen, so daß stets ein sauberes Schnittergebnis erzielt wird. Um die Schnitthöhe des Mulchgeräts 10 einstellen zu können, sind an der Geräte-Vorderseite zwei (nicht dargestellte) höhenverstellbare Stützrollen angebracht, während das Gehäuse 12 an seiner Rückseite eine höhenverstellbare Stützwalze 18 aufweist. Bei Bedarf kann die Höheneinstellung mittels elektrischer oder hydraulischer Stellglieder erfolgen, die gegebenenfalls von der Zugmaschine aus steuerbar sind.
Wie in den Zeichnungen angedeutet, sitzt die Hydraulikzylinderanordnung 40 bevorzugt im vorderen Bereich des Gehäuses 12. Sie dient der Breitenverstellung des Mulchgeräts 10 und besteht im wesentlichen aus zwei Doppelzylindern 41 mit jeweils einem Hauptzylinder 42 und einem daran anschließenden Stellzylinder 46. Die Hauptzylinder 42 sind in der Mitte des Gehäuses 12 fest auf der Grundplatte 14 montiert und mittels (nicht gezeigter) Anschlußleitungen an die Hydraulikanlage der Zugmaschine angeschlossen. Die beiden Stellzylinder 46 stehen über Hauptarbeitskolben 44 mit den Hauptzylindern 42 in Verbindung und greifen mit ihren außen liegenden Arbeitskolben 48 jeweils an der Oberseite eines Werkzeugträgers 16 an. Sie sind über Verbindungsleitungen 49 jeweils an ein zugeordnetes Steuergerät 50, z.B. einen hydraulischen Schalter, angeschlossen, die auf den Gehäuse-Seitenteilen 16 befestigt sind und mit seitlich dazu angeordneten Tastbügeln 61 zusammenwirken. Um den erforderlichen Druck in den Stellzylindern 46 zu erzeugen, werden diese ebenfalls von der Hydraulikanlage der Zugmaschine versorgt, beispielsweise über die Hauptzylinder. Bei Bedarf kann man auch separate Anschlüsse vorsehen, die z.B. direkt über die Steuergeräte 50 geführt sind.
Die Tastbügel 61 sind als einarmige Hebel ausgebildet und im vorderen Bereich der Gehäuse-Seitenteile 16 an Drehgelenken 62 schwenkbar gelagert. Sie erstrecken sich über die gesamte Länge des Mulchgeräts 10, wobei ihre Form den Konturen des Gerätegehäuses 12 angepaßt ist. Beide Steuergeräte 50 setzten etwa in der Mitte des jeweils zugeordneten Tastbügels 61 an. Sie halten die Bügel 61 in einer leicht nach außen geschwenkten Stellung. Klappt man die Bügel ein, liegen sie nahezu flach an den Seitenflanken der Gehäuse-Seitenteile 16 an. Sie lösen dabei innerhalb der Steuergeräte 50 einen Schalt- und/oder Steuervorgang aus, der über die Verbindungsleitungen 49 an den jeweils zugeordneten Stellzylinder 46 weitergegeben wird.
Über die Hauptzylinder 42 stellt man zunächst entsprechend der Breite der zwischen den Weinstöcken W gebildeten Gassen die gewünschte Grundarbeitsbreite des Mulchgerats 10 ein. Dabei werden die Hauptzylinder 42, die über ihre Hauptarbeitskolben 44, die Stellzylinder 46 und deren Arbeitskolben 48 an den Werkzeugträgern 16 angreifen, mittels der an der Zugmaschine vorgesehenen (nicht dargestellten) hydraulischen Schaltelemente synchron gesteuert. Die rechts und links von der Grundplatte 14 gelagerten Werkzeugträger 16 werden stets symmetrisch zur Mittelachse des Mulchgerats 10 um die gleiche Strecke verstellt.
Berührt ein Hindernis, z.B ein Stein oder ein Weinstock W, einen der seitlichen Tastbügel 61, weicht dieser nach innen aus und aktiviert den zugeordneten hydraulischen Schalter 50. Der diesem zugeordnete Stellzylinder 46 erhält einen entsprechenden Impuls und fährt das entsprechende Seitenteil 16 mit dem Mulchwerkzeug 20, 22 sofort ein Stück weit ein, so daß der Weinstock W nicht verletzt wird. Sobald der Taster 50 mit dem Hindernis W keine Berührung mehr hat, gelangt er in seine Ausgangsstellung zurück. Der Stellzylinder 46 fährt das Gehäuse 12 wieder auf die ursprünglich eingestellte Grundarbeitsbreite auseinander. Die Zeichnung zeigt das Mulchgerät 10 in einer relativ schmalen Breiteneinstellung. In der rechten Bildhälfte ist jedoch mit gestrichelten Linien eine breitere Einstellung des rechten Seitenteils 16 angedeutet.
Um die Empfindlichkeit der Tastbügel 61 zu erhöhen, ist zwischen diesem und dem Schaltelement 51 des Steuergeräts 50 eine zweiarmige Hebelanordnung 64 vorgesehen. Ein erster Hebelarm 65 ist unmittelbar neben dem Steuergerät 50 an dem Gehäuse-Seitenteil 16 angelenkt. Ein zweiter, etwas kürzerer Hebel 66 ist mit einem Ende gelenkig mit dem ersten verbunden und mit seinem anderen Ende etwa mittig an dem Tasthebel 61 angelenkt. Dieser Gelenkpunkt liegt lotrecht über dem Schaltelement 51 des Steuergeräts 50, das dicht an dem Drehpunkt des ersten Hebelarms 65 ansetzt. Auf diese Weise reicht bereits eine leichte Berührung des Tasthebels 61 aus, um das Steuergerät 50 und damit die Breitenkorrektur zu aktivieren.
Im Gegensatz zum Stand der Technik kann man das Mulchgerät 10 von Beginn an problemlos auf die breiteste Stelle zwischen den Weinstöcken W einstellen, denn sobald das Gehäuse 12 mit seinen Tastern 61 rechts und/oder links ein Hindernis berührt, weicht es mit Hilfe der Stellzylinder 46 reaktionsschnell einseitig oder beidseitig aus. Durch die seitliche Anordnung der Tastbügel 61
werden Beschädigungen an den Weinstöcken W wirksam vermieden. Diese werden nicht frontal angefahren, sondern lediglich seitlich von den Tastbügeln 61 touchiert. Letztere liegen aufgrund ihrer speziellen Ausgestaltung und Anordnung extrem dicht an dem Gehäuse 12 an, das die Weinstöcke W mit seinen Messern 22 dementsprechend dicht anfahren kann. Sobald ein Hindernis den Tastbügel 61 berührt, werden die Stellzylinder 46 aktiviert. Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß der Fahrer der Zugmaschine nicht mehr auf das Mulchgerät 10 und gegebenenfalls störende Hindernisse achten muß. Er kann vielmehr die Arbeitsgeschwindigkeit drastisch erhöht werden, da das Mulchgerät 10 selbständig seinen Hindernissen ausweicht. Die Weinstöcke W werden stets optimal angefahren. Man erzielt außerordentlich gute Schnittergebnisse. Nachbearbeitungen z.B. durch Spritzen sind auf ein Minimum reduziert.
Die Tastbügel 61 sind bevorzugt als dünne Metallbügel ausgebildet. Sie können aber auch aus flachem Bandmaterial gefertigt sein.
Die Erfindung ist nicht auf eine der vorbeschriebenen Ausführungsformen beschränkt, sondern in vielfältiger Weise abwandelbar. So können anstelle hydraulischer Stellzylinder 41, 42, 46 elektrische Stellglieder, beispielsweise Stellmotoren mit entsprechenden Übertragungselementen verwendet werden. Die Tastbügel 61 können bei Bedarf durch geeignete Sensoren oder Sensorfelder ersetzt werden, die bei Berührung oder Auslösung ein zugeordnetes Schaltelement betätigen. Ferner ist das erfindungsgemäße Mulchgerät nicht auf die Verwendung von Mulchmessern 22 beschränkt. Man kann diese je nach Anwendungsbedarf auch durch andere Werkzeuge wie z.B. Kreiselkrümler oder Schneidmesser ersetzen. Aufgrund seiner flachen Bauweise kann man das erfindungsgemäße Mulchgerät 10 problemlos im Obstbau oder anderen Bereichen einsetzen.
Man erkennt, daß bei einem Mulchgerät 10 für den Betrieb an einer landwirtschaftlichen Zugmaschine der Relativabstand zwischen zwei in einem Gehäuse 12 nebeneinander angeordneten, in einer bodenparallelen Ebene gegenläufig angetriebenen Arbeitswerkzeugen 20, 22 mittels an dem Gehäuse 12 angreifender Stellmittel 40 quer zur Fahrtrichtung F der Zugmaschine linear einstellbar ist. Die Stellmittel 40 sind bevorzugt hydraulische Doppelzylinder 41 mit jeweils einem Hauptzylinder 42 und einem Stellzylinder 46, wobei jedem Arbeitswerkzeug 20, 22 ein Hauptzylinder 42 und ein Stellzylinder 46 zugeordnet ist. Letztere sind an zugeordnete Steuergeräte 50 angeschlossen, die
über seitlich an dem Gehäuse 12 angeordnete Stockabtastungen 60 steuerbar sind. Auf beiden Seiten des Gehäuses 12 ist wenigstens eine Stockabtastung 60 vorgesehen, die bevorzugt Tastmittel oder Sensormittel aufweist, um Hindernisse, Engstellen u.dgl. erfassen zu können.
Sämtliche aus den Ansprüchen, der Beschreibung und der Zeichnung hervorgehenden Merkmale und Vorteile, einschließlich konstruktiver Einzelheiten, räumlicher Anordnungen und Verfahrensschritten, können sowohl für sich als auch in den verschiedensten Kombinationen erfindungswesentlich sein.
L£i
Bezugszeichenliste
F Fahrtrichtung
W Weinstock
10 Mulchgerät
12 Gehäuse
14 Grundplatte
16 Seitenteil/Werkzeugträger
18 Stützwalze
20 Messerhalter
22 Mulchmesser
30 Winkelgetriebe
32 Abtriebswelle
34 Umsetzungsgetriebe
36 Wellenzapfen
38 Sechskantwelle
40 Hydraulikanordnung
41 Doppelzylinder
42 Hauptzylinder
44 Hauptarbeitskolben
46 Stellzylinder
48 Arbeitskolben
49 Verbindungsleitung
50 Steuergerät
51 Schaltelement
60 Tastbügel
62 Drehgelenk
64 Hebelanordnung
65 erster Hebelarm
66 zweiter Hebelarm

Claims (13)

• ·· Sch utza nsprüche
1. Mulchgerät (10) für den Betrieb an einer landwirtschaftlichen Zugmaschine, beispielsweise einem Traktor oder Schlepper, mit einem an die Zugmaschine anhängbaren, breitenverstellbaren Gehäuse (12), wenigstens zwei in dem Gehäuse (12) nebeneinander angeordneten, in einer bodenparallelen Ebene gegenläufig angetriebenen Arbeitswerkzeugen (20, 22) sowie einer Getriebeanordnung (30, 34) zur Übertragung einer Antriebskraft von der Zugmaschine auf die Arbeitswerkzeuge (20, 22), dadurch gekennzeichnet,
a) daß der Relativabstand zwischen den Arbeitswerkzeugen (20, 22) mittels an dem Gehäuse (12) angreifender Stellmittel (40) quer zur Fahrtrichtung (F) der Zugmaschine linear einstellbar ist,
b) daß jedem Arbeitswerkzeug (20, 22) ein Stellmittel (40) und jedem Stellmittel (40) eine Stockabtastung (60) zugeordnet ist,
c) daß die Stockabtastungen (60) in Verstellrichtung der Arbeitswerkzeuge (20, 22) seitlich an dem Gehäuse (12) angeordnet sind und
d) daß jedes Stellmittel (40) über die zugeordnete Stockabtastung (60) betätigbar ist.
2. Mulchgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf beiden Seiten des Gehäuses (12) wenigstens eine Stockabtastung (60) vorgesehen ist.
3. Mulchgerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß jede Stockabtastung (60) Tastmittel oder Sensormittel (61) aufweist, die Hindernisse, Engstellen u.dgl. erfassen können.
4. Mulchgerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Tast- oder Sensormittel (61) ein Steuergerät (50) aufweist, durch welches ein zugeordnetes Stellmittel (40) betätigbar ist.
5. Mulchgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Stellmittel (40) hydraulische, mechanische, elektrische und/oder elektro-magnetische Stellglieder sind.
6. Mulchgerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Stellmittel (40) hydraulische Doppelzylinder (41) sind mit jeweils einem Hauptzylinder (42) und einem Stellzylinder (46).
7. Mulchgerät nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Hauptzylinder (42) an eine Hydraulikanlage der Zugmaschine und die Stellzylinder (46) an ein jeweils zugeordnetes Steuergerät (50) angeschlossen sind.
8. Mulchgerät nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuergerät (50) ein hydraulischer, elektrischer, elektro-magnetischer oder mechanischer Schalter ist und/oder daß das Steuergerät (50) ein hydraulisches oder elektro-magnetisches Ventil aufweist.
9. Mulchgerät nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuergerät (50) wenigstens ein Schaltelement (51) hat, das mit dem zugeordneten Tastmittel oder Sensormittel (61) verbunden ist.
9. Mulchgerät nach einem der Ansprüche 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Tastmittel (61) Taster, Tastbügel, Sensoren o.dgl. sind, die seitlich an dem Gehäuse (12) angebracht sind.
10. Mulchgerät nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Tastmittel (61) Tastbügel sind, die seitlich an dem Gehäuse (12) angelenkt sind.
11. Mulchgerät nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Tastbügel (61) als einarmige Hebel ausgebildet sind.
12. Mulchgerät nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß die sich Tastbügel (61) über die gesamte Länge des Gehäuses (12) erstrecken und dabei dessen Kontur folgen.
13. Mulchgerät nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Tastbügel (61) und dem Steuergerät (50) eine Hebelanordnung vorgesehen ist.
DE29804575U 1998-03-16 1998-03-16 Mulchgerät Expired - Lifetime DE29804575U1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE29804575U DE29804575U1 (de) 1998-03-16 1998-03-16 Mulchgerät

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE29804575U DE29804575U1 (de) 1998-03-16 1998-03-16 Mulchgerät

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE29804575U1 true DE29804575U1 (de) 1998-05-20

Family

ID=8054147

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE29804575U Expired - Lifetime DE29804575U1 (de) 1998-03-16 1998-03-16 Mulchgerät

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE29804575U1 (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP3025569A1 (de) * 2014-11-26 2016-06-01 Braun Maschinenbau GmbH Mulcher
US10506760B2 (en) 2017-03-16 2019-12-17 Braun Maschinenbau Gmbh Mulcher with shiftable chopping blade rotors

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP3025569A1 (de) * 2014-11-26 2016-06-01 Braun Maschinenbau GmbH Mulcher
US10506760B2 (en) 2017-03-16 2019-12-17 Braun Maschinenbau Gmbh Mulcher with shiftable chopping blade rotors

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP3745837B1 (de) Hackvorrichtung
DE602004004307T2 (de) Vorrichtung zur Höheneinstellung eines Spindelmähers
EP2868180B1 (de) Landwirtschaftliche Maschine mit mehreren gegeneinander verschwenkbaren Maschinenabschnitten
DE3628605C2 (de)
DE102016102894A1 (de) Frontgeräteträger mit einem ausfahrbaren Ausleger für Anbaugeräte und Verfahren zur Steuerung eines Frontgeräteträgers
EP2949198B1 (de) Vorrichtung zum bearbeiten von bodenflächen
DE3440625C2 (de) Schlepper
DE29804575U1 (de) Mulchgerät
WO2021249753A1 (de) Bodenbearbeitungsgerät für reihenkulturen
EP0812533B1 (de) Einrichtung zum Schneiden von Hecken und dergleichen
EP0264011A1 (de) Nachköpfeinrichtung für Rübenerntemaschinen
EP0406217A1 (de) Verfahrbare Vorrichtung zum Mähen
DE4428288C2 (de) Landwirtschaftliches Arbeitsgerät, insbesondere Mulchgerät
EP4230030B1 (de) Laubschneidevorrichtung
DE3208246A1 (de) Landwirtschaftliche maschine mit im bodenbereich arbeitenden werkzeugen
DE2712204C2 (de) Gerät zum Entnehmen von Futterportionen aus Silos
EP4278875B1 (de) Anbaugerät zur feldbearbeitung
EP3928605B1 (de) Vorsatzgerät mit einer sicherheitseinrichtung, landwirtschaftliche arbeitsmaschine mit dem vorsatzgerät und verfahren zum überführen des vorsatzgerätes von einer erntebetriebsanordnung in eine strassentransportanordnung
EP0068305A1 (de) Gerät zum Entnehmen von Futterportionen aus Flach- oder Fahrsilos
DE2628869C2 (de) Selbststeuernde Verstellvorrichtung an Rübenerntemaschinen
DE10209722A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Verstellung von Führungsblechen
DE102016108032B4 (de) Kreiselegge
DE3236658C2 (de)
DE3935767C2 (de)
EP1254593A1 (de) Bodenbearbeitungsgerät zur Zerkleinerung von grobschollig verarbeiteten Flächen

Legal Events

Date Code Title Description
R207 Utility model specification

Effective date: 19980702

R156 Lapse of ip right after 3 years

Effective date: 20020101