DE29904532U1 - Vorrichtung zum Aufspannen von Werkstücken - Google Patents
Vorrichtung zum Aufspannen von WerkstückenInfo
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Description
"Vorrichtung zum Aufspannen von Werkstücken"
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Aufspannen von Werkstücken für eine Bearbeitung, zum Beispiel eine spanabhebende
Bearbeitung. Sie weist einen Polblock auf, der durch mindestens einen darin angeordneten Magneten in Sektoren unterschiedlicher
Polarität eingeteilt ist und wobei auf dem PoI-block
einzelne von einer Isolierung getrennte Polteile angeordnet sind, die, bedingt durch den/die angeordneten Magnet/en,
abwechselnd einen magnetischen Nord- und Südpol aufweisen. Das Werkstück wird aufgrund dieser magnetischen Kräfte gehalten.
Vorgenannte Vorrichtungen sind bekannt, um zum Beispiel Werkstücke
bei einer spanabhebenden Bearbeitung während der Bear-
beitung festzuhalten. Die Magnetkräfte werden hierbei dazu ausgenutzt, das magnetisierbare Werkstück festzuhalten.
Für die verschiedenen Bearbeitungszwecke sind die Polteile verschieden geformt. Für die meisten Bearbeitungen werden Polteile
verwendet, die aneinandergefügt eine plane Oberfläche zum Aufspannen ebener Werkstücke bilden. Für eine Bearbeitung,
beispielsweise Polieren, Schleifen oder Zerspanen in einer axialen Richtung, verwendet man eine Längs- oder Querpolteilung,
zum Drehen von rotationssymmetrischen Werkstücken eine Radialpolteilung.
Auch gibt es den Fall, daß Kugelschalenelemente oder dergleichen, die nicht auf planen Aufspannflächen gehalten werden
können, bearbeitet werden sollen. Für eine optimale Befestigung dieser Werkstücke auf dem Polblock werden Polteile verwendet,
die aneinandergefügt im wesentlichen einen Ring bilden, der eine Bündelung der Magnetfeldlinien entsprechend einer radial
angeordneten, sektoriellen Magnetisierung bewirkt.
Die einzelnen Polteile bekannter Aufspannvorrichtungen, wobei
wenigstens zwei Polteile, eines einen Nordpol und eines einen Südpol bildend, vorgesehen sind, wurden bisher entweder einzeln
mit einem Abstand oder einer Isolierung dazwischen zur Vermeidung eines magnetischen Kurzschlusses direkt auf dem Polblock
befestigt oder von einem Isolierungsmaterial getrennt aneinandergefügt und mittels eines umlaufenden Halteelementes zusammengehalten
.
Die Herstellung einer derartigen Aufspannvorrichtung ist verhältnismäßg
aufwendig, da eine Vielzahl von Einzelteilen miteinander kombiniert werden müssen. Die Polteile sind also nicht
nur vier- oder mehreckig mit im wesentlichen gerade verlaufenden Seitenelementen angeordnet, sondern auch radial bzw. zirkulär.
Es ist zu beachten, daß die Polteile eine beachtliche Spannkraft übertragen müssen. Dementsprechend ist Vorsorge zu treffen,
daß diese Polteile sicher zusammengehalten werden. Insbesondere wenn die Zwischenräume im Bereich der Grenzflächen der
Magnetisierung mit zusätzlichen Elementen, den Abstandhaltern,
ausgefüllt sind, muß eine Vielzahl von Polteilen in der Anordnung fest zusammengehalten werden. Hierzu ist es bekannt,
Spannringe anzuordnen, die die Elemente zusammenhalten. Dadurch wird aber der Montageaufwand deutlich erhöht und die Anzahl der
einzelnen Elemente ist ebenfalls beachtlich.
Die Erfindung hat es sich zur Aufgabe gemacht, eine Vorrichtung zum Aufspannen von Werkstücken wie eingangs beschrieben dahingehend
zu verbessern, daß die Montage der Vorrichtung, insbesondere bei einem Formatwechsel des Werkstückes, einfacher
durchzuführen ist.
Zur Lösung dieser Aufgabe geht die Erfindung aus von einer Vorrichtung zum Aufspannen von werkstücken, wobei vorgeschlagen
wird, eine Grundplatte vorzusehen, mit der die Polteile verbunden sind. So ist eine Vormontage der Polteile auf der Grundplatte
möglich, und zum Wechsel der Aufspannvorrichtung für
eine andersartige Bearbeitung oder eine Bearbeitung eines anders geformten Werkstückes sind nur wenige Handgriffe erforderlich,
da nur ein Bauteil an der Vorrichtung abzubauen ist.
Durch den erfxndungsgemaßen Vorschlag wird die Vielzahl
notwendiger Polteile, die vorgehalten werden müssen, um bei einem Formatwechsel die Vorrichtung entsprechend auf das neue
Werkstück anzugleichen, auf wenige komplette Module reduziert. Durch eine solche Ausgestaltung wird auch die Lagerhaltung der
verschiedenen Module deutlich erleichert, da eine deutlich geringere Anzahl von Bauteilen benötigt wird.
Dabei ist vorgesehen, daß die Polteile auf der Grundplatte
augeordnet sind, und die Grundplatte auf dem Polblock aufliegt. Die Erfindung umfaßt aber auch die Ausgestaltung, daß
die Grundplatte zum Beispiel auch Abstandshalter oder sonstige Elemente in einem gewissen Abstand von dem Polblock an diesem
mont i e rt wi rd.
Die Polteile sind in einer bevorzugten Ausführungsform einstückig
mit der Grundplatte verbunden. Diese Einheit ist zum Beispiel durch ein entsprechend geformtes und dann
bearbeitetes Gußteil oder Vollkörper zu erhalten. Eine derartige Herstellung ist mit geringem Aufwand möglich, da ihre
Herstellung zum Beispiel durch CNC-gesteuerte Bearbeitungszentren vollautomatisch erfolgt. Durch die einstückige Ausgestaltung
wird von Haus aus eine höhere Festigkeit der werkstückhaltenden Bauteile erreicht. Die Festigkeit ist von
Haus aus höher als die mechanische Stabilität der aus dem Stand der Technik bekannten Aufbauten aus einer Vielzahl von Einzelteilen
die mit aufwendigen Spannmittel, Spannringe und dergleichen zusammenzuhalten sind. Auch ergeben sich bei der Montage
der Polteile auf der Grundplatte bei der Herstellung der Vorrichtung Vorteile, da eine Montage der erfindungsgemäßen
Ausgestaltung einfacher zu bewirken ist, als der komplizierte Aufbau der Polteile, die mit einem Spannring zusammengehalten
werden.
Alternativ ist es möglich, daß Grundplatte und Polteile auch aus getrennt hergestellten, miteinander verbundenen Teilen,
bestehen. In diesem Fall besteht eine Befestigungsmöglichkeit darin, die Polteile auf die Grundplatte aufzuschweißen, aber es
ist auch eine Schraubverbindung möglich oder eine Befestigung durch Nieten oder jede weitere dem Fachmann geläufige Form
einer Befestigung.
In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen,
daß die Polteile durch Schlitzen eines Vollkörpers ge-
bildet sind und die Grundplatte als Sockel erhalten bleibt.
Die zwischen den einzelnen Polteilen angeordneten Schlitze bilden als Luftspalte eine Isolation zwischen den einzelnen
Polteilen, in einer Variante der Erfindung ist es möglich, die
Schlitze zum Beispiel mit nichtmagnetisierbarem Material zu verfüllen.
Die durch das Schlitzen (Fräsen) entstandene Luftspalte werden günstigerweise so angeordnet, daß sie mit den Sektorengrenzen
des Polblocks zusammenfallen. Die Luftspalten bilden die magnetische Isolierung zwischen den Polteilen. Durch die erfindungsgemäße
Ausgestaltung werden die Magnetfeldlinien in den Polteilen gebündelt, wodurch eine hohe Konzentration an
Magnetfeldlinien in den Polteilen an der Auflagefläche zum
Werkstück zur Verfügung steht, wodurch eine hohe Haltekraft resultiert.
Da durch die einstückige Grundplatte ein magnetischer Kurzschluß entsteht, der zwar so gering ist, daß er annähernd zu
vernachlässigen ist, ist in einer weiteren Ausführung, zur Minimierung dieses Kurzschlusses, auch die Grundplatte, fluchtend
zu den Spalten, mit Nuten oder Teilschlitzen versehen. So existieren im Endeffekt nur Brücken zwischen den einzelnen
Polteilen, die den magnetischen Kurzschluß verursachen, der aber gering ist, daß er auf den magnetischen Kreis so gut wie
gar keinen Einfluß mehr hat.
Die Grundplatte selbst ist mittels Befestigungsmitteln auf dem Polblock befestigbar. Zu diesem Zweck weist sie Bohrungen auf,
durch die vorteilhafterweise Schrauben als Haltemittel hindurchgreifen
.
Für eine gute magnetische Führung, sind sowohl Grundplatte als auch Polteile aus einem ferromagnetischen Material. Zur Erhöhung
der magnetischen Isolierung ist es zweckmäßig, Luftspalte und Schlitze mit einem magnetisch oder nichtmagnetisch
schlecht leitendem Material auszufüllen. Für diesen Zweck hat sich Kunststoff in der Praxis bewährt. Das Ausfüllen dieser
Spalte und Schlitze hat zusätzlich den Vorteil, daß eine Ansammlung von Spänen vermieden wird.
in einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung, insbesondere
für die Bearbeitung von rotationssymmetrischen Werkstücken, ist
die Grundplatte kreisförmig ausgebildet, wobei die Polteile im wesentlichen einen Zylinder (Ring) bilden. Dieser Zylinder
(Ring) ist ebenfalls von Luftspalten durchbrochen und läßt sich, wie auch die rechteckige Version einer Aufspannvorrichtung,
vollautomatisch auf einem CNC-Bearbeitungszentrum herstellen.
Für die Bearbeitung von beispielsweise eines Kugelschalenelementes
ist der Zylinder (Ring) in seinem von der Grundplatte abgewandten Bereich so ausgedreht, daß die zu bearbeitende
Kugelkalotte formschlüssig an den Polteilen anliegt. So ist der Übergangsbereich für die magnetischen Feldlinien ausreichend
groß, daß sich die gewünschte Haftkraft einstellt.
Die Magnete sind bei dieser Ausführung einer Aufspannvorrichtung radial angeordnet, so daß die Spalten ebenfalls radial
entlang der Grenzen der die unterschiedliche Polarität aufweisenden Sektoren verlaufen. Als Magnete eignen sich Permanent-,
Elektro- oder auch Elektropermanentmagnete, wobei letztere den Vorteil haben, daß die zunächst magnetisch neutralen
Permanentmagnete durch das Magnetfeld der Spule aufmagnetisiert werden und nach diesem Aktivierungsvorgang während des Bearbeitungsvorgangs
zum Halten des Werkstücks keine weitere Stromzuführung notwendig ist.
Werkstückseitig sind die Polteile zumindest auf der Grenzfläche mit einem Distanzstück oder einer Schicht aus Chrom oder Kunststoff
versehen, das zu dem Zweck vorgesehen ist, die Haftkraft
der Remanenz, also der magnetischen Wirkung, die nach dem Ausschalten
des Magneten verbleibt, zu reduzieren. Ein Abnehmen des Werkstücks nach der Bearbeitung wäre sonst erschwert.
Für die Bearbeitung von rotationssymmetrischen Werkstücken rotieren Polblock und die Einheit Grundplatte und Polteile
zusammen mit dem Werkstück um eine Drehachse, die horizontal oder vertikal ausgerichtet ist. Die Lage der Drehachse im Raum
ist beliebig auswählbar.
Die Erfindung wird anhand der Zeichnung näher beschrieben.
Es zeigen:
Es zeigen:
Fig. 1 in einer Seitenansicht eine erfin
dungsgemäße Vorrichtung zum Aufspannen von Werkstücken,
Fig. 2 eine Draufsicht auf eine erfin
dungsgemäße Vorrichtung zum Aufspannen von Werkstücken ohne Werkstück,
Fig. 3 einen vertikalen Schnitt entlang
der Linie III-III in Fig. 4 durch den Auflagepolring der erfindungsgemäßen
Vorrichtung,
Fig. 4 eine Draufsicht auf den Auflage
polring gemäß Fig. 3.
In Fig. 1 ist die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Aufspannen
von Werkstücken 3 schematisch dargestellt. Der Polblock 1, der hier im wesentlichen einen kreisrunden Querschnitt aufweist,
ist um eine horizontal liegende Drehachse 12 (dies ist auch
zugleich die Symmetrieachse 2 6 des kreisrunden Polblocks 1) drehbar angeordnet. Der Polblock 1 besitzt eine Elektrospulenanordnung
derart, daß eine sektorielle 11, 11', H1', 1&Ggr;"
Anordnung der Magnetpole erfolgt, wie es in der Draufsicht nach Fig. 2 angedeutet ist. In Fig. 2 ist zu sehen, daß die magnetischen
Sektoren 11, 11', H'', ll11', den im wesentlichen
kreisrunden Polblock 1 in vier gleichgroße Quadranten unterteilen und gleichnamige Pole einander gegenüber orientiert
sind. Die Polung der Magnete ist, wie üblich, mit N für den Nordpol und S für den Südpol angegeben.
Auf dem Polblock 1, beziehungsweise in der Darstellung gemäß Fig. 1 seitlich rechts neben dem Polblock 1, ist ein Auflagepolring
2 der erfindungsgemäß aus der Grundplatte 21 und den daran ringförmig angeordneten Polteilen 24, 24' besteht, vorgesehen.
Die nähere Ausgestaltung des Auflagepolringes 2 ist in Fig. 3 und Fig. 4 nochmals gezeigt.
Wie bereits erwähnt, besteht der Auflagepolring 2 hierbei aus
einer Grundplatte 21, die ebenfalls kreisrund ausgebildet und koaxial auf dem Polblock l befestigt wird, um insbesondere eine
aufgrund der Drehbewegung 10 entstehende Unwucht zu vermeiden. Auf der Grundplatte 21 ist ein im wesentlichen zylindrischer
Körper 22 einstückig angeformt. Der Auflagepolring 2 kann hierbei zum Beispiel aus einem einstückigen Vollmaterial derart
herausgearbeitet werden, daß die Grundplatte 21 und der Zylinder 22 hiervon herausgedreht oder herausgefräst werden. Es
ist aber auch möglich, die Grundplatte 21 und den Zylinder 22 aus getrennt hergestellten Elementen zusammenzusetzen und zum
Beispiel zu verschweißen, was ebenfalls zu einer einstückigen Verbindung führt.
Der Zylinder 22 besitzt an seiner Mantelfläche mehrere, die Zylinderwand 23 vollständig durchgreifende Schlitze 20, so daß
die stehenbleibenden Zylinderwandelemente die Polteile 24, 24'
bilden, die zur Erzeugung des magnetischen Kreises erforderlich sind. Die Schlitze 2 0 sind hierbei so angeordnet, daß diese mit
den Sektorengrenzen 13, 13' derart zusammenwirken, daß sich die Schlitze 20 gerade überhalb dieser Sektorengrenzen 13, 13'
befinden. Das bedeutet, daß die einzelnen Polteile 24, 24' je einem Quadranten beziehungsweise Sektor 11, 11' der Magnetplatte
1 zugeordnet sind und so von einer Magnetisierung beherrscht werden.
Dabei ist der Auflagepolring 2 aus einem die Magnetfeldlinien
gut führenden Material wie Eisen oder die hierzu bekannten Legierungen geformt.
Auf den Auflagepolring 2 wird das Werkstück 3 aufgesetzt, welches ebenfalls magnetisierbar ist und daher durch die von
dem Polblock 1 hervorgerufenen Magnetkräfte auf der Vorrichtung aufgespannt ist. Das Werkstück 3 ist hierbei zum Beispiel ein
ebenfalls rotationssymmetrisch geformter Körper, zum Beispiel eine Kugellagerschale.
Es ist klar, daß die Erfindung aber nicht auf die horizontale Orientierung der Drehachse beschränkt ist, sondern in gleicher
Weise für andere Werkstücke beziehungsweise andere Bearbeitungsformen, zum Beispiel bei einer stehenden, von oben erfolgenden
Bearbeitung, einsetzbar ist. Ebenso beschränkt sich die Erfindung nicht auf die hier gezeigte rotationssymetrische
Ausgestaltung, sondern erstreckt sich auch auf rechteckige, vieleckige oder andere Geometrien.
Das Werkstück 3 liegt auf dem Auflagepolring 2 auf, wobei der
Auflagepolring so dimensioniert ist, daß dieser optimal mit dem Werkstück 3 verbindbar ist. Insbesondere sind die aneinanderliegenden
Flächen des Werkstückes 3 und des Auflagepolringes 2 im wesentlichen gleichgroß, um eine optimale Ausnutzung der
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Magnetfeldlinien zu erreichen. Um aufwendige Umrüstzeiten zu vermeiden, wird vorgesehen, den Auflagepolring 2 einstückig
auszubilden, wobei für verschieden große Werkstücke jeweils angepaßte Auflagepolringe 2 zur Verfügung stehen.
Der Auflagepolring 2 wird mit Befestigungsmittel, zum Beispiel
mit Schrauben, an dem Polblock 1 befestigt, wobei hierzu in dem Auflagepolring 2, hier insbesondere in der Grundplatte 21,
Bohrungen 25 vorgesehen sind, die mit entsprechenden Bohrungen mit Gewinde in dem Polblock 1 korrespondieren.
Wie erwähnt weist der Auflagepolring 2 auf der Grundplatte 21
einen zylinderartigen Körper 22 auf, der die Schlitze 2 0 trägt. Die Schlitze 2 0 sind hierbei parallel zur Symmetrieachse 26 des
Auflagepolringes 2 orientiert und somit auch parallel zur Rotationsachse 12.
Die Grundplatte 21 weist in ihrem mittleren Bereich eine Öffnung 27 auf. Zur Erhöhung der Stabilität ist vorgesehen, daß
innerhalb des Zylinders 22 ein Ring 2 8 der Grundplatte 21 stehenbleibt. Dieser Ring 28 umschließt die Öffnung 27.
Zwar führt die flächig ausgebildete Grundplatte 21 zu einem Kurzschluß der magnetischen Feldlinien im Bereich des Polblocks
1, die Grundplatte 21 liegt ja auf dem Polblock 1 unmittelbar auf, jedoch kann dieser. Verlust an Magnetfeldlinien durch einen
entsprechend größer dimensionierten Elektromagneten in dem Polblock 1 kompensiert werden.
Es ist vorgesehen, die Schlitze 2 0 an den Sektorengrenzen 13, 13* der Magnetplatte 1 anzuordnen. Der durch diese Schlitze 2 0
entsprechende Luftspalt wirkt als magnetische Isolierung. Es kann von Vorteil sein, diese Schlitze 20 durch einen Kunststoff
oder sonstiges Material zu verfüllen, um insbesondere das Ansammeln
von Spänen und dergleichen in diesem Bereich zu ver-
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meiden, die unter Umständen auch dann in das Innere 2 9 des
Zylinders 22 eindringen und zu Behinderungen führen könnten.
Es ist auch vorgesehen, neben der Verwendung von Kunststoff, zum Beispiel Messing oder andere magnetisch schlecht leitende
Materialien zu verwenden.
Um den magnetischen Kurzschluß insbesondere in der Grundplatte 21 zu unterdrücken, wird in einer erfindungsgemäßen Variante
vorgeschlagen, gegebenenfalls in der Grundplatte 21 zur Symmetrieachse 26 radial verlaufende Nuten/Schlitze oder Teilschlitze
anzuordnen, die in den Fig. 3, 4 jedoch nicht angedeutet sind. Hierbei ist zu beachten, daß diese Nuten/Schlitze
oder Teilschlitze so anzubringen sind, daß die mechanische Stabilität, die gerade durch die einstückige Ausgestaltung
erreicht wird, nicht übermäßig geschwächt wird. Natürlich sind diese Nuten/Schlitze und Teilschlitze wiederum so zu orientieren,
daß diese mit den Sektorengrenzen 13, 13' zusammenwirken,
und so eine Bündelung der Magnetfeldlinien bewirkt.
Es ist vorgesehen, in der Magnetplatte l einen Elektromagneten
beziehungsweise eine Spule mit entsprechender Wicklung vorzusehen,
um die gewünschte Magnetisierung dem Polblock 1 zu erreichen.
Neben der Verwendung eines Elektromagneten kann aber auch ein Elektropermanentmagnet eingesetzt werden.
in Fig. 2 ist mit 4 ein Werkzeug angedeutet, das bei der rotierenden
Bewegung 10 des Polblocks 1 eine radiale Bearbeitung an dem aufgespannten Werkstück 3 durchführt. Das Werkzeug 4 ist
hierbei zum Beispiel in Bezug auf die Drehachse 12 radial verschiebbar (Pfeil 40).
Aufgrund der Bewegung des Werkzeuges 4 wird auf der gesamten Vorrichtung eine Kraft in Pfeilrichtung 40 eingeprägt. Um diese
Bearbeitungskräfte abzustützen, sind auf der dem Werkzeug 4
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abgewandten Seite des Auflagepolringes 2 Abstützrollen 5 angeordnet.
Diese Abstützrollen 5 werden von einer gabelartigen Halterung 5 0 gehalten.
Für ein schnelles Entfernen des Werkstückes 3 nach Abschluß der Bearbeitung durch das Werkzeug 4 ist vorgesehen, den Auflagepolring
2 insbesondere an den Grenzflächen 6 , die dem Werkstück 3 zugewandt sind, einen Abstandshalter aus magnetisch
schlecht leitenden Material vorzusehen. Dieser Abstandshalter besteht zum Beispiel aus einer dünnen Schicht von schlecht oder
unmagnetisierbarem Material (zum Beispiel Kunststoff, Chrom,
Messing) und ermöglicht es, nachdem der Elektromagnet in der Magnetplatte l ausgeschaltet ist, das Werkstück 3 schneller von
dem Auflagepolring 2 zu entfernen. Die magnetischen Kräfte (Remanenz), die nach Abschalten des Elektromagneten noch bestehen,
werden durch das dünne Distanzstück soweit geschwächt, daß das Werkstück einfach abnehmbar ist. Als Distanzhalter wird
hierbei zum Beispiel eine Chromschicht vorgeschlagen. Die Dicke dieser Chromschicht kann zum Beispiel von 2/100 mm bis
50/100 mm betragen. In gleicher Weise ist es aber auch möglich, eine Kunststoffschicht oder eine Siegelschicht oder Lackschicht
entsprechender Dicke an der Grenzfläche 6 anzuordnen. Auch ein Abstandshalter mit mehreren Millimetern Dicke ist einsetzbar.
Die jetzt mit der Anmeldung und später eingereichten Ansprüche sind Versuche zur Formulierung ohne Präjudiz für die Erzielung
weitergehenden Schutzes.
Die in den abhängigen Ansprüchen angeführten Rückbeziehungen weisen auf die weitere Ausbildung des Gegenstandes des Hauptanspruches
durch die Merkmale des jeweiligen Unteranspruches hin. Jedoch sind diese nicht als ein Verzicht auf die Erzielung
eines selbständigen, gegenständlichen Schutzes für die Merkmale der rückbezogenen Unteransprüche zu verstehen.
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Merkmale, die bislang nur in der Beschreibung offenbart wurden, können im Laufe des Verfahrens als von erfindungswesentlicher
Bedeutung, zum Beispiel zur Abgrenzung vom Stand der Technik beansprucht werden.
Claims (1)
- Schutzansprüche:Vorrichtung zum Aufspannen von Werkstücken für eine Bearbeitung, zum Beispiel eine spanabhebende Bearbeitung, wobei die Vorrichtung einen Polblock aufweist, der durch mindestens einen darin angeordneten Magneten in Sektoren unterschiedlicher Polarität eingeteilt ist und wobei auf dem Polblock einzelne, von einer Isolierung getrennte Polteile angeordnet sind, die, bedingt durch den/die darunter angeordneten Magnet/en, abwechselnd einen magnetischen Nord- und Südpol aufweisen und das Werkstück aufgrund dieser magnetischen Kräfte gehalten ist, dadurch gekennzeichnet, daß eine Grundplatte (21) vorgesehen ist, mit der die Polteile (24, 24') verbunden sind.Vorrichtung zum Aufspannen von Werkstücken nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Polteile (24, 24') mit der Grundplatte (21) einstückig verbunden sind.3. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Polteile, (24, 24') durch Schlitzen eines Vollkörpers gebildet sind und die Grundplatte (21) als Sockel erhalten bleibt.4. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die durch das Schlitzen entstandene Luftspalte (2 0) mit den Sektorengrenzen (13, 13') des Polblocks (1) zusammenfallen.5. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Grundplatte(21) fluchtend zu den Spalten (20) zwischen den Polteilen mit Nuten oder Teilschlitzen versehen ist.6. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Grundplatte(21) und die Polteile (24, 24') aus getrennt hergestellten, miteinander fest verbundenen Teilen bestehen.7. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Polteile (24, 24') durch Schweißen, Schrauben oder andere Befestigungsmöglichkeiten mit der Grundplatte (21) verbunden sind.8. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Grundplatte(21) mittels Befestigungsmitteln auf dem Polblock (1) befestigbar ist.9. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß Grundplatte (2) und Polteile (24, 24') aus einem ferromagnetischem Material bestehen.10. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Spalten (20) und/oder Schlitze mit einem magnetisch nicht oder schlecht leitenden Material verfüllt sind.11. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet/ daß die Spalten (20) und/oder Schlitze mit einem Kunststoff ausgefüllt sind.12. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Grundplatte (2) kreisförmig ausgebildet ist, wobei die Polteile (24, 24') im wesentlichen einen Ring bilden.13. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Magnete in dem Polblock (1) radial angeordnet sind und die Luftspalten (20) zum Trennen der Polteile (24, 24') ebenfalls radial entlang der Grenzen (13, 13') der die unterschiedliche Polarität aufweisenden Sektoren (11, 11', II1', II·1') verlaufen.14. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß als Magnete Permanent-, Elektro- oder Elektropermanentmagnete vorgesehen sind.15. vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Polteile (24, 24') zumindest werkstückseitig auf der Grenzfläche (6) mit einem Distanzstück oder einer Schicht aus Chrom oder Kunststoff versehen sind.16. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Polblock (1), die Grundplatte (2), die Polteile (24, 24·) und das Werkstück (3) zur Bearbeitung des Werkstückes (3) um eine Drehachse (12) rotieren, die horizontal oder vertikal ausgerichtet ist. /\/| |
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29904532U DE29904532U1 (de) | 1998-12-09 | 1999-03-12 | Vorrichtung zum Aufspannen von Werkstücken |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29821776 | 1998-12-09 | ||
| DE29904532U DE29904532U1 (de) | 1998-12-09 | 1999-03-12 | Vorrichtung zum Aufspannen von Werkstücken |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE29904532U1 true DE29904532U1 (de) | 1999-06-10 |
Family
ID=8066294
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE29904532U Expired - Lifetime DE29904532U1 (de) | 1998-12-09 | 1999-03-12 | Vorrichtung zum Aufspannen von Werkstücken |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE29904532U1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2009049569A1 (de) * | 2007-10-16 | 2009-04-23 | Röhm Gmbh | Verfahren zum einspannen verformungsempfindlicher werkstücke und spannfutter zur durchführung des verfahrens |
| CN103639874A (zh) * | 2013-11-25 | 2014-03-19 | 李东炬 | 核电轴承套圈加工专用万能磨床的磁极 |
| CN109732495A (zh) * | 2018-12-28 | 2019-05-10 | 武汉协和齿环有限公司 | 钢基齿环磁性喷砂夹具及喷砂方法 |
-
1999
- 1999-03-12 DE DE29904532U patent/DE29904532U1/de not_active Expired - Lifetime
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| R207 | Utility model specification |
Effective date: 19990722 |
|
| R156 | Lapse of ip right after 3 years |
Effective date: 20021001 |