DE29991C - Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen, welche vegetabilische Faser echt gelb färben, so dafs dieselbe einem Seifenbade von 60° C. widerstehen kann - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen, welche vegetabilische Faser echt gelb färben, so dafs dieselbe einem Seifenbade von 60° C. widerstehen kann

Info

Publication number
DE29991C
DE29991C DENDAT29991D DE29991DA DE29991C DE 29991 C DE29991 C DE 29991C DE NDAT29991 D DENDAT29991 D DE NDAT29991D DE 29991D A DE29991D A DE 29991DA DE 29991 C DE29991 C DE 29991C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
yellow
withstand
production
really
dye
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT29991D
Other languages
English (en)
Original Assignee
SOCIETE ANONYME DES MATIERES COLORANTES ET PRODUITS CHI-MIQUES DE ST. DENIS in Paris
Publication of DE29991C publication Critical patent/DE29991C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B29/00Monoazo dyes prepared by diazotising and coupling
    • C09B29/06Monoazo dyes prepared by diazotising and coupling from coupling components containing amino as the only directing group
    • C09B29/08Amino benzenes

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die gelben Farbstoffe, welche den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bilden, entstehen durch die Einwirkung der Para- oder der Metadiazobenzoesäure auf Diphenylamin oder Monobenzylanilin.
Beispiel:
Man löst. 5 kg para- oder metaamidobenzoesaures Natron in 200 1 Wasser, welchem man eine Lösung 6,6 kg Natriumnitrit von 33 p'Ct. in Wasser hinzufügt. Alsdann säuert man die Mischung mit 9,4 kg Schwefelsäure von 53° B. an, welche letztere zuvor mit Wasser verdünnt wurde, und trägt durch die Hinzufügung von Eis dafür Sorge, dafs die Temperatur der Mischung stets unter 200C. bleibt.
Diese Mischung giefst man dann auf 5,3 kg Diphenylamin oder Monobenzylanilin, welche in 170 1 angesäuertem Wasser vertheilt sind.
Nach Verlauf von 5 bis 8 Tagen ist die Reaction beendet. Der gebildete Farbstoff ist in Wasser unlöslich, er wird durch Filtriren gesammelt , dann gewaschen und getrocknet, worauf er zu weiterer Verwendung fertig ist.
Der Farbstoff kann auch als Natronsalz oder krystallisirtes Ammoniaksalz erhalten werden.
Die Kalksalze sind unlöslich.
Der durch die Einwirkung der Metadiazobenzoesäure auf Diphenylamin oder Monobenzylanilin erhaltene Farbstoff ist gelber als der durch Einwirkung der Paradiazobenzoesäure erhaltene; letzterer nähert sich mehr dem Orangegelb.
Um mit diesen Farbstoffen z. B. auf Baumwolle schone gelbe oder orangegelbe Farben zu erzeugen, verfährt man wie folgt:
Der^ Farbstoff wird mit Stärkekleister oder Tragantschleim verdickt, und dann fügt man die nöthige Menge Soda, Kali oder Ammoniak hinzu, um den Säurefarbstoff in ein Salz umzuwandeln. War der Farbstoff schon, wie oben erwähnt, als Natron- oder Ammoniaksalz dargestellt worden, so ist natürlich diese Umwandlung überflüssig.
Um die Lösung zu bewirken, kocht man das Gemenge und läfst es erkalten, worauf man Essigsäure im Ueberschufs hinzufügt.
Der unlösliche Säurefarbstoff wird auf diese Weise wieder frei, aber in einem Zustande, der für seine Fixirung auf Baumwolle sehr geeignet ist. Als Beizmittel ist ein Chromsalz, und zwar das essigsaure Chromoxyd am vorteilhaftesten. Nach dem Drucken wird gedämpft.
Die Farbe erhält erst ihren vollen Glanz in einem Seifenbade, dessen Temperatur bis 6o° C. gesteigert werden kann. Wenn man ein Gelb erhalten will, das schon nach einfachem Waschen lebhaft wird, so mufs man ein Aluminiumsalz als Beizmittel verwenden. Diese gelben Farbstoffe mit Chrom als Beizmittel vereinigen sich sehr gut mit künstlichem Alizarinroth.
Kein bekannter gelber Farbstoff giebt mit Chrombeizen so ächte und schöne Farben.
Der Farbstoff der persischen Gelbbeere giebt nur mit Zinn vergleichbare gelbe Farben, er bietet aber beim Drucken viele Uebelstände und widersteht vor allem der Seife nicht in so hohem Mafse.

Claims (1)

  1. PaTEN1T-An spruch:
    Die Herstellung gelber Farbstoffe durch die Einwirkung der Para- oder der MetadiazobenziSe: säure auf Diphenylamin oder Monobenzylanilin, welche Farbstoffe auf vegetabilischer Faser gelbe Farben erzeugen, die einem Seifenbade bis zu 6o° C. widerstehen können.
DENDAT29991D Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen, welche vegetabilische Faser echt gelb färben, so dafs dieselbe einem Seifenbade von 60° C. widerstehen kann Active DE29991C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE29991C true DE29991C (de)

Family

ID=306134

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT29991D Active DE29991C (de) Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen, welche vegetabilische Faser echt gelb färben, so dafs dieselbe einem Seifenbade von 60° C. widerstehen kann

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE29991C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE29991C (de) Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen, welche vegetabilische Faser echt gelb färben, so dafs dieselbe einem Seifenbade von 60° C. widerstehen kann
DE2709623C2 (de) Verfahren zur Erzeugung von wasserunlöslichen Azofarbstoffen auf der Faser
DE521123C (de) Verfahren zur Herstellung von nicht absetzenden waesserigen Farbstoffpasten
DE58601C (de) Verfahren zur Darstellung von Sulfosäuren eines rothen basischen Naphtalinfarbstoffes. (2
DE441984C (de) Verfahren zur Entwicklung von Kuepenfarbstoffen auf der Faser
DE379616C (de) Verfahren zur Gewinnung von Farbstoffen oder Zwischenprodukten
DE551680C (de) Verfahren zum Faerben und Drucken tierischer Stoffe, wie Wolle oder Leder, mit Farbstoffen der Indigo- oder indigoiden Reihe
DE605190C (de) Verfahren zur Herstellung von Drucken, Faerbungen und Buntreserven von unloeslichen Azofarbstoffen auf der Faser
DE889738C (de) Verfahren zur Herstellung ueberfaerbeechter Faerbungen auf Acetatkunstseide
CH157035A (de) Verfahren zur Darstellung eines Azofarbstoffes.
DE392526C (de) Faerbeverfahren fuer Zelluloseester
DE637936C (de) Verfahren zur Herstellung von wasserloeslichen Disazofarbstoffen
CH128921A (de) Verfahren zur Darstellung der Kupferverbindung eines substantiven Azofarbstoffes.
CH96289A (de) Verfahren zur Darstellung eines neuen schwefelhaltigen Farbstoffes.
CH211926A (de) Verfahren zur Herstellung eines substantiven Azofarbstoffes.
CH118159A (de) Verfahren zur Darstellung eines Trisazofarbstoffes.
CH138211A (de) Verfahren zur Herstellung eines neuen metallhaltigen Farbstoffes.
CH128918A (de) Verfahren zur Darstellung der Kupferverbindung eines substantiven Azofarbstoffes.
CH205533A (de) Verfahren zur Herstellung eines o-Oxyazofarbstoffes.
CH184478A (de) Verfahren zur Herstellung eines substantiven kupferhaltigen Azofarbstoffes.
CH131257A (de) Verfahren zur Herstellung eines neuen Azofarbstoffes.
CH238623A (de) Verfahren zur Herstellung eines neuen Azofarbstoffes.
CH128916A (de) Verfahren zur Darstellung der Kupferverbindung eines substantiven Azofarbstoffes.
CH153489A (de) Verfahren zur Darstellung eines sauren Farbstoffes der Anthrachinonreihe.
CH175881A (de) Verfahren zur Darstellung eines substantiven kupferhaltigen Azofarbstoffes.