DE3010010A1 - Drehschieber - Google Patents
DrehschieberInfo
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Classifications
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Description
- Drehschieber
- Die Erfindung betrifft einen Drehschieber für Abfüllmaschinen zum Dosieren flüssiger und pastöser Produkte oder von Produkten mit stückigen Beimischungen, insbesondere zum Abfüllen von Nahrungsmitteln, bestehend aus einem Gehäuse mit einem zylindrischen Innenraum, Zu- und Abfüllöffnungen und einem zentrisch darin angeordneten Drehschieber, in welchem ein axial verschiebbarer Kolben angeordnet ist.
- Zum genauen Dosieren von flüssigen oder pastösen Produlcten ist es bekannt, Drehschieber zu verwenden, in denen Kolben axial verschiebbar angeordnet sind. Der Kolben eines Drehschiebers saugt bei seinem Zurückziehen in seine kolbenseitige Endlage das Produkt durch eine Zuführöffnung des Gehäuses und durch eine mit dieser fluchtenden Öffnung des Drehschiebers in dessen Innenraum. Beim Erreichen seiner rückwärtigen Endlage wird der Drehschieber um seine Längsachse gedreht, bis sein Mantel die Zuführöffnung des ihn umgebenden Gehäuses vollständig versperrt und seine Abführöffnung mit der des Gehäuses fluchtet. Anschließend wird der Kolben nach vorne geschoben und preßt dabei die den Innenraum des Drehschiebers ausfüllende Masse aus den fluchtenden Abführöffnungen heraus.
- Während des Betriebes dringen von dem zu dosierenden Produkt geringfügige Mengen zwischen den Innenmantel des Gehäuses und den Außenmantel des Drehschiebers.
- Sie müssen nach Betriebsende bzw. vor dem nächsten Einsatz entfernt werden. Dies ist insbesondere bei Drehschiebern notwendig, die zum Abfüllen von Nahrungsmittelprodukten eingesetzt werden. Zu diesem Zweck werden die Drehschieber auseinander genommen und die aufeinandergleitenden Flächen gesäubert.
- Das Auseinandernehmen und das Zusammensetzen der Drehschieberteile ist zeitaufwendig. Eine automatische Reinigung war zumindest für Drehschieber, die zum Doieren von Nahrungsmitteln eingesetzt wurden, bisher nicht möglich. Außerdem wird mit Hilfe von überhitztem Dampf eine Sterilisation erreicht, wodurch jedoch gleichzeitig die aufeinandergleitenden Flächen vollständig trocken werden. Ein auf diese Weise gereinigter Drehschieber ist durch die vollstandig trockenen Flächen nicht mehr in der Lage, sich zu drehen. Eine Schmierung ist aus lebensmittelhygienischen Gründen nicht erlaubt.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Drehschieber der eingangs genannten Art so zu gestalten, daß ein automatisches Reinigungsverfahren, wie vorstehend beschrieben, angewandt werden kann. Die erfindungsgemäße Lösung ist dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens ein Reibpartner der Reibpaarung Drehschieber /Gehäuse mit einer dem Reibwiderstand herabsetzenden Oberfläche versehen ist. Es kann eine Beschichtung vorgesehen werden, wofür sich insbesondere ein Kunststoff eignet, der unter dem Warenzeichen "Teflon" auf dem Markt ein Begriff ist. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, Chrom als Gleitschicht zu verwenden oder eine nickelhaltige Legierung aufzutragen. Ferner können Edelstähle zur Anwendung gelangen, deren Härte von der des Reibpartners abweichen.
- Zur Materialeinsparung genügt es, Lagerbuchsen zu verwenden, die mit der notwendigen Beschichtung versehen sind.
- Die erfindungsgemäße Ausbildung eines Drehschiebers macht jegliche Schmierung nach einer automatischen Reinigung entbehrlich. Die nach der Anwendung von überhitztem Dampf entstehenden absolut trockenen Flächen sind trotzdem in der Lage, aufeinander zu gleiten.
- In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung schematisch dargestellt und nachstehend erläutert. Es zeigen: Figur 1 einen Drehschieber, der an seinem Außenmantel mit einer Teflonbeschichtung versehen ist und Figur 2 den nahezu baugleichen Drehschieber, bei dem die Beschichtung auf den Einsatz von Lagerbuchsen beschränkt ist.
- In der Zeichnung sind gleiche Teile mit gleichen Bezugsziffern versehen. Im einzelnen bedeuten: 1 Kolbenstange 2 Buches für Bodenverschraubung 3 Bodenverschraubung 4 Drehschieber 5 Sechskantmutter 6 Gehäuse 7 Sechskantmutter 8 Schraube 9 Kolbenkopf 10 Fixierstift 11 Zylinder-Schraube 12 Halteblech 13 0 - Ring 14 Kolbenkopfhalter 15 Kolben 16 Scheibe 17 Füllmundstück 18 0 - Ring 19 0 - Ring 20 Zylinderdeckel 21 Buchse 22 PTFE-Beschichtung 23 Trichteranschluß 24 Aufnahmebohrung der Kolbenstange 25 Aufnahmebohrung der Kolbenstange 26 Reinigungsbohrung zur Zylindermantelreinigung 27 Reinigungsbohrung zur Stirnseitenreinigung 28a Reinigungsbohrung im Zylinder zur Kolbenreinigung 28b Reinigungsbohrung im Drehschieber zur Kolbenreinigung 29 Ringnut im Zylinder 30 Reinigungskammer Der Dosierschieber besteht aus einem feststehenden zylindrischen Gehäuse 6, in welchem sich ein Drehschieber 4 bewegt. Dieser Drehschieber ist als 3/2-Wegehahn ausgebildet, der die Verbindung des nicht dargestellten Dosiertrichters mit der Dosierkammer, d. i. der Innenraum des Drehschiebers 4, und durch Umsteuerung die Verbindung der Dosierkammer mit dem Füllmundstück 17 herstellt.
- Im Inneren des Drehschiebers bewegt sich eine Kolbenstange 1. Durch die hin- und hergehende Bewegung der Kolbenstange bzw. des Kolbenkopfes 9 und des Kolbens 15, wird das Produkt angesaugt und ausgeschoben.
- Der Kolbenkopf 9 mit dem Kolben 15 dreht sich während der Dosierbewegung um die Achse der Kolbenstange 1, so daß die rotatorischeRelativbewegung zwischen dem Kolben und dem Drehschieber 0 ist und die Reibung reduziert wird.
- Die Hublänge der Kolbenstange ist durch einen nachgeschalteten Schwenkmechanismus variabel.
- Die Besonderheit dieser Konstruktion besteht darin, daß der FUllsatz ohne Diont.igc im Umlauf gereinigt werden kann. Dazu werden am Zylinder und am Zylinderdeckel 20 Reinigungsanschlüsse auf die Bohrungen 26 und 27 gesetzt. Über Schläuche bzw. Rohrverbindungen gelangt die Reinigungsflüssigkeit in die Trennfugen der einzelnen Aggregatteile.
- Die Dosierkammer wird durch Reinigungslösung gesäubert, die über den Trichteranschluß 23 zugegeben wird.
- Die Kolbenstange 1 ist mit zwei Aufnahmebohrungen 24 und 25 versehen. Die hintere 25 dient dazu, durch Umstecken des Kolbenbolzens den Kolben in die Reinigungskammer 30 im linken Ende der Dosierkammer zu fahren.
- Hier ist eine ringförmige Waschvorrichtung , bestehend aus den auf dem Zylinderumfang verteilt angeordneten Reinigungsbohrungen 28a und 28b in Verbindung mit einer Ringnut 29 vorgesehen, die den Kolben während der Reinigungsphase von allen Seiten besprühen und reinigen kann. Nach dem Reinigen werden die Aggregatteile mit Uberhitztem Dampf sterilisiert.
- Anschließend kann das Antriebsgestänge der Kolbenstange in die vordere Bohrung 24 zurückgesteckt werden. Der Drehschieber ist dann wieder abfüllbereit.
- Das manuelle Umstecken des Bolzens könnte auch vollautomatisch durchgeführt werden.
- - Patentansprüche - L e e r s e i t e
Claims (9)
- Patentansprüche 1. Dosierschieber für Abfüllmaschinen zum Dosieren n n flüssigen und pastösen Produkten oder Produkten mit stückigen Beimischungen, insbesondere zum Abfüllen von Nahrungsmitteln, bestehend aus einem Gehäuse mit einem zylindrischen Innenraum, Zu- und Abführöffnungen und einem darin angeordneten Drehschieber, in welchem ein verschiebbarer Kolben angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens ein Reibpartner der Reibpaarung Drehschieber (4)/ Gehäuse (6) mit einer den Reibwiderstand herabsetzenden Oberflächenfläche versehen ist.
- 2.) Dosierschieber nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberfläche mit Kunststoff beschichtet ist.
- 3.) Dosierschieber nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberfläche mit Teflon beschichtet ist.
- 4.) Dosierschieber nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberfläche verchromt ist.
- 5.) Dosierschieber nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberfläche aus einer nickelhaltigen Legierung besteht.
- 6.) Dosierschieber nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 - 5, dadurch gekennzeichnet, daß als Grundmaterial für das Gehäuse rostfreier Edelstahl eingesetzt ist.
- 7.) Dosierschieber nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberfläche aus einem Edelstahl besteht, dessen Härte von der des Reibpartners abweicht.
- 8.) Dosierschieber nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 - 7, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Gehäuse (6) Lagerbuchsen (21) mit einem den Reibungswiderstand herabsetzenden Werkstoff eingesetzt sind.
- 9.) Dosierschieber nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 - 7, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Gehäuse (6) Lagerbuchsen (21) mit einer den Reibungswiderstand herabsetzenden Beschichtung (22) eingesetzt sind.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
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Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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ID=6097314
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19803010010 Ceased DE3010010A1 (de) | 1980-03-15 | 1980-03-15 | Drehschieber |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3010010A1 (de) |
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-
1980
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| DE102019110649B4 (de) * | 2019-04-25 | 2020-11-26 | Holac Maschinenbau Gmbh | Stempel zum Bewegen eines zu verarbeitenden Produkts und Vorrichtung zum Verarbeiten eines zu verarbeitenden Produkts |
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