DE302402C - - Google Patents
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04B—TRANSMISSION
- H04B3/00—Line transmission systems
- H04B3/02—Details
- H04B3/36—Repeater circuits
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
- Signal Processing (AREA)
- Interface Circuits In Exchanges (AREA)
- Interconnected Communication Systems, Intercoms, And Interphones (AREA)
- Amplifiers (AREA)
Description
AUSGEGEBETI AIH 30. DEZEMBER 1919
Alle Schaltungen für den Betrieb von Fernsprechverstärkern beruhten bisher auf
dem Prinzip der Leitungsbalance. Der Verstärker wurde so in den Stromkreis gelegt,
daß er aus jeder der miteinander verbundenen Leitungen Strom aufnahm und unter dessen
Einwirkung einen gleichartigen verstärkten
Strom in den anderen Leitungsabschnitt weitergab. Die Leitungsbalance war hierbei
ίο erforderlich, um ein Ansprechen des Verstärkers
auf den von ihm selbst erzeugten verstärkten Strom und damit das Entstehen eines Dauertones
zu vermeiden.
Die Balanceschaltung hat immer große Ubelstände gehabt, gleichgültig, ob sie als
Differential- oder als Brückenschaltung ausgebildet wurde. Die durch ihre Vermittlung
miteinander verbundenen Leitungen ändern ihre elektrischen Eigenschaften — vor allem
bei ungünstigen Witterungsverhältnissen — ununterbrochen, so daß die Balance nur unter
fortwährendem Regulieren an Zusatzeinrichtungen, wie künstlichen Leitungen, Schwächungswiderständen für den Empfänger- oder Sender -
teil des Verstärkers u. dgl., einigermaßen aufrechtzuerhalten ist. Pfeif- und Kratzgeräusche,
die die Gespräche stören, sind die Folge. Außerdem wird durch die Balanceschaltung
der Wirkungsgrad des Verstärkers wesentlich, bei den gebräuchlichen Betriebseinrichtungen
z. B. auf 30 Prozent herabgedrückt.
Um die beschriebenen Ubelstände zu beseitigen, muß man zur einseitigen Verstärkerschaltung
zurückkehren, d. h. der Verstärker wird so gelegt, daß er in dem ersten Leitungsabschnitt
nur mit der Empfänger-, in dem anderen nur mit der Senderseite liegt. In dieser Schaltweise kann natürlich eine Leitung
nur zum Sprechbetrieb in einer Richtung, z.[B. von A nach B, nicht auch von B nach A
benutzt werden. Will man auch von B nach Ä sprechen, also eine richtige Unterhaltung
führen, so muß man zwischen den beiden Punkten zwei Leitungen haben. Es entstehen
also hierbei doppelte Leitungskosten:
Es sind nun bereits Einrichtungen bekannt geworden, bei welchen einseit'g arbeitende Verstärker
sowohl durch Schaltmaßnahmen des Sprechenden; wie auch durch Sprechströme
selbst nach einer bestimmten Richtung umgelegt und zur Wirkung gebracht werden. Diese. Anordnungen haben aber den Nachteil,
daß die Umschaltung im ersten Falle von der
Willkür des Sprechenden, im zweiten Falle von dem geräuschlosen Zustand der Leitung
abhängig ist.
In der Mehrfachtelephonie ist nun ein Verfahren bekannt geworden, bei welchem der
Sprechstrom zeitlich in außerordentlich kleine Abschnitte zerlegt wird und diese Zeitabschnitte
für mehrere gleichzeitig auf einer Leitung geführte Gespräche abwechselnd ausgenutzt
werden, wobei natürlich ein Teil der Sprechströme nicht auf den Empfänger wirken
kann, was aber bei genügender Unterteilung auf die Sprechverständigung keinen merkbaren
nachteiligen Einfluß ausübt.
Die Erfindung benutzt nun diese Zer-
stückelung des Sprechstromes in kleinste Abschnitte in der Weise, daß während dieser j
Zeiten die beiden für die beiden Sprech- j richtungen vorgesehenen Fernsprechverstärker
durch eine unabhängig vom Teilnehmer und j von den Leitungsverhältnissen arbeitende j
Kontakteinrichtung zu abwechselnder Wirkung } in die Leitung geschaltet werden,, so daß
unter Benutzung einer gewöhnlichen Doppelleitung die Gesprächsverstärkung in beiden
Richtungen ohne Anwendung besonderer Brückenschaltungen erfolgen kann.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel gezeigt, bei welchem eine selbst-
tätig wirkende Kontakteinrichtung mit den Kontaktbürsten ft bis /"4 abwechselnd die
Empfangsseiten ex, e2 der nach verschiedenen
■ Richtungen wirkenden Verstärker V1, v2
während kleinster Zeitabschnitte kurzschließt.
So daß verstärkte Sprechströme abwechselnd in der einen oder anderen Richtung auftreten
können.
Diese wechselweise Verstärkung des Sprechstroms kann selbstverständlich auch mit nur
einem einzigen Verstärker erreicht werden, wenn man diesen Verstärker über die Kontakteinrichtung
abwechselnd für die eine . oder andere Verstärkungsrichtung umschalten läßt. Allerdings würde dies dann die Kontakteinrichtung
wesentlich schwieriger und umstandlicher gestalten. Nach der Zeichnung ist als
Verstärker ein Telemikrophon angenommen worden; natürlich läßt sich hierzu auch jede
andere Verstärkungsart zweckmäßig anwenden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Fernsprechverstärkerschaltung, bei der die Linienleitung für das Sprechen in der einen oder anderen Richtung umgeschaltet wird, gekennzeichnet durch eine selbsttätig wirkende Kontakteinrichtung, die den oder die je nur in einer Sprechrichtung arbeitenden Verstärker in derart rascher Reihenfolge wechselweise wirksam an die Fernleitung legt, daß die hierbei stattfindende, an sich bekannte periodische Unterdrückung von Teilen des Sprechstromes während sehr kleiner Zeiten die Sprechverständigung nicht merklich beeinträchtigt.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES56037D DE430965C (de) | Zwischenverstaerkerschaltung fuer Fernsprechleitungen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE302402C true DE302402C (de) |
Family
ID=7490824
Family Applications (3)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES56037D Expired DE430965C (de) | Zwischenverstaerkerschaltung fuer Fernsprechleitungen | ||
| DENDAT302402D Active DE302402C (de) | |||
| DE1920351958D Expired DE351958C (de) | 1920-02-06 | Zwischenverstaerkerschaltung fuer Fernsprechleitungen |
Family Applications Before (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES56037D Expired DE430965C (de) | Zwischenverstaerkerschaltung fuer Fernsprechleitungen |
Family Applications After (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1920351958D Expired DE351958C (de) | 1920-02-06 | Zwischenverstaerkerschaltung fuer Fernsprechleitungen |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (3) | DE351958C (de) |
| FR (1) | FR533163A (de) |
| NL (1) | NL11138C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1115315B (de) * | 1956-12-19 | 1961-10-19 | Standard Elektrik Lorenz Ag | Mit Pulsamplitudenmodulation arbeitendes Zweidraht-Zweiwege-Zeitselektionssystem |
Families Citing this family (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1090276B (de) * | 1958-04-24 | 1960-10-06 | Standard Elektrik Lorenz Ag | Als Modulator verwendeter Zweirichtungsverstaerker |
| US3071655A (en) * | 1959-11-09 | 1963-01-01 | Northern Electric Co | Time division junction circuit for a transmission line |
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0
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- DE DENDAT302402D patent/DE302402C/de active Active
- NL NL11138D patent/NL11138C/xx active
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1920
- 1920-02-06 DE DE1920351958D patent/DE351958C/de not_active Expired
-
1921
- 1921-03-31 FR FR533163D patent/FR533163A/fr not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1115315B (de) * | 1956-12-19 | 1961-10-19 | Standard Elektrik Lorenz Ag | Mit Pulsamplitudenmodulation arbeitendes Zweidraht-Zweiwege-Zeitselektionssystem |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE430965C (de) | 1926-06-26 |
| NL11138C (de) | |
| DE351958C (de) | 1922-04-18 |
| FR533163A (fr) | 1922-02-23 |
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