DE3043012C2 - - Google Patents
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung
nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Multiprozessor-Datenverarbeitungsanlagen sind z. B. aus
"Microcomputer-Architectures", EUROMICRO 1977, North-Holland
Publishing Co. S. 217-226 bekannt. In derartigen Anlagen
besteht das Problem der Zugriffspriorität bei der Benutzung
eines gemeinsamen Bussystems durch mehrere Prozessoren.
In einer Informationsverarbeitungsanlage, bei welcher die
Verarbeitungseinheiten oder Multiprozessoren mit Speicher
einheiten über gemeinsame Daten- und Adressenleitungen
verbunden sind, wobei die Gesamtheit der Einheiten oder
Prozessoren mit nur einer Speichereinheit und weiteren Ein
heiten zusammenarbeiten, erfolgt die Zuteilung von Unter
systemen an einzelne Benutzer über eine spezielle Hardware
oder auch über spezielle Software, wobei die Zuteilung über
eine Steuerkonsole gesteuert wird, wie es in dem Artikel
"DIPS-1 System Supervision and Control", S. 191 bis S. 198 in der
Zeitschrift "Review of the electrical communication
laboratories", Band 21, Heft 3 bis 4, März/April 1973 be
schrieben ist. Dabei wird dem Informationsverarbeitungs
system eine zur Lösung der jeweiligen Programmprobleme
geeignete Konfiguration gegeben. Die Zustände der Verbin
dung einer Einheit mit einer anderen Einheit des Systems
werden über Schalter an der Konsole durch den Operateur
modifiziert, und zwar entweder durch die direkte Betäti
gung dieser Schalter oder durch die Auslösung eines spe
ziellen Konfigurationsprogrammes.
Die US-PS 40 14 005 beschreibt eine Konfigurationseinheit
für Prozessoren unterschiedlichen Typs, welche mit peri
pheren Einheiten über verschiedene Eingangs- und Ausgangs
kanäle verbunden sind. Die Konfigurationssteuereinheit ist
an zentraler Stelle des Systems angeordnet, um direkt mit
allen Elementen des Systems über einen Kanalmultiplexer
zusammenzuwirken. Diese Einrichtung ist ungeeignet für
Systeme, welche um einen einheitlichen Bus angeordnet sind,
im wesentlichen wegen der Multiplexiereinheiten, die den
Aufbau dieser Systeme erschweren.
Eine reine Softwarelösung wird oft in den um einen ein
heitlichen Bus organisierten Systemen verwendet. Sie be
steht im Herstellen einer für jeden Anwender geeigneten,
rein fiktiven Systemkonfiguration durch eine spezielle Lo
gik, die "Virtual Machine Monitor Software". Bei dieser
Lösung ist die tatsächlich verwendete Konfiguration des
Systems oft sehr weit entfernt von derjenigen, die das
virtuelle System aufweist.
Dank dieser Lösung können mehrere Anwender ihre eigenen
Arbeiten auf demselben reellen System mittels Aufruf un
terschiedlicher Betriebssysteme abwickeln. Es sei jedoch
darauf hingewiesen, daß diese Lösung Nachteile für den
Anwender hat, der die Konfiguration nicht kennt, die ihm
zugeordnet ist. Außerdem sind Störungen seines Betriebs
programmes durch das Betriebsprogramm des benachbarten Be
nutzers zu befürchten. Um dies zu vermeiden, wenden die
Programmierer Schutzalgorithmen an, aber diese Lösung ist
sehr aufwendig und nachteilig für die Verarbeitungsge
schwindigkeit dieser Systeme.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Einrichtung der ein
gangs genannten Art anzugeben, mit welcher ein zentrales
Untersystem einer Informationsverarbeitungsanlage mehrere
anwenderspezifische Konfigurationen annehmen kann und trotz
Verwendung desselben Betriebsprozessors und derselben Spei
chereinheit die Untersysteme unabhängig voneinander arbei
ten können.
Diese Aufgabe wird bei einer Einrichtung mit den Merkmalen
des Patentanspruchs 1 gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den
Unteransprüchen angegeben.
Bei der Einrichtung nach der Erfindung wird die gestellte
Aufgabe rein schaltungstechnisch, also mit Hardware, ge
löst, was für den Benutzer wegen der Übersichtlichkeit der
Gerätekonfiguration besonders vorteilhaft ist.
Dabei kann die Einrichtung gemäß der Erfindung mit jedem
Betriebssystem zusammenarbeiten in einer Konfiguration,
die diesem zugeordnet ist, wobei eine Störung benachbarter
Betriebssysteme ausgeschlossen ist.
Die Erfindung wird besser verständlich mit Hilfe der fol
genden Beschreibung, die sich auf die Zeich
nungen bezieht. In diesen Zeichnungen zeigt
Fig. 1 ein Informationsverarbeitungssystem mit einer
Zentraleinheit, die in eine Mehrzahl gleicher
Untereinheiten unterteilt ist, von denen jede
einem eigenen Anwender zugeordnet werden kann,
Fig. 2a ein Blockschaltbild zur Erläuterung der Anpassung
des Konfigurationsspeichers sowie der Speicher
einheit an das in der Fig. 1 dargestellte Infor
mationsverarbeitungssystem,
Fig. 2b die Einrichtung nach der Erfindung integriert
in ein Untersystem des zentralen Untersystems,
Fig. 3a eine Ausführung des Prioritätskreises, wie er
in der Steuereinheit des Speichers und in den
Untersystemen verwendet wird,
Fig. 3b eine Realisierungsmöglichkeit der in dem Priori
tätskreis verwendeten Torschaltungen,
Fig. 3c eine Ausführungsmöglichkeit der in dem Priori
tätskreis verwendeten Codierer und
Fig. 4 eine Ausführungsmöglichkeit der Ablaufsteuerung
aus Fig. 2a.
Die in der Fig. 1 dargestellte Einrichtung enthält ein zen
trales Untersystem SC 8, das aus den Untersystemen 3, 4 und 5
besteht. Jedes Untersystem ist zusammengesetzt aus einem
Prozessor P und einer Konfigurationseinrichtung DC. Die
Prozessoren können unterschiedliche Struktur aufweisen.
Dabei können Prozessoren verwendet werden, wie sie bei
spielsweise in der US-PS 34 00 371 beschrieben sind. Die
verschiedenen Untersysteme sind durch eine Daten-, Adreß-
und Steuerleitung, genannt BUS (A, D, C), mit einer
Steuereinheit 1-bis, einer Speichereinheit MMU 1 und
einem Konfigurationsspeicher 2 verbunden.
Das zentrale Untersystem SC 8 ist mit einer Bedienungskon
sole 7 über einen Betriebsprozessor 6 verbunden. Letzterer
kann die gleiche Struktur aufweisen wie die Prozessoren,
die das zentrale Untersystem SC 8 bilden. Der Betriebspro
zessor 6 ist mit dem BUS (A, D, C) verbunden, was einen
unmittelbaren Zugriff zu dem Konfigurationsspeicher 2 er
möglicht.
Als Konfigurationsspeicher 2 ist ein RAM-Arbeitsspeicher
vorgesehen. Er enthält gespeichert die Konfigurations
parameter für die verschiedenen in dem Informationsver
arbeitungssystem arbeitenden Untereinheiten; diese Konfi
gurationsparameter werden über die Bedienungskonsole 7 ge
bildet und über den Betriebsprozessor 6 eingegeben. Die
verschiedenen Prozessoren werden in der Zentraleinheit
durch Nummern, welche im folgenden "Anwendernummer" genannt
werden, gekennzeichnet. Jeder Prozessor teilt sich den
Platz des Speichers MMU 1 mit den anderen Prozessoren. Der
Zugriff zu dem Speicher MMU 1 durch die Prozessoren darf
in diesem System nicht gleichzeitig erfolgen. Um einen Zu
griffskonflikt zu verhindern, ist ein Prioritätskreis in
der Speicher-Steuereinheit vorgesehen, ebenso wie in jedem
der Untersysteme des zentralen Untersystems.
Wie später bei Beschreibung der Fig. 2a und 2b weiter aus
geführt werden wird, werden immer, wenn ein Untersystem 3,
4 oder 5 über den BUS (ADC) verfügt, um einen Zugriff auf
den Speicher MMU durchzuführen, zwei Maßnahmen ausgeführt,
nämlich: die Konfigurationseinrichtung DC dieses Unter
systems adressiert den Konfigurationsspeicher 2 mit seinem
ihm vom Operateur bei Inbetriebnahme zugeordneten Zugehö
rigkeitsindikator und der Prozessor dieses Untersystems
adressiert den Konfigurationsspeicher 2 mit Hilfe der Iden
tifikationsnummer des Untersystems.
Ansprechend auf diese zwei Größen gibt der Konfigurations
speicher 2 auf den den BUS (A, D, C) eine Ziffer, die, wenn
der Zugriff korrekt ist, eine Wiederholung der Nummer des
anfordernden Untersystems ist, welches diesen Speicher
adressierte. Die auf diese Weise erhaltene Anwendernum
mer wird verglichen mit der Nummer, die das betreffende
Untersystem kennzeichnet. Nur dasjenige Untersystem, wel
ches den BUS belegt hat, erkennt den Indikator, den der
Konfigurationsspeicher ausgesandt hat, als für sich be
stimmt und wird dadurch autorisiert, die über den BUS (A,
D, C) zwischen sich und dem Speicher MMU 1 übertragenen
Informationen zu verarbeiten. Dieses System erlaubt des
halb eine vollständige Trennung der im zentralen Unter
system SC 8 gebildeten Untersysteme, die folglich konkurrie
rend arbeiten können und sich den Speicherplatz des Spei
chers MMU 1 teilen, ohne daß ein Übergriff einer Unterein
heit auf die andere befürchtet werden müßte. Die Einzel
heiten dieser Einrichtung sind in den Fig. 2a und 2b
dargestellt.
Die Fig. 2a zeigt den Konfigurationsspeicher 2 und den
Speicher MMU 1, verbunden mit der Speichersteuereinheit
MCU 1-bis. Die Speichersteuereinheit MCU 1-bis ist di
rekt mit dem BUS (A, D, C) über den Adressen-BUS A 10 mit
32 Leitungen, über den Daten-BUS D 11 mit ebenfalls 32
Leitungen und über einen Steuerleitungs-BUS C 22 mit 16
Leitungen verbunden. Die Leitungen 0 bis 7 des BUS A 10
sind verbunden mit dem Eingang 1 des Speichers 2, während
die Leitungen 8 bis 31 von diesem BUS mit dem Eingang 1
des Speichers MMU 1 verbunden sind, um eine Adressierung
dieser Speicher zu ermöglichen. Die in dem Speicher 2 ge
lesenen Informationen erscheinen an seinem Ausgang 2, wenn
die im Speicher MMU 1 gelesenen und geschriebenen Informa
tionen übertragen werden über die Leitung D 2, die diesen
Speicher mit der Steuereinheit MCU 1-bis verbindet. Die
Speicher 1 und 2 sind MOS-Arbeitsspeicher.
Die 10 Leitungen des Steuerleitungs-BUS C 22, die von 0
bis 15 numeriert sind, sind alle verknüpft mit einem Un
tersystem. Wenn ein Untersystem einen Zugriff zu dem Spei
cher MMU 1 verlangt, wird eine logische 1 auf dem daran
angeschlossenen Leiter des BUS C positioniert. Auf diese
Weise können jedoch zu jedem Zeitpunkt auf dem BUS C
mehrere Untersysteme gleichzeitig anfragen. Da zu dem ge
gebenen Zeitpunkt nur ein einziger Anwender das Recht ha
ben kann, den Zugriff zum Speicher MMU 1 zu verlangen,
wählt ein Prioritätskreis 19, der direkt mit 16 Leitungen
des BUS C 22 verbunden ist, den Leiter der höchsten Ord
nungszahl unter den Leitern des BUS 10 aus, die den logi
schen Wert 1 haben und der dann dem anfordernden Unter
system entspricht, das die höchste Priorität hat. Die Ord
nungszahl des ausgewählten Leiters wird in einer Binärform
mit 4 Bits durch den Prioritätskreis 19 codiert. Die Steuer
einheit 1-bis enthält ferner zeitig eine Ablaufsteuerung 9
zum Synchronisieren der verschiedenen notwendigen Steuerun
gen für die Operationen jedes Untersystems in dem Speicher
MMU 1. Allein die Phasen O 1 und O n der Ablaufsteuerung die
nen zur Lösung des durch die Erfindung gesetzten Problems,
welches im Unterteilen des Speicherplatzes im Speicher MMU 1
zwischen mehreren parallel arbeitenden Untersystemen unter
vollständiger Trennung derselben untereinander liegt. Die
Zwischenphasen zwischen O 1 und O n können z. B. verwendet
werden, um den BUS (A, D, C) freizugeben, damit dieser für
andere Aufgaben frei wird. Der Ausgang 1 der Ablaufsteue
rung liefert das Signal O 1 an den Eingang 2 der UND-Schal
tung 23, an deren Eingang 1 das Signal H gelangt, das von
einem nicht dargestellten gemeinsamen Taktgenerator gelie
fert wird, und deren Eingang 3 verbunden ist mit dem Aus
gang Q einer Kippschaltung B 30. Der Ausgang 4 der UND-
Schaltung 23 ist verbunden mit dem Steuereingang C eines
Registers 20, dessen Eingänge 1 verbunden sind mit den
Ausgängen 2 des Prioritätskreises 19. Immer wenn die Ein
gänge 2 und 3 der Torschaltung 23 angesteuert sind, über
trägt der Ausgang 4 dieser Torschaltung das Taktsignal H
an den Eingang C des Registers 20, und die Benutzernummer
mit der höchsten Priorität, die durch den Prioritätskreis
19 bestimmt wird, wird dabei in das Register 20 eingegeben.
Der Eingang J der Kippschaltung 30 ist mit dem Ausgang 2
des Konfigurationsspeichers verbunden, und sein Null-Rück
setzeingang K ist verbunden mit dem Ausgang n der Ablauf
steuerung 9, die das Signal O n liefert. Eine Torschaltung
25 der Steuereinheit 1-bis erlaubt die Übertragung der
zu lesenden oder zu schreibenden Informationen zwischen
dem Speicher MMU 1 und dem BUS (A, D, C). Sie wird ge
steuert über ihren Eingang 3 durch das Signal O n , welches
von der Ablaufsteuerung ausgesandt wird.
Die Fig. 2b zeigt eine Untereinheit 23, welche aufgebaut
ist aus einer Verarbeitungseinheit (Prozessor) CPU 16 und
einer Konfigurationseinheit DC. Die Verarbeitungseinheit
CPU 16 und die Konfigurationseinrichtung DC sind verbun
den mit dem BUS (ADC) in Fig. 2a durch den BUS A 13, den
BUS D 12 und den BUS C 26.
Die Konfigurationseinheit DC setzt sich zusammen aus einem
ersten Codierer 15, welcher in dem dargestellten Beispiel
durch vier Schalter gebildet wird, deren Zustand "geöffnet"
oder "geschlossen" eine feste binäre Kombination bildet,
welche verwendet wird zur Identifikation der Untereinheit
SEN + 1, wenn ein Zugriff zu dem Speicher MMU 1 gefordert
wird. Der Zustand des Codierers 15 erscheint auf seinen
Ausgangsleitungen 0 bis 3 und wird übertragen zu den Ein
gängen 4 bis 7 einer Vergleichseinrichtung 14. Die Eingän
ge 0 bis 3 der Vergleichseinrichtung 14 sind direkt ver
bunden mit Leitern 0 bis 3 des Daten-BUS D 12. Die Leiter
4 bis 31 dieses Daten-Bus D 12 sind über die Leitung D 4
mit dem Eingang 1 der Torschaltung 17 verbunden, das über
das Signal HIT 2, das vom Ausgang 8 der Vergleichseinrich
tung 14 geliefert wird, gesteuert wird. Der Ausgang 3 der
Torschaltung 17 überträgt die über die Leitung D 4 zuge
führten Daten auf die Leitung D 6 zum Eingang DI der
Verarbeitungseinheit CPU 16. Die Leitungen 4 bis 31 des
Datenbus (BUS D 12) sind auch mit dem Datenanschluß D 0
verbunden, was eine Übertragung der Daten zu der Ver
arbeitungseinheit über den BUS D 12 ermöglicht. Die Ver
arbeitungseinheit CPU 16 ist mit dem BUS A 13 verbunden
(Leitungen 4 bis 31 über die Adressenleitung A 4).
Die Leitungen 4 bis 7 des BUS A 13 übertragen die Nummer
des Untersystems, während die Leitungen 8 bis 31 die Adres
se des in dem Speicher MMU 1 gesuchten Wortes übertragen.
Ein Register 21 ist zur Speicherung der Indikatornummer
bestimmt, die durch den Betriebsprozessor 6 abhängig von
der Bedienungskonsole 7 eingegeben wird. Die Ausgänge des
Registers 21 sind direkt mit Leitungen 0 bis 3 des BUS A 13
verbunden zur Übertragung der Indikatornummer auf den BUS
(A D C).
Das Untersystem SEN + 1 enthält weiter einen Prioritäts
kreis 27, der eine Wiederholung des Prioritätskreises 19
aus der Steuereinheit 1-bis darstellt. Der Eingang 1 des
Prioritätskreises 27 ist verbunden mit dem BUS C 26. Der
Ausgang 2 des Prioritätskreises 19 ist verbunden mit dem
Eingang 1 eines Speicherregisters 28 zur Speicherung der
ausgewählten Anwendernummer, dessen Ausgänge 2 bis 5 ver
bunden sind mit den Eingängen 0 bis 3 einer Vergleichsein
richtung 29. Die Vergleichseinrichtung 29 ist andererseits
an ihren Eingängen 4 bis 7 mit den Ausgängen 0 bis 3 des
Codierers 15 verbunden. Wenn der Zustand der Schalter des
Codierers 15 übereinstimmt mit dem Zustand der Kippstufen
des Registers 28, liefert die Vergleichseinrichtung 29 auf
ihren Ausgang 8 ein Signal HIT 1 direkt an den Eingang HIT 1
der Verarbeitungseinheit CPU 16. Der Ausgang DR der Verar
beitungseinheit 16 ist über einen Leiter des BUS C 26 an
geschlossen, um dem Prioritätskreis aller Untersysteme und
der Speichersteuereinheit anzuzeigen, daß eine Anforderung
vorliegt.
Andererseits ist die Verarbeitungseinheit 16 mit anderen
peripheren Einheiten des Systems über die Eingangs- und
Ausgangsleitungen, die durch den BUS I/O bezeichnet sind,
verbunden.
Alle zum Aufbau der in den Fig. 2a und 2b notwendigen
technologischen Elemente können aus üblichen elektroni
schen Bauteilen realisiert werden.
Die Realisierung der Prioritätskreise 19 oder 27 ist in
der Fig. 3a gezeigt.
Wie aus Fig. 3a zu ersehen, wird ein Prioritätskreis ge
bildet durch Torschaltungen P 0 bis P 15, von denen jede
an einem Eingang mit einer Leitung l i verbunden ist, die
einem anfordernden Untersystem SE i zugeordnet ist. Zum
Beispiel erhält die Torschaltung P 0 auf ihrem Eingang 2
die Leitung l 0 vom Untersystem der Nummer 0, die Torschal
tung P 13 empfängt auf ihrem Eingang die Leitung l 13 ent
sprechend dem Untersystem 13 usw. Jede Torschaltung P i ist
an ihrem Eingang 1 mit dem Ausgang 3 der Torschaltung P i + 1
der unmittelbar höheren Ordnungszahl verbunden, um dem
Untersystem der höheren Ordnungszahl Priorität zu geben,
d. h. die Berücksichtigung von Untersystemen mit niedrigerer
Ordnungszahl zu verhindern. Der Ausgang 3 jeder Torschal
tung P i ist an den Eingang 5 eines Codierers Ci geführt,
dessen Funktion darin besteht, auf seinen Ausgängen 6, 7,
8, 9 die Binärkombination zu übertragen, die auf seinen
Eingängen 1 bis 4 eingestellt ist, wenn der Eingang 5 durch
die entsprechende Torschaltung P i aktiviert wird. Diese
Kombination entspricht in Fig. 3a der Binärcodierung der
Dezimalzahlen 0 bis 15 in der üblichen binären Zählung.
Die Ausgänge 6 bis 9 der Codierer C 0 bis C 15 sind gemein
sam verbunden, so daß die codierte Zahl der ausgewählten
Untereinheit in das Register 20 übertragen werden kann.
Die Fig. 3b zeigt den Aufbau einer Torschaltung P i , die
einen Inverter enthält, der mit seinem Eingang 1 mit dem
Eingang 1 der Torschaltung P i und seinem Ausgang 2 mit
dem Eingang 1 einer UND-Schaltung 32 verbunden ist. Der
Eingang 2 der UND-Schaltung 32 ist verbunden mit dem
Eingang 2 der Torschaltung Pi, während sein Ausgang 3 ver
bunden ist mit dem Ausgang 3 der Torschaltung P i .
Die Fig. 3c zeigt einen Codierer C i . Er enthält Verstärker
3 bis 36 mit drei Schaltzuständen. Diese Verstärker über
tragen den Zustand 0 oder 1 von ihrem Eingang 1, wenn ihr
Eingang 2 angesteuert wird durch das an dem Eingang 5 des
Codierers C i anliegende Signal, und eine sehr hohe Aus
gangsimpedanz, wenn der Eingang 5 nicht ausgesteuert wird.
Die Eingänge 1 jedes der Verstärker 33 bis 36 sind jeweils
verbunden mit Eingängen 1 bis 4 des Codierers C i . Die Aus
gänge 3 jedes der Verstärker 33 bis 36 bilden die Ausgänge
6 bis 9 des Codierers C i .
Eine Darstellung der Ablaufsteuerung 9 in Fig. 2a ist in
der Fig. 4 gezeigt. Diese Ablaufsteuerung enthält ein Schie
beregister 37 mit n parallelen Ausgängen, wobei der Ausgang 1
das Signal Φ 1 und der Ausgang n das Signal Φ n liefert. Der
Ausgang dieses Registers ist zurückgekoppelt auf seinen
Eingang. Im Augenblick der Initiierung des Registers wird
eine am Eingang 1 anliegende logische 1 in der ersten Kipp
schaltung gespeichert, und dann arbeitet das Register als
Serienschieberegister; das gespeicherte Bit läuft in dem
Register jedesmal um, wenn sein Eingang C angesteuert wird.
Der Eingang C ist verbunden mit dem Ausgang 4 der UND-
Schaltung 38, die an ihrem Eingang 1 mit dem Ausgang 16
der ODER-Schaltung 39, an ihrem Eingang 2 mit der Kipp
stufe B 30 in Fig. 2a und an ihrem Eingang 3 mit dem Aus
gang der Taktversorgung aller Schaltglieder des Systems,
die ein Taktsignal H liefert, verbunden ist. Die Eingän
ge 0 bis 15 der ODER-Schaltung 39 sind mit 16 Leitungen
des BUS C verbunden. Auf diese Weise nimmt, sobald ein
Untersystem eine Anforderung abgibt, der Ausgang 16 der
ODER-Schaltung 39 den Zustand 1 an. Dieser Zustand wird
dem Eingang 1 der UND-Schaltung 38 zugeführt, um die Fort
schaltung des Schieberegisters 37 im Rhythmus der Taktsi
gnale H zu steuern, solange das durch die Kippschaltung 30
ausgesandte Signal B vorhanden ist.
Die Arbeitsweise der Einrichtung ist wie folgt:
Bei der Inbetriebnahme des Systems bestimmt der Operateur
die Konfiguration seines Systems über die Bedienungskon
sole 7. Da alle Untersysteme über einen eigenen Priori
tätskreis 19 verfügen, können alle Systeme durch Signa
lisierung an den jeweiligen Prioritätskreis in Funktion
treten. Allein das Untersystem, das die größte Priorität
hat, wird mit Hilfe des Vergleichers 29 (Signal HIT 1) er
kannt und kann eine Anforderungsoperation durchführen so
wie die Speichereinheit adressieren. Diese Adressierung
erfolgt aufgrund des in dem Register 21 gespeicherten In
dikators und der Nummer des Untersystems, welche durch
den Prozessor CPU 16 des Benutzers erzeugt wird.
Die Adressierung des Konfigurationsspeichers 2 durch diese
zwei Elemente hat die Erzeugung eines Gültigkeitsbits auf
dem Ausgang 2 des Speichers 2 zur Folge. Falls das Gültig
keitsbit gleich 0 ist, ist das anfordernde Untersystem
ein falscher Benutzer, der in der Konfiguration des Systems
nicht vorgesehen wurde, und die CPU, welche die Anfrage
gemacht hat, setzt die zugeordnete Leitung l i auf Null zu
rück. Das System gibt dann die Priorität dem folgenden an
fordernden System. Umgekehrt, wenn das Anwesenheitsbit
gleich mit 1 ist und kennzeichnet, daß ein anforderndes
Untersystem in der Systemkonfiguration vorgesehen ist,
nimmt die Kippschaltung B 30 den Zustand 1 an, der die Ab
laufsteuerung 9 weiterschaltet. In der Phase 01 dieser Ab
laufsteuerung wird die Nummer des Benutzers mit größter
Priorität unter allen anfordernden Benutzern in das Regi
ster 20 eingegeben, zum Zugriff auf den Speicher MMU 1
im Zeitpunkt der Phase 01; während der Zwischenphasen ist
der BUS (ADC) frei für andere Funktionen. Mit der Phase O n
wird die Torschaltung 25 freigegeben, und die in dem Regi
ster 10 gespeicherte Nummer und die vom BUS (ADC) übertragene
Nummer werden in dem Untersystem mit der verdrahteten Be
nutzernummer in dem Codierer 15 des betreffenden Unter
systems verglichen. Dieser Vergleich wird durchgeführt
mit Hilfe der Vergleichereinrichtung 14, die das Signal
HIT 2 abgibt. Allein der Benutzer, der die Priorität hatte,
erkennt sich, und die Daten werden dann übertragen zwi
schen diesem Benutzer und dem Speicher MMU über die Tor
schaltung 25 der Speichersteuereinheit 1-bis. Wenn die
Übertragung beendet ist, setzt die Verarbeitungseinheit
CPU 16, welche die Übertragung durchgeführt hat, die ihr
zugordnete Leitung l i auf Null und die Prioritätskreise
geben dann die Priorität dem folgenden anfordernden Unter
system.
Die Einrichtung, die vorstehend beschrieben wurde, erlaubt
mit Hilfe einfacher elektronischer Schaltkreise das gleich
zeitige Arbeiten von mehreren Prozessoren mit ein und der
selben Speichereinheit bei Erhaltung vollständiger Unab
hängigkeit der Arbeitsweise.
Claims (5)
1. Einrichtung zum Aufteilen eines zentralen Unter
systems (SC 8) einer Informationsverarbeitungsanlage in
mehrere Untersysteme (3, 4, 5), wobei zumindest das eigent
liche zentrale Untersystem mit einem über eine Bedienungs
konsole (7) steuerbaren Betriebsprozessor (6) verbunden
ist, die Untersysteme untereinander über Daten-, Adreß-
und Steuerleitungen (BUS ADC) verbunden sind und jedes
Untersystem (3, 4, 5) unabhängig von anderen Untersystemen
arbeitet und mindestens einen mit Eingangs-/Ausgangs-
Kanälen versehenen Prozessor (P) enthält und wobei das
zentrale Untersystem selbst durch die genannten Übertra
gungsleitungen mit einer Speichereinheit (1) zum Speichern
von Programmen und Daten verschiedener Benutzer des Systems
verbunden ist, gekennzeichnet durch das Zusammenwirken fol
gender Baueinheiten:
- - einer Mehrzahl identischer Konfigurationseinrichtungen (DC), jeweils angeordnet in jedem Untersystem (3, 4, 5) mit je einem Register (21) zur Speicherung eines Zuge hörigkeitsindikators, der über den Betriebsprozessor (6) im Moment der Initialisierung eines Untersystems über tragen wird, und mit Freigabegliedern (14, 27, 28, 29), die dem Untersystem, in welchem sie sich befinden, einen Datenaustausch mit der Speichereinheit gestatten, wenn dem jeweiligen anfordernden Untersystem die höchste Priorität unter den anfordernden Untersystemen zukommt,
- - eines Konfigurationsspeichers (2), der den Zustand der im zentralen Untersystem in Betrieb befindlichen Unter systeme speichert und der bei jeder Adressierung der Speichereinheit durch ein Untersystem durch den Zugehörig keitsindikator dieses Untersystems adressiert wird, um am Leseausgang ein Freigabesignal für die Freigabe der Speicherzyklen für die gewünschte Operation zu liefern,
- - einer Steuereinheit (1 bis) zur Steuerung der Speicher einheit (1), die mindestens einen Prioritätskreis (19) zum Auswählen des Untersystems mit der höchsten Priorität und ein zugeordnetes Speicherglied (20) zur Speicherung der Untersystemnummer, die als von höchster Priorität erkannt wurde, aufweist, wobei der Ausgang dieses Spei chergliedes (20) mit den Adreß-, Daten- und Steuerleitungen verbunden ist, zum Übertragen der Unter systemnummer von höchster Priorität an jedes der Frei gabeglieder (14, 27, 28, 29) jeder Konfigurationsein richtung (DC) sowie zur Übertragung (HIT) der Daten zwi schen dem Untersystem mit der höchsten Priorität und der Speichereinheit (1).
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Adressierung des Konfigurationsspeichers (2) durch
ein Untersystem über den im Register (21) gespeicherten
Zugehörigkeitsindikator und die Nummer (SE) des Unter
systems erfolgt.
3. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß eines der Freigabeglieder jeder Konfigurationseinrichtung (DC)
durch einen Prioritätskreis (27) zum Identifizieren des
anfordernden Untersystems mit der höchsten Priorität ge
bildet ist, der übereinstimmend mit dem Prioritätskreis
(19) der Steuereinheit (1 bis) ausgebildet ist.
4. Einrichtung nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Freigabeglied darüber hinaus Vergleicher
(14) zum Vergleichen der von dem Speicherglied (20)
der Steuereinheit (1 bis) gelieferten Untersystemnummer des
prioritätshöchsten anfordernden Untersystems mit der Iden
tifikationsnummer des Untersystems, die von einem Codierer
(15) dieses Untersystems abgegeben wird, aufweist.
5. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß der Vergleicher (14) den Datentransfer zwischen
Speichereinheit (1) und dem Untersystem, in welchem er
sich befindet, freigibt, wenn Identität zwischen den ver
glichenen Nummern besteht.
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (2)
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Families Citing this family (13)
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