DE3045317C2 - - Google Patents
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B07—SEPARATING SOLIDS FROM SOLIDS; SORTING
- B07C—POSTAL SORTING; SORTING INDIVIDUAL ARTICLES, OR BULK MATERIAL FIT TO BE SORTED PIECE-MEAL, e.g. BY PICKING
- B07C5/00—Sorting according to a characteristic or feature of the articles or material being sorted, e.g. by control effected by devices which detect or measure such characteristic or feature; Sorting by manually actuated devices, e.g. switches
- B07C5/34—Sorting according to other particular properties
- B07C5/346—Sorting according to other particular properties according to radioactive properties
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- Analysing Materials By The Use Of Radiation (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft ein Sortierverfahren, bei welchem eine Anzahl
von Teilchen an wenigstens einem Detektor vorbeigeführt wird, welcher
auf das Vorhandensein einer gewünschten Eigenschaft der Teilchen an
spricht, gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Ein derartiges Verfahren ist bekannt (US-PS 30 75 641). Dement
sprechend werden in der Praxis bei einem radiometrischen Sortier
system Erzteilchen in parallelen Strömen angeordnet, in denen die
einzelnen Teilchen voneinander getrennt sind. Die Teilchen eines jeden
Stromes werden über mehrere im Abstand voneinander angeordnete
Strahlendetektoren geleitet und jeder Detektor registriert eine radio
aktive Zählung für jedes Teilchen, wenn es an ihm vorbeifließt. Die
das gleiche Teilchen betreffenden Zählungen der einzelnen Detektoren
werden dann zusammengezählt, um eine Endbestimmung des radioak
tiven Gehaltes des Teilchens zu erhalten. Auf dieser Bestimmung be
ruht dann die Entscheidung, ob ein Teilchen akzeptiert oder zurück
gewiesen wird.
Bei großen Abständen zwischen den einzelnen aufeinander folgenden
Teilchen funktioniert dieses Verfahren durchaus zufriedenstellend,
doch wenn die Abstände abnehmen, wird die Gesamtzählung für ein
gegebenes Teilchen (P) durch Streueffekte beeinflußt, welche zumin
dest von einem vorangehenden Teilchen (P - 1) und einem nachfolgen
den Teilchen (P + 1) herrühren.
Infolge der fortlaufenden und willkürlichen Art der Strahlung von
radioaktivem Material, wenn das Teilchen (P) sich innerhalb der
Zählzone eines bestimmten Strahlendetektors befindet, geben die Teil
chen (P - 1) und (P + 1) ebenfalls Strahlungen ab, welche ebenfalls vom
Detektor zugeordneten elektronischen Zähleinrichtungen festgestellt und
gezählt werden, als ob diese Strahlung zum Teilchen (P) gehört. Das
Resultat davon ist dann, daß, wenn das Teilchen (P - 1) oder das
Teilchen (P + 1) aus reichlich hochwertigem Erz besteht, sich für das
Teilchen (P) eine scheinbare hohe Zählung ergibt, obwohl es aus Ab
fall oder minderwertigem Erz besteht, so daß es fälschlich von der
Maschine als Erz sortiert wird, obwohl es sich in Wirklichkeit um
Abfall handelt, wodurch schließlich die annehmbare oder zulässige
Erzfraktion verdünnt wird. Diese Wirkung ist bei den für eine aus
reichende Empfindlichkeit erforderlichen Abständen zwischen Teilchen
und Detektor und zwischen den einzelnen Teilchen zur Erzielung
kommerziell annehmbarer Durchlaßgeschwindigkeiten unvermeidbar.
Dieser Effekt wird des weiteren durch die zusätzlichen Wirkungen der
Teilchen (P - 2) und (P + 2) vermischt, doch handelt es sich hier um
Wirkungen zweiter Ordnung, welche ignoriert werden können.
In der Praxis beispielsweise ergibt sich bei 37 mm-Teilchen bei einem
Teilchen (P + 1) mit einer Güte von 0,5 g/t, welches vor einem 37 mm-
Abfallteilchen (P) mit einem Abstand von 100 mm durchläuft, für das
Teilchen (P) ein Wert von 0,12 kg/t, so daß eine auf einen Wert von
0,1 kg/t eingestellte Sortiermaschine dieses Teilchen irrtümlich als
gut befindet. Dies ignoriert den zusätzlichen Effekt eines nachfolgen
den Erzteilchens, welches die scheinbare Güte des Teilchens (P) weiter
erhöhen kann. Dieser Effekt steigt sehr schnell bei größeren Teilchen
und kleineren Abständen der Teilchen voneinander an.
Bei der fortlaufenden Herstellung von Stahlprodukten, z. B. Blechen
oder dergleichen, ist es bekannt (US-PS 38 32 549), z. B. die Dicke
des Bleches aus einem Strahlungssignal zu bestimmen und dabei das
Signal in Abhängigkeit von Materialeigenschaften zu korrigieren bzw.
zu kompensieren.
Aufgabe der Erfindung ist es, das Verfahren der eingangs beschriebe
nen Gattung so zu verbessern, daß Störungen im Signal des Detektors,
die durch vorangehende oder nachfolgende Teilchen hervorgerufen
sind, eliminiert werden können.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß der Abstand zwischen einem
Teilchen und wenigstens einem benachbarten Teilchen bestimmt wird
und an das Ausgangssignal zumindest ein Eichfaktor angelegt wird,
welcher zumindest vom Abstand und dem Ausgangssignal dieses be
nachbarten Teilchens abhängt.
Als weitere Besonderheit der Erfindung werden Teilchen hinter
einander an mehreren Detektoren vorbeigeführt, und das Ausgangs
signal wird für jedes Teilchen zumindest durch Summierung der für
das Teilchen abgegebenen getrennten Anzeigen der Detektoren erzeugt.
Der Eichfaktor kann zumindest von der Form, dem Volumen, der Masse
oder der Höhe des benachbarten Teilchens abhängig sein.
Des weiteren stellt der Eichfaktor den Beitrag zu dem vom benach
barten Teilchen verursachten Ausgangssignal dar, wobei der Eich
faktor vom Ausgangssignal dieses Teilchens abgezogen wird.
Schließlich werden die Abstände zwischen jedem Teilchen und dem
vorangehenden bzw. dem nachfolgenden Teilchen bestimmt, und es
werden an das Ausgangssignal dieses Teilchens zwei Eichfaktoren
entsprechend diesen Abständen und den Ausgangssignalen der un
mittelbar folgenden bzw. vorausgehenden Teilchen angelegt.
Die Erfindung wird nachstehend anhand einiger Durchführungsbei
spiele unter Bezugnahme auf die Zeichnung im einzelnen
erläutert; es zeigt
Fig. 1 eine schematische Darstellung einer Durchführung des
erfindungsgemäßen Verfahrens;
Fig. 2 eine Kurvenschar für Teilchen unterschiedlicher Form, von
denen Korrekturkurven als Funktion der gegenseitigen Teilchen
abstände abgeleitet werden können;
Fig. 3 in gleicher Weise wie in Fig. 2 Korrekturkurven für Teilchen
mit gleicher Masse jedoch unterschiedlicher Höhe und
Fig. 4 in vereinfachter Form ein Ablaufdiagramm, welches die in
einem Computerprogramm und im erfindungsgemäßen Verfahren
verwendeten Schritte angibt.
Die Erfindung basiert auf der Verwendung einer Rechenhilfe wie bei
spielsweise eines Mikroprozessors sowie eines Meßsystems für die
Masse, das Volumen, die Abmessung oder die Form, wie sie beispiels
weise in der ZA-PS 81/0 253 bzw. der ZA-PS 80/7 535 als "volumetrische
Messung" bzw. "Gütebestimmung" beschrieben sind.
Die nachfolgende Beschreibung betrifft ein radiometrisches System,
in welchem zumindest ein Strom von hintereinander sowie im Abstand
voneinander liegenden Erzteilchen beispielsweise mittels eines Förder
bandes an mehreren Strahlendetektoren vorbeigeführt wird, von denen
jeder eine radioaktive Zählung für das spezielle Teilchen erzeugt,
welches ihm zu irgendeiner gegebenen Zeit ausgesetzt wurde.
Ein derartiges System ist allgemein bekannt und eine schematische
Darstellung eines derartigen Systems zeigt Fig. 1. Hierbei führt ein
Förderband 10 eine Vielzahl von in einer Reihe liegenden Teilchen
. . . P - 2, P - 1, P, P + 1, P + 2 . . ., welche im Abstand voneinander liegen,
an mehreren Strahlendetektoren 12 vorbei, von denen jeder eine be
stimmte Zählzone 14 besitzt. Das Volumen, die Masse, die Höhe oder
die Form eines jeden Teilchens werden mittels eines Meßgerätes 16
bestimmt, wie es in der ZA-PS 81/0 253 bzw. der ZA-PS 78/3 198 be
schrieben ist und welches in Strömungsrichtung hinter den Detektoren
12 angeordnet ist.
Die Erfindung liefert ein Mittel, um die Beiträge in der Zählung
für ein Teilchen (P) aufgrund eines vorhergehenden Teilchens (P - 1)
und infolge eines nachfolgenden Teilchens (P + 1) zu korrigieren.
Es werden die Zählungen eines jeden Strahlendetektors
bezüglich des Durchlaufs des Teilchens (P - 1) durch die Zählzone
eines jeden Strahlendetektors in einem Speicher 18 summiert. Dies
kann beispielsweise in der Art geschehen, wie es in der ZA-PS 78/3 198
"Verbesserungen von Sortiersystemen" beschrieben ist. Die Gesamt
zählung für das Teilchen (P - 1) kann auch eine Komponente aufgrund
des vorhergehenden Teilchens (P - 2) und des Teilchens (P) enthalten,
doch wird diese Komponente hier ignoriert. Diese Gesamtzählung für
das Teilchen (P - 1) wird als N(P - 1) bezeichnet. N(P - 1) wird dann in
einem Speicher 20 des Mikroprozessor-Systems gespeichert, der kurz
zeitig dem Teilchen (P - 1) zugeordnet ist. Die dazugehörige Speicherdatei wird als
M(P - 1) bezeichnet. Die Gesamtzählung N(P - 1) für das Teilchen (P - 1)
wird außerdem zur Korrektur der Zählung für das Teilchen (P - 3) in
der gleichen Weise nachstehend beschrieben verwendet.
Das Teilchen (P) folgt dem Teilchen (P - 1) durch das Strahlendetektor-
System und die Gesamtzählung N(P) für das Teilchen (P) wird in
einer Datei M(P) des Speichers 20 gespeichert. In gleicher Weise
wird die Gesamtzählung für das Teilchen (P + 1) in einer Datei M(P + 1)
des Mikroprozessor-Speichers gespeichert. Die Zählungsbeiträge zum
Teilchen (P) seitens der vorhergehenden und nachfolgenden Teilchen
(P - 1) bzw. (P + 1) hängen sehr stark von dem Abstand zwischen den
Teilchen ab, und zwar sowohl infolge der Wirkung der Intensität der
vom Detektor festgestellten Gammastrahlung, welche sich mit dem um
gekehrten Quadrat des Abstandes zwischen dem Teilchen und dem
Detektor ändert, und zum anderen aufgrund der Strahlungsabsorption
durch die einen jeden Detektor umgebende Bleiabschirmung, welche
den effektiven Raumwinkel verändert, welcher in Blickrichtung vom
Strahlendetektor aus unter dem Teilchen liegt. Der dem Teilchen in
Blickrichtung vom Strahlendetektor gegenüberliegende effektive Raum
winkel hängt auch von der Höhe oder Abmessung des Teilchens ab,
was bei dem erfindungsgemäßen Verfahren als Äquivalent der Teil
chenmasse angenommen wird.
Um daher die Gesamtzählung N(P) in bezug auf die Wirkung der
Zählungen für die Teilchen (P - 1) und (P + 1) zu korrigieren, ist es
erforderlich, die Abstände zwischen dem Teilchen (P) und den Teil
chen (P - 1) und (P + 1) bzw. auch die Masse der Teilchen (P - 1) bzw.
(P + 1) zu bestimmen.
Eine Einrichtung 16 zur Bestimmung der Masse eines jeden Teilchens
durch Messung der projizierten Fläche des Teilchens und durch Ver
arbeitung dieses Wertes zur Angabe der äquivalenten Masse ist bei
spielsweise in der bereits genannten ZA-PS 81/0 253 beschrieben.
Diese Masseninformationen für jedes Teilchen wird zur Berechnung der
Konzentration oder Güte des gewünschten Materials in jedem Teilchen
benötigt und steht daher für die Zwecke dieser Erfindung zur Ver
fügung. Alternativ kann die Einrichtung 16 ohne weiteres einfach
verwendet werden, um ein Maß der Maximal- oder Durchschnitthöhe
eines jeden Teilchens auf dem Förderband oder seiner Form zu er
halten. Das Sortier- und Meßsystem ergibt beispielsweise ein Maß
der linearen Abmessung der Teilchen in Richtung der Förderbandbe
wegung, so daß es bei bekannter Bandgeschwindigkeit relativ ein
fach ist, zu einem Maß des Abstandes zwischen nebeneinander oder
hintereinander liegenden Teilchen zu gelangen. Die Abstandsmessung
kann in bezug auf geeignete Bezugspunkte durchgeführt werden, bei
spielsweise auf die Vorderkanten der betreffenden Teilchen, ist je
doch vorzugsweise eine Funktion des Mitten-Abstandes einander folgen
der Teilchen, wobei die Mitte die geometrische Mitte ist, welche aus
der volumetrischen Messung bestimmt wird. Wenn die geometrische Mitte
eines jeden Teilchens von der Volumenmessung abgeleitet wird, ist es
relativ einfach, da die Teilchen genau auf dem mit einer bekannten
und festliegenden Geschwindigkeit sich fortbewegenden Förderband an
den Detektoren vorbeigezogen werden, den Abstand zwischen den Teil
chen zu berechnen.
Die von der Volumen-Meßeinrichtung abgeleiteten betreffenden Massen
der Teilchen (P - 1), (P) und (P + 1) werden dann in den Mikroprozessor-
Speicherdateien M(P - 1), M(P) und M(P + 1) gespeichert, und die vom
optischen Massenmessungs-System oder irgendeiner anderen Einrichtung
abgeleiteten Abstände zwischen den Teilchen werden ebenfalls in den
entsprechenden Speicherdateien M(P - 1) und M(P + 1) eingespeichert.
Im Mikroprozessor-Speicher 20 stehen dann bezüglich der Teilchen
(P - 1), (P) und (P + 1) folgende Informationen zur Verfügung:
- a) Gesamtzählungen der Radioaktivität für jedes Teilchen,
- b) Masse eines jeden Teilchens oder alternativ die Höhe, die Form oder das Volumen eines jeden Teilchens und
- c) der Abstand zwischen einander folgenden Teilchen.
Aus statistisch gemessenen Eichfaktoren, welche durch jedem Fach
mann bekannte Maßnahmen bestimmt werden können, läßt sich eine
Matrix der Korrekturfaktoren zeichnen und in einem Fest-Speicher
teil 22 des Mikroprozessor-Speichers dauernd speichern.
Die Korrekturfaktoren werden statistisch bestimmt und basieren auf
der Masse, dem Volumen, der Höhe oder der Form eines Teilchens,
seinem Abstand von einem vorhergehenden oder nachfolgenden Teil
chen und von seiner eigenen Gesamtzählung der Radioaktivität.
Fig. 2 zeigt Korrekturkurven für Teilchen, deren Abmessungen inner
halb einer besonderen Größenfraktion als eine Funktion der Form und
des Mittenabstandes hintereinander durchlaufender Teilchen liegen.
Jedes Teilchen läßt sich in eine Kategorie einer Anzahl vorgegebener
Formen einteilen, welche entsprechend bestimmten Eigenschaften wie
beispielsweise der Lineardimensionen des Teilchens in Bewegungsrich
tung und quer zur Bewegungsrichtung in vertikaler und horizon
taler Richtung ausgewählt sind, wie dies beispielsweise in der bereits
genannten ZA-PS 80/7 535 beschrieben ist. Die Fig. 2 zeigt Kurven für
Teilchen, deren Formen aus Gründen der Einfachheit als A, B bzw. C
bezeichnet sind.
Diese Kurven werden folgendermaßen verwendet: Beispielsweise aus
der Kurve für die Form A ist zu sehen, daß für einen Mittenabstand
von 40 mm 75% der Gesamtzählung der Radioaktivität eines vorher
laufenden oder nachfolgenden Teilchens, d. h. (P - 1) oder (P + 1), von
dem Detektor aufgezeichnet wird, über welchen das Teilchen (P) hin
wegläuft. Der durch das vorhergehende oder nachfolgende Teilchen
verursachte Zählungsbeitrag nimmt mit wachsenden Abständen der
Teilchen voneinander schnell ab und fällt auf unter 10% bei einem
Teilchenabstand von 130 mm.
Naturgemäß werden die Kurven für die Teilchen mit den Formen B
und C in der gleichen Weise verwendet.
Die Kurven der Fig. 3 zeigen Korrekturfaktoren als Funktion der
Höhe und des Mittenabstandes für Teilchen mit gleicher Masse. Dabei
betrifft die Kurve A ein rundes 150 g-Teilchen mit einer Höhe von
50 mm, während die Kurve B ein Teilchen mit der gleichen Masse be
trifft, welches jedoch einen unregelmäßigen Würfel mit 55 mm Höhe
bildet. Bei einem gegebenen Teilchenabstand ist naturgemäß die Wir
kung eines nachfolgenden oder vorhergehenden Teilchens eine Funktion
seiner Höhe, da der "Streueffekt" mit der Höhe zunimmt.
Bei einem Abstand von beispielsweise 100 mm trägt ein Teilchen des
Typs A, ob es nun dem tatsächlich geprüften Teilchen vorhergeht
oder nachfolgt, 30% seiner Gesamtzählung der Zählung des geprüften
Teilchens bei, während ein Teilchen des Typs B annähernd 22% seiner
Gesamtzählung beiträgt.
Naturgemäß könnte eine sehr große Anzahl möglicher Korrekturkurven
zusammengestellt werden, um praktisch alle Veränderungen in der
Form, Größe, Masse usw. der zu sortierenden Teilchen abzudecken.
Es ist jedoch möglich, die Anzahl von Kurven durch statistische
Analyse zu beschränken, indem beispielsweise mit repräsentativen
Erzproben gearbeitet und der Prozentsatz an Teilchen mit standard
mäßigen vorgewählten Formen bestimmt wird, welche in vorgewählte
Größenordnungen fallen.
Für Teilchen einer jeden der vorbestimmten Kategorien wird der
prozentuale Zählungsbeitrag dann bestimmt, indem die Radioaktivitäts
zählung aufgrund eines jeden Teilchens bei Veränderung seines Ab
standes von einem einzigen Detektor bestimmt wird und dieser Wert
als Fraktion der Gesamtzählung des Teilchens ausgedrückt wird.
Messungen dieser Art werden ohne Schwierigkeiten mittels standard
mäßiger Laboratoriumsverfahren durchgeführt, jedoch kann alternativ
auch ein Analysator der in der ZA-PS 80/7 638 beschriebenen Art ver
wendet werden.
Die Zusammenstellung dieser Daten und ihre Verarbeitung zur Her
stellung der Korrekturkurven der vorbeschriebenen Art liegt ohne
weiteres innerhalb der Fähigkeiten eines Fachmannes. Die Entschei
dung, ob man den Korrekturfaktoren die Höhe, die Masse, die Form
oder das Volumen oder irgendeinen anderen Parameter zugrunde legt,
kann weitgehende empirisch auf Basis von Testläufen mit repräsenta
tiven Erzproben getroffen werden, um zum wirksamsten Korrektur
verfahren zu gelangen. Die Korrekturfaktoren werden anschließend in
dem Festspeicher 22 gespeichert.
Die Zählungskorrektur für das Teilchen (P) wird dann mit Hilfe eines
Mikroprozessors 24 durchgeführt, welcher von jedem Programmierfach
mann von Mikroprozessoren in geeigneter Weise programmiert werden
kann, um der Matrixdatei für Korrekturfaktoren, die im Speicher 22
gespeichert ist, einen Korrekturfaktor zu entnehmen, welcher für die
Masse des Teilchens (P - 1) und den Abstand der Teilchen (P - 1) und
(P) geeignet ist, und diesen Korrekturfaktor an die Gesamtzählung
N(P - 1) anzulegen, um ein Maß C(P - 1) des vom Teilchen (P - 1) der Ge
samtzählung N(P) des Teilchens (P) gemachten Zählungsbeitrages zu
erhalten. Durch Subtraktion des Wertes C(P - 1) von N(P) wird die Ge
samtzählung für das Teilchen (P) abgeleitet, ohne den Zählungsbeitrag
seitens des Teilchens (P - 1). Eine gleiche Korrektur wird für den Bei
trag seitens des Teilchens (P + 1) durchgeführt, so daß man eine korri
gierte Zählung für das Teilchen (P) erhält.
Fig. 4 zeigt ein vereinfachtes Ablaufdiagramm eines geeigneten Com
puterprogramms, bei welchem die Korrekturfaktoren angewendet werden
können. Dieses Diagramm erläutert sich weitgehend selbst und zeigt
einen Computerzyklus für ein einzelnes Teilchen. Selbstverständlich
könnten, wenn parallele Detektorreihen vorhanden sind, gleiche Be
rechnungen gleichzeitig parallel erfolgen oder man könnte zeitsparende
Techniken verwenden, um alle Berechnungen in einem einzigen Pro
zessor durchzuführen. Derartige Überlegungen sind jedoch für ein Ver
ständnis der vorliegenden Erfindung unerheblich.
Theoretisch sollten die gleichen Korrekturen für die Teilchen (P - 1)
und (P + 1) durchgeführt werden, um die wahren Zählungen für die
jenigen Teilchen zu erhalten, bei denen der Korrekturfaktor für das
Teilchen (P) angewendet werden sollte, doch sind dies Korrekturen
zweiter Ordnung, welche ignoriert werden können.
Festzustellen ist, daß mehrere Korrekturen
bezüglich der Zählung eines gegebenen Teilchens durchgeführt werden
können. So kann eine Teilchenzählung weitgehend durch die Form,
die Größe, d. h. das Volumen, die Masse oder die Höhe eines vorher
gehenden oder nachfolgenden Teilchens beeinflußt werden, so daß für
die Zählung entsprechende mehrfache Korrekturen durchgeführt werden
können.
Nach der Korrektur der radioaktiven Zählung in der vorbeschriebenen
Weise läßt sich die Güte eines jeden Teilchens berechnen und durch
die Logik eine Entscheidung bezüglich Gut oder Schlecht treffen.
Die Teilchen können dann mittels eines standardmäßigen Sortierge
rätes 26 beispielsweise durch vom Prozessor 24 gesteuerte Luftblas
düsen sortiert werden.
Das erfindungsgemäße Verfahren schaltet weitgehend die irrtümliche
Annahme von Abfall oder minderwertigen Teilchen aufgrund des
Effektes nachfolgender und vorhergehender Teilchen aus und infolge
dessen die Verdünnung der gewünschten hochwertigen Erzfraktion.
Claims (5)
1. Sortierverfahren, bei welchem eine Anzahl von Teilchen an
wenigstens einem Detektor vorbeigeführt werden, welcher auf das
Vorhandensein einer gewünschten Eigenschaft der Teilchen anspricht,
und bei welchem für jedes Teilchen entsprechend der Reaktion des
Detektors ein Ausgangssignal erzeugt wird, welches von dem Ausmaß
der in dem Teilchen vorhandenen gewünschten Eigenschaft abhängt,
dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand
zwischen einem Teilchen (P) und wenigstens einem benachbarten Teil
chen (P - 1; P + 1) bestimmt wird und an das Ausgangssignal zumindest
ein Eichfaktor angelegt wird, welcher zumindest von dem Abstand und
dem Ausgangssignal dieses benachbarten Teilchens abhängt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Teil
chen (P - 2, P - 1, P, P + 1, P + 2 . . .) an mehreren Detektoren (12) hinter
einander vorbeigeführt werden und das Ausgangssignal für jedes Teil
chen zumindest durch Summierung der für das Teilchen abgegebenen
getrennten Anzeigen der Detektoren erzeugt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
der Eichfaktor zumindest von der Form, dem Volumen, der Masse oder
der Höhe des benachbarten Teilchens abhängig ist.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Eichfaktor den Beitrag zu dem vom benachbarten
Teilchen verursachten Ausgangssignal darstellt, wobei der Eichfaktor
vom Ausgangssignal dieses Teilchens abgezogen wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Abstände zwischen jedem Teilchen und dem voran
gehenden bzw. dem nachfolgenden Teilchen bestimmt werden und an
das Ausgangssignal dieses Teilchens zwei Eichfaktoren entsprechend
diesen Abständen und den Ausgangssignalen der unmittelbar folgen
den bzw. vorausgehenden Teilchen angelegt werden.
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