DE3050905C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Hubgerüst mit wenig
stens einem ausfahrbaren Teil und Hub-Antriebsmittel für
dieses Teil, wobei ein Lastträger
an einer Seite des Hubgerüstes zur Handhabung der Last
vorgesehen ist und an dem ausfahrbaren Teil ein entgegen
der Lastseite des Hubgerüstes gerichteter Ausleger vorge
sehen ist, an welchem wenigstens ein Zugmittel angreift,
durch das ein Gegenbiegemoment auf das Hubgerüst aufge
bracht wird.
Ein Hubgerüst mit einem Ausleger am obersten Ausfahrmast
ist aus der DE-AS 17 81 048 bekannt. Dabei ist eine Hub
kette vorgesehen, die am Lastträger angreift und über
eine am obersten Ausfahrmast gelagerte Umlenkrolle nach
unten geführt ist. Diese Hubkette ist unten über einen
zweiten Ausleger am Standmast geführt. Dabei ergibt sich
nur ein beschränktes Gegenbiegemoment,
so daß keine dynamischen Belastungen ausgleichbar sind.
Der Zweck liegt in der Ausführung eines Mehrfach-Teleskop
mastes mit zwei Hubketten.
Ein Hubgerüst gemäß obiger Ausführung kann einteilig aus
geführt sein und an ihm ist ein Lastschlitten höhenbeweg
lich. Weiterhin wird einbezogen, daß das Hubgerüst aus
mehreren Mastschüssen besteht, die teleskopisch ausfahrbar
sind, wobei der Lastschlitten an dem am weitesten ausfahr
baren Mastschuß bewegbar ist.
Hierbei ist bekannt, diesen Lastschlitten zugleich mit dem
Ausfahren des Mastes an seinem Mastschuß hochzufahren. Bei
einer solchen Ausführung ist es bekannt, daß an dem Hub
gerüst und an dem Lastschlitten Hubketten in Verbindung
mit einem Hubantrieb angreifen, der als Zylinderkolben
einrichtung auf einen Mastschuß wirkt. Beispielsweise wird
in diesem Zusammenhang die DE-PS 10 41 864 genannt. Es
bleibt auch vorbehalten, das Hubantriebsmittel zwischen
zwei zueinander beweglichen Mastschüssen vorzusehen.
Einbezogen werden auch grundsätzlich Hubgerüste mit und
ohne Freihub des Lastschlittens.
Mastschüsse eines teleskopisch ausfahrbaren Hubgerüstes
sind mittels Rollen in Profilierungen eines benachbarten
Mastschusses geführt. Hierbei sind mehrere Mastschüsse im
allgemeinen in einer Ebene angeordnet, wobei der am weite
sten ausfahrende Mastschuß innen vorgesehen ist.
Der Lastträger, der gegebenenfalls Gabel- oder Lastträger
arme aufweist, führt die Last, insbesondere bei Hubfahr
zeugen, an der zur Fahrzeugvorderseite liegenden Seite des
Hubgerüstes. Der Lastträger wird mit
tels Rollen in Mastprofilen des zugeordneten Mastschusses
geführt. Das Lastmoment bewirkt ein Biegemoment im Hubgerüst,
wobei dieses mit zunehmender Last und zunehmen
der Höhe der Last immer stärker auf Biegung beansprucht wird.
Insbesondere bei Hochregelstaplern ergeben sich aufgrund
solcher Biegemomente Nachteile beim Positionieren eines
Hubfahrzeuges. Dabei wird vorausgesetzt, daß in Regel
anlagen Hubfahrzeuge bzw. Regalstapler automatisch betrie
ben werden und durch Markierungen zu bestimmten Regalfach
säulen eingestellt werden. Beim Ausfahren der Last wird
dann die Ausrichtung durch die Mastdurchbiegung geändert,
so daß die Ein- und Ausstapelung von Lasten nicht ohne
weiteres möglich ist.
Entsprechende Nachteile ergeben sich auch bei Frontladern,
weil die Ausrichtung der Last zur Horizontalen durch die
Mastdurchbiegung geändert wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Mastdurch
biegung aufgrund des Lastmomentes in verbesserter Weise
herabzusetzen bzw. das Lastmoment zu
kompensieren, so daß die Lasthandhabung wesentlich er
leichtert wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der
Lastträger in Form eines höhenbewegbaren Lastschlittens mit einem Ausleger
entgegengerichtet zur Lastseite ausgeführt ist. Durch die
Anordnung des Auslegers am Lastschlitten wird ein Gegenmoment
erzeugt, das zugleich die Führung des Last
schlittens entlastet.
Durch einen Ausleger mit verhältnismäßig großer Länge er
gibt sich bei einer Mastdurchbiegung ein entsprechender
Hebelarm für das Zugmittel, so daß dann auch bei der Mast
durchbiegung die Verlängerung
des Zugelementes vom Ausleger zum Fahrgestell oder
zum Standmastteil begrenzt oder verhindert
werden kann.
Der Ausdruck verhältnismäßig große Länge bezieht eine Er
streckung in der Größenordnung ein, bei der das Verhältnis von Abstand
Mastschwerpunkt-Last zur Auslegerlänge kleiner als 1 ist.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung ist am Ausleger eine
Führung für eine verlagerbare Verankerungseinrichtung für
das Zugmittel angeordnet und die verlagerbare Veranke
rungseinrichtung, beispielsweise eine Rolle, steht mit
einem Antrieb in Verbindung, der die Verlagerung zum äuße
ren Ende des Auslegers hin in Abhängigkeit von zunehmendem
Druck im Arbeitsraum des Hubzylinders steuert. Dadurch ist
eine Anpassung an das lastabhängige Drehmoment am Mast
möglich.
In einer Ausführung des Hubgerüstes aus mehreren teleskop
artigen Mastschüssen, an deren am weitesten ausfahrbarem
Mastschuß ein Lastschlitten bewegbar ist und an dem Hub
ketten in Verbindung mit einem Hubantrieb vorgesehen sind,
sieht eine besonders bevorzugte Ausführungsform vor, daß
das Zugmittel mit einem Ende am Lastschlitten festgelegt
und über ein jeweils am oberen und unteren Ende eines
Mastschusses angeordnetes Umlenkelement geführt ist, und
daß das andere Ende des Zugelementes an dem Ausleger be
festigt ist.
Es wird nicht ausgeschlossen, daß zusätzlich eine Spann
rolle vorgesehen ist, die zwecks Ausgleiches von Zugmit
teldehnung und Toleranzen auf das Zugmittel einwirkt.
Einbezogen wird vorteilhaft, daß das Zugelement über wenig
stens eine Winde geführt ist, die mit einem Hubantriebs
motor gekuppelt ist. Hierin liegt eine vorteilhafte Aus
gestaltung für den Antrieb eines mit beiden Enden am aus
fahrbaren Teil des Hubgerüstes festgelegten Zugelementes.
Zweckmäßig ist dabei mit dem Windenantrieb wenigstens eine
Umlenkrolle des Zugmittels verbunden.
Die Erfindung wird im folgenden anhand von Ausführungs
beispielen beschrieben, die in der Zeichnung dargestellt
sind. In der Zeichnung zeigt
Fig. 1 einen Ausschnitt aus einem Hubgerüst mit
Lastschlitten in schematischer Darstellung;
Fig. 2 ein Hubgerüst mit einem teleskopierbaren
Mastschuß und einem Lastschlitten in schema
tischer Darstellung zur Erläuterung des
Höhenantriebs eines Lastschlittens an
einem teleskopierbaren Mastschuß;
Fig. 3 ein schematisch dargestelltes Teleskop-
Hubgerüst mit zwei ausfahrbaren Mast
schüssen;
Fig. 4 eine der Fig. 3 entsprechende schematische Darstellung
jedoch einer anderen Ausführungsform;
Fig. 5 eine Rückansicht eines schematisch darge
stellten Hubgerüstes mit einem seitlich
verschiebbaren Lastschlitten;
Fig. 6 eine Seitenansicht von Fig. 5;
Fig. 7 eine Draufsicht auf Fig. 5.
Zunächst wird das Prinzip der Erfindung anhand der Fig. 1
erläutert. In den Figuren sind die mit Rollen in
einer Ebene geführten Mastprofile und ein Last
schlitten in parallelen Ebenen gezeichnet, um das Verständnis
zu erleichtern.
Fig. 1 zeigt einen Abschnitt eines Hubgerüstes 1, an dem
ein Lastschlitten 2 mit einer Last 3 beweglich ist. Die
Last bewirkt mit einem Momentenarm 5, der
sich vom Lastschwerpunkt bis zum Rollenmittelpunkt der Last
schlittenführung erstreckt, ein Biegemoment, das sich
auf das Hubgerüst 1 auswirkt. An dem Lastschlitten 2 ist
ein entgegen der Last gerichteter Ausleger 6
angeordnet, an dessen Ende ein Zugmittel 7, in welchem
eine Zugkraft herrscht, die das Lastbiegemoment ausgleicht,
angeordnet ist. Diese Zugkraft kann um so kleiner sein, je
größer die Länge A des Auslegers zur Hubgerüstneutralen 8
bemessen wird. Dadurch ist es möglich, mit verhältnismäßig
kleinen Kräften im Zugmittel 7 auszukommen.
In Fig. 1 ist eine Möglichkeit zur Einstellung des Zugmit
tels 7 am Ausleger 6 gezeigt, damit möglichst mit einer
jeweils gleichen und verhältnismäßig geringen Kraft im Zug
mittel gearbeitet werden kann, aber in Abhängigkeit von
der Last 3 ein jeweils ausreichendes Gegenmoment aufge
bracht wird. Zu diesem Zweck ist am Ausleger eine Führung
9 für eine insbesondere als Rollenanordnung ausgeführte
Verankerungseinrichtung 10 angeordnet. Die Rollenanordnung
für das Zugmittel kann aus einer Zwillingsrolle bestehen
oder einer anderen Ausgestaltung in Verbindung mit einer
so profilierten Führung 9, daß eine Hin- und Herbewegung
ohne Gefahr eines seitlichen Ausrückens unter der Wirkung
des Zugmittels 7 möglich ist. Als Antrieb ist dabei zweck
mäßig eine Zylinderkolbenvorrichtung 77 vorgesehen, deren
Kolbenstange 78 an der Verankerungseinrichtung 10 angreift
und deren Kolben 79 unter der Einwirkung einer Druckfeder
80 steht, die ihn in die am weitesten in den Zylinder 81
eingeschobene Stellung drückt. An der anderen Seite des
Kolbens 79 befindet sich ein Arbeitsraum 82 im Zylinder,
der durch eine Leitung 83 mit dem Hubzylinder zum Heben
der Last in Verbindung steht, wobei ein Angriff vom Druck
im Arbeitsraum des Hubzylinders erfolgt und durch die Lei
tung 83 zugeführt wird. Je größer der Druck ist, desto
weiter wird dann die Verankerungseinrichtung 10 zum äuße
ren freien Ende des Auslegers bewegt.
Gemäß Fig. 2 ist ein ausfahrbares Hubgerüst mit einem Stand
mast 11 und einem Mastschuß 12 vorgesehen, die in üblicher
Weise ineinander geführt sind. Dabei greift ein Hubantriebs
mittel 13 als Zylinder-Kolbeneinrichtung an den Mastschuß
12 an, der an seinem oberen Ende ein Umlenkelement, insbe
sondere in Form einer Rolle 14 für ein Zugelement 15 be
sitzt, an dessen einem Ende bei 16 der Lastschlitten be
festigt ist und dessen anderes Ende bei 17 am Standmast 11
befestigt ist. Eine solche Verbindung ist üblich, sie sorgt
dafür, daß beim Ausfahren des Mastschusses 12 der Last
schlitten 2 hochgefahren wird.
(Dabei ist der gezeigte Ausleger 18 bei
dieser Ausführungsform am oberen Ende des Mastschusses 12
befestigt.)
Fig. 3 stellt einen Dreifachmast mit einem Standmast 19 und
zwei ausfahrbaren Mastschüssen 20, 21 dar, die jeweils
durch Rollen 22, 23, 24, 25 in bekannter Weise aneinander
geführt sind, wobei der Lastschlitten mit durch die Rollen
26, 27 am Mastschuß 21 geführt wird. Hierbei kann eine an
sich übliche Hubeinrichtung mit einem Hubantriebsmittel 36
als Zylinderkolbeneinrichtung verwendet werden, die in Fig.
3 frei von der Mastanordnung gezeigt ist. Dabei ist es
möglich, eine Hubkettenanordnung nach Fig. 4 zu verwenden
oder aber beispielsweise auch eine Ausführung, wie sie in
der DE-PS 10 41 864 beschrieben ist.
Das im ganzen mit 7, insbesondere unterhalb des Auslegers,
bezeichnete Zugelement hat im Mastbereich einen mit 35 be
zeichneten Verlauf. Jeweils am oberen und unteren Ende
jedes Mastschusses ist ein Umlenkelement als Umlenkrolle
28, 29, 30, 31 angeordnet, während am Standmast 19 oben
eine entsprechende Umlenkrolle 32 vorgesehen ist und bei
spielsweise neben seinem Fuß weitere Umlenkrollen 33, 34
angeordnet sind. Dabei versteht sich, daß die Umlenkrollen
33, 34 in beliebiger Höhe am Standmast vorgesehen sein
können.
Über die Umlenkrollen ist das Zugelement 7, 35 geführt,
das mit einem Ende bei 37 am Lastschlitten und mit dem
anderen Ende bei 38 am Ausleger 6 befestigt ist, wobei es
zwischen den Enden in der Reihenfolge der bekannten Um
lenkrollen 28-34 über diese geführt ist. Dabei ist der
Ausleger 6 am Lastschlitten 2 angeordnet.
Es ist erkennbar, daß das Zugelement 7, 35 ein Gegenmoment
aufbringt. Bei einer Tendenz zur Mastdurchbiegung ist das
rechte Ende des Auslegers 6 bestrebt, nach oben zu ver
schwenken und dadurch die Strecke von 37 bis zur Befesti
gung des Zugmittels 7 bei 38 zu vergrößern. Die unverlän
gerbare Erstreckung des Zugelementes 35 verhindert diese
Auswanderung des rechten Endes des Auslegers und bringt
somit das Gegenmoment auf. Bei dieser Ausführung ergibt
sich der Vorteil, daß keine erhebliche Kraft von den Hub
antriebsmitteln aufgebracht werden muß, um das Gegenmoment
zu bilden. Der Energiebedarf nimmt lediglich in Abhängig
keit von den Reibungen der Führungselemente zu, wobei al
lerdings die Reibungsverluste auch lastabhängig sind.
Auf das Zugelement wirkt eine schematisch eingezeichnete
und entsprechend dem Pfeil 39 bewegliche Spannrolle 40 auf
das Zugmittel ein. Dadurch werden Fertigungstoleranzen und
Zugmitteldehnungen ausgeglichen. Es kann aber auch mit zu
sätzlichen Mitteln die Biege-Beanspruchung am Hubgerüst
geregelt werden. Der Arbeitsraum 84 des Zylinders 85 zum
Antrieb der Spannrolle 40 ist zweckmäßig über einen Druck
umsetzer 86 mit dem Arbeitsraum 87 der Zylinderkolben
einrichtung des Hubantriebsmittels 36 verbunden, so daß
ein dem Druck im Hubzylinder proportionaler Druck zum
Antrieb der Spannrolle 40 aufgebracht wird.
Die gezeigte Ausführung hat den weiteren Vorteil, daß die
Reaktionskraft am Zugmittel in der Einführung unmittelbar
in den Lastschlitten 2 das Heben der Last unterstützt,
weil schon die Belastungskräfte an den Rollen 26, 27 ge
ring gehalten werden.
Es versteht sich, daß das Zugelement 35 mit dem Zugmittel
7 bei der gezeigten Ausführung als Winde ausgeführt sein
kann, wobei diese Winde auch mit einer Ausgestaltung als
Spillkopf, beispielsweise im Bereich der Umlenkrollen 32
oder 33, angeordnet sein kann.
Es versteht sich, daß nicht nur Seile als Zugelement 35
einbezogen werden, sondern auch die Ausführung als Kette,
die mit Kettenrädern zusammenwirkt und dabei mit einfachen
Mitteln schlupffrei arbeitet.
Gemäß Fig. 4 sind zugleich Teile wie in Fig. 3 mit glei
chen Bezugszeichen bezeichnet. Am Standmast 19 sind die
beiden Mastschüsse 20, 21 geführt, am letzteren der Last
schlitten 2 mit dem Ausleger 6. In dieser Ausführungs
form greift ein Hubantriebsmittel 41 in Form einer hydrau
lischen Zylinder-Kolbeneinrichtung am Mastschuß 20 an.
In Fig. 4 sind die Seil- oder Kettenzüge auch für das Aus
fahren des Mastes und das Hochfahren des Lastschlittens
gezeigt. Eine am Lastschlitten bei 88 angreifende Hubkette
42 ist über eine Umlenkrolle 28 am oberen Ende des am
weitesten ausfahrbaren Mastschusses 21 zum mittleren Mast
schuß 20 geführt und an diesem festgelegt. Eine am unteren
Ende des Mastschusses 21 festgelegte Hubkette ist über eine
Umlenkrolle 30 am oberen Ende des Mastschusses 20 zum
Standmast 19 geführt und bei 43 festgelegt.
Am Ende des Auslegers 6 ist das Zugmittel 7 befestigt, das
in dieser Ausführung am unteren Ende des Hubgerüstes auf
eine Seiltrommel 74 aufwickelbar ist, die mit einem Pumpen
motor 44, insbesondere einem Elektromotor, gekoppelt ist,
der eine Hydraulikpumpe 45 antreibt. Diese steht über eine
Rohrleitung 46 mit dem Zylinder der Zylinder-Kolbeneinrich
tung 41 in Verbindung.
Der Pumpenmotor 44 ist reversibel, um sowohl die Hub- als
auch die Absenkbewegung zu steuern, wobei durch eine nicht
eingezeichnete Ventilanordnung die Absenkbewegung unter
Mitnahme der Pumpe und des Pumpenmotors und gleichzeitigem
Antrieb der Seiltrommel 74 im Sinne eines Aufwickelns des
Zugmittels 7 als Reaktion erfolgen kann. Die Kupplung zwi
schen Pumpenmotor und Seiltrommel ist so bemessen, daß
jeweils das erforderliche Moment als Gegenmoment am Aus
leger entsteht.
Auch bei dieser Ausführungsform kann eine einrückbare
Spannrolle 40 vorgesehen sein. Je nach Bemessung der An
ordnungen kann zwischen dem Pumpenmotor 44 und der Seil
trommel 74 ein Untersetzungsgetriebe 89 angeordnet sein.
In der vorteilhaften Ausführung ist in der Rohrleitung 46
zwischen der Hydraulikpumpe 45 und der Zylinderkolben
einrichtung 41 ein einstellbares Überdruckventil 90 ange
ordnet. Dabei ist das Fördervolumen der Hydraulikpumpe
in Abstimmung mit den anderen Antriebsteilen so bemessen,
daß eine größere Druckmittelmenge zu der Zylinderkolben
einrichtung 41 gefördert wird, als das gleichzeitig abge
wickelte Zugmittel 7 zuläßt. Durch das Überdruckventil er
gibt sich eine Druckregelung, durch die die Spannung des
Zugmittels 7 eingestellt wird. Beim Senken entstehen die
umgekehrten Verhältnisse.
Nach den Fig. 5-7 ist ein Hubgerüst 47 mit zwei ausfahr
baren Mastschüssen 48, 49 vorgesehen, die, wie aus Fig. 7
hervorgeht, ineinander in bezug zum Standmast 50 vorge
sehen sind. An dem Mastschuß 49, der am weitesten ausfahr
bar ist, befindet sich eine Querführung 51, an der der
Lastschlitten 52 in Richtung des Doppelpfeiles 53 in Fig. 7
durch übliche Antriebsmittel hin- und herbewegbar ist.
Mit der Querführung 51 ist fest ein Ausleger 54 mit zwei
Auslegerarmen 55, 56 verbunden, die sich seitlich des Hub
gerüstes 47 zur Rückseite des Standmastteils erstrecken und
über zwei Zugmittel 57, 58 mit am Fuß des Standmastes 50
hinter diesem angeordneten Seiltrommeln 75, 76 verbunden
sind. In einem Antriebs- oder Steuerkasten 59 sind Antriebs
mittel vorgesehen, die wahlweise und/oder mit verschiedener
Drehzahl bzw. mit verschiedenem Drehmoment auf die Seil
trommeln 75, 76 schaltbar sind, um die Auslegerarme 55, 56
verschieden zu belasten. Wird bezüglich Fig. 7 der Last
träger 52 nach rechts verfahren, dann wird am Auslegerarm
55 ein größeres Gegenmoment entwickelt. Zu diesem Zweck
können im Steuerkasten 59 beiderseits eines Antriebs
motors 60 einstellbare Kupplungen 61, 62 angeordnet sein,
die in Abhängigkeit von einem Seitenschub-Antriebsmotor
63 zur Querverschiebung des Lastträgers steuerbar sind.
Durch die Entlastung des Hubgerüstes von Biegemomenten
kann das Hubgerüst mit geringerem Gewicht als vergleich
bare Hubgerüste ausgeführt werden. Außerdem ist es möglich,
wie beispielsweise in Fig. 1 erläutert, mit Elementen 9 und 10 das
Gegenmoment zu regeln, was auch durch Antriebs-, Brems-,
Kupplungscharakteristika oder durch Abgriff des Druckes
im Hubzylinder zur Belastung des Zugmittels 7 durchgeführt
werden kann. Bei der Kompensation des Lastmomentes dienen die
Führungsrollen im Hubgerüst und am Lastschlitten nur zur
Führung, so daß kein Lastmoment übertragen wird und da
durch auch geringere Mastschuß-Überdeckungen möglich sind.
Einbezogen wird bei dieser Ausführung, anstelle der Rollen
Gleitmittel zur Führung zu verwenden.
Claims (4)
1. Hubgerüst mit wenigstens einem ausfahrbaren Teil
und Hub-Antriebsmittel für dieses Teil, wobei ein
Lastträger an einer Seite
des Hubgerüstes zur Handhabung der Last vorgesehen
ist und an dem ausfahrbaren Teil ein entgegen
der Lastseite des Hubgerüstes gerichteter Ausleger
vorgesehen ist, an welchem wenigstens ein Zugmittel
angreift, durch das ein Gegenbiegemoment auf das
Hubgerüst aufgebracht wird, dadurch gekennzeichnet,
daß der Lastträger in Form eines höhenbewegbaren Lastschlittens
(2, 52) mit einem Ausleger (6) entgegengerichtet zur Lastseite
ausgeführt ist.
2. Hubgerüst nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß am Ausleger (6) eine Führung (9) für eine ver
lagerbare Verankerungseinrichtung (10) für das Zug
mittel angeordnet ist und daß die verlagerbare Ver
ankerungseinrichtung (10) mit einem Antrieb (81)
in Verbindung steht, der die Verlagerung zum äußeren
Ende des Auslegers (6) hin in Abhängigkeit von zu
nehmendem Druck im Arbeitsraum des Hubzylinders
steuert.
3. Hubgerüst nach Anspruch 1 aus mehreren teleskopartigen
Mastschüssen, an dessen am weitesten ausfahrbarem Mast
schuß ein Lastschlitten höhenbewegbar ist und an dem Hub
ketten in Verbindung mit einem Hubantrieb vorgesehen
sind, dadurch gekennzeichnet, daß das Zugmittel (7,
35) mit einem Ende am Lastschlitten (2) festgelegt
und über ein jeweils am oberen und unteren Ende eines
Mastschusses angeordnetes Umlenkelement (28-33) ge
führt ist, und daß das andere Ende des Zugelementes
an dem Ausleger (6) befestigt ist.
4. Hubgerüst nach Anspruch 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Zugelement über wenigstens eine Seiltrommel
(74) geführt ist, die mit einem Hub-Antriebsmotor (44) ge
kuppelt ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19803050905 DE3050905C2 (de) | 1980-04-26 | 1980-04-26 |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19803050905 DE3050905C2 (de) | 1980-04-26 | 1980-04-26 | |
| DE19803016156 DE3016156C2 (de) | 1980-04-26 | 1980-04-26 | Hubgerüst mit wenigstens einem ausfahrbaren Teil und einem Lastträger zur Handhabung der Last |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3050905C2 true DE3050905C2 (de) | 1989-01-19 |
Family
ID=25785176
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19803050905 Expired DE3050905C2 (de) | 1980-04-26 | 1980-04-26 |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3050905C2 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10133585B4 (de) * | 2000-07-24 | 2010-05-12 | Linde Material Handling Gmbh | Hubgerüst für ein Flurförderzeug |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1781048B2 (de) * | 1967-08-15 | 1976-12-16 | The Knickerbocker Co., Jackson, Mich. (V.StA.) | Mehrteiliger teleskopischer hubmast fuer hublader |
-
1980
- 1980-04-26 DE DE19803050905 patent/DE3050905C2/de not_active Expired
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1781048B2 (de) * | 1967-08-15 | 1976-12-16 | The Knickerbocker Co., Jackson, Mich. (V.StA.) | Mehrteiliger teleskopischer hubmast fuer hublader |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10133585B4 (de) * | 2000-07-24 | 2010-05-12 | Linde Material Handling Gmbh | Hubgerüst für ein Flurförderzeug |
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