DE3050914C2 - - Google Patents
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- B41J2/005—Typewriters or selective printing mechanisms characterised by the printing or marking process for which they are designed characterised by bringing liquid or particles selectively into contact with a printing material
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Description
Die Erfindung betrifft einen Farbstrahldrucker nach dem Ober
begriff des Anspruches 1.
Aus der GB-PS 14 84 368 ist bereits ein Farbstrahldrucker be
kannt, der einen Behälter für die Druckfarbe umfaßt, wobei
Nadelelektroden in der Druckfarbe angeordnet sind und die
Spitzen der Nadelelektroden mit Druckfarbe bedeckt sind. Bei
einer Ausführungsform dieses bekannten Farbstrahldruckers ist
auch eine Gegenelektrode vorhanden und es sind Fördermittel
vorgesehen, um einen Aufzeichnungsträger durch den Spalt zwi
schen Gegenelektrode und den Spitzen der Nadelelektroden zu
bewegen.
Um einen gezielten und gesteuerten Druckvorgang zu realisieren,
ist bei diesem bekannten Farbstrahldrucker eine Steuereinrich
tung für die Zufuhr von Drucksignalen zu den Nadelelektroden
und der gemeinsamen Gegenelektrode vorgesehen.
Da sich die Spitzen der Nadelelektroden im Bereich des obe
ren Flüssigkeitsspiegels der Farbe befinden, muß bei dieser
bekannten Konstruktion der Füllungsgrad des Behälters mit
der Druckfarbe fortwährend überwacht und auch nachgestellt
werden, um ein zu tiefes Absinken des Flüssigkeitsspiegels
der Druckfarbe in dem Behälter zu vermeiden und einen ein
wandfreien Druckvorgang sicherzustellen, so daß hier eine
Überwachungs- und Nachfülleinrichtung erforderlich ist. Auch
kann aufgrund dieser bekannten Anordnung der Nadelelektroden
der Farbstrahldrucker nur in einer ganz bestimmten Lage op
timal betrieben werden und bereits geringfügige Schrägstel
lungen des Behälters mit der Druckfarbe bringt die Gefahr
mit sich, daß die Nadelelektroden den Oberflächenspiegel der
Druckfarbe durchstoßen und nicht mehr benetzt werden. In die
sem Fall ist ein einwandfreier Druckvorgang nicht mehr mög
lich.
Eine ähnliche Anordnung von Druckfarbe und Nadelelektroden
ist aus der Literaturstelle "IBM Technical Disclosure Bulletin",
Vol. 20, Nr. 7, Dezember 77, Seiten 2814 und 2815, bekannt.
Auch bei dieser bekannten Konstruktion sind bei einem Farb
strahldrucker Nadelelektroden in einem Behälter mit Druck
farbe angeordnet, und zwar derart, daß die Spitzen der Na
delelektroden geringfügig über den Oberflächenspiegel der
Druckfarbe vorstehen. Auch hier muß der Pegel der Druckfarbe
innerhalb des Behälters fortwährend überwacht werden und
nachgestellt werden, damit die oberen Spitzen der Nadelelek
troden nicht zu weit aus der Flüssigkeit herausragen und da
durch ein Druckvorgang nicht mehr möglich wird. Oberhalb des
Behälters ist eine gemeinsame Gegenelektrode vorgesehen, wo
bei ein Aufzeichnungsträger in einem Bereich zwischen Gegen
elektrode und den Nadelelektroden hindurchbewegt wird. Auch
diese bekannte Konstruktion ist sehr lageempfindlich und kann
nur in einer ganz bestimmten Lage optimal betrieben werden.
Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe besteht darin,
einen Farbstrahldrucker der angegebenen Gattung zu schaffen,
der in besonders kompakter Bauweise ausgeführt werden kann
und die Möglichkeit bietet, in besonders einfacher Weise die
Tröpfchengröße einstellen zu können.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im Kennzeich
nungsteil des Anspruches 1 aufgeführten Merkmale gelöst.
Bei der Konstruktion nach der vorliegenden Erfindung kann
der Durchmesser des jeweils erzeugten Farbtröpfchens inner
halb eines festgelegten Bereiches durch Einstellen der
Strecke justiert werden, die das Ende der jeweiligen Nadel
elektrode über die Außenfläche der Wandung hinaus vorsteht.
Aufgrund der Konstruktion nach der vorliegenden Erfindung
kann der Farbstrahldrucker auch in sehr verschiedener Win
kellage aufgestellt werden, wobei dies keinerlei Einfluß
auf die Druckqualität hat, wobei aber darüber hinaus auch
Einrichtungen zum Überwachen des Pegels der Druckfarbe in
nerhalb eines Behälters und eine geregelte Nachfülleinrich
tung nicht mehr erforderlich sind.
Besonders vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen
der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen 2 bis 6.
Im folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbei
spiels unter Hinweis auf die Zeichnungen näher erläutert. Es
zeigt
Fig. 1 einen senkrechten Schnitt durch einen
Farbstrahldrucker mit Merkmalen nach der Erfindung,
Fig. 2 eine Vorderansicht der Stirnwand dieses
Farbstrahldruckers, und
Fig. 3 eine perspektivische Ansicht der Stirnwand
des Behälters mit der spaltförmigen,
kapillaren Ausstoßöffnung.
Der aus Fig. 1 ersichtliche, allgemein durch das Bezugs
zeichen 11 angedeutete Farbstrahldrucker weist einen
Farbausstoßkopf 12 auf. Dieser Ausstoßkopf 12 enthält
ein Gehäuse 13, das an seiner Vorderseite durch eine
Platte 14 verschlossen ist, die als Vorderwand 32 (siehe
Fig. 3) dient. Die Druckfarbe wird dem Gehäuse 13 über
einen Einlaß 16 von einer Förderpumpe (nicht darge
stellt) zugeführt, die einen niedrigen, konstanten Druck
liefert.
In der Platte 14 befindet sich eine kapillare Ausstoßöff
nung, die in Fig. 1 durch das Bezugszeichen 17 und in
Fig. 3 durch das Bezugszeichen 33 angedeutet ist.
In der Ausstoßöffnung 33 sind nebeneinander in einer
Reihe Nadelelektroden angeordnet, die in Fig. 1 durch
das Bezugszeichen 18 und in Fig. 3 durch das Bezugszei
chen 34 angedeutet sind. Die Spitzen 18 a der Nadelelek
troden 18 stehen etwas über die Vorderwand 32 des Behäl
ters hinaus vor; die Nadelelektroden 18 bzw. 34 sind
eng nebeneinander angeordnet.
Infolge der Kapillarkräfte bedeckt die Druckfarbe die
Nadelelektroden 18 einschließlich ihrer Spitzen 18 a,
d. h., die gesamte Fläche jeder Nadelelektrode 18 ein
schließlich ihrer Spitze 18 a ist mit Farbe benetzt.
Die Vorderwand 14 oder zumindest der Teil der Vorderwand
14, der die Ausstoßöffnung 17 definiert, besteht aus
einem Material, welches die Druckfarbe abstößt wie bei
spielsweise aus Polytetrafluorethylen, insbesondere
einem Copolymer von 4- oder 6-Ethylenfluorid. Die Nadel
elektroden 18 werden aus einem Material mit hoher Ober
flächenspannung, wie beispielsweise Wolfram, herge
stellt. Die Druckfarbe haftet in der gezeigten Weise an der Nadelelek
trode 18 und nicht an der Wandung der Ausstoßöffnung 17.
Der Druck der Druckfarbe in dem Behälter 13 wird so
ausgewählt, daß die Druckfarbe in der Ausstoßöffnung 17
einen nach außen gewölbten, konvexen Meniskus bildet, der
über die Ausstoßöffnung 17 hinaus vorsteht und die Spitze
18 a der Nadelelektrode 18 bedeckt; infolge der Oberflä
chenspannung kann jedoch die Druckfarbe nicht aus der
Ausstoßöffnung 17 ausfließen.
Eine Gegenelektrode 19 befindet sich gegenüber dem Ende
18 a der Nadelelektrode 18. Ein zu bedruckendes Blatt
Papier 21 wird zwischen der Vorderwand 14 und der Gegen
elektrode 19 hindurchgeführt. Bei der Aufzeichnung wird
das Blatt 21 im rechten Winkel zu der stationären Einheit
aus Aufzeichnungskopf 12 und Gegenelektrode 19 verscho
ben.
Soll ein Punkt auf dem Blatt 21 aufgezeichnet werden, so
wird von einer Spannungsquelle 22 ein positives, elektri
sches Potential an eine Nadelelektrode 18 angelegt,
während von einer Spannungsquelle 23 ein negatives
elektrisches Potential an die Gegenelektrode 19 angelegt
wird. Die Druckfarbe an der Spitze 18 a der Nadelelektrode
18 wird dann durch das Zusammenwirken der elektrischen
Kräfte zu der Gegenelektrode 19 hin angezogen, d. h., der
Tropfen Druckfarbe fliegt von der Spitze 18 a zu dem
Papier 21. Gleichzeitig wird das Tröpfchen Druckfarbe
zerstäubt, so daß sich das gewünschte Punktmuster ergibt.
Die Kraft F, die die Druckfarbe von dem Ende 18 a der
Nadelelektrode 18 zu der Gegenelektrode 19 bringt, hängt
von der Dielektrizitätskonstanten der Druckfarbe, der
Stärke des elektrischen Feldes im Bereich des Endes 18 a
und von dem spezifischen elektrischen Widerstand der
Druckfarbe ab und läßt sich durch folgende Gleichung
ausdrücken:
F = α · grad (E) 2 + qE
wobei
- α = die Polaritätskonstante der Druckfarbe,
- q = die Ladung der Druckfarbe, und
- E = die elektrische Feldstärke
sind.
Der Durchmesser des erzeugten Druckfarbentröpfchens kann
innerhalb eines festgelegten Bereiches durch Änderung der
Schärfe des spitzen Endes 18 a der Nadelelektrode 18 sowie
durch Einstellung der Strecke justiert werden, die das
Ende 18 a über die Außenfläche der Wandung 14 hinaus
vorsteht.
Da das elektrische Potential zwischen der Nadelelektrode
18 und der Gegenelektrode 19 bei größeren Abständen
abnimmt, sollten die Elektroden 18, 19 und das Blatt 21
nahe beieinander angeordnet werden. Dadurch ergibt sich
außerdem eine größere Druckgenauigkeit und eine Verrin
gerung der Abweichung der Druckfarbentröpfchen von der
gewünschten Auftreffstelle, da etwaige Luftströmungen den
Flug der Tröpfchen nicht beeinflussen können.
Für die Funktionsweise dieses Farbstrahldruckers ist
auch vorteilhaft, wenn die verwendete Druckfarbe einen hohen
elektrischen Widerstand hat. Gute Ergebnisse werden
erreicht, wenn der spezifische elektrische Widerstand
der Druckfarbe mehr als 108 Ω cm beträgt.
Claims (7)
1. Farbstrahldrucker
- a) mit einem Behälter für die Druckfarbe,
- b) mit in der Druckfarbe angeordneten Nadelelektroden, deren Spitzen mit Druckfarbe bedeckt sind,
- c) mit Gegenelektroden,
- d) mit einer Fördereinrichtung für den Transport eines Auf zeichnungsträgers durch den Spalt zwischen den Gegenelek troden und den Spitzen der Nadelelektroden, und
- e) mit einer Steuereinrichtung für die Zuführung von Druck signalen zu den Nadelelektroden und den Gegenelektroden,
dadurch gekennzeichnet, daß
- f) die Vorderwand (14, 32) des Behälters eine spaltförmige, kapillare Ausstoßöffnung (17, 33) aufweist,
- g) in der spaltförmigen Ausstoßöffnung (17, 33) die Nadel elektroden (18, 34) eng nebeneinander angeordnet sind,
- h) die Spitzen (18 a) der Nadelelektroden (18, 34) etwas über die Vorderwand (14, 32) des Behälters hinaus vorstehen,
- i) der Überstand der Elektroden über die Behältervorderwand einstellbar ist,
- j) die Wand der Ausstoßöffnung aus einem die Druckfarbe ab stoßenden Material besteht.
2. Farbstrahldrucker nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß jeder Nadelelektrode
(18, 34) eine Gegenelektrode (19) zugeordnet ist.
3. Farbstrahldrucker nach Anspruch 1 oder 2, da
durch gekennzeichnet, daß das Material
der Wand der Ausstoßöffnung (17, 33) aus Polytetrafluoräthy
len besteht.
4. Farbstrahldrucker nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Na
delelektroden (18, 34) aus einem die Druckfarbe abstoßenden
Material bestehen.
5. Farbstrahldrucker nach Anspruch 4, dadurch
gekennzeichnet, daß das Material Wolfram ist.
6. Farbstrahldrucker nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die Druck
farbe hohen elektrischen Widerstand von wenigstens 108 Ω cm auf
weist.
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