DE308016C - - Google Patents

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DE308016C
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01BCABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
    • H01B13/00Apparatus or processes specially adapted for manufacturing conductors or cables
    • H01B13/06Insulating conductors or cables
    • H01B13/14Insulating conductors or cables by extrusion

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Treatments For Attaching Organic Compounds To Fibrous Goods (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Den Gegenstand der Erfindung bildet ein Verfahren zur Herstellung von isolierten elektrischen Leitungen durch Umpressen mit einem nicht oxydierbaren plastischen Brei aus Zellulosemassen, welcher beim Ziehen eine geschlossene homogene Ummantelung für den Leitungsdraht bildet. Das Neue und Wesentliche der Erfindung besteht in der Anwendung einer auf besondere Art zubereiteten Zellulosemasse.
ίο Um eine plastische, spritzbare Masse zu erhalten, welche dauernd isoliert, ohne spröde oder brüchig zu werden, wird die Zellulosemasse in an sich bekannter Weise mit öl vollständig ausgekocht, bis die gesamte Zellulosemasse
gleichmäßig von dem öl durchdrungen ist. Alsdann wird das überschüssige öl abgepreßt und hierauf der Zellulosemasse ein Zuschlag von Bitumen gegeben, welches infolge der gleichmäßigen Durchdringung der Zellulose-
»° masse mit öl eine plastische, nicht oxydierbare Masse und nach dem Spritzen eine vorzügliche Isolierung ergibt. Man hat zwar bereits das Auskochen von Isoliermassen vorgeschlagen, aber zum Zwecke der Entfeuchtung, insbe-
a5 sondere zur Herstellung von Gegenständen aus Hartisoliermassen. Ebenso hat man bereits zur Erhöhung der Konsistenz von Isoliermassen Bitumen zugesetzt, um daraus Platten und Blätter walzen zu können. Man hat aber noch nicht den Zuschlag von Bitumen bei Zellulosemassen angewandt, welche vorher vollständig mit öl durchgekocht waren, wodurch die oben erwähnten günstigen Eigenschaften erzielt werden.
Die Zellulose wird zunächst in heißem öl, Vaseline, Ozokerit o. dgl. ausgekocht, bis der gesamte Feuchtigkeitsgehalt entfernt ist. Nach dem Auspressen des überschüssigen Öles wird die Masse mit Bitumen versetzt, durchgerieben und durchgewalkt. Es entsteht nach ganz kurzer Zeit eine vollständig gleichmäßige, nicht oxydierbare Preßmasse von ganz außerordentlich hoher Durchschlagskraft und sehr hohem Isolationswiderstand bei verhältnismäßig sehr geringer Kapazität. Ein besonderer Vorteil der vorliegenden Isolation besteht darin, daß sie auch bei hoher Temperatur kaum entflammbar ist. Vorteilhaft können der Preßmasse Textilfasern zugesetzt werden. Dadurch wird erreicht, daß der Preßmantel durch die Fasereinlagen zu einem einheitlichen Ganzen verbunden wird. Wenn die Textilfasern der Preßmasse zugesetzt werden, so empfiehlt es sich, auch die Textilfasern durch Auskochen in öl ο. dgl. zu trocknen, auszupressen und sie mit der ausgekochten Zellulose innig zu mischen, ehe das Bitumen zugesetzt wird.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von mit Zellulosemasse umspritzten Leitungen, gekennzeichnet durch die Verwendung einer Masse, deren Zellstoff zunächst in an sich bekannter Weise, z. B. in einem Ölbad, ausgekocht und "hierauf mit Bitumen unter Beibehaltung des in den Zellstoff eingedrungenen Öles vermischt wird.
2. Zellulosemasse für das Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erhöhung der Festigkeit der Isolierung der Preßmasse vor der Beimengung der Bitumen Textilfasern zugesetzt werden, welche zweckmäßig vorher ebenfalls ausgekocht wurden..
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DE (1) DE308016C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1190589B (de) * 1962-12-08 1965-04-08 Siemens Reiniger Werke Ag Roentgeneintankapparat

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DE1190589B (de) * 1962-12-08 1965-04-08 Siemens Reiniger Werke Ag Roentgeneintankapparat

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