DE3100045A1 - Schutzvorrichtung fuer erntemaschinen - Google Patents
Schutzvorrichtung fuer erntemaschinenInfo
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Description
Patentanwälte Dip I:-1 hg. Cu rVWaflac h
Dipl.-lng. Günther Koch
η Dipl.-Phys. Dr.Tino Haibach
Dipl.-lng. Rainer Feldkamp
D-8000 München 2 · Kaufingerstraße 8 ■ Telefon (0 89) 24 02 75 ■ Telex 5 29 513 wakai d
Datum: 2. Januar I98I
Unser Zeichen: I7 095 - Pk/Sa
Bezeichnung:
Schutzvorrichtung für Erntemaschinen
Anmelder:
Sperry Corporation 1290 Avenue of the Americas, New
York
New York IOOI9 / USA
Priorität:
4. Januar I98O 109 932
130063/0583
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schutzvorrichtung für
Erntemaschinen, bei denen die Gefahr einer Beschädigung durch nicht zerbrechliche Fremdkörper besteht, die sich
in dem Erntematerial befinden, das geeratet und über einen Erntematerialförderer auf einer vorgegebenen Bahn
in die Erntemaschine eingeführt wird.
Erntemaschinen, wi3 beispielsweise Mähdrescher, können durch Fremdkörper, wie beispielsweise Steine und andere
harte Gegenstände (die im folgenden einfach als "Steine" bezeichnet werden), beschädigt werden, die während des
Erntevorgangs mit aufgenommen werden. Stein-Detektor- und -Entfernungssysteme zum Schutz von Mähdreschern sind beispielsweise
aus den US-Patentechriften J 675 660 und
3 805 798 bekannt. Hierbei sind Detektorsysteme zur Entfernung von Steinen oder Felsbrocken aus einem Mähdrescher
beschrieben, bei denen ein piezoelektrisches Element, das am Boden der Auflagerplattenbaugruppe der
Ährenmähvorrichtung des Mähdreschers befestigt ist, Ausgangssignale
in Abhängigkeit von akustischen Schwingungen erzeugt, die in dieser Auflageplattenbaugruppe hervorgerufen
werden. Die elektrischen Signale werden weiterhin gefiltert und werden, wenn sie eine ausreichende, einen
Stein anzeigende Amplitude aufweisen, einer Falltür, einem Auskuppelmechanismus oder einer Kombination hiervon
zugeführt, um den Stein oder einen anderen Fremdkörper schließlich zu entfernen.
Die bekannten Detektor- und Entfernungssysteme weisen jedoch schwerwiegende Nachteile auf. Beispielsweise werden
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durch die direkte Kopplung des piezoelektrischen Elementes oder dee Stein-Detektorsystems mit dem Boden der
Plattenbaugruppe der Mähvorrichtung des Mähdreschers Störschwingungen oder Signale hervorgerufen, die sich aus
der Wechselwirkung der sich bewegenden »echanischen Bauteile
des Mähdreschers, aufgrund von "Steinen" außerhalb des Mähdreschers, die mit der Plattenbaugruppe in Berührung
kommen, und aufgrund des Aufpralls dieser Plattenbaugruppe auf den Boden ergeben. Diese Wechselwirkungen
ergeben sich aufgrund von relativ harten Materialien, so daß in dem Meßfühler charakteristische akustische
Schwingungen hervorgerufen werden, die ähnlich den Schwingungen sind, wie sie durch eine Berührung zwischen
einem Stein und einer Meßfühleroberflache hervorgerufen
werden, die das System feststellen soll. Daher führen die Stör- oder Fehlersignale oder die Schwingungen mit dem
gleichen Charakter wie ein Stein-Meßfühleroberflächen-Kontakt zu einer vergrößerten Fehlalarmrate, die beispielsweise
dazu führt, daß der Falltürmechanismus unnötigerweise betätigt wird. Weil Störsignale oder eine vergrößerte
Fehleralarmrate zu Zeitverlusten und Verlusten
an Erntematerial führen, kann die Empfindlichkeit des Systems verringert werden, um die Auswirkung dieser Störsignale
zu verringern. Eine verringerte Empfindlichkeit vergrößert jedoch die Gefahr, daß einige Steine nicht
festgestellt werden und zu einer Beschädigung der Maschine führen.
Die bekannten Detektor- und Entfernungssysteme weisen weitere Nachteile bezüglich des Meßfühlersystems und der
Entfernungseinrichtungen sowie hinsichtlich des verlorenen Erntematerials auf. Typischerweise verwendet jeder
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/»Ο
Mähdrescher zumindest zwei Mähvorrichtungen, beispielsweise eine mit direktem Schnitt arbeitende Mähvorrichtung
und eine Getreidemähvorrichtung für unterschiedliche Erntematerialien. Zusätzlich kann die mit direktem
Schnitt arbeitende Mähvorrichtung an spezielle Erntematerialien dadurch angepaßt werden, daß ein Mähvorrichtungs-Aufnahmeansatz,
eine Sojabohnen-Aufnahmehaepel oder
eine Getreide-SohlagLeistenhaspel verwendet wird. Wenn das
piezoelektrische Element des Detektorsystems in der Auflageplattenbaugruppe
der Mähvorrichtung angeordnet ist, muß eine Meßeinrichtung in jede Mähvorrichtung eines einzelnen
Mähdreschers eingebaut werden. Beispielsweise weist die Auflagenplatten-baugruppe der Mähvorrichtung
typischerweise eine Breite von 3»6 bis 6,1 m auf, während
das Zuführungsgehäuse oder der Erntematerial-Förderer,
der durch eine Förderschnecke in der Mähvorrichtung gespeist wird, eine Breite von ungefähr 1 m aufweisen. Entsprechend
ist der Materialfluß in der Auflageplattenbaugruppe
wesentlich langsamer als in dem Erntematerial-Förderer. Weiterhin ergibt sich aufgrund der Tatsache, daß
das Entfernungssystem, üblicherweise eine Falltüre, allgemein
in dem Erntematerial-Förderer angeordnet ist, ein erheblicher Unterschied zwischen den Zeiten der Feststellung
und der Entfernung des Steines aus einem Teil der Mähvorrichtung, verglichen mit der Zeit der Feststellung
und Entfernung von einem anderen Teil. Daher muß, um die Entfernung der Steine aus dem Erntematerial sicherzustellen,
die Falltüre für eine relativ lange Zeitperiode offen bleiben, so daß erhebliche Erntemengen verloren gehen.
Weiterhin ist zu erkennen, daß, sofern nicht sicherge-
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AA
stellt ist, daß praktisch alle von dem Mähdrescher aufgenommenen
Steine unabhängig von ihrer Größe oder der Henge des geernteten Erntematerials mit dem Detektorsyatem in
Berührung kommen, eine erhebliche Anzahl von nicht mit dem Detektorsystem in Berührung kommenden und daher nicht
festgestellten Steinen mit dem Erntematerial in die Dreschbauteile des Mähdreschers transportiert werden, wo
erhebliche Schaden auftreten können.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Schutzvorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, die die
vorstehend genannten Probleme beseitigt und die Peststellung praktisch aller in den Mähdrescher eintretenden
Steine mit hoher Sicherheit und ohne unnötigen Verlust an Erntematerial ermöglicht.
Diese Aufgabe wird durch die im kennzeichnenden Teil des Patentansprüche 1 gegebene Erfindung gelöst.
Vorteilhafte Auegestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung
ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Durch die erfindungegemäße Schutzvorrichtung werden die
eingangs erwähnten Schwierigkeiten hinsichtlich des Verlustes an Erntematerial, Fehlalarm-Signalen und der Erfeesung
praktisch aller während des Erntevorgangs aufgenommenen Steine vollständig beseitigt.
Die erfindungsgemäße Schutzvorrichtung weist ein Stein-Detektorsystera
auf, dna in der Ernfcemateriel-Höhenfördereinrichtung
des Mähdreschers angeordnet ist.
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Bei einer Ausführungsform der Erfindung ist ein Stein-Detektor
in "betriebsmäßiger Beziehung in der Eingangsbahn des Erntematerials angeordnet und schließt einen Wandler,
vorzugsweise einen Piezokristall, ein, der akustisch mit einer Meßoberfläche gekoppelt ist, die in Querrichtung
quer über dem Boden der Eingangsbewegungsbahn des Erntematerials angeordnet ist. Der Stein-Detektor weist Einrichtungen
zur Auswahl des festgestellten Stein-Signals von Störsignalen oder durch äußere Einwirkungen hervorgerufenen
falschen Schwingungen auf, um eine Schwellwerteinrichtung zu betätigen.
Bei einer Ausführuugsform der Schutzvorrichtung sind akustische
Isolationseinrichtungen mit der Meßoberfläche gekoppelt, um durch äußere Einflüsse hervorgerufene akustische
Störschwingungen des Mähdreschers zu unterdrücken, die den gleichen Charakter wie das Stein-Detektorsignal
von der Meßfühlereinrichtung aufweisen.
Bei einer anderen Ausführungsform der Erfindung ist eine
Schaltung mit zwei Filtereinrichtungen zur Auswahl des festgestellten Stein-Signals von den Störsignalen mit dem
gleichen Charakter vorgesehen. Zusätzlich schließt eine Ausführungsform der Erfindung Einrichtungen zur Steuerung
der Strömungsrichtung des Erntematerials und der zusammen mit diesem aufgenommenen Steine derart ein, daß das gesamte
Material, Erntematerial und Fremdkörper, das von der Mähvorrichtung aufgenommen wird, so auf die Meßfühlereinrichtung
gerichtet wird, daß es auf diese auftrifft, so daß die Erkennung aller während des Erntevorgangs
mit aufgenommenen Steine sichergestellt wird.
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Die Erfindung wird im folgenden anhand von in der Zeichnung
dargestellten Ausführungsbeispielen noch naher erläutert.
In der Zeichnung Beigen:
Fig. 1 eine teilweise geschnittene Seitenansicht einer Ausführungsform eines Mähdreschers mit der
Schutzvorrichtung,
Fig. 2 eine teilweise Seitenansicht der Mähvorrichtung
und des Erntematerial-Höhenförderers des Mähdreschers, bei dem eine Ausführungsform der
Schutzvorrichtung im Inneren des Erntematerial-Höhenförderers angeordnet ist,
Fig. 3 ein Blockschaltbild, das die elektrische Schaltung
der Ausführungsform der Schutzvorrichtung
zeigt,
Fig. 4- eine schematische graphische Darstellung der
Aufprallamplitude gegenüber der Frequenz von Erntematerial und Steinen auf der Meßfühlereinrichtung
der Schutzvorrichtung,
Fig. 5 eine mechanische Darstellung, die eine Ausführungsform
der Vorrichtung zur akustischen Isolation der Meßfühlereinrichtung von dem Mähdrescher
zeigt,
Fig. 6, 7 "und 8 teilweise Blockschaltbilder von Ausführungsformen
von Schaltungen zur Beseitigung der
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nachteiligen Auswirkungen von akustischen Störschwingungen,
Fig. 9 eine schematische Darstellung der Umlenkrolle
und der Höhenförderer-Kette einer Ausführungsform der Schutzvorrichtung,
Pig· 10 eine schematische Darstellung einer Ausführungsform der Meßfühlereinrichtung, die Ablenkeinrichtungen
und akustische Isolationseinrichtungen einschließt, um die Erkennung aller Steine
in dem Erntetnaterial sicherzustellen.
In Pig. 1 ist eine Ausführungsform eines selbstfahrenden
Mähdreschers 20 gezeigt, die eine Mähvorrichtung 22 aufweist, die von einem Erntematerial-Höhenförderer 24 gehaltert
ist. Der Erntematerial-Höhenförderer 24 wirkt mit
der Mähvorrichtung 22 zusammen, um Erntematerial von dem Feld einer Dresch- und Trennvorrichtung 26 in dem Mähdrescher
zuzuführen. Der Mähdrescher 20 ist auf einem Rahmen 28 befestigt, der von zwei großen vorderen Antriebsrädern
30 und zwei hinteren steuerbaren Bädern 32
getragen ist (wobei lediglich ein Ead Jedes Paars in der Figur gezeigt ist). Am vorderen Ende des Mähdreschers ist
eine Plattform 34 für die Bedienungsperson befestigt, und
diese Plattform erstreckt sich nach vorne über den Erntematerial-Höhenförderer 24. Üblicherweise umschließt eine
Kabine 36 die Plattform und schützt die Bedienungsperson
gegen den Staub, den Schmutz und die Hitze, die im allgemeinen während des Erntevorganges auftreten.
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Die Dresch- -und Trennvorrichtung 26 kann sich quer zur
Bewegungsrichtung (Pfeil A in der Figur) des Mähdreschers erstrecken, wie dies bei üblichen Mähdreschern der Fall
ist, oder sie kann sich in Längsrichtung erstrecken, wie dies in Fig. 1 gezeigt ist. Die spezielle Form der
Dresch- und Trennvorrichtung hat keine Bedeutung für die Anwendung der erfindungsgemäßen Schutzvorrichtung, weil
"beide Arten in Verbindung mit dieser Schutzvorrichtung Verwendung finden können. Der vorderste Teil der Dresch-
und Trennvorrichtung 26 weist eine Erntematerial-Zufehrungseinrichtung
38 auf, die in direkter Verbindung mit dem Erntematerial-Höhenförderer 24 und der Mähvorrichtung
22 steht, um Erntematerial von dem Feld in die Dresch- und Trennvorrichtung 26 einzuführen. Die Erntematerial-Reinigungseinrichtung
40 ist im unteren Teil des Mähdreschers zwischen den Antriebs- und den Steuerrädern angeordnet.
Von dem Korn durch die Reinigungsvorrichtung getrennte Spreu wie Stroh, das aus der Dresch- und Trennvorrichtung
austritt, wird durch eine öffnung 4-2 abgegeben,
die am hinteren Ende des l^iähdreschers angeordnet
ist. Ein Körnertank 44 ist im oberen Bereich des Mähdreschers angeordnet, um vorübergehend saubere Körner zu
speichern, und eine Entleerungsförderschnecke 46 ist an
dem Mähdrescher zum Entleeren des Körnertanks 44- vorgesehen. Im hinteren Bereich des Körnertanks ist der Motor 4-8
befestigt, der über verschiedene (nicht gezeigte) Antriebe mit der Dresch- und Trennvorrichtung 26, der Erntematerial-Reinigungseinrichtung
40, den Antriebsrädern 30, dem Erntematerial-Höhenförderer 24- und der Mähvorrichtung
22 verbunden ist.
In Fig. 2 sind die Mähvorrichtung 22 und der Erntematerial-
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Höhenförderer 24, allgemein als Förderergehäuse bekannt,
vergrößert dargestellt. Die Mähvorrichtung 22 weist eine Haspel 50 und ein Mähmesser 52 zum Erfassen und Schneiden
von stehendem Erntematerial auf. Das abgemähte Erntematerial
wird über die Oberfläche einer Plattenbaugruppe 54-einer
quer angeordneten !Förderschnecke 56 zugeführt, die auf der Hinterseite der Haspel 50 angeordnet ist, um das
Erntematerial zu verdichten und es dem Eintrittsende 58
des Erntematerial-Höhenförderers 24 zuzuführen. Die Mähvorrichtung ist erheblich breiter als der Mähdrescher und
erstreckt sich üblicherweise in Querrichtung bis zu den Antriebsrädern oder über diese hinaus. Der Erntematerial-Höhenförderer
weist jedoch üblicherweise eine geringere Breite als die Mähvorrichtung auf und transportiert das
Erntematerial von dem Schneckenförderer 56 aus nach oben
und nach hinten zur Erntematerial-Zuführungseinrichtung 38. Der Erntematerial-Höhenförderer schließt einen drehbar
befestigten Ketten- und Leistenförderer 60 ein, der mit einer Umlenktrommel 62 gekoppelt ist, die sich am
vorderen Ende des Erntematerial-Höhenförderers und in
Querrichtung unmittelbar hinter dem Eintrittsende 58 erstreckt.
Eine Kraftübertragungs-Kettenradeinrichtung 64 ist drehbar am hinteren Ende des Erntematerial-Höhenförderers
unmittelbar vor einer öffnung im Einspeisebereich für das Erntematerial in die Dreschvorrichtung befestigt.
Der Ketten- und Leistenförderer schließt eine Anzahl von endlosen biegsamen Ketten 66, die mit Abstand um
die !Trommel 61 herumgelegt sind, und Leisten 68 zum Transport des Erntematerials entlang der durch den Erntematerial-Höhenförderer
24 gebildeten Eingangs-Bewegungsbahn an die Dresch- und Trennvorrichtung ein.
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Fig. 2 zeigt weiterhin teilweise eine Ausführungsform der
Schutzvorrichtung. Eine akustische Meßfühlereinrichtung
70 mit einem Meßfühlerbalken 72, vorzugsweise einem Stahlbalken oder einer Platte, und mit einem akustischen
Meßwandler 72N der an dem Balken oder der Platte "befestigt
ist, ist quer über die Breite des Bodens des Erntematerial-Höhenförderers 24· angeordnet. Der Meßwandler 7^
ist typischerweise ein scheibenförmiger pieeoelektrischer
Kristall, der an dem Meßfühlerbalken 72 befestigt oder in
eine mit einer entsprechenden Form versehene Ausnehmung eingesetzt ist, die in der Rückseite des Balkens von der
Materialströmung entfernt angeordnet ist, wobei dieser
Kristall in geeigneter Weise befestigt ist. Wenn Erntematerial, das Steine einschließt, auf die obere Oberfläche
des Meßfühlerbalkens 72 auftrifft, werden in diesem akustische
Schwingungen hervorgerufen, die von dem piezoelektrischen Kristall oder dem Wandler 74- festgestellt
werden, wobei dieser elektrische Signale an Leitungen 7$
erzeugt. Die Frequenz und Amplitude der elektrischen Signale ändert sich als Funktion der Eigenschaften der akustischen
Schwingungen in dem Meßfühlerbalken in Abhängigkeit davon, ob Erntematerial und/oder Steine auf diesen
auftreffen. Die elektrischen Signale werden weiterhin geeigneten Schaltungseinrichtungen zugeführt, um die in dem
Erntematerial befindlichen Steine oder anderen Fremdkörper festzustellen.
In Fig. 3 ist eine Signalverarbeitungsschaltung 78 in
Form eines Blockschaltbildes dargestellt. Diese Signal - Verarbeitungseinrichtung7& liefert ein Signal 80, das
das Vorhandensein eines Steins in dem Erntematerial anzeigt. Die Signalverarbeitungsschaltung 78 schließt eine
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Pufferschaltung 82 ein, die die elektrischen Signale von dem piezoelektrischen Kristall in Abhängigkeit von
Schwingungen des Meßwandlerbalkens 72 empfängt und eine in geeigneter Weise angepaßte Schnittstelle zwischen diesem
Meßwandler 74 und der übrigen Signalverarbeitungsschal tung bildet. Von der Pufferschaltung 82 werden die
Signale einer Bandpaßfilterschaltung 84 zugeführt. Der akustische Meßfühlerbalken 72 weist ein Spektrum von
Linienfrequenzen auf, für die er mechanisch in Resonanz ist, wobei diese Frequenzen durch den Aufprall von Material
gegen den Meßfühlerbalken erregt werden. Es sei jedoch darauf hingewiesen, daß diese Linienfrequenzen
nicht hervorragen, weil der Meßfühlerbalken gut gedämpft ist, wie dies weiter unten erläutert ist, und weil sich
die Erregung aufgrund einer Vielzahl von inkohärenten Impulsen ergibt. Die Frequenzen sind lediglich in breiterer
Hinsicht unterscheidbar, was sich aus der Tatsache ergibt, daß der Aufprall von Material mit einer harten
Oberfläche Schwingungen mit höherer Frequenz erzeugen kann. Dies führt dazu, daß die akustische Energie von
einzelnen Aufprallvorgängen in verschiedenen Frequenzbereichen konzentriert ist, wobei die Energieverteilung
beim Aufprall von Steinen bei einer höheren Frequenz liegt als die Energieverteilung beim Aufprall von Material
mit weicheren Oberflächen, wie beispielsweise von Getreideähren.
Fig. 4 ist eine graphische Darstellung der charakteristischen Amplitude als Funktion der Frequenz für Erntematerial
und Steine, die auf den Meßfühlerbalken auftreffen.
Wie dies dargestellt ist, weisen die charakteristischen Frequenzen 92, die durch einen Stein hervorgerufen
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werden, zwar allgemein eine höhere Frequenz auf als die Frequenzen 94, die durch eine weichere Oberfläche, wie
beispielsweise Körner oder Ihren, hervorgerufen werden, aie sind jedoch nicht starr innerhalb des Frequenzspektrums
festgelegt. Entsprechend sollten die Werte der Resonanzfrequenzen für eine spezielle Meßfühlereinrichtung
bemessen werden, so daß die Mittenfrequenz des Bandpaßfilters 84 derart festgelegt werden kann, daß sie die
größeren oder höheren Resonanzfrequenzen umgibt, die durch harte Gegenstände oder Steine hervorgerufen werden,
die festgestellt werden sollen. Weiterhin ist die Bandbreite des Bandpaßfilters 84 ebenfalls von Bedeutung und
sollte so gewählt werden, daß sie am besten an die Zeitcharakteristik des Aufprallsignals angepaßt ist. Eine
große Bandbreite ermöglicht ein stärkeres Ansprechen auf anfängliche, eine hohe Amplitude aufweisende Signale, die
unmittelbar nach dem Aufprall erzeugt werden, während eine geringe Bandbreite die Wirkung einer Mittelwertbildung
des Ansprechverhaltens über eine längere Dauer aufweist. Entsprechend ist die Bandbreite der Bandpaßfilterschaltung
84 zwischen diesen E:-bremwerten und in Abhängigkeit
von den Eigenschaften uer Signale 92 gewählt, die von dem Meßfühlerbalken 72 in Verbindung mit dem Piezokristall
-Meß wandler 74- erzeugt werden. Die Bandpaßfilterschaltung
84 dämpft alle Signale, die nicht in den Durchlaßbereich fallen, während die Signale, deren Frequenzen
innerhalb des Durchlaßbereichs liegen und damit zu Anfang die Feststellung eines Steins in dem Erntematerial-Höhenförderer
darstellen, einer Schwellwertvergleicherschaltung 86 (Fig. 3) zugeführt werden. Die Schwellwertvergleicherschaltung
86 vergleicht die Amplitude des Signals von dem Bandpaßfilter 84 mit der Amplitude eines
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ausgewählten oder vorgegebenen Schwellwertes, der eine
Anzeige für einen Stein darstellen soll, und erzeugt das Signal 80, das das Vorhandensein des Steins anzeigt, wenn
dieser Schwellwert überschritten wird. Das Betätigungssignal 80 kann irgendeiner geeigneten Betätigungseinrichtung
88, wie beispielsweise einer Warneinrichtung, Anzeigelampen oder Alarmeinrichtungen oder einer Falltüre 69
zugeführt werden, wie dies in Fig. 2 gezeigt ist und aus der US-Patentschrift 3 971 390 bekannt ist, um den Fahrer
zu warnen und die Einführung des Steins in die Dreschvorrichtung 26 des Mähdreschers zu verhindern.
Wie dies weiter oben erwähnt wurde, können Stör- oder Fehlersignale mit der gleichen Art oder Charakteristik
wie "Stein"-Signale, die festgestellt werden-sollen, in
dem Mähdrescher und insbesondere in dem akustischen Meßfühler 70 aufgrund der Wechselwirkung, beispielsweise der
sich bewegenden mechanischen Teile innerhalb des Mähdreschers, oder aufgrund von Störungen einer ähnlichen
Art erzeugt werden, beispielsweise durch den Aufprall eines Steins außerhalb des Erntematerial-Flusses, wobei
die durch diesen Aufprall hervorgerufenen Störschwingungen auf den Meßfühlerbalken übertragen werden. Diese
Störsignale oder Fehlersignale können in der im folgenden beschriebenen Weise isoliert oder unterdrückt werden, so
daß die ausschließliche Feststellung von Steinen innerhalb des Mähdreschers sichergestellt ist.
Gemäß einer Ausführungsform sind Einrichtungen mit dem
Meßfühler gekoppelt, um die Wirkung von akustischen Störsignalen zu verringern oder zu vermeiden, die in dem Meßfühlerbalken
induziert oder erregt werden können und die
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den gleichen Charakter aufweisen wie die Signale, die von
einem Stein hervorgerufen werden, der auf den Meßfühlerbalken 72 auftrifft. Auf diese Weise wird sichergestellt,
daß lediglich auf den Meßfühlerbalken auftreffende Steine erkannt werden. Gemäß einer Ausführungsform sind Schwingungsisolatoren
96 gemäß Fig. 2 und 5 vorgesehen, die den Meßfühlerbalken 72 gegenüber Störsignalen isolieren, die
den gleichen Charakter wie durch Steine hervorgerufene Signale aufweisen. Die Schwingungsisolatoren 96 sind zwischen
dem akustischen Meßfühler 70 und dem Mähdrescher eingekoppelt, um in dem Mähdrescher erzeugte Störsignale
zu unterdrücken oder sie von dem Meßfühler zu isolieren, um so eine Ankopplung an den Meßwandler 74 zu verhindern.
Wie dies in Fig. 5 gezeigt ist, ist jedes Ende des akustischen Meßfühlers 70 und insbesondere des Meßfühlerbalkens
72 beispielsweise mit einem Joch 98 bzw. 98a angekoppelt,
das über Schwingungsisolatoren 96 mit einem Befestigungsarra 100 bzw. 10Oa gekoppelt ist. Die gesamte
Meßfühlereinrichtung 70 und insbesondere die Haltearme
100 und 100a sind an dem Rahmen des Erntematerial-Höhenförderers 24 derart befestigt, daß der Meßfühlerbalken 70
in der Ebene des Bodens des Erritematerial-Höhenförderers angeordnet ist, wie dies in Fig. 2 gezeigt ist, wobei
keine mechanische Berührung zwischen der Meßfühlereinrichtung und dem Erntematerial-Höhenförderer besteht.
Entsprechend isolieren die Schwingungsisolatoren 96 die Meßfühlereinrichtung akustisch von den Haltearmen und
insbesondere von dem Mähdrescher, so daß verhindert wird, daß Störsignale in dem Meßfühlerbalken 74· induziert werden.
Obwohl ein Abstand oder ein Luftspalt entlang der Quererstreckung des Meßfühlerbalkens im Boden des Erntematerial-Höhenförderers
verbleiben kann, durch den eine
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geringe Menge an. Ernteraaterial verlorengehen kann, ist es
vorzuziehen, daß dieser Abstand oder Spalt mit einem akustisch isolierenden Material oder mit einem Abstandsstück
gefüllt ist, um Erntematerialverluste oder eine Verschlechterung der akustischen Isolation und damit eine
Verschlechterung des Signals zu verhindern, das das Vorhandensein,
eines Steins anzeigt.
In den I1Ig. 6, 7 und 8 sind drei Ausführungsformen von
elektronischen Trenneinrichtungen dargestellt, die mit dem akustischen Meßfühler 70 gekoppelt sind, um die Auswirkung
von Signalen zu verhindern, die die gleiche Eigenart aufweisen wie Signale, die durch den Aufprall
von zu erkennenden Steinen hervorgerufen werden. Die elektronischen Trenneinrichtungen verbessern wesentlich
die Betriebseigenschaften des Meßfühlers und ermöglichen eine Unterscheidung von Signalen von dem Meßfühler, um
festzustellen, ob diese Schallsignale tatsächlich durch Steine hervorgerufen werden oder ob sie Schallsignale
sind, die durch andere Störungen hervorgerufen werden. Auf diese Weise wird sichergestellt, daß lediglich der
Aufprall von Steinen auf den Meßfühlerbalken festgestellt wird, so daß Fehlalarme praktisch beseitigt sind. Im einzelnen
ergeben die elektronischen Unterscheidungstechniken nach den Fig. 6, 7 tmd 8 Filtermaßnahmen, die das
Vorhandensein eines Steins feststellen und die Auswirkungen von Stör- oder Fehlersignalen verringern. In Fig. 6
ist eine Ausführungsform der elektrischen Schaltungen der Schutzvorrichtung in Blockschaltbildform ähnlicheder Fig.
3 dargestellt, wobei diese Schaltung eine Pufferschaltung 82 aufweist, die mit dem Meßfühler 70 gekoppelt ist, der
in dem Erntematerial-Höhenförderer 24 angeordnet ist. Die
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Pufferschaltung ergibt eine in geeigneter Weise angepaßte Schnittstelle zwischen dem Meßwandler 74 und der übrigen
Signalverarbeitungsschaltung, wie dies auch in Fig. 3 der
Fall war. Die Pufferschaltung 82 ist mit zwei parallelen Filter- und Detektorschaltungen 84 bzw. 84^ gekoppelt.
Wie dies weiter oben erläutert und anhand der Fig. 4 beschrieben wurde, weisen durch den Aufprall von Steinen
hervorgerufene Signale eine andere Amplitudenverteilung bezüglich der Frequenz auf als das Erntematerial, wobei
diese unterschiedlichen Materialien ein ira wesentlichen voneinander getrenntes Spektrum von Resonanzfrequenzen
aufweisen. Die Pufferschaltung nach Fig. 6 ist daher mit
einem parallelen Paar von Filter- und Detektorschaltungen
84& und 84^ gekoppelt, die Jeweils für eine andere Resonanzfrequenz
bestimmt sind und jeweils eine Funktion ähnlich dem Bandpaßfilter 84 nach Fig. 3 ausführen. Der
Durchlaßbereich der Filter- und Detektorschaltung 84e ist
beispielsweise so ausgewählt, daß er ein Frequenzband nach Fig. 4 einschließt, das durch Steine hervorgerufen
wird, während der Durchlaßbereich der Filter- und Detektorschaltung 84k so ausgewählt ist, daß er eine zweite
charakteristische Frequenz einschließt, beispielsweise den Frequenzbereich 94 nach Fig. 4, der durch den Aufprall
von Erntematerial hervorgerufen wird. Die ausgewählte charakteristische Frequenz schließt die eine maximale
Amplitude aufweisende Frequenz der jeweiligen Stein- und Erntematerial-Signale ein. Der Detektorschaltungsteil
der Filter- und Detektorschaltungen 84 und 84^ richtet
die Eingangssignale an diese Schaltungen gleich, so daß sich eine Hüllkurve der Signale ergibt. Die Ausgangssignale
von beiden Filter- und Detektorschaltungen, die die Hüllkurve der diesen Schaltungen zugeführten Eingangs-
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signale umfassen, werden in geeigneter Weise bewertet und einem Differenzverstärker 102 zugeführt. Die Symmetrie
ist derart, daß das Signal in dem eine niedrigere Frequenz aufweisenden Durchlaßbereich für durch das Erntematerial
hervorgerufene Schallsignale überwiegt, um die Einstellung des Differenzverstärkers oder Vergleichers
102 festzulegen. Venn Jedoch ein Stein auf dem Meßfühlerbalken auftrifft, wird das Signal in dem eine höhere Frequenz
aufweisenden Durchlaßbereich momentan größer, so daß der Differenzverstärker seinen Zustand ändert. Das
Ausgangssignal wird der Schwellwertschaltung 86 zugeführt,
die ein Warnsignal abgibt, das das Vorhandensein eines Steins in dem Erntematerial anzeigt, wenn die
Amplitude des Ausgangssignals von dem Differenzverstärker
einen vorher ausgewählten Wert übersteigt. Das in dem Differenzverstärker oder Vergleicher 102 erzeugte Differenzsignal
ergibt eine empfindliche Anzeige für das Vorhandensein von Steinen in dem aufgenommenen Erntematerial,
wobei die Auswirkungen der unerwünschten zufälligen Störsignale beseitigt und vermieden werden, so daß Fehlalarme
aufgrund dieser Störsignale beseitigt sind.
Die Ausführungsformen der elektronischen Unterscheidungstechniken nach den Fig. 7 und 8 schließen eine Anzahl von
getrennten Meßfühlersystemen mit jeweiligen getrennten IcCfer- und Filterschaltungen ein, die mit einem Differenzverstärker
derart gekoppelt sind, daß das Differenzsignal von Stein-Signalen in einem Meßfühlerbalken oberhalb
des allgemeinen Geräuschpegels des anderen Meßfühlerbalkens abhängt und eine Trennung der Störsignale
leicht erreicht werden kann. Beispielsweise sind bei der Ausführungsform nach Fig. 7 die beiden Meßfühlersysteme
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7OC, 7Oj parallel zueinander, d. h. Seite an Seite in
Querrichtung über die Breite des Bodens dee Erntematerial -Höhenförderers 24- angeordnet und umfassen jeweils
einen Meßfühlerbalken 72C, 72^ sowie einen Wandler 7\t
74-fl. Jeder Meßfühler überwacht einen Teil des Bodens des
Erntematerial-Höhenförderers 24 und die Kombination aus
diesen beiden Meßfühlern überspannt den gesamten Erntematerial-Höhenförderer derart, daß ein Stein Jeweils nur
mit einem der beiden Meßfühlerbalken in Berührung kommt. Jeder Meßfühler umfaßt weiterhin einen Puffer und eine
Filter- und Detektorschaltung 82C, 82^ bzw. 84-c, 84-^. Das
Ausgangssignal von dem Filter- und Detektorschaltungen
wird jeweils einem Differenzverstärker 102 zugeführt, wie dies weiter oben anhand der Fig. 6 erläutert wurde. Diese
elektronische Schaltung ergibt eine Trenneinrichtung, die auf Schwingungen in den Heßfühlerbalken anspricht, die
lediglich in einem Meßfühlerbalken auftreten, während die Schwingungen, die in beiden Meßfühlerbalken im wesentlichen
zur gleichen Zeit auftreten und den Differenzverstärker mit den gleichen charakteristischen Frequenzen
erreichen, dann als Störsignale erkannt werden, weil sie kein Ausgangssignal am Differenzverstärker hervorrufen.
Entsprechend wird lediglich das starke akzentuierte Aufprallgeräusch eines Steins, der auf einen der Meßfühlerbalken
72C bzw. 72d auftrifft, von dem Differenzverstärker
über eine Schwellwertschaltung 86 in der vorstehend beschriebenen Weise weitergeleitet, um die empfindliche
Anzeige für das Vorhandensein eines Steins in dem aufgenommenen Erntematerial zu liefern.
In ähnlicher Weise sind in Fig. 8 zwei Meßfühler 70 Ω und
70 ~ vorgesehen, die jeweils einen Meßfühlerbalken 72e
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"bzw. 72^ einschließen, die hintereinander, d. h. einer
vor dem anderen, jeweils die Breite des Erntematerial-Höhenförderers überspannen und jeweils einen Meßwandler
74 "bzw. 7^f einschließen. Jeder Meßfühler ist mit einem
Puffer 82 bzw. 82f und einer Filter- und Detektorschaltung
84 bzw. 84» verbunden. Das Ausgangssignal jedes Meßfühlers wird über die Filter- und Detektorschaltung
einem Differenzverstärker 102 und einer Schwellwertschaltung 86 zugeführt, wie dies weiter oben erläutert wurde,
um das Signal 80 zu erzeugen, das einen Stein in dem Erntematerial-Höhenförderer anzeigt. Es ist zu erkennen,
daß die Meßfühler nach den Fig. 7 und 8 derart angeordnet und ausgebildet sind, daß das Auf prallsignal eines Steins
auf einen der zugehörigen Meßfühlerbalken verstärkt und akzentuiert wird, während durch äußere Einflüsse hervorgerufene
Störsignale unterdrückt werden, weil sie in beiden Meßfühlerbalken bei jeder dieser beiden Ausführungsformen im wesentlichen mit der gleichen Eigenart oder der
charakteristischen Frequenz erzeugt werden, so daß sie sich in dem Differenzverstärker 102 aufheben. Daher sind
die Meßfühlerbalken in beiden Figuren so ausgebildet, daß die mit dem Erntematerial vermischten Steine in dem
Erntematerial-Höhenförderer lediglich auf den einen oder
den anderen der Meßfühlerbalken auftreffen und ein Aufprallsignal hervorrufen, das in der jeweiligen Schaltung
ermittelt wird, während in der anderen Schaltung kein Signal erzeugt wird. Der Differenzverstärker 102 stellt
diesen Unterschied fest und verstärkt dieses festgestellte Signal dadurch, daß lediglich dieses Signal der
Schwellwertschaltung 86 zugeführt wird. In gleicher Weise rufen irgendwelche induzierten Störschwingungen Signale
in jedem Meßfühler und den zugehörigen Schaltungen im
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wesentlichen zum gleichen Zeitpunkt hervor, so daß sie sich im !Differenzverstärker aufheben. Es sei weiterhin
darauf hingewiesen, daß die elektronischen Bauteile in dem Block 85 nach Fig. 6 anstelle der mit 84 und 84-, in
Fig. 7 und anstelle der mit 84 und 84-- in Fig. 8 bezeichneten Bauteile eingesetzt werden können.
Zur Erzielung eines starken, einen Stein anzeigenden Signals ist eine derartige gesteuerte Erntematerial-Strömung
durch den Erntematerial-Höhenförderer erwünscht, daß eine
Berührung mit hoher Energie, d. h. ein Aufprall zwischen dem Material und dem Meßfühler oder dem Meßfühlerbalken
72, auftritt. Wie dies in den Fig. 2, 9 und 10 gezeigt ist, ist eine Ablenkeinrichtung 104 in dem Erntematerial-Höhenförderer
derart angeordnet, daß die Materialströmung umgeleitet oder abgelenkt wird, wie dies durch Pfeile in
Fig. 10 gezeigt ist, so daß das Material in den Erntematerial-Höhenförderer derart eintritt, daß ein Aufprall
des Materials und insbesondere von Steinen auf den Meßfühlerbalken sichergestellt ist. Die Ablenkeinrichtung
104 schließt eine Rampe 106 ei l, die sich in Querrichtung über den Boden des Erntematerial-Höhenförderers und von
diesem aus nach oben erstreckt, um die Bewegung des Erntematerials von dem Boden des Erntematerial-Höhenförderers
aus nach oben umzulenken, worauf dieser Bewegung eine nach unten gerichtete Komponente durch die Umlenktrommel
in Richtung auf den Meßfühlerbalken aufgeprägt wird. Zusätzlich wird das von der Rampe 106 nach oben hin
umgelenkte Erntematerial von der Umlenktrommel 62 in eine Aufprallberührung mit dem Meßfühlerbalken 72 umgelenkt.
Es ist zu erkennen, daß der Abstand zwischen den Leisten des Erntematerial-Höhenförderers und der Umlenktrommel
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eine wesentliche Abmessung ist, weil dieser Abstand zum Einfangen von Steinen zwischen der Trommel und den Leisten
führen könnte. Diese eingefangenen Steine könnten dann an dem Meßfühler vorbeigelangen und in das Innere
des Mähdreschers gelangen. Daher können die Ablenkeinrichtungen 104 weitere Ablenkeinrichtungen einschließen,
die mit der Umlenktrommel 62 (Fig. 2) verbunden sind, wobei die Umlenktrommel vertiefte Schlitze 106 für den Eingriff
der Ketten 66 aufweist, so daß sich eine Trommel mit vergrößertem Radius ergibt. Auf diese Weise stehen
die Leisten 68 im wesentlichen mit dem äußeren zylindrischen Oberflächenteil der Umlenktrommel in Berührung, so
daß der an dieser Stelle üblicherweise bestehende Abstand beseitigt ist und keine Gefahr besteht, daß ein Stein in
diesem Abstand eingefangen und an dem beschriebenen Meßfühler vorbeibewegt wird. Die beschriebenen erfindungsgemäßen
Ablenkeinrichtungen vergrößern daher die Wahrscheinlichkeit, daß das Erntematerial und irgendwelche darin
enthaltenen Steine auf den Meßfühlerbalken 72 auftreffen
und ein starkes Signal erzeugen.
Beim Betrieb der bevorzugten Ausführungsbeispiele der Erfindung wird das gegebenenfalls Steine enthaltende Erntematerial
von der Mähvorrichtung 22 aufgenommen, während sich der Mähdrescher über den Boden bewegt, worauf das
Erntematerial von dem Schneckenförderer 56 in den Erntematerial-Höhenförderer
24 überführt wird. Die Erntematerial-Strömung trifft auf den Meßfühler 70 und insbesondere
auf den Meßfühlerbalken 72 auf, und in diesem Meßfühlerbalken
erzeugte Schallsignale werden von dem Meßwandler 74 festgestellt, der in Abhängigkeit hiervon
elektrische Auf prallsignale liefert. Isolations-
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einrichtungen, "beispielsweise Echwingungsisolatoren 96,
isolieren den Meßfühler 70 gegenüber dem Mähdrescher und "beseitigen die Auswirkungen von Störsignalen, die innerhalb
und außerhalb des Mähdreschers auftreten. Die Schwingungsisolatoren ermöglichen die Feststellung praktisch
aller Steine dadurch, daß das Stein-Aufprallsignal gegenüber den Hintergrundgeräuschen verstärkt wird. Bei
einer bevorzugten Ausführungsform sind weiterhin Ablenkeinrichtungen
vorgesehen, die die Materialströmung in dem
Erntematerial-Höhenförderer derart umlenken, daß eine
Aufprallberührung mit dem Msßfühlerbalken sichergestellt
ist. Es ist zu erkennen, daß, weil die Schutzvorrichtung in dem Erntematerial-Höhenförderer des Mähdreschers angeordnet
ist, verschiedene Mähvorrichtungen mit federn Mähdrescher verwendet werden können, ohne daß ein Wechsel
der Mähvorrichtung eine Trennung oder einen Wechsel der Schutzvorrichtung an dem Mähdrescher erforderlich macht.
Weiterhin verringert die Lage der Schutzvorrichtung in
dem Erntematerial-Höhenförderer das Zeitintervall, über das eine Auswerf- oder Entfermmgseinrichtung, wie beispielsweise
eine Falltüre 69, offen sein muß, um den Stein zu entfernen, so daß Ernteverluste verringert werden.
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Claims (14)
- Patentanwälte Djj5];r.l h g.G Ü rt* Watt ac h Dipl.-Ing. 6ünther Koch Dipl.-Phys. Dr.Tino Haibach Dipl.-Ing. Rainer FeldkampD -8000 München 2 · Kaufingerstraße 8 · Telefon (0 89) 24 02 75 - Telex 5 29 513 wakai dDatum: 2. Januar I98IUnser Zeichen: 17 095PatentansprücheSchutzvorrichtung für Erntemaschinen, bei denen die Gefahr einer Beschädigung durch nicht zerbrechliche Fremdkörper besteht, die sich in dem Erntematerial befinden, das geerntet und über einen Erntematerialförderer auf einer vorgegebenen Bahn in die Erntemaschine eingeführt wird, dadurch gekennzeichnet , daß die Schutzvorrichtung ein Signal liefert, das das Vorhandensein von nicht zerbrechlichen Fremdkörpern an einer vorgegebenen Lage entlang der vorgegebenen Bewegungsbahn anzeigt, daß die Schutevorrichtung Meßfühlereinrichtungen (70) einschließt, die entlang der vorgegebenen Bewegungsbahn angeordnet sind, die das Erntematerial in dem Eratematerlalforderer (24) durchläuft, daß die Meßfühlereinrichtungen (70) Signale liefern, die den Aufprall von Fremdkörpern sowie des Erntematerials auf die Meßfühlereinrichtungen (70) darstellen, daß mit den Meßfühlereinrichtungen (70) selektive Einrichtungen(82, 84, 85) gekoppelt sind, die durch den Aufprall von Fremdkörpern hervorgerufene Signale aus anderen der selektiven Einrichtung zugeführten Signalen auswählen, und daß mit den selektiven Einrichtungen (82, 84, 85) gekoppelte Einrichtungen (86)130063/058331000A5vorgesehen sind, die auf die den Aufprall von Fremdkörpern darstellenden Signale ansprechen und ein Futzsignal erzeugen, das das Vorhandensein von Fremdkörpern anzeigt.
- 2. Schutzvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß die Meßfühlereinrichtungen Einrichtungen (72) zur Erzeugung von Schallsignalen bei Aufprall eines Fremdkörpers und damit gekoppelte Meßwandlereinrichtungen (74-) zur Umwandlung der Schallsignale in elektrische Signale einschließen.
- 3. Schutzvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die selektiven Einrichtungen (82, 84, 85) PiItereinrichtungen (84; 8\' 8Z}b5 84C' 8^d' me> 8^f) erschließen, die mit den Heßwandlereinrichtungen (74) gekoppelt sind, um elektrische Signale innerhalb einer vorgegebenen Bandbreite auszuwählen, und daß die Nutzsignal-Generatoreinrichtungen Schwellwertvergleichereinrichtungen (86) einschließen, die mit den FiItereinrichtungen gekoppelt sind, um das Atussan&ssignal der Filtereinrichtungen zu empfangen, und die ein einen Fremdkörper in dem Ern##material darstellendes Signal liefern, wenn das Ausgangssignal der Filtereinrichtungen einen vorgegebenen Schwellwert übersteigt.
- 4. Schutzvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet , daß die selektiven Einrichtungen erste und zweite Filtereinrichtungen130063/0583(84a, 84^) einschließen, die mit den Meßfühlereinrichtungen (74-) gekoppelt sind und elektrische Ausgangssignale liefern, die den elektrischen Signalen entsprechen, die aus Schallsignalen umgewandelt wurden, die durch Fremdkörper bzw. durch den Aufprall
von Erntematerial auf die Schallgeneratoreinrichtungen (72) hervorgerufen wurden, und daß die Nutzsignalgeneratoreinrichtungen einen Differenzverstärker (102) einschließen, der die Ausgangesignale von den ersten und zweiten Filtereinrichtungen empfängt und vergleicht und ein Signal liefert, das einen Fremdkörper in dem Erntematerial darstellt. - 5· Schutzvorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Meßfühlereinrichtungen einen einzigen Meßfühlerbalken (72) einschließen, der in der Erntemaschine angeordnet ist und die Breite der Erntematerial-Strömungsstrecke überdeckt.
- 6. Schutzvorrichtung nach Anspruch 3 oder 4-, dadurch gekennzeichnet, daß die Meßfühlereinrichtungen (70) erste und zweite Meßfühlerbalken (72C, 72d; 72e, 72f) einschließen, die
Schalleignale in Abhängigkeit von einem Aufprall des Fremdkörpers und des Erntematerials erzeugen, und
die jeweils mit Meßwandler einrichtungen (74-, 7^ά\
74β, 74-r.) zur Umwandlung in elektrische Signale gekoppelt sind, die den Aufprall des Fremdkörpers und des Erntematerials darstellen.130063/0583— Zj. — - 7. Schutzvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet , daß die ersten und zweiten Meßfühlerbalken (72β, 72f) in der Erntemaschine nacheinander derart angeordnet sind, daß jeder Meßfühlerbalken sich einzeln über die Breite der Erntematerialetrömung erstreckt.
- 8. Schutzvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennz eichnet , daß die ersten und zweiten Meßfühlerbalken (72„, 72Λ) in der Erntema-C Qrschine Seite an Seite derart nebeneinander angeordnet sind, daß beide Meßfühlerbalken sich insgesamt über die Breite der Erntematerialströmung erstrecken.
- 9. Schutzvorrichtung nach einem der Ansprüche 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Meßfühlereinrichtungen (70) und der Erntemaschine eingekoppelte Einrichtungen (96) zur Isolation der Meßfühlereinrichtungen gegenüber Schwingungen von der Erntemaschine vorgesehen sind.
- 10. Schutzvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet , daß die Erntemaschine durch einen Mähdrescher (20) mit einer Mähvorrichtung (22), einer Förderschnecke (56) und mit einem Eratematerial-Höhenförderer (24) gebildet ist, daß der Erntematerial-Höhenförderer (24) zum Transport von Erntematerial zum Hauptteil dee Mähdreschers zur Verarbeitung des Erntematerials dient, und daß die Meßfühlereinrichtungen (70) in betriebsmäßiger Beziehung innerhalb des Erntematerial-Höhenförderers (24)130063/0583angeordnet sind.
- 11. Schutzvorrichtung nach Anspruch 10, gekennzeichnet durch Ablenkeinrichtungen (104) zur Umlenkung der Bewegungsbahn des in die Erntemaschine eintretenden Erntematerials derart, daß ein Aufprall des Materials auf die Meßfühlereinrichtungen (70) sichergestellt ist.
- 12. Schutzvorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet , daß die Ablenkeinrichtungen durch Rampenteile (104) gebildet sind, die in der Bewegungsbahn des Erntematerials angeordnet sind, um das Material für einen Aufprall auf die Meßfühlereinrichtungen (70) umzulenken.
- 13· Schutzvorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet , daß die Ablenkeinrichtungen weiterhin eine Umlenktrommel (62) einschließen, auf der ein Förderband mit daran betriebsmäßig angeordneten Leisten (68) angeordnet ist, und daß die Umlenktrommel (62) vertiefte Schlitze (106) zur Verringerung des Abstandes zwischen den Leisten (68) und der Oberfläche der Trommel aufweist.
- 14. Schutzvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Meßwandler (74) ein piezoelektrischer Kristall ist.130063/0583Schutzvorrichtung nach Anspruch 14, d a d u r c h gekennzeichnet , daß der Nutzsignal-Generator mit einer Einrichtung (69) zur Entfernung von Fremdkörpern gekoppelt ist.130063/0583
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