DE310868C - - Google Patents

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DE310868C
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brushes
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brush machine
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A42HEADWEAR
    • A42CMANUFACTURING OR TRIMMING HEAD COVERINGS, e.g. HATS
    • A42C1/00Manufacturing hats
    • A42C1/08Hat-finishing, e.g. polishing, ironing, smoothing, brushing, impregnating, stiffening, decorating

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Brushes (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)
  • Preliminary Treatment Of Fibers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 41 α.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Maschine zum Bürsten von Velourshutstumpen, bei. welcher der Hutstumpen in bekannter Weise auf einen Kegel aufgezogen und sowohl in Richtung seines Umfanges als auch gleichzeitig in seiner Längsrichtung durch Mantel- und Kappenbürsten bearbeitet wird.
Bei den bekannten Maschinen dieser Art werden die Mantelbürsten durch Kurbeltriebe,
to die mittels Schneckenräder in Drehung gesetzt werden, langsam in kreisförmigen Bahnen auf den Mantelflächen des Stumpenkegels bewegt, während letzterer zur Erzielung eines genügenden Bürsteffekts mit größerer Geschwindigkeit, um seine Achse rotierend, an den Bürsten vorbeigeführt wird. Infolge dieser ungünstigen Geschwindigkeitsverhältnisse ist es aber den Mantelbürsten, nicht möglich, ihre kreisförmige Bahn, die zum Aufbürsten der Haardecke nach allen Richtungen erforderlich ist, auf dem Stumpen zu beschreiben, denn der rasch rotierende Stumpenkegel läßt die seitliche Vor- und Rückwärtsbewegung der Bürstenkurbel auf dem Stumpen nicht zur Geltung kommen und die Wirkung ist demnach genau die gleiche, als wenn die Mantelbürsten nur einfach langsam auf- und abbewegt würden, wie dies an früheren Maschinen vorgesehen war. Die von den Bürsten' auf dem Stumpen beschriebene tatsächliche Bahn bildet dabei eine Wellenlinie, deren Wellen umso länger werden, je größer die Geschwindigkeit des Stumpenkegels gegenüber der Bewegung der Bürsten ist.
Dadurch wird zwar die Haardecke des Stumpens geglättet, .aber der eigentliche Zweck
des Bürstens, die zur Verfilzung neigenden Schuppen. der einzelnen Haarfasern nach allen Seiten abzuscheuern,: kann dabei nicht erreicht werden. .
Der Kappenteil des Stumpens wird beiden bekannten Bürstmaschinen durch eine besondere Bürste bearbeitet, die entweder nur auf dem Stumpen aufliegt oder im günstigsten Falle von einer der Mantelbürsten bewegt wird. Infolge der der KegeHorm angepaßten Aufhängung dieser Bürsten und der geringen Geschwindigkeit der Stumpenkappe ist die Arbeitswirkung dieser Kappenbürste aber sehr mangelhaft, während gerade. der Kappenteil eine besonders gute Aufarbeitung erfordert, :· da dieser Teil beim späteren Anformen des Hutes erheblich gestreckt und die Haardecke dadurch wesentlich gelichtet wird.
Die vorliegende Bürstmaschine besitzt als besonderes Kennzeichen einen' im Pilgerschritt vor- und rückwärts, bewegten Stumpenkegel, welcher mit auf- und abwärts gehenden Bürsten derart zusammenarbeitet, daß die Bürsten ihre ■ größte Geschwindigkeit in. dem Augenblick erhalten, wenn der Stumpenkegel seine Bewegungsrichtung wechselt, und umgekehrt. Dadurch beschreibt jeder einzelne Punkt der Bürsten auf dem Stumpen eine kreisförmige Bahn, so daß die Haarfasern nach allen Richtungen bearbeitet werden.
Die Stumpenkappe wird durch besondere Kappenbürsten bearbeitet, welche schwingbar gelagert sind, und zwar derart, daß der Mittelpunkt dieser Lagerung mit dem Mittelpunkt der Kappenabrundung in gleicher Höhe liegt, wodurch beim Ausschwingen der Kappen-
(3. Auflage, ausgegeben am sj. Februar 1919J
bürsten diese die ganze abgerundete Kappe unter gleichmäßigem Druck wirksam bearbeiten. Der Antrieb der Kappenbürsten erfolgt gleichzeitig mit der Bewegung der 'Mantelbürsten, so daß auch der Kappenteil in kreisförmigen Arbeitsbahnen gebürstet wird.
Bei der Anordnung weiterer Mantelbürsten kann deren Bewegung vorteilhaft derart eingestellt werden, daß ihr Hutwechsel mit dem ίο des Stumpenkegels zusammenfällt, wodurch diese Bürsten dann scharf zickzackförmige Bahnen auf dem Stumpen beschreiben und die Bürstwirkung wesentlich erhöht wird.
In der Zeichnung zeigt Fig. ι die ■ Vorderansieht mit teilweisem Schnitt der Maschine, Fig. 2 eine Seitenansicht, Fig. 3 den Grundriß. Fig. 4 stellt die Bahn eines beliebigen Punktes der Mantelbürsten und der Kappenbürsten auf dem Stumpen dar, während Fig. 5 die Bahn der zwischengeschalteten Mantelbürsten zeigt. Der Stumpenkegel 1 (Fig. 1) ist in dem Maschinengestell ortsfest gelagert und erhält durch ein Schneckenrad 2 und eine in dieses eingreifende, hin und her bewegte und gleich- «5 zeitig rotierende Schnecke 3 eine pilgerschrittförmige, d. h. vor- und rückwärts gerichtete Bewegung um seine Achse derart, daß die Vorwärtsbewegung größer ist als die Rückwärtsbewegung, so daß der Kegel trotz des Rücklaufes schrittweise herumgedreht wird. •Dei1 Antrieb der Schnecke 3 erfolgt von der Hauptwelle 4 der Maschine "aus, und zwar die Schubbewegung durch die Kurbelscheibe 5, Pleuelstange 6 und Schneckenkasten 7, während die Drehung der Schnecke 3 durch die Zahnräder 8 und 9 und Welle 10 vermittelt wird. Der Schneckenkasten ij gleitet in einer festen Führung 11, um ein Verdrehen und Klemmen zu vermeiden.
In der Höhe des Mittelpunktes der Kegelabrundung ist durch den Zapfen 13 ein Arm 12 schwingbar gelagert, welcher über dem Kegel eine oder mehrere einstellbare Kappenbürsten 14 trägt. Außerdem sind an dem Arm Verlängerungen angeordnet, welche mittels der Bolzen 15, Zugstangen 16, Bolzen 17 und Lager 18 die Mantelbürsten 19 und 20 tragen. Am hinteren Ende des Armes 12 befindet sich ein Hebel 21, welcher durch ein Kugelgelenk 22 und eine Zugstange 23 mit dem Zapfen einer Kurbelscheibe 24 gelenkig verbunden ist. An demselben Kurbelzapfen ist eine weitere Zugstange 25 angeordnet, welche durch das Kugelgelenk 26 einen Arm 27 in Schwingung setzt. Dieser Arm 27 ist durch den Zapfen 28 wieder in gleicher Höhe mit dem Mittelpunkt der Kegelabrundung gelagert und bewegt den auf dem gleichen Zapfen 28 befindlichen Doppelhebel 29, welcher an seinen freien Enden, durch die Zapfen 30, Zugstangen 31, Bolzen 32 und Lager 33 die Mantelbürsten 34 und 35 trägt (Fig. 2 und 3). Die Mantelbürsten 19, 20, 34 und 35 sind in ihren Bolzen so aufgehängt, daß sie sich bei dem Ausschwingen ihrer Tragarme · 12 und 29 auf der Schräge des Kegelmantels anliegend auf und ab bewegen.
Der Antrieb der Kurbelscheibe 24 erfolgt ebenfalls von der Hauptwelle aus, und zwar mittels der Kettenräder 36 und 37, der Welle 38, der konischen Zahnräder 39. und 40 und der Welle 41, Alle diese Antriebsmittel können selbstverständlich durch andere BewegungseJemen te ersetzt werden und bilden keinen Teil der Erfindung.
Die den Hutstumperi bearbeitenden Bürsten können durch eine in der Zeichnung nicht dargestellte Vorrichtung von dem Kegel abgehoben werden, um den Stumpen bequem aufzubringen und auszuwechseln. Die Zuführung des zum Bürsten der Velourshüte erforderlichen heißen Wassers kann in beliebiger Weise erfolgen; vorteilhaft wird dasselbe durch ein in der Öffnung 42 des Bürstenarmes 12 eingestecktes Rohr zugeführt, weil es sich von dort am besten nach allen Seiten über den Stumpen verteilt.
Die Arbeitsweise der Maschine ist folgende. Nachdem der zu bürstende Hutstumpen auf den Kegel gebracht ist und die Bürsten auf denselben niedergelassen sind, wird der Wasserzufluß geöffnet und die Maschine in Gang gesetzt. Der Stumpen erhält dabei eine pilgerschrittförmige Bewegung um seine Achse, während die Kappenbürsten derart bewegt werden, daß dieselben ununterbrochen von dem Scheitelpunkt des Stumpenkegels bis zu dem Punkte ausschwingen, wo die Abrundung des Stumpenkegels in die gerade Mantelflanke übergeht, und umgekehrt. Dadurch, daß sowohl die Bewegung des Stumpenkegels, als auch die der Kappenbürste hin- und hergerichtet und derart eingestellt ist, daß jede dieser Bewegungen in dem Augenblick ihre Totlage erreicht, wenn die Bewegung des anderen Teiles gerade ihre größte Geschwindigkeit besitzt, beschreibt jeder einzelne Punkt der Kappen.bürste auf der Stumpenkappe eine in sich zurückkehrende, allseitig gekrümmte Linie, welche bei ungleichem Ausschlag beider Bewegungen eine Ellipse, bei gleichem Ausschlag einen Kreis bildet. Durch den kürzeren Rücklauf des Stumpenkegels wird diese Kreisbahn indessen nicht geschlossen, da ja der Stumpen nicht bis in seine Anfangsstellung zurückkehrt. Es entsteht somit eine kreisähnliche, endlos fortschreitende Bahn, genau wie diese beim Handbürsten ausgeführt wird, und diese gleiche Bahn beschreiben die an dem verlängerten Kapperibürstenarm ■ 12 an-120 gehängten Mantelbürsten 19 und 20, wie in Fig. 4 dargestellt ist. Darin zeigt 43 die
absolute Bewegung der ^Mantelbürsten 19 und 20, die auf- und abwärts gleich groß ist. 44 stellt 'nach Länge und Richtung die Vorwärtsbewegung des Stumpenkegels dar, während 45 die Rückwärtsbewegung . desselben nach Größe und Richtung zeigt; die einzelnen Punkte der Bürste 19 beschreiben dann die in Fig. 4 dargestellte kreisähnliche,. endjos fortschreitende Bahn, wodurch das Haar tattächlich nach allen Richtungen aufgebürstet und von allen die Verfilzung begünstigenden Schuppen und Knötchen der einzelnen Haarfasern befreit wird, so daß durch diese Maschine ein einwandfreier Bürstelhut hergestellt werden kann." Eine Erhöhung der Bürstwirkung entsteht dadurch, daß die Seitenbürste 20, welche mit der Bürste 19 gemeinsamen Antrieb besitzt, während des Aufganges der Bürste 19 niedergeht. Die Relativbe-
2a wegung der Bürste 20 auf dem Stumpen stellt sich dabei derart dar, daß die Richtung derselben nicht wie in Fig. 4 von Mitte links nach oben rechts, sondern von Mitte links nach unten rechts beginnt, also der Bürste 19 entgegengesetzt arbeitet.
Die Mantelbürsten 34 und 35 sind derart angetrieben, daß ihr Hubwechsel, mit dem des Stumpenkegels zusammenfällt. Dadurch beschreiben die Punkte der Bürste 34 auf dem pilgerschrittförmig bewegten Stumpen scharf zickzackförmige Linien, deren Länge und Richtung von der Größe der Einzelbewegungen von Bürste und Kegel abhängig sind (Fig. 5). Auch hier ist infolge des Antriebs die Einrichtung getroffen, daß die Bürsten 34 und 35 entgegengesetzt ' arbeiten, denn wenn die Bürste 34 abwäFts geht, bewegt sich Bürste 35 aufwärts, und umgekehrt, so daß die Relativbewegungen beider Bürsten auf dem Stumpen χ 40 sich kreuzen. Es liegt auf der Hand, daß durch diese Bewegungen der Bürsten nach allen Richtungen eine ungemein große Leistungsfähigkeit der Maschine erzielt wird, und da jede einzelne Bürste. die erforderliche, kurz hin und hergehende Walkbewegung auf dem Stumpen ausführt, wird der Filz des Stumpens viel intensiver gebürstet und eingewalkt, als dies durch Handarbeit oder alle bisher bekannten Hutstumpenbürstmaschinen möglich ist. .

Claims (5)

Patent-An Sprüche:
1. Kegelbürstmaschine mit umlaufendem Stumpenkegel in Verbindung mit Mantel- und Kappenbürsten zur Bearbeitung von Hutstumpen, dadurch gekennzeichnet, daß der Stumpenkegel im Pilgerschritt gedreht wird.
2. Kegelbürstmaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Kappenbürsten um den Mittelpunkt der Kegelabrundung schwingbar gelagert sind..1.-..,
3. Kegelbürstmaschine nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Pilgerschrittbewegung des Hutstumpenkegeis und die Schwingbewegung der Mantel- und Kappenbürsten derart gegeneinander versetzt sind, daß der Stumpen- ' kegel seine größte Geschwindigkeit besitzt, wenn die Bürsten ihren Hub wechseln, und umgekehrt.
4. Kegelbürstmaschine nach den Ansprüchen ι bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß. weitere Mantelbürsten ihren Hubwechsel gleichzeitig mit dem Stumpenkegel ausführen, um in zickzackförmigen Bahnen zu arbeiten, während die andern Bürsten kreisförmige Bahnen beschreiben.
5. Kegelbürstmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in Umkehr der Bewegungen eine oder mehrere Mantel- · bürsten im Pilgerschritt bewegt werden, während der Stumpenkegel nur eine Drehbewegung ausführt.
Hierzu .1 Blatt Zeichnungen.
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