DE312855A - - Google Patents

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DE312855A
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Die Erfindung betrifft ein Verfahren, bei Wasserverdampfung in einem mit einem Wasserverschlußdeckel versehenen Verdampfer den Brüdendampfdruck in dem Verdampfer selbsttätig nahe demAtsmosphärendruck zu halten. Bei solchen Verdampfern, bei welchen der Abschluß des Deckels gasometerartig durch Wasser erfolgt, erlaubt dieser WasserVerschluß ein schnelles öffnen und Schließen des Verdampfbehälters, verträgt aber nur ganz geringen Über- oder Unterdruck im Verdampfbehälter, ist daher bei größeren Verdampfern, besonders bei solchen, bei welchen Schwankungen des Heizdampfesund des Kühl- bzw. Speisewassers in Menge, Druck und Temperatur während des Betriebes vorkommen, als gefährlich zu erachten. Denn durch ein plötzliches Herauswerfen des heißen Abschlußwassers und Nachströmen des Dampfes können die Bedienungsmannschaften leicht verletzt werden. Aus diesem Grunde führt man größere Verdampfer mit versctiraubten Deckeln und Dichtungszwischenlagen aus.
Besonders bei Verdampferanlagen zur Her-
*5 stellung von Zusatzspeisewasser für Dampfkessel kam der Wasserverschluß bisher nicht in Frage, und zwar noch aus folgendem Grunde. Hier wird der Brüdendampf, der auch zum Teil 'bei Heizdampf sparenden vVerdampferanlagen nach Anwärmung des Speisewasser für die Verdampfer gewöhnlich noch übrig bleibt, vorteilhaft unmittelbar den reinen und stets kälteren Kesseldampfkondensaten, die zur Kesselspeisung wieder verwendet werden, durch Einleiten zugesetzt. ."·'■■.
Um den Dampf hierbei schnell niederzuschlagen, wird ein Dampfstrahlapparat verwendet, der unter dem niedrigsten vorkommenden Spiegel des Kühlwassers angeordnet sein muß, damit das Wasser den Apparat mehrfach durchströmen kann.
Diese Anordnung setzt aber zur Überwindung der Widerstände im Verdampfer, besonders beim Anlassen, so erheblichen Dampfdruck voraus, daß ein Wasserverschlußdeckel nicht in Frage kommen kann.
Man hat bei Wasserverschlußdeckeln vorgeschlagen, den Dampf durch Ventilatoren abzusaugen und erst nachher in einem besonderen Apparat niederzuschlagen. Hierdurch wird aber die Druckregelung im Verdampfer noch unsicherer, weil sie auch noch von der den Ventilator antreibenden Kraft, sowie von den Eigentümlichkeiten des Ventilators selbst abhängig gemacht wird. Für ein Absaugen von Dampf behufs Druckerniedrigung kommen auch Wasserstrahlapparate in Frage, piese verlangen aber in vorliegendem Fall bei ihrer kurzen Wirkungszeit auf den Dampf verhältnismäßig große reine Wassermengen, die sich außerdem nur wenig anwärmen.
Ferner beherrscht das durch den engsten Querschnitt' des Apparates schnell fließende Strahlwasser durch seine Trägheit die Druckverhältnisse im Verdampfraum derart, daß der äußere Luftdruck, gegen welchen doch der

Claims (1)

  1. Druck im Verdampfraum nur ganz wenig abweichen soll, von dieser Seite keinen ausgleichenden Einfluß ausüben, kann.
    Die Erfindung vermeidet nun diese Übelstände, indem man nach dem neuen Verfahren den Brüdendampf mit dem Kühlwasser in einem Gehäuse durch übereinander gelegte Roste, Rostpakete oder ähnliche Gebilde von oben nach unten und schließlich als entsprechendes
    ίο· Wassergemisch ins Freie strömen läßt. Das Kühlwasser, welches sich über die Roste ausbreitet, bietet hierbei eine große Oberfläche zum Niederschlagen des Brüdend.ampfes. Das Wassergemisch bildet bei passend gewähltem Fallraumquerschnitt mehr oder weniger zu-: sammenhängende Schichten, welche demgemäß beim Herniedersinken mehr oder weniger luftpumpenartig wirken, indem auch abgeschiedene Luft mit herausgebracht wird. Je nach der größeren oder geringeren Wassermenge wird die Saugwirkung selbsttätig eine stärkere öder geringere, so daß -der Druck im Verdampfer sich nur wenig ändert und auf den atmosphärischen Luftdruck eingestellt werden kann.
    Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel für das Verfahren im Höhenschnitt in einfachen Linien dargestellt.
    Ein durch den Körper b beheizter Verdampfer α ist durch einen Deckel c mit Wasser-Verschluß d abgeschlossen. Das Dampfabströmrohr e führt in ein aufrechtes, rohrartiges Gehäuse f, in welches von oben durch Rohr g Kühlwasser eingeführt wird. Der untere Teil des Gehäuses ist mit Schichten von Blechstreifen in Rostforni, dessen Stäbe sich von Lage zu Lage in rechtem Winkel schneiden, gefüllt. Der unterste Rost liegt auf Leisten, so daß seine Fugen ins Freie münden.
    Ist der Verdampfer in Betrieb gesetzt und der Kühlwasserzufluß angestellt, so fällt dieses mit dem durch vorherige Dampfberührung entstandenen Datnpfwasser auf die Roste und rieselt von Lage zu Lage, sich zerteilend und ausbreitend, nach unten ins Freie. Der Brüdendampf ist gezwungen, denselben Weg zu machen, wobei er an den großen, sich darbietenden Kühlflächen vollständig niedergeschlagen wird, um dadurch die Wassermenge nach unten zu ver-.mehren. Bei reichlich angestelltem Kühlwasserzufluß ergeben sich die den Dampfdruck' im Verdampfer regelnden Vorgänge.
    Ρλτεν τ-An SPRU ch:
    Verfahren, bei Wasserverdampfung in einem mit einem Wasserverschlußdeckel versehenen Verdampfer den Brüdendampfdruck in dem Verdampfer selbsttätig nahe dem Atmosphärendruck zu halten, dadurch gekennzeichnet, daß man den Brüdendampf mit dem Kühlwasser in einem Gehäuse .durch übereinander angeordnete Roste von oben nach unten und schließlich als entsprechendes Wassergemisch ins Freie strömen läßt. ■
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.

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