Die Erfindung betrifft ein Kopiergerät gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
Ein Kopiergerät dieser Art ist in der DE-OS 30 04 297
beschrieben. Bei diesem bekannten Gerät ist über von Hand
betätigbare Schalter ein Kopiermaßstab und über weitere
Schalter ein Kopierblattformat wählbar. Aufgrund der über die
Schalter gelieferten Daten des Kopiermaßstabs wird die
Geschwindigkeit der Abtastvorrichtung festgelegt, während die
Anfangs- und Endzeit und damit der Abtasthub der Vorlagen
abtastung mit den Daten des Kopierblattformats festgelegt
werden. Dieses Gerät ist insbesondere geeignet, Kopiermaßstäbe
sehr genau - nach Möglichkeit kontinuierlich - einzustellen,
wie es z. B. bei der Mikrofilmreproduktion erforderlich ist.
Zu diesem Zweck ist neben der Großeinstellung des Kopiermaßstabs
auch eine Feineinstellung vorgesehen. Die Steuerschaltung
ist der sehr genauen Einstellung entsprechend mit umfang
reichen Variationsmöglichkeiten versehen. Vom Standpunkt des
leichten, schnellen Kopierens, wie z. B. bei der täglichen
Büroarbeit, können derart feine Einstellmöglichkeiten für den
Benutzer mitunter hinderlich wirken.
In der DE-OS 26 26 521 ist ebenfalls ein Vervielfältigungsgerät
mit variabler Vergrößerung beschrieben. Dabei ist jedem
Maßstab ein Abtasthub zugeordnet. Mittels einer auf den
ausgewählten Maßstab ansprechenden Anordnung wird der
Abtasthub der Abtastvorrichtung auf näherungsweise die Größe
der Vorlagenauflageplatte begrenzt. Ein solches Gerät besitzt
Nachteile hinsichtlich des zeitlichen Kopiedurchsatzes bei
häufiger Benutzung, wie es beispielsweise in einem Büro üblich
ist.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein
Kopiergerät gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 derart
weiterzubilden, daß bei geringem schaltungs- und steuerungs
technischem Aufwand ein effizientes Kopieren gewährleistet
ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den im kennzeichnenden
Teil des Anspruchs 1 angegebenen Merkmalen gelöst.
Erfindungsgemäß ist also die Abtastvorrichtung auf eine
begrenzte Auswahl aus der Anzahl der möglichen Werte des
Abtasthubs steuerbar. Die Begrenzung der Auswahlvielfalt der
Abtasthübe ermöglicht eine Optimierung zwischen geringstem
schaltungs- und steuerungstechnischem Aufwand einerseits und
größter zeitlicher Effizienz andererseits, indem
beispielsweise Meßfühler und zugehörige Auswertschaltungen in
begrenztem Umfang, dafür aber mit erhöhter Zuverlässigkeit
anwendbar sind. Dadurch daß für die eingestellten Maßstäbe
Reihenfolge und Auswahl der Abfragen auf das ausgewählte
Format unterschiedlich sind, ist diese Optimierung besonders
wirkungsvoll. Beispielsweise kann für einen selten vorkommenden
Vergrößerungsmaßstab die Auswahl der für diesen Maßstab
einstellbaren Abtasthübe klein gemacht werden, da ein etwas zu
großer Abtasthub wegen des seltenen Kopierbetriebs bei diesem
Maßstab hinsichtlich der zeitlichen Effizienz weniger ins
Gewicht fällt als hinsichtlich des schaltungstechnischen
Aufwandes; dagegen wirkt sich beispielsweise bei dem am
häufigsten auftretenden Kopieren in dem Maßstab 1 : 1 eine
relativ große Auswahl einstellbarer Abtasthübe aufgrund eines
sehr gut an das Format anpaßbaren Abtasthubs besonders günstig
auf die zeitliche Effizienz aus, wofür ein etwas erhöhter
Steuerungsaufwand in Kauf genommen werden kann. Mit der für
den Benutzer einfachen Wahl von Vergrößerungsmaßstab und
Kopiermaterialformat bei optimaler, automatischer Anpassung
des geeigneten Abtasthubs zeichnet sich das erfindungsgemäße
Kopiergerät somit aufgrund seiner Benutzerfreundlichkeit und
effizienten Arbeitsweise bei relativ geringem Schaltungs- bzw.
Steuerungsaufwand aus.
Nachstehend wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen
unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine Schnittansicht eines Kopiergerätes, bei dem die
erfindungsgemäßen Maßnahmen anwendbar sind;
Fig. 2 eine Draufsicht des Steuerpults des in Fig. 1
dargestellten Kopiergerätes;
Fig. 3-1 und 3-2 die Steuerschaltung des in Fig. 1
dargestellten Kopiergerätes;
Fig. 4-1 bis 4-4 Ablaufdiagramme eines in der Steuerschaltung
verwendeten Steuercomputers;
Fig. 5-1 bis 5-6 Ablaufdiagramme eines in der Steuerschaltung
verwendeten Folge- oder Programmcomputers;
Fig. 6 eine Darstellung der Kombinationen aus Abbildungs
maßstab und Kopiermaterial- bzw. Kopierblattformat,
woraus auch die Kombinationen ersichtlich sind, für
die eine Warnung gegeben wird;
Fig. 7 eine Draufsicht des Vorlagenwagens des in Fig. 1
dargestellten Kopiergerätes;
Fig. 8 ein Schaltbild einer bei dem Kopiergerät nach Fig. 1
verwendeten Rücksetzschaltung;
Fig. 9 eine schematische Darstellung einer bei dem
Kopiergerät verwendeten Abtastvorrichtung mit
benachbarten Bauelementen;
Fig. 10 eine perspektivische Ansicht eines Teils der
Abtastvorrichtung;
Fig. 11 eine Draufsicht einer Linsensteuerscheibe der
Abtastvorrichtung;
Fig. 12-1 bis 12-2 Zeitsteuerdiagramme einer Linsensystemsteuerung.
In Fig. 1 ist eine Schnittansicht eines Kopiergeräts dargestellt,
bei dem die Erfindung anwendbar ist. Eine Trommel
1, auf deren Umfang dreilagiges, nahtloses, photoleitfähiges
Material vorgesehen ist, ist drehbar gehaltert
und wird durch einen Hauptmotor 21 in Pfeilrichtung gedreht,
der bei Betätigen einer Kopierstarttaste angeschaltet
wird. Nach Beendigung einer bestimmten Vorbereitungs-
Drehbewegung der Trommel und einer entsprechenden Vorbereitung
für die nachstehend noch beschriebene Potentialsteuerung
wird eine auf der Vorlagenplatte 36 angeordnete Vorlage
durch eine Lampe 23 beleuchtet, die fest mit einem ersten
Spiegel 24 verbunden ist; das reflektierte Licht wird
durch den ersten Spiegel 24 und einen zweiten Spiegel 25
abgetastet, die mit einem Geschwindigkeitsverhältnis von
1 : ½ bewegt werden, um vor einem Linsensystem 30 einen
konstanten Lichtweg zu erhalten. Das auf diese Weise
reflektierte optische Bild wird dann durch das Linsensystem
30, einen dritten Spiegel 26 und einen vierten Spiegel 29
übertragen und in einer Belichtungsstation auf der Trommel
1 scharf eingestellt.
Auf der Trommel 1 wird zuerst durch eine Vorbelichtungslampe
88 und einen Ladungsbeseitiger 2 die restliche Ladung
beseitigt; die Trommel 1 wird dann mittels eines Primärladers
3 beispielsweise positiv geladen und in der Belichtungs
station mit dem durch die Lampe 23 geschaffenen,
schlitzförmigen Bild streifenweise bildmäßig belichtet. Gleichzeitig mit
der bildmäßigen Belichtung wird die Trommel einer Wechselstrom-
Ladungsbeseitigung oder einer Ladungsbeseitigung mit
einer Polarität, welcher der der Primärladung entgegengesetzt
ist, beispielsweise mittels einer negativen Korona
entladung durch einen Sekundärentlader 4 und anschließend
durch eine Blitzbelichtungslampe 4 einer Gesamtbelichtung
unterzogen, wodurch auf der Trommel 1 ein Ladungsbild in Form eines
elektrostatischen latenten Bilds mit einem höheren Kontrast geschaffen
ist. Das latente Bild wird in einer Entwicklungsstation
7 durch Entwicklungsrollen in ein sichtbares Tonerbild
entwickelt und das Tonerbild mittels eines Transferladers 5
auf ein Kopiermaterial in Form eines Kopierblatts übertragen.
Das in einer oberen Kassette 13 oder einer unteren Kassette
14 untergebrachte Kopierblatt wird mittels einer Zuführrolle 11
oder 12 in die Einrichtung geführt und seitlich genau
gesteuert, mit Hilfe einer Ausrichtrolle 15 so zu der
Trommel 1 hin befördert, daß in der Übertragungsstation das
vordere Ende des Tonerbildes mit dem des Kopierblattes
übereinstimmt. Das Tonerbild auf der Trommel wird dann
während seines Durchgangs zwischen der Trommel und dem
Transferlader 5 auf das Blatt übertragen.
Nach der Bildübertragung wird das Blatt durch ein Trennband
von der Trommel 1 getrennt, dann über einen Blattfühler 16
durch ein Förderband 17 zu Fixierrollen 19 geleitet, wo das
übertragene Bild durch Wärme und Druck fixiert wird;
anschließend wird das Blatt über einen Blattfühler 18 durch
eine Austragrolle 42 in eine Ablage 31 ausgetragen. Um eine
sichere Beförderung des Blattes zu gewährleisten, ist ein
Gebläse 29 vorgesehen. Nach der Bildfixierung wird die
Fixierrolle 19 mit einer Gewebebahn 20 gereinigt.
Nach der Bildübertragung wird die Trommel 1 zur Oberflächen
reinigung durch eine Reinigungsstation,
welche eine Reinigungsrolle und eine elastische Schneide
aufweist, und zu dem nächsten Abbildungszyklus weiter
gedreht, während der rückgewonnene Toner über ein Rohr 45
in einem Behälter 43 für bereits benutzten Toner gesammelt
wird.
Fig. 2 ist eine Draufsicht auf das Steuerpult des Kopiergerätes,
wobei dargestellt sind: Tasten 55 zum Auswählen der oberen
oder unteren Kassette, ein verschiebbarer Hebel zum Einstellen
des Kopierschwärzungsgrades, wobei mit der Zahl
"5" ein normaler Schwärzungsgrad bezeichnet ist, Ziffern
tasten 53 zum Eingeben der Anzahl Kopien, eine Löschtaste
71 zum Löschen der eingegebenen Kopienanzahl, eine Unter
brechungstaste 51 zur Durchführung eines anderen Kopier
vorgangs, bevor die durch die Tasten 53 eingestellte Kopien
anzahl erzeugt worden ist, eine Kopierstarttaste 52 zum
Starten des Kopiervorgangs, eine Stopptaste 50 zum Unterbrechen
eines fortlaufenden Kopiervorgangs, Tasten 57 bis
59 zum Auswählen eines Normal-, eines Vergrößerungs- oder
eines Verkleinerungs-Kopiervorgangs, Anzeigeeinrichtungen
60 bis 62 zum Anzeigen des gewählten Abbildungs- bzw. Kopiermaßstabs bei
einem Verkleinerungskopieren, bei dem Vergrößerungskopieren
oder bei dem Normalkopieren, wobei das Vergrößerungskopieren
angewendet wird, um ein A-Format in ein entsprechendes
B-Format umzusetzen, während das Verkleinerungs
kopieren fünf verschiedene Möglichkeiten durch
Kombination eines Bildverkleinerungsverhältnisses von 0,67
oder 0,79 und entsprechender Bildgrößen aufweist, eine
Anzeigeeinheit 72, welche den oberen oder unteren Kassetten
behälter anzeigt, der durch die Kassettenwähltasten ausgewählt
worden ist, und Anzeigeeinheiten 56, die die Art der
Kassette anzeigen, die in dem gewählten Kassettenbehälter
untergebracht ist, wobei die Anzeigen 56 intermittierend
aufleuchten, wenn eine Taste 59 für Verkleinerungskopieren
betätigt wird und dies nicht zu dem Kopiermaterial- bzw. Blattformat einer
gewählten Kassette paßt. Ferner sind dargestellt: Alarmanzeige
einrichtungen 63 bis 67, welche passende Bildmuster entsprechend
Alarmsignalen des Kopiergeräts anzeigen, wobei
ein Blattstaualarmsignal 63 im Falle eines Blattstaues in dem
Kopiergerät aufleuchtet, ein Blatt/Kassetten-Alarmsignal 64 bei
Fehlen einer Kassette in dem ausgewählten Kassettenfach oder
bei Fehlen von Kopierblättern in der ausgewählten Kassette
aufleuchtet, ein Alarmsignal 65 aufleuchtet, wenn der Behälter 43
für den rückgewonnenen Toner mit dem benutzten und
rückgewonnenen Toner gefüllt ist, ein Entwickleralarmsignal 66 aufleuchtet,
wenn die Entwicklermenge in der Entwicklungsstation eine
vorgegebene Menge unterschreitet, und ein Tastenzähleralarmsignal 67
aufleuchtet, wenn kein Tastenzähler 37 oder 38 des
Kopiergerätes gesetzt ist; eine Warteanzeige 70, welche aufleuchtet,
solange nach dem Anschalten der Energiezufuhr die
Temperatur der Fixierheizeinrichtung niedriger als ein
bestimmter Wert ist, und welche erlischt, wenn der Warte
vorgang beendet ist, nachdem die Temperatur den festgelegten
Wert erreicht hat; eine Kopiezahlanzeige 68, welche Zahlen
von 1 bis 69 in einer 7-Segment-Anzeige anzeigen kann und
die durch die Zifferntasten 53 eingestellte Kopienanzahl
oder die während des Kopiervorgangs gezählte Kopienanzahl
anzeigt und automatisch auf eine Anzeige "01"
zurückkehrt, wenn nach Beendigung eines Kopiervorgangs 60 s
verstrichen sind oder wenn die Löschtaste 71 oder die Unter
brechungstaste 51 betätigt werden, und eine Unterbrechungs
anzeige 69, welche bei Betätigen der Unterbrechungstaste
51 aufleuchtet und nach Beendigung des Unterbrechungs
kopiervorgangs erlischt.
In Fig. 3-1 ist ein Schaltbild der Steuerschaltung des in
Fig. 1 dargestellten Kopiergerätes wiedergegeben. In der Steuerschaltung
sind ein Mikrocomputer Q 102 (der nachstehend als
Steuermikrocomputer bezeichnet wird) zum Steuern der
Eingangssignale für die verschiedenen, in Fig. 2 dargestellten
Tasten, der Anzeigefunktionen der Anzeigeeinrichtungen
56, 60 bis 62, 68, 69 und 72 und zum Informieren über den
Beginn des Kopiervorgangs, und ein Mikrocomputer Q 101 (der
nachstehend als der Folge- oder Programmikrocomputer
bezeichnet wird) zum Steuern des Hauptmotors, eines Hoch
spannungstransformators usw. für den Kopiervorgang
vorgesehen. Der Steuermikrocomputer Q 102 ist ein Einchip
mikrocomputer mit einem Festwertspeicher zum Speichern der
Programme, die in den Ablaufdiagrammen der Fig. 6-1 bis 6-4
dargestellt sind, einem Randomspeicher zum Speichern der
Verfahrens-Zeitsteuerdaten in der Folgesteuerung, einer mittels
der Tasten 53 gewählten Kopienanzahl, einer gezählten
Kopienanzahl, eines durch die Tasten 57 bis 59 gewählten Abbildungs
maßstabs, der gezählten Kopienanzahl im Falle einer Unter
brechung, Daten der gewählten Kassette, die im Falle
einer Unterbrechung abgeleitet werden, Eingabe-, Ausgabe- und
Ein/Ausgabe-Anschlüssen für eine Signaleingabe und -ausgabe,
und einer zentralen Verarbeitungseinrichtung zum Durchführen
der Programme, die in dem Festwertspeicher entsprechend
der Taktimpulse 0 von einem Taktgenerator 700 gespeichert
worden sind. Der Mikrocomputer Q 101 ist ähnlich
wie der Mikrocomputer Q 102 ein Einchipmikrocomputer und hat
einen Festwertspeicher, der die in den Ablaufdiagrammen der
Fig. 7-1 bis 7-6 dargestellten Programme speichert.
Ferner sind noch dargestellt:
Anschlußchips Q 103 bis Q 105, um 5 E/A-Anschlußeinheiten
der Mikrocomputer auf 13 Einheiten zu dehnen;
Anzeigeschaltungen 800, die denen auf dem Steuerpult
entsprechen und mit Anschlußeinheiten 04 und 05 des Steuer
mikrocomputers verbunden sind; eine Tastenmatrix 801, die den
Eingabeschaltungen der vorerwähnten Tasten entspricht und
mit einer Anschlußeinheit i 5 des Computers verbunden ist,
ein Taktimpulsgenerator 802, der mit einer Programm
unterbrechungseinheit des Computers Q 102 verbunden ist, um
Fühlersignale zum Abtasten der Tastenmatrix 801 und der Anzeige
schaltungen 800 zu erzeugen, wobei die Taktimpulse wiederholt
von einer Einheit 04 nach einer Frequenzteilung
freigegeben werden, und zwei Schalter 803 (die Schaltern
201 und 202 in Fig. 13 entsprechen), zum Erzeugen von Kombinationssignalen
für das Normalkopieren, das einer Linsensystemstellung
30-1 in Fig. 1 entspricht, für das Vergrößerungskopieren,
das einer Linsensystemstellung 30-2 entspricht, für das
Verkleinerungskopieren mit einer Verkleinerung von 0,79,
das einer Linsensystemstellung 30-3 entspricht, oder für
das Verkleinerungskopieren mit einer Verkleinerung von
0,67, das einer Linsensystemstellung 30-4 entspricht.
Acht Schalter 804, die in Vierergruppen für
jede Kassette aufgeteilt sind, werden durch die an der
Kassette vorgesehenen Nocken betätigt, um die Größe der
oberen und unteren Kassette 13, 14 festzustellen, wobei
drei Schalter in jeder Vierergruppe Ein-Aus-Kombinationen
von acht Größen anzeigen, die durch die Anzeigeeinheit
56 dargestellt werden. Ein Schalter 806, der einem
Schalter 41 in Fig. 1 entspricht, wird betätigt, wenn ein
Kopierblatt von Hand entlang der Abdeckung der oberen Kassette
13 eingeführt wird, so daß die Rolle 11 das Blatt erfaßt
und ein Einzelblattkopieren entsprechend einer
manuellen Einführfolge durchgeführt
wird. Ein Schalter 807 stellt das Fehlen von Toner in der
Entwicklungsstation 7 fest. Ein Schalter 808 stellt einen
offenen oder einen schlechten Kontakt des Tastenschalters
fest und steuert die vorerwähnte Anzeigeeinheit.
Eine Schaltung 805 zum Einstellen
des Linsensystems in eine der vorerwähnten Stellungen
wird entsprechend der Betätigung der Tasten 59 und des
Schalters 803 gesteuert.
Weiterhin sind dargestellt: Signalleitungen 809 für eine
Datenübertragung zwischen den Mikrocomputern Q 101 und Q 102
wobei Pfeile die Richtung von Datenanforderungssignalen
oder einer Datenübertragung anzeigen; eine Kupplungsschaltung
810 zum Anschalten der Ausrichtrolle; eine Kupplungs
schaltung 811 zum Umkehren des Spiegelsystems nach der
Durchführung eines Belichtungsschrittes; eine Ansteuer
schaltung 812 für einen Entwicklungsmotor; eine Steuerschaltung
814 zum Steuern von Hochspannungstransformatoren für den
Primärlader usw.; ein Schalter 815, der an der Spiegel
umkehrstelle vorgesehen ist, um die Spiegelumkehr zu bewirken;
ein Schalter 816 zum Erzeugen von Zeitsteuersignalen für die
Ausrichtung; ein Ausgangsstellungsschalter
817, der geschlossen wird, wenn das Spiegelsystem
sich in der Ausgangsstellung befindet; ein Trommel-
Taktimpulsgenerator 818, der einen Photounterbrecher zum
Erzeugen von Impulssignalen und eine Scheibe aufweist, die
koaxial mit dem Hauptmotor gedreht wird; eine Hauptmotor
schaltung 819 zum Drehen der Trommel, mit welcher die oben
und nachstehend erwähnten Kupplungen verbunden sind; eine
Schaltung 820 für die Lampe 10, welche näherungsweise entgegengesetzt
zu der Belichtungslampe 32 aufleuchtet;
eine Kupplung 821 zum Verschieben des Spiegel
systems für eine Abtastbelichtung; eine Schaltung 822 für
die Belichtungslampe 23; eine Schaltung 823 zum Ausschalten
der Fixierheizeinrichtung, sobald eine Abweichung in dem
Kopiergerät festgestellt wird; eine Kupplung 824 zum Betätigen
der Zuführrolle 11 oder 12; eine Schaltung 825 zum
Inkrementieren des Tastenzählers; eine Staufühlschaltung 826 für
den Sortierer 46, die ein Stausignal abgeben kann, wenn ein
Schalter 47, der am Eingang zu dem Sortierer vorgesehen
ist, durch ein Blatt länger als ein vorbestimmter Zeitabschnitt
betätigt wird, wobei der Mikrocomputer Q 101 eine
Anzeige auf der Anzeigeeinheit 68 entsprechend diesem Signal
gibt; und ein mechanisches Verriegelungsrelais
827, das eingestellt wird, wenn ein Blatt in dem Sortierer
festklemmt. Der Folgerechner Q 101 prüft den Zustand des
Relais über den Eingang i 4 des Chips Q 104. Das Unterbinden
des Kopierens wird beendet, wenn das Relais entregt wird,
wodurch die Anzeigeeinheit 68 bezüglich der Anzeige eines
Blattverlustes bei dem Stau rückgesetzt wird und eine Zahl
anzeigt, die der vorher gezählten Kopieanzahl minus dem
Blattverlust bei dem Stau entspricht.
Die Anzeigeeinheit 68 zeigt am Anfang eine Zahl "01", dann
eine Zahl, die durch die Zifferntasten eingegeben worden
ist, dann eine Zahl, die nacheinander bei jeder Blattzuführung
während des Kopiervorgangs niedriger wird, und
zeigt dann wieder die eingegebene Zahl bei der Umkehr des
Abtastsystems an, um ein Wiederholen eines Kopiervorgangs
für dieselbe Kopienanzahl zu erleichtern. Die Zahl wird
jedoch nach Verstreichen von 60 s auf "01" rückgesetzt.
Wenn durch den Mikrocomputer Q 102 eine Abweichung
festgestellt wird, beispielsweise ein Ausfall in der Vorwärts-
und Rückwärtskupplung, der durch das Nichterscheinen der Spiegel an
einer bestimmten Stelle zu einem gewissen Zeitpunkt angezeigt wird,
eines Ausfalls in dem Trommel-Taktimpulsgenerator 818, der
ein längeres Impulsintervall abgibt als das Normalintervall,
ein gebrochener Thermistor für eine Temperatursteuerung
der Fixierheizeinrichtung usw., gibt die Anzeigeeinheit
68 eine Fehleranzeige, beispielsweise "E 1", . . . "E 3",
durch die der Ausfall im einzelnen angegeben wird. Die Anzeige
kehrt dann auf die vorherige Zahl zurück, wenn der
ausgefallene Teil repariert wird. Eine Fehleranzeige "EO"
wird dann gegeben, wenn ein Bereitschaftssignal von dem
Sortierer 46 nicht erhalten wird, und wird in einem ähnlichen
Fall wie oben beschrieben, rückgesetzt.
In der vorliegenden Ausführungsform kann das Verkleinerungs-
oder das Vergrößerungskopieren unabhängig von der gewählten
Kassettengröße durchgeführt werden; ein derartiger Kopier
vorgang ist jedoch nicht vollständig unabhängig von der
Funktion des Größendetektors 804; eine entsprechende
Größe wird durch ein intermittierendes Aufleuchten nur
dann angezeigt, wenn ein Verkleinerungs- oder Normalkopieren
gewählt ist, und zwar dann, wenn eine nicht entsprechende
Größe gewählt ist. Gleichzeitig wird
die verwendete Blattgröße angezeigt; diese
Anzeigen erleichtern der Bedienungsperson die Entscheidung
wesentlich. Eine Anzeige der entsprechenden Größe wird bei
einem Vergrößerungskopieren nicht gegeben, da der Abtasthub
immer entsprechend der Größe B4 im Hinblick auf die
Möglichkeit eines teilweisen Vergrößerungskopierens gewählt
wird; eine derartige Anzeige ist jedoch erforderlichenfalls
noch möglich.
Bei der vorliegenden Ausführungsform wird der Abtasthub für
das Vergrößerungskopieren nicht entsprechend der größten
Kassettengröße A3, sondern entsprechend der zweitgrößten
Kassettengröße B4 gewäht; es ist allerdings im Falle eines
größeren Abbildungsmaßstabs möglich, einen Hub entsprechend
dem drittgrößten Kassettenformat A4 oder, allgemein ausgedrückt,
der n-ten Kassettengröße zu wählen. Wenn
mehrere Vergrößerungsvorgänge vorgesehen werden, können die
Abtasthübe beispielsweise entsprechend den n-ten und den
(n+1)-ten Kassettengrößen gewählt werden. Auf diese
Weise wird der Abtasthub so gewählt, daß das sich ergebende
Bild niemals das größte Format A3 überschreitet, wobei jedoch
das Übermaß des Abtasthubs auf ein Minimum
herabgesetzt und die Geschwindigkeit bei sich
wiederholenden Kopiervorgängen vergrößert wird.
Nunmehr wird anhand von Fig. 3-2 die Anzeigeschaltung 800
beschrieben, welche insgesamt mit einer DC-Steuerplatte verbunden
ist, die den in Fig. 3-1 dargestellten Mikrocomputer
Q 102 aufweist, so daß die Anschlüsse für Tastenabtast-
Fühlersignale DIGIT 1 bis 6, Tastenabtast-Ausgangssignale
KEY 1 bis 3, dynamische Anzeigeziffernsignale JD- 1, 2, 4, 5,
6 und dynamische Anzeige-Segmentsignale SEG-a bis g alle
mit dem Mikrocomputer Q 102 verbunden sind.
Leuchtdioden LED801, die eine 7-Segment-Ziffernanzeige
mit zwei Ziffern darstellen, entsprechen der in
Fig. 2 dargestellten Anzeigeeinheit 68, und die Leuchtdioden
LED802 bis 808, 818 und 819 der
in Fig. 2 dargestellten Kassettengröße-Anzeigeeinheit 56.
Leuchtdioden LED809 bis 813, 814 und 815 entsprechen
jeweils den Anzeigen 60, 61 und 62 für das in
Fig. 2 dargestellte Verkleinerungs-, Vergrößerungs- und
Normalkopieren (M und 1 : 1 in Fig. 3-2, die ein Vergrößerungs-
und Normalkopieren darstellen) und Leuchtdioden
LED816 und 817 der Anzeige 72 für die Wahl des oberen
oder unteren Kassettenfachs. Die vorerwähnten Dioden LED801
bis 819 erhalten Impulse von +24 V der Anzeigeziffernsignale
JD- 1 bis JD- 6 in den dargestellten Kombinationen und
werden selektiv auch in den dargestellten Kombinationen
mit einer 0 V Leitung als die Segmentsignale SEG-a bis SEG-g
verbunden, wodurch eine dynamische Anzeige erreicht wird.
Nunmehr wird die Arbeitsweise der Steuerschaltung anhand
der in Fig. 5-1 bis 5-6 dargestellten Ablaufdiagramme
beschrieben. Bei Anschalten des Netzschalters 501 und eines
Unterschalters SW 1 und vor dem Kopierzyklus werden Schritte
durchgeführt, um die Temperatur der Fixierrolle 19 zu erhöhen,
während der Hauptmotor, d. h. die Trommel 1 und die
Fixierrolle 19 unwirksam bleiben (Schritte 70 und 71 in dem
in Fig. 5-1 dargestellten Ablaufdiagramm). Wenn
die Fixierrolle 19 eine erste vorgegebene Temperatur
(150°C) überschreitet, werden die Schritte 72 und 73 durchgeführt,
bei welchen der Hauptmotor mit einer niedrigen
Drehzahl gestartet wird und die Blitzbelichtungslampe 9,
die Vorbelichtungslampe 8 und die Leerbelichtungslampe 10
aufleuchten, um die Trommel 1 zu beleuchten, bis die
Fixierrolle 19 eine zweite vorgegebene Temperatur (170°C)
erreicht, während eine Hochspannung während einer vollen
Umdrehung der Trommel 1 an den Sekundärlader 4 angelegt
wird. Ein Schritt 71-2 durchgeführt, um festzustellen, ob die hintere
Tür des Kopierers offen ist; wenn dem so ist, wird die
Wartelampe bei Erreichen der zweiten Temperatur von 170°C
abgeschaltet, um auf das Eingeben eines Kopierstartsignals
zu warten, wobei dann der Kopiervorgang ohne eine zusätzliche
Trommeldrehung für die Trommelpotential-Stabilisierung
möglich ist.
Wenn die Fixierrolle die zweite festgelegte Temperatur
erreicht hat, werden die Vorbereitungs-Drehschritte 74 und 75
durchgeführt, bei welchen der Hauptmotor 21 eine volle
Umdrehung mit hoher Drehzahl gedreht wird und an den Vorladungs-
Beseitiger 2, den Primärlader 3, den Sekundärlader 4
und den Transferlader 5 hohe Spannungen angelegt werden, die
einer solchen schnellen Drehung entsprechen, wodurch hohe
Spannungen an die ganze Oberfläche der Trommel 1 angelegt
werden. Beim Umschalten der Trommeldrehzahl wird das einer
hohen Drehzahl entsprechende Ansteuersignal von dem Mikro
computer Q 101 30 ms angelegt, nachdem das einer niedrigen
Drehzahl entsprechende Ansteuersignal abgeschaltet ist, um
einen Stoß bei der Drehzahlumschaltung zu vermeiden.
Gleichzeitig wird ein Schritt 76 durchgeführt, um die
Verschiebung des Linsensystems 30 zu der Stelle 30-1 für ein
Normalkopieren einzuleiten, wenn es sich nicht bereits in
dieser Stellung befindet.
Nach einer vollen Umdrehung der Trommel 1 wird in mehrfacher Wiederholung ein Schritt
77 durchgeführt, bei welchem das Trommel-Oberflächenpotential
VSL, wobei die Leerbelichtungslampe angeschaltet ist, und
das Trommeloberflächenpotential VD, wobei die Leerbelichtungslampe
abgeschaltet ist, nacheinander mit einem Potentialfühler 44
gemessen werden.
Wenn dann bei einem Schritt 77-1 erkannt wird, daß sich
das Linsensystem 30 an der Stelle 30-1 in Fig. 1 für das
Normalkopieren befindet, wird das optische System 24, 25
beim Schritt 77-2 in die Ausgangsstellung gebracht, wenn
es sich nicht bereits in dieser befindet; eine
Normalweiß-Platte 45, die den weißen Untergrund der Vorlage
darstellt, wird mit der Vorlagenbeleuchtungslampe 23 beleuchtet
und das Potential VL auf der Trommel 1 wird mit dem
Potentialfühler 44 gemessen. Das Messen des Potentials VL
wird mehrmals wiederholt.
Nach Durchführung der vorstehend beschriebenen Steuerung wird im
Schritt 68 der Wartezyklus beendet, und es ist ein Kopieren möglich.
Die in Fig. 5-5 dargestellten Schritte 570 und 571
bestehen aus etwa 1/5 Umdrehung der Trommel, wobei der
Sekundärlader 4 angeschaltet ist, dann aus zirka ½ Umdrehung
der Trommel, wobei der Sekundärlader 4 mit einer niedrigeren
Spannung erregt wird, und aus einer Trommeldrehung,
wobei allein mit Licht bestrahlt wird, bis das Kopierblatt
ausgeworfen wird.
Wenn die Kopierstarttaste bei einem Schritt 573 betätigt
wird, und die entsprechenden Daten von dem Mikrocomputer
Q 102 an den Folgecomputer Q 101 übertragen werden, ändert
sich das Vorverfahren bei einem Schritt 574 vor dem Anlaufen
des Kopierzyklus entsprechend der Restzeit der Trommel
1 und dem gewählten Abbildungsmaßstab.
Nach Durchführen des vorbeschriebenen Vorverfahrens wird
der Kopierzyklus entsprechend den in Fig. 5-1 dargestellten
Diagrammen B und C eingeleitet.
Bei einer Trommelruhezeit zwischen 60 s und 2 h wird die Trommel
zuerst mit hoher Drehzahl gedreht und dann beim Verkleinerungs-
oder Vergrößerungskopieren auf niedrige Drehzahl
umgeschaltet, um dadurch die vorbeschriebenen Vorbereitungs
schritte innerhalb kurzer Zeit durchzuführen.
Entsprechend einem Kopierstartbefehl von dem Steuermikro
computer Q 102 steuert der Folgemikrocomputer Q 101 die Trommel
auf eine hohe Drehzahl im Falle des Normalkopierens während der
Schritte 78 und 79 bei einem Betrieb B oder während eines
Schrittes 79 bei einem Betrieb C und steuert mit einer
Verzögerung von 30 ms bei einem Schritt 80 im Falle des
Verkleinerungs- oder Vergrößerungskopierens die Trommel auf niedrige
Drehzahl. Dann schaltet er beim Schritt 81 die Verfahrens
abläufe an und überträgt ein Signal, das die Linsensystem
verschiebung betrifft, an den Steuermikrocomputer
Q 102, welcher dann das Linsensystem in eine der gewünschten
Bildvergrößerung entsprechende Stellung entsprechend einem
in Fig. 4-4 dargestellten Ablaufdiagramm bringt. Da die Linsen
systemeinstellung nach dem Start des Kopierzyklus auf
diese Weise durchgeführt wird, kann eine unnötige Verschiebung
des Linsensystems aufgrund einer Änderung des Abbildungs
maßstabs vermieden werden, so daß auf diese Weise die
durch die Linsenverschiebung hervorgerufenen Geräusche und
der Stoß verringert werden.
Bei dem Verkleinerungs- oder Vergrößerungskopieren wird die
Trommel beim Schritt 83 um eine weitere Umdrehung gedreht,
um nach dem Umschalten von der hohen auf die niedrige Drehzahl die
Rotation und das Potential der Trommel zu stabilisieren und um sie
zu reinigen. Die Linsensystemeinstellung durch den Steuermikrocomputer Q 102
wird während der Vorbereitungsdrehung durchgeführt. Die
Potentialmessung wird beim Schritt 171 durchgeführt, um eine
festgesetzte Entwicklungsvorspannung erst dann zu erhalten,
wenn das Linsensystem verschoben ist.
Der Folgemikrocomputer Q 101 fordert dann die Daten für einen
Abbildungsmaßstab von dem Steuermikrocomputer Q 102 an;
nach der Feststellung des Vergrößerungskopiervorgangs beim
Schritt 172 setzt er beim Schritt 173 Daten in dem Direktzugriffs
speicher, um das Abtastsystem in der Mitte von drei Umkehrstellen
umzukehren. Folglich wird der Abtasthub bei dem
Vergrößerungskopieren bei der der mittleren Umkehrstelle
entsprechenden Größe B4 unabhängig von dem gewählten
Kassettenformat gewählt.
Bei dem ersten Verkleinerungskopieren mit einer Vergrößerung
von 0,79 (Schritt 173) fordert der Folgemikrocomputer
Q 101 die Daten für das gewählte Kassettenformat von dem
Steuermikrocomputer Q 102 an, stellt dann beim Schritt 174 fest,
ob die gewählte Kassette das Format B5 hat, und wenn dem so
ist, setzt er die Daten in dem Direktzugriffsspeicher für eine
Umkehr bei der kürzeren, der Größe A4 entsprechenden Stelle
(Schritt 175). Wenn dies nicht der Fall ist, stellt der Folge
mikrocomputer anschließend fest, ob die Kassette das Format
A4R, A4, B5R oder u2 hat und setzt die Daten in dem Random
speicher für eine Umkehr an der längsten, der Größe A3
entsprechenden Stelle, wenn die Identifizierungen alle
ausbleiben (Schritt 176). Die vorerwähnte mittlere Umkehr
stelle wird gesetzt, wenn eine der Identifizierungen zur Bestätigung
führt. Die Größe "u2" zeigt eine kleine Kassette an, in
der verschiedene kleine Blätter, wie beispielsweise Postkarten
untergebracht werden können.
Auch bei dem zweiten Verkleinerungskopiervorgang mit einem
Maßstab von 0,67 (Schritt 177) wird die mittlere Umkehr
stelle für eine der Kassettenformate A4, B4, u2 und B5R
gewählt; die der vollen Größe entsprechende Umkehrstelle
wird gewählt, wenn die gewählte Kassette nicht den Formaten
entspricht.
Bei einem Normalkopiervorgang wird die der vollen Größe
entsprechende Umkehrstelle für das Kassettenformat A3,
die der halben Größe entsprechende Umkehrstelle für die
Kassettenformate A4, B5 oder u2 und die mittlere Umkehrstelle
für andere Formate gewählt.
Auf diese Weise wird eine geeignete Umkehrstelle entsprechend
dem Abbildungsmaßstab und der gewählten Kassette bestimmt,
wodurch eine unnötige Abtastbewegung vermieden ist.
Der Kopiervorgang ist bei einer dieser Kombinationen möglich,
kann aber bei der bestimmten Kombinationen
nur bei dem zweiten Verkleinerungskopiervorgang
gesperrt werden.
In Fig. 6 sind die Kombinationen dargestellt, wobei doppelt
eingerahmte Felder entsprechende Kombinationen des
Abbildungsmaßstabs und des gewählten Kassettenformats anzeigen.
In Fig. 7 ist die Lage und Richtung der Vorlage auf der
Glasplatte dargestellt; die Blätter in den Kassetten
sind in derselben Richtung wie die Vorlagen anzuordnen. Die
Kassette A4R oder B4R ist vorgesehen, um die Blätter des
Formats A4 oder A5 in senkrechter Richtung zu halten. Falls
eine ungeeignete Kassette gewählt wird, werden die geeigneten
Kassetten entsprechend einem in Fig. 4-3 dargestellten
Ablauf angezeigt.
Gemäß Fig. 5-3 wird bei einem Schritt 271 der Blattzähler, der
die Blattzahl in dem Kopierer anzeigt, der Gesamtzähler
und der Tastenzähler schrittweise weitergeschaltet;
beim Schritt 272 wird die obere Kassettenrolle gesteuert,
wobei festgestellt wird, ob der manuelle Einführschalter
betätigt wird. Beim Schritt 273 wird die Rolle 11 oder 12
entsprechend den Kassettenfachdaten von dem Steuermikrocomputer
Q 102 angeschaltet. Das Solenoid zum Weiterstellen des
Gesamtzählers und des Tastenzählers wird danach entregt.
Nach einer bestimmten Verzögerung, die durch Zählen der
Trommeltaktimpulse gemessen wird, wird beim Schritt 274 die
Entwicklungsvorspannung an der Entwicklungsstation angelegt,
die Leerbelichtungslampe aus- und die Vorlagenbelichtungs
lampe angeschaltet. Dann wird beim Schritt 275
bestätigt, daß das Abtastsystem sich in der Ausgangs
stellung befindet; beim Schritt 276 wird für das
Abtastsystem ein Vorwärtsstartsignal abgegeben.
In diesem Zustand wird dann eine von vier Vorwärtskupplungen
entsprechend dem Abbildungsmaßstab gewählt, um das Linsen
system und die Spiegel mit einer entsprechend dem Maßstab
und der Trommelumfangsgeschwindigkeit festgelegten
Abtastgeschwindigkeit zu verschieben, wobei die Abtast
geschwindigkeit 270 mm/s für das Normalkopieren, 240 mm/s
für das Verkleinerungskopieren bei einer Vergrößerung von
0,79, 284 mm/s für das Verkleinerungskopieren bei einer
Vergrößerung von 0,67 und 145 mm/s für ein Vergrößerungskopieren
beträgt. Bei einem in Fig. 5-4 dargestellten Schritt 371
wird ein Signal abgegeben, um die Ausrichtrolle 15 während
der Vorwärtsverschiebung zu starten; beim Schritt
372 wird das Eintreffen des Abtastsystems an der in dem
Direktzugriffsspeicher gespeicherten Stelle durch ein Signal von
dem in Fig. 3-1 dargestellten Schalter 815 festgestellt.
Beim Schritt 373 wird dann die Leerbelichtungslampe angeschaltet,
die Vorwärtsverschiebung des Abtastsystems abgeschaltet
und die Umkehrkupplung eingekuppelt. Die Vorlagen
belichtungslampe wird - außer bei einem Verkleinerungs
kopieren, wo sie mit einer Verzögerung abgeschaltet wird - zu
diesem Zeitpunkt abgeschaltet. Das Abtastsystem wird in
der Ausgangsstellung beim Schritt 470 gestoppt.
Anschließend werden beim Schritt 570 die Verfahrensabläufe
angeschaltet und das Nachdrehprogramm eingeleitet; beim
Schritt 571 wird die Trommel angehalten, nachdem das
Ausstoßen der Kopie durch den Schalter 18 festgestellt worden
ist. Danach wird der vorerwähnte Programmablauf in Abhängigkeit
davon durchgeführt, ob die Ruhezeit bis zu dem
nächsten Kopierstartsignal kürzer als 60 s ist. Falls der
Kopierer 2 h nicht benutzt wird, wird die Energiezufuhr außer
an dem Mikrocomputer abgeschaltet.
Die in Fig. 5-6 dargestellten Unterprogrammabläufe werden
in jeder geschlossenen Schleife gemäß Fig. 5-1 bis 5-5 durchgeführt.
Sie sind vorgesehen, um Datenübertragungen zwischen
den Rechnern Q 101 und Q 102 zu steuern, um einen Zähler zu
dekrementieren, der für eine Anzeigekorrektur in dem Kopierer
entsprechend dem Feststellen des Blattausstoßes durch
den Fühler 18 vorgesehen ist (Schritt 607), um einen
Ausfall anzeigende Daten an den Steuermikrocomputer Q 102 zu
übertragen, sobald ein Ausfall an dem Thermistor festgestellt
wird (Schritt 596), und um ähnliche Daten zu übertragen,
wenn durch einen Zeitgeber eine Störung in den
Vorwärts-Umkehrkupplungen (Schritt 598) oder eine Störung
in dem Trommel-Taktimpulsgenerator festgestellt wird. Bei
einem solchem Fehler oder Ausfall schaltet das Programm
den Hauptmotor usw. ab und kehrt zu dem Unterprogramm zurück,
um den in Fig. 5-1 dargestellten Energiezustand
festzustellen.
Entsprechend den Daten führt der Steuermikrocomputer Q 102
eine Anzeige, wie "E 1", "E 2" usw. auf der Anzeigeeinheit
68 durch. Der Hauptmotor M 1, der hauptsächlich zum Antreiben
der photoempfindlichen Trommel, der Fixierrollen usw.
vorgesehen ist, wird in der vorliegenden Ausführungsform
in beiden Richtungen angetrieben, um die Trommeldrehzahl in
zwei Stufen zu steuern.
Um eine Drehzahlumsetzung zum Regulieren der Kopierverfahren-
Geschwindigkeit zu erreichen, ist in Fig. 3-3 ein
gemeinsamer Anschluß J 11-1 des Hauptmotors M 1 mit einem
Anschluß der Energiequelle verbunden, während ein Anschluß
J 11-2 der Hauptwicklung und ein Anschluß J 11-3 der
zusätzlichen Wicklung, zwischen welchen ein Phasenschieber-
Kondensator C 1 vorgesehen ist, mit dem anderen Anschluß der
Energiequelle über Festkörperrelais Q 304 und Q 305 verbunden
sind, welche angeschaltet werden, um den Motor M 1 in
der Vorwärts- oder Umkehrrichtung zu drehen.
Zur Synchronisierung der Trommeldrehzahländerung werden die
Ausgänge der Transformatoren für die Primär- und Sekundärlader,
für den Übertragungslader und für die die vorläufige Ladung
beseitigende Einrichtung, wenn sie angeschaltet waren,
mit einem Verhältnis von 1 : 0,7 geändert, welches gleich dem
Trommeldrehzahl-Änderungsverhältnis ist, da deren Ausgangs
spannungsverhältnis das annähernd gleich dem Trommeldrehzahl
verhältnis ist, sich, wie Versuche gezeigt haben, hierfür
als ausreichend erwiesen hat. Bei einem derartig herabgesetzten
Ausgangswert der Verarbeitungseinrichtung, der der
niedrigen Trommeldrehzahl entspricht, kann die Bildverarbeitung
mit geeigneten Potentialen durchgeführt werden,
wodurch unabhängig von dem Abbildungsmaßstab ein
konstantes Bild erzeugt wird. Die Stärke der Beleuchtungslampe
25 wird derart geregelt, daß sich entweder entsprechend der
Linsensystemstellung oder indirekt entsprechend der Umfangs
geschwindigkeit der Trommel eine konstante Belichtung auf der
Trommel ergibt. Es kann auch die
an die Lampe angelegte Spannung entsprechend dem Schalten
der Trommelumfangsgeschwindigkeit gesteuert werden.
Bei der vorliegenden Ausführungsform werden die nach
träglichen Drehschritte nach einem Verkleinerungs- oder
Vergrößerungskopieren bei der niedrigen Trommelgeschwindigkeit
durchgeführt; falls eine Anweisung für ein Normalkopieren an den Computer
Q 102 erfolgt und ein Kopierstartsignal eingegeben
wird, wird die Trommel nicht unmittelbar auf eine hohe
Drehzahl geschaltet, sondern der Hauptmotor wird bei der
Umkehrdrehrichtung abgeschaltet und mit einer Verzögerung
von 30 ms in die Vorwärtsrichtung erst geschaltet, nachdem
die nachträgliche Drehbewegung beendet ist. Folglich kommt
es zu keiner Potentialungleichmäßigkeit, die durch eine
Änderung der Trommeldrehzahl während der Nachdrehbewegung
hervorgerufen wäre. Bei dem Drehzahl-Änderungsverfahren
dieser Ausführungsform kann von Hand oder automatisch
eine Drehänderung aufgrund einer Frequenzänderung ausgeglichen
werden.
Nunmehr wird die Arbeitsweise des Steuermikrocomputers
Q 102 (der nachstehend der Kürze halber oft auch als Mikro
computer, Steuercomputer oder nur als Computer Q 102 bezeichnet
wird) anhand der Fig. 4-1 bis 4-4 beschrieben. Gemäß
Fig. 4-1 löscht und initialisiert der Mikrocomputer Q 102 nach einem Anschalten der
Energiequelle die E/A-Einheiten und
den Direktzugriffsspeicher beim Schritt 60, bestätigt dann die
Durchführung der Rücksetzung des Folgemikrocomputers Q 101
beim Schritt 61 und initialisiert die Steuerfunktion. Der
folgende Schritt 62 ermöglicht eine Programmunterbrechung.
Ein Signal von 1,2 kHz eines Oszillators wird zur Durchführung
einer Unterbrechung an den Anschluß angelegt, wobei
ein in Fig. 4-2 dargestelltes Unterbrechungsprogramm durchgeführt
wird, um das Abtasten von Tasteneingaben, eine dynamische
Anzeige für verschiedene Anzeigeeinheiten (Schritt
162) und eine genaue Prüfung der Anforderungen
einer seriellen Datenübertragung mit dem Folgemikro
computer Q 101 durchzuführen.
Fühlersignale für diese dynamische Steuerung werden unabhängig
von dem Zustand des Hauptschalters 501 angelegt,
da die Signale auch zum Kennzeichnen der Abweichung in dem
Steuercomputer Q 102 verwendet werden; die Anzeigeeinheiten
leuchten jedoch nicht auf, wenn der Hauptschalter 501 abgeschaltet
ist, da die Energiezufuhr zu den Anzeigen durch
den Folgemikrocomputer Q 101 abgeschaltet ist. Bei einer
seriellen Übertragung von Signalen, welche das Anschalten
des Hauptschalters 501 von dem Folgemikrocomputer Q 101 aus
anzeigen, führt der Steuercomputer Q 102 die Anweisungen der Tasteneingaben
durch und setzt in den Schritten 63 bis 65 die 2 h Zeit
zurück und startet wieder.
Während der Wartezeit sollte sich das Linsensystem in der
Stellung für Normalkopieren befinden, damit der Folgemikro
computer Q 101 die Ladeströme und die Belichtungslampe über
eine Potentialsteuerung regeln kann. Entsprechend einem
Signal, das die Linsensystemstellung für ein Normalkopieren
von dem Folgecomputer Q 101 anfordert, führt der Steuer
computer Q 102 entsprechend einem Schritt 67 ein in Fig. 4-4
dargestelltes Unterprogramm durch, um das Linsensystem in
die vorerwähnte Stellung zu bewegen. Bei einem Schritt 68
wird bei Empfang des Wartesignals von dem Folgecomputer ein
60 s Zeitgeber rückgesetzt und wieder gestartet.
Die vorerwähnten 2 h- und 60 s-Zeitgeber werden bei jedem
Einschalten des Kopierers durch die Bedienungsperson rückgesetzt.
Der 2 h-Zeitgeber schaltet den Netzschalter aus,
um Energie zu sparen, wenn die Bedienungsperson den Kopierer
nicht betätigt oder vergißt, den Schalter 2 h lang auszuschalten,
und der 60 s-Zeitgeber initialisiert die Anzeigen,
falls die Bedienungsperson den Kopierer 60 s lang nicht
betätigt. Bei einem Schritt 69 bringt der 60 s-Zeitgeber die
Anzeigen auf den "Normalbetrieb" zurück, der sich aus dem
Normalkopieren, der Wahl der unteren Kassette und der auf
der Anzeigeeinheit 68 dargestellten Kopieanzahl "1" zusammen
setzt. In diesem Fall wird das Linsensystem in die Normal
kopierstellung zurückgebracht, nachdem die Kopierstarttaste
betätigt worden ist, aber sie kann auch erst nach
60 s zurückkehren. Der 60 s Zeitgeber wird nicht bei unzu
länglichem Toner oder bei Fehlen eines Kopierblatts oder einer
Kassette im Hinblick darauf betätigt, daß die Bedienungsperson
versuchen sollte, den unterbrochenen Kopiervorgang
wieder zu starten. Der Zeitgeber wird auch während des
Wartezyklus betätigt.
Wenn Daten für eine manuelle Eingabe von dem Folgemikro
computer Q 101 (Schritt 70) abgegeben werden, wird die
Anzeigeeinheit 68 auf "1" geschaltet. Wenn Daten wegen
ungenügenden Toners oder wegen des Fehlens einer Kassette oder
über den Tastenzähler (Schritt 71) eingegeben werden, werden
die Startsignale von dem Computer Q 101 nicht abgegeben,
selbst wenn die Kopierstarttaste betätigt wird. Folglich
können Änderungen in der Kopienzahl, im Abbildungsmaßstab
oder der Kassettenwahl eingegeben werden; die entsprechenden
Änderungen auf der Anzeigeeinheit werden durch die
in Fig. 4-2 und 4-3 dargestellten Programme vorgenommen.
Nach der Betätigung der Kopierstarttaste wird jedoch eine
Änderung des Abbildungsmaßstabs durch die Abbildungsmaßstabs-
Tasten (Schritt 72) und auch der Betrieb der 2 h- und
60 s-Zeitgeber unterbunden. Entsprechend einer Anweisung
an den Computer Q 101 beim Normalkopieren bezüglich
einer Potentialsteuerung wird das in Fig. 4-4 dargestellte
Programm bei einem Schritt 74 durchgeführt, um das Linsensystem
in die in Fig. 1 dargestellte, vorgegebene Stellung
zu bringen. Änderungen bezüglich der ausgewählten Kassette
oder der Kopienzahl über die Tasten 55 oder 53 sind bis
zu diesem Schritt zulässig, danach aber verboten (Schritt 75).
Auf diese Weise werden Änderungen im Kopierbetrieb noch angenommen,
selbst nachdem das Kopierstartsignal gegeben wird,
außer solche Änderungen, die eine Verschiebung von beweglichen
Teilen erfordern; auf diese Weise werden unnütze Kopier
vorgänge auf ein Minimum herabgesetzt.
Die Anzeige der Anzeigeeinheit 68 wird bei jedem Eintreffen
von die Umkehr des optischen Systems anzeigenden
Daten von dem Mikrocomputer Q 101 schrittweise erniedrigt,
und beim Schritt 76 wird festgestellt, ob die Anzeige gleich
Null ist; wenn dem so ist, kehrt beim Schritt 77 die Anzeige
einheit 68 auf die ursprünglich eingestellte Zahl zurück,
gibt die Tasteneingabe frei und startet einen automatischen
Löschzähler. Nach der Umkehr wird ein Schritt 78 durchgeführt,
um die Betätigung der Stopptaste 50, das Fehlen des
Tastenzählers, das Fehlen von Kopierblättern oder einer
Kassette festzustellen; beim Schritt 79 wird die Betätigung
der Unterbrechungstaste 51 festgestellt; bei Vorliegen
einer dieser Fälle wird das Programm auf eine dem durchgeführten
Kopiervorgang entsprechende Betriebsart verschoben.
Die Anzeigen werden jedoch außer bei
der Betätigung der Stopptaste oder dem Fehlen des Tastenzählers
beibehalten, wenn der Kopiervorgang unterbrochen
wird.
Bei Beendigung eines Kopiervorgangs werden die entsprechenden
Daten an den Folgemikrocomputer Q 101 abgegeben,
welcher die Daten beim Schritt 374 gemäß Fig. 5-4 identifiziert
und zu dem sich wiederholenden Kopierzyklus oder zu dem
vorerwähnten nachträglichen Drehzyklus übergeht.
Nunmehr wird anhand der Fig. 4-3 die Beziehung zwischen der
Auswahl des Abbildungsmaßstabs und der Kassettenanzeige beschrieben.
Das in Fig. 4-3 dargestellte Programm SUBPAPER
wird beim Schritt 66 nach der Tasteneingabe oder beim
Schritt 73 nach dem Kopierstart durchgeführt. Zuerst werden
eine in einem Kassettenfach untergebrachte Kassettengröße
(56) die über die Kassettenwähltasten 55 gewählt worden
ist, und ein gewähltes Kassettenfach (72) angezeigt. Beim
Schritt 261 wird festgestellt, ob das obere Kassettenfach
gewählt ist, und wenn ja, wird das Signal für den Schalter
804 zum Identifizieren des oberen Kassettenformats eingegeben,
um das Vorhandensein des Kopierblattes und der Kassette
festzustellen. Bei Fehlen der Kassette wird das Kassetten
format nicht angezeigt; der Abbildungsmaßstab wird
festgestellt, um dies anzuzeigen, wie später noch ausgeführt
wird. Bei Vorhandensein einer Kassette wird beim
Schritt 263 das gewählte Kassettenfach und das Format der darin
befindlichen Kassette angezeigt. Bei Fehlen einer Kassette
wird das gewählte Kassettenfach angezeigt und über eine
nicht dargestellte Schaltung leuchtet eine Warnlampe auf.
Ein ähnlicher Vorgang wird durchgeführt, wenn die Wahl des
unteren Kassettenfachs festgestellt wird. Bei einer manuellen
Einführung wird nicht das Kassettenfach, sondern der
Abbildungsmaßstab entsprechend der jeweiligen Daten des
Folgemikrocomputers Q 101 angezeigt.
Wenn das Normalkopieren gewählt ist (Schritt 267), sind
die A4R-Kassette (eine Kassette für das Verkleinerungskopieren
mit Blättern der Größe A4 in einer Lage, die senkrecht
zu der in der Kassette A4 ist) und die B5R-Kassette
ungeeignet (eine für das Verkleinerungskopieren vorgesehene
Kassette mit einer ähnlichen Beziehung zu der B5-Kassette).
Wenn eine solche Kassette in dem durch die Taste 55
ausgewählten Kassettenfach untergebracht ist, wird diese
Kassette durch Dauerlicht angezeigt, während eine
Kassettengröße außer A4R und B4R durch ein intermittierendes
Licht (Schritt 268) angezeigt wird. Wenn eine entsprechende
Kassette außer A4R und B5R untergebracht ist, wird
diese Kassette nur durch Dauerlicht und nicht durch
intermittierendes Licht angezeigt. Auch ein Kopiervorgang
wird nicht verhindert, selbst wenn ein intermittierendes
Licht gegeben wird, so daß eine Kopie mit
frei wählbarer Bildausrichtung erhalten werden kann.
Falls das Verkleinerungskopieren von der Größe A3 auf die Größe
B4 durch die Taste 59 gewählt wird (Schritt 164) ist die
richtige Kassette eine B4-Kassette. Wie beim Normalkopieren
wird, wenn eine ungeeignete Kassette untergebracht ist, die
vorgesehene Kassette durch Dauerlicht angezeigt;
eine passende Kassette wird gleichzeitig durch intermittierendes
Licht angezeigt (Schritt 265). Auch wenn die entsprechende
Kassette B4 untergebracht ist, wird nur diese Kassette
auf die gleiche Weise wie bei dem Normalkopieren angezeigt.
Die A4R-Kassette eignet sich für ein Verkleinern
von der Größe A3 auf A4, die B5-Kassette eignet sich für
das Verkleinern von der Größe A4 auf B5, die B5R-Kassette
für das Verkleinern von der Größe B4 auf A4 und alle Kassetten
eignen sich für das Vergrößerungskopieren.
Wie vorstehend ausgeführt, wird, wenn eine nicht geeignete
Kassette untergebracht ist, die passende Kassette durch
eine intermittierende Anzeige angezeigt, während das Format der
eingeschobenen Kassette durch eine statische Anzeige angezeigt
wird; wenn eine passende Kassette vorliegt, wird nur
das Kassettenformat angezeigt. Diese Beziehungen sind aus
Fig. 6 zu ersehen.
Bei manuellem Einführbetrieb wird nach dem Einführen einer
Führungsplatte entlang des oberen Deckels der eingeschobenen
Kassette die entsprechende Kassettenformatanzeige gelöscht,
und eine Anzeige für das manuelle Einführen
leuchtet in der Anzeigeeinheit 56 auf, worauf die
Kopienzahl auf "1" eingestellt wird, da ein wiederholtes
Kopieren bei einer manuellen Einführung nicht zulässig ist.
Bei dieser Betriebsart wird dann die optische Abtastung
im Hinblick auf die größte Größe A3 gewählt. Wenn ein
Verkleinerungs- oder Vergrößerungskopieren gewählt ist, wird
bezüglich des Kassettenformats keine intermittierende Anzeige
gegeben; die Größe des von Hand einzuführenden Blattes
wird von der Bedienungsperson willkürlich festgesetzt.
Die vorerwähnten Anzeigefunktionen werden auch vor oder
nach der Eingabe des Kopierstartsignals durchgeführt. Da
die Daten, die den Kopiervorgang sperren, nicht eingegeben
werden, selbst wenn eine passende Kassette nicht eingeschoben
ist, führt der Folgecomputer Q 101 den Kopiervorgang
entsprechend dem durch den Steuercomputer Q 102 eingegebenen
Kopierstartbefehl durch. Auf diese Weise kann ein von der
Größe A3 auf A4 verkleinertes Bild auf einem A3-Blatt,
wobei ein Randbereich belassen wird, oder
ein in entsprechender Weise beschnittenes, vergrößertes
Teilbild auf einem A4-Blatt erzeugt werden.
Die Eingabe durch die Kopierstarttaste 52 wird freigegeben,
wenn nicht eine Warnanzeige beispielsweise bezüglich mangelhaften
Entwicklers 66, bezüglich eines vollen Behälters 65
für rückgewonnenen Toner, des Fehlens von Papier 66, eines
Blattstaus 63 oder des Fehlbetriebs eines Tastenzählers 67
gegeben wird; die Eingabe ist auch möglich, wenn ein ungeeignetes
Kassettenformat durch intermittierendes Licht auf der
Anzeigeeinheit 56 angezeigt wird.
Im folgenden wird der Unterbrechungskopiervorgang beschrieben.
Ein Unterbrechungskopiervorgang, welcher einen anderen
Kopiervorgang unterbricht, wird durch Betätigen der Unter
brechungstaste 51 während des anderen Kopiervorgangs oder
während eines Bereitschaftszustandes möglich. Sobald die
Betätigung der Unterbrechungstaste 51 beim Schritt 79
(Fig. 4-1) festgestellt wird, werden der Kopienzählstand zu
diesem Zeitpunkt, das gewählte Kassettenfach und der gewählte
Abbildungsmaßstab in einen bestimmten Bereich in den Direktzugriffs
speicher umgeleitet, und die Unterbrechungsanzeige 69
leuchtet bei einem Schritt 80 auf. Bei Beendigung der Vorlagen
abtastung für das gerade zugeführte Blatt wird die Kopienzahl
anzeige 68 auf "1" geändert und der Kopiervorgang unterbrochen.
Zu diesem Zeitpunkt bleiben dann die Anzeigefunktionen
der Kassettenwählanzeige 72, der Kassettengrößenanzeige
(einschließlich eines intermittierenden Aufleuchtens),
die Verkleinerungskopieanzeige 60, die Vergrößerungskopieanzeige
61 und die Normalkopieranzeige 62 unverändert, um die
Anzahl der Tasteneinstellungen auf ein Minimum herabzusetzen,
die bei dem Unterbrechungskopiervorgang erforderlich sind,
da eine derartige Operation üblicherweise mehrere Tasten
einstellungen erfordert.
Wenn sich jedoch die Betriebsart
des Unterbrechungskopierens von der des unterbrochenen
Kopiervorgangs unterscheidet, ist es möglich, die Kopienzahl
die Kassette und den Abbildungsmaßstab durch Betätigen
entsprechender Tasten beispielsweise von einem Verkleinerungs-
auf ein Vergrößerungskopieren von einem ersten auf ein
zweites Verkleinerungskopieren, von einer A3- auf eine A4-
Kassette oder von 10 auf 5 Kopien zu ändern. Bei ausbleibender
Betätigung führen die 60 s- und 2 h-Zeitgeber ein automatisches
Löschen und Rücksetzen beim Schritt 81 durch.
Falls die Betriebsart geändert wird, kehrt die Anzeige nach
einer Umkehr des optischen Systems nach der letzten Abtastung
für die Unterbrechungskopie automatisch auf den Zustand
vor der Unterbrechung zurück. Nachdem die eingestellte
Anzahl der Kopierzyklen für das Unterbrechungskopieren durchgeführt
ist, werden die ursprünglichen Daten bezüglich des
Kopienzählstandes, der ausgewählten Kassette und des gewählten
Abbildungsmaßstabs von dem Direktzugriffsspeicher in die
Anzeigeeinheiten zurückgebracht. Folglich kann die Bedienungs
person nach der Durchführung des Unterbrechungskopiervorgangs
den Kopiervorgang einfach durch die Kopierstarttaste
wieder starten, selbst wenn die Kopienanzahl, die gewählte
Kassette und der gewählte Abbildungsmaßstab bei dem
Unterbrechungskopieren geändert werden.
Beim Start des Unterbrechungskopierens und beim erneuten
Starten des Vorlagenkopierens wird, nachdem das Kopier
startsignal gegeben ist, die Linsensystemverschiebung
durchgeführt, die zu dem gewählten Abbildungsmaßstab paßt. Auch
wenn die Unterbrechungstaste 51 nach dem Einstellen der Kopien
anzahl usw. für den ersten Kopierbetrieb betätigt wird,
werden die bereits eingegebenen Daten in den Direktzugriffsspeicher
umgeleitet, so daß neue Daten eingegeben werden können, entsprechend
denen der Kopiervorgang zuerst durchgeführt
wird; nach der Beendigung des Kopiervorgangs kann der
Kopiervorgang entsprechend den umgeleiteten Daten allein
durch die Kopierstarttaste gestartet werden. Bei Betätigen
der Stopptaste 51 nach der Eingabe des Unterbrechungskopierens
oder während des Unterbrechungskopiervorgangs wird die
Unterbrechung gelöscht bzw. annulliert und das unterbrochene
Kopieren wieder aufgenommen, wobei die umgeleiteten
Daten wieder angezeigt werden.
Nunmehr wird die Arbeitsweise der in Fig. 3-1 dargestellten
Mikrocomputer Q 101 und Q 102 im einzelnen beschrieben.
Serielle Datenübertragung
In der vorliegenden Ausführungsform wird ein Datenaustausch
zwischen den Mikrocomputern durch eine gleichzeitige serielle
Datenübertragung in beiden Richtungen durchgeführt,
wie im einzelnen im folgenden unter Bezugnahme auf die
Fig. 4-1 und 5-6 ausgeführt wird.
Als erstes überträgt der Folgemikrocomputer Q 101 über seinen
Anschluß Q 11 und die Leitung 112 an den Eingabeanschluß i 11
des Steuercomputers Q 112 ein serielles Übertragungsanforderungs
signal mit dem Pegel L (RQ) (Schritt 601 in Fig. 5-6),
bei dessen Feststellen (Schritt 164 in Fig. 4-2) der Mikro
computer Q 102 die seriellen Daten für eine Übertragung vorbereitet
(Schritt 165) und über die Leitung 111 ein Freigabe
signal an den Mikrocomputer Q 111 überträgt, das anzeigt,
daß eine serielle Übertragung möglich ist (Schritt 166).
Bei Feststellen des Freigabesignals (Schritt 602) bereitet
der Mikrocomputer Q 101 die seriellen Daten für eine Über
tragung vor (Schritt 603) und die Mikrocomputer Q 101 und
Q 102 übertragen über die Leitungen 114 und 115 (Schritt
167 in Fig. 4-2 und Schritt 604 in Fig. 5-6) gleichzeitig
wechselseitig die Daten. Bei diesen Schritten stellen dann
die Mikrocomputer fest, ob entsprechende Schieberegister
16 Bit-Daten empfangen haben und speichern die Daten zum
Datenlesen in Direktzugriffsspeichern. Die Datenübertragungen werden
durch eine sukzessive Schiebespeicherung in entsprechenden
Schieberegistern mittels der über die Leitung 113
abgegebenen Schiebetaktimpulse durchgeführt.
Die Daten haben eine zugeordnete Bedeutung
in jedem der 16 Bits.
Bei einem Stau werden Daten dazu verwendet, die
Anzeige auf der Anzeigeeinheit 68 in "P0", "P1" oder "P2"
zu ändern und eine Korrektur der Kopienzahl vorzunehmen. Die
Anzeigeänderung wird beim Schritt 168 durch Speichern der
Daten in dem Direktzugriffsspeicher durchgeführt. Eine ähnliche
Datenübertragung wird durchgeführt, wenn ein Anforderungssignal
von dem Steuermikrocomputer Q 102 an den Folgemikrocomputer
Q 101 übertragen wird. Der Mikrocomputer Q 101 ist so
ausgelegt, daß eine serielle Datenübertragung in einem Intervall
von cirka 370 ms durchgeführt wird, das durch einen
Intervallübertragungszeitgeber gesteuert wird, wie im folgenden
ausgeführt wird (Schritte 600 und 606). Der Mikrocomputer
Q 101 überprüft auch das serielle Übertragungs
anforderungssignal von dem Mikrocomputer Q 102 durch Abtasten
einer Einheit in einem Unterprogramm, die in den geschlossenen
Schleifen in der Hauptablauffolge vorgesehen
ist, wobei das Unterprogramm auch dazu benutzt wird,
ständig den Zustand des Hauptschalters zu überprüfen (Schritt
599 in Fig. 5-6). Der Mikrocomputer Q 102 überprüft auch das
serielle Übertragungsanforderungssignal von dem Mikrocomputer
Q 101 beinahe ständig in dem Unterprogramm für eine
dynamische Steuerung für Tasteneingabe, die Kopienanzahl
anzeige usw.
Der Steuercomputer Q 102 ist mit einem Zeitgeber t′ versehen,
der durch jede serielle Datenübertragung initialisiert
wird, um ein Stoppen in der seriellen Datenübertragung
beispielsweise aufgrund einer Abweichung in dem Mikrocomputer
Q 101 festzustellen. Der Zeitgeber startet bei einem
in Fig. 4-2 dargestellten Schritt 169, und wenn die
nächste serielle Übertragung nicht innerhalb der durch den
Zeitgeber eingestellten Zeit durchgeführt wird (Schritt
170) gibt das Programm eine geschlossene Schleife ein
(Schritt 172), die eine Abweichung in dem Folgemikro
computer feststellt, wodurch dann das Fühlersignal für die
Tasteneingabe- und Segment-Abtastung beendet wird, worauf
eine mit dem Computer Q 102 verbundene, eine Abweichung
feststellende Schaltung 900 angeschaltet wird.
Wenn das Ziffernsignal nicht innerhalb eines
vorgegebenen Zeitabschnitts umschaltet, wird eine Rücksetzschaltung
für die Mikrocomputer Q 101 und Q 102 aktiviert. Wenn folglich
der Mikrocomputer Q 101 und Q 102 eine Abweichung anzeigt,
werden sie rückgesetzt, worauf das Programm von Anfang an
durchläuft.
Computerrücksetzsteuerung
Bei der Folgesteuerung eines Computers mit Hilfe von mehreren
Mikrocomputern besteht die Möglichkeit einer falschen
Arbeitsweise aufgrund von Schwankungen von Chip zu Chip
zum Zeitpunkt der Energiezuführung bis zum Rücksetzen und
Durchlaufen der Mikrocomputer. In der vorliegenden Ausführungs
form wird jedoch beim Rücksetzen eines Mikrocomputers
(oder eine bestimmte Zeit danach) das Rücksetzen des
anderen Mikrocomputers bestätigt, um einen fehlerhaften
Kopiervorgang aufgrund eines Durchlauf des Mikrocomputers
zu vermeiden, der nicht richtig initialisiert worden ist.
Auf diese Weise ist der Betrieb der Mikrocomputer nur möglich,
nachdem beide zurückgesetzt und richtig initialisiert
werden.
Wenn einer der Mikrocomputer eine Abweichung zeigt, werden
die Programmdurchführungen beider Mikrocomputer zu diesem
Zeitpunkt unterbrochen, um unnötige Verfahrensabläufe in
dem Kopierer zu vermeiden.
Folgezeitsteuerung
Nach dem vorstehend beschriebenen Rücksetzen der Mikro
computer Q 101 und Q 102 und dem Feststellen des Anschaltens
des Hauptschalters wird, wie aus Fig. 5-1 zu ersehen ist,
die Programmdurchführung gestartet, um die Fixierheizeinrichtung
und den Hauptmotor anzuschalten, um dann die Messung
und Steuerung des Oberflächenpotentials durchzuführen, um
den Wartezyklus (Schritt 78) zu beenden, um die Eingabe
eines Kopierstartsignals (Schritt 79) festzustellen und
um die Umkehrstelle des optischen Systems, wie in den
Schritten 172 bis 177 in Fig. 5-2 dargestellt ist,
entsprechend der Eingabe eines Abbildungsmaßstabs und eines
Kassettenformats einzustellen. Der Abbildungsmaßstab kann mittels
der in Fig. 2 dargestellten Tasten 89, die auch das
Kassettenformat bestimmen oder durch entsprechende Tasten gewählt
werden, durch welche nur der Abbildungsmaßstab gewählt
wird. Anschließend beginnt der Folgemikrocomputer Q 101
die Blattzuführsteuerung entsprechend dem in Fig. 5-3
dargestellten Ablaufdiagramm, nachdem ein interner Zeitgeber
zur Überprüfung einer Abweichung der Arbeitsweise des optischen
Systems von der normalen Arbeitsweise initialisiert worden ist.
Gemäß Fig. 5-3 schaltet der Folgemikrocomputer Q 101 den
Blattzähler des Kopiergerätes weiter, um den Kopienzählstand bei
einem Blattstau zu korrigieren, schaltet dann den Gesamtzähler
37 und den Tastenzähler 38 (Schritt 271) an und
setzt die Blattzuführrolle 11 oder 12 des Kassettenfachs
(Schritt 273) in Gang, wenn nicht manuelles Einführen gewählt
ist, wobei dann der Gesamtzähler gleichzeitig mit
der Blattzufuhr betätigt wird.
Die Schritte 273-2 und 273-3
beziehen sich auf die Kupplungssteuerung für die Blattzuführung
von der oberen Kassette.
Die Vorlagenbelichtungslampe wird eingeschaltet, bevor die
Vorwärtskupplung 22 eingeschaltet wird, da sonst die Lampe
keine ausreichende Lichtstärke während der Zeit erreicht,
während der Licht auf die Bildfläche fällt (Schritt
274). Gleichzeitig wird die Leerbelichtungslampe 10 zum
Löschen einer schwarzen Fläche entsprechend der Blattgröße
ausgeschaltet. Dann wird die Entwicklungshülse 7 gedreht und
an eine entsprechende Vorspannung angelegt (Schritt
274-0). Darauf wird entsprechend dem ausgewählten
Abbildungsmaßstab die Vorwärtskupplung eingeschaltet, um das optische
System mit einer der Vergrößerung entsprechenden Geschwindigkeit
mit einer für die erste Kopie festgelegten Verzögerung
von 53 Taktimpulsen zu verschieben (Schritt 276-0).
Nunmehr werden die Steuerungen an dem Abtastsystem, die
Ausrichtung, die Leerbelichtung und die Blattzuführung
bei der vorliegenden Ausführungsform anhand der Fig. 9
beschrieben, in der das optische Abtastsystem und das
Linsensystem 1 in einer schematischen Schnittansicht
dargestellt ist; in Fig. 10 ist das Abtastsystem in einer
perspektivischen Darstellung wiedergegeben.
Ausrichten
Wie in Fig. 10 dargestellt, sind kammförmige Kennzeichen
306 und 307 an einem Tragteil angebracht, das zusammen mit
dem ersten Spiegel 24 verschoben wird, um die Ausrichtung
und das Abtastsystem zu steuern. Das Kennzeichen 306 ist
mit fünf lichtunterbrechenden Zähnen 1 bis 5 versehen, während
das Kennzeichen 307 mit zwei Zähnen versehen ist.
Ferner sind ein Photounterbrecher 304 zum Erzeugen von
Signalen beim Durchgang der Zähne 1 bis 5 des
Kennzeichens 306 und Photounterbrecher 302, 303 und 305
zum Erzeugen von Signalen beim Durchgang der Zähne
1 und 2 des Kennzeichens 307 vorgesehen. Die Unterbrecher
302 und 303 werden abwechselnd elektrisch erregt. Sie
sind mit dem Eingangsanschluß i 8 (Fig. 3-1) des
Mikrocomputers Q 101 verbunden, während die Photounterbrecher
305 und 304 mit den Anschlüssen i 6 bzw. i 7 verbunden sind.
Die Photounterbrecher oder Fühler 302 und 303 werden haupt
sächlich dazu verwendet, die Vorwärtsbewegung zu beenden
und die Rückwärtsbewegung des optischen Systems einzuleiten,
während der Fühler 305 zum Stoppen des optischen Systems
und der Fühler 307 zum Steuern der Ausrichtzeit verwendet
werden.
Wenn die erste Marke bzw. Zahn des Kennzeichens 306 nach dem Beginn
der Vorwärtsbewegung des optischen Systems in der vorbeschriebenen
Weise an dem Fühler 304 vorbeiläuft, wird das
optische System in die Ausgangsstellung für eine Belichtung
der Vorlage gebracht (Schritt 276-1). Zu diesem Zeitpunkt
ist die Ausrichtrolle 15 gestoppt, um sie auf die Ausrichtung
des vorderen Endes des Blattes vorzubereiten
(Schritt 276-2). Dann wird nach einem Zählen von 18 Trommel
taktimpulsen durch den Mikrocomputer die vorher angeschaltete
Zuführrollenkupplung abgeschaltet, worauf dann die
Zuführrolle die restliche halbe Umdrehung ausführt (Schritt
276-3), damit das auf die stillstehende Ausrichtrolle
auftreffende Blatt eine Schleife entsprechender Länge bildet.
Danach wird das Blatt in dem gestoppten Zustand in der
Auftreffstellung an der Ausrichtrolle gehalten.
Beim Normalkopieren wird die Ausrichtrolle 15 angeschaltet,
wenn der dritte Zahn des Kennzeichens 306 von dem
Fühler 304 festgestellt wird (Schritt 370-3). Bei
dem ersten Verkleinerungskopieren erfolgt beim Feststellen
des vierten Zahnes (Schritt 370-1), beim zweiten Verkleinerungs
kopieren beim Feststellen des fünften Zahns (Schritt
370-2) und beim Vergrößerungskopieren beim Feststellen des
zweiten Zahns (370) das Anschalten. Auf diese Weise wird
die zeitliche Steuerung des Drehbeginns der Ausrichtrolle
15 entsprechend der Blattzuführgeschwindigkeit und der Abtast
geschwindigkeit des optischen Systems gesteuert, welche
entsprechend dem Abbildungsmaßstab veränderlich sind, so daß
das vordere Ende des Blattes immer mit dem vorderen Ende
des Bildes auf der Trommel übereinstimmt.
Der zweite bis fünfte Zahn wird durch Zählen der Impulse
über den Fühler 304 während der Vorwärtsverschiebung
des optischen Systems bestätigt, wobei mit dem ersten Zahn
des Kennzeichens 306 begonnen
wird. Dieser Zählvorgang kann einfacher mittels eines Unterbrechungs
programms in dem Festwertspeicher und durch
Anschließen des Ausgangs des Zählers 306 an einen
Unterbrechungsanschluß iNT 2 des Mikrocomputers 101 als durch
eine Anzahl Unterprogramme erreicht werden.
Der Unterbrechungsanschluß iNT 2 sollte vorzugsweise
eine höhere Priorität haben als der Unterbrechungsanschluß
iNT.
Umkehren
Am Ende der Vorwärtsbewegung des optischen Systems erreichen
die ersten und zweiten Zähne des Kennzeichens 307 die
Fühler 302 und 303. Das optische System ist an drei
verschiedenen Umkehrstellen umkehrbar, die den Größen A4,
B4 und A3 entsprechen. Die Fühler 303 und 302 werden
abwechselnd angeschlossen, um impulsförmige Signale zu erzeugen,
wenn die Zähne des Zeichens 307 an dem Fühler 302
oder 303 vorbeilaufen.
Der erste und zweite Zahn des Zeichens
307 sind in einem Abstand von 44 mm angeordnet;
dies ist gleich dem Unterschied zwischen den Größen A3 und B4;
die Fühler 303 bzw. 302 sind entlang der Bahn des optischen
Systems an den Umkehrstellen für die Größen A4 und B4
angeordnet. Die Umkehrstelle für die Größe A4 ist durch
das Vorbeilaufen des zweiten Zahns des Zeichens 307 an dem
Fühler 303 festgelegt, während die Stelle für die Größe B4
durch das Vorbeilaufen des ersten Zahns an dem Fühler 302
und die Stelle für die Größe A3 durch das Vorbeilaufen
des zweiten Zahns an dem Fühler 302 festgelegt sind. Oder
anders ausgedrückt, die zweiten, dritten und vierten Signale,
die von den miteinander verbundenen Fühlern
302 bzw. 303 abgegeben werden, legen die Umkehrstellen für
die Größen A4, B4 und A3 fest. Der vorerwähnte Verfahrensablauf
ist in einem Schritt 372 dargestellt.
Das Feststellen des zweiten, dritten oder vierten Impulses wird durch
Zählen der Impulse von den Fühlern 302 und 303 entsprechend
dem Eingangssignal der Kassette eines Formats A4, B4
oder A3 erreicht.
Die Verwendung der vorerwähnten zwei miteinander verbundenen
Fühler beruht auf der folgenden Überlegung. Es ist möglich,
drei Umkehrstellen durch ein Zeichen mit drei Zähnen und
mit Hilfe eines Fühlers festzulegen. In einem derartigen
Fall wird jedoch der maximale Abstand zwischen Zähnen 210 mm
groß; die entspricht dem Unterschied zwischen der Größe A3 und A4,
so daß die maximale Bewegungsstrecke eines Zahns
(A3 + 210) = 430 mm erreicht. Dies erfordert eine übermäßige Länge in
der Abtastrichtung.
Das Feststellen von drei Stellungen durch das Verknüpfen von
zwei Fühlern und zwei Zähnen bei der vorliegenden Ausführungsform
erfordert nur eine Gesamtlänge von 44 mm, so daß
dadurch der Kopierer kompakt ausgebildet werden kann. Auf
diese Weise können viele Umkehrstellen mit einer begrenzten
Anzahl von Fühlern festgelegt werden und die Anzahl
der Umkehrstellen kann durch Hinzufügen einiger Fühler und
Zähne des Zeichens erhöht werden. Auch ist es möglich, das
unerwünschte Überfahren des optischen Systems festzustellen.
Dies ist nicht nur bei einem Abtastsystem mit einem beweglichen
optischen System, sondern auch bei einem Abtastsystem
anwendbar, bei welchem der Vorlagenwagen eine Hin- und Herbewegung
ausführt, während das optische System stillsteht.
Leerbelichtungslampe und Vorlagenbelichtungslampe
Die Umkehr wird in der vorstehend beschriebenen Weise unabhängig
von dem Abbildungsmaßstab gesteuert. Die zum Kopieren erforderliche Zeit
kann dabei verkürzt werden.
Im Anschluß an das Feststellen der Umkehrstelle wird der
Betrieb des vorerwähnten Zeitgebers, der eine Abweichung
in dem optischen System feststellt, beendet (Schritt
372-1), und die Leerbelichtungslampe wird vorab eingeschaltet
(Schritt 372-2), um den Betrieb der Lampe zu stabilisieren.
Bei dem Normalkopieren wird die Vorwärtskupplung
22 a aus- und die Rückwärtskupplung 22 b angeschaltet, nachdem
drei Trommeltaktimpulse vom Anschalten der Leerbelichtungslampe
an (Schritt 373) gezählt worden sind.
Auch beim Verkleinerungskopieren wird die Vorwärtskupplung
22 a aus- und die Rückwärtskupplung 22 b eingeschaltet,
nachdem drei Trommeltaktimpulse von dem Feststellen der
Umkehrstelle an (Schritt 372-3) gezählt worden sind, und
die Vorlagenbelichtungslampe 23 wird nach weiteren fünf
Taktimpulsen abgeschaltet (Schritt 373-1). Auf diese Weise
ist die Vorlagenbelichtungslampe 23 in der Anfangszeit
der Umkehrbewegung noch eingeschaltet.
Auf diese Weise überlappen
die Vorlagen- und die Leerbelichtung einander teilweise,
um ein Schwarzlöschen zu erreichen oder um ein Kopieren
der Randfläche um das Vorlagenbild herum beim Verkleinerungs
kopieren zu vermeiden. Dieses Überlappen ist
auch vorteilhaft, um eine Ungleichmäßigkeit beim Löschen infolge
einer ungleichen Stärke von hierzu verwendeten
kleinen Lampen auszugleichen. Auch kann die Stärke
der Lampe von dem Umkehrpunkt an oder vom Ende einer Bild
belichtung vor der Umkehrung an auf etwa 2/3 erniedrigt werden,
bis die Lampe abgeschaltet wird, wodurch die Gefahr einer Beschädigung
der Lampe aufgrund eines Stoßes bei der Umkehr
geringer wird.
Wiederholte Blattzuführung und Anhalten in der Ausgangsstellung
Die Vorbereitung der nächsten Blattzuführung (Schritt 273-3)
wird beim Vorbeilaufen des zweiten Zahns des Kennzeichens 307
an dem Sensor 303 bei der Umkehr des Abtastsystems vorgenommen.
Obwohl gemäß dem Ablaufdiagramm diese Arbeitsweise
13 Taktimpulse nach der Umkehr durchgeführt wird, wird sie
in Wirklichkeit gleichzeitig mit dem Start der Umkehrbewegung
durchgeführt. Für irgendein Blattformat ist der Blattzuführ
zeitpunkt durch das vorbeschriebene Impulszählen
durch die Verknüpfung des Fühlers 303 und des Kennzeichens 307
festgelegt, wodurch für alle Blattformate eine vorbestimmte
Schleife vor der Ausrichtrolle gebildet wird. Dann werden
die Kopierstartdaten bestätigt, die seriell von dem Steuermikrocomputer
Q 102 übertragen werden, um festzustellen, ob der Kopierbetrieb
noch andauert (Schritt 374). Die Daten werden dann
von einem Kopienzähler in dem Mikrocomputer Q 102 freigegeben
und auf Null gesetzt, wenn der Kopienzählstand die
vorher gewählte Kopienzahl erreicht, worauf dann
der Kopiervorgang nicht mehr länger fortgesetzt wird.
Der Zähler wird dann beim Feststellen der vorerwähnten Umkehrung
durch die seriellen Daten von dem
Folgecomputer Q 101 an den Steuercomputer Q 102
schrittweise weitergeschaltet.
Nach Beendigen des Zählens wird das in Fig. 5-5 dargestellte
Programm ausgeführt; bei Eintreffen des optischen
Systems in seiner Ausgangsstellung stellt der Fühler 305 den
zweiten Zahn des Zeichens 307 fest, um die Rückwärtskupplung
22 b und damit das optische System (Schritt 470)
bei dem Verkleinerungs- oder Vergrößerungskopieren (Schritt
468) abzuschalten. Dagegen wird bei dem Normalkopieren die
Rückwärtskupplung 22 b abgeschaltet, bevor der erste Zahn
des Zeichens 306 durch den Fühler 304 festgestellt wird,
und das optische System wird danach aufgrund seiner Trägheit
in die Ausgangsstellung bewegt. Dies wird durch
Zählen von fünf Impulsen über den Fühler 304 während der
Umkehrbewegung festgestellt (Schritt 469).
Die Verfahrensgeschwindigkeit, und damit die Geschwindigkeit
des optischen Systems bei der Umkehrbewegung sind beim
Normal- und bei dem Verkleinerungs- oder Vergrößerungskopieren
verschieden. Aus diesem Grund erfährt das optische System beim
Vergrößerungs- oder Verkleinerungskopieren einen
kleinen Stoß, wenn die Rückwärtskupplung 22 b
abgeschaltet wird, nachdem die Ausgangsstellung festgestellt
wird; beim Normalkopieren würde dieses Schalten
das Auftreffen des optischen Systems auf einen Anschlag
zur Folge haben, der hinter der Ausgangsstellung angeordnet
ist. Durch das oben erwähnte Abschalten im voraus
ist eine derartige Störung jedoch verhindert.
Nachdem das wiederholte Kopieren bei dem in Fig. 5-4 dargestellten
Schritt 374 bestätigt ist, kehrt das Programm
zu den in Fig. 5-2 und 5-3 dargestellten Abläufen zurück,
um dieselbe Blattaufnahmesteuerung wie bei dem ersten Kopier
zyklus zu wiederholen. Für die zweite Kopie und danach
wird das Unterprogramm nach einem Schritt 274-4, wie in
Fig. 5-3 dargestellt ist, unterschiedlich. Die Schritte
274-4 bis 275-1 sind dieselben wie bei dem Unterprogramm
zum Abschalten der Rückwärtskupplung für das optische
System, wie in Fig. 5-5 dargestellt ist, wobei eine Steuerung
entsprechend dem gewählten Abbildungsmaßstab durchgeführt
wird. Beim Feststellen der Ausgangsstellung (Schritt
275) wird die Vorwärtskupplung 22 a wieder angeschaltet
(Schritt 276), um die Ausrichtrolle und die Zuführrollen
in der vorstehend beschriebenen Weise zu steuern.
Da jeder Zyklus des optischen Systems etwa 4 s dauert,
zählt der Zeitgeber A, der bei der Blattzuführung initialisiert
worden ist, niemals über 4 s hinaus. Folglich zeigt
ein über 5 s hinausgehendes Zählergebnis eine Abweichung des
optischen Systems an; in diesem Fall werden die Lasten, wie
die Fixierheizeinrichtung, die Hochspannungsversorgung,
der Hauptmotor und so weiter außer der Anzeige unmittelbar
abgeschaltet, um den Kopiervorgang zu beenden, und es wird
eine Abweichung des optischen Systems
angezeigt. Diese Betriebsabläufe werden beim Schritt 598
in Fig. 5-6 durchgeführt. In diesem Fall werden das Anhalten des
Programms und die Anzeigevorgänge wiederholt, bis der Hauptschalter
abgeschaltet ist.
Beim normalen Kopieren wird jedoch, wenn der Zeitgeber A
etwa 1 s für das Ausschalten der Rückwärtskupplung bei der
Rückwärtsbewegung oder 4 s für den Start einer Blattzuführung
(Schritt 275-2) zählt, die Rückwärtskupplung 22 b
wieder angeschaltet, um das optische System in Anbetracht
eines möglichen Bewegungsverlustes, beispielsweise infolge
einer größeren Reibung auf der den Spiegel führenden
Schiene in die Ausgangsstellung zu bringen (Schritt 275-3).
Wenn das optische System die Ausgangsstellung 5 s nach
dem Anschalten des Zeitgebers A nicht erreicht, wird der
Kopiervorgang unterbrochen und diese
Abweichung wird in der vorbeschriebenen Weise angezeigt
(Schritt 275-4). Der Zeitgeber A wird beim Feststellen der
Ausgangsstellung gelöscht. Auf diese Weise wird ein zuverlässiges
und genaues Kopiergerät geschaffen.
Das in Fig. 5-6 dargestellte Unterprogramm, das in jeder
geschlossenen Schleife in Fig. 5 vorhanden ist, führt
ein schrittweises Dekrementieren des vorerwähnten Blattzählers
in dem Kopiergerät entsprechend einem Signal von dem
Ausstoßfühler 18 (Fig. 1) beim Ausstoßen eines Blattes
durch. Mit Hilfe dieses Zählers kann die Anzahl der Blätter
erkannt werden, die in dem Kopierer verblieben ist, wenn
ein Blatt durch einen Stau oder eine Abweichung des optischen
Systems vom Normalzustand gestoppt wird; die Zahl wird in dem Direktzugriffs
speicher gespeichert, wenn die Energiezufuhr für die Anzeige
und die Mikrocomputer erhalten wird, selbst wenn der
Kopiervorgang unterbrochen wird, und wird von dem anzuzeigenden
Kopienzählstand bei einer derartigen Unterbrechung
subtrahiert. Wenn der Hauptschalter während der Unterbrechung
abgeschaltet wird (Schritt 608) werden die Zahl und die
Anzeige gelöscht, da der Löschschritt für den Direktzugriffsspeicher so
durchgeführt wird, wie in Fig. 5-1 dargestellt. Es ist
auch möglich, die Speicherung und die Anzeige mittels eines
Zeitgebers bei einer solchen Unterbrechung fortzusetzen,
nachdem der Hauptschalter abgeschaltet wird, und den Speicher
und die Anzeige danach abzuschalten, indem eine dem Zeitgeber entsprechende
innere Zeitgeberfunktion zwischen den Schritten 608 und A in dem in
Fig. 5-6 dargestellten Unterprogramm I 1 vorgesehen wird.
Der Zeitgeber und dessen Zeit können genauso
wie der automatische Abschaltzeitgeber und dessen
Zeit gewählt werden (Schritt 572), wie in Fig. 5-5
dargestellt.
Wenn die wiederholten Kopiervorgänge beendet sind und das
optische System in seiner Ausgangsstellung stillgesetzt
ist, wie in Fig. 5-5 dargestellt, werden die Entwicklungs
vorspannung und die Hochspannungstransformatoren abgeschaltet
(Schritt 570), nachdem 64 Trommeltaktimpulse gezählt
sind; die Hochspannung für die Sekundärkoronaentladung wird
nach weiteren 90 Taktimpulsen erniedrigt und nach weiteren
169 Taktimpulsen abgeschaltet. Beim Feststellen des
Durchlaufs des hinteren Endes des Blattes mittels des
Ausstoßsensors (Schritt 570-1) werden der Hauptmotor und die
Leerbelichtungslampe abgeschaltet und der Bereitschafts-
Zeitgeber durch entsprechende an den Steuermikrocomputer
Q 102 übertragene, serielle Daten gestartet. Wenn die
Kopierstarttaste danach betätigt wird, schaltet der Folge
mikrocomputer Q 102 entsprechend Daten, die das Verstreichen
von 2 h von dem Steuermikrocomputer Q 102 aus anzeigen,
zwangsläufig den Hauptschalter durch einen Plungerkolben
CIL 1 ab, wie in Fig. 3-3 dargestellt ist. Bei Feststellen
des Abschaltens des Hauptschalters schaltet der Mikrocomputer
Q 101 die Regler VR 1, VR 2 ab, so daß dann alle Lasten
einschließlich der Anzeige abgeschaltet sind.
Wenn die Kopierstarttaste vor einem Verstreichen von 2 h betätigt
wird, wird das in Fig. 5-1 dargestellte Unterprogramm
B oder C durchgeführt, entsprechend welchem dann entschieden
wird, ob die Betätigung innerhalb von 60 s nach dem Abschalten
dem Hauptmotors erfolgt ist, um so den Kopiervorgang
wiederzustarten. Die Daten, die beispielsweise eine
Abweichung in dem optischen System vom Normalzustand anzeigen, werden seriell
zu dem Steuermikrocomputer übertragen, welcher eine entsprechende
Fehleranzeige auf die Anzeigeeinheit 68 erzeugt.
Die Trommeltaktimpulse werden durch eine Scheibe, die in
Fig. 9 dargestellt ist und sich zusammen mit der Trommel
1 dreht, und mittels eines Photounterbrechers 205 erzeugt;
der Mikrocomputer Q 101 stellt fest, ob die Intervalle
der Taktimpulse entsprechend einem in Fig. 5-6 dargestellten
Unterprogramm keine Abweichungen enthalten, um dann ähnliche Messungen
durchzuführen wie im Falle einer Abweichung in dem optischen
System.
Einstellen des Linsensystems
In Fig. 9 ist das das Linsensystem aufweisende optische System in
einer schematischen Schnittansicht dargestellt; in Fig. 11
ist ein Linsensteuerelement in Draufsicht, und in Fig. 16-1
und 16-2 ist ein Steuerzeitdiagramm dargestellt, dessen
Funktionen das Ablaufdiagramm gemäß Fig. 6-4 für eine Linsensystem-
Verschiebungssteuerung mittels des Steuercomputers Q 102
erläutert. In Fig. 9 und
11 sind dargestellt: koaxiale Scheiben 203 und 204, mittels
welchen die Stellung des Linsensystems 30 festgestellt
wird und die entsprechend der Linsensystemverschiebung zu
den Stellen 30-1 bis 30-4 gedreht werden; Photounterbrecher
201 bzw. 202 zum Feststellen von Öffnungen oder Einschnitten
an den Scheiben 203, 204, um Signale zu erzeugen bzw.
den dem Zähler zugeordneten Fühler und den für ein Normalkopieren
vorgesehenen Fühler aufzurufen, wobei die Signale
von dem Fühler 201 durch den Mikrocomputer 102 gezählt werden;
eine Verriegelungsplatte 207 zum Blockieren der Bewegung
des Linsensystems; ein Plungerkolben 208 zum Freigeben
der Verriegelungsplatte, indem er in einer durch
einen Pfeil angegebenen Richtung zurückgezogen wird; und eine
Kupplung 209, die für die Linsensystemverschiebung und die
Drehbewegung der Scheiben 203 und 204 vorgesehen und mit
dem Hauptmotor für den Trommelantrieb verbunden ist. An
der Scheibe 203 vorgesehene Einschnitte 30-1 bis 30-4,
wie sie in Fig. 11 dargestellt sind, entsprechen den in
Fig. 9 dargestellten Linsensystemstellungen, und ein
vorstehender Teil an der Scheibe 204 entspricht der Linsen
stellung 30-1 beim Normalkopieren.
Die Linsenverschiebung wird in der Reihenfolge der Stellen
30-1 für Normalkopieren, 30-4 für das zweite Verkleinerungs
kopieren, 30-3 für das erste Verkleinerungskopieren und
30-2 für das Vergrößerungskopieren durchgeführt. In der
Stellung des Linsensystems für Normalkopieren liegt der
Fühler 201 dem Einschnitt 3-1 der Scheibe 203 gegenüber;
der Fühler 203 liegt dem vorstehenden Teil der Scheibe
204 gegenüber, wie in Fig. 11 dargestellt ist.
Nunmehr wird anhand der Fig. 12-1 das Verschieben des
Linsensystems in die dem Normalkopieren entsprechende Stellung
aus einer anderen Stellung beschrieben.
In dem in Fig. 4-4 dargestellten Unterprogramm, das u. a. beim Schritt
74 des in Fig. 4-1 dargestellten Steuerablaufdiagramms
des Steuermikrocomputers durchgeführt wird, wird der eine
Linsensystemverriegelung freigebende Plungerkolben 204 zuerst
erregt (Schritt 74-1) um eine Linsensystemverschiebung
zu ermöglichen. Dann wird ein Zeitgeber TB, mit dem
die Zeit gemessen wird, die für den Abfall der Verriegelungs
platte 207 erforderlich ist, gelöscht und für
eine gesetzte Zeit T 1 von 200 ms gestartet (Schritt 74-2).
Vor dieser Einstellung wird auch der Zeitgeber TA (7 s)
gestartet, um eine Abweichung in der Linsensystemverschiebung
festzustellen. Nach Verstreichen der Zeit T 1 wird eine Kupplung
209 angeschaltet, um die Linsensystemverschiebung einzuleiten
(Schritt 74-3). Wenn das Normalkopieren nicht bestimmt
ist, wird das folgende Verfahren durch Erfassen eines
der Normalgröße entsprechenden Zeichens durchgeführt
(Schritt 74-4). Wenn das Linsensystem sich der dem Normal
kopieren entsprechenden Stelle nähert, wird der Fühler
202 durch den vorstehenden Teil der Scheibe 204 abgeschirmt,
wodurch ein Signal mit einem Pegel H entsprechend dessen
Vorderrand abgegeben wird (Schritt 74-5). Der Mikrocomputer
Q 102 setzt eine Zahl "7" in einem Zählerbereich
in dem Direktzugriffsspeicher und entregt den Plungerkolben 208,
wodurch die Verriegelungsplatte 207 angehoben wird, so daß
das Linsensystem nicht über die dem Normalkopieren entsprechende
Stellung hinaus bewegt wird (Schritt 74-6).
Nach Beendigung des Verriegelungsvorgangs wird das Signal
von dem Fühler 201 festgestellt (Schritt 74-7). Der Fühler
wird dann durch die Scheibe 203 gerade nicht mehr abgedeckt.
Anders ausgedrückt, das Linsensystem befindet sich bei dem
Umschalten genau in der dem Normalkopieren entsprechenden
Stellung. Da die Fühler 201 und 202, wie in Fig. 3-3 dargestellt,
miteinander verbunden sind, können die Schritte
74-5 und 74-7 durch Überprüfen der Pegeländerung an
dem Eingangsanschluß durchgeführt werden.
Wenn jedoch die Kupplung 209 zu diesem Zeitpunkt abgeschaltet
wird, kann der Fühler 201, der nunmehr am Rand
der Öffnung der Scheibe 203 positioniert ist, von der Öffnung durch eine
Reaktion der Scheibe beim Stoppen verschoben werden. Aus
diesem Grund wird ein Zeitgeber TB auf etwa 90 ms (T 2)
eingestellt (Schritt 74-8) und die Linsensystemkupplung
nach einer Verzögerung um diese Zeitspanne abgeschaltet
(Schritt 79-9), so daß das Linsensystem sicher an
der dem Normalkopieren entsprechenden Stelle festgehalten wird.
Der vorstehend beschriebene Verfahrensablauf wird unabhängig
von der Linsenstellung vor der Verschiebung
und unabhängig von dem Linsenzähler durchgeführt. Danach kehrt
das Programm zu dem in Fig. 4-1 dargestellten Hauptablauf
diagramm zurück.
Nunmehr wird anhand der Fig. 4-2 der Verfahrensablauf beim
Ändern der Linsensystemstellung von dem Normalkopieren auf
das zweite Verkleinerungskopieren beschrieben. Die Linsen
systemverschiebung wird dadurch eingeleitet, daß der
Verriegelungsplungerkolben 208 und die Kupplung 209 nach
einander in derselben Reihenfolge wie bei der Verschiebung in
die dem Normalkopieren entsprechende Stellung angeschaltet
werden. Bei der nächsten Öffnung 30-4′ der Scheibe 203 wird
das Signal von dem Fühler 201 wieder auf den Pegel L gesetzt,
wodurch angezeigt wird, daß sich die Linse unmittelbar
vor der Stelle für das zweite Verkleinerungskopieren
befindet, wobei der Plungerkolben 208 zur Vorbereitung
des Stoppens des Linsensystems abgeschaltet wird.
Dies wird dadurch erreicht, daß der Zähler von dem vorher
eingestellten Wert "7" bei der Rückflanke des Signals
des Fühlers 201, das der Öffnung 30-1 entspricht, schrittweise auf
den Wert "8" weitergeschaltet wird (Schritt 74-10),
daß dann der Zähler von "8" entsprechend der Öffnung 30-4
auf "1" geschaltet wird und daß die Verriegelung (Schritt
74-6) bei Feststellen der Änderung des Zählergebnisses (Schritt
74-11) durchgeführt wird. Wenn die folgende Öffnung 30-4
festgestellt wird, trifft das Linsensystem an der dem
zweiten Verkleinerungskopieren entsprechenden Stelle ein,
so daß die Kupplung 209 durch den Zeitgeber TB abgeschaltet
wird, nachdem der Verriegelungsvorgang auf dieselbe
Weise bestätigt worden ist, wie bei der Linsensystemve 04545 00070 552 001000280000000200012000285910443400040 0002003141464 00004 04426rschiebung
in die dem Normalkopieren entsprechende Stellung beschrieben
ist (Schritt 74-9).
Auch das Verschieben und Festhalten des Linsensystems an der
dem ersten Verkleinerungskopieren entsprechenden Stelle
aus der dem Normalkopieren entsprechenden Stelle wird durch
Abschalten des Plungerkolbens 208 durchgeführt, nachdem
die dritte Öffnung 30-3′ durch den Fühler 201 festgestellt
und die Kupplung beim Fühlen der vierten Öffnung 30-3
abgeschaltet worden ist. Dies wird dadurch erreicht,
daß der Zähler bei jedem Signal von dem Fühler 201 schritt
weise weitergeschaltet wird und daß festgestellt wird, daß
der Zähler einen Wert "3" hat (Schritt 74-12).
Ferner kann die Linsensystemverschiebung von der dem Normalkopieren
entsprechenden Stelle in die dem Vergrößerungskopieren entsprechende
Stelle in ähnlicher Weise durchgeführt werden, indem
die fünfte und sechste Öffnung 30-4′ und 30-4 verwendet
und der Zählerwert "5" festgestellt wird (Schritt 74-13)
wie in Fig. 12-2 dargestellt.
Bei der Linsensystemverschiebung von der dem zweiten
Verkleinerungskopieren entsprechenden Stelle an die dem
Vergrößerungskopieren entsprechende Stelle sind die Öffnungen
30-4′ und 30-4 für diese Stelle die dritte bzw. vierte
Öffnung von der dem zweiten Verkleinerungskopieren entsprechenden
Stelle aus. In diesem Fall ist bereits eine
Zahl "2" in dem Linsenzähler eingestellt, so daß die
Vorbereitung zum Stoppen der Linse durchgeführt wird, wenn der
Linsenzähler "5" nach Inkrementieren um 3 von dem Fühler
erhaltene Zählwerte erreicht. Andere Verschiebungen werden
in ähnlicher Weise durchgeführt.
Auf diese Weise kann bei der vorliegenden Ausführungsform
nicht nur die Verschiebung und Festlegung des Linsensystems
mit einem einfachen Aufbau gesteuert werden, sondern es
kann auch direkt von dem ersten auf das zweite Verkleinerungs
kopieren oder auf das Vergrößerungskopieren ohne eine
komplizierte manuelle Betätigung geschaltet werden, wobei
über die Stelle für das Normalkopieren hinweggegangen wird.
Obwohl bei dieser Ausführungsform zwei Scheiben 203 und 204
verwendet werden, kann die Scheibe 203 mit einer optisch oder
magnetisch feststellbaren, konzentrischen Spur versehen werden,
um mit dieser die Signale für den Fühler 202 zu erzeugen.
Ein derartiges Verfahren ist auch bei der Verschiebung
und Festlegung von Farbfiltern und von Entwicklungsein
richtungen in einem Farbkopierer oder zum Einstellen von
Spiegeln 24 und 25 anwendbar, wenn dies beim Kopieren mit einem
geänderten Maßstab gefordert wird.
Wenn das in Fig. 4-4 dargestellte Programm noch durchgeführt
wird, d. h. das Linsensystem nach 7 s vom Erregen des Plunger
kolbens 208 an gerechnet noch nicht an der geforderten Stelle
festgehalten ist, wird das Programm auf das Unterprogramm
X gesteuert (Schritt 74-14), um Daten, die die Abweichung
des Linsensystems vom Normalzustand anzeigen, für eine serielle Übertragung
an den Folgemikrocomputer zu setzen (Schritt 74-15), um die
Anzeigesegmente a bis g zu steuern, um "EO" auf der Anzeige
einheit 68 anzuzeigen und um den Zustand zu halten, bis
der Hauptschalter abgeschaltet wird. Entsprechend diesen
Daten unterbricht dann der Folgemikrocomputer den Kopier
vorgang. Beim Ausschalten des Hauptschalters werden der
Direktzugriffsspeicher und die E/A-Einheiten gelöscht, und das
Programm geht auf das Unterprogramm (Schritt 63) über,
um das Anschalten des Hauptschalters festzustellen, wie in
Fig. 4-1 dargestellt ist, und erreicht einen Bereitschafts
zustand. Folglich kann eine vorübergehende Störung bei der
Durchführung des Programms durch Anschalten des Hauptschalters
wieder behoben werden und die Änderung der Bildvergrößerung
wiederholt werden.
Auch der Zeitgeber TA kann synchron mit dem Eingeben einer
Forderung bezüglich der das Normalkopieren betreffenden
Stelle von dem Folgemikrocomputer (beispielsweise Schritt
67 in Fig. 4-1) oder der Betätigung des Kopierstart
schalters gestartet werden.