DE3145021C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein Typenrad für einen Drucker
nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Ein derartiges Typenrad ist aus der DE-OS 27 19 249 bekannt.
Gemäß dieser bekannten Konstruktion ist ein Typenrad dreh
bar gehaltert und wird mit Hilfe eines Antriebsmotors ange
trieben, um eine gewünschte Type in eine Druckstellung zu
bringen. Wenn die Type in eine gewünschte Druckstellung
gebracht ist, wird ein Hammer ausgelöst, der dann auf die
rückseitige Fläche des in Lage gebrachten Typenfingers
aufschlägt, um diesen gegen den Aufzeichnungsträger zu
schlagen. Das Typenrad umfaßt auch bei dieser bekannten
Konstruktion eine Nabe und eine Anzahl Finger, die in
radialer Richtung von der Nabe ausgehen, wobei jeder Finger
einen entlang dessen Längsrichtung festgelegten Druckabschnitt
bzw. Typenkopf aufweist, welcher wiederum eine Type an seiner
Vorderseite trägt. Auf der Rückseite der jeweiligen
Finger ist eine ebene Aufschlagfläche ausgebildet. Eine
vordere Aufschlagfläche eines Hammerelements ist ebenfalls
eben ausgebildet, so daß der Hammer mit seiner vorderen
ebenen Fläche auf eine zugeordnete ebene Aufschlagfläche
auf der Rückseite des jeweiligen Fingers aufschlägt.
Aus der DE-OS 23 47 640 ist eine Vorrichtung in Schreib
maschinen und ähnlichen Maschinen zum Abdrucken von
Typenzeichen bekannt, wobei ein Typenrad zur Anwendung
gelangt, das in radialer Richtung verlaufende Finger
aufweist, an deren Endbereiche die Typen auf einer
Seite vorgesehen sind. Auf der gegenüberliegenden
Aufschlagseite der jeweiligen Finger sind Zentrier
ansätze vorgesehen, die aus keilförmigen Fortsätzen
bestehen, die von der hinteren Oberfläche der jeweiligen
Finger abstehen. Bei dieser bekannten Konstruktion ergibt
sich, daß die gesamte Baudicke des Typenrades durch die
auf der hinteren Fläche aufgesetzten Zentrieransätze
vergrößert ist. Die Aufschlagfläche besteht ferner aus
schließlich aus keilförmig verlaufenden Flächen der
Zentrieransätze, was aber dazu führt, daß die Realisierung
einer breitflächigen Aufschlagfläche, die für einen
sicheren Abdruck eines jeweiligen Typen erforderlich ist,
nicht möglich ist. Durch die genannten Zentrier
ansätze auf der Rückseite der jeweiligen Finger wird außer
dem das Gewicht und damit die beim Aufschlag zu beschleuni
gende Masse relativ hoch, was wiederum die Neigung zur
Ausbildung von Vibrationen begünstigt. Dadurch wird ferner
auch die maximal mögliche Aufschlaggeschwindigkeit ver
mindert, da nach dem jeweiligen Druckvorgang bzw. Auf
schlagvorgang der betreffende Finger erst einen gewissen
statischen Zustand erreichen muß, bevor ein einwandfreier
nachfolgender Druckvorgang ausgelöst werden kann.
Aus der DE-OS 24 30 292 ist ein Typenrad für Drucker
bekannt, bei der die Typen auf verdickten Ansätzen an den
freien Enden der jeweiligen Finger ausgebildet sind. Durch
diese bekannte Konstruktion wird erreicht, daß die Schwing
frequenz (Eigenschwingfrequenz) des jeweiligen Fingers
erniedrigt wird, wodurch aber die Druckgeschwindigkeit
reduziert wird.
Die Aufschlagfläche kann auch bei dieser bekannten Kon
struktion keilförmig gestaltet sein, wobei aber die
ebene Fläche nicht als Aufschlagfläche dient, sondern
ausschließlich die keilförmig verlaufenden Flächen als
Aufschlagflächen genutzt werden. Dies führt aber nicht
zu einer flächenmäßig gleichförmigen Verteilung des
Aufschlagimpulses auf der vorderen Typenfläche.
Schließlich ist aus der DE-OS 17 61 390 eine Typenabdruck
vorrichtung für Schreib- oder ähnliche Maschinen bekannt,
bei der die Aufschlagfläche zwischen Hammerelement und
Type sehr kompliziert gestaltet ist. Auch bei dieser be
kannten Konstruktion wird aber nicht sichergestellt, daß
der Aufschlagimpuls möglichst auf eine große Fläche ent
sprechend der vorderen Fläche des jeweiligen Typen ver
teilt wird, wobei noch hinzukommt, daß auch bei dieser
bekannten Konstruktion auf der Rückseite des Typen Fort
sätze ausgebildet werden müssen.
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe besteht darin,
ein Typenrad der angegebenen Gattung zu schaffen, bei dem
eine zentrierte Führung des Typenkopfes erfolgt und Material
ermüdungen verringert werden.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im Kennzeich
nungsteil des Anspruches 1 aufgeführten Merkmale gelöst.
Besonders vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen
der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen 2 bis 9.
Im folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbei
spielen unter Hinweis auf die Zeichnung näher erläutert.
Es zeigen
Fig. 1(A) und (B) in größerem Maßstab der ins einzelne ge
hende Aufbau des Druckabschnittes des Typen
rades mit Merkmalen nach der Erfindung;
Fig. 2(A) und (B) weitere Ausführungsformen mit Merkmalen nach der Er
findung; und
Fig. 3 eine Schrägansicht noch einer weiteren Aus
führungsform mit Merkmalen nach der Erfindung.
In Fig. 1(A) und (B) ist im einzelnen der Aufbau des Druck
abschnitts 4 des Typenrades gemäß einer Ausführungsform mit
Merkmalen nach der Erfindung dargestellt. Der Druckabschnitt 4 ist in
Längsrichtung des Fingers 3 ausgebildet und weist an seiner
Vorderseite 29 zwei Typenköpfe mit zwei Typen 16 a und 16 b auf. Die Vorderseite
kann jedoch auch nur mit einem einzigen Typenkopf bzw. Type versehen sein.
Die Rückseite 26 des Druckabschnitts 4 weist ein Paar An
schlagzonen 40 a und 40 b auf, die bezüglich der Lage der
beiden Typen 16 a bzw. 16 b festgelegt sind. Jede der Anschlag
zonen 40 a und 40 b ist aus einem ebenen Teil 41 und zwei
keilförmigen Flächen 42 a und 42 b gebildet, die von dem ebenen
Teil 41 aus in einer Richtung, die im wesentlichen senkrecht
zu der Längsrichtung des Fingers 3 verläuft, in entgegen
gesetzten Richtungen schräg nach abwärts abfallen. Die ebe
nen Teile 41 der Zonen 40 a bzw. 40 b sind, wie am besten in
Fig. 1(A) dargestellt ist, in entgegengesetzten Richtungen
geneigt. Hierdurch ist ein angemessener Flächenkontakt zwi
schen dem Druckabschnitt 4 und dem zugeordneten Hammer si
chergestellt, obwohl es zwischen den beiden Typen 16 a und
16 b Unterschiede in der Größe der Ablenkung gibt.
Der obere Teil 41 jeder der Anschlagzonen 40 a und 40 b weist
einen oberen ebenen Flächenabschnitt 43, einen unteren ebenen Flächenabschnitt 44
und einen dazwischen liegenden ebenen Flächenabschnitt 45 auf. Der obere
ebene Flächenabschnitt 43 ist nahe dem Oberteil des Typenkopfes und der
untere ebene Flächenabschnitt 44 ist nahe der Unterseite des Typenkopfes
festgelegt. Wie am besten aus Fig. 1(B) zu ersehen ist,
haben die oberen und unteren ebenen Flächenabschnitte 43 und 44 vor
zugsweise eine Breite, welche im wesentlichen der Breite der
Rückseite 26 des Druckabschnitts 4 entspricht, und der da
zwischen liegende ebene Flächenabschnitt 45 hat eine geringere Breite
welche entsprechend schmaler ist als die Breite der oberen
und unteren ebenen Flächenabschnitte 43, 45, wodurch die beiden keilförmigen
Flächen 42 a und 42 b so festgelegt sind, daß sie von den
Seiten des oberen Flächenabschnitts 45 in entgegengesetzten
Richtungen schräg abwärts abfallen.
Der Finger 3 ist hinreichend flexibel, so daß der Druckab
schnitt 4 bezüglich der Nabe zumindest dann verschiebbar
bzw. verbiegbar ist, wenn ein Hammer dagegen geschlagen
wird. Der Druckabschnitt 4 kann aus demselben Material wie
der Finger 3 hergestellt sein; allerdings sollte der Druck
abschnitt 4 wesentlich härter ausgebildet sein als der
Finger 3, in dem beispielsweise ein Härtungsmittel oder Ver
steifungs- bzw. Verstärkungsteile hinzugefügt werden.
Fig. 2(A) und 2(D) zeigen verschiedene abgewandelte Aus
führungen der Rückseite 26 des Druckabschnitts 4.
In Fig. 2(A) hat der ebene
Flächenabschnitt 45 eine Breite, welche im wesentlichen der Breite der
Rückseite 26 oder des Druckabschnitts 4 entspricht, und die
oberen und unteren ebenen Flächenabschnitte 43 und 44 haben eine gerin
gere Breite, welche entsprechend schmaler ist als die Brei
te des ebenen Flächenabschnitts, wodurch zwei Paar keilförmiger
Flächen nämlich 42 a, 42 b und 42 c, 42 d geschaffen sind, die von
den Seiten der oberen bzw. unteren ebenen Flächenabschnitte 43, 44
schräg abwärts abfallen. In Fig. 2(B) ist eine andere Aus
führungsform dargestellt, in welcher der ebene Flächenabschnitt
45′ mit einer geringeren Breite tiefer angeordnet ist,
so daß die Ebene, die durch den ebenen Flächenabschnitt 45′
festgelegt ist, tiefer liegt, als die Ebene, die durch die
oberen und unteren ebenen Flächenabschnitte 43 und 44 festgelegt ist.
Ferner
können auch geneigte Endflächen 46 und 47 so ausgebil
det werden, wie in Fig. 3 dargestellt ist. Diese Ausführung
ist vorteilhaft und zweckmäßig, um ein Entstehen von
Spannungs- bzw. Belastungskonzentrationen zu vermeiden, wenn
der Druckabschnitt 4 von dem Hammer getroffen wird, so
daß dadurch dann die Lebensdauer des Typenrades
erheblich verlängert werden kann.
Claims (9)
1. Typenrad für einen Drucker, in welchem das Typenrad
drehbar gehaltert und angetrieben wird, um eine gewünschte
Type in eine Druckstellung zu bringen, in welcher die ge
wünschte Type zur Ausbildung eines Abdrucks von einem
Hammer getroffen wird, wobei das Typenrad eine Nabe und
eine Anzahl Finger aufweist, die in radialer Richtung von
der Nabe ausgehen, wobei jeder Finger einen entlang dessen
Längsrichtung festgelegten Typenkopf aufweist, welcher
eine Type an seiner Vorderseite trägt und dessen Rückseite
mindestens eine ebene Aufschlagfläche aufweist,
dadurch gekennzeichnet, daß
- a) die ebene Aufschlagfläche wenigstens einen Flächenab schnitt (43, 44; 45′; 52) aufweist, dessen Breite mindestens so groß wie die Fingerbreite und höchstens so groß wie die Typenkopfbreite ist, und wenigstens einen weiteren Flächenabschnitt (45; 43 a; 44 a; 51) aufweist, der als Stegfläche ausgebildet ist, welche sich symmetrisch zur Längsachse des Fingers in radialer Richtung erstreckt, wobei die Stegfläche eine Breite hat, die zur Kraftübertragung geeignet ist und der Flächenabschnitt (43, 44; 45′; 52) und der weitere Flächenabschnitt (45; 43 a, 44 a, 51) zusammen die Höhe des Typenkopfes überspannen und
- b) ausgehend von dem wenigstens einen weiteren Flächen abschnitt (45; 43 a, 44 a, 51) keilförmige Flächen (42 a-d) ausgebildet sind, die symmetrisch zur Längs achse des Fingers ausgebildet sind und im Zusammen wirken mit im wesentlichen komplimentär ausgebildeten Hammerflächen eine seitliche Führung des Typenkopfes bewirken.
2. Typenrad nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß jeder Finger
(3) zwei Typenköpfe aufweist, die in radialem
Abstand voneinander am jeweiligen Finger (3) angeordnet
sind.
3. Typenrad nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß ein breiter
Flächenabschnitt (43) den Bereich zwischen den jeweils
zwei Typenköpfen im wesentlichen überbrückt.
4. Typenrad nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, daß jeder der
zwei Typenköpfe einen Flächenabschnitt (45)
aufweist, der als Stegfläche ausgebildet ist, wobei keil
förmige Flächen (42 a, 42 b) ausgehend von der jeweiligen
Stegfläche ausgebildet sind.
5. Typenrad nach einem der Ansprüche 2 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß sowohl die
breiten ebenen Flächenabschnitte (43, 44; 45′; 52) als
auch die weiteren als Stegfläche ausgebildeten Flächen
abschnitte (45; 43 a, 44 a; 51) zur Längsachse des jewei
ligen Fingers (3) geneigt verlaufen.
6. Typenrad nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die breiten
ebenen Flächenabschnitte (43, 44) und der weitere als
Stegfläche ausgebildete Flächenabschnitt (45) des radial
außenliegenden Typenkopfes eine erste Neigung zur Längs
achse des betreffenden Fingers (3) aufweisen, und daß die
breiten ebenen Flächenabschnitte (43, 44) und der weitere
als Stegfläche ausgebildete Flächenabschnitt (45) des
radial innenliegenden Typenkopfes des betreffenden Fingers
(3) eine zweite zur ersten Neitung entgegengesetzte
Neigung zur Längsachse des betreffenden Fingers (3) auf
weisen.
7. Typenrad nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß der breite
ebene Flächenabschnitt (41) am radial außenliegenden Ende
auf der dem jeweiligen Typen gegenüberliegenden rückseitigen
Fläche ausgebildet ist.
8. Typenrad nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß sich die Steg
fläche (44 b) bis über den in radialer Richtung innenliegenden
Rand des Typenkopfes hinaus erstreckt.
9. Typenrad nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß der Druckab
schnitt (4) jedes Fingers (3) wesentlich härter ausgebildet
ist als der übrige Teil des Fingers (3).
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