DE3149690A1 - Vorrichtung zum umscheren des hubseils bei kranen - Google Patents

Vorrichtung zum umscheren des hubseils bei kranen

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Peter 7950 Biberach Milotzke
Anton 7910 Neu-Ulm Rudolf
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Liebherr Werk Biberach GmbH
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    • B66HOISTING; LIFTING; HAULING
    • B66DCAPSTANS; WINCHES; TACKLES, e.g. PULLEY BLOCKS; HOISTS
    • B66D3/00Portable or mobile lifting or hauling appliances
    • B66D3/04Pulley blocks or like devices in which force is applied to a rope, cable, or chain which passes over one or more pulleys, e.g. to obtain mechanical advantage
    • B66D3/043Block and tackle system with variable number of cable parts

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Load-Engaging Elements For Cranes (AREA)

Description

  • Vorrichtung zum Umscheren des Hubseils
  • bei Kranen BESCHREIBUNG Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung nach dem Gattungsbegriff des Patentanspruchs 1. Derartige Vorrichtungen dienen der Erzielung einer grö-ßeren Tragfähigkeit.
  • Bei einer aus der DE-OS 28 45 874 bekannten Vorrichtung dieser Gattung dienen als Aufhängeeinrichtung zwei Aufhängelaschen, die je mit einem Aufhängebolzen und einer höhergelegenen Raste ausgerüstet sind. Ferner ist eine der Aufhängelaschen mit einem Anschlag versehen, der ein Aufeinanderfallen der Aufhängelaschen im Ruhestand verhindert und eine Einfahröffnung markiert, in die der Anker der Umscher-Flasche einlaufen kann. Der Anker ist als Ankerhaken mit seitlichen Aufhängehaken und einem spitzauslaufenden Kopf ausgebildet, auf dem in einem Gelenklager zwei freibewegliche Spreitzklinken gelagert sind. Durch Hochfahren der Hakenflasche erden die Aufhängelaschen auseinandergespreizt und läßt sich der Ankerhaken mit seinen Aufhängehaken auf den Aufhängebolzen der Aufhängelaschen einsetzen, wozu die Hakenflasche wieder etwas nach untenbewegt werden muß. Durch erneutes und weiters Hochfahren der Hakenflasche können die Spreitzklinken auf der Spitze des Kopfes des Ankerhakens in Eingriff mit den im Mittelteil der Aufhängelaschen vorgesehenen Rasten gebracht werden, über die die Spreitzklinken beim anschließenden Herabfahren des Ankerhakens soweit auseinandergespreitzt sind, daß die Aufhängehaken von den Aufhängebolzen freikommen und der Ankerhaken mit der Umscher-Flasche frei absenkbar ist. Diese bekannte Vorrichtung vermittelt also bereits den Vorteil, daß von der Kabine des Kranführers aus jederzeit selbsttätig umgeschert werden kann, ohne daß ein direkter, manueller Eingriff in das Krangeschirr nötig ist. Es ferner bereits möglich, die über den normalen Anhaltepunkt der Hubendschdltung erfolgenden Hub schaltungen in die Kransteuerung zu integrieren, sodaß ein vollautomatischer Ablauf jedes Umschervorganges herbeiführbar ist. Nachteilig an der bekannten Vorrichtung ist es jedoch, daß sie keinen Schutz vor dem Herausspringen der Umscher-Flasche-(aus ihrer Aufhängung in der Laufkatze bei schlagartigem Lastwechsel im Hubseil bietet.
  • Ferner ist ein ungewolltes Lösen der Umscher-Flasche aus ihrer Aufhängung durch Bedienungsfehler, nämlich zu weites Hochfahren der Hakenflasche, nicht zuverlässig ausgeschlossen.
  • Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die Vorrichtung nach dem Gattuncsbegriff des Anspruchs 1 derart zu verbessern, daß eine sichere d.h. weder durch schwersten plötzlichen Lastwechsel im Hubseil noch durch Bedienungsfehler ungewollt lösbare Verbindung der Umscher-Flasche mit der Laufkatze herbeigeführt ist.
  • Die Lösung der gestellten Aufgabe erfolgt durch die Merkmale des Kennzeichens des Anspruches 1. Beim Hochfahren der Hakenflasche mit der Umscher-Flasche werden, was der zeichnerisch dargestellten Ausführungsform entspricht, zwei an beiden Außenseiten der Aufnahmebleche auf einer Achse gemeinsam schwenkbare, mit wenigstens annähernd waagerechter Ruhestellung angeordnete Klinken von den eindringenden überstehenden Teilen des Querstegs angehoben und um weniger als 90 Grad verschwenkt, bevor sie nach Freigabe durch den Quersteg wieder in ihre Ausgangsstellung zurückfallen.
  • Das ist dadurch ermöglicht, daß die beiden im Abstand nebeneinander parallel angeordneten Aufnahmebleche mit je einem fluchtenden senkrechten Schlitz versehen sind, dessen Breite ein Eindringen des überstehenden Teils des Querstegs zuläßt. Die aus der Aufnahme zwischen den Hakenflaschen-Seilrollen herausziehbare Umscher-Flasche zum wechseln von zweisträngigem auf viersträngigen Betrieb wird also formschlüssig in verriegelbare Aufnahmebleche am Rollenträger der Laufkatze eingesetzt, ohne das ein unbeabsichtigtes Ausklinken möglich ist.
  • Beim Absenken der Hakenflasche mit der Umscher-Flasche werden die Klinken von den überstehenden Teilen des Quersteges der Umscher-Flasche beaufschlagt, die dadurch festsind gehalten, sodaß die Hakenflasche allein weiter absenkbar ist und sich das Hubseil um den Umfang der Seilrolle der Umscher-Flasche legt, wodurch die viersträngige Betriebssituation entsteht. Ein ungewolltes Lösen der Umscher-Flasche aus ihrer Aufhängung durch Bedienungsfehler oder zu weites Hochfahren der Hakenflasche ist zuverlässig ausgeschlossen.
  • In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist die Vorrichtung auch zum Umscheren des Hubseils vom viersträngigen Betrieb zurück auf den zweisträngigen Betrieb geeignet. Dazu dienen die Merkmale des Patentanspruchs 2. Erst wenn die Laufkatze mit dem Rollenträger mit in oberer Endstellung befindlicher Hakenflasche und Umscher-Flache gegen eine in der Nähe des am Kranturm, angelenkten Endes des Kranauslegers vorgesehene schiefe Ebene verfahren wird, die mit dem auf der Außenseite einer der Klinken befindlichen Steuerbolzen zusammenarbeitet, werden die Verriegelungs-Klinken soweit angehoben, daß der Quersteg freigegeben wird und die Kranflasche mit der Umscher-Flasche gemeinsam abgesenkt werden kann.
  • Der einfache Aufbau der Vorrichtung läßt keine Bedienungsfehler zu. Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß anderweitigen Anforderungen genügende Kräne ohne weiteres lediglich durch Austausch der Hakenflasche mit einer erfindungsgemäßen Vorrichtung nachgerüstet werden können.
  • Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung ist durch eine derartige Tiefe der Aufnahme der Hakenflasche gekennzeichnet, daß die Seilrolle der Umscher-Flasche unterhalb des Hubseils angeordnet ist. Durch diese Anordnung der Seilrolle der Umscher-Flasche ist bei zweisträngigem Betrieb das Hubseil innerhalb der Haken-Flasche nicht durch Biegewechsel beansprucht, wodurch sich die Lebensdauer des Hubseiles erhöht.
  • Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnung näher erläutert. In dieser zeigen Fig. 1 die Vorrichtung bei zweisträngigem Betrieb, Fig. Fig. 2 die Vorrichtung beim Wechsel von zwei- auf viersträngigen Betrieb, unmittelbar bevor die soeben freigegebene Klinke in ihre Ausgangsstellung zurückfällt, Fig. 3 die Vorrichtung bei vierträngigem Betrieb und Fig. 4 die Vorrichtung beim Wechsel von vier- auf zweisträngigen Betrieb.
  • Wie sich aus Fig. 1 ergibt, bewegt sich auf einer Laufkatzenschiene 1 eines Kranauslegers eine Laufkatze 2 mit ihren Laufrollen 3, einem Rollenträger 4 und Seilrollen 5, 6. Das Hubseil 7, in welchem eine Haken-Flasche 8 mit einem Lasthaken 9 hängt, läuft zunächst über die Seilrolle 6 des Rollenträgers 4, anschließend über die Seilrollen 10, 12 der Haken-Flasche 8 und dann über die Seilrolle 5 des Rollenträgers 4. In einer Aufnahme der Haken-Flasche 8 ist eine nach oben herausziehbare Umscher-Flasche 13 mit einer zusätzlichen Seilrolle 11 angeordnet. Ein Quersteg 14 durchdringt das obere Ende der Umscher-Flasche 13.
  • In der Mitte zwischen den Achsen der Seilrollen 5, 6 sind zwei in der Hubachse der IIaken-Flasche 8 und des Quer stegs -14 senkrecht geschlitzte Aufnahmebleche 15 angeordnet, an deren Außenseiten zwei miteinander über eine Achse 16 fest verbundene Klinken 17 schwenkbar gelagert sind, von denen eine einen Steuerbolzen 18 aufweist. Die Klinken 17 sind in ihrer Ruhestellung annähernd waagerecht angeordnet. Beim Hochfahren der Haken-Flasche 8 mit der Umscher-Flasche 13 werden sie von den eindringenden, überstehenden Teilen des Quersteges 14 angehoben und um weniger als 90 Grad verschwenkt. Denn der Schwenkwinkel der Klinken 17 ist durch Anschläge 19, 20 begrenzt. Die Klinken 17 fallen infolgedessen nach. Freigabe durch den Quersteg 14 wieder in ihre waagerechte Ausgangs;lage zurück.
  • Wie sich aus Fig. 4 ergibt, ist in der Nähe des am Kranturm angelenkten Endes des Kranauslegers eine schiefe Ebene 21 mit einem nach oben versetzten, zur Bewegungsrichtung der Laufkatze 2 parallelen Auslauf angeordnet, und zwar derart, daß, wenn der Rollenträger 4 der Laufkatze 2 bei in oberer Endstellung befindlicher Haken-Flasche 8 nebst Umscher-Flasche 9 in Richtung Kranturm verfahren wird, der auf der Schwenkachse 16 gegenüberliegenden Seite der Klinke 17 angeordnete Steuerbolzen 18 sich entlang der schiefen Ebene 21 bis zu deren nach oben versetzten , zur Bewegungsrichtung der Laufkatze 2 parallelen Auslauf bewegt, wodurch die Klinke 17 um ihre Schwenkachse 16 verschwenkt wird, der Quersteg 14 freikommt und die Haken-Flasche 8 mit Umscher-Flasche 13 gemeinsam absenkbar ist.
  • Die Vorrichtung arbeitet wie folgt: Bei zweisträngigem Betrieb läuft gemäß Fig. 1 das Hubseil 7 über die Seilrolle 6 der Laufkatze 2, die Seilrollen 10 und 12 in der Haken-Flasche 8 und die Seilrolle 5 der Laufkatze 2. Die Seilrolle 11 der Umscher-Flasche 13 berührt das Seil nicht.
  • Die Aufwärtsbewegung der Haken-Flasche 8 wird im Normalbetrieb begrenzt, damit der Quer steg nicht ungewollt in die Haltebleche 15- einklinkt.
  • Zur Umscherung von zweisträngigem auf vierstängigen Betrieb wird die Hubbegrenzung überbrückt und, wie aus Fig. 2 ersichtlich, die Haken-Flasche 8 weiter nach oben bezogen, sodaß der Quersteg 14 der Umscher-Flasche 13 in den trichterförmig ausgebildeten Schlitz der Aufnahmebleche 15 einfährt, die auf dem Anschlag 19 ruhenden Klinken 17 anhebt und diese um ihre Achse 16 verschwenkt, indem er an der Unterseite der Klinken 17 bis zu deren Ende entlang gleitet. Der Anschlag 20 verhindert, daß die Klinke einen instabilen Zustand erreichen kann. Bevor der Quersteg 14 seine Höchststellung erreicht, hat er die Klinken 17 freigegeben und diese sind unter ihrem Eigengewicht in ihrer Ausgangsstellung auf den Anschlag 19 zurückgefallen. Beim Ablassen der Haken-Flasche 8 bleibt nun der Quersteg 14 auf den Oberseiten der Klinken 17 liegen und bewirkt den viersträngigen Betriebszustand, bei.'dem die Aufwärtsbewegung der Haken-Flasche 8 nicht begrenzt zu werden braucht, weil ein versehentliches Ausklinken des Quersteges aus den Aufnahmeblechen 15 nicht möglich ist, wie sich aus Fig. 3 ergibt.
  • Zum Umscheren vom viersträngigen in den zweisträngigen Betrieb wird, wie sich aus Fig. 4 ergibt, die lastfreie Haken-Flasche 9 im vorderen Bereich des Kranauslegers in ihre-Höchststellung gefahren, wobei sie die Umscher-Flasche 13 in sich aufnimmt und den Quersteg 14 bis zum oberen Ende der Schlitze in den Aufnahmeblechen 15 bewegt. Dann fährt die Laufkatze 2 in Richtung Kranturm, bis sie kurz vor dem dortigen Ende des Auslegers die schiefe Ebene 21 erreicht.
  • Der im Bereich der schiefen Ebene 21 angeordnete Steuerbolzen 18 bewegt sich an ihr entlang mit der weiter in Richtung Kranturm fahrenden Laufkatze 2. Dabei werden die Klinken 17 soweit angehoben, daß sie die Schlitze in den Aufnahmeblechen 15 gänzlich freigeben. Die Haken-Elasche 8 wird mit gehaltterUmscher-Flasche 13 abgesenkt. Beim Zurückfahren der Laufkatze 2 in Richtung des anderen Endes des Kranauslegers gleitet der Steuerbolzen 18 in anderer Richtung entlang der schiefen Ebene 21, bis er von ihr abhebt. Die Klinken 17 nehmen dann wiederum ihre aus Fig. 1 ersichtiche, annähernd waagerechte Ruhestellung auf dem Anschlag 19 ein. Der zweisträngige Betriebszustand ist wieder hergestellt. Die Aufwärtsbewegung der Haken-Flasche 8 ist wieder zu begrenzen.
  • Die Bedienung der Vorrichtung erfolgt ausschließlich und allein durch den Kranführer oder eine automatische Steuerung.
  • Leerseite

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE 1. An einem Kran mit Laufkatze angeordnete Vorrichtung zum Umscheren eines Hubseils von zweisträngigem auf viersträngigen Betrieb, die aus einer in einer zwischen zwei Seilrollen befindlichen Aufnahme einer Hakenflasche angeordneten, herausziehbaren Umscher-Flasche mit einer Seilrolle und einem Anker einerseits und andererseits aus einer an einem Rollenträger der Laufkatze angeordneten, selbsttatig wirkenden Aufhängeeinrichtung für den Anker der Umscher-Flasche besteht, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß die Aufhängeeinrichtung aus einem senkrecht geschlitzten, mit einer Klinke (17) verriegelbaren Aufnahmeblech (15) und der Anker der Umscher-Flasche (13) aus einem an deren oberen Ende angeordneten Quer steg (14) mit zur Seilrollenachse parallel verlaufender Längsachse besteht.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Klinke (17) an ihrem freien Ende einen Steuer~ bolzen (18) aufweist und daß in der Nähe des am Kranturm angelenkten Endes des Kranauslegers eine schiefe Ebene (21) mit einem nach oben versetzten, zur Bewegungsrichtung der Laufkatze (2) parallelen Auslauf derart angeordnet ist, daß bei einem Verfahren der Laufkatze (2) in Richtung Kranturm mit in ihrer oberen Endstellung befindlicherHakenflasche (8) sich der Steuerbolzen (18) der Klinke (17) entlang der schiefen Ebene (21) bewegt, wodurch die Klinke (17) um ihre Schwenkachse (16) bis zur Freigabe des Querstegs (14) des Ankers der Umscher-Flasche (13) anhebbar ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2 dadurch gekennzeichnet, daß der Schwenkwinkel der Klinke (17) durch Anschläge (19, 20) derart begrenzt ist, daß sie unter ihrem Eigengewicht stets auf den Verriegelungsanschlag (19) zurückschwenkt.
  4. 4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet durch eine derartige Tiefe der Aufnahme der Hakenflasche (8), daß die Seilrolle (11) der Umscher-Flasche (13) unterhalb des Hubseils (7) angeordnet ist.
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