DE317660C - - Google Patents
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02K—DYNAMO-ELECTRIC MACHINES
- H02K19/00—Synchronous motors or generators
- H02K19/16—Synchronous generators
- H02K19/36—Structural association of synchronous generators with auxiliary electric devices influencing the characteristic of the generator or controlling the generator, e.g. with impedances or switches
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Power Engineering (AREA)
- Iron Core Of Rotating Electric Machines (AREA)
Description
AUSGEGEBEN
AM 23. DEZEMBER 1919
AM 23. DEZEMBER 1919
Bei.. Wechselstrorngeneratoren tritt häufig,
der Fall ein, daß die Spannungserhöhung, die bei plötzlicher Entlastung auftritt, größer ist
als es die Anlage ,verträgt oder auch als er vorausberechnet wurde. Insbesondere kommen
diese ungünstige» Verhältnisse bei den modernen großen Generatoren mit starker
Ankerrückwirkung in Frage.
Die Verhältnisse seien an Hand der Fig. ι
ίο näher erläutert. Stellt die Kurve I die Leerlaufscharakteristik,
also die Abhängigkeit der Spannung von dem Erregerstrom. eines Generators
dar und bedeutet E die Netzspannung, so sei zur Erzielung dieser Spannung E
bei Leerlauf der Erregerstrom ie, bei Volllast
iv erforderlich. Wird die Maschine nun plötzlich entlastet, so wächst die Spannung
bis zur Höhe E' an. Die Spannungsänderung beträgt alsö>
e''.
Wollte man die Spannungsänderung vermindern, so mußte man derartige Maschinen
meist dadurch abändern, daß man aus dem Stator Windungen entfernte. Die Maschine
arbeitet dann mit einer höheren Feldstärke, was aber andere Unzuträglichkeiten, z. B. zu
hohe Eisenverluste, zur Folge hat. Man hat daher nur in den allerdr-ingendsten Fällen zu
diesem. Mittel gegriffen, konnte in der Mehrzahl der Fälle keine Abhilfe treffen.
Um nun eine der Berechnung gegenüber zu große! Spannuingsänderung der 'fertigen
Maschine auf das richtige Maß zurückzuführen, soll der Erfindung gemäß die Spannungserhöhung
des Wechselstromgenerators auf folgende Weise abgeändert werden.
Man läßt zunächst die erregende magnetomotorische Kraft unverändert und vergrößert
den magnetischen Kraftfluß in den Feldmagneten gegenüber dem Ankerkraftfluß. Dies
geschieht dadurch, daß man für andere Zwecke bekannte magnetische Eisenbrücken zwischen
den Polen anordnet, die bei normalem Betrieb gesättigt sind. Der Kraftfluß dieser Brücken
lagert sich dann über den Kraftfluß. der Magnetschenkel
und vergrößert daher deren Sättigung um ein beträchtliches Maß. Die Charakteristik
dieser gesättigten Eisenbrücken lagert sich also über die Charakteristik für den Ankerkraftfluß. Beide zusammen liefern
.die neue Charakteristik der Maschine, die nun in ihrem oberen Teil, auf den es in der Spannungsänderung
ankommt, und zwar nur in. diesem, nach unten abgebogen wird. In Fig. ι ist die neue Charakteristik mit II bezeichnet.
Ihre Abweichung von der Charakteristik I entspricht bei unverändert gehaltener magnetomotorischer Kraft der Verringerung
des Ankerkraftflusses gegenüber der ursprünglichen Magnetisierungskurve, dem Betrage nach gleich Δ Φ. Bei Entlastung
der Maschine steigt nunmehr bei einem Erregerstrom iv die Spannung auf den Betrag E"
an, die Spannungsänderung beträgt also nur noch e".
Die praktische Durchführung der Erfindung kann auf verschiedene Weise vorgenommen
werden. In Fig. 2 ist als Beispiel ein Polrad mit ausgeprägten Polen dargestellt.
Zur Verminderung der Spannungserhöhung und zur Vergrößerung des Kraftflusses in den
Feldmagneten gegenüber dem Ankerkraftfluß
ίο werden die Polschuhe α durch magnetisierbare
Eisenbrücken b verbunden.
Diese magnetisierbare Brücke stellt einen Streuweg für den Magnetkraftfluß dar, und
zwar wird sie mit Rücksicht auf ihren gegenüber, dem Feldmagneten geringen Eisenquerschnitt
von vornherein- bei allen vorkommenden Feldstärken gesättigt sein.
Um das richtige Maß von Δ Φ einzustellen, geht man auf die Weise vor, daß man
die Brücke mit einem Querschnitt ausführt, der der gewollten Flußänderung entspricht.
Damit sie nicht in radialer Richtung zu dünn wird, muß man sie häufig in achsialer Richtung
kurzer bemessen als die Pollänge bzw. die wirksame Eisenlänge der Maschine. Dies
ist in Fig. 3 veranschaulicht, die eine Aufsicht auf die Anordnung der Fig. 2 darstellt.
Bezeichnet / die achsiale Pollänge der Maschine, so ist die gesamte achsiale Länge der
magnetisch gesättigten Eisenbrücke kürzer gewählt, als diese Pollänge. Die Länge der
Brücke setzt sich nämlich aus den Längen W1, -Mi2, W3 der Teile zusammen, in die die magnetische
Brücke zerlegt ist. Diese Zerlegung der magnetischen Eisenbrücke in einzelne
Teile, deren Zahl oder Breite je nach der erforderlichen
Änderung Δ Φ des Kraftflusses bemessen wird, liefert bequem herstellbare und
einstellbare Querschnitte und behindert die Ventilation nur in geringem Maße.
Die Verwendung eines gesättigten Streuweges
im magnetischen Nebenschluß zur Erregerkreis, wie die magnetisch gesättigte
Eisenbrücke einen solchen darstellt, hat den besonderen Vorteil, daß lediglich die Polsättigung
steigt, die Ankerstreuung dagegen nicht vergrößert wird.
Sollte in einzelnen Fällen durch die Anbringung des magnetischen Nebenschlusses der
Ankerfluß zu sehr geschwächt werden, so muß man. den erregenden Magnetfluß steigern.
Dies kann durch Vergrößerung der erregenden Amperewindungen geschehen. Einfacher
ist es jedoch, bei. Maschinen mit größerem Luftspalt diesen zu verkleinern, indem man
unter die Polschuhe oder Pole Blechscheiben einfügt, wie es bei dem Pol f\ der Fig. 2
durch g veranschaulicht ist.
Ist dagegen von vornherein die erregende Amperewindungszahl zu groß, beispielsweise
wenn das Eisen bessere magnetische Verhältnisse aufweist als es bei der Berechnung vorgesehen
wurde, dann wird man den Luftspalt' durch Abdrehen des Polrades oder des Ankergehäuses
vergrößern.
Durch zweckentsprechende Verbindung dieser Mittel mit der Anordnung gesättigter
Streuwege im magnetischen Nebenschluß zum Erregerkreis hat man es also völlig in der
Hand, die Magnetisierungscharakteristik einer fertigen Maschine nach beliebiger Richtung
; hin zu korrigieren.
Eine andere Ausführungsform der Erfindung ist in den Fig. 4 und 5 veranschaulicht.
Bei diesem Ausführungsbeispiel handelt ies sich um eine Maschine mit in Nuten am Umfange
verteilten Erregerwicklungen. Bei diesen Maschinen werden, um eine magnetisch gesättigte Eisenbrücke zwischen den Polen
zu erzielen, die Nuten, in die die Erregerwicklung c eingebettet ist, teilweise mit magnetisierbaren
Keilen d verschlossen. Um die geeignete Bemessung dieser magnetischen
Brücken zu erzielen, kann man die Spulenseiten magnetisch verschließen, entweder in- ,85
dem man die Keile völlig magnetisch herstellt oder sie radial in Schichten zerlegt, die zum
Teil aus magnetischen! Material bestehen. In der Regel wird es genügen, wenn symmetrisch
zur Polmitte je eine nach der Mitte hin gelegene Nut auf beiden Seiten magnetisch verschlossen
wird. Auch hier ist es zweckmäßig, zur bequemen Einstellung des erforderlichen Streukraftflusses die Eisenbrücke kürzer zu
halten als die Pollänge bzw. wirksame Eisenlänge der Maschine. Man kann dies dadurch
erreichen, daß man, wie aus Fig. 5 ersichtlich ' ist, die eine Aufsicht auf Fig. 4 darstellt, die
Keile d aus magnetischen und unmagnetischen Teilen zusammensetzt, indem man beispielsweise
den, mittleren Teil dt aus dem für, die
Nutenverschlüsse üblichen Material, Messing, herstellt, während die Endteile d2 aus magnetischem
Eisen bestehen. Die Länge dieser Eisenbrücken ergibt sich dann zu O1 + O2,
eine Gesamtlänge, die kürzer ist als die wirksame Eisenlänge η der Maschine.
Claims (2)
- P ate nt-Ansprüche:i. Verfahren zur Verminderung der bei plötzlicher Entlastung von Wechselstromgeneratoren auftretenden Spannungserhöhung, dadurch gekennzeichnet, daß 'der magnetische Kraftfluß in den Feldmagneten gegenüber dem Ankerkraftfluß durch an sich bekannte zwischen den Polen angeordnete Eisenbrücken vergrößert wird, die bei normalem Betrieb derartig gesättigt sind, daß die Magnetisierungskurve (II, Fig. 1) gegenüber derMagnetisierungskurve für die Anordnung ohne Eisenbrücken (I) in ihrem oberen Teile, und zwar nur in diesem, abgeflacht wird.
- 2. Anordnung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die magnetisch gesättigten Eisenbrücken kurzer sind als die Pollänge bzw. die wirksame Eisenlänge der Maschine.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE317660C true DE317660C (de) |
Family
ID=570300
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT317660D Active DE317660C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE317660C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE759306C (de) * | 1939-03-25 | 1953-03-30 | Siemens Schuckertwerke A G | Laeufer fuer Synchronmaschinen |
-
0
- DE DENDAT317660D patent/DE317660C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE759306C (de) * | 1939-03-25 | 1953-03-30 | Siemens Schuckertwerke A G | Laeufer fuer Synchronmaschinen |
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