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Die Erfindung bezieht sich auf eine Schaltungsanordnung für Fernmeldeanlagen, insbesondere PCM-Fernsprechvermittlungsanlagen, mit Vierdrahtverbindungswegen, welche über Vierdrahtleitungen und vierdrähtige verbindungsindividuelle Schalteinrichtungen durchgeschaltet werden, und zu deren Funktionsprüfung die beiden Zweidrahtzweige innerhalb einer dieser Schalteinrichtungen miteinander verbindbar sind, um über einen dieser Zweige übertragene und der Funktionsprüfung dienende Signale dem anderen Zweig zuzuleiten und von hier aus einer Prüfung zuzuführen.
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Eine Schaltungsanordnung dieser Art ist bereits durch die DE-PS 25 33 381 bekannt. Darin wird beschrieben, daß zur Funktionsprüfung einer Vierdrahtleitung, in welcher Verstärker für jede der beiden Übertragungsrichtungen enthalten sein können, eine Prüfeinrichtung mit Prüfsender und Prüfempfänger über eine Vermittlungsstelle mit dieser Vierdrahtleitung verbunden wird, und daß an deren anderem, also entgegengesetztem Ende in einer vierdrahtmäßig aufgebauten Schalteinrichtung vorgesehene Durchschalterelais und Kreuzungsrelais so über die Verbindungsleitung gesteuert werden, daß die beiden Zweidrahtzweige dieser Vierdrahtleitung in dieser verbindungsindividuellen Schalt -einrichtung miteinander verbunden werden; ferner wird zur Funktionsprüfung über den einen der beiden Zweidrahtzweige ein Prüfsignal von dem Prüfsender ausgesendet, das über den betreffenden Zweidrahtzweig der Verbindungsleitung zur genannten verbindungsindividuellen Schalteinrichtung am anderen Ende der Vierdrahtleitung übertragen wird, über Kontakte der Durchschalte- und Kreuzungsrelais von dem einen Zweidrahtzweig auf den anderen Zweidrahtzweig gelangt und über den anderen Zweidrahtzweig der Vierdrahtleitung wieder zurück übertragen wird und von dem Prüfempfänger der Prüfeinrichtung empfangen wird. Mit Hilfe dieser bekannten Einrichtung und der dadurch realisierbaren Prüfmethode ist es also möglich, Vierdrahtleitungen auf ihre Funktionsfähigkeit zu überprüfen, was insbesondere den in den Vierdrahtleitungen enthaltenen Leitungsverstärkern gilt. Geprüft wird also immer der gesamte Nachrichtenweg vom Prüfsender zum Prüfempfänger, wobei dieser der Funktionsprüfung dienende Nachrichtenweg sowohl die Vierdrahtleitung in beiden Richtungen, also zweimal, als auch die an sie angeschlossene verbindungsindividuelle Schalteinrichtung durchläuft.
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Wenngleich es in der genannten deutschen Patentschrift nicht ausdrücklich beschrieben ist, ist bekanntlich eine Vierdrahtleitung der darin beschriebenen Art an jedem ihrer beiden Enden mit einer vierdrahtmäßig aufgebauten verbindungsindividuellen Schalteinrichtung ( Leitungssatz oder Verbindungssatz) verbunden. Mit der bekannten Einrichtung ist es nun nicht ohne weiteres möglich, Funktionsfehler zu lokalisieren.
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Für die Erfindung besteht die Aufgabe, bei einer Schaltungsanordnung der eingangs genannten Art auf möglichst einfache Weise eine Fehlerlokalisierung zu ermöglichen. Bei Eintritt eines Funktionsfehlers soll unterscheidbar sein können, ob sich ein solcher Funktionsfehler innerhalb einer Vierdrahtleitung oder innerhalb derjenigen vierdrähtigen verbindungsindividuellen Schalteinrichtung eingestellt hat, an die die betreffende Vierdrahtleitung angeschlossen ist.
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Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, daß bei Erkennung eines Fehlers an über eine Vierdrahtleitung eintreffenden und über eine vierdrähtige Verbindungsindividuelle Schalteinrichtung empfangenen codierten Signalen in dieser Schalteinrichtung der Zweidrahtzweig für die abgehende Übertragungsrichtung mit demjenigen für die ankommende Übertragungsrichtung über eine Umlenkschalteinrichtung verbunden wird, um die der Funktionsprüfung dienenden Signale, die in der verbindungsindividuellen Schalteinrichtung über den Zweidrahtzweig für die abgehende Übertragungsrichtung ausgesendet werden, dem Zweidrahtzweig für die ankommende Übertragungsrichtung unter Umgehung der an die Schalteinrichtung angeschlossenen Vierdrahtleitung zuzuführen, und daß ein Vergleich der über die Vierdrahtleitung eintreffenden und mit einem Fehler behafteten codierten Signale mit den der Funktionsprüfung dienenden, über die Umlenkschalteinrichtung übertragenen und mit denselben Empfangsschaltmitteln in der verbindungsindividuellen Schalteinrichtung wie die über die Vierdrahtleitung eintreffenden Signale empfangenen Signalen der Fehlerlokalisierung dient.
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Die Erfindung macht also davon Gebrauch, daß über die Vierdrahtverbindungswege übertragene Signale in codierter Form übertragen werden. Durch Verwendung von geeigneten Codes ist es bekanntlich möglich, anhand von fehlerhaft übertragenen codierten Signalen Funktionsfehler an Codiereinrichtungen, Decodiereinrichtungen und Übertragungseinrichtungen (Leitungen und Verstärker und dgl.) zu erkennen und solche Fehler sogar nach ihrer jeweiligen Art voneinander zu unterscheiden. Das zusätzliche Problem der Fehlerlokalisierung löst die Erfindung mit Hilfe der zuvor aufgeführten kennzeichnenden Merkmale. Dabei läßt sich unterscheiden, ob der Fehlerort eines aufgetretenen Funktionsfehlers innerhalb einer verbindungsindividuellen vierdrähtigen Schalteinrichtung oder außerhalb derselben, und zwar innerhalb der an sie angeschlossenen Vierdrahtleitung liegt. Eine Aussendung eines besonderen Prüfsignales über die Vierdrahtleitung ist im erfindungsgemäßen Falle nicht erforderlich, weil bereits die der Nachrichtenübertragung dienenden Signale Funktionsfehler erkennbar machen. Die erfindungsgemäß der Funktionsprüfung dienenden und über die Umlenkschalteinrichtung übertragenen Signale dienen in erster Linie der Fehlerlokalisierung.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung nur in wesentlich zu ihrem Verständnis beitragenden Bestandteilen darstellt.
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Eine konventionelle Vermittlungsstelle W steht über eine PCM-Verbindungsleitung U, die bekanntlich eine Vielzahl von verbindungsindividuell belegbaren Nachrichtenkanälen umfaßt, mit einer PCM-Vermittlungsstelle T in Verbindung. Pro Nachrichtenverbindung ist bekanntlich je ein Kanalpaar vorgesehen, von dem der eine Kanal für die Übertragung der verbindungsindividuellen PCM-Signale in der einen Richtung und der andere Kanal für die Übertragung der verbindungsindividuellen PCM-Signale in der anderen Richtung dient. Dieser Tatsache entsprechen Pfeilrichtungen bei x und y in einem Vierdrahtverbindungsweg zwischen der PCM-Verbindungsleitung U und einem HDB-3-Empfänger E einerseits und einem HDB-3-Sender S andererseits. Bedeutung und Arbeitsweise von HDB-3-Sendern und -Empfängern sind an sich vielfältig bekannt, z. B. durch die DE-OS 29 82 065 und die darin behandelte weitere einschlägige Literatur. DEC und ENC sind HDB-3-Decodierer und HDB-3- Codierer. Die Einrichtung D dient zur Pulsrahmenerkennung, wie sie für PCM-Leitungen bekannt ist. Die Einrichtungen D und E stehen in an sich bekannter Weise mit der PCM-Vermittlungsstelle T in Verbindung. In der konventionellen Vermittlungsstelle W sind Kennzeichenzuordner KZU und Multiplexer und Demultiplexer MUX vorgesehen, und dienen zum Anschluß der PCM-Verbindungsleitung U. Innerhalb der konventionellen Vermittlungsstelle W werden die Verbindungen über Analog-Verbindungsleitungen und über Wähler und/oder Relaiskoppelfelder weiter durchgeschaltet. Die PCM-Verbindungsleitung verläuft über weitere ihr zugeordnete Einrichtungen LE 1, ZR 1, ZR 2 und LE 2, die weiter unten noch erwähnt werden.
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In der Zeitschrift "telcom report" (4. Jahrgang/1981, Beiheft) ist ein Digitalvermittlungssystem beschrieben und u. a. auch Anschlußgruppen zum Anschluß von Verbindungsleitungen sowie Teilnehmerleitungen, sowohl auf Digitalbasis als auch auf Analogbasis. Die in der Zeichnung dargestellte Anordnung dient zum Anschluß einer konventionellen Analogvermittlungsstelle W an eine Digitalvermittlungsstelle über eine Digitalverbindungsleitung U mit einer Mehrzahl von Nachrichtenkanälen. Kennzeichenumsetzer KZU dienen in bekannter Weise zur Umsetzung von Analogsignalen in Digitalsignale und umgekehrt, Multiplexer MUX zur zeitlichen Verschachtelung der kanalindividuellen Digitalsignale ineinander hinsichtlich der verschiedenen zu einer PCM-Leitung zusammengefaßten Zeitlagenkanäle. Die Digitalverbindungsleitung U enthält Einrichtungen LE 1 und ZR 1 sowie ZR 2 und LE 2, welche Leitungsendgeräte (LE) und Zwischenregeneratoren (ZR) sind.
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Für jeden der Zeitkanäle der als Zeitmultiplexleitung ausgebildeten Digitalverbindungsleitung U werden im Zustand der Betriebsbereitschaft, also unabhängig davon, ob der betreffende Kanal zur Zeit für eine Verbindung belegt ist oder nicht, PCM-Signale übertragen. Diese Signale werden über Empfänger E und Decoder DEC der Einrichtung D zur Pulsrahmenerkennung zugeführt und von hier aus u. a. einer Überwachungseinrichtung V. Diese vermag an dem in codierter Form erhaltenen Signale Fehler verschiedener Art und Ursache zu erkennen. Solche Fehler können darin bestehen, daß der eintreffende Bitstrom aus lauter Bits des Zeichenwertes einer logischen Eins besteht. Die Pulsrahmensynchronität kann durch den zuvor genannten Fehler, aber auch auf andere Weise verlorengehen bzw. verlorengegangen sein. Auf ähnliche Weise kann auch ein Kennzeichenrahmensynchronitätsverlust auftreten. Ferner kann auch eine unzulässig hohe Bitfehlerrate (Bitfehlerquote) auftreten. In allen diesen Fehlerfällen gibt die Überwachungseinrichtung V einen Fehleralarm an eine dezentrale Steuereinrichtung Z. Darüber hinaus kann ein Fehler bereits in einer der Einrichtungen in der Vermittlungsstelle W erkannt worden sein und infolgedessen ein entsprechender Fehleralarm als Signal über die Leitung U übertragen werden. Auch in diesem Falle reagiert die Überwachungseinrichtung V in der angegebenen Weise.
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Ursache für die zuvor aufgeführten Fehler können innerhalb der benachbarten Vermittlungsstelle W und der verbindenden Zeitmultiplexleitung U liegen oder innerhalb einer der Einrichtungen E, DEC und D. Zur Lokalisierung eines aufgetretenen Fehlers dient eine Umlenkschalteinrichtung R. Wird von der Überwachungseinrichtung V ein Fehler erkannt und eine Alarmmeldung zur dezentralen Steuereinrichtung Z gegeben, so wird nach einer bestimmten Alarmdauer eine Routineprüfung eingeleitet. Hierzu wird die Umlenkschalteinrichtung R aktiviert. Dies geschieht durch ein Signal über die Leitungsader r. Wird nun hierbei derselbe bereits aufgetretene Fehler erkannt, so steht fest, daß der Fehlerort in einer der Einrichtungen E, DEC oder D liegt. Wird bei der Routineprüfung dagegen festgestellt, daß der zuvor aufgetretene Fehler nicht wieder auftritt, so ist damit festgestellt, daß der Fehlerort in der benachbarten Vermittlungsstelle W liegt oder innerhalb einer der Einrichtungen der Zeitmultiplexleitung U. Abhängig vom jeweils vorliegenden Fehlertyp ist feststellbar, ob der jeweilige Fehlerort innerhalb der benachbarten Vermittlungsstelle W oder innerhalb der Zeitmultiplexleitung U liegt.
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Anschließend wird die Funktionsweise der Umlenkschalteinrichtung R beschrieben. Wie angegeben wurde, wird bei Auftreten eines Fehlers und Empfang einer Alarmmeldung in der dezentralen Steuereinrichtung Z seitens der Überwachungseinrichtung V die Umlenkschalteinrichtung R aktiviert. Durch dieses Überwachungssignal wird das Gatter H 1 niederohmig geschaltet; über den Kondensator C 2 wird der Datenfluß vom Übertrager über die Widerstände R 1 und R 2 (x) unterbrochen. Mit Hilfe der Gatter H 2 und H 4 und der Widerstände R 3 und R 5 wird am Verbindungspunkt zwischen den Widerständen R 3 und R 5 eine Teilspannung gebildet. Ausgangsimpulse der Treiberschaltungen H 7 und H 8 schalten über die ODER-Verknüpfung des Gatters H 6 das Gatter H 3 niederohmig. Abhängig davon, ob ein Signal über die Gatterschaltung H 7 oder H 8 eintrifft, wird das Potential am Ausgang der Gatterschaltung H 3 in positiver oder negativer Richtung verschoben. Der Widerstand R 4 wird dadurch entweder dem Widerstand R 3 oder dem Widerstand R 5 parallel geschaltet, wodurch an dem Verbindungspunkt der Widerstände R 3, R 4 und R 5 ein Kurvenverlauf für das herrschende Potential erzeugt wird, der dem bei y entspricht. Mit Hilfe des Kondensators C 3 wird das auf die zuvor beschriebene Weise umgelenkte PCM-Signal auf den Zweidrahtzweig x eingekoppelt. Dadurch ist es möglich, PCM-Signale von dem Zweidrahtzweig mit der Pfeilrichtung y auf den Zweidrahtzweig mit der Pfeilrichtung x umzulenken.
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Ergänzend sei noch hinzugefügt, daß eine Überprüfung in der beschriebenen Weise nicht nur bei Auftreten eines Fehlers möglich ist. Vielmehr kann auch vorgesehen sein, daß eine Überprüfung auf andere Weise mit Hilfe der dezentralen Steuereinrichtung Z gestartet werden kann, z. B. bei einer Inbetriebnahme.